Aktuelle Meldungen / en-gb Uni Köln Wed, 21 Nov 2018 00:03:39 +0100 Wed, 21 Nov 2018 00:03:39 +0100 TYPO3 EXT:news news-5138 Tue, 20 Nov 2018 07:00:06 +0100 Preise vergleichen im Internet: Land NRW fördert Projekt zu Verbraucherforschung an der Uni Köln http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5138&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0899e3a415fe05e53ed700a7c14e2863 Professor Dr. Steffen Roth untersucht die Marktprinzipien von Online-Vergleichsplattformen und Umgang mit Verbraucherdaten. Das Projekt „Vergleichsplattformen im Internet: Anreize zur Nutzung von Verbraucherdaten und zur Datenweitergabe und ihre Regulierung aus Sicht des Verbraucherschutzes“ von Prof. Dr. Felix Höffler (WiSo-Fakultät) wird vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW gefördert. Das KVF NRW ist eine Kooperation der Ministerien für Kultur und Wissenschaft und für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Verbraucherzentrale NRW. 

In Höfflers Projekt geht es um Vergleichsplattformen für Preise im Internet. Immer mehr Verbraucherverträge werden über das Internet angebahnt und abgeschlossen. „Das gängige Geschäftsmodell eines Vergleichsportals besteht darin, der Konsumentenseite einen gelisteten Überblick über Vertragsangebote zu liefern und im Anschluss den vom Konsumenten präferierten Vertrag zu vermitteln. Für diese Dienstleistung wird die Plattform im Regelfall vom Verkäufer vergütet“, erklärt Höffler. 

Darüber verbreitete Verbraucherverträge sind zeitlich befristete Liefervereinbarungen für Güter der Grundversorgung wie Strom, Gas oder auch Telekomunikation. Bei einer entsprechenden Suchanfrage auf einem Vergleichsportal und dem Vertragsabschluss über die Plattform hinterlassen die Konsumentinnen und Konsumenten neben Daten zu Wohnort oder Verbrauchswerten auch weitere wichtige Informationen: So verrät das Datum des Besuchs bzw. des vermittelten Vertragsabschlusses das wahrscheinliche Enddatum des Vertrages. 

„Uns interessiert, wie die Plattformen diese Informationen nutzen und mit welcher Intention: Wieso nützt es der Plattform, den Verbraucher zu gegebener Zeit auf das nahe Ende des Vertrages hinzuweisen? Liefern die Plattformen Information über das nahende Vertragsende an mit dem laufenden Verkäufer konkurrierende Anbieter, damit diese dann vor Ablauf der Kündigungsfrist des Vertrages Konkurrenzangebote unterbreiten? Unter diesem Blickwinkel wollen wir prüfen, ob die Nutzung und Weitergabe der Daten wirklich im Sinne des Verbrauchers ist“, erklärt Höffler. 

Jede erfolgreiche Regulierung im Sinne des Verbraucherschutzes muss auf einem guten Verständnis des Marktes und der Interessen der Marktakteure aufbauen. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es daher zu verstehen, welche ökonomischen Anreize für die Preisvergleichsplattformen bei der Nutzung oder Weitergabe von Konsumentendaten zu Vertragslaufzeiten bestehen. Darauf aufbauend soll in diesem Projekt untersucht werden, wie die Verbraucherseite von der zu erwartenden Strategie einer Vergleichsplattform betroffen wäre und welche Regulierungsoptionen sinnvoll erscheinen. 

Inhaltlicher Kontakt: 
Professor Dr. Felix Höffler
Institut für Wirtschaftspolitik der Universität zu Köln
+49 221 470-6384
felix.hoeffler(at)uni-koeln.de 

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg 
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de 

Weitere Informationen:
www.verbraucherforschung.nrw/foerdern/projekte-verbraucherforschung-nrw-2018
 

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news-5136 Fri, 16 Nov 2018 08:22:49 +0100 Universität zu Köln erhält positive Evaluierung im Professorinnenprogramm III http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5136&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=abdc311cae142166b2b0b3e2c3b91c2b Die Universität zu Köln wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms III des Bundes und der Länder bereits das dritte Mal in Folge für ihr Gleichstellungskonzept ausgezeichnet. Bundesweit bewarben sich 111 Hochschulen für die Teilnahme am Professorinnenprogramm mit Gleichstellungskonzepten, die extern begutachtet wurden – 86 konnten überzeugen. Mit ihrem „Gleichstellungszukunftskonzept 2019-2014“ hat die Universität zu Köln nun Zugang zur Finanzierung für bis zu drei erstberufene Professorinnen über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Ziel des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder ist, die Gleichstellung von Frauen und Männern an Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentation von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in Spitzenfunktionen des Wissenschaftsbereichs zu steigern.
Bereits im Rahmen des Professorinnenprogramms I und II hatte sich die Universität zu Köln erfolgreich mit insgesamt sechs Professorinnen beteiligt und gleichstellungsfördernde Projekte mit hoher Nachhaltigkeit insbesondere im Bereich Nachwuchsförderung aufbauen können, wie bspw. die Cornelia Harte Mentoring-Programme und Netzwerkstellen.

Mit dieser erneut positiven Evaluierung kann die Universität bis 2024 bis zu 1,9 Mio. Euro Drittmittel einwerben, die für hochschulweite gleichstellungsfördernde und genderbezogene Maßnahmen, vor allem im Bereich der Nachwuchsförderung eingesetzt werden.

Kontakt:
Sandra Staudenrausch
Dezernat für Forschungsmanagement
Telefon: 0221 470 2407
E-Mail: s.staudenrausch(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://gb.uni-koeln.de/aktuelles/index_ger.html#news25363
https://www.bmbf.de/de/das-professorinnenprogramm-236.html

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news-5135 Wed, 14 Nov 2018 11:06:11 +0100 Renommierte Forscherinnen und Forscher beziehen Position zum Thema Fake News und alternative Fakten http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5135&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3204db530d4da420ac2cc01ea01b36f3 Professor Günter Blamberger, Literatur- und Kulturwissenschaftler der Universität zu Köln, Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln und Professor Peter Strohschneider, Germanistischer Mediävist der Universität München und Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, sind die Herausgeber eines neuen Buches, das sich unter anderem mit dem Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und Wissenschaftsfeindlichkeit beschäftigt.
Der Kongress „Wissenswerte 2018“ in Bremen, das große deutschsprachige Forum für Wissenschaftsjournalisten und -kommunikatoren, ist eine gute Gelegenheit, um für eine neue Vertrauenskultur zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu plädieren.

Spätestens seit der Wahl des US-Präsidenten Donald Trump sind die Begriffe „Fake News“ oder „alternative Fakten“ in der politischen Debatte allgegenwärtig. Fake News, also gefälschte Nachrichten, sollen mit reißerischen Schlagzeilen, gefälschten Bildern und Behauptungen Lügen und Propaganda verbreiten. Sie erwecken den Eindruck, dass es sich um echte Nachrichten handelt.

Das Thema ist nicht nur für die Demokratie von enormer Bedeutung, sondern auch für die Wissenschaft und das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Welche Rolle spielen die Wissenschaften und ihr Vermögen methodisch verlässliches Wissen zur Urteilsbildung verfügbar zu machen? Wie kann Wissenschaftsfeindlichkeit abgebaut und wie kann das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bewahrt werden – ohne populistischen Vereinfachungen Platz zu geben?

Antworten auf diese Fragen gibt es in einem  

Pressegespräch der Universität zu Köln: „Vom Umgang mit Fakten“
Mit Prof. Günter Blamberger (Universität Köln), Prof. Axel Freimuth (Universität Köln),  Prof. Peter Strohschneider (DFG), Dr. Patrick Honecker (Moderation)

Wann: Dienstag 20. November, 16 bis 16.30 Uhr,
Wo: Salon Danzig
Congress Centrum Bremen
Theodor-Heuss-Allee
28215 Bremen

Ihre Antworten haben renommierte deutsche Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen auch in dem neuen Sammelband „Vom Umgang mit Fakten“ aufgeschrieben, der erstmals auf dem Kongress vorgestellt wird.


Pressesprecher:
Patrick Honecker
+49 221 470-2202
patrick.honecker(at)uni-koeln.de

 

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news-5133 Mon, 12 Nov 2018 12:55:55 +0100 OER: Netzwerk Medien ist Kompetenzzentrum im Bereich frei zugänglicher Bildungsmaterialien http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5133&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4fbcc992fb06bedc2a0b5b56f4ab62b5 Verbundprojekt „OERinForm“ stellt umfangreiche Unterstützung für Lehrkräfte und E-Learning-Zentren an der Uni Köln zur Verfügung Lehrkräfte der Uni Köln und Interessierte können sich jetzt beim Zentrum Netzwerk Medien der Humanwissenschaftlichen Fakultät zum Themenbereich frei zugängliche Bildungsmaterialien, den sogenannten Open Educational Resources (OER) beraten lassen. Ob rechtliche Hintergrundinfos und praktische Anwendung von OER oder die Installation des OER-Plugins in ILIAS – das neue Serviceangebot ist das Ergebnis eines Verbundprojekts („OERinForm“), welches das Netzwerk Medien initiiert und an dem es sich für die Uni Köln über den Zeitraum von 18 Monaten beteiligt hatte. Gemeinsam mit fünf weiteren Hochschulen (Uni Augsburg, HU Berlin, JGU Mainz, HHU Düsseldorf, FAU Erlangen-Nürnberg) wurde in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt ein Informations- und Beratungskonzept für Medien- und E-Learningzentren an Hochschulen entwickelt, das jetzt in Köln in die Praxis überführt worden ist.

„Wir möchten Interessierten konkrete Anwendungsmöglichkeiten zum Thema Offene Bildungsmaterialien im Hochschulbereich an die Hand geben und weitere Menschen dafür begeistern. Dozentinnen und Dozenten können sich bei uns über frei zugängliche Lehr-Lernmaterialien informieren und wir zeigen ihnen technische Lösungen, die wir im Verbundprojekt eigens entwickelt haben“, sagt Dr. Udo Kullik, Koordinator des Projekts und Leiter des Netzwerk Medien an der Universität zu Köln. „Für uns ist es ein großer Gewinn, dass wir nun langfristig die Rolle eines kompetenten OER-Beraters an der Uni Köln einnehmen können. Ziel ist es, dass sich noch mehr dafür engagieren, offene Bildungsmaterialien zu suchen, zu nutzen, zu erstellen und mit anderen zu teilen.“

Den Lehrenden stehen unter http://oer.amh-ev.de eine Vielfalt an Infomaterialien zu OER kostenlos zur Verfügung. Gleichzeitig können sie sich mit dem Input zu kreativen OER Lösungen ihre eigenen Ideen umsetzen und als offene Bildungsmaterialien verbreiten.  Neben einem Reputationsgewinn der Lehrpersonen steigert sich so auch der Bekanntheits- und Nutzungsgrad der erstellten Materialien. Der erleichterte Zugang bietet außerdem Lernenden die Chance, sich Themen kostenfrei anzueignen.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Udo Kullik
Zentrum Netzwerk Medien der Universität zu Köln
+49 221 470-5564
udo.kullik(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://oer.amh-ev.de

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news-5132 Thu, 08 Nov 2018 12:25:14 +0100 Kölner Schulen mit Preis für Toleranz ausgezeichnet http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5132&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d691aefe12f17237a3531ffec29b3535 Universität zu Köln und Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnen am 16. November drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz aus / Zum 21. Mal werden auch die Toleranzringe an drei führende Persönlichkeiten verliehen, darunter Esther Bejarano / Verleihung beider Preise im Wallraf-Richartz-Museum (Stiftersaal) Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste und die Universität zu Köln zeichnen am 16. November zum zweiten Mal drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz und einem Preisgeld von 2000 Euro aus. Die Preisverleihung findet im Rahmen der jährlichen Verleihung der Toleranzringe statt, mit denen die Europäische Akademie führende Persönlichkeiten, die sich für einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus einsetzen, würdigt. Mit dem Preis der Toleranzringe wird in diesem Jahr erstmals auch eine Wissenschaftlerin der Universität zu Köln geehrt.

Drei Schulen aus dem Raum Köln – die Gesamtschule Holweide, das Stadtgymnasium Köln-Porz und das Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg – werden am 16. November im Stiftersaal des Wallraf Richartz-Museums für ihre Verdienste um ein besonders tolerantes Miteinander mit dem Preis „Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz“ ausgezeichnet. Die Schulen wurden aus 17 Nominierungen, die von Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln eingereicht wurden, von einem Fachgremium der Universität sowie dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ausgewählt. Dem Kuratorium gehören unter anderem die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Louwrens Langevort, Intendant der Kölner Philharmonie, Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Lale Akgün und Bettina Böttinger an.
Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität (ZfL) verantwortet die Umsetzung der Nominierung und Verleihung des Schulpreises.
„Ein Preis für Toleranz an Schulen ist aktuell geforderter denn je“, so ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler. „Tolerantes Verhalten ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Dagegen müssen wir etwas tun.“

Mit den Toleranzringen werden in diesem Jahr Prof. Dr. Katajun Amirpur, Islamwissenschaftlerin der Universität zu Köln und freie Journalistin, die Schweizer Politikerin Doris Leuthard (Christlichdemokratische Volkspartei) und die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano, ausgezeichnet. Bejarano hatte die Rapper Farid Bang und Kollegah bei der Echo-Preisverleihung im April öffentlich für ihre antisemitischen Texte kritisiert.

„Toleranz ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine historisch gewachsene Notwendigkeit“, betont Prof. Dr. Felix Unger, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. „Mit der nun seit 21 Jahren bestehenden Auszeichnung wollen wir zu einer Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und zur Förderung eines toleranten und friedlichen Miteinanders der Menschen und Kulturen beitragen.“
„Preise für Toleranz haben im Angesicht einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der wir einmal mehr Nein sagen müssen zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, zu Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit, eine besondere Relevanz“, so Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnet seit 1997 jährlich Persönlichkeiten mit dem Toleranzpreis aus. Der Preis wurde unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, Hans-Dietrich Genscher und an den Dirigenten Daniel Barenboim verliehen. Der Schulpreis „Toleranz macht Schule“ wurde 2017 zum ersten Mal an drei Kölner Schulen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung wird vom Verein „Wir helfen“ des Kölner Stadt-Anzeiger, der Deutschen Bank AG sowie der Deutschen Welle als Medienpartner unterstützt. Sie wird moderiert von Joachim Frank, Chefkorrespondent DuMont/Kölner Stadt-Anzeiger.

Termin:
Verleihung der Toleranzringe und des Schulpreises
„Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz
16. November, 16.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums,
Obenmarspforten 40
50667 Köln

Fototermin Presse:
16. November, 15.50 Uhr, Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums

Festrede:
Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes NRW

Pressekontakt:
Merle Hettesheimer
Universität zu Köln / Zentrum für LehrerInnenbildung
Leitung Kommunikation und Events
Tel. +49 221 470 5687
E-Mail: m.hettesheimer(at)uni-koeln.de

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news-5131 Thu, 08 Nov 2018 07:23:10 +0100 Unibibliothek zeigt Fotoausstellung über Forschung in der Atacama http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5131&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24d48516446a5ad3fbeb6e98ccca84d6 Feierliche Eröffnung am 15.11.2018 / „Abenteuer Atacama – Mit den Forscherinnen und Forschern in der Wüste“ / Eindrucksvolle Bilder von einem der trockensten Orte der Welt Im Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) ist ab dem 15. November 2018 eine neue Ausstellung mit Fotografien aus Südamerika zu sehen. „Abenteuer Atacama – Mit den Forscherinnen und Forschern in der Wüste“ nimmt die Besucherinnen und Besucher mit nach Chile, wo der Sonderforschungsbereich 1211 „Earth – Evolution at the Dry Limit“ von der Universität zu Köln die extreme Trockenheit in der Atacama untersucht. Die Ausstellung wird vom 15. November bis zum 19. März 2019 in der Universitäts- und Stadtbibliothek während der regulären Bibliotheksöffnungszeiten zu sehen sein.
Zur Vernissage möchten wir Sie herzlich einladen. Interviewpartner stehen Ihnen nach einer Einführungsrede bereit.

Termin:
Donnerstag, 15. November 2018, 18.00 Uhr
„Vernissage ‚Abenteuer Atacama – Mit den Forscherinnen und Forschern in der Wüste‘“
Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB), Universitätsstraße 33, 50923 Köln

Die Bilder von der Forschungsarbeit des SFB 1211 „Earth – Evolution at the Dry Limit“ zeigen Wissenschaft in der erstaunlich vielfältigen, teils unwirtlichen, aber beeindruckend schönen Landschaft der Atacama. Außerdem sehen Sie Bilder eines naturwissenschaftlichen Experiments, wie die Wüste auf Wasser reagiert – denn die Forscherinnen und Forscher lassen es hier künstlich regnen.
Die Atacama ist die trockenste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich vom Norden Chiles über den Süden Perus. Es gibt Gebiete, in denen jahrzehntelang kein Tropfen Regen fällt. Im chilenischen Teil der Atacama erforscht der SFB 1211 die wechselseitigen Beziehungen zwischen Landschaftsentwicklung und der Evolution des Lebens.

Großformatige Fotos und einige Exponate vermitteln, warum diese Forschung am Trockenheitslimit für uns alle von Bedeutung ist. Denn in Zeiten des Klimawandels und der globalen Erwärmung liefert die Arbeit des SFB eine wichtige Grundlage, um die Prozesse der Landschaftsentwicklung und der biologischen Evolution unter extrem trockenen Bedingungen besser zu verstehen. Ein internationales Team aus 86 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen arbeitet hierbei gemeinsam.

So erforschen Biologinnen und Biologen etwa, wie Pflanzenpopulationen miteinander verwandt sind, die praktisch ohne Regen in der kargen Landschaft wachsen. Geologinnen und Geologen können anhand von Bohrkernen das Wüstenklima der letzten zwei Millionen Jahre rekonstruieren. Meteorologen analysieren mit Wetterstationen und Satelliten die Beziehungen von Land, Meer und Atmosphäre. Die Geomorphologie schließlich ermittelt, welchen Einfluss die extrem trockenen Bedingungen in der Wüste für die Formung von Landschaften haben.

„Im Laufe des Projektes wollen wir die Ergebnisse aus all diesen Arbeitsbereichen zusammenführen, damit sich ein großes Bild ergibt. Wir hoffen, dass wir so das Verständnis unserer Erde maßgeblich vorantreiben können“, sagt Professor Dr. Tibor Dunai, der Sprecher des SFB. „Die Ausstellung erzählt diese spannenden Geschichten aus einer ganz besonderen Region unseres Planeten.“

Der Sonderforschungsbereich „Earth – Evolution at the Dry Limit“ ist ein Verbundprojekt der Universitäten Köln und Bonn, der RWTH Aachen sowie dem Forschungszentrum Jülich und wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
Öffentlichkeitsarbeit SFB 1211 „Earth – Evolution at the Dry Limit“
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Frieda Berg
Pressereferentin der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)
+49 221 470-1704
berg(at)ub.uni-koeln.de
Weitere Informationen:
www.ub.uni-koeln.de/events/2018/abenteuer_atacama

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news-5130 Thu, 08 Nov 2018 07:08:28 +0100 Forschung zu Fettleibigkeit vermitteln: Jens Claus Brüning wird Weizsäcker-Preis verliehen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5130&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=793ae3f67302b4efae665cfb0c55b886 Kölner Molekularbiologe Professor Dr. Jens Claus Brüning von Stifterverband und Leopoldina mit 50.000 Euro ausgezeichnet Der Stifterverband und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina zeichnen den Kölner Endokrinologen und Molekularbiologen Prof. Dr. Jens Claus Brüning mit dem Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis 2018 aus. Der Wissenschaftler von der Universität zu Köln wird für seine Forschungen zu den Grundlagen zweier Volkskrankheiten geehrt: Adipositas (sehr starkes Übergewicht) und Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Brüning erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis am 11. Dezember 2018 in Halle (Saale). Die Ehrung findet im Rahmen der traditionellen Weihnachtsvorlesung der Leopoldina statt, die der Preisträger zum Thema „Kontrolle von Energiehaushalt und Stoffwechsel durch das Gehirn“ halten wird.

Professor Dr. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes, sagt: „Der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis ist eine Auszeichnung für wissenschaftsbasierte Politikberatung. Er ehrt also Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit ihren Forschungsarbeiten Lösungen zum Umgang mit drängenden Problemen entwickeln und diese der Politik und der Öffentlichkeit aktiv vermitteln. Jens Claus Brünings Beiträge könnten die Lebensqualität und Lebenserwartung sehr vieler Menschen, die an Adipositas oder Diabetes Typ 2 erkrankt sind, künftig verbessern.“

In der Medizin ist zum Beispiel seit längerem bekannt, dass Stoffwechselstörungen in der Schwangerschaft das Risiko der ungeborenen Kinder erhöht, an Diabetes oder Übergewicht zu erkranken. Jens Claus Brüning gelang es, diese Zusammenhänge zu erklären. Er konnte erstmalig in Mausmodellen zeigen, dass eine fettreiche Ernährung von Mausmüttern während der Stillzeit dazu führt, dass sich die Entwicklung bestimmter Nervenzellen (POMC-Neurone) im Gehirn ihrer Nachkommen hemmt. In der Folge entwickelte sich durch die fettreiche Ernährung ein gestörter Stoffwechsel. Diese Erkenntnis am Mausmodell ermöglicht Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von Stoffwechselstörungen bei Schwangeren.

Brüning identifizierte zudem Nervenzellen in einem Bereich des Zwischenhirns, die daran beteiligt sind, die Nahrungsaufnahme und den Zuckerstoffwechsel zu steuern. So erforschte der Molekularbiologe chemische Reaktionen in Körperzellen, die bei Übergewicht zu einer verminderten Wirkung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin und damit zur Insulinresistenz führen, also zu einer Diabetes-Erkrankung.

Professor Dr. Jens Claus Brüning ist seit dem Jahr 2007 Wissenschaftlicher Koordinator und Sprecher des Exzellenzclusters CECAD für Alternsforschung an der Universität zu Köln. Seit Februar 2012 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung und darüber hinaus Direktor an der Poliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Präventivmedizin an der Uniklinik Köln. Brüning wurde 1993 an der Universität zu Köln promoviert und erhielt hier auch die Venia Legendi als Lehrberechtigung für Innere Medizin / Endokrinologie im Jahr 2002. Als Forscher interessiert er sich für die Regulierung des Energie- und Glukosestoffwechsels in Verbindung mit altersassoziierten (z.B. Typ-2-Diabetes) und neurodegenerativen Erkrankungen (z.B. Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson).

Für seinen Fortschritt in der Stoffwechselregulierung erhielt er bereits zahlreiche internationale Auszeichnungen. 2009 wurde Brüning mit dem Ernst Jung-Preis für Medizin ausgezeichnet. 2008 erhielt er den Minkowski-Preis der Europäischen Diabetes-Gesellschaft, dem der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahr 2007 vorausging. 2018 wurde Brüning zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ernannt.

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
PR Officer CECAD
pkohl(at)uni-koeln.de
+49 221 478 84043

Dr. Annegret Burkert
PR Executive Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung
aburkert(at)age.mpg.de
+49 221 37970207

 

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news-5129 Tue, 06 Nov 2018 12:07:56 +0100 Universität zu Köln erneut für Chancengleichheit und Vielfalt mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat ausgezeichnet http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5129&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=410d7c6db158aa969cb705b81ee2e03e Der Verein TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. hat der Universität zu Köln zum dritten Mal, nach 2004 und 2007, das Total E-Quality Prädikat verliehen. „Die Führungspersönlichkeiten unserer Prädikatsträger*innen haben erkannt, dass gelebte und in der Organisation fest verankerte Chancengleichheit und Vielfalt zu mehr Erfolg führt. Sie präsentieren sich als zukunftsweisende Vorbilder in unserer Gesellschaft“, sagte Eva Maria Roer, Vorsitzende des TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. bei der Prädikatsübergabe am 31.10.2018 in Stuttgart.

Die Universität zu Köln wurde als eine von 50 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden für ihre zukunftsorientierte, erfolgreiche und nachhaltige Personalpolitik ausgezeichnet. Sie wirkt damit aktiv und nachweislich auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Die Jury hebt in ihrer Begründung positiv hervor, „dass im Bereich Diversity institutionelle Rahmenbedingungen geschaffen wurden und bereits zahlreiche Diversity-Initiativen umgesetzt werden. Die Hauptziele bei der Umsetzung von Chancengerechtigkeit (…) sind strategisch u.a. in den gemeinsam mit mehreren regionalen Institutionen vereinbarten „Leitlinien Chancengerechtigkeit“ verankert. In den vergangenen Jahren wurden die vorhandenen Strukturen (…) ausgebaut und vor allem durch passgenaue Maßnahmen (…) verstärkt.“

Mit dem Prädikat des Vereins TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. werden jährlich Organisationen ausgezeichnet, die sich nachhaltig für Chancengleichheit engagieren. TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. vergibt diese Auszeichnung seit über zehn Jahren und hat das Prädikat 2015 um das Thema Diversity erweitert und erstmalig das Add-On-Prädikat für Vielfalt vergeben. Insgesamt wurden bislang über 316 Organisationen ausgezeichnet und 87 für ihr vorbildliches Engagement im Bereich Diversity. In den ausgezeichneten Organisationen profitieren ca. 2 Millionen Beschäftigte und ca. 900.000 Studierende von einer chancengerechten Personalpolitik.

Kontakt:

Universität zu Köln
Dr.‘ Britt Dahmen, Referat Gender & Diversity Management
Telefon: +49 221 470-5907
E-Mail: b.dahmen(at)verw.uni-koeln.de
www.vielfalt.uni-koeln.de

TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V.
Manuela Butkus
Tel. +49 9708 909-110
E-Mail: info(at)total-e-quality.de
www.total-e-quality.de

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news-5123 Mon, 05 Nov 2018 14:08:04 +0100 ForscherInnen entdecken Schutzmechanismus zur korrekten Verarbeitung genetischer Informationen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5123&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=35320d65e3cce4613c1a95b16306eaf2 Schutzmechanismus verhindert Verlust von genetischen Informationen bei der Produktion von Boten-RNA / Veröffentlichung im Fachjournal Molecular Cell Um Erbinformation bei der Herstellung neuer Zellbestandteile zu übermitteln, ist die Produktion von Boten-RNA als wichtiger Zwischenschritt unverzichtbar. Forscher und Forscherinnen des Instituts für Genetik an der Universität zu Köln unter Leitung von Professor Dr. Niels Gehring konnten einen Kontrollmechanismus aufdecken, der die korrekte Produktion von Boten-RNA sichert und so den unkontrollierten Verlust von Informationen verhindert.

„Durch diesen grundlegenden Schutzmechanismus wird die Unversehrtheit der Boten-RNA gewahrt und sichergestellt, dass die Zelle auch tatsächlich die richtige Funktion übernimmt. Er ist also eminent wichtig“, sagt Gehring, der Seniorautor der Studie „Exon junction complexes suppress spurious splice sites to safeguard transcriptome integrity“ ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Molecular Cell veröffentlicht.

In menschlichen Zellen liegt das Erbgut als Gesamtmenge der einzelnen Gene geschützt und verpackt im Zellkern vor und kann nicht unmittelbar für die Produktion neuer Zellbauteile verwendet werden. Um die genetischen Informationen weiterzugeben, muss von jedem Gen zunächst eine Abschrift, die Boten-RNA, erstellt werden. Die meisten genetischen Baupläne sind durch zusätzliche Abschnitte ohne Informationen unterbrochen. Solche informationsleeren Bereiche müssen bei der Herstellung von Proteinen in der Zelle zuerst aus der Boten-RNA entfernt werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Spleißen. Beim Spleißen werden nur die Bereiche zusammengefügt, die für die Proteinproduktion notwendig sind (die sogenannten Exons), während die Bereiche ohne Informationen aus der Boten-RNA herausgeschnitten werden. Der Vorgang des Spleißens ermöglicht also erst die Verwendung der genetischen Information.

Läuft das Spleißen nicht korrekt ab und werden so genannte kryptische Spleißstellen benutzt, führt dies zur Produktion von fehlerhaften und unvollständigen Boten-RNAs. Im Resultat werden neue Proteine nicht korrekt gebildet. Durch die enge Zusammenarbeit des Kölner Teams mit der bioinformatischen Arbeitsgruppe von Professor Dr. Christoph Dieterich am Universitätsklinikum Heidelberg ist es nun gelungen, einen grundlegenden zellulären Mechanismus aufzuklären, durch den das Spleißen der Boten-RNAs an kryptischen Spleißstellen unterdrückt wird.

Im Zentrum dieses Schutzmechanismus steht ein Proteinkomplex, der durch das Spleißen auf der Boten-RNA platziert wird. Dieser „Exon Junction Complex“ (kurz EJC) bleibt an die Boten-RNA gebunden und fungiert ähnlich wie ein Prüfsiegel. „Ist dieser Proteinkomplex auf einer Boten-RNA vorhanden, signalisiert dies einen erfolgreichen Spleißprozess und führt dazu, dass solche Boten-RNAs bevorzugt verwendet werden“, erklärt Dr. Volker Böhm, Erstautor der Studie. In der vorliegenden Studie stellte sich zudem heraus, dass die Platzierung eines EJC auf der Boten-RNA nach einem Spleißvorgang wie ein Abwehrschild gegen kryptische Spleißstellen funktioniert.

In weiteren Studien wollen die Forscherinnen und Forscher nun herausfinden, ob dieser Schutzmechanismus gezielt in krankhaftem Gewebe ausgestellt werden kann, um zum Beispiel bestimmte Krebsarten zu heilen.


Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Niels H. Gehring
Institut für Genetik
+49 221 470-3873
ngehring(at)uni-koeln.de

Dr. Volker Böhm
Institut für Genetik
+49 221 470-5260
boehmv(at)uni-koeln.de  

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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news-5121 Fri, 02 Nov 2018 13:29:35 +0100 Vertrauen in Bankensystem: „Politischer Radikalismus führt zur Zurückhaltung bei Investitionen“ http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5121&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a9cd64acc444f0ace0451e29c7bf4c29 Bankenstresstest, die bevorstehenden US-Wahlen zum Repräsentantenhaus, Niedrigzinsen oder die Digitalisierung: Banken haben derzeit viele Baustellen. Doch auf dem Vertrauen auf Banken basiert eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. Ein Gespräch mit Prof. Thomas Hartmann-Wendels von der Universität zu Köln über große Krisen und die deutschen Banken.
Können die Wahlen zum Repräsentantenhaus am 6. November in Amerika eine Auswirkung auf die Banken haben?
Die anstehenden Wahlen zum Repräsentantenhaus entscheiden darüber, ob Trump seine Politik der Deregulierung der Banken ungestört fortsetzen kann oder ob die Demokraten diese Entwicklung hemmen oder gar verhindern können. Eine Deregulierung beflügelt zunächst einmal die Geschäftsmöglichkeiten der Banken, allein die Ankündigung von Maßnahmen zur Deregulierung hat die Aktienkurse amerikanischer Banken steigen lassen. Lockere Vorschriften verschaffen den international tätigen amerikanischen Banken einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren europäischen Konkurrenten, gleichzeitig wächst aber auch die Gefahr, dass einzelne Banken die neu gewonnenen Freiheiten dazu nutzen, eine langfristig verantwortungslose Geschäftspolitik zu betreiben.

Geldgeschäfte basieren auf Vertrauen in die wirtschaftliche und politische Stabilität eines Landes. Das scheint in der deutschen Gesellschaft aber zu schwinden. Worin besteht die Gefahr dieser Entwicklung?
Vertrauen in stabile und verlässliche Rahmenbedingungen ist unerlässlich für eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. Dies gilt für alle Bereiche einer Volkswirtschaft, in besonderem Maße aber für Banken. Egal ob Banken Kredite vergeben oder Einlagen entgegennehmen, stets ist das Vertrauen auf die Rückzahlung der vergebenen Kredite bzw. der bei Banken angelegten Gelder die entscheidende Geschäftsgrundlage. Schwindet dieses Vertrauen, können Investitionen nicht mehr finanziert werden, dies gefährdet Wachstum und Vollbeschäftigung.

Sehen Sie derzeit Anzeichen dafür, dass sich Unternehmen mit Investitionen in Deutschland (Ost?) zurückhalten, weil das Vertrauen in die Banken geschädigt ist?
Die Investitionsbereitschaft von Unternehmen hängt im Wesentlichen davon ab, wie erfolgversprechend die wirtschaftliche Entwicklung und wie stabil die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschätzt werden. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung ziehen einige dunkle Wolken auf, die Stichworte hier sind Brexit, Handelskrieg und wachsende Instabilität in Italien. Was die politische Entwicklung anbelangt, so haben die Vorkommnisse in den letzten Wochen sich sicherlich negativ auf die Attraktivität einiger Länder in Ostdeutschland als Unternehmensstandort ausgewirkt. Einige Banken haben zwar seit der Finanzkrise an Reputation eingebüßt, ich sehe aber keine generelle Vertrauenskrise, die zu einer Zurückhaltung bei Investitionen führt.

Wissenschaftler wie die Nobelpreisträger Robert Shiller, William Sharpe und Lars Peter Hansen warnen vor einem größeren Crash als 2008. Sehen Sie das auch so?
Es gab fast zu jeder Zeit Stimmen, die vor einer großen Krise gewarnt haben. 2008 haben sich diese Prophezeiungen dann auch einmal bewahrheitet, seitdem wird solchen Prognosen eine viel größere Aufmerksamkeit zuteil als früher. Auch derzeit gibt es eine Reihe von Indikatoren, aus denen sich durchaus plausibel ein Crash-Szenario ableiten lässt. Die Zutaten hierzu sind Brexit, wachsende Staatsverschuldung, Niedrigzinsniveau mit der Folge einer Überbewertung von Immobilien und Aktien und zunehmende politische Unsicherheiten. Ob sich daraus wirklich eine globale Krise entwickelt, ob es nur eine kleine Delle im Wirtschaftswachstum gibt oder ob der Sturm vorbeizieht ohne großen Schaden anzurichten, lässt sich derzeit nicht seriös abschätzen.

Sind Banken heute immer noch im gleichen Maß wie 2008 systemrelevant?
Während der Finanzmarktkrise haben viele Akteure beschworen, dass eine einzelne Bank nie mehr so groß werden darf, dass ihre Insolvenz die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährdet. Seit der Finanzmarktkrise erleben wir aber eine Zunahme der Bankenfusionen, vor allem zwar bei kleinen Instituten, aber durchaus auch bei großen Banken. Diese Entwicklung vergrößert das „too-big-to-fail“ Problem. Hintergründe der Fusionen sind u.a. das Niedrigzinsniveau und eine deutliche verschärfte Regulierung, die zunehmend zu einem Kostenfaktor für die Banken wird. Die Bankenaufsicht versucht zwar, die Gefahr, die von systemrelevanten Banken ausgeht, zu begrenzen, indem diese Banken stärker beaufsichtigt werden, indem sie höhere Eigenkapitalquoten einhalten müssen und indem sie Pläne für den Fall einer Abwicklung bereithalten müssen. Es ist allerdings mehr als fraglich, ob diese Instrumente im Ernstfall wirklich greifen. Das Problem, dass Banken systemrelevant sind, ist also bis heute nicht gelöst.

Machen deutsche Banken momentan alles richtig oder was sollten sie ändern?
Die Banken in Deutschland befinden sich in einer schwierigen Lage. Das Niedrigzinsniveau hat die Zinsmargen drastisch schrumpfen lassen, die verschärfte Regulierung hat den Kostendruck erhöht, gleichzeitig dringen neue, innovative Wettbewerber wie z.B. die Fintechs in die traditionellen Geschäftsfelder der Banken ein. Um von der Digitalisierung nicht abgehängt zu werden, bedarf es enormer Anstrengungen, insbesondere auch hoher Investitionen. Die großen Banken haben derzeit viele andere Baustellen und können sich dem Thema Digitalisierung nicht mit ganzer Kraft widmen. Die in ihrem jeweiligen Finanzverbund zusammengeschlossenen Sparkassen und Volksbanken/Raiffeisenbanken müssen ihre Kräfte besser bündeln, um mit der Entwicklung Schritt halten zu können. Oftmals ist der Chor in den Finanzverbünden zu vielstimmig und behindert damit schnelle Entscheidungen.

Stellen radikale politische Kräfte eine Gefahr für die Banken/Unternehmen dar?
Unternehmen benötigen stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, um erfolgreich arbeiten zu können. Jegliche Form politischen Radikalismus vergrößert die Unberechenbarkeit und führt zur Zurückhaltung bei Investitionen. Hinzu kommt, dass politisch radikale Kräfte dazu neigen, die Gesetze für ein erfolgreiches Wirtschaften zu ignorieren und ihren radikalen Ansichten unterzuordnen. Die Erfahrung lehrt, dass dies auf Dauer nie gelingt. Für Banken kommt noch hinzu, dass deren Geschäftstätigkeit in besonderem Maße vom Vertrauen ihrer Kunden abhängt. Wir erleben aktuell in Italien, dass politischer Radikalismus das Vertrauen der Anleger in die Sicherheit ihrer Geldanlagen erschüttert. Geldanlagen werden zunehmend über die Grenze in die sichere Schweiz verlagert, weil die Angst wächst, dass Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden, um einen Bank-Run zu verhindern. Sollte diese Tendenz sich verstärken, werden die italienischen Banken in ernste Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Die deutschen Banken sollten im internationalen Wettbewerb mithalten können. Spricht das für eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank?
Die Deutsche Bank und die Commerzbank sind in den letzten Jahren im internationalen Wettbewerb deutlich zurückgefallen. Die Deutsche Bank spielt längst nicht mehr in der ersten Liga der international tätigen Banken mit, die Commerzbank hat noch nie so richtig dazu gehört. Beide Banken haben mit immensen internen Problemen zu kämpfen. Diese werden durch eine Fusion nicht gerade geringer. Im Gegenteil, die Zusammenführung zweier großer Banken ist eine Mammutaufgabe, die immense Summen verschlingt und die neu entstandene Bank von anderen wichtigen Themen wie z.B. den Herausforderungen durch die Digitalisierung ablenkt. Zusammengefasst kann man sagen, dass durch die Fusion zweier schwächelnder Institute keine starke Bank entsteht, da durch die Fusion keines der bestehenden Probleme gelöst wird, sondern nur zusätzliche geschaffen werden.

Das Interview steht auch zum Abdruck und zur digitalen Verwendung zur Verfügung.


Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels ist Direktor am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Bankbetriebslehre und am Forschungsinstitut für Leasing sowie Geschaftsführender Direktor der Abteilung Bankwirtschaft am Instittut für Bankwirtschaft und Bankrecht der Universität zu Köln.


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels
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news-5118 Wed, 31 Oct 2018 08:23:50 +0100 Astrophysik: Erste detaillierte Beobachtung von Materie, die nah um ein Schwarzes Loch kreist http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5118&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=28f0b18ad763586d8db2f9ed6130b523 Das GRAVITY-Instrument der Europäischen Südsternwarte (ESO) bestätigt ein Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße / Forscher der Uni Köln lieferten entscheidende Instrumente Ein internationales Forschungsteam hat einen großen Fortschritt bei der Überprüfung der Theorie erzielt, dass sich ein superschweres Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße befindet. Die Forschungsergebnisse wurden durch das neue GRAVITY-Instrument der ESO möglich gemacht: Es vereint das Licht aller vier Teleskope des ESO Very Large Telescope zu einem Superteleskop von 130 Metern Durchmesser. Die Beobachtungen zeigen Gasanhäufungen, die sich mit 30 Prozent der Lichtgeschwindigkeit auf einem kreisförmigen Orbit knapp außerhalb des innersten stabilen Orbits um das Schwarze Loch drehen, das die viermillionenfache Masse der Sonne hat.

In dem Artikel „Detection of Orbital Motions Near the Last Stable Circular Orbit of the Massive Black Hole SgrA*“ (Nachweis orbitaler Bewegungen nahe der letzten stabilen Umlaufbahn um das massenreiche Schwarze Loch Sagittarius A*) in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics berichten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität zu Köln, des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik (MPE), der Sternwarten Paris und Grenoble, des Max-Planck-Instituts für Astronomie und der Universitäten Lissabon und Porto über ihre Beobachtungen eines Flackerns infraroter Strahlung aus der Gasscheibe rund um Sagittarius A*, die etwa 10 Lichtminuten Durchmesser hat und mit einer Geschwindigkeit kreist, in der relativistische Phänomene auftreten können (die Geschwindigkeit beträgt etwa ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit).

Die Infrarotgruppe am I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln (Professor Andreas Eckart, Dr. Christian Straubmeier sowie Kollegen und Kolleginnen) hat einen wesentlichen Beitrag zu dem Experiment geleistet. Der Leiter der Gruppe, Professor Eckart, erklärt: „Das Herzstück von GRAVITY wurde in Köln gebaut: zwei Spektrometer, die die Lichtstrahlen von vier gigantischen 8,2 Meter Teleskopen bündeln und dadurch ein Teleskop von 130 Metern Durchmesser schaffen.“ Dr. Straubmeier war für die technische Umsetzung der Spektrometer in Köln verantwortlich. Er ist von der Genauigkeit des neuen Instruments begeistert: „GRAVITYs Messgenauigkeit ist so hoch, dass man die Zeit von einer Küchenuhr auf dem Mond ablesen könnte.“

Während die beobachtete Materie das Schwarze Loch auf einem sicheren Orbit umkreisen kann, wird alles, was dem Loch zu nah kommt, hinter den Ereignishorizont gezogen. Das beobachtete Flackern stammt von Material, das sehr dicht am Ereignishorizont um Sagittarius A* herum kreist.

„Es ist verblüffend, tatsächlich Zeuge zu werden, wie Material mit 30 Prozent der Lichtgeschwindigkeit um das Schwarze Loch kreist“, staunt Oliver Pfuhl vom MPE. „GRAVITY und seine enorme Empfindlichkeit erlaubt es uns den Ansammlungsprozess des Gases in Echtzeit und in bisher unbekannter Detailgenauigkeit zu beobachten.“

Bereits früher im Jahr erlaubte es die 10- bis 20-mal höhere Winkelauflösung von GRAVITY zusammen mit dem SINFONI-Instrument demselben Team von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, den Vorbeiflug des Sterns S2 dicht am vermuteten Schwarzen Loch zu messen. Während sie die Kreisbewegung analysierten, fanden die Forscherinnen und Forscher Abweichungen von der klassischen Newton’schen Dynamik, wie sie von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorausgesagt werden.

Während dieser Messungen fing das GRAVITY-Team starke infrarote Ausstrahlungen in drei hervorstechenden Aufflackern von den sehr energiereichen Elektronen nahe am Schwarzen Loch auf.

Diese Emission stammt wahrscheinlich von kompakten „magnetischen Gewittern“ im sehr heißen Gas, das um Sagittarius A* kreist, ähnlich wie Strahlungsausbrüche der Sonne. Die Bewegung der drei Strahlungsausbrüche im galaktischen Zentrum kann mit einem Orbit mit einem Radius von sieben bis zehn Mal größer als der Ereignishorizont erklärt werden. Die Beobachtungen bestätigten exakt die theoretischen Voraussagen für solche heißen Zonen, die an der innersten Kante eines stabilen Orbits um ein Schwarzes Loch von etwa vier Millionen Sonnenmassen kreisen.

Reinhard Genzel vom MPE in Garching hat die Studie geleitet. Er erklärt: „Das war immer eines unserer großen Ziele, aber wir hatten nicht erwartet, dass es so schnell und so klar möglich würde.“ Zur Annahme, dass es sich bei Sagittarius A* um ein superschweres Schwarzes Loch handelt, erklärt Genzel, dies sei eine überwältigende Bestätigung dieser Theorie.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Andreas Eckart
Tel.: 0221 470 3546
E-Mail: eckart(at)ph1.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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Forschung
news-5114 Thu, 25 Oct 2018 13:44:33 +0200 Fliegenhirn: DFG-Forschungsgruppe untersucht Schaltkreise und Erinnerung bei der Fruchtfliege http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5114&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c159b7be4f1ebf1b8342bb8e0a2f740 Teilprojekt an der Uni Köln möchte Erinnerungen als zeitliche Netzwerke darstellen und das Verhalten von Robotern steuern lernen. Die neuronalen Prozesse des Erinnerns und ihr Aufbau stehen im Fokus der Forschungsgruppe „Entschlüsselung eines Gehirn-Schaltkreises: Struktur, Plastizität und Verhaltensfunktion des Pilzkörpers von Drosophila“ (FOR 2705), die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet worden ist.

Mit einem Teilprojekt ist auch Professor Dr. Martin Paul Nawrot vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln beteiligt. Er erforscht am Modellorganismus der Taufliege Drosophila melanogaster das flexible Netzwerk aus zeitgleichen und zeitlich verteilten Erinnerungen. „Ziel meines Teilprojekts ist es den hochkomplexen Vorgang der Erinnerung als ein biologisch realistisches und zugleich funktionales Netzwerk modellieren zu können“, erklärt Nawrot. Mithilfe des Modells sollen sich einzelne Gedächtnisspuren im Fliegenhirn präzise lokalisieren lassen.

Wie sich Erinnerungsstränge im Bauplan des Hirnes in alle Richtungen entfalten und netzwerkartig entwickeln, hängt mit den individuellen Erfahrungen zusammen. Die „Architektur“ der Stränge beeinflusst das Verhalten maßgeblich. Nawrot hat solche Lern-Verhaltens-Zusammenhänge in einem weiteren Projekt bereits am Beispiel der Honigbiene erforscht. „Die Biene ist der Tat der am besten etablierte Modellorganismus für das Lernen, vor allem in Verhaltensstudien. Bienen können extrem gut lernen, sodass sie auch komplexe Lernaufgaben erfüllen, wie wir es sonst nur von Wirbeltieren kennen“, sagt Nawrot.

Die Gedächtnisleistungen der Fliege sind nicht mit denen der Honigbiene vergleichbar, auch, weil ein Fliegenhirn zehn Mal kleiner als das einer Honigbiene ist. Aber die Drosophila habe im Gegensatz zur Biene den sehr großen Vorteil, dass an ihr bereits verschiedene biologische Instrumente entwickelt wurden und man dank dieser Instrumente schon jetzt sehr viel mehr über Anatomie und Funktion ihres Hirns weiß. Das Kölner Teilprojekt von Nawrot bezieht eine Vielzahl an bereits vorliegenden anatomischen und funktionellen Daten zur Drosophila in die Modellierung des Erinnerungsnetzes mit ein. Diese Daten stammen aus der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Kei Ito, der 2016 von der Universität Tokio an die Uni Köln gewechselt ist und als assoziiertes Mitglied der Forschungsgruppe seine Expertise, Methoden und seine genetisch veränderten sogenannten Fliegenlinien zur Verfügung stellt.

„Ob Biene oder Fliege, trotz ihres relativ kleinen Gehirns zeigen Insekten ein komplexes und anpassungsfähiges Verhalten. Gerade die begrenzten neuronalen Ressourcen erfordern es, im Hirn eintreffende Reize mit besonders wenig Aufwand zu entschlüsseln und sie in Aktionen zu überführen. Von diesen netzartigen Schaltkreisen können wir einiges lernen, um grundlegende Eigenschaften der Funktionsweise des Nervensystems herauszufinden“, sagt Nawrot.

In Nawrots Projekt soll beispielsweise das Verhalten eines autonomen Roboters mit circa 4.000 künstlichen „Nervenzellen“ in Echtzeit gesteuert werden. Der Zoologe erklärt: „Unser Roboter kann durch eine Kamera sehen und nimmt visuelle Reize wie Licht oder Farbe entgegen. Er lernt, dass der Blick auf bestimmte Farben eine bestimmte Aktion erforderlich macht. Je häufiger er die Aktion korrekt durchführt, desto stabiler wird der Belohnungspfad in seinen Verbindungen zwischen den Nervenzellen.“ Zu ähnlichen Ergebnissen war Nawrot bereits in seiner Honigbienen-Studie gekommen: Je häufiger ein Reiz belohnt wurde, desto stabiler wurde der Verbindungspfad von Nerven, der sich förmlich „ins Gedächtnis brannte“. Diese Plastizitätsregel, wie Nawrot sie nennt, inspirierte die Forschungsgruppe nun dazu, ein neuronales Spiking-Netzwerk – also ein biologisch realistisches Netzwerk mit Neuronen, die Verhalten anstoßen – auf einem analogen Mikrochip für die Roboter zu implementieren.

Die FOR 2705 ist unter Sprecherschaft der Georg-August-Universität Göttingen (Professor Dr. André Fiala) und hat sechs Teilprojekte in Köln, Bonn, Göttingen, München, Magdeburg und Berlin. Sie wird für zunächst drei Jahre gefördert. Die Forschungsgruppe plant, jährlich eine große Fachkonferenz zu veranstalten. Die erste findet im Mai 2019 statt.

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Martin Paul Nawrot
Institut für Zoologie der Universität zu Köln
+49 221 470-7307
mnawrot(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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Forschung
news-5113 Thu, 25 Oct 2018 10:23:04 +0200 Multimedia Science Slam: Schulen und Studierende stellen sich dem Publikum http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5113&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=893f4f5f9653e25cf35310894b2620bf Wie kommt die Musik auf den MP3-Player? Wieso hilft Kresse bei der Beseitigung des Küchenchaos' und warum wird die Luftpumpe bei Gebrauch warm? Um solche Fragen geht es am Samstag, 10. November 2018, um 16:00 Uhr im Auditorium des Abenteuermuseums Odysseum in Köln. Die Institute für Physikdidaktik der Universitäten Köln und Münster laden zum "Multimedia Science Slam" ein, bei dem sich Studierende und Schüler*innen aus Köln sowie Münster und Umgebung mit selbst gedrehten Kurzfilmen dem Urteil des Publikums stellen.

Unterhaltsam und leicht verständlich aufbereitet, präsentieren die Multimedia-Produktionen Themen für den naturwissenschaftlichen Unterricht.

Alle Interessierten sind als Publikum und somit auch als Jury willkommen. Der Eintritt ist frei. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Reservierung über www.multimediaSCIENCEslam.de erforderlich.

In Kooperation mit der "Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung" (ZuS) der Universität zu Köln
Kontakt: Florian.Genz(at)uni-koeln.de

Termin:
Samstag, 10. November, 16:00 Uhr im Odysseum Köln


Hintergrundinformationen

Der Multimedia Science Slam

Als „Science Slam“ der besonderen Art, verbindet der Multimedia Science Slam naturwissenschaftliche Inhalte mit digitalen Gestaltungsmöglichkeiten. Das Medium Film spielt im Unterricht eine immer wichtigere Rolle. Um die Kompetenz angehender Lehrer*innen auf diesem Gebiet zu fördern, haben die Physikdidaktik-Institute aus Köln und Münster Studierende und Schüler*innen aufgerufen, eigene Multimedia-Projekte zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Themen für den "Science Slam" einzureichen. Die Beiträge werden beim "Multimedia Science Slam" präsentiert und vom Publikum prämiert.

Odysseum – Das Abenteuermuseum

Das Odysseum wurde im April 2009 in Köln Kalk eröffnet und ist seit dem einzigartig in Köln und Umgebung im Bereich der spielerischen Wissensvermittlung zu den Themen Naturwissenschaft und Technik. Seit Oktober 2013 befindet sich im Odysseum zusätzlich das offizielle „Museum mit der Maus“, . Eigentümerin des Odysseum ist die Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn, für das Management zeichnet sich die Explorado Operations Köln GmbH, ein Unternehmen der Explorado Group GmbH, verantwortlich.

 

Kontakte

Stefan Hoffmann
Universität zu Köln, Institut für Physikdidaktik
Gronewaldstr. 2, 50932 Köln
Tel.: 0221-4704791
E-Mail: stefan.hoffmann(at)uni-koeln.de

Philipp Wichtrup
Universität Münster, Institut für Didaktik der Physik
Wilhelm-Klemm-Str. 10, 48149 Münster
Tel.: 0251-8339394
E-Mail: philipp.wichtrup(at)uni-muenster.de

Pressebilder und Text als PDF unter:
https://www.odysseum.de/presse/

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news-5112 Wed, 24 Oct 2018 13:34:38 +0200 Köln rückt in die Top 10 der besten Gründerhochschulen Deutschlands http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5112&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b7855b9be3eefa930fe29f1cdf73215c Im Deutschen Startup-Monitor 2018 ist die Uni Köln unter den Top 10 / Maßgeblichen Anteil hat der GATEWAY-Service der Uni als Anlaufstelle für junge Gründerinnen und Gründer Im „Deutschen Start-up-Monitor 2018“ (DSM) vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. hat es die Uni Köln in die Top 10 geschafft und zählt damit zu den besten Gründerhochschulen Deutschlands. Maßgeblich für diesen Erfolg ist der GATEWAY Gründungsservice, der allen Interessierten bei der Unternehmensgründung als Anlauf- und Beratungsstelle dient.

„Wir glauben daran, dass in einer exzellenten Hochschule exzellente Gründungen entstehen. Die Universität zu Köln hat sich auf die Fahne geschrieben, beste Entwicklungs- und Wachstumsbedingungen für Gründer und Gründerinnen zu schaffen“, sagt Dr. Rainer Minz, Bevollmächtigter des Rektors der Universität zu Köln für Alumniarbeit, Fundraising und Technologietransfer. „In einer forschungsstarken Hochschule wie der Universität zu Köln entstehen viele innovative Geschäftsideen, die auch realisiert werden sollen.“

Der Deutsche Start-up-Monitor des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. repräsentiert 1.550 Startups mit 17.647 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 3.763 Gründerinnen und Gründer. Er ist damit die einzige umfassende und differenzierte Studie über das Start-up-Ökosystem in Deutschland.

Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470 2202

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news-5110 Fri, 19 Oct 2018 12:57:02 +0200 Positive Erinnerung an eigene Macht lässt Frauen schneller in den Wettbewerb eintreten http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5110&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a281c9dc06d318fae3b856733ae0715d Frauen treten schneller in einen Wettbewerb ein, wenn sie sich an Situationen erinnern, in der sie Kontrolle über andere Menschen hatten / Wirtschaftswissenschaftler verwenden Methode des „Primings“ um den Gender Gap bei Karriere und Bezahlung zu schließen Männer haben im Vergleich zu Frauen eine größere Bereitschaft sich in einen Wettbewerb zu begeben, was wahrscheinlich zu den Unterschieden in Gehältern und Karriereentwicklungen zwischen Männern und Frauen beiträgt. Der Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Matthias Sutter vom Department of Economics der Uni Köln zeigt in einer neuen Arbeit, dass eine einfache und praktisch kostenlose Methode die Einkommens- und Karrierekluft zwischen Männern und Frauen schließen kann. Der Artikel „Closing the gender gap in competitiveness through priming“ ist in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications erschienen.

Sutter und seine Kollegen Loukas Balafoutas und Helena Fornwagner von der Universität Innsbruck benutzten dafür die Methode des sogenannten „primings with power“, der Bahnung von Reizen durch Erinnerungen an Machtsituationen, bei den Probanden. Unter Priming verstehen die Psychologen die Beeinflussung eines Reizes durch einen gezielten vorhergehenden Reiz, zum Beispiel Erinnerungen. Im Ergebnis der Versuche wurde das Gefühl der weiblichen Probanden gefördert, sich bei der Ausübung von Macht wohlzufühlen. Damit schlossen sie in ihrer Wettbewerbsbereitschaft zu den Männern auf.

Um einen kognitiven Vorgang in einem Menschen auf diese Weise zu beeinflussen, muss er zum Beispiel durch eine Erinnerung an ein vorhergehendes positives oder negatives Ereignis in eine reizverändernde „Stimmung“ versetzt werden. Dadurch kann sich seine Reaktion auf eine folgende Situation verändern. Im Falle des Wettbewerbsverhaltens von Männern und Frauen setzten die Wissenschaftler einen positiven Reiz im Bereich der Macht über Mitmenschen. Die Probanden sollten sich Situationen aus ihrem Leben vorstellen, in der sie entweder in einer neutralen Machtposition waren, einer Position, in der sie von anderen beherrscht wurden und in einer Position, in der sie Kontrolle über andere Individuen hatten. Danach konnten die männlichen und weiblichen Probanden entscheiden, ob sie sich in einem einfachen Wettbewerb, dem Addieren von Zahlen in einer kurzen Zeit, engagieren oder nicht.

Waren die Probanden nicht „geprimet“ (neutral) oder durch eine Erfahrung beeinflusst waren, in der sie beherrscht worden waren, schlugen Männer deutlich öfter den Weg des Wettbewerbs ein als Frauen. „Der Unterschied zwischen Geschlechtern verschwand, wenn die Probanden durch eine Erinnerung an eine Situation vorbereitet wurden, in der sie Kontrolle über andere hatten“, so Sutter. „Diese Erinnerungen beeinflussten das Verhalten der weiblichen Probanden so sehr, dass sie genauso oft wie ihre männlichen Konkurrenten in einen Wettbewerb eintraten. Interessanterweise hat sich die Wettbewerbsbereitschaft von Männern sogar reduziert in dieser Situation, wodurch der Geschlechterunterschied verschwand.“

Firmen und ihre Personalabteilungen könnten in Zukunft von solchen Techniken profitieren, da sie den besten Kandidaten/die beste Kandidatin für eine Aufgabe möchten, ungeachtet des Geschlechts, wobei die Kandidaten/innen sich in einer Wettbewerbssituation wohl fühlen müssen.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Matthias Sutter
E-Mail: matthias.sutter(at)coll.mpg.de
Tel.: 0043 660 710 8525

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://rdcu.be/9AVt

Internet:
https://socialsciences.nature.com/users/181362-loukas-balafoutas/posts/39985-the-bright-side-of-power

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Forschung
news-5102 Tue, 16 Oct 2018 13:51:12 +0200 Neues Inklusions-Projekt hilft Lehrkräften bei Umgang mit herausforderndem Verhalten http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5102&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1b4e0d2bdb138efecfd32a6dfe5c5c53 BMBF-Projekt von den Universitäten Köln und Wuppertal sucht noch teilnehmende Grundschulen Um effektive Modelle für inklusive Schulstrukturen zu entwickeln, erarbeiten die Universität zu Köln und die Bergische Universität Wuppertal ein Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte an Grundschulen. Im Projektverlauf von „Partizipation und Anerkennung in Response-To-Intervention (PARTI)“ lernen die Lehrkräfte, den Unterricht so zu gestalten, dass auch Schülerinnen und Schüler mit herausfordernden Verhaltensweisen gut an ihm teilhaben können und möglichst wenige Unterrichtsstörungen entstehen. Für PARTI werden noch teilnehmende Grundschulen als Kooperationspartner gesucht. Das Projekt dauert ein Schuljahr und würde für die teilnehmenden Schulen voraussichtlich nach den Sommerferien 2019 starten sowie vor den Sommerferien 2020 enden. Interessierte Schulen können sich unter www.parti-projekt.de informieren.

Professor Dr. Johannes König vom Interdisziplinären Zentrum für empirische Lehrer*innen- und Unterrichtsforschung sagt: „Wir freuen uns, dass dieses erste Projekt die wichtige Zusammenarbeit beider beteiligten Universitäten stärken kann und dass wir einen wichtigen Beitrag zur empirischen Bildungsforschung liefern können. Das Projekt verbindet die klassischen Fragen zu Schule und Unterricht mit solchen aus der Sonderpädagogik.“

Das Besondere des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts ist, dass Lehrkräfte aus Grundschulen mit Lehrkräften für sonderpädagogische Förderung zusammenarbeiten sollen.

Das Projekt besteht aus zwei Stufen. In der ersten Phase lernen die teilnehmenden Lehrkräfte ein neues Kooperationsmodell kennen, das neue Wege der Fallarbeit bei Schülerinnen und Schülern mit emotional-sozialen Verhaltensproblemen eröffnet. In der zweiten Stufe lernen die Lehrkräfte grundlegende Handlungsmöglichkeiten und Techniken kennen, wie sie kooperativ Schülerinnen und Schüler mit emotional-sozialen Entwicklungsproblemen fördern können. In beiden Phasen geht es dabei um ein kooperatives Fallmanagement, bei dem Grundschullehrkräfte und Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen gemeinsam Verantwortung für die Unterstützung eines Schülers bzw. einer Schülerin übernehmen.

Um die ambitionierten Projektziele zu erreichen, haben sich auf Seite der Universität zu Köln vier Abteilungen zu einem interdisziplinären Team zusammengeschlossen:

  • Prof. Dr. Johannes König (Empirische Schulforschung, Schwerpunkt quantitative Methoden)
  • Jun.-Prof. Dr. Dr. habil. Kai Kaspar (Sozial- und Medienpsychologie)
  • Prof. Dr. Thomas Hennemann (Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung)
  • Prof. Dr. Conny Melzer (Sonderpädagogische Grundlagen)


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Johannes König
+49 221 470-4951
johannes.koenig(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.parti-projekt.de

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news-5101 Tue, 16 Oct 2018 10:58:52 +0200 Weibliche Staublaus-Art pumpt mit penisartigem Organ Sperma aus Männchen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5101&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fb3f18d53d3e66a7b03ec54e870f7905 Einzigartiges Wechselventil erlaubt es Weibchen, die Spermien mehrerer Männchen paketweise auch als Nahrungsquelle zu speichern Ein Forscher der Universität zu Köln hat gemeinsam mit internationalen Partnern eine sozial wie auch biomechanisch bemerkenswerte Verhaltensweise bei einer Staublaus-Art entdeckt. Dabei konnte Dr. Alexander Blanke vom Institut für Zoologie in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Japan erstmals einen speziellen biologischen Ventilmechanismus nachweisen, der bisher einzigartig in der Natur ist und zu neuen Ansätzen in der Konstruktion kleinster Ventiltypen führen könnte. Die Studie „A biological switching valve evolved in the female of a sex-role reversed cave insect to receive multiple sperm packages“ ist in der Fachzeitschrift eLife erschienen.

Im nahrungsarmen Höhlenhabitat in Brasilien ernähren sich die Staubläuse (Insekten aus der Gruppe der Psocodea) üblicherweise von Fledermauskot. Das Weibchen allerdings gestaltet ihren Speiseplan dank einer ausgeklügelten Technik proteinreicher. Sie nutzt ein eigenes, penisartiges und mit Widerhaken ausgestattetes Organ, um es in das Männchen einzuführen, dort aufzublasen und das Gegenüber auf diese Weise gefangen zu halten. Über einen Zeitraum von 40 bis 70 Stunden werden dann die vom Männchen gebildeten Kopulationsprodukte abgepumpt.   

Über das neu entdeckte Ventil werden die Spermienpakete im Körper des Weibchens in speziellen Kammern gespeichert, die einzeln angesteuert werden können. Weibchen bilden bis zu elf solcher Kammern, die einzeln oder paarig am Ventilapparat befestigt sind. Der Ventilmechanismus erlaubt den Weibchen alternativ auch, mehrere Geschlechtspartner nacheinander zu begatten und die Spermien getrennt voneinander in einer Art Vorratskammer einzulagern.

Seniorautor Dr. Alexander Blanke sagt, dass die Spermajagd nicht nur mit der Sicherung von Nachkommen zu tun habe, da nur ein geringer Teil der Spermien tatsächlich zur Befruchtung genutzt werde: „Nahrung ist in der Höhle ein rares Gut und die Weibchen haben hier offensichtlich eine Strategie entwickelt, die Kopulationsprodukte der Männchen als Nahrungsquelle zu nutzen. Wir haben beobachtet, dass teilweise gerade gefüllte Spermakammern direkt wieder vom Weibchen abgebaut und verdaut wurden. Durch die Spermapakete als Ergänzung zum Fledermauskot können die Weibchen ihre Nahrungsquelle diversifizieren und somit Ihre eigene Überlebenschance und die Ihrer Nachkommen steigern.“

In der Natur kommen Ventile verschiedener Bauart vor, die oftmals Luft- und Flüssigkeitsbewegungen im Mikrometer-Bereich steuern. Die Konstruktionsweise dieser Ventile ist meist sehr ungewöhnlich und kann zu neuen Ideen für die Konstruktion von Mikro-Ventilen für technische Anwendungen führen.

Das Team um Blanke und Dr. Kazunori Yoshizawa nutzte die Synchrotron-basierte Computertomographie zur Erstellung eines hochauflösenden 3D-Modells des Kopulationsorgans. Das dabei erstmals gefundene und nur wenige Mikrometer große, sogenannte Wechselventil kann Flüssigkeit gezielt in verschiedene Kammern leiten. „Das Ventil besteht aus mehreren Platten, die sich durch einen gummiartigen Stoff, das sogenannte Resilin, verbiegen können. Die Kraft eines fächerartig aufgespannten Muskels führt dazu, dass, je nach Kontraktion der einzelnen Muskelteile, Zuführgänge geöffnet und andere gleichzeitig geschlossen werden. Das Schließen der Zuführgänge geschieht hierbei passiv durch die im Resilin gespeicherte Energie“, erklärt Blanke.

Der prinzipielle Aufbau dieses Ventils sei bisher einmalig in der Natur: „Durch den Wechsel der Geschlechterrollen bei dieser Spezies sind es die Weibchen, die um die Männchen konkurrieren. Dies hat offenbar auch die Evolution von neuen Strukturen wie die des Wechselventils zur Folge gehabt.“


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Alexander Blanke
Institut für Zoologie der Universität zu Köln
+49 221 470-76128
a.blanke(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://doi.org/10.7554/eLife.39563

 

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Forschung
news-5100 Fri, 12 Oct 2018 12:08:36 +0200 Uni Köln erhält mit 5 weiteren Hochschulen BMBF-Förderung, um exotische Atomkerne am Kernforschungszentrum CERN zu erforschen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5100&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cc8bc9dd48250856f98337990ca3394d Konsortium aus sechs deutschen Universitäten erhält 2,4 Millionen Euro / Forschungsziel ist ein umfassendes Verständnis des Aufbaus von Atomkernen und der Kräfte, die sie erzeugen Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit über 2,4 Millionen Euro sechs deutsche Universitäten, darunter auch die Universität zu Köln, für ihre kernphysikalischen Untersuchungen an der Forschungsanlage ISOLDE des Europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf.

Das BMBF stellt die Mittel im Rahmen der Verbundforschungs-Förderung für drei Jahre bereit. Gefördert werden Arbeitsgruppen der Technischen Universität Darmstadt, der Universität Greifswald, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universität zu Köln, der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Technischen Universität München.

Forschungsgegenstand sind exotische, kurzlebige Atomkerne. Selbst mit modernsten Methoden gelingt ihre Herstellung am CERN oft nur mit sehr geringen Teilchenzahlen. Daher müssen hochempfindliche Detektoren entwickelt werden, um die kurzlebigen Atomkerne nicht nur nachzuweisen, sondern auch ihre Eigenschaften wie zum Beispiel Größe, Masse und Anregungsspektrum mit hoher Genauigkeit zu vermessen.

Dabei wenden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum einen atomphysikalische Methoden wie Laserspektroskopie und Massenspektrometrie bei niedrigen Teilchenenergien an. Darüber hinaus werden sie neue Akzente im Bereich der hochaufgelösten Kernspektroskopie nach Kernstößen und -zerfällen setzen, nachdem ISOLDE vor kurzem zur sogenannten HIE-ISOLDE erweitert wurde, mit höheren (H) Intensitäten (I) bei höheren Energien (E) der Teilchenstrahlen, die den Forschungsgruppen damit zur Verfügung gestellt werden können. Diese Erweiterungen macht nicht zuletzt die erfolgreichen Messungen mit dem „MINIBALL“-Detektor möglich, an dem deutsche Gruppen wesentlich beteiligt sind.

Die Kölner Gruppen haben dafür ortsempfindliche Germaniumdetektoren beigesteuert und eine hochsensitive Messanordnung zur Bestimmung von Lebensdauern angeregter Kernzustände erfolgreich zum Einsatz gebracht. Die Experimente mit dem MINIBALL und dem neuen HIE-ISOLDE Beschleuniger werden in den kommenden Jahren mit verbesserten Instrumenten durchgeführt, die ebenfalls in den Laboren des Instituts für Kernphysik der Universität zu Köln entwickelt und gebaut werden. Ziel dieser Bemühungen ist ein umfassendes Verständnis des Aufbaus der Atomkerne und der sie erzeugenden Kräfte.

Von den Experimenten erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Erkenntnisse, zum Beispiel über die kernphysikalischen Vorgänge in Sternen. Dort spielen gerade die Kerne eine entscheidende Rolle, die zwar schon innerhalb von Sekundenbruchteilen nach ihrer Erzeugung wieder zerfallen, aber trotzdem mit Präzisionsmethoden bei ISOLDE studiert werden können. Besonders wichtig sind diese Erkenntnisse für das Verständnis der Prozesse unter den extremen Bedingungen besonders schwerer Sterne (im Vergleich zu unserer Sonne).

Während direkt nach dem Urknall nur die leichtesten chemischen Elemente wie Wasserstoff und Helium entstanden, wurden und werden dort praktisch alle anderen Elemente produziert, aus denen unsere Umwelt und auch wir Menschen selbst bestehen. Erst kürzlich gelang es, kollidierende Neutronensterne als Ort dieser Elementsynthese zu identifizieren. Dazu haben Forscher und Forscherinnen astronomische Beobachtungen, unter anderem von Gravitationswellen, mit Modellrechnungen basierend auf kernphysikalischen Erkenntnissen verglichen, wie sie auch an ISOLDE gewonnen werden.

Über die kern- und astrophysikalische Grundlagenforschung hinaus werden die von ISOLDE zur Verfügung gestellten radioaktiven Kerne und die dort entwickelten experimentellen Methoden auch bei der Untersuchung von Festkörpern sowie medizinischen Fragestellungen genutzt.

Gefördert werden Projekte der Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Th. Kröll, Prof. Dr. W. Nörtershäuser, Prof. Dr. Dr. h.c. N. Pietralla (jeweils (Darmstadt), Prof. Dr. L. Schweikhard (Greifswald), Prof. Dr. S. Fritzsche (Jena), Prof. Dr. P. Reiter, Prof. Dr. J. Jolie (jeweils (Köln), Prof. Dr. K. Wendt Mainz und Prof. Dr. Shawn Bishop (München).

Weitere Informationen

BMBF Physik der kleinsten Teilchen
CERN ISOLDE


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Peter Reiter
Institut für Kernphysik
+49 221 470-3624
preiter(at)ikp.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-5098 Thu, 11 Oct 2018 17:42:39 +0200 Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende Schülerarbeiten verliehen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5098&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3b53d366a3b725345223a7fe9c79b9f5 Von organischen LED bis zu nachhaltiger Rekultivierung im Braunkohletagebau / Uni Köln und Dr. Hans Riegel-Stiftung zeichnen herausragende Arbeiten von Schülerinnen und Schülern aus Die Universität zu Köln und die Dr. Hans Riegel-Stiftung haben am 08. Oktober 2018 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe aus dem Großraum Köln und anliegender Kreise verliehen. Neben den rund 7.000 Euro in verliehenen Preisgeldern eröffnen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise den Gewinnern Förderangebote in Form von kostenlosen Seminaren und Konferenzen. Die Stiftung des ehemaligen HARIBO-Mitinhabers Dr. Hans Riegel engagiert sich insbesondere in der Bildungsförderung – stets mit dem Ziel, junge Menschen bei der Gestaltung ihrer Zukunft zu unterstützen.
Auch in diesem Jahr wurden – dem Fokus auf MINT-Fächern entsprechend – wieder zahlreiche Schülerarbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik eingereicht. Eine Expertenjury der Universität zu Köln bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei besonders kreative Themenstellungen sowie ein erkennbarer praktischer Eigenanteil (z. B. in Form von Experimenten) die Prämierung beeinflussten.

Überreicht wurden die Dr. Hans Riegel-Fachpreise von Professor Dr. Markus Braden, Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, und Professorin Dr. Ingeborg Henzler, Vorstandsmitglied der Stiftung. „Wissenschaftliches Arbeiten beinhaltet die Entwicklung origineller Ideen, eigenständige und exakte Forschung und Dokumentation“, sagt Professor Dr. Markus Braden. „Die Bandbreite der Themen spiegelt den Forschergeist unserer Preisträgerinnen und Preisträger wider; von 5 Jahrzehnten Nationalpark Bayerischer Wald bis zum Gattungsspektrum von Schalenamöben wurden aktuelle Fragestellungen auf hohem Niveau bearbeitet.“
Professorin Ingeborg Henzler ergänzt: „Mit den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen finden und fördern wir die Talente, die Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Der Gewinn eines Fachpreises ist der Anfang einer langfristigen, nachhaltigen Förderung junger MINT-Talente. Wir freuen uns, dass wir erneut mit der Universität zu Köln die Fachpreise verleihen und werden das auch in Zukunft weiter tun.“
Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise sind in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz.

Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung für die Betreuung der Schülerarbeiten durch die jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrer.
Eine Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger sowie ihrer Projekte finde Sie hier:
http://www.mathnat.uni-koeln.de/17176.html


Inhaltlicher Kontakt:     

Alexander Kukla
Dr. Hans Riegel-Fachpreise
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
+49 0228 227 447-25
Alexander.kukla(at)hans-riegel-stiftung.com

Dr. Christine Benn
Universität zu Köln
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
+49 (0)221 470-4986
c.benn(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.hans-riegel-fachpreise.com
http://www.mathnat.uni-koeln.de/11371.html

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news-5091 Wed, 10 Oct 2018 13:25:45 +0200 „Mit der Ernennung von Brett Kavanaugh zeigt sich der Handlungseinfluss von Politik durch eine interpretationsoffene US-Verfassung.“ http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5091&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4869a5c029bba383cb2ea2f24cac11e8 Statement von Professor Dr. Kirk W. Junker der Juristischen Fakultät zu Köln zur Ernennung von Brett Kavanaugh zum Richter am Obersten Gericht der USA „Präsident Trump hat im Falle Brett Kavanaugh zum zweiten Mal einen politisch konservativ eingestellten Richter durch einen neuen, ebenfalls politisch konservativen Richter ersetzt. So wurde zunächst April 2017 Richter Scalia durch Richter Gorsuch ersetzt und nunmehr (im Oktober 2018) Richter Kennedy durch Richter Kavanaugh. Hier bestehen im Fall von Brett Kavanaugh folglich keine Besonderheiten.

Der Unterschied liegt jedoch darin, dass Kavanaughs Vorgänger dazu neigte, in wichtigen Fragen – wie etwa dem Recht auf Abtreibung –  sowohl konservative als auch liberale Positionen in Urteile einzubeziehen. Vom neuen Richter Kavanaugh ist dies jedoch nicht zu erwarten. Die Befürchtung der liberalen Stimmen Amerikas ist daher, dass mit Kavanaugh die Entscheidungen der Obersten Gerichts auf lange Zeit deutlich konservativer geprägt sein werden.

Für deutsche Beobachter der Debatte um Kavanaugh und seine Ernennung zum Richter am Obersten Gerichtshof wirkt der Vorgang mitunter befremdlich. Denn die parlamentarische Demokratie Deutschlands steht einer präsidialen Demokratie in den USA gegenüber. Die Verfassung der USA etabliert die Judikative, die Legislative und die Exekutive als voneinander unabhängig, jedoch bilden alle drei eine ineinander verzahnte Staatsgewalt. So formuliert Artikel 2 der US-Verfassung, dass der Präsident „auf Anraten und mit Zustimmung des Senats (…) die Richter des Obersten Bundesgerichts nominiert“. Weitere Vorgaben für ein entsprechendes Verfahren zur Ernennung macht die US-Verfassung mit ihrem historisch begründet  vergleichsweise kurzen und nur 27-mal ergänzten Text nicht. Es bleibt viel Raum für Interpretationen.

Traditionell haben sich Richter des Obersten Gerichthofs damit gerühmt, der politischen Debatte fernzubleiben und schon gar nicht parteipolitisch Stellung zu beziehen. Zudem waren sich alle drei Staatsgewalten der Bedeutung der politischen Unabhängigkeit der Judikative bewusst. Dem folgend erkannten frühere Präsidenten und der Senat die Unabhängigkeit des gewohnheitsmäßig und politisch gewachsenen Besetzungsprozesses für den Obersten Gerichtshof uneingeschränkt an.

In jüngerer Zeit hat dieser auf Neutralität bedachte Prozess der Richterbesetzung allerdings eine drastische Wende erfahren. So war zuletzt zu beobachten, wie die republikanische Mehrheit im Senat die 2016 erfolgte Nominierung von Merrick Garland für die Ernennung zum Obersten Richter um insgesamt 293 Tage verzögerte. Dieses politische Kalkül der Republikaner ging schließlich durch die Nominierung eines eigenen Richterkandidaten durch den neu gewählten Präsidenten Trump auf.

Zudem war bis dato zur Ernennung von Richtern am Obersten Gerichtshof eine Zweidrittelmehrheit im Senat gewohnheitsmäßig notwendig, die praktisch die parteiübergreifende Unterstützung eines Kandidaten erforderlich machte. 2017 jedoch wurde dieses Mehrheitserfordernis durch den Senat auf eine einfache Mehrheit herabgesenkt. Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden so durch den Senat, welcher aus 51 Mitgliedern der republikanischen Partei und 49 Mitgliedern der demokratischen Partei besteht, bereits zwei nominierte Oberste Richter denkbar knapp mit 54 zu 45 und 50 zu 48 Stimmen bestätigt. Keiner dieser beiden Kandidaten wäre vor Absenkung der Mehrheitserfordernisse durch gewohnheitsmäßige Übung im Senat einer Ernennung auch nur nahegekommen.“


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Kirk W. Junker
Lehrstuhl für US-amerikanisches Recht
+49 221 470-89220
kirk.junker(at)uni-koeln.de

Lukas Plenk
Lehrstuhl für US-amerikanisches Recht
+49 221 470-89220
lukas.plenk(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-5090 Mon, 08 Oct 2018 09:45:03 +0200 Sprache wird zu Sound: Linguist der Uni Köln und Komponist vertonen Suche nach dem Mörder http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5090&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d8777a55e124804ca649c4241ce333a6 SFB „Prominenz in Sprache“ lädt am 13. Oktober um 18 Uhr zu Konzert und Podiumsgespräch / Aria Adli: Einmalige Kooperation zwischen Forschung und städtischer Kulturszene Kölns Mit der Veranstaltung „sounds & structure in language and music II“ begeht der Sonderforschungsbereich 1252 „Prominenz in Sprache“ der Universität zu Köln einen neuen Pfad in der Verbindung von Wissenschaft und Kunst. Der linguistische Forschungsverbund hatte den Komponisten Roman Pfeifer von der Kölner Gesellschaft für Neue Musik (kgnm) für die Komposition einer Partitur engagiert. Sein rund halbstündiges Stück setzt sich in experimenteller Weise mit dem zentralen Konzept des Verbunds, der sprachlichen „Prominenz“, auseinander. Als Inspiration dienten Kriminalgespräche in Persisch, Französisch und Spanisch, die die Linguisten eigentlich zur sprach- und kulturvergleichenden Forschung verwenden. Zur Uraufführung von „A linguistic study of unexplained death“ mit anschließender Podiumsdiskussion „Struktur und Ausdruck in Linguistik und Neuer Musik“ sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Presse herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei!

Termin:
Samstag, 13. Oktober 2018, 18.00 bis 20.00 Uhr
„sounds & structure in language and music II: Prominenz im Klang oder die Suche nach dem Mörder“
Kunst-Station St. Peter, Jabachstr. 1, 50676 Köln

„Unser Abend ist das Resultat einer einmaligen Kooperation zwischen sprachwissenschaftlicher Forschung und der Kulturszene von Köln. Für einen Forschungsverbund wie den unseren ist es wichtig, in die Stadtgesellschaft hineinzustrahlen und über die Universitätsgrenzen hinaus in Gespräche über die Übertragbarkeit und Bedeutung von Sprache zu kommen“, sagt Professor Dr. Aria Adli, Organisator der Veranstaltung und Teilprojektleiter „Öffentlichkeitsarbeit“ im SFB „Prominenz in Sprache“.

Neben dem Komponisten Pfeifer bringen mit Sayavash Rastani und Rie Watanabe zwei Perkussionskünstler durch verschiedene Trommeln aus dem Nahen Osten, Kuhglocken und Schleifpapier das Stück auf die Bühne. Gerahmt wird das Konzert von einer sprachphilosophischen Diskussionsrunde zu „„Struktur und Ausdruck in Linguistik und Neuer Musik“, an der die renommierte Philosophin Professorin Dr. Dr. Sybille Krämer von der Freien Universität Berlin und der Sprachwissenschaftler Professor Dr. Aria Adli vom SFB 1252 der Universität zu Köln teilnehmen werden.

Bei „Prominenz“ handelt es sich um ein Konzept, das erst in jüngerer Zeit systematisch in der Linguistik untersucht wird. Es geht dabei um ein Organisationsprinzip, durch das sich ein sprachliches Element (wie eine Silbe oder ein Protagonist in einer Geschichte) von anderen gleichwertigen Elementen auffällig („prominent“) abhebt. Dem Sonderforschungsbereich liegt die Annahme zugrunde, dass Prominenz in allen Sprachen der Welt eine entscheidende Rolle spielt und dass das Prinzip eine wichtige Schnittstelle von Sprache zu anderen Aspekten des menschlichen Kognitionssystems darstellt.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Aria Adli
Teilprojektleiter im SFB 1252 „Prominenz in Sprache“
+49 221 470-4448
aria.adli(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
Kommunikationsmanagerin SFB 1252 „Prominenz in Sprache“
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://sfb1252.uni-koeln.de/prominenzimklang.html

 

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news-5086 Tue, 02 Oct 2018 15:29:13 +0200 Rektorat begrüßt rund 5.800 Ersties zum Studienstart an der Uni Köln http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5086&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5583e3adcd28691d737f6d02310460a6 Physik-Bachelor erstmals unter den Top drei Studiengängen / Gesamtstudierendenzahl steigt auf etwa 49.250 Köpfe Zum Stichtag des 1. Oktober 2018 sind rund 49.250 Studentinnen und Studenten für das Wintersemester 2018/19 an der Uni Köln eingeschrieben. Neu an die Hochschule kommen rund 5.800 Studierende im ersten Hochschulsemester, die „Ersties“. Die Neuankömmlinge werden traditionell vom Rektorat begrüßt. Zu dieser Veranstaltung ist die Presse herzlich eingeladen.

Termin:
Montag, 8. Oktober 2018, 9.00 Uhr
„Begrüßung der Erstsemester an der Uni Köln mit Prorektorin Professorin Dr. Bettina Rockenbach“
Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, Aula I+II, 50923 Köln

Die am stärksten nachgefragten Studiengänge – gemessen an der Anzahl der Studierenden im ersten Fachsemester (dies sind im WiSe 2018/19 aktuell 10.577) – sind auf Platz 1 Rechtswissenschaften mit Abschluss Staatsexamen (581 Studienstarter), auf Platz 2 Betriebswirtschaftslehre im Bachelor (574), den dritten Platz teilen sich der Bachelor Physik und der Bachelor Sozialwissenschaften mit je 293 Ersties. Physik ist damit erstmal unter den beliebtesten Studiengängen.

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://www.portal.uni-koeln.de/8775.html

 

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news-5085 Tue, 02 Oct 2018 14:12:39 +0200 Politiker und Politikerinnen mit Brille werden im Experiment häufiger gewählt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5085&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a3f4846ff2241953d820c565bc680061 Studie am Social Cognition Center Cologne vergleicht fiktiven Wahlerfolg mit und ohne Brille.   Das individuelle Gesicht von Politikerinnen und Politikern hat Einfluss auf die Wählerzustimmung und das Ergebnis von politischen Wahlen. Das bestätigt abermals eine Studie von Alexandra Fleischmann und Joris Lammers vom Social Cognition Center Cologne der Universität zu Köln, die in der Fachzeitschrift „Social Psychology“ erscheint.   

Nachdem es bereits empirische Nachweise dafür gibt, dass Menschen mit sogenannten „Baby Faces“ – also einem runden Gesicht mit niedrigen Wangenknochen und einem Lächeln – seltener gewählt werden als diejenigen mit markanten Gesichtszügen, hat das Kölner Team nun den Einfluss von Brillen auf die Zustimmung der Wählerschaft überprüft. „Dieser Effekt hat uns deshalb so besonders interessiert, weil er im Gegensatz zur Gesichtsphysiognomie viel leichter zu manipulieren ist – entweder man setzt eine Brille auf oder eben nicht“, erklärt Alexandra Fleischmann, Autorin der Studie und Doktorandin in der Arbeitsgruppe von Dr. Joris Lammers.

Für die Studie manipulierten die Psychologen Bilder von schwedischen Politikerinnen und Politikern durch ein Bildbearbeitungsprogramm mit und ohne Lesehilfe. Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer bewerteten die Bilder danach, ob sie die Person wählen würden oder nicht. „Es zeigte sich, dass die Personen mit von uns reingeschnittenen Brillen als kompetenter eingeschätzt wurden und es leichter hatten, gewählt zu werden. Dieser Effekt stellte sich erstaunlicherweise auch dann ein, wenn wir den Probandinnen offen gesagt hatten, dass der Politiker die Brille nur deshalb aufsetzt, um kompetenter zu erscheinen“, so Fleischmann.

In mehreren Experimenten wurde weiterhin untersucht, in welchen Situationen Brillen besonders einflussreich sind, ob Brillen den Wahlerfolg unabhängig von der Parteizugehörigkeit befördern und ob Brillen in unterschiedlichen Kulturen (USA, Indien) zum Wahlerfolg verhelfen. Außerdem prüften die Kölner Forscher, ob der größere Wahlerfolg eine Folge davon ist, dass Brillenträgerinnen intelligenter oder menschlich wärmer aussehen.

Fleischmann: „In allen unseren Studien in westlichen Kulturen erhöhten Brillen den (fiktiven) Wahlerfolg. Für die Wählerinnen und Wähler steht, vor allem in Friedenszeiten, die Intelligenz als wichtige Eigenschaft von Politikerinnen und Politikern im Fokus. Auch bei einem drohenden Krieg schadeten Brillen nicht – obwohl hier Dominanz als wichtiger angesehen wird. Spannend war für uns, dass Brillen in Indien keinen Einfluss auf den Wahlerfolg hatten“, so die Psychologin. Andere Studien hätten gezeigt, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Indien – im Gegensatz zu den USA – Brillen nicht mit Intelligenz verbinden. „In Indien trägt nur ein Bruchteil der Bevölkerung eine Brille. Vermutlich helfen Brillen nur dann, wenn in der Gesellschaft Brillen häufig sind und mit Intelligenz verbunden werden. Zumindest westliche Politikerinnen und Politiker könnten es jedoch mal mit einer Brille versuchen, möglicherweise lohnt sich die Investition“, sagt Fleischmann.

Inhaltlicher Kontakt:
Alexandra Fleischmann
Social Cognition Center Cologne
+49 221 470-1189 oder -1215
alexandra.fleischmann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://www.researchgate.net/publication/326942161_You_Can_Leave_Your_Glasses_on_Glasses_Can_Increase_Electoral_Success

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Forschung
news-5084 Fri, 28 Sep 2018 18:32:27 +0200 Treffen von NRW-Ministerpräsident Laschet und dem türkischen Präsidenten Erdogan findet nicht im Schloss Wahn statt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5084&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=28ee4876fde62b2f028c8e5939101071 Die Universität zu Köln teilt mit, dass ein Treffen von NRW-Ministerpräsident Laschet mit dem türkischen Staatschef Erdogan nicht - wie ursprünglich geplant - in dem von der Universität genutzten Schloss Wahn in Köln-Porz stattfindet.  
 
Die Universität war einem Wunsch der Staatskanzlei nach Nutzung der Liegenschaften nachgekommen. Eine Abstimmung mit dem Eigentümer der Liegenschaften hatte nicht stattgefunden, da die Universität davon ausgegangen war, dass entsprechende Anlässe vom Nutzungsrecht und der seit Jahren gelebten Praxis umfasst seien.
 
Die Universität begrüßt nun, dass ein neuer Ort für das Treffen von Seiten der Staatskanzlei gesucht wird.  
 
Presse und Kommunikation:

Dr. Patrick Honecker
0170 578 1717

 

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news-5081 Thu, 27 Sep 2018 16:34:46 +0200 Universität zu Köln freut sich über vier Exzellenzcluster http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5081&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c79994817aeb66f6aefafaeaefd6cc4f Heute haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) in Bonn die Exzellenzcluster bekannt gegeben, die gefördert werden. Mit der Exzellenzstrategie wollen Bund und Länder den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig stärken und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern. Bund und Länder fördern an der Universität zu Köln vier Exzellenzcluster. Damit waren alle eingereichten Anträge erfolgreich. „Wir sind überglücklich, dass die Universität zu Köln mit vier hervorragenden Projekten überzeugt hat“, sagt Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.  

Von den insgesamt 88 eingereichten Vollanträgen wählte die Exzellenzkommission insgesamt 57 Exzellenzcluster an 34 Universitäten zur Förderung aus. Die Förderung von mindestens zwei Exzellenzclustern bildet die Grundlage für das Bewerbungsverfahren um die Exzellenzuniversitäten, die im Sommer 2019 bekannt gegeben werden.


Die Exzellenzcluster der Universität zu Köln sind:

CECAD – Exzellenzcluster für Alternsforschung
Der demographische Wandel und die alternde Bevölkerung stellen unsere Gesellschaft durch steigende Gesundheitskosten vor große Herausforderungen. Das erneut erfolgreiche Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung untersucht die biologischen und medizinischen Grundlagen des Alterungsprozesses und sucht nach Möglichkeiten, um neue Strategien und Therapien im Kampf gegen altersassoziierte Erkrankungen zu finden. Zukünftig soll in der Forschung die Interaktion zwischen Organen eine größere Rolle spielen: Wie kommunizieren Leber und Gehirn oder Herz und Muskeln miteinander? „Wir sind sehr glücklich, dass wir durch den erfolgreichen Antrag den nächsten Schritt machen können. Von der Grundlagenforschung in Richtung der klinischen Anwendung,“ sagt Professor Dr. Thorsten Hoppe von der Universität zu Köln.
Der Exzellenzcluster für Alternsforschung ist ein Projekt der Universität zu Köln, der Uniklinik Köln, den beiden Max-Planck-Instituten für Stoffwechselforschung und für Biologie des Alterns sowie dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Die Universität zu Köln ist Sprecheruniversität.
Weitere Infos: www.cecad.uni-koeln.de


CEPLAS - Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften – SMARTe Pflanzen für die Anforderungen von morgen
Der steigende Bedarf an Nahrungsmitteln sowie der Klimawandel stellen eine enorme Herausforderung für die nachhaltige Nahrungsproduktion und den Erhalt der Ökosysteme dar. Das Ziel der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Exzellenzcluster CEPLAS für Pflanzenwissenschaften ist es, Nutzpflanzen so entwickeln und züchten zu können, dass diese vorhersagbar auf künftige Herausforderungen reagieren und zur Ernährungssicherung beitragen. Das Exzellenzcluster CEPLAS untersucht daher, wie sich Pflanzen an veränderte Umweltbedingungen anpassen, wie sie fast jeden Lebensraum der Erde besiedeln können und wie diese Erkenntnisse für die Landwirtschaft von Nutzen sein können.
Professor Dr. Stanislav Kopriva, Sprecher des Clusters an der Universität zu Köln zum erneut erfolgreichen Antrag: „Das ist die Anerkennung der wichtigen Rolle der Pflanzenwissenschaften für die Zukunft unserer Gesellschaft und eine große Chance für uns in Köln, Düsseldorf und Jülich einen Unterschied zu machen.“
Das Exzellenzcluster CEPLAS ist ein gemeinsames Projekt der Universität zu Köln mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Sprecherhochschule, dem Max-Planck-Institut für Pflanzen-züchtungsforschung und dem Forschungszentrum Jülich.
Weitere Infos: www.ceplas.eu


Exzellenzcluster ECONtribute: Märkte & Public Policy
In dem neuen wirtschaftswissenschaftlichen Exzellenzcluster ECONtribute der Universität zu Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn geht es um die Erforschung von Märkten im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft („Public Policy“). Das Ziel der am Cluster beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Erforschung von Märkten und die Entwicklung eines neuen Paradigmas zur Analyse von Marktversagen, das über die traditionellen Ansätze hinausgeht und den aktuellen politischen, sozialen und technologischen Herausforderungen Rechnung trägt. „Wir sind hocherfreut über die Förderzusage. Wir möchten mit ECONtribute eine neue, umfassende Perspektive auf Märkte wagen. Ob globale Finanzkrisen, Regulierungserfordernisse der digitalen Märkte oder sich verfestigende Ungleichheit - traditionelle Perspektiven stoßen hier an ihre Grenzen. Mit ECONtribute werden wir nicht nur Erkenntnisse aus der Ökonomie nutzen und weiterentwickeln, sondern auch Politikwissenschaft, Psychologie und Rechtswissenschaft miteinbeziehen“, sagt Professor Dr.  Felix Bierbrauer, designierter Clustersprecher der Universität zu Köln von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.
Gesamtgesellschaftliche Anliegen wie Fairness, soziale Mobilität und die Übernahme sozialer Verantwortung sollen bei der Marktgestaltung Berücksichtigung finden. Diese Ziele sollen in systematischer Weise in die Analyse von Anreizen, Marktmechanismen und politischen Entscheidungsverfahren integriert werden. Professorin Dr. Isabel Schnabel, designierte Clustersprecherin der Universität Bonn: „Wir werden in vielen Fällen neue Antworten auf die Frage geben, unter welchen Umständen Märke zu guten Ergebnisses führen und wann mehr politische Steuerung wünschenswert ist. Dabei suchen wir auch den Austausch mit der Politik und der Öffentlichkeit. Das ECONtribute Netzwerk soll eine ganz neue Form des Austauschs zwischen Spitzenforschung und Politik etablieren.“ Das Cluster ECONtribute begegnet den neuen Herausforderungen der Märkte unter dem Dach des im vergangenen Jahr durch beide Universitäten gegründeten Reinhard Selten Instituts. Es ist das einzige wirtschaftswissenschaftliche Cluster.  
Weitere Infos: https://selten.institute/econtribute/


Exzellenzcluster Materie und Licht für Quanteninformation (ML4Q)
Das neue Exzellenzcluster verfolgt das Ziel, neue Computer- und Netzwerkarchitekturen zu schaffen, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik beruhen. „Wir möchten dazu beitragen, die vielversprechenden Entwicklungen auf diesem Gebiet zu beschleunigen. Die Fördermittel aus der Exzellenzstrategie eröffnen uns und unseren Partnerinstitutionen dabei wunderbare neue Möglichkeiten“, sagt der designierte Sprecher des Exzellenzclusters, Professor Dr. Yoichi Ando vom II. Physikalischen Institut der Universität zu Köln.
In Quantenrechnern werden extrem schnelle Prozessoren modular realisiert und miteinander vernetzt. Diese neue Generation von Computern könnte zur Lösung unterschiedlicher Zukunftsherausforderungen beitragen, beispielsweise zur Entwicklung neuer Werkstoffe und Pharmazeutika, der Gewährleistung sicherer Kommunikation oder der Herstellung umweltschonender Düngemittel. Dabei würden Quantencomputer über Rechen- und Netzwerkleistungen weit jenseits existierender Technologien verfügen.
Die Forschung und Entwicklung im Bereich der Quantencomputer hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte erzielt, aber bedeutende Anwendungen dieser Technologie sind noch Zukunftsmusik. „Die bereits erreichten Fortschritte zeigen jedoch, dass es keinen physikalischen Grund gibt, der gegen die Verwirklichung eines quantenmechanischen Rechners spricht“, resümiert Ando.
Das Exzellenzcluster Materie und Licht für Quanteninformation ist ein Verbundprojekt mit der Universität zu Köln, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und dem Forschungszentrum Jülich. Hauptantragstellerin ist die Universität zu Köln.
Weitere Infos: ml4q.uni-koeln.de/


Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470 2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

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news-5079 Thu, 27 Sep 2018 07:59:14 +0200 Das Europäische Netzwerk zur Lese- und Schreibförderung ELINET unterstützt die Hamburger Erklärung: „Jedes Kind muss lesen lernen!“ http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5079&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1fc576b061a9bf334e1e608ce64d1d7a news-5077 Wed, 26 Sep 2018 18:21:50 +0200 Uni Köln beteiligt an neuer Helmholtz Graduiertenschule für Datenwissenschaften http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5077&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=724af6f5be39164274831dd92c778a0c Möglichkeiten der Doktorand/innenausbildung in „Data Science“ für die Bereich Lebens-, Geo- und Energiewissenschaften / Mehr als elf Millionen Euro Fördersumme   Im nationalen Wettbewerb um fünf neue „Helmholtz Information & Data Science Schools“ wurde der Verbundantrag von Universität zu Köln, Forschungszentrum Jülich, der RWTH Aachen, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Köln (DLR) und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung positiv bewilligt. Die neue Graduiertenschule „Helmholtz School for Data Science in Life, Earth and Energy“, kurz HDS-LEE, ist Teil der Helmholtz-Offensive zur Digitalisierung der Forschung, die exzellente Datenwissenschaftlerinnen und Datenwissenschaftler an der Schnittstelle zu domänenspezifischer Forschung ausbilden wird. Das HDS-LEE wird mit knapp sechs Millionen Euro von der Helmholtz Gemeinschaft und mit weiteren gut sechs Millionen Euro von den beteiligten Forschungsinstitutionen für einen Zeitraum von zunächst sechs Jahren gefördert.

„Für die Uni Köln ist dies ein wichtiger Erfolg im Bereich der Data Science. Insbesondere stellt die Helmholtz School HDS-LEE eine gute Ergänzung für unser Anfang des Jahres gegründetes Center for Data and Simulation Science (CDS) dar und schafft eine ideale Verbundstruktur, um wissenschaftlichen Nachwuchs zu qualifizieren, der versiert im Umgang mit den Methoden und Werkzeugen der Datenwissenschaften ist“, sagt Professor Dr. Axel Klawonn, Direktor des Center for Data and Simulation Science an der Universität zu Köln.

Die HDS-LEE ist eine von fünf Graduiertenschulen (Helmholtz Information & Data Science Schools, kurz HIDSS), die bundesweit gegründet werden. Sie sind Teil der „Helmholtz-Plattform für wissenschaftlichen Nachwuchs und Graduiertenschulen im Bereich Information & Data Science (HIDA)“.


Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. Dr. Axel Klawonn
Center for Data and Simulation Science (CDS) und Department Mathematik / Informatik
+49 221 470-7868
axel.klawonn(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de
 

Weitere Informationen
https://www.helmholtz.de/aktuell/presseinformationen/artikel/artikeldetail/helmholtz_investiert_kuenftig_zusaetzliche_35_millionen_euro_jaehrlich_in_die_digitalisierung_der_forsc/

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news-5067 Wed, 26 Sep 2018 15:06:18 +0200 THE-Ranking: Universität zu Köln erneut unter den TOP 150 der Universitäten weltweit http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5067&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4c59e81252262898db67a702f28b69e Universität zu Köln nimmt Rang 146 ein und kann ihren Spitzenwert im THE-Ranking halten. Das heute veröffentlichte Times Higher Education (THE) World University Ranking zeigt: Die Universität zu Köln behauptet sich im internationalen Vergleich weiterhin hervorragend. Sie belegt weltweit Platz 146 von insgesamt 1.258 bewerteten Institutionen. Im Vorjahr hatte sie Platz 145 belegt. Im nationalen Kontext platziert sich die Universität zu Köln auf Rang 16 der insgesamt 47 deutschen Universitäten.

Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth freut sich über das erneut positive Ergebnis. „Im vergangenen Jahr konnte die Universität zu Köln ihren ausgezeichneten internationalen Ruf ebenso wie ihre hervorragende Stellung unter den deutschen Universitäten weiter festigen. Mit ihrem Status als Exzellenzuniversität und zwei Exzellenzclustern, 14 laufenden Sonderforschungsbereichen, drei Alexander von Humboldt-Professuren, 11 Leibniz-PreisträgerInnen sowie 20 ERC Grants ist sie zweifelsohne eine international sichtbare Forschungsuniversität“.

Wie schon im Vorjahr zählt die Universität zu Köln in den Bereichen Lehre, Forschung und Forschungseinfluss zu den besten 20 Prozent weltweit. In der Wertung Wissenstransfer ist sie sogar unter den besten zehn Prozent platziert. Im Bereich Internationalisierung verbesserte sich die Universität zu Köln im Vergleich zum Vorjahr und positioniert sich unter den besten 30 Prozent.

Das Times Higher Education World University Ranking zählt zu den einflussreichsten Hochschulrankings und hat den Anspruch, Universitäten anhand ihrer Hauptaufgaben Forschung, Lehre, Wissenstransfer und Internationalität zu bewerten. Die Ergebnisse durchlaufen eine unabhängige Prüfung in Form eines Audits. Mit nunmehr 1.258 bewerteten Universitäten weltweit ist das Ranking 2019 das umfangreichste THE-Ranking.


Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.timeshighereducation.com
 

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news-5059 Fri, 21 Sep 2018 11:14:58 +0200 Kölner Hochaltrigenstudie NRW80+: Mehrheit der über 80-jährigen mit Lebenssituation zufrieden http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5059&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb62c55ea68936b92266c996fb217603 In Deutschland ist 2050 jeder Achte mindestens 80 Jahre alt – Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Nordrhein-Westfalen baut Spitzenposition in der Alternsforschung aus 86 Prozent der Hochaltrigen sind mit ihrem Leben weitgehend zufrieden – das ist ein zentrales Ergebnis der bundesweit ersten repräsentativen Studie zur Lebenssituation der Altersgruppe 80+. Nach einer mehrjährigen Vorbereitungsphase sind seit Mitte letzten Jahres Achtzigjährige und Ältere zu ihren Lebensumständen befragt worden. Forscherinnen unterschiedlicher Fachrichtungen der Universität zu Köln haben einige Ergebnisse der landesweiten Hochaltrigenstudie NRW80+ nun gemeinsam mit Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen vorgestellt. Sie geben unter anderem Aufschluss über das subjektive Wohlbefinden, die Nutzung von Pflegeangeboten, soziale Kontakte und Aktivitäten. Das Land fördert die Studie mit 1,5 Millionen Euro.  

„Die Menschen in Deutschland werden immer älter, keine andere Altersgruppe wächst so schnell wie die der Hochbetagten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Lebensumstände, Wünsche und Bedürfnisse dieser Menschen verstärkt in den Blick nehmen", sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Die Studie der Universität zu Köln schließt eine Forschungslücke. Die Ergebnisse können dabei helfen, die Rahmenbedingungen für ein erfülltes Leben bis ins hohe Alter zu verbessern. Mit dieser ersten repräsentativen Studie baut das Land seine bundesweite Spitzenposition in der Alternsforschung noch weiter aus."   

Bereits heute zählen sechs Millionen Menschen in der Bundesrepublik zur Bevölkerungsgruppe 80+. Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass die Zahl der Hochaltrigen bis 2050 auf zehn Millionen steigt und damit jeder Achte 80 Jahre und älter sein wird. Bisher fehlte es jedoch an grundlegenden Erkenntnissen zu Lebensqualität und Lebensumständen dieser Bevölkerungsgruppe.

Mit der Hochaltrigenstudie NRW80+ haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am "Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health (ceres)" nun erstmals repräsentativ erforscht, wie Menschen über 80 Jahre leben und leben möchten, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und was sie brauchen, um zufrieden zu sein – selbst mit vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Insgesamt 1.800 Personen,  die zum Zeitpunkt der Erhebung 80 Jahre und älter waren,  wurden Nordrhein-Westfalen-weit befragt, um ein möglichst umfassendes und lebensnahes Bild zu erhalten. Darüber hinaus wurden Repräsentanten von Medien, Versicherungen, Seniorenvertretung und Politik befragt.

„Die Erfolgsgeschichte der Gerontologie setzt sich fort. Es geht nicht nur den jungen Alten ab 60 Jahren gut, sondern auch viele Hochaltrige berichten physische und psychische Gesundheit. Allerdings gibt es einen substanziellen Anteil von sehr alten Menschen, deren Lebenssituation von depressiven Verstimmungen, finanziellen Sorgen oder Pflegebedürftigkeit geprägt ist“, legte die Leiterin des Lehrstuhls für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie Prof. Dr. Susanne Zank dar.

„Die Studie zeigt sehr schön auf, dass Lebenszufriedenheit auch etwas mit Wertvorstellungen zu tun hat. Diejenigen Befragten etwa, und das sind immerhin 60 Prozent, die das Gefühl haben, dass ihre Wertvorstellungen immer schlechter zu denen der Gesellschaft passen, sind oft auch weniger zufrieden“, erläuterte die Geschäftsführende Direktorin von ceres Prof. Dr. Christiane Woopen. „Das sollte uns eine Mahnung sein, den gesellschaftlichen Dialog und das generationenübergreifende Miteinander zu fördern."

Zentrale Ergebnisse:

  • Mehr als die Hälfte der hochaltrigen Menschen in Nordrhein-Westfalen beschreiben ihre Gesundheit als gut.
  • 86 Prozent der Hochaltrigen sind mit ihrem Leben (eher) zufrieden. Die Zufriedenheit ist bei den über 90-Jährigen allerdings geringer.
  • Die Lebensumstände hochaltriger Frauen sind im Vergleich zu denen sehr alter Männer häufig schwieriger. Sie wohnen häufiger zur Miete, sind häufiger armutsgefährdet und werden im Fall von Hilfebedarf seltener privat versorgt.
  • Fast 60 Prozent der Hochaltrigen haben das Gefühl, dass ältere Menschen von der Gesellschaft (eher) nicht gebraucht werden.
  • Fast jede fünfte hochaltrige Person in vollstationärer Versorgung fühlt sich meistens oder (fast) immer einsam, während es in der Gesamtgruppe aller Hochaltrigen 6 Prozent sind.
  • Über 90 Prozent der Hochaltrigen sind mit ihrer eigenen Vergangenheit im Reinen und damit zufrieden.
  • Bei der Nutzung von Pflegeangeboten zeigen sich innerhalb der Hochaltrigen bedeutende Unterschiede. Die Wahrscheinlichkeit für die Nutzung privater und ambulanter Pflege sowie von Tagespflegeeinrichtungen steigt zwischen der Gruppe der 80-84-Jährigen und der Gruppe der über 90-Jährigen signifikant an. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Männer nutzen signifikant seltener einen ambulanten Pflegedienst oder eine Tagespflegeeinrichtung.
  • Die Hochaltrigen in NRW haben durchschnittlich sechs für sie wichtige Kontaktpersonen. Zum engeren sozialen Umkreis hochaltriger Personen gehören vorrangig die Kinder, Enkelkinder und (Ehe-) Partner. Bei den über 90-Jährigen ist die Anzahl engerer sozialer Beziehungen geringer.
  • Männer sind häufiger aktives Mitglied eines Vereins oder einer Organisation als Frauen. Unter den 85-89-Jährigen haben 31,4 Prozent der Männer aber nur 17,4 Prozent der Frauen eine aktive Mitgliedschaft. Insgesamt ist ein Viertel (24,9 Prozent) der hochaltrigen Bevölkerung in NRW aktives Mitglied in einem Verein oder einer Organisation. Der Anteil der Personen mit aktiver Mitgliedschaft steigt mit höherem Bildungsgrad an.

Auf Grundlage der Ergebnisse können nun alltagsnahe Konzepte entwickelt werden, um die Versorgung hochaltriger Menschen zu verbessern und Lebenswelten altersgerecht zu gestalten.

Zudem sollen im Rahmen der Längsschnittstudie "Hochaltrigenpanel NRW 80+" die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer weiter begleitet werden. Mit der Studie lassen sich weitere Erkenntnisse für eine Mitgestaltung von gesellschaftlichen Transformationsprozessen gewinnen, die mit dem demographischen Wandel einhergehen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft beabsichtigt, die Längsschnittstudie – vorbehaltlich der Entscheidung des Landtags über den Haushalt – mit 1,8 Millionen Euro zu fördern.

ceres, das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health, ist ein Zentrum für die interdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Besondere inhaltliche Schwerpunkte sind das Altern und der demographische Wandel, die Gesundheitskompetenz in komplexen Umwelten und die digitale Transformation. Alle drei Bereiche stellen Wissenschaft und Gesellschaft aktuell vor Herausforderungen, die nur unter Einbeziehung einer Vielfalt wissenschaftlicher Disziplinen sowie gesellschaftlicher Akteure bewältigt werden können.


Presse und Kommunikation:

Hermann Lamberty (Pressesprecher des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen)
0211 896-4790
press(at)mkw.nrw.de

Andreas Kirchner (PR Officer ceres)
0221 470-89120
ceres-info(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://ceres.uni-koeln.de/forschung/nrw80/

 

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news-5058 Fri, 21 Sep 2018 08:49:07 +0200 Kölner Psychologen erhalten Förderpreis für Psychologie http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5058&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a5fbe9a1bdabbc47df7f0eb576507f7 Für ihre Verdienste beim Online-Magazin In-Mind erhalten die Kölner Psychologen Dr. Oliver Genschow und Dr. Jan Crusius einen Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs). Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) verleiht den Förderpreis für Psychologie (DGPs) in diesem Jahr an das Herausgeberteam des Online-Magazins „The Inquisitive Mind“, kurz In-Mind. Das Team wird geführt von den beiden Kölner Psychologen Dr. Oliver Genschow und Dr. Jan Crusius und Dr. Melanie Sauerland von der Universität Maastricht.

In-Mind (http://de.in-mind.org/) veröffentlicht Artikel, die aktive Wissenschaftler*inne*n aus der Psychologie in leicht verständlicher Sprache schreiben. Daneben gibt es wöchentlich Blogbeiträge und Rezensionen von populärwissenschaftlichen Büchern.

Der Förderpreis wird alle zwei Jahre an Privatpersonen, Unternehmen, Verbände und Organisationen des öffentlichen Lebens verliehen, die in besonderer Weise durch ihr Engagement zur Förderung von Forschung und Lehre im Fach Psychologie beigetragen haben. Die DGPs betont, dass es In-Mind „gelingt, aktuelle und anspruchsvolle Themen aus der psychologischen Forschung für Laien verständlich und interessant aufzubereiten. Dadurch leisten sie einen festen Beitrag zur psychologischen Bildung der Öffentlichkeit.“ Conny Herbert Antoni, Präsident der DGPs, sagt: „Beeindruckend ist, mit welcher Professionalität das In-Mind-Team bei der Akquise und Begutachtung sowie bei der Endredaktion der Beiträge und der Verbreitung der In-Mind-Inhalte vorgeht. Ohne Zweifel verfügen alle Mitglieder des Teams über ein beachtliches Maß an Expertise in der Wissenschaftskommunikation.“

 

Inhaltlicher Kontakt:
Oliver Genschow
+49-221-470-1524
oliver.genschow(at)uni-koeln.de

Jan Crusius
+49-221-470-1523
jan.crusius(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://www.dgps.de/index.php?id=143&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1884&cHash=a8a2f22e505bf6a9b51158238cb648fa

 

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news-5055 Wed, 19 Sep 2018 16:04:50 +0200 Preise für Analytische Philosophie im Rahmen der Fachtagung GAP.10 verliehen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5055&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2cdab18735fd879314a763c071acc3a1 Die Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) hat im Rahmen ihrer Fachtagung für Philosophie an der Universität zu Köln Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Frege-Preis verliehen. Im Rahmen der 10. Internationalen Fachtagung der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) an der Universität zu Köln hat die GAP Preise für herausragende Leistungen verliehen.

Dieter Birnbacher erhält dieses Jahr den Frege-Preis, mit dem die GAP alle drei Jahre einen deutschsprachigen Philosophen für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Analytischen Philosophie ehrt. Birnbacher ist deutscher Philosoph mit dem Schwerpunkt Ethik. Er ist Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer und des Wissenschaftlichen Beirats der Giordano-Bruno-Stiftung. Seit November 2016 ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben sowie Vizepräsident der Schopenhauer-Gesellschaft.

Der wissenschaftliche Nachwuchs Romy Jaster und Benjamin Kiesewetter (beide HU Berlin) sowie Tom Sterkenburg (LMU München) erhalten den Wolfgang-Stegmüller-Preis. Dieser von Margret Stegmüller gestiftete Preis ist mit 12.000 Euro dotiert. Er wird alle drei Jahre auf dem Kongress der GAP für herausragende Arbeiten auf dem Feld der Analytischen Philosophie verliehen. Ausgezeichnet werden in der Regel drei Arbeiten. Jaster erhält den Preis für ihre Arbeit zu dem Thema „Agents’ Abilities“, Kiesewetter für seine Arbeit „The Normativity of Rationality“ und Sterkenburg für seine Arbeit „Universal Prediction“.

Darüber hinaus erhält Romy Jaster auch den De Gruyter Preis für Metaphysik. Der Preis ist mit 2000 Euro in bar sowie der Übernahme der Kosten für eine Open Access Veröffentlichung eines e-Books dotiert.

Das Rahmenthema der Fachtagung lautet „Plurality in Philosophy and Beyond“. Über 500 internationale Teilnehmer und Teilnehmerinnen nehmen bis zum 20. September die Möglichkeit wahr, über 300 Fachvorträge, Kolloquien und Podiumsdiskussionen zu besuchen.

 

Inhaltlicher Kontakt
Prof. Thomas Grundmann
Philosophisches Seminar
+49 221 470-4477
thomas.grundmann(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 0221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.gap-im-netz.de

 

 

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news-5053 Tue, 18 Sep 2018 14:14:40 +0200 Universität zu Köln eröffnet Spezialambulanz für Hypochondrie http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5053&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b71b9451ac4f04bbcd31eac161daec12 Zu den Tätigkeitsbereichen der Spezialambulanz gehören die Diagnostik, Beratung, Therapie und Erforschung der Krankheitsangststörung („Hypochondrie“). Die Krankheitsangststörung (auch als „Hypochondrie“ bezeichnet) ist eine psychische Störung, bei der die Betroffenen große Angst haben, an einer schweren Krankheit zu leiden und möglicherweise daran zu versterben, ohne dass belastbare medizinische Befunde vorliegen. Die neue Spezialambulanz für Krankheitsangst der Hochschulambulanz für Psychotherapie der Universität zu Köln (HAPUK) bietet gezielte Beratungs- und Therapiemaßnahmen für Betroffene an. Personen, die möglicherweise an einer Krankheitsangst leiden, können sich unter www.krankheitsangst.koeln über das Behandlungsangebot bequem informieren.
Häufig befürchtete Krankheiten sind zum Beispiel Krebs, Herzkreislauf- oder neurologische Erkrankungen. Der Leidensdruck der Betroffenen ist oft groß, sie vermeiden zunehmend Tätigkeiten, die als gefährlich angesehen werden und beschäftigen sich nur noch mit ihrem Körper. Oft wenden sie sich überdurchschnittlich häufig an einen Arzt, ohne dass dessen Rückversicherung hilft. Da es manchen Patientinnen und Patienten unangenehm ist, die gleiche Arztpraxis wiederholt aufzusuchen, kommt es auch zur Behandlung durch viele wechselnde Ärzte, dem so genannten „Doctor Hopping“. Das Ausmaß der Belastung kann von Betroffenem zu Betroffenem unterschiedlich sein und reicht von leichten Einschränkungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Auch für die Gesellschaft ist Krankheitsangst entsprechend mit hohen Kosten verbunden.
Die Ursachen der Krankheitsangst lassen sich noch nicht genau definieren, man konnte jedoch bereits eine Reihe von Risikofaktoren feststellen. Eine besonders wichtige Rolle scheint die Körperwahrnehmung zu spielen. Dabei handelt es sich um die Neigung, körperliche Empfindungen als beeinträchtigend oder krankhaft statt als normale körperliche Reaktionen wahrzunehmen. Um diesen Risikofaktor weiter zu erforschen, wird der Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität zu Köln aktuell für eine Dauer von 3 Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das Psychotherapeutenteam der HAPUK hat in den letzten Jahren viel Erfahrung mit der Behandlung von Krankheitsängsten gesammelt und auch in die Erforschung dieses Krankheitsbildes wurde durch den Lehrstuhl viel Zeit gesteckt. Seit Jahren kooperiert die Arbeitseinheit zudem mit dem Mainzer Lehrstuhl für Klinische Psychologie, der schwerpunktmäßig Krankheitsangst untersucht und behandelt. Diese Erfahrung wird jetzt als therapeutisches Angebot der Spezialambulanz für Krankheitsangst gebündelt.



Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. rer. nat. Alexander Gerlach
Klinische Psychologie und Psychotherapie
+49 221 470-5034
alexander.gerlach(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel 
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.krankheitsangst.koeln 

 

 

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news-5050 Mon, 17 Sep 2018 14:48:21 +0200 Presseeinladung: Alumni-Jahrestreffen der WiSo-Fakultät mit Podiumsdiskussion zum Thema „Soziale Medien und Meinungsbildung“ http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5050&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ddfabf311ec016f7466ea984ab12116b Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden am 21. September ab 18.30 Uhr über gesellschaftlich relevante Themen von Sozialen Medien bis hin zu Fake News diskutieren.  Die Alumni-Jahrestagung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln legt dieses Jahr den Fokus auf „Soziale Medien und Meinungsbildung“. Als Expertinnen und Experten, die zu über das Schwerpunktthema diskutieren, wurden Diana zur Löwen (BWL-Studentin an der WiSo-Fakultät, Influencerin und Gründerin), Professor Dr. Klemens Skibicki (Alumnus, Experte für Digitalisierung und Social Media), Michael Bröcker (Alumnus, Chefredakteur der Tageszeitung „Rheinische Post“), Professor Dr. André Marchand (Professor für Marketing & Digital Environment an der WiSo-Fakultät) und Melanie Croyé (Alumna, Journalistin, Autorin, Moderatorin) eingeladen.

Termin:
Freitag, 21. September, ab 18.30 Uhr
 „Alumni Jahrestreffen der WiSo-Fakultät“ 
Wirtschafts-und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universitätsstraße 24, Hörsaal 1 im Erdgeschoss, 50931 Köln
Michael Bröcker wird Fragen dazu beantworten, wie Tageszeitungen mit der digitalen Konkurrenz umgehen und ob die Digitalisierung Wahrheit und Qualitätsmedien zerstört. Diana zur Löwen gibt Einblicke in den Beruf des Influencers: Was sind die positiven Aspekte, was sind die Schattenseiten? 

Der Themenschwerpunkt der Jahrestagung ist auch perspektivisch gewählt. „Ein aktuell relevantes Thema belebt das Netzwerken. Wir unterstützen so die globale, lebenslange Gemeinschaft und Verbindung zwischen unseren Alumni und der WiSo-Fakultät“, erklärt der Gastgeber Professor Dr. Werner Mellis, Dekan der WiSo-Fakultät.

Journalisten können sich gerne bei Ayla Wisselinck (wisselinck@wiso.uni-koeln.de) bis zum 20. September anmelden. Auch Pressegespräche mit den Experten können im Vorfeld zur Veranstaltung gerne angefragt werden.



Inhaltlicher Kontakt:     
Ayla Wisselinck 
Alumni Managerin der WiSo-Fakultät
+49 (0)221 470-4558
wisselinck(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 (0)221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
Programm und Anmeldung: https://www.wiso.uni-koeln.de/de/praxis/wisoalumni/termine-und-events/alumni-jahrestreffen/ 

 

 

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news-5049 Mon, 17 Sep 2018 14:32:38 +0200 Wohnort und Situation beeinflussen, wie stark wir uns mit anderen vergleichen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5049&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5d7b685cfcb5e9516e4d0ec08183c68d Sozialpsychologen zeigen, dass die menschliche Neigung sich mit anderen zu vergleichen in bestimmten Situationen und in manchen US-Bundesstaaten weiter verbreitet ist als in anderen. Eine aktuelle Reihe von sozialpsychologischen Studien an der Universität zu Köln und der London Business School hat erstmals gezeigt, dass die menschliche Tendenz, sich mit anderen zu vergleichen, von zwei grundlegenden kulturellen Merkmalen abhängt. Dr. Matthew Baldwin (Social Cognition Center Cologne) and Professor Dr. Thomas Mussweiler (London Business School) fanden heraus, dass Menschen sich zum einen in Situationen, in denen strenge soziale Normen herrschen und ein Abweichungen von diesen bestraft wird, stark mit anderen vergleichen. Zum anderen ist die Neigung zum sozialen Vergleich in Situationen höher, in denen sich Menschen mit anderen stark verbunden fühlen. Eine strenge soziale Situation, in der das richtige Verhalten klar definiert ist, kann beispielsweise ein Vorstellungsgespräch sein. Eine weniger strenge soziale Situation, in der man sich mit jedoch mit anderen Menschen stark verbunden fühlt, ist beispielsweise eine Party.

Dieses Phänomen ist in unterschiedlichen Situationen und Kulturen zu beobachten. Die Ergebnisse aus drei Studien wurden nun unter dem Titel „The culture of social comparison“ in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

In den ersten beiden Studien, die Baldwin und Mussweiler online mit dem Tool MTurk von Amazon durchgeführt haben, befragten sie insgesamt rund 1.000 Amerikaner und Amerikanerinnen zu ihrem Verhalten in Alltagssituationen der sozialen Strenge (Vorstellungsgespräch) und der sozialen Verbundenheit (Party). Dabei stellten sie fest, dass besonders in diesen beiden Arten von Situationen die Neigung zum sozialen Vergleich besonders hoch ist. „Die Reaktionen von Menschen, die viele Kilometer voneinander entfernt lebten und sich nicht kannten, sind dabei bemerkenswert ähnlich“, sagt Baldwin. „Das bedeutet, dass soziale Vergleiche zum Teil in der sozialen Welt verankert ist: es ist nicht nur eine Frage der individuellen Wahrnehmung.“

In der letzten Studie analysierten die beiden Psychologen öffentlich zugängliche Daten von Google mit dem Online-Tool Google Correlate. Für jeden Bundesstaat in den USA schauten sie sich die Suchfrequenzen für eine Vielzahl von Emotionswörtern an, die auf soziale Vergleich hinweisen (z.B. Eifersucht, Stolz). Ein hoher Wert für einen Bundesstaat zeigt, dass Menschen dort öfter nach den Wörtern suchen als Menschen in anderen Staaten. Menschen in Staaten, die kulturell und sozial strenger und kollektivistischer sind, neigen demnach stärker dazu, nach Emotionen des gesellschaftlichen Vergleichs zu suchen. Eine interaktive Karte zu den Forschungsergebnissen in verschiedenen US-Bundesstaaten ist hier verfügbar: www.mattwbaldwin.com/blog/the-culture-of-social-comparison-map.

Sich mit anderen zu vergleichen ist gesellschaftlich weit verbreitet und ein grundlegender Aspekt der menschlichen Kognition. Die Tendenz des Menschen, durch das Denken, Fühlen und Verhalten anderer Informationen zu erhalten, trägt maßgeblich zum Funktionieren der hochkomplexen und vernetzten globalen Welt bei. Allerdings weiß die Wissenschaft noch sehr wenig über den Zusammenhang von kulturellen Unterschieden und sozialen Vergleichen. Die Studie trägt zu einem besseren Verständnis der Ursprünge sozialer Vergleiche und seiner Rolle im menschlichen Zusammenleben bei.



Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Matthew Baldwin
+49 221 470-1101
mbaldwin(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de 


Publikation:
https://doi.org/10.1073/pnas.1721555115

 

 

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news-5048 Mon, 17 Sep 2018 14:12:11 +0200 Multiresistente Krankenhauserreger: Neues Testverfahren beschleunigt ihre Diagnose http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5048&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e46af37c409c0068330299fb1966de43 Forscherteam von Medizinischer Fakultät Köln und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung gelingt Durchbruch für deutlich beschleunigte Diagnostik / 45 Minuten statt 72 Stunden Ein wissenschaftlicher Durchbruch zur beschleunigten Diagnostik multiresistenter Krankenhauserreger ist einem Forscherteam an der Medizinischen Fakultät in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gelungen. Mit einem neuartigen sogenannten immunochromatographischen Verfahren konnten die Forscher Axel Hamprecht, Jörg Janne Vehreschild, Harald Seifert und Ahmad Saleh in einer Studie Bakterien, die gegen die Antibiotikagruppe Carbapeneme resistent sind, innerhalb von 20 bis 45 Minuten aus Blutkulturen mit einer 100-prozentigen Sicherheit nachweisen. Aktuelle Testverfahren dauern noch bis zu 72 Stunden. Die Ergebnisse wurden im renommierten Wissenschaftsjournal PLOS ONE veröffentlicht. 

Patientinnen und Patienten mit durch gramnegative Erreger wie Escherichia coli ausgelösten  Blutstrominfektionen weisen eine hohe Sterblichkeit auf. Die Infektion konnte durch Antibiotika aber bisher meist gut behandelt werden. Durch die Zunahme von Antibiotikaresistenzen, auch gegen die Gruppe der Carbapeneme, ist die Therapie zunehmend schwieriger geworden. Bei Infektionen mit  multiresistenten Erregern, die auch gegenüber solchen Reserveantibiotika resistent sind, kommt es besonders häufig zu einer unwirksamen Antibiotikatherapie und damit zu höherer Sterblichkeit. 

Um diese Erreger wie E. coli im Blutstrom nachzuweisen, werden derzeit Methoden angewandt, die 16 bis 72 Stunden zum Nachweis der Antibiotikaresistenz beanspruchen. Eine beschleunigte Diagnostik ist daher ein wesentlicher Schritt, Patienten mit Infektionen durch Carbapenem-resistente Bakterien schneller und gezielter zu behandeln und zusätzlich die Ausbreitung der Erreger einzudämmen. 
Die Resistenz bei gramnegativen Bakterien ist meist durch Enzyme verursacht, die neben den Carbapenem-Antibiotika auch weitere Antibiotika zerstören können. Sie werden als Carbapenemasen bezeichnet. Zu den weltweit häufigsten Carbapenemasen zählen die sogenannten Klebsiella-pneumoniae-Carbapenemase (KPC), die New-Delhi-Metallo-Betalaktamase (NDM) und OXA-48. 

In der jetzt veröffentlichten Studie wurden Blutproben untersucht, die mit Carbapenemase-produzierenden Bakterien versetzt wurden. Hierbei konnten drei der vier häufigsten Carbapenemasen - OXA-48, KPC und NDM - mit einem einzigen Testverfahren direkt aus positiven Blutkulturen entdeckt werden, ohne dass eine zeitaufwendige weitere Anzüchtung auf Agarplatten notwendig wurde. Das neue Verfahren ist schnell, einfach anzuwenden, kostengünstig (~10€/Test) und kann in jedem klinisch-mikrobiologischen Labor durchgeführt werden. 

„Wir sind mit diesem Verfahren unserem Ziel, mit multiresistenten Erregern infizierte Patientinnen und Patienten so schnell wie möglich helfen zu können, einen Riesenschritt näher gekommen“, so Erstautor und DZIF-Professor Dr. med. Axel Hamprecht vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene am Universitätsklinikum Köln. „Bei derartig aggressiven Erregern zählt jede Minute, um eine gezielte Therapie zu starten. Jetzt müssen sich Folgestudien anschließen, um unsere Erkenntnisse so schnell wie möglich in die klinische Praxis zu überführen.“
Die mit Mitteln der medizinischen Fakultät der Universität zu Köln unterstützte Proof-of-Principle-Studie belegt die Sicherheit und Wirksamkeit des neuen Verfahrens. Bevor aber das neue Verfahren die herkömmliche Diagnostik ablösen und in die klinische Praxis eingeführt werden kann, sind weitere Studien notwendig. 

Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung entwickeln bundesweit circa 500 Wissenschaftler und Ärzte aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation: die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. 
Über 3.500 Studierende an der Medizinischen Fakultät werden im Umfeld der Uniklinik Köln praxisorientiert in enger Verzahnung von Lehre, Krankenversorgung und Forschung ausgebildet. In drei Schwerpunkten erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Probleme von großer gesellschaftlicher Relevanz: „Tumorbiologie, Infektion und Immunität“, „Homöostatische Prinzipien im Stoffwechsel und in der Geweberegeneration“ sowie „Neuromodulation“. 


Inhaltlicher Kontakt: 
Prof. Dr. med. Axel Hamprecht
Institut für medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene
+49 221 478 -32162 /-32100
axel.hamprecht(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Stephanie Wolff 
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation an der Medizinischen Fakultät 
+49 221 478-30774 
stephanie.wolff(at)uk-koeln.de

Zur Publikation:
Hamprecht A, Vehreschild JJ, Seifert H, Saleh A (2018) Rapid detection of NDM, KPC and OXA-48 carbapenemases directly from positive blood cultures using a new multiplex immunochromatographic assay. PLOS ONE 13(9): e0204157. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0204157


Weitere Informationen:
http://www.dzif.de 
http://www.medfak.uni-koeln.de

 

 

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news-5047 Mon, 17 Sep 2018 13:58:27 +0200 Überwiegend positiv: Kölner Studie zeigt die Einstellungen der Bevölkerung zu Flüchtlingen im Zeitverlauf http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5047&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=27b4fa6e0f1dca722370acbbb9139df7 Einstellungen gegenüber Flüchtlingen sind sehr differenziert / Flüchtlingsunterkünfte im eigenen Wohngebiet werden von der Mehrzahl der Anwohnerinnen und Anwohner angenommen Die Ergebnisse der Kölner Flüchtlingsstudien des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität zu Köln zeigen eine weitgehend positive Einstellung in der deutschen Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen. Die Forschergruppe um Professor Dr. Jürgen Friedrichs, Felix Leßke und Vera Schwarzenberg hat in drei Städten in jeweils zwei Wohngebieten mit einer Flüchtlingsunterkunft rund 2.200 Anwohner befragt: in Hamburg (Harvestehude und Bergedorf), Köln (Ostheim und Rondorf) und Mülheim an der Ruhr (Mitte und Saarn). Die Befragung verlief in zwei Wellen, wobei die erste als mündliche Interviews vom Frühjahr 2016 bis Winter 2017 stattfand. Die zweite Welle erfolgte ein Jahr nach der ersten Befragung schriftlich im Frühjahr 2018. Es zeigt sich, dass die Einstellungen auch im zeitlichen Verlauf sehr positiv sind.

So empfinden 47,3 Prozent der Befragten Mitgefühl für Flüchtlinge in Deutschland und 26,5 Prozent sehen Flüchtlinge positiv. Nur 5,1 Prozent gaben an, dass sie Flüchtlingen negativ gegenüberstünden. 10 Prozent der Befragten finden jedoch, dass zu viele Flüchtlinge aufgenommen wurden und weitere 12,1 Prozent fordern eine Zuzugskontrolle.

Nimmt man die positiv konnotierten Antworten zusammen, dann kommen die beiden eher wohlhabenden Gebiete Harvestehude und Rondorf in den Befragungswellen jeweils auf 80 Prozent und 84 Prozent positive Äußerungen. Mülheim Mitte und Ostheim hingegen, die beiden weniger wohlhabenden Gebiete, kommen auf 62 Prozent und 67 Prozent. Unterschiede zwischen den Wohngebieten mit unterschiedlichem sozialen Status sind also zu erkennen. Der soziale Status wurde unter anderem über das Bildungsniveau gemessen.

Eine Reihe weiterer Fragen richtete sich auf die Einstellungen zu der Flüchtlingsunterkunft im eigenen Wohngebiet. „Wir nahmen zunächst an, dass man zwar Flüchtlingen gegenüber generell positiv eingestellt sein könnte, vor der eigenen Haustür aber dennoch keine Flüchtlingsunterkunft akzeptieren würde. Das trifft nicht zu“, sagt Professor Dr. Jürgen Friedrichs, der die Studie leitet. Insgesamt gab es (bei Mehrfachantworten) 72 Prozent positive Antworten, nur 6 Prozent lehnten die Unterkunft ab. In der zweiten Welle sind diese positiven Tendenzen sogar noch stärker ausgeprägt. Insgesamt liegt hier die Quote für positive Antworten bei 94,9 Prozent. Dies spricht dafür, dass sich die ohnehin große Akzeptanz der Flüchtlingsunterkünfte im Wohngebiet nach dem Einzug der Flüchtlinge im Laufe der Zeit durch Gewöhnungseffekte und positive Erfahrungen verstärkt hat oder Befürchtungen nicht eingetreten sind.

Ein wichtiges Ereignis für die Einstellung gegenüber Flüchtlingen waren die Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Köln und anderen Städten. Auf die Frage „Haben die Ereignisse von Silvester 2015/16 am Kölner Hauptbahnhof Ihre Einstellung zu Flüchtlingen verändert?“ antworteten 32, 1 Prozent mit „Ja“, weitere 8,8 Prozent mit „vorübergehend“ und 59 Prozent mit „Nein“.Das Team der Uni Köln zeigt in der Studie zudem eine Entwicklung von Ängsten und Befürchtungen auf. Auch der Einfluss von unmittelbaren sozialen Kontakten zu Flüchtlingen wurde abgefragt und untersucht.
Eine detaillierte Aufschlüsselung der Ergebnisse und weiterführende Informationen zur Studie finden Sie unter diesem Link: https://www.iss-wiso.uni-koeln.de/sites/soziologie/PDF/Forschungsprojekte/Pressemitteilung_September_2018.pdf 

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. em. Dr. Jürgen Friedrichs
+49 221 470-5658
friedrichs(at)wiso.uni-koeln.de


Felix Leßke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kölner-Flüchtlingsstudien
lesske(at)wiso.uni-koeln.de


Vera Schwarzenberg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kölner-Flüchtlingsstudien
schwarzenberg(at)wiso.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://www.iss-wiso.uni-koeln.de/de/forschung/projekte/die-koelner-fluechtlings-studien/

 

 

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news-5046 Mon, 17 Sep 2018 13:06:28 +0200 Erste Fachtagung zu Fairtrade-Forschung im deutschsprachigen Raum findet an Uni Köln statt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5046&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8ecadd766aebf2049dec7e8473e11723 Einladung zur Eröffnung mit Podiumsdiskussion und Grußwort der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes am 23. September 2018 Das Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln veranstaltet vom 23. bis zum 25. September 2018 zusammen mit TransFair e.V. die erste Fachtagung zum Themenkomplex Fairer Handel im deutschsprachigen Raum. Ob Gold, Kaffee, Bananen, Tee, Schokolade oder Baumwolle, Handelswege von Produkten wie diesen werden auf interdisziplinären Panels zu „Fallbeispielen Fairen Handels aus der Praxis“, „Wertediskurs im Fairen Handel“, „Nachhaltiger und Fairer Konsum“, „Fairer Handel im Textilsektor“ und „Fairer Handel kontrovers“ diskutiert.

Den Auftakt der zweitägigen Konferenz bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Faire öffentliche Beschaffung“, zu der die Presse und alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Um vorherige Anmeldung (katharina.diederichs(at)uni-koeln.de) wird gebeten.

Termin:
Sonntag, 23. September 2018, 17.00 Uhr
Eröffnung der Fachtagung „Mehr als nur ein fairer Preis“ und anschließende Podiumsdiskussion
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Hörsaal G, Universitätsstr. 35,
50931 Köln

Nach Grußworten von Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin der Stadt Köln), Prof. Dr. Manuela Günter (Prorektorin der Universität zu Köln) und Dieter Overath (Vorstandsvorsitzender TransFair e.V.) findet die Podiumsdiskussion „Faire öffentliche Beschaffung. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ statt mit:
•    Dr. Lale Akgün (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)
•    Rosa Grabe (FEMNET e.V.)
•    Johanna Pulheim (Stadt Köln)
•    Marie-Luise Lämmle (Engagement Global)
•    Dr. Peter Pawlicki (Electronics Watch)
•    Dr. Werner Görg (IHK Köln)

Die Moderation übernimmt Dr. Sarah Brasack (Kölner Stadt-Anzeiger). Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Umtrunk statt.

Presse und Kommunikation:
Dr. Christine Rath
Öffentlichkeitsarbeit Global South Studies Center (GSSC)
+49 221 93317 275
christine.rath(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://gssc.uni-koeln.de/fairtrade.html

 

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news-5044 Thu, 13 Sep 2018 13:54:23 +0200 Carsharing und Co.: Das Bedürfnis nach materiellem Besitz kann ersetzt werden http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5044&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3c2f4090a9cfae66e29fd5ab209af50f Ökonomen zeigen in einer Studie, wie die Nutzung von volkswirtschaftlich nachhaltigen Sharing-Diensten gesteigert werden kann. Das weit verbreitete Bedürfnis nach materiellem Besitz kann durch das Phänomen des psychologischen Besitzempfindens ergänzt oder ersetzt werden. Juniorprofessor Dr. Martin P. Fritze (Universität zu Köln, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Professor Dr. Andreas Eisingerich (Imperial College London) und Professor Dr. Martin Benkenstein (Universität Rostock) gingen der Frage nach, warum Eigentum zunehmend durch Sharing-Angebote ersetzt wird, obwohl Eigentum ein wichtiges Element für das Selbstwertempfinden des Menschen ist. Dafür hat sich das Forscherteam die psychologischen Mechanismen, die hinter dieser neuen Konsumvariante stehen, näher angesehen.

Die Forscher haben hierfür mehrere Feldstudien durchgeführt. Die gewonnenen Daten bestätigen für das Carsharing und das Musikstreaming, dass die Nutzer den Service als Ersatz für den tatsächlichen Besitz an materiellen Produkten (z.B. am eigenen Auto, den eigenen CDs) wahrnehmen. In zwei weiteren Studien, die als Online-Experimente angelegt waren, testeten die Wissenschaftler, wie das psychologische Besitzempfinden beeinflusst werden kann. Als mögliche Einflussfaktoren legten sie beispielsweise Zugehörigkeitsempfinden zu einer (Nutzer-)Gemeinschaft und die wahrgenommene Intensität der Beziehung zum Serviceanbieter fest.
„Ein Gemeinschaftsempfinden unter den Kunden, die klare Sachkenntnis zum Serviceangebot sowie eine Relevanz von Sharing für das Selbstbild beeinflussen die Entstehung des psychologischen Besitzempfindens für einen konkreten Sharing-Dienst positiv“, beschreibt Juniorprofessor Dr. Martin Fritze die Forschungsergebnisse.

Fritze, Eisingerich und Benkenstein haben ihre Arbeit auf der „Summer Academic Conference“ der „American Marketing Association“ in Boston vorgestellt und dafür den „Best Paper Award“ auf dem Gebiet des Dienstleistungsmarketings erhalten. Die Studie kann auf Nachfrage von Juniorprofessor Fritze zur Verfügung gestellt werden.

Sharing-Dienste und materieller Besitz sind zwei verfügbare Modelle für die Nutzung von Gütern und stehen im Wettbewerb miteinander. Zu den bekannten Sharing-Diensten zählen Carsharing, Musikstreaming oder auch Desksharing. Das Angebot hat sich über das letzte Jahrzehnt vervielfältigt und das Interesse der Kunden steigt. So überschritt die Kundenzahl im Carsharing laut Bundesverband CarSharing Anfang 2018 erstmals die Zwei-Millionen-Marke. Die Sharing-Ökonomie gilt als nachhaltig, weil dadurch Gebrauchsgüter intensiver genutzt werden und deshalb in deutlich geringerem Umfang produziert werden müssten.

Inhaltlicher Kontakt:     
Juniorprofessor Dr. Martin P. Fritze
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
+49 221 470-76238
fritze(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-5043 Wed, 12 Sep 2018 15:14:28 +0200 Seit einem Jahr fördert das Talentscouting-Programm von Uni und TH junge Talente in der Region Köln http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5043&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c8e4910fb7dc336e677232ffa9df06d7 Über 200 Besucherinnen und Besucher bei Festakt / Kölner Team zieht erfolgreiche Zwischenbilanz mit 24 beteiligten Schulen und 450 begleiteten Schülerinnen und Schülern   Die TH Köln und die Universität zu Köln ziehen eine positive Zwischenbilanz des gemeinsamen Förderprojekts „Talentscouting“. Dies bekräftigten die beteiligten Partnerinnen und Partner am Abend des 11. September 2018 bei den Feierlichkeiten anlässlich des einjährigen Projektbestehens, zu dem neben der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes auch der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gekommen waren. Daneben kamen auch über 200 Besucherinnen und Besucher von den beteiligten Schulen in die Aula der Universität zu Köln. 20 Kooperationsschulen wurden mit der Plakette „Schule im Talentscouting“ ausgezeichnet. 

„Das Talentscouting trägt aktiv dazu bei, die Chancengerechtigkeit im Zugang zur Hochschulbildung zu stärken – unabhängig von der sozialen Herkunft. Unsere Talentscouts helfen den Schülerinnen und Schülern ihre Interessen, Ziele und Träume wahrzunehmen und über den Weg an die Hochschule ernsthaft und mit Selbstbewusstsein nachzudenken. Und wenn die Entscheidung zugunsten der Hochschule gefallen ist, begleiten sie die Talente auch im Studium“, sagte Professorin Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der TH Köln. 

„Wir brauchen Menschen, die junge Talente an die Hochschulen heranführen – durch persönliche Kontakte und konkrete Begegnungen. Genau hier setzt das Talentscouting-Programm an, das neben der Zusammenarbeit zwischen Universität und Technischer Hochschule auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren in der Region stärkt. Nachhaltige Veränderungen wie diese benötigen Zeit. Aber für das Ziel einer langfristigen Wirkung von Talentscouting lohnt sich ein langer Atem“, sagte Professorin Dr. Bettina Rockenbach, Prorektorin für Forschung der Universität zu Köln in ihrem Grußwort.

„Das Besondere am Talentscouting ist der individuelle Ansatz.  Die Talentscouts sehen die Jugendlichen mit ihren Stärken und Potentialen. Sie suchen nach individuellen Zugängen und Wegen und machen Mut, diese dann auch zu gehen. Wir freuen uns daher sehr, dass Köln am landesweiten Programm so erfolgreich teilnimmt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser.
„Wenn die Talente es durch die Begleitung schaffen, einen Weg für sich zu finden, hat dies wiederum auch einen Mehrwert für das Umfeld; in Köln sagen wir, für das „Veedel“. Wir wissen zudem, dass Jugendliche, die einen Weg einschlagen, der in der Universität oder TH mündet, sich zu Vorbildern entwickeln können. Andere Schülerinnen und Schüler schauen zu ihm oder ihr auf. Das wäre wünschenswert.“, sagte Elfi Schop-Antwerpes.

Das Kölner Team ist Teil des nordrhein-westfälischen Talentscouting-Programms, das von der Landesregierung und dem NRW-Zentrum für Talentförderung mit Hauptsitz in Gelsenkirchen betrieben wird. Ziel des Programms ist es, talentierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu beraten. Denn viele talentierte junge Menschen, die zwar das Potenzial und die Motivation für ein Studium haben, entscheiden sich dennoch dagegen. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Talentscouts setzt daher früh an und erstreckt sich bis in das Studium oder die Ausbildung. Dabei ist die Begleitung ergebnisoffen und geht auf die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Schüler und Schülerinnen ein. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und zur Fachkräftesicherung in Deutschland. 
Das Kölner Team ist derzeit an 24 Schulen aktiv. Nächstes Jahr kommen noch weitere sechs bis sieben Schulen dazu. An der Universität zu Köln und der TH Köln sind jeweils drei Talentscouts aktiv, die an den Schulen Gespräche mit Schülerinnen und Schülern führen. Die drei Scouts der TH Köln beraten junge Menschen zusätzlich im non-formalen Bildungsbereich und in Einrichtungen. Derzeit begleiten die Kölner Scouts ca. 450 Schülerinnen und Schüler vom Beginn der Oberstufe bis zur (Fach-)Hochschulreife und darüber hinaus. 

„Die Zusammenarbeit mit den Schulen und den Lehrerinnen und Lehrern, die das Talentscouting koordinieren, läuft wirklich gut. Sie sind immer ansprechbar und sorgen dafür, dass nicht nur die Schülervorschläge reibungslos laufen, sondern sind auch sehr bemüht darum, dass es den Scouts bei der Arbeit an nichts fehlt. Diese enge Zusammenarbeit trägt einen entscheidenden Teil zum Erfolg des Talentscoutings bei. Ich fühle mich an jeder Schule, an der ich scoute, als Teil davon und das ist wirklich bemerkenswert.“, sagte Serap Yilmaz, Talentscout von der Universität zu Köln, auf der Podiumsdiskussion.



Inhaltlicher Kontakt:     
Serap Yilmaz, Talentscouting Köln
+49 151 640 512 15
s.yilmaz(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg, Universität zu Köln 
+49 221 470-1704
f.berg@uni-koeln.de

Monika Probst, Technische Hochschule Köln
+49 221 8275-3948
monika.probst(at)th-koeln.de


Weitere Informationen:
www.talentscouting-koeln.de

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news-5042 Wed, 12 Sep 2018 15:10:54 +0200 Podiumsdiskussion über den Alterungsprozess im German House in New York http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5042&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=41f8a8d522708aaa092ae790bab89f9c Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutieren zum Thema „Warum wir altern und was wir dagegen tun können“ / Veranstalter ist das New Yorker Verbindungsbüro der Uni Köln und das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Die Frage, warum wir altern und was wir dagegen tun können, ist so alt wie die Menschheit. Doch in jüngster Zeit hat die Wissenschaft begonnen, die biologischen Grundlagen des Alterns zu entschlüsseln – mit faszinierenden Ergebnissen, die Aufschluss darüber geben, wie Lebensstil und Medizin altersbedingte Krankheiten beeinflussen. Aber kann das Altern selbst zum Ziel von Therapien werden? Was sind die neuesten Schlüsselentdeckungen in der biomedizinischen Alternsforschung und was können wir davon lernen, um länger und gesünder zu leben? Wie positioniert sich die Pharmaindustrie angesichts alternder Gesellschaften? Und welche Durchbrüche dürfen wir in Zukunft erwarten?

Im Rahmen der vom New Yorker Verbindungsbüro der Universität zu Köln und dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus organisierten Reihe „Aging and Society“ findet eine öffentliche Podiumsdiskussion mit deutschen und amerikanischen Experten zum Thema „Live Long and Prosper – Aging Research in Academia and Industry“ statt. Diskutiert werden aktuelle Ansätze und Trends in der wissenschaftlichen Alternsforschung sowie pharmazeutische F&E-Investitionen in neue Therapien für altersbedingte Erkrankungen.
Unter den Rednern ist Professor Dr. Björn Schumacher, Leiter des Institute for Genome Stability in Ageing and Diseases (IGSAD) am Exzellenzzentrum für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln.

Termin:
Dienstag, 18. September 2018, 18:30 – 20:00 Uhr,
Deutsches Haus, 871 United Nations Plaza, New York 

Podiumsdikussion „Live Long and Prosper – Aging Research in Academia and Industry“
Mit Professor Dr. Björn Schumacher
Leiter des Institute for Genome Stability in Ageing and Diseases (IGSAD) am Exzellenzzentrum für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung (DGfA)
James Peyer, Ph.D. Managing Partner, Apollo Ventures
Jan Vijg, Ph.D. Chair, Department of Genetics, Albert Einstein College of Medicine
moderiert von Molly MacLeod, Ph.D.Senior Manager, Science Content, Communications, Pfizer Worldwide Research & Development

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 16. September an. An der Podiumsdiskussion und dem Empfang können Sie nur nach vorheriger Anmeldung teilnehmen. 

Björn Schumacher hat am Max-Planck-Institut für Biochemie in München promoviert. Danach forschte er als EMBO and Marie Curie Fellow am Erasmus Medical Centre in Rotterdam. Er erhielt den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen sowie einen ERC Starting Grant und koordinierte das FP7 Marie Curie Initial Training Network on Chronic DNA Damage in Ageing (CodeAge). Schumacher ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung (DGfA), Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für DNA-Reparaturforschung und Mitherausgeber verschiedener Fachzeitschriften. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die molekularen Mechanismen, durch die DNA-Schäden zur Entstehung von Krebs und zu alternsassoziierten Erkrankungen beitragen. Durch Nutzung des Modellorganismus C. elegans und Krankheitsmodellen in Säugetieren hat seine Forschungsgruppe am Exzellenzzentrum für Alternsforschung CECAD zellautonome und synthetische Reaktionen aufgezeigt, durch die sich Organismen an die sich im Zuge des Alterns häufenden DNA-Schäden anpassen. Durch das Verständnis der grundlegenden Mechanismen des Alterns aufgrund von Genominstabilität möchte Schumacher zur Entwicklung zukünftiger Strategien beitragen, um alternsassoziierten Erkrankungen vorzubeugen. 
Die Universität zu Köln wurde 1388 gegründet. Sie ist eine der führenden deutschen Forschungsuniversitäten und verfügt über eine außergewöhnlich breite Fächerbasis. Kernprofilbereiche betreiben international konkurrenzfähige Forschung zu hochaktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Themen wie Altersassoziierte Erkrankungen, Behavioral Economic Engineering and Social Cognition, Quantenmaterie und -materialien, Sozio-ökonomischer, Kultureller und Politischer Wandel im Globalen Süden und Pflanzenwissenschaften. Die Universität zu Köln ist eine von 11 deutschen Exzellenzuniversitäten. Das New Yorker Verbindungsbüro der Universität zu Köln pflegt die Beziehungen zu den nordamerikanischen Partneruniversitäten, organisiert Delegationsreisen und dient als erste Anlaufstelle für Lehrende, Studierende und andere Partner in den Vereinigten Staaten und Kanada. Es ist Mitorganisator der alljährlich stattfindenden Summer School in New York, pflegt den Kontakt mit deutschen und internationalen Alumni und bietet Forscherinnen und Forschern eine Plattform, um sich zu vernetzen, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse zu präsentieren und neue Kooperationen in Nordamerika anzustoßen.
Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) bietet Informationen und Unterstützung bei der Realisierung von Kooperationen und Kollaborationsprojekten zwischen Nordamerika und Deutschland. Um die Kommunikation über die kritischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu verbessern, veranstaltet das DWIH ein breites Spektrum an Veranstaltungen – von Vorträgen und Ausstellungen über Workshops bis hin zu wissenschaftlichen Dinners. Das im Februar 2010 eröffnete DWIH wurde als Eckpfeiler der Initiative der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen. Es ist eines von fünf derartigen Zentren weltweit.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Eva Bosbach
Leiterin New Yorker Büro der Universität zu Köln
+1 212 758 5893
eva.bosbach(at)uni-koeln.de

Jarred Johnson
Kommunikationsbeauftragter Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus
+1 212 339 8680 ext. 302
johnson(at)germaninnovation.org

Weitere Informationen:
www.dwih-newyork.org
www.uni-koeln.de

 

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news-5040 Tue, 11 Sep 2018 14:10:26 +0200 Das International Office der Uni Köln feiert sein 90. Jubiläum http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5040&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c908d7ae2586ee6c570d3a017e3d241a Am 12. September findet in der Aula der Uni Köln eine Feier anlässlich des 90-jährigen Bestehens des International Office statt. Mit einer Veranstaltung unter dem Motto „Countdown to 100 - Lessons from the Past and Visions for Tomorrow" begeht das International Office seinen 90sten Geburtstag.


Termin:
Mittwoch, 12. September 2018, 16.00 Uhr


„Countdown to 100 – Lessons from the Past and Visions for Tomorrow“
Aula, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln

Das Aufgreifen der Geschichte wird mit einem Blick auf mögliche zukünftige Entwicklungen der Internationalisierung verbunden. Ein erster Teil der „Geschichte des International Office der Universität zu Köln 1928-2018“ wird rechtzeitig zur Jubiläumsveranstaltung vorliegen.
Schon zur Gründungsversammlung der Akademischen Auslandsstelle an der Universität zu Köln am 2. Februar 1928 lautete die Botschaft von Oberbürgermeister Konrad Adenauer. „Die Bestrebungen wegen Förderung des Studiums von Ausländern an unserer Universität begrüße ich außerordentlich. Ich glaube, dass gerade unsere Hochschule besonders geeignet dafür ist.“ Diesem Motto verschreibt sich das International Office auch mit Blick auf die Zukunft.

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Dr. Stefan Bildhauer
Leitung des International Office
+49 221 470-2382
stefan.bildhauer(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://portal.uni-koeln.de/sites/international/aaa/INT/INTpdf/INTpdf_90JAHRE_Einladung_90JahreInternationalisierung_UzK.pdf

 

 

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news-5039 Tue, 11 Sep 2018 11:50:37 +0200 Universität zu Köln kooperiert mit Techniker Krankenkasse (TK) im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5039&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=63d7952801b7be26cc00e40d68756973 Kooperationsvertrag für drei Jahre unterzeichnet / Universität kann vielfältige Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umsetzen Die Universität zu Köln und die Techniker Krankenkasse (TK) haben einen Kooperationsvertrag für drei Jahre unterzeichnet, in dem eine Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) an der Universität vereinbart wird.  Durch die Kooperation wird die Finanzierung von Maßnahmen und BGM-Ressourcen möglich, die den aktuellen universitätsweiten Prozess zur Sicherung der Gesundheit am Arbeitsplatz unterstützen. Der Vertrag umfasst die gemeinsame Durchführung von Gesundheitstagen, Info-Kampagnen und Workshops für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kölner Universität. Ferner fördert die TK die Weiterentwicklung der universitären BGM-Strategie und den fachlichen Austausch unter den Hochschulen in NRW und auf Bundesebene. 
Die neue Kooperation ergänzt die bereits seit drei Jahren vorhandene BGM-Struktur und -Strategie. Die UzK hat 2015 ein BGM-System zur Umsetzung von verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen eingeführt. Damit folgt sie den Vorgaben des Gesetzgebers, die Arbeitsplätze nicht nur auf physische, sondern auch auf psychosoziale Belastungen hin zu überprüfen.
Um die wichtigsten gesundheitsorientierten Handlungsfelder zu identifizieren, wurde 2016 zunächst eine universitätsweite Beschäftigtenbefragung durchgeführt. Im Anschluss wurden mit Beteiligung der Beschäftigten der Fakultäten, zentralen Einrichtungen und Zentralverwaltung Maßnahmen entwickelt, um psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz wirksam zu reduzieren. Dank der Zusammenarbeit mit der TK können diese Ansätze nun ausgebaut und vertieft werden. 
Gesetzliche Krankenkassen wie die TK sind nach dem Präventionsgesetz (§20 SGB V) verpflichtet, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Betrieben zu unterstützen. 

 

Inhaltlicher Kontakt:
Tanja Notthoff
+49 221 470-5924
t.notthoff(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
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Weitere Informationen:
https://www.portal.uni-koeln.de/11825.html

 

 

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news-5038 Mon, 10 Sep 2018 14:37:58 +0200 NRW-weite Kooperation in der Stammzellforschung gegründet http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5038&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=53a3098aad9934e35a4a6a5544cd659f Universität zu Köln und Uniklinik sind Mitglieder im neuen Stammzellnetzwerk.NRW e.V. / Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) stellt langfristige Förderung in Aussicht Am 5. September 2018 haben Vertreterinnen und Vertreter von 19 in Nordrhein-Westfalen ansässigen Universitäten, Unikliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Düsseldorf einen Vertrag zur Gründung des Stammzellnetzwerk.NRW e.V. unterzeichnet. Ab 2019 wird der neue Verein die Aufgaben des bisherigen Kompetenznetzwerks Stammzellforschung NRW, das seit 16 Jahren besteht, weiterführen. Als wichtige Aufgabe für die Zukunft sieht der Verein die effiziente Überführung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die therapeutische Anwendung. Die Geschäftsstelle befindet sich im Life Science Center in Düsseldorf.
Im Rahmen der feierlichen Vereinsgründung auf Schloss Mickeln in Düsseldorf lobte die Staatssekretärin Annette Storsberg (MKW) in ihrem Grußwort den Beitrag des bisherigen Netzwerks zur internationalen Sichtbarkeit der Stammzellforschung aus NRW sowie zur Therapieentwicklung. Professor Dr. Oliver Brüstle, Stammzellforscher am Uniklinikum Bonn und Vorsitzender des neu gegründeten Trägervereins, betonte die gesellschaftlichen Erwartungen an die Stammzellforschung angesichts der großen gesundheitlichen Herausforderungen.
Ina Gabriel, Vizekanzlerin der Universität zu Köln, unterzeichnete den Gründungsvertrag für die Universität, und Professor Dr. Mats Paulsson, Forschungsdekan der Medizinischen Fakultät, für das Universitätsklinikum. „Wir sind stolz, Teil dieser wichtigen Neugründung in der Stammzellforschung zu sein“, sagt Ina Gabriel. „So können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und der Uniklinik entscheidend zur Weiterentwicklungen dieses wichtigen Forschungsgebiets beitragen.“
Stammzellforschung ist seit Jahren ein wichtiger Forschungsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Ab kommendem Jahr wird das Ministerium für Kultur und Wissenschaft das Netzwerk dauerhaft fördern – vorbehaltlich der Entscheidung des Landtags über den Haushalt.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Sira Groscurth
Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW
+49 211 3368 7082
info(at)stammzellen.nrw.de

Presse und Kommunikation Universität zu Köln:
Eva Schissler
+49 221 470 4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.stammzellen.nrw.de

 

 

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news-5037 Mon, 10 Sep 2018 14:32:35 +0200 Presseeinladung: Tagung der Comicforschung zu Geschlecht, Diversität und Identität im Comic http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5037&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a19917b9a59e16282c539ea322d28512 17. bis 19. September 2018 an der Uni Köln / Einladung zur Eröffnung der begleitenden Posterausstellung „Comics & Disability Studies“ Die Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) legt in diesem Jahr mit dem Thema „Zwischenräume. Geschlecht, Diversität und Identität im Comic“ einen besonderen Fokus auf die queer- und gendertheoretische Betrachtung von Comics.
Begleitet wird die Fachtagung von einer öffentlichen Posterausstellung, die von Kölner Studierenden der Medienwissenschaften erarbeitet wurde, und zu deren Eröffnung am 17. September um 12 Uhr mittags alle herzlich eingeladen sind. Die Organisatorinnen der Konferenz stehen für Presseanfragen zur Verfügung.


Termin:
Montag, 17. September 2018, 12.00 bis 13.00 Uhr


Posterausstellung „Comics & Disability Studies“ im Rahmen der 13. ComFor-Tagung
Universität zu Köln, COPT-Gebäude (Gebäude 315), Raum S232, Luxemburger Str. 90, 50939 Köln
Im Anschluss an die Vernissage wird der Künstler Philip Crawford eine ‚Artist Lecture‘ zu seinen Werken halten. Crawford arbeitet mit verfremdeten Superheldengeschichten, die die Gender-Thematik einbeziehen und künstlerisch aufgreifen.
Der Comic ist über Dekaden hinweg als populärkulturelles Medium wahrgenommen worden, das (geschlechter-)stereotype Ideale und Rollenbilder manifestiert und damit gesellschaftlich fest- und fortschreibt. Gleichzeitig verfügt der Comic aber über Möglichkeiten, Normen zu hinterfragen und zu unterlaufen. Diese Zwischenräume werden von Künstlerinnen und Künstlern kreativ genutzt, um neue Perspektiven zu schaffen.
Im Rahmen der 13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung wird diesem produktiven Potenzial des Mediums nachgegangen, indem verschiedene Formen der Zwischenräume und -töne im Comic, aber auch in seiner Produktion und Rezeption sichtbar gemacht werden. Im Vordergrund der sowohl internationalen als auch interdisziplinären Tagungsbeiträge steht dabei die Frage, wie Geschlecht, Identität und Diversität in der sequenziellen Kunst dargestellt und verhandelt werden.
Indem queer-feministische und intersektionale Perspektiven sowie Ansätze der Disability Studies mit aktuellen Ansätzen der interdisziplinären Comicforschung verbunden werden, wird das Ineinandergreifen und Zusammenwirken gesellschaftlich konstruierter identitäts- und differenzstiftender Kategorien wie Geschlecht, Sexualität, Alter, Klasse, Nationalität, Dis/Ability, Religion oder Ethnizität in den Fokus der Veranstaltung gerückt.


Inhaltlicher Kontakt:       

Nina Heindl
a.r.t.e.s. Graduate School for Humanities, Universität zu Köln
+49 172 60 06 262
nina.heindl(at)uni-koeln.de

Dr. Véronique Sina
Institut für Medienkultur und Theater, Universität zu Köln
+49 221 470-3241
veronique.sina(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.comicgesellschaft.de/category/comicgesellschaft/jahrestagungen/

 

 

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news-5036 Mon, 10 Sep 2018 14:20:50 +0200 Medizinethiker diskutieren über die digitale Zukunft der Medizin http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5036&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6a0ecd8a0e8bddcebaa088517acc8ea8 Vom 13. bis 15. September findet an der Universität zu Köln die Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) statt. Die vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) ausgerichtete Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema „Medizin 4.0 – Ethik im digitalen Gesundheitswesen“. Die allgegenwärtige digitale Transformation betrifft auch den Gesundheitssektor in besonderem Maße. Auf der Tagung beschäftigen sich Fachleute und Stakeholder mit den tiefgreifenden Veränderungen, die mit der stetig voranschreitenden Digitalisierung für Medizin, Gesundheitsversorgung und Pflege einhergehen. „Die  digitalisierte Medizin eröffnet vielversprechende Möglichkeiten in Forschung, Therapie, Prävention und Pflege. Der Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten, die Nutzung künstlicher Intelligenz und der Einsatz von Apps als digitale Assistenz- und Überwachungssysteme  bergen jedoch auch Risiken. Auf der Tagung werden wir uns mit vielfältigen ethischen Fragen rund um Medizin 4.0. auseinandersetzen“, sagt Professorin Dr. Christiane Woopen, Geschäftsführende Direktorin von ceres und Co-Sprecherin der neu berufenen Datenethikkommission der Bundesregierung.
Schwerpunkte des Programms bilden die Themenfelder „Gesundheit, Krankheit und individuelle Selbstbestimmung“, „Interaktionen im therapeutischen/pflegerischen Bereich“ und „Gerechtigkeit, Solidarität und Governance“. Ausdrücklich auch an die Öffentlichkeit richten sich der Festvortrag „Mensch, Maschine! – Eine Verteidigung des europäischen Menschenbilds“ der Juristin und Autorin Yvonne Hofstetter („Sie wissen alles“, „Das Ende der Demokratie“) am 13. September um 18 Uhr sowie die Podiumsdiskussion „Zur Zukunft der digitalen Medizin – Wieviel Raum bleibt für die Ethik?“ mit Gästen aus den Bereichen Politik, Patientenvertretung, Selbstverwaltung, Versicherungen und Technologie am 15. September um 11 Uhr.
Für Journalisten ist der Besuch der gesamten AEM-Jahrestagung in Köln kostenlos. Beachten Sie bitte, dass für die Akkreditierung die Vorlage eines gültigen Presseausweises notwendig ist. 
Veranstaltet wird die Tagung vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) unter dem Schirm der Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (AEM). ceres ist ein Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Es wird getragen von fünf Fakultäten und dem Rektorat der Universität zu Köln. Die AEM ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle medizinethische Fachgesellschaft. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs über ethische Fragen in der Medizin, der Pflege und im Gesundheitswesen zu fördern.


Kontakt: 
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Andreas Kirchner, M.A. (PR Officer) 
+49 (0)221 470-89110
ceres-info(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/tagungen/aem-jahrestagung-2018-medizin-40/

 

 

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news-5034 Fri, 07 Sep 2018 11:01:34 +0200 Die Raumfahrtshow des DLR ist zu Gast bei der Universität zu Köln http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5034&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=03d74b3491860e71b59d6e00cf0b623e Am 13. und 14. September wird die Raumfahrtshow spannende Experimente und beeindruckende Bilder aus dem All für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Jahrgangsstufe präsentieren. Die Raumfahrtshow, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) anlässlich des Aufenthalts von Alexander Gerst auf der ISS für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Jahrgangsstufe veranstaltet, ist am 13. Und 14. September zu Gast an der Universität zu Köln. Möglich ist dies durch die langjährige Kooperation von DLR und Universität im Rahmen der KölnerKinderUni.

Termin:
13. September 2018, um 9.00 Uhr, 12.00 Uhr und 15.00 Uhr
14. September 2018, um 10.00 Uhr und 15.00 Uhr
Hörsaal B, Hörsaalgebäude der Universität zu Köln,
Universitätsstraße 35, 50931 Köln

In der abwechslungsreichen Wissenschafts-Show geht es spannend und lehrreich zugleich zu. Auf der Bühne werden verblüffende Mitmach-Experimente, faszinierende Videos aus der Umlaufbahn, die schönsten Bilder unseres Planeten Erde aus Sicht der Astronauten und viele andere Highlights aus dem Weltraum gezeigt. Entlang der ISS-Mission von Alexander Gerst spannt die Präsentation dabei den Bogen von Start bis Landung und vermittelt zugleich einige grundlegende Kenntnisse aus den Naturwissenschaften.

In Köln wird die Show gleich fünfmal stattfinden und jeweils ca. 500 Kinder von Schulen aus Köln und Umgebung zu Besuch haben. Die letzte Vorführung am 14. September wird dann ergänzt um die jährliche Diplomfeier der KölnerKinderUni: Alle Kinder, die 10 oder mehr Veranstaltungen der KinderUni besucht haben, erhalten als Auszeichnung ein solches Diplom, das ihnen feierlich verliehen wird.

Alleine die Veranstaltungen der Universität zu Köln für 8 bis 12-Jährige konnten in diesem Jahr knapp 4.000 Besucherinnen und Besucher zählen. Insbesondere das Programm für die Schulen wurde in diesem Jahr erneut unterstützt von der Ford Foundation.

In der ersten Woche der Herbstferien werden spannende Veranstaltungen der JuniorUni Brain_Drops für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren folgen. Dort geht es ebenfalls ins All, wenn mit der Satellitenschüssel die Sonnentemperatur gemessen wird. Aber auch weitere Themen, unter anderem in Kooperation mit der Wasserschule Köln, stehen interessierten Jugendlichen an der Universität offen. Anmeldeschluss hierfür ist der 23. September.

Inhaltlicher Kontakt:     
Astrid Costard
Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit
+49 221 470-2972, -6298
kinderuni(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.kinderuni.uni-koeln.de
www.junioruni.uni-koeln.de

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news-5032 Wed, 05 Sep 2018 11:48:33 +0200 Anzahl der Beine bestimmt Dynamik und Energetik der Fortbewegung http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5032&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=70fad864b07f00c9d358bff85a941a1b Kölner Zoologe entwickelt Modell zur Lokomotion bei Tieren und robotischen Systemen mit unterschiedlich vielen Beinpaaren / Veröffentlichung im Fachjournal Science Advances Eine aktuelle Studie des Zoologen Dr. Tom Weihmann vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln legt nahe, dass die Anzahl der Beinpaare eines Lebewesens entscheidenden Einfluss auf dessen Energiehaushalt hat. Weihmann hatte die Bewegungsmechanik von beinangetriebenen Tieren wie Säugetieren, Insekten, Spinnen oder Tausendfüßern in Abhängigkeit von der Anzahl ihrer Beinpaare mathematisch modelliert. Die Studie „Leg force interference in poly-pedal locomotion“ ist jetzt in Science Advances erschienen.

Um sich energetisch möglichst effizient fortzubewegen, nutzen viele Tiere Strategien zur Rückgewinnung von Bewegungsenergie. Dabei wird ein Teil der Energie zum Beispiel in elastischen Strukturen zwischengespeichert und später wiederverwendet. Derartige Mechanismen werden typischerweise beim zweibeinigen Rennen oder in vierbeinigen Gangarten wie dem Trab genutzt. Sie sind durch rhythmische Auf- und Ab-Bewegungen des Körpers gekennzeichnet. Diese energieeffizienten Koordinationsmuster wurden bereits bei der Entwicklung einer ganzen Reihe zwei- und mehrbeiniger experimenteller Roboter genutzt. Die Auswirkungen unterschiedlicher Beinzahlen auf den Energiehaushalt wurden jedoch erstmalig in der nun vorliegenden Studie untersucht.   

In seiner Studie zeigt Weihmann, dass eine größere Zahl an Beinpaaren die Energierückgewinnung zunehmend behindert, weil sie eine deutlich stärkere zeitliche Synchronisation der Beine erfordert. Weihmann erklärt: „Meine Ergebnisse deuten darauf hin, dass kleine zeitliche Verschiebungen in den Beinkoordinationsmustern die Dynamik in Bewegungsapparaten von Tieren mit vielen Beinen wesentlich stärker beeinflussen als bei Lebewesen mit wenigen Beinen.“

Mehr Beine verhindern demnach rhythmische Schwingungen des Körpers und die effiziente Rückgewinnung von Bewegungsenergie. Entsprechend sind derartige energieeffiziente Bewegungsmuster nur bei Tieren mit wenigen Laufbeinpaaren zu beobachten. „Die neuen Erkenntnisse liefern ein starkes Gerüst für eine Fülle neuer neuro-mechanischer Modellierungsansätze, was zu verbesserten Kontrollmechanismen schnell laufender vielbeiniger Roboter beitragen kann“, sagt Weihmann.

Zudem könnten die aufgedeckten Mechanismen auch ein wichtiger Grund sein, wieso schnell laufende Reptilien von vier- zu zweibeiniger Lokomotion wechseln. Weihmann: „Möglicherweise kann der Mechanismus auch zur Klärung der Evolution zweibeiniger Dinosaurier aus vierfüßigen Vorfahren beitragen, die schließlich zum Artenreichtum unserer heutigen Vogelwelt geführt hat. Darüber hinaus könnte das Modell sogar helfen, den zweibeinigen menschlichen Gang zu erklären.“


Inhaltlicher Kontakt:       
Dr. Tom Weihmann
Institut für Zoologie der Universität zu Köln
+49 221 470-4889
tom.weihmann(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

 

Zur Publikation:
http://advances.sciencemag.org/content/4/9/eaat3721
DOI: 10.1126/sciadv.aat3721

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news-5031 Wed, 05 Sep 2018 11:21:18 +0200 41. Kölner Tagung der Mittelalterforschung: Bibliotheken im Fokus http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5031&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d694565e9d99f3beb0eebea203be968a Vom 10. bis 14. September 2018 findet an der Uni Köln die 41. Kölner Mediaevistentagung statt Thema der diesjährigen 41. Kölner Mediaevistentagung ist: „Die Bibliothek: Denkräume und Wissensordnungen“. Die Organisatoren vom Thomas Institut für philosophische Mediävistik der Universität zu Köln erwarten rund 250 Forscherinnen und Forscher aus über 20 Ländern zu etwa 40 Vorträgen inklusive Abendveranstaltungen. Die Tagung ist öffentlich.

Eröffnungstermin:
Montag, 10. September 2018, 14.00 Uhr (Begrüßung und Einführung)
Dienstag, 11. September 2018, 10.00 Uhr (Tagung)
Tagungsraum des Neuen Seminargebäudes der Universität zu Köln,
Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln

Schon im Mittelalter verfügten Bibliotheken über eine Vielzahl von Organisationsformen (Gelehrtenbibliotheken, Klosterbibliotheken, Universitätsbibliotheken) und erfüllten unterschiedliche Funktionen (Bewahrung von Wissen, Übersetzung, Austausch). Neben der historischen Entwicklung der Bibliothek vom Früh- über das Hoch- bis ins Spätmittelalter diskutieren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Tagung diese Funktionen und stellen auch Bezüge zum digitalen Zeitalter her.

Eine Bibliothek ist nicht bloß eine Ansammlung von Büchern, die auf ihre Nutzer warten. „Bibliotheken sind Räume des Denkens und Institutionen geordneten Wissens. Sie spiegeln die Fragen ihrer Zeit und bewahren sie auch für künftige Zeiten. Sie sind demnach privilegierte Orte der Teilhabe an jenem Wissen, zu dem wir mit unseren Büchern selbst etwas beitragen“, sagt Professor Dr. Andreas Speer vom Thomas Institut für philosophische Mediävistik der Universität zu Köln.

Ausgewählte Vorträge: „Netzwerke ohne Grenzen und die Grenzen des Netzwerkes in der hochmittelalterlichen Buchproduktion (Katharina Kaska, Wien), „Wie ein frühmittelalterlicher Gelehrter mit seiner Klosterbibliothek umgeht: Ekkehart IV. von St. Gallen (um 980 – um 1060) (Ernst Tremp, Fribourg), Abendvortrag mit anschließendem Empfang am 11. September: The Library, the Cell, and the Classroom: Reading, Writing, and Speaking among the Latins in the Later Middle Ages (Kent Emery Jr., Notre Dame).

Das volle Programm finden Sie unter: www.kmt.uni-koeln.de

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. Dr. Andreas Speer
Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
Thomas-institut(at)uni-koeln.de

 

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

 

Weitere Informationen:
www.kmt.uni-koeln.de

 

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news-5030 Tue, 04 Sep 2018 14:49:14 +0200 Kölner Talentscouting-Programm feiert seinen einjährigen Einsatz an Schulen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5030&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ebc11e754e0214d34268e83ed49fbfe7 Festakt an der Universität zu Köln mit Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschule und Politik / Talentscouts begleiten talentierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auf ihrem Bildungsweg Am 11. September 2018 laden die Universität zu Köln und die TH Köln zu einem Festakt anlässlich des einjährigen Einsatzes von Talentscouts an Schulen in Köln und Umgebung ein. Im Rahmen der Feierlichkeiten verleihen die beiden Hochschulen 20 Kooperationsschulen im Kölner Raum die Plakette „Schule im Talentscouting“. Grußworte halten Staatssekretär Klaus Kaiser (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Elfi Scho-Antwerpes (ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Köln), Gerd Wölwer (Bürgermeister der Stadt Leverkusen), Professorin Dr. Bettina Rockenbach (Prorektorin für Forschung, Universität zu Köln) und Professorin Dr. Sylvia Heuchemer (Vizepräsidentin Studium & Lehre der TH Köln).

Termin:
Dienstag, 11. September 2018, ab 17 Uhr
„Ein Jahr Talentscouting Köln – Auszeichnung der Kooperationsschulen“
Universität zu Köln, Aula II, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
(Um vorherige Anmeldung bei Frau Lena Schröder wird gebeten: l.schroeder(at)verw.uni-koeln.de, +49 1516 405 1214)

Das Kölner Team ist Teil des nordrhein-westfälischen Talentscouting-Programms, das von der Landesregierung und dem NRW-Zentrum für Talentförderung mit Hauptsitz in Gelsenkirchen betrieben wird. Ziel des Programms ist es, talentierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu beraten. Denn viele talentierte junge Menschen, die zwar das Potenzial und die Motivation für ein Studium haben, entscheiden sich dennoch dagegen. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Talentscouts setzt daher früh an und erstreckt sich bis in das Studium oder die Ausbildung. Dabei ist die Begleitung ergebnisoffen und geht auf die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Schüler und Schülerinnen ein. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und zur Fachkräftesicherung in Deutschland. 
Das Kölner Team ist derzeit an 24 Schulen aktiv. Nächstes Jahr kommen noch weitere sechs bis sieben Schulen dazu. An der Universität zu Köln und der TH Köln sind jeweils drei Talentscouts aktiv, die an den Schulen Gespräche mit Schülerinnen und Schülern führen. Die drei Scouts der TH Köln beraten junge Menschen zusätzlich im non-formalen Bildungsbereich und in Einrichtungen. Derzeit begleiten die Kölner Scouts ca. 450 Schülerinnen und Schüler vom Beginn der Oberstufe bis zur (Fach-)Hochschulreife und darüber hinaus. 


Inhaltlicher Kontakt:
Lena Schroeder
+49 1516 405 1214
l.schroeder(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.talentscouting-koeln.de

 

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news-5026 Fri, 31 Aug 2018 10:05:51 +0200 Wissenschaftler stellen neue Erkenntnisse über die Vielfalt des Alterns vor http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5026&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=48bf9df1bfc8bb0b01f774ae31729fe4 Gerontologie und Geriatrie Kongress findet vom 6. bis 8. September an der Universität zu Köln statt. Fokus liegt auf biomedizinischen und psychosozialen Herausforderungen im Alter. Gemeinsames Bestreben der Gerontologie und Geriatrie ist es, das Altern zu erforschen und in seiner Vielfalt zu erfassen. Ziel ist es, das Entstehen von Altersstereotypen zu verhindern bzw. diesen entgegen zu wirken. „Zu der Lebensqualität im Alter trägt ganz wesentlich die persönliche Sichtweise auf die eigene Situation bei. Kann eine positive Lebensbilanz gezogen werden, fallen einzelne Hürden, die das Alter immer mit sich bringt, nicht so ins Gewicht“, sagt Susanne Zank, Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. Auf dem Kongress stellt Zank gemeinsam mit ihrem Team erste Ergebnisse der NRW80+ Repräsentativbefragung vor. Im Rahmen der 3-jährigen Studie NRW80+ wird erstmals landesweit und repräsentativ erfasst, unter welchen Umständen hochaltrige Menschen leben, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und wie sie leben möchten, um zufrieden zu sein, selbst mit vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zudem präsentieren Doktorandinnen und Doktoranden Ergebnisse aus dem kürzlich verlängerten NRW Forschungskolleg „GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter“, dessen Sprecherin Zank ist.

Weitere Themen des Kongresses werden u.a. die Langzeitpflege in der Klinik und durch Angehörige, die Fahreignung im Alter und der Einsatz von Technologien im Alltag älterer Menschen sein. Eine der insgesamt sieben Keynotes wird sich mit dem erfolgreichen Altern bei Hundertjährigen beschäftigen (Professorin Dr. Daniela Jopp, Universität Lausanne, CH).

Der Besuch des gemeinsamen Gerontologie- und Geriatriekongresses in Köln ist für Journalisten kostenlos. Das gilt für alle Vorträge, Symposien und Postersessions. Beachten Sie bitte, dass für die Akkreditierung die Vorlage eines gültigen Presseausweises notwendig ist.

Der Kongress ist eine gemeinsame Veranstaltung der Gesellschaften für Gerontologie und Geriatrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In dem Fachgebiet der Gerontologie werden Alterungsvorgänge im Menschen unter biologischem, medizinischem, psychologischem und sozialem Aspekt erforscht. Die Geriatrie beschäftigt sich mit den Krankheiten und deren Heilungsmöglichkeiten bei alternden Menschen.
 

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Zank
Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
+49 (0)221 470-4786
susanne.zank(at)uni-koeln.de
 

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 (0)221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de
 

Weitere Informationen:
http://www.gerontologie-geriatrie-kongress.org
NRW80+: Das offizielle Pressegespräch findet im Beisein der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Isabel Pfeiffer-Poensgen am 21.09.2018 in Düsseldorf statt

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news-5025 Thu, 30 Aug 2018 15:34:29 +0200 Uni Köln verbessert sich im weltweiten Hochschulranking http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5025&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=51b18d5cb1124bb1f9f28a40436a73bd Im aktuellen Academic Ranking of World Universities („Shanghai-Ranking“) konnte sich die Universität zu Köln um einige Plätze verbessern und liegt international in der Ranggruppe der 151 bis 200 besten Hochschulen. Das Shanghai-Ranking of World Universities ist ein weltweites Forschungsranking, welches seit 2003 erscheint und jährlich von der Shanghai Ranking Consultancy veröffentlicht wird. Die Universität zu Köln konnte sich im Vergleich zum Vorjahr national von der Ranggruppe 16 bis 22 in die Ranggruppe der 8 bis 14 besten Hochschulen Deutschlands verbessern. Auch international ist die UzK aufgestiegen und wird nun unter den 151 bis 200 besten Hochschulen geführt, wohingegen sie im Vorjahr unter den besten 201-300 Hochschulen gelistet wurde.

Mehr als 1.200 Hochschulen weltweit werden jährlich geprüft, die besten achthundert werden gerankt. Das ARWU benutzt sechs Indikatoren für das Ranking, darunter Nobelpreise und Fields-Medaillen, die an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Institution sowie an Absolventen und Absolventinnen verliehen wurden.
Ebenso zählen die Anzahl der häufig zitierten Publikationen, die Anzahl der Artikel in den Fachzeitschriften Nature und Science sowie die Anzahl der veröffentlichten Artikel im ausgewählten Science Citation Index–Expanded (SCIE) und Social Sciences Citation Index (SSCI).

Inhaltlicher Kontakt:     
Jürgen Rees
Stellvertretender Pressesprecher
+49 221 470-3107
j.rees(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

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news-5021 Mon, 27 Aug 2018 15:48:23 +0200 Schon der Neandertaler litt unter dem Klimawandel http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5021&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8e401dde2e95739f22517120fa347d36 Wechselnde Klimaverhältnisse, Trockenheit und Dürre könnten wesentlich für das Aussterben des Neandertalers verantwortlich gewesen sein. Klimadaten, die ein Team internationaler Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unter Kölner Beteiligung analysiert hat, können Aufschluss über das Aussterben des Neandertalers geben. Anhand isotopischer Variationen im Kohlenstoff und Sauerstoff von Kalkstalagmiten aus zwei rumänischen Höhlen können die Forscher und Forscherinnen die Klimageschichte Mitteleuropas erstmalig detailliert rekonstruieren. Die Daten deuten darauf hin, dass die Schwankungen des eiszeitlichen Klimas maßgeblichen Einfluss auf den Populationsrückgang der Neandertaler hatten. Erschienen ist die Studie in den „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS).
Das Klima zu Beginn der letzten Eiszeit war wechselhaft und geprägt von zahlreichen Kälteperioden. Während dieser Perioden, die einige Jahrhunderte bis zu tausend Jahren andauerten, fielen die Temperaturen um bis zu zehn Grad Celsius ab. Sie gingen mit erhöhter Trockenheit und zunehmender Ausbreitung einer Steppenlandschaft einher. Dies könnte dem Neandertaler zum Verhängnis geworden sein. Der Übergang vom Neandertaler zum modernen Menschen in Europa vollzog sich dann vor etwa 45 000 bis 40 0000 Jahren, beginnend entlang der Donau. Darauf deuten archäologische Funde hin, die zeitliche Lücken zwischen abgelagerten Artefakten der Neandertaler und denen der modernen Menschen in dieser Phase aufweisen.
„In der Analyse der Klimadaten stechen besonders zwei extreme Kälteperioden aus der Zeit um 44 000 und um 40 000 Jahre vor heute hervor. Die Erstere ist zeitgleich mit einer zeitlichen Ablagerungslücke zwischen Neandertalerartefakten und denen moderner Menschen im Donauraum, die zweite mit einer solchen Lücke im heutigen Frankreich“ sagt Professor Dr. Michael Staubwasser. Der Kölner Geologe war für den Sonderforschungsbereich 806 ‚Our Way to Europa‘ der Universitäten Köln und Bonn sowie der RWTH Aachen maßgeblich an der Studie beteiligt. „Die Daten weisen darauf hin, dass während dieser beiden Kälte- und Dürreperioden die Neandertalerpopulationen erheblich zurückgingen. Die weitgehend entvölkerten Gebiete besiedelte dann der moderne Mensch.“
Diese Tatsache legt nahe, dass die veränderten Umweltbedingungen und der ökologische Stress, die durch die jeweils knapp tausendjährigen Kälte- und Dürreperioden ausgelöst wurden, als Schrittmacher mehrerer Entvölkerungs- und Wiederbevölkerungszyklen in Europa fungierten. Unabhängige Hinweise attestieren den modernen Menschen eine breitere Nahrungsgrundlage in der sich ausbreitenden Steppenlandschaft. „So waren die modernen Menschen an die Bedingungen während der Kälte- und Dürreperioden in Europa besser angepasst, konnten überleben und sich ausbreiten, während Neandertaler nur vereinzelt ihre alten Lebensräume während des zwischenzeitlichen, wärmeren Intervalls wieder besiedeln konnten“ so Staubwasser.
Für wenige tausend Jahre lebten Neandertaler entlang des Nordrandes der Donauregion in geografischer Nähe zum modernen Menschen. Genetische Studien können sogar den Kontakt belegen. Die ersten modernen Menschen verschwanden jedoch nur wenige Jahrtausende später wieder. Nach der zweiten Kälteperiode, während der die Neandertaler von der Bildfläche verschwanden, kam es noch mindestens zwei Mal zu klimatisch bedingten Entvölkerungs- und Wiederbevölkerungszyklen in Europa. Die vorliegende Studie erlaubt es zum ersten Mal, die jüngsten Befunde der mehrfachen genetischen Umwälzung in Europas eiszeitlicher Bevölkerung mit der unstetigen klimatischen Entwicklung zum Beginn der letzten Eiszeit in Beziehung zu setzen.

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. Dr. Michael Staubwasser
+49 221 470-6153
m.staubwasser(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

 

Weitere Informationen:
www.sfb806.uni-koeln.de

 

 

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news-5020 Mon, 27 Aug 2018 14:49:49 +0200 Kölner Konferenz „FOOD FOR FUTURE“ widmet sich der globalen Ernährungssicherheit http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5020&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=88ed26b181d13ab245ac3b77a40be09a Das Kompetenzfeld Food Security der Universität zu Köln organisiert vom 5. bis 7. September die „1st Cologne Conference on FOOD FOR FUTURE“. Vom 5. bis 7. September findet die erste „Cologne Conference on FOOD FOR FUTURE“ statt. Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Forschung und Industrie zusammenzubringen, um über die Zukunft und innovative Möglichkeiten der Lebensmittelproduktion zu diskutieren und neue Forschungswege zu erörtern, die die globale Ernährungssicherheit und den Zugang zu Lebensmitteln gewährleisten können. Viele Aspekte, darunter die Folgen des Klimawandels und die steigende Weltbevölkerung, stellen Länder weltweit schon jetzt vor enorme Herausforderungen in der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung. Die Aktualität des Themas zeigt auch die Debatte um staatliche Hilfen für Bauern in Deutschland, die wegen der anhaltende Dürre mit erheblichen Ernteausfällen rechnen.
Im Rahmen der Fachkonferenz finden zwei öffentliche Veranstaltungen in englischer Sprache statt, zu denen Interessierte herzlich eingeladen sind. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter food-security.uni-koeln.de wird gebeten.


Termine:

Mittwoch, 05. September 2018, 19.30 Uhr
Dr. Simone Dohle: „Why do we eat what we eat? – The Psychology of Eating“
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

Donnerstag, 06. September 2018, 16 Uhr
Podiumsdiskussion „Food Security and the Future of Plant Breeding“
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln
Der Fokus der Konferenz liegt auf den Themengebieten „Orphan Crops“ (Möglichkeiten zur Züchtung lokaler Nahrungspflanzen, um sie ertragreicher und resistenter zu machen), „funktionelle Lebensmittel“ und „innovative Nahrungsquellen und Produktionssysteme“. Die Konferenz möchte allen Vertretern und Vertreterinnen aus dem Bereich der Ernährungssicherung eine Plattform für einen regen Wissensaustausch bieten. 
Organisiert wird die Konferenz vom Kompetenzfeld Food Security der Universität zu Köln. Zu den Zielen des Kompetenzfeldes gehört es, das Bewusstsein für die vielfältigen Herausforderungen der globalen Ernährungssicherung stärker in den gesellschaftspolitischen Fokus zu rücken.


Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Cordula Jörgens
+49 221 470-1589
c.joergens(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel 
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen: 
www.food-for-future.eu
food-security.uni-koeln.de

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news-5017 Fri, 24 Aug 2018 13:40:51 +0200 Marktführer zu sein ist nicht alles http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5017&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1569bf67bee88f448bfb95cc266c6071 Der Aufbau von Kundenbeziehungen und Stärkung der Marke haben einen größeren Einfluss auf den finanziellen Erfolg von Unternehmen als ihr Marktanteil. Der Marktanteil eines Unternehmens hat keinen starken Einfluss auf seine finanzielle Performance, wie neue Untersuchungen der Marketing Area der Universität zu Köln zeigen. Unternehmen sollten stattdessen in den Aufbau von Kundenbeziehungen und eine starke Marke investieren. Steigt der Marktanteil um 1%, so steigt die finanzielle Performance von Unternehmen im Durchschnitt nur um 0,13%.

Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, untersuchten die Forscher den Zusammenhang zwischen Marktanteil und finanzieller Rentabilität anhand von 89 veröffentlichten Studien aus sechs verschiedenen Kontinenten, die in den Jahren 1972 bis 2017 publiziert wurden.Andere Untersuchungen zeigen einen viel stärkeren finanziellen Effekt anderer Metriken, zum Beispiel von Kundenzufriedenheit und dem Markenwert. Tatsächlich liefern Kundenbeziehungen die sechsfache Wirkung und die Marke fast die dreifache Wirkung von Marktanteilsgewinnen allein. Ihre Ergebnisse veröffentlichten Dr. Alexander Edeling von der Universität zu Köln und Professor Dr. Alexander Himme von der Kühne Logistics University im Hamburg in ihrem Artikel „When Does Market Share Matter? New Empirical Generalizations from a Meta-Analysis of the Market Share–Performance Relationship“ im Journal of Marketing.

„Viele CEOs halten nach wie vor den Marktanteil für den wichtigsten Indikator des Unternehmenserfolgs“, sagt Dr. Alexander Edeling, „aber auf dem heutigen digitalen Markt können kleine Unternehmen häufig kostengünstig produzieren und an ein globales Publikum verkaufen, und so im Wettbewerb mit den führenden Unternehmen der Branche bestehen.“ Außerdem sei das starke Fokussieren auf den Marktanteil gefährlich, da hierzu häufig aggressive Preis- und Werbestrategien verwendet werden, die den Gewinn schmälern.

Edeling schlägt zusammen mit seinem Co-Autor Alexander Himme vor, die Budgets entsprechend der Ergebnisse der Studien zu verteilen. Langsame und stetige Investitionen in den Ausbau von Produkten, die Verbesserung des Kundenservice und der Aufbau einer Marke mit einem potenzialstarken Zielkundenstamm sind für die Autoren der Schlüssel zum Wachstum und zur Zukunftssicherheit eines Unternehmens.

Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Alexander Edeling
+49 221 470-8682
edeling(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
http://journals.ama.org/doi/10.1509/jm.16.0250

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news-5015 Wed, 22 Aug 2018 12:46:56 +0200 NRW-Forschungskollegs werden fortgeführt: 13 Millionen Euro für Wissenschaftsnachwuchs http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5015&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=89ddcb77f2d07b42226ad0e32f0a495f Das Land Nordrhein-Westfalen fördert sechs Forschungskollegs für weitere dreieinhalb Jahre, darunter das Kolleg „GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter“ der Universität zu Köln. Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat die weitere Förderung von sechs NRW-Forschungskollegs bekanntgegeben. Die im Juli 2014 gestarteten Forschungskollegs erhalten in der zweiten Förderphase ab 2019 jeweils 2,2 Millionen Euro – und damit insgesamt mehr als 13 Millionen Euro. In den Kollegs forschen Promovierende fachübergreifend zu Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, Wohlbefinden im Alter oder Digitalisierung.

„Spitzenforschung braucht hervorragend ausgebildete Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler – und fachübergreifenden Austausch“, sagte die Ministerin. „In den Forschungskollegs arbeiten Promovierende bereits früh mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen und mit Akteuren aus der Praxis zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue Lösungsansätze für komplexe Fragestellungen.“

Die NRW-Forschungskollegs verknüpfen Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Inter- und transdisziplinäre Forschungsmethoden werden hier vermittelt und weiterentwickelt.

Insgesamt gibt es derzeit zwölf NRW-Forschungskollegs. Die sechs Kollegs, die 2014 gestartet sind, wurden nun evaluiert und von einer Gutachterjury zur weiteren Förderung empfohlen. Den Vorsitz hatte Prof. Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag. Über die Fortführung sechs weiterer Forschungskollegs, die ihre Arbeit 2016 aufgenommen haben, wird 2020 entschieden.

Im Forschungskolleg „GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter“ werden praxisnahe Ressourcen und Barrieren für das Wohlbefinden bis ins hohe Alter identifiziert und konkrete Maßnahmen entwickelt, um das Wohlbefinden alter Menschen in Nordrhein-Westfalen zu erhalten oder zu verbessern. Die Forschungsvorhaben basieren auf einem Ansatz, der die Person-Umwelt-Interaktion auf verschiedenen Ebenen in ihren Auswirkungen auf das Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Das Kolleg wird an der Humanwissenschaft-lichen Fakultät beheimatet sein und ist Teil des Themenschwerpunkts „Altern und demographischer Wandel“ von ceres, dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health. Sprecherin ist Prof. Dr. Susanne Zank.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Zank
Leitung des Lehrstuhls für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie
Tel.: +49 (0)221 470-4786
E-Mail: susanne.zank(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Andreas Kirchner, M.A. (PR Officer)
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Tel.: +49 (0)221 470-89110
E-Mail: ceres-info(at)uni-koeln.de

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news-5014 Tue, 21 Aug 2018 06:14:40 +0200 Verfassungsbeschwerde gegen Staatstrojaner eingereicht http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5014&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e9dcca2fe6d97066506ca3c7cc5b39f FDP-Bundestagabgeordnete sowie ehemalige FDP-Minister und Ministerinnen erheben Verfassungsbeschwerde gegen Staatstrojaner / Kölner Strafrechtler Nikolaos Gazeas ist der Prozessbevollmächtigte  Seit fast einem Jahr sind Staatstrojaner zu Strafverfolgungszwecken im Gesetz. Sie erlauben Online-Durchsuchungen von Computern und Smartphones und das Abhören und Auslesen verschlüsselter Nachrichten und Gespräche im Wege der sogenannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ). Nun klagen verschiedene Initiativen gegen dieses Gesetz. Die wohl prominenteste Verfassungsbeschwerde ist heute beim Bundesverfassungsgericht erhoben worden: Von dem Fraktionsvorsitzenden der FDP im Deutschen Bundestag, Christian Lindner, dem 1. Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Marco Buschmann, 8 weiteren Bundestagsabgeordneten sowie von der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, dem ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum, und dem ehemaligen Bundestagsvizepräsident Dr. Burkhard Hirsch. Sie werden vertreten von dem Kölner Rechtsanwalt und Lehrbeauftragten der Universität zu Köln, Dr. Nikolaos Gazeas.
„Die Online-Durchsuchung stellt unter allen heimlichen Überwachungsmaßnahmen, die die Strafprozessordnung kennt, den schwersten Eingriff in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger dar“, sagt Gazeas, „die Eingriffstiefe geht noch über den der Wohnraumüberwachung hinaus.“  

Das Bundesverfassungsgericht hat die rechtlichen Vorgaben für solche Staatstrojaner 2008 in einem Grundsatzurteil aufgestellt und ihn nur unter strengen Auflagen zugelassen. „Diese Vorgaben hat der Gesetzgeber in einer Reihe von Punkten nicht beachtet“, erklärt Strafrechtler Gazeas heute in der Bundespressekonferenz in Berlin, wo die Verfassungsbeschwerde mit den Beschwerdeführern vorgestellt wurde. „Die Strafprozessordnung ermächtigt zur Online-Durchsuchung in einer ganzen Reihe von Fällen, in denen dieser schwere Grundrechtseingriff nicht gerechtfertigt ist“, so der Anwalt der FDP-Politiker. „Sie darf beispielsweise beim Verdacht verschiedener Arten des Bandendiebstahls, der Hehlerei, der Geldwäsche und bei Korruptionsdelikten zum Einsatz kommen. Das verstößt gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, der verlangt, dass ein Eingriff in die Grundrechte eines Bürgers in einem angemessenen Verhältnis zu dem verfolgten Zweck steht“, so Gazeas. „Wenn wir über Strafverfolgung sprechen, muss man bei der verfassungsrechtlichen Abwägung immer bedenken, dass damit ein Rechtsgut – anders als beim Polizeirecht – in aller Regel nicht mehr gerettet werden kann. Das Strafrecht kommt insoweit immer zu spät.“

Der Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung sei ebenso unzureichend geschützt. „Hier hätte der Gesetzgeber Schutzmaßnahmen wie bei der Wohnraumüberwachung vorsehen müssen. Das hat er nicht getan.“ Der Kernbereichsschutz besagt, dass es Gespräche und Verhaltensweisen eines Menschen gibt, die derart intim sind, dass sie dem staatlichen Zugriff absolut entzogen sind. Hierzu zählt auch das Gespräch eines Mandanten mit seinem Strafverteidiger oder eines Patienten mit seinem Psychologen. Sie zu überwachen, verletzt die Menschenwürdegarantie, hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. „Der Gesetzgeber muss Vorkehrungen treffen, dass dies nach Möglichkeit nicht geschieht. Dies hat er nicht in ausreichender Weise getan“, so Gazeas. Ein weiteres großes Problem stelle die Kontrolle durch Gerichte dar. Derzeit würden Richterinnen und Richter keine Auskunft darüber bekommen können, was die eingesetzte Überwachungssoftware alles kann, rügt Gazeas in der Verfassungsbeschwerde. Zudem sei der Schutz von Berufsgeheimnisträgerinnen und -trägern in verfassungsrechtlich unzulässiger Weise eingeschränkt.

Dr. Nikolaos Gazeas ist Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Köln und Partner der auf das Strafrecht spezialisierten Kanzlei GAZEAS. Er ist Lehrbeauftragter der Universität zu Köln und lehrt u.a. Recht der Nachrichtendienste an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Im Mai 2018 wurde er im Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zur Aufklärung der Umstände des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz als Sachverständiger angehört. Im Juni 2018 war er im Landtag Nordrhein-Westfalen Sachverständiger zu den geplanten Änderungen im Polizeigesetz NRW.

Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Nikolaos Gazeas LL.M. (Auckland)
+49 221 97 5858-10
n.gazeas(at)gazeas.de
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news-5013 Tue, 21 Aug 2018 06:09:04 +0200 Sag ich’s? - Chronisch krank im Job http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5013&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=05f4d1d07cdd66d536a96e6d7376638e Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erteilt Förderbescheid zum Projekt „Sag ich’s? Chronisch krank im Job“ / Unter Leitung der Uni Köln entsteht erstmals eine Online-Reflexionshilfe für schwerbehinderte chronisch kranke Arbeitnehmer/innen in Zusammenarbeit mit Verbänden und Pharma-Industrie. Chronisch Kranke stellen sich im Berufsleben oft die Frage, ob und wie sie Kollegen und Kolleginnen oder Vorgesetzten von ihrer Erkrankung erzählen sollen. Der Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln arbeitet gemeinsam mit dem forschenden BioPharma-Unternehmen AbbVie, der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG Selbsthilfe) und dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW) an einer interaktiven Online-Reflexionshilfe, die in solchen Fällen Unterstützung bieten soll. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziell gefördert. Mit Erhalt des Förderbescheids startet die 30-monatige Projektphase.

Arbeiten mit einer chronischen Erkrankung – vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird dies immer mehr zur Regel als zur Ausnahme. Dennoch sehen viele chronisch Erkrankte aus Angst vor Diskriminierung davon ab, ihre Erkrankung am Arbeitsplatz zu offenbaren. „Der Schritt zu einer persönlichen Beratung in Selbsthilfeorganisationen oder durch den Betriebsarzt ist ebenfalls eine hohe Hürde“, sagt Dr. Wolfang Panter, Präsident des VDBW. „Dabei kann ein offener Umgang zahlreiche Vorteile haben, beispielsweise die Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte oder die Erleichterung, die Erkrankung nicht mehr verstecken zu müssen.“ Unter Leitung der Universität zu Köln wird im Projekt „Sag ich’s? Chronisch krank im Job.“ daher ein Online-Angebot entwickelt, das für Betroffene einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung bietet und im Bedarfsfall an weitere Beratungsstrukturen verweist.

„Wir arbeiten mit einer Mischung aus Erklärvideos und Fragen, die zum Nachdenken anregen sollen“, erklärt Professorin Dr. Mathilde Niehaus, Leiterin des Lehrstuhls für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln. „Damit wollen wir chronisch Erkrankte darin unterstützen, für sich die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Und dabei bleibt natürlich alles anonym.“ Die interaktive Reflexionshilfe bietet keine Patentlösungen, sondern soll Feedback zur individuellen Situation geben und dabei helfen, die Konsequenzen der eigenen Entscheidung besser einschätzen zu können. „Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weiter für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit chronischen Erkrankungen im Arbeitsleben ein“, bekräftigt Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer von AbbVie Deutschland.

Wissenschaftliche Fundierung und Praxisnähe sind zentral dafür, dass die geplante Reflexionshilfe eine sinnvolle Unterstützung darstellt. Deshalb werden in den Entwicklungsprozess Expert/innen, wie Betriebsärzte, Selbsthilfe-Organisationen, Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen, einbezogen. Allen voran zählt jedoch die Perspektive der Betroffenen selbst: In einer Pilotstudie mit 250 Arbeitnehmer/innen mit chronischen Erkrankungen konnten bereits erste Erkenntnisse zu wichtigen Rahmenbedingungen gewonnen werden. „Die Vermutung, dass das Klima bzw. die Kultur am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle dafür spielen, ob ein offener Umgang positive Konsequenzen für die Betroffenen hat, wird durch die Studie empirisch bestätigt“, so Dr. Martin Danner, Geschäftsführer der BAG Selbsthilfe.

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Robert Hahn
+49 221 470-2396
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news-5012 Wed, 15 Aug 2018 12:50:21 +0200 Gutes tun im Urlaub: Ein neuer Trend mit Tücken http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5012&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=45499ffe6ee9d46a76f9d58536bd64f6 Sozialwissenschaftler der Uni Köln forscht über den sogenannten Voluntourismus und warnt vor rein Profit-orientierten Anbietern.   Der neue Trend zum ehrenamtlichen Engagement als Volunteer im Rahmen eines Kurzurlaubs sieht Benjamin Haas vom Lehrstuhl für Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung der Universität zu Köln kritisch.

Die neuen Freiwilligenreisen nehmen eine immer größere Position am Markt ein, um der steigenden Nachfrage, sich im Sommerurlaub aktiv, hilfreich und gut zu engagieren, nachzukommen.

„Der sogenannte Voluntourismus hat auch eine problematische Komponente“, sagt Haas im Interview. „Das gut gemeinte kurzfristige Engagement beispielsweise für Waisenkinder kann für die Kinder zur psychologischen Belastung werden. Oft werden Familien angehalten, ihre Kinder allein für diese Angebote ins Heim zu geben, um dem Andrang gerecht zu werden. Außerdem kommen durch den Trend auch Anbieter auf den Markt, die sich mit den wichtigen Faktoren von Engagement, Entwicklungspolitik, mit sozialen Projekten, Kinderheimen oder Naturschutz eigentlich kaum auskennen und hier lediglich als Vermittlungsagentur auftreten, die sich ihren Service kosten lässt. Der Löwenanteil dieses Geldes bleibt bei den Konzernen und kommt nicht den Projekten zu Gute.“

Der Kölner Doktorand kritisiert im Gespräch zudem die Doppelmoral, einen hohen CO2-Ausstoss für einen Flug nach Costa Rica in Kauf zu nehmen, um dort dann etwa an einem Regenwald-Naturschutzprojekt mitzuarbeiten. Auch im eigenen Heimatland gäbe es diverse Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren.
Das komplette Interview finden Sie unter:
http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=13862

Inhaltlicher Kontakt:     
Benjamin Haas
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung
+49 221 470-6641
benjamin.haas(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
patrick.honecker(at)uni-koeln.de

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news-5009 Mon, 13 Aug 2018 13:03:33 +0200 EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5009&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a32adffb825e982956292857c0d51b8b 1400 internationale Ökonomie-Experten diskutieren aktuelle Entwicklungen und Trends / Die Konferenz zählt weltweit zu den größten Kongressen der Volkswirtschaftslehre Vom 27. bis 31. August 2018 findet an der Universität zu Köln der jährliche Kongress der European Economic Association (EEA) und der Econometric Society – European Meeting (ESEM) statt, der zu den weltweit größten Kongressen der Volkswirtschaftslehre zählt. Mehr als 1.400 Wirtschaftswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt haben sich für den Kongress angemeldet, um die neuesten Forschungsergebnisse vortragen sowie über ökonomische Trends diskutieren zu können. 
Einige der Themen sind:

  • Welche Auswirkungen hat die Geldpolitik der EZB auf die Stabilität der Banken und Finanzmärkte?
  • Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich aus den neuen technischen Möglichkeiten großer Daten- und Digitalmärkte? 
  • Welche Bedeutung und welchen Einfluss haben die Massenmedien auf Politik und Wirtschaft? 
  • Ist Europa eine optimale politische Union?
  • Wie glaubwürdig ist Forschung? 

Termin:
Montag, 27. August bis Freitag, 31. August
Campus Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz

Professor Dr. Felix Bierbrauer, Sprecher der Ökonomen an der Universität zu Köln freut sich, den Kongress in diesem Jahr auf dem Campus ausrichten zu dürfen: „Wir sind gespannt auf den EEA-ESEM-Kongress, der internationale Forscherinnen und Forscher in Köln zusammenführt. Dies sehen wir als weitere Bestätigung, die Region Köln/Bonn als herausragenden Forschungsstandort in der Volkswirtschaftslehre zu etablieren.“ Als wichtiger Schritt wurde hierfür im letzten Jahr mit den Bonner Volkswirtschaftlern das gemeinsame Reinhard Selten Institut gegründet. Dieses Institut wird mit der Lunch-Session zu „New Challenges, New Tools and New Objectives for Market Design and Public Policy“ auch einen inhaltlichen Schwerpunkt des Kongresses setzen, der die Thematik des Exzellenzclusters widerspiegelt, das die Universitäten Köln und Bonn geplant haben.

Sponsoren aus der Region, das IZA Institute of Labor Economics, die Kreissparkasse Köln und die Sparkasse KölnBonn, haben ein attraktives Rahmenprogramm möglich gemacht. 
Um mit den Wissenschaftler/innen ins Gespräch zu kommen, besteht für Journalist/innen die Möglichkeit, am Kongress als Besucher zu teilzunehmen. Neben der Teilnahme an den Vorträgen können Sie sich für Gespräche oder Vor-/Nachbereitungen in den separaten Presseraum zurückziehen. 
Melden Sie sich dazu bitte an unter: dscheu@wiso.uni-koeln.de.

Inhaltlicher Kontakt:     
Raphael Flore
Center for Macroeconomic Research
+49 221 470-2689
flore(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn 
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.wiso.uni-koeln.de/de/forschung/eea-esem-2018
Facebook: https://www.facebook.com/EEAESEMCologne/
Twitter: @EEAESEMCologne

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news-5008 Wed, 08 Aug 2018 10:17:31 +0200 Seltene Interessen machen anziehend – auch beim Dating http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5008&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c84a2e8db855eb8793638feb152d2417 Kölner Sozialpsychologe zeigt, dass das Teilen seltener Interessen zu besonderer Anziehung zwischen Menschen führt / Auch bei der Partnersuche wirkt das Gegenüber umso attraktiver, je seltener die gemeinsamen Interessen sind. Seltene Interessen miteinander zu teilen, löst eine stärkere Anziehungskraft zwischen Menschen aus, als das Teilen häufiger Interessen. Zu diesem Ergebnis kommt der Kölner Sozialpsychologe Dr. Hans Alves in dem Artikel „Sharing Rare Attitudes Attracts“, der in der Zeitschrift „Personality and Social Psychology Bulletin“ veröffentlicht worden ist.

Schon lange ist in der Sozialwissenschaft bekannt, dass wir Menschen mögen, die unsere Einstellungen teilen. Sowohl unsere Freunde als auch unseren Partner suchen wir unter anderem danach aus, wie sehr sie unsere Werte, Vorstellungen, Interessen und Hobbies teilen.

Bei einer Dating-Situation kreist das Gespräch deshalb in der Regel um unsere Einstellungen und Vorlieben und wir gleichen ab, in wieweit diese von dem Gegenüber geteilt werden. Stellt sich heraus, dass der potentielle Partner unsere Vorliebe für das Reiseland Nepal teilt, dass sein Lieblingsfilm auch von David Lynch ist und dass er auch noch gerne Musik von Tom Waits hört, stehen die Chancen für ein Wiedersehen gut.
Bisher ungeklärt war die Frage, ob sich die verschiedenen Einstellungen eines Menschen in ihrem „Bindungspotential“ unterscheiden. Führen manche geteilten Interessen zu mehr Anziehung zwischen Menschen als andere? Die Antwort des Kölner Sozialpsychologen Alves lautet Ja: Wenn seltene Interessen geteilt werden, ist das Bindungspotential höher, dann wird der oder die Andere als anziehender empfunden.

Der Forscher vom Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) fragte Versuchspersonen zunächst nach Ihren Interessen in Kategorien wie Musik, Filme/Serien, Lesen, Reisen, Lesen und fragte Sie dann, wie gerne sie eine Person mögen würden, die eine dieser Interessen teilt. In mehreren Studien bestätigte sich, dass das Teilen seltener Interessen zu besonders starker Anziehung führte.

In einer weiteren Studie bat Alves die Versuchspersonen, ihre letzten 20 „Facebook-Pagelikes“ rauszuschreiben und dann zu bewerten, wie sympathisch Ihnen eine Person wäre, die eine dieser Facebook-Seiten auch mag. Als Indikator für die Seltenheit dieser „Facebook-Likes“ diente deren objektive Likes-Anzahl auf Facebook. Auch hier zeigte sich, dass das Teilen seltener Facebook-Likes wie zum Beispiel Tom Waits zu mehr Anziehung führt als das Teilen häufiger Facebook-Likes wie zum Beispiel Shakira, deren Facebook-Seite über 100 Millionen Menschen „liken“.

Dass seltene Interessen auch für den Dating-Kontext relevant sind, zeigte Alves in einer Online-Dating-Studie, an der männliche und weibliche Singles teilnahmen. Diese wurden zunächst nach ihren seltenen und häufigen Interessen befragt und sahen sich dann verschiedene Dating-Profile von Personen an, die je eine dieser vorher genannten Interessen teilten. Versuchspersonen bewerteten Personen, die seltene Interessen teilten als attraktiver und zeigten ein größeres Interesse, diese auch im echten Leben zu daten.

„Zusammenfassend zeigen die Befunde ein starkes Bindungspotential seltener Einstellungen. Stellt sich beim ersten Date also heraus, dass die andere Person nicht nur unser Interesse für Sonne, Strand und Shakira teilt, sondern auch unsere exotischen Interessen für Einrad fahren, Bierdeckelsammeln und Tom Waits, so stehen die Chancen auf ein Wiedersehen mehr als gut“, sagt Dr. Hans Alves.

Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Hans Alves
Social Cognition Center Cologne
hans.alves(at)uni-koeln.de
+49 221 470-7110

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn 
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0146167218766861

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Forschung
news-5006 Thu, 02 Aug 2018 07:23:36 +0200 Informationsveranstaltung über das Gasthörer- und Seniorenstudium http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5006&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e918192545765df650fb309bd7051986 Studieren ohne Abitur ist für Senioren kein Problem / Universität zu Köln informiert am 9. August 2018 über das Studienangebot für Seniorinnen und Senioren sowie Gasthörerinnen und Gasthörer im kommenden Wintersemester Die Beauftragte für das Gasthörer- und Seniorenstudium, Dr. Anne Löhr, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit laden herzlich alle Interessierten ein, sich bei der Informationsveranstaltung über alle Fragen rund um das Gasthörer- und Seniorenstudium zu informieren.

Termin:
Donnerstag, 9. August 2018, von 14.00 bis 15.30 Uhr
 „Informationsveranstaltung über das Gasthörer- und Seniorenstudium“
Hörsaal XVIII, Hauptgebäude der Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Die Aufnahme eines Gasthörer- und Seniorenstudiums ist ohne Allgemeine Hochschulreife (Abitur) möglich. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Die Gasthörergebühr beträgt 100 Euro pro Semester.
Mit einem Gasthörerausweis können Gasthörer und -hörerinnen sowie Seniorstudierende Vorlesungen an allen Fakultäten der Universität zu Köln besuchen, an Seminaren, Übungen, Arbeitskreisen und Projektgruppen teilnehmen und alle Institutsbibliotheken sowie die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) nutzen. Auch einen Studierenden-Account und eine persönliche Studierenden-Email-Adresse bekommen sie kostenlos. Neben den eigens für Gasthörer und -hörerinnen angebotenen Veranstaltungen studieren die „Gäste“ in den gleichen Lehrveranstaltungen wie ordentlich eingeschriebene Studierende. Leistungsnachweise können jedoch im Gasthörerstudium nicht erworben werden.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Anne Löhr
Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit
Geschäftsführerin Gasthörer- und Seniorenstudium
+49 221 470-2761
senioren-studium(at)uni-koeln.de
gasthoerer-studium(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356 j.voelkel@uni-koeln.de


Weitere Informationen:
Kostenlos Informationsmaterial zum Gasthörer- und Seniorenstudium per Post, Telefon, Fax oder Email anfordern:
Gasthörer- und Seniorenstudium
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln
+49 221 470-6298 (Fax: +49 221 470 5934)
senioren-studium(at)uni-koeln.de
gasthoerer-studium(at)uni-koeln.de
www.koost.uni-koeln.de/gasthoerersenioren.html

 

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news-5004 Wed, 01 Aug 2018 12:02:26 +0200 Wissenschaftler stellen Konzept für Straßenverkehr ohne Staus vor http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5004&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3d9ffde0788461fec6e62deb2e5e3f25 Wissenschaftler unter Kölner Beteiligung legen Vorschläge zur Verkehrssteuerung der Zukunft vor / Eine dynamische und gerechte Gebühr für die Straßennutzung soll Staus vermeiden Professor Dr. Peter Cramton, Professor Dr. Axel Ockenfels (beide Universität zu Köln) und Professor R. Richard Geddes (Cornell University, New York, USA) stellen in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Nature“ ein Konzept für die Zukunft der Verkehrssteuerung vor. Eine dynamische Bepreisung von Straßen soll Staus vermeiden und die Umwelt schonen. Gebühren, die in Echtzeit und standortpräzise auf das Verkehrsaufkommen reagieren und Faktoren wie Fahrzeugtyp und Abgaswerte einbeziehen, können den Verkehrsfluss erheblich verbessern und zu einer Verringerung der Luftverschmutzung beitragen.

Staus sind nicht nur ärgerlich und zeitraubend, sie kosten auch Geld. In Deutschland betrug der volkswirtschaftliche Schaden, der aufgrund verstopfter Straßen 2017 entstand, rund 80 Milliarden Euro. „Derzeit bezahlen die Verkehrsteilnehmer, die Staus verursachen, der Umwelt schaden und dadurch sogar Kosten verursachen, genau so viel wie diejenigen, die daran nicht beteiligt sind“, sagt Axel Ockenfels. „Ohne Gebühr bedeutet das, dass die Allgemeinheit diese Verkehrsteilnehmer subventioniert. Das ist unfair.“ Eine Gebühr für die Straßennutzung würde diese Kosten offenlegen und Staus eliminieren. „Wenn die Gebühr sich dem Verkehrsaufkommen und der Situation auf der Straße in Echtzeit anpasst, also etwa zur Rush-Hour teurer ist als gegen Mittag, kann jeder die für sich passende Route auswählen. So wie es jetzt auch bei Navigationssystemen funktioniert“, erläutert Peter Cramton. „Im Endeffekt werden so Hauptverkehrsadern entlastet, der Verkehr fließt besser und es wird weniger CO2 ausgestoßen.“

Technisch wäre eine dynamische Straßengebühr in Echtzeit schon heute umsetzbar. Navigations- und Telekommunikationssysteme, GPS-Daten und Apps können sowohl Fahrern Informationen zur Verfügung zu stellen als auch das Verkehrsaufkommen abbilden und vorhersagen. „Dabei muss man natürlich ein System entwickeln, das eine akzeptablen Kompromiss zwischen der Bereitstellung persönlicher Daten und der Privatsphäre darstellt“, so Cramton. Moderne Kryptologie könnte den Betreibern der Systems ermöglichen, die Gebühren zu erheben, ohne dass Menschen überhaupt Zugriff auf die Daten haben.

Bedenken, dass die Gebühr sozial schwache Personen benachteiligt, da sie eine Gebühr stärker träfe, treten die Wissenschaftler entgegen und entwickeln entsprechende Ideen. „Die Bepreisung muss dynamisch sein und Optionen bieten. Man stelle sich vor, die linke Spur von regelmäßig verstopften, mehrspurigen Fahrbahnen wird bepreist. Auf der linken Spur ist der Verkehrsdurchfluss dadurch größer, weil Verstopfungen vermieden werden. Dies wiederum bedeutet, dass auch der Verkehrsfluss auf der rechten Spur verbessert wird“, sagt Ockenfels. „So hat jeder etwas davon.“


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Axel Ockenfels
Staatswissenschaftliches Seminar
+49 221 470-4355
ockenfels(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://www.nature.com/articles/d41586-018-05836-0
DIO: 10.1038/d41586-018-05836-0

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news-5003 Tue, 31 Jul 2018 11:51:56 +0200 Kölner Sozialpsychologen erklären, warum wir andere Menschengruppen als negativ wahrnehmen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5003&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b61b01cd6dc0e2de937df2b44375edc1 Andere Menschengruppen werden als negativ wahrgenommen, weil negative Eigenschaften vielfältiger und leichter zu unterscheiden sind / Kölner Sozialpsychologen präsentieren Wahrnehmungsmodell, das die Abwertung von Fremdgruppen erklärt Wir sind gut, die anderen sind böse – das ist ja klar. Wenn man zwei Gruppen zusammenbringt, dann findet sich jede Gruppe selber besser als die andere: Fußballvereine, Mädchen und Jungen, Schulklassen. Es können in der Realität aber nicht beide besser sein. Wo liegt der Fehler? Neu ist die Erklärung von Kölner Sozialpsychologen und -psychologinnen des „Social Cognition Center Cologne“ (SOCCO): Unterscheidungen von Gruppen lassen sich am einfachsten durch negative Merkmale treffen, da negative Eigenschaften individueller sind als positive. Negative Einstellungen gegenüber Anderen entstehen also als Folge von "unschuldigen" Wahrnehmungsprozessen. In dem Artikel "A Cognitive-Ecological Model of Intergroup Bias" im Journal „Psychological Science“ präsentieren Dr. Hans Alves, Dr. Alex Koch und Professor Dr. Christian Unkelbach eine neue Erklärung dafür, dass Menschen Minderheiten und Fremdgruppen gegenüber oft negativ eingestellt sind.

Während die meisten bisherigen Modelle von motivationalen Ursachen ausgehen, also z.B. dem Streben nach einem eigenen Vorteil, sehen die Kölner Forscher und Forscherinnen die Gründe für eine negative Einschätzung anderer Gruppen in einem besonderen Effekt der Wahrnehmung: Gruppen definieren sich selber über positive Eigenschaften, andere aber über negative. Der Grund: Obwohl alle Gruppen ähnliche positive Eigenschaften haben, verfügen sie über negative Eigenschaften, die sehr unterschiedlich sind. So kann man alle Menschen als nett, umgänglich, zuverlässig, höflich, hilfsbereit oder fleißig beschreiben. Doch bei den schlechten Eigenschaften, gibt es ein größeres Spektrum. Die schlechten Eigenschaften sind einzigartig und werden deswegen von den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen „distinkt“ genannt, sie machen die Unterschiede. Dies kann man statistisch nachweisen und folgt aus der größeren Diversität negativer Eigenschaften und aus der größeren Häufigkeit positiver Eigenschaften.

Die in dem Modell beschriebene Entstehung negativer Einstellungen gegenüber neuartigen Gruppen wurde von den Kölner Sozialpsychologen in drei Laborexperimenten nachgewiesen, in denen Versuchspersonen verschieden auf einem virtuellen Planeten "Alien-Gruppen" begegneten und sich einen Eindruck der Gruppen bilden sollten. Waren die distinkten Eigenschaften der Gruppen negativ, bewerteten die Versuchspersonen neue Alien-Gruppen als negativer im Vergleich zu schon bekannten Alien-Gruppen.

„Wenn wir also z.B. Migranten begegnen, schauen wir immer auf die Eigenschaften welche wir von den uns bekannten Gruppen noch nicht kennen. Wir fragen uns: was ist anders an diesen Leuten?“, erklärt Alves. „Das Gleiche tun wir auch, wenn wir z.B. in eine andere Kultur reisen. Zum Beispiel beobachten wir, dass in den USA Menschen dicker sind und mehr Waffen tragen - diese Eigenschaften assoziieren wir dann mit "Amerikanern" und sie bilden die Grundlage unserer Beurteilung.“

„Das Problem ist, dass wir dadurch die Fremdgruppen ungewollt unfair bewerten“, so Alves. Würde man seine eigenen Gruppen auch nur aufgrund ihrer distinkten und damit negativeren Eigenschaften bewerten, hätten wir auch ein negativeres Bild von ihnen - was jeder auch selber erleben kann: „Das geschieht zum Beispiel, wenn wir von einer langen Reise nach Hause zurückkehren und auf einmal unsere eigene Kultur durch eine andere Brille sehen und erkennen was an ihr distinkt ist“, erklärt der Wissenschaftler.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Hans Alves
hans.alves@uni-koeln.de
+49-221-470-7110

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn@verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen: / Zur Publikation:
http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0956797618756862

 

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news-5001 Tue, 31 Jul 2018 06:37:28 +0200 Wissenschaftler entwickeln neuen Ansatz zur synthetischen Herstellung von Naturstoffen (Terpenen) http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5001&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa0fbd6afb73c13452f214619ec8d20e Terpene sind Naturstoffe, deren Nachbildung im Labor oft nur mühevoll gelingt. Chemiker der Universität zu Köln, Bonn und Basel haben eine der Natur nachempfundene Synthesemethode entwickelt. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Catalysis». Terpene bilden die grösste Klasse der in der Natur vorkommenden chemischen Verbindungen. Zu ihnen gehören zum Beispiel zahlreiche ätherische Öle, Steroide oder klinisch relevante Wirkstoffe wie das Malariamedikament Artemisinin oder das Krebstherapeutikum Taxol. Trotz stetig verfeinerten Synthesemethoden können Chemiker diese strukturell komplexen Verbindungen im Labor jedoch nur schwer nachbilden. Oft sind zahlreiche, nicht immer selektive Syntheseschritte nötig und die Ausbeuten gering.

Die Natur macht es vor
Teams von der Universität Basel, Universität zu Köln und Bonn haben jetzt ein der Natur nachempfundenes Synthesekonzept für Terpene entwickelt.
Der entscheidende Schritt der Synthese findet dabei im Hohlraum einer kugelförmigen Verbindung statt – einer sogenannten molekularen Kapsel. Die dabei verwendete Resorcinaren-Kapsel ist bereits seit etwa 20 Jahren bekannt, ihre katalytische Wirkung ist jedoch erst vor kurzem beschrieben worden. In organischen Lösungsmitteln kann sich die Kapsel mithilfe von Wasserstoffbrücken selbst aus sechs kleineren, ringförmigen Verbindungen bilden.

Analog der Natur gehen die Forscher von einem Ausgangsstoff für die Synthese aus, der von der Kapsel umschlossen wird. Diese setzt dann aufgrund der räumlichen Gegebenheiten die Bildung der Terpene in Gang. Durch im Vorläuferstoff zuvor eingebaute Kontrollelemente werden zudem unerwünschte Nebenreaktionen vermieden und die Transformation in Richtung des gewünschten Produkts gelenkt.

Computersimulationen an der Universität zu Köln
Die Anwendbarkeit des Konzeptes wurde durch die vierstufige Synthese des Naturstoffs Isolongifolen belegt, mit der Bildung einer durch die Kapsel katalysierten ringförmigen Terpenverbindung als Schlüsselschritt. Dies gelang – verglichen mit herkömmlichen Synthesen – in deutlich weniger Schritten und mit guter Ausbeute. Durch den Einsatz von markierten Vorläufern und mithilfe von Computersimulationen klärten die Chemiker zudem den Reaktionsmechanismus auf.

Diese Computersimulationen fanden an der Universität zu Köln unter der Leitung von Professor Bernd Goldfuss am Institut für Organische Chemie statt. Durch den Einsatz quantenchemischer Verfahren konnte das Rätsel der experimentell beobachteten 13-C-Markierung in Isolongifolen aufgeklärt werden. Erst der Einsatz dieser Computerchemie-Verfahren eröffnete somit detaillierte Einblicke in die molekularen Mechanismen der Isolongifolen-Bildung. Die Anwendung dieser Computer-Chemie-Methoden wurde insbesondere durch Berechnungen auf dem DFG finanzierten Supercomputers CHEOPS (Rechenzentrum der Universität zu Köln) ermöglicht.


Zur Publikation:
Qi Zhang, Jan Rinkel, Bernd Goldfuss, Jeroen S. Dickschat, Konrad Tiefenbacher
Sesquiterpene cyclizations catalyzed inside the resorcinarene capsule and application in the short synthesis of isolongifolene and isologifolenone
Nature Catalysis (2018), doi: 10.1038/s41929-018-0115-4

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Bernd Goldfuss
goldfuss(at)uni-koeln.de
+49-221-470-5729

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-4996 Thu, 26 Jul 2018 14:07:03 +0200 Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie wird erstmalig an einem Schwarzen Loch belegt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4996&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e92da33144d4cb0b6c5356fe896ec79 Neue Messungen am Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße zeigen, wie Einsteins Gravitätstheorie in der Praxis funktioniert / Veröffentlichung in Astronomy & Astrophysics Ein internationales Team von Astronominnen und Astronomen unter Beteiligung der Universität zu Köln hat erstmalig Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie durch konkrete Beobachtungen in der Umgebung eines Schwarzen Loches nachgewiesen. Mithilfe des Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte in Chile (European Southern Observatory – ESO) hat das Forschungsteam unter Leitung von Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching die Bewegung eines Sterns durch das extreme Anziehungsfeld des supermassiven Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße untersucht. Dieses Forschungsergebnis ist der Höhepunkt einer 26 Jahre langen Serie von immer präziseren Beobachtungen des Zentrums der Milchstraße durch ESO-Instrumente. Das Team hat die Ergebnisse der Studie „Detection of the Gravitational Redshift in the Orbit of the Star S2 near the Galactic Centre Massive Black Hole“ in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Neue Infrarotbeobachtungen der extrem empfindlichen Instrumente GRAVITY, NACO und SINFONI am Very Large Telescope erlaubten es den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen im Mai 2018, einen Stern namens S2 bei seinem dichten Vorbeiflug am Schwarzen Loch zu beobachten. Eine Kombination von Positions- und Geschwindigkeitsmessungen zeigen deutlich einen Effekt, den die Wissenschaft „gravitative Rotverschiebung“ nennt: Das Licht des Sterns wird durch das sehr starke Schwerkraftfeld des Schwarzen Lochs zu einer größeren Wellenlänge gedehnt. Die Dehnung der Wellenlänge des Lichts von S2 entspricht genau dem, was Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie voraussagt. Es ist das erste Mal, dass diese Abweichung von den Vorhersagen der einfacheren Newtonschen Schwerkraft bei der Bewegung eines Sterns um ein Schwarzes Loch beobachtet wurde.

Der Stern hatte bei den Messungen eine Geschwindigkeit von über 25 Millionen Kilometern in der Stunde, was drei Prozent der Lichtgeschwindigkeit entspricht. Er befindet sich weniger als 20 Milliarden Kilometer vom supermassiven Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße entfernt. Dieses Schwarze Loch hat die vier millionenfache Masse der Sonne, und eine kleine Gruppe von Sternen umkreist es mit hohen Geschwindigkeiten. Diese extremen Bedingungen im stärksten Schwerkraftfeld in unserer Galaxie machen es zum perfekten Objekt, um die Physik der Schwerkraft zu überprüfen.

„Wir haben jetzt zum zweiten Mal den dichten Vorbeiflug von S2 um das Schwarze Loch im galaktischen Zentrum beobachtet“, sagt Reinhard Genzel vom MPE. „Dieses Mal konnten wir den Stern aber wegen unserer stark verbesserten Instrumente mit beispielloser Auflösung beobachten.“ GRAVITY produziert Bilder von so großer Schärfe, dass es die Bewegung des Sterns von Nacht zu Nacht zeigt, während er 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt dicht am Schwarzen Loch vorbeifliegt. „Während des dichten Vorbeifluges gelang es uns nicht nur, dem Stern genau auf seinem Orbit zu folgen. Wir konnten auch den schwachen Lichtschein rund um das Schwarze Loch erkennen“, ergänzt Frank Eisenhauer (MPE), der Projektleiter von GRAVITY. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich auf dieses Ereignis mehrere Jahre intensiv vorbereitet, da sie das Beste aus dieser einmaligen Gelegenheit machen wollten, Effekte der Allgemeinen Relativitätstheorie zu beobachten.

Astronomen, Ingenieure und Techniker des I. Physikalischen Instituts der Uni Köln unter Leitung von Professor Dr. Andreas Eckart entwickelten und bauten die beiden Spektrometer von GRAVITY. Die Spektrometer analysieren die Wellenlänge des beobachteten Sternenlichts und wandeln die empfangenen Photonen in elektronische Signale um. „GRAVITY ist eine technologische Herausforderung“, sagt Eckart. „Doch nach mehr als zwei Jahrzehnten Forschung an den Hochgeschwindigkeitssternen im galaktischen Zentrum und an der Entwicklung astronomischer Instrumente wurde der Aufwand mit einem ausgezeichneten Ergebnis in der experimentellen Physik belohnt.“

Bild- und Videodateien:
https://eso.org/public/news/eso1825/

Veröffentlichung:
„Detection of the Gravitational Redshift in the Orbit of the Star S2 near the Galactic Centre Massive Black Hole“. The GRAVITY Collaboration. Astronomy & Astrophysics, 26. Juli 2018, Link: www.aanda.org/10.1051/0004-6361/201833718

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Andreas Eckart
+49 221 470 - 3546
eckart(at)ph1.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

 

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Forschung
news-4995 Thu, 26 Jul 2018 06:38:08 +0200 Medizinethikerin Prof. Dr. Christiane Woopen wird Co-Sprecherin der neuen Datenethikkommission der Bundesregierung http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4995&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bb10c46db16915851e9c8764ba64bfa2 Die Datenethikkommission wird eine wichtige Rolle in der Beratung von Regierung und Parlament zu digitalen Schlüsseltechnologien einnehmen. Innerhalb eines Jahres soll sie einen ethisch-rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Daten, Algorithmen und künstlicher Intelligenz erarbeiten.

Die Bundesregierung hat unter Federführung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) eine Datenethikkommission eingerichtet. Sie soll Antworten geben auf dringende ethische und rechtliche Fragen zum Einsatz von zukunftsweisenden digitalen Technologien wie Algorithmen und künstlicher Intelligenz und zum Umgang mit Daten. Professorin Dr. Christiane Woopen übernimmt gemeinsam mit Professorin Dr. Christiane Wendehorst (Universität Wien) als Co-Sprecherin den Vorsitz der Kommission.

Vereinbart wurde die Einrichtung der Datenethikkommission im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD. Dort heißt es, sie werde „Regierung und Parlament innerhalb eines Jahres einen Entwicklungsrahmen für Datenpolitik, den Umgang mit Algorithmen, künstlicher Intelligenz und digitalen Innovationen“ vorschlagen. Durch die Klärung datenethischer Fragen könne die digitale Entwicklung beschleunigt und ein Weg definiert werden, „der gesellschaftliche Konflikte im Bereich der Datenpolitik auflöst.“

Die Datenethikkommission wird eine wichtige Rolle in der Beratung von Regierung und Parlament einnehmen, um sicherzustellen, dass Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz dem Wohle der Menschen dienen. Einfließen werden ihre Handlungsempfehlungen unter anderem in die Erarbeitung und Umsetzung der „Strategie Künstliche Intelligenz“, die die Bundesregierung Anfang Dezember auf dem Digital-Gipfel in Nürnberg vorstellen wird. Die zentralen Herausforderungen der Datenethikkommission beschreibt Woopen wie folgt: „Künstliche Intelligenz und die Verfügbarkeit einer großen Menge von Daten bieten großartige Möglichkeiten, die das Leben des Einzelnen in vielen Hinsichten bereichern und den gesellschaftlichen Wohlstand fördern können. Sie bringen aber auch tief greifende Veränderungen mit sich, die nach ethischen Maßstäben und auf der Grundlage einer intensiven gesellschaftlichen Diskussion gestaltet werden müssen. Die Datenethikkommission wird ihren Beitrag zu einer verantwortungsvollen Gestaltung der Zukunft leisten, einer Zukunft, in der die massenweise Verfügbarkeit von Daten und der Einsatz künstlicher Intelligenz sowie algorithmengesteuerter Prozesse den Alltag jedes Einzelnen und die Gesellschaft prägen werden.“

Insgesamt wurden 16 Expertinnen und Experten in die Kommission berufen, darunter sowohl renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen als auch hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Technik, Daten- und Verbraucherschutz. Die erste Sitzung findet im Beisein von Bundesministerin Dr. Katarina Barley und Bundesminister Horst Seehofer am 5. September 2018 im BMI in Berlin statt.

Professorin Dr. Christiane Woopen ist Geschäftsführende Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln, einem Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit, sowie Leiterin der Forschungsstelle Ethik und Prodekanin für Akademische Entwicklung und Gender an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Seit 2017 ist sie zudem Vorsitzende des Europäischen Ethikrates (EGE: European Group on Ethics in Science and New Technologies).

Nähere Informationen zu den Aufgaben und Mitgliedern der Datenethikkommission finden Sie auf der Webseite des BMI unter https://www.bmi.bund.de/DE/themen/it-und-digitalpolitik/datenethikkommission/datenethikkommission-node.html.

Kontakt:
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Andreas Kirchner, M.A. (PR Officer)
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel: +49 (0)221 470-89110
Fax: +49 (0)221 470-89101
E-Mail: ceres-info(at)uni-koeln.de

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news-4993 Wed, 25 Jul 2018 11:35:29 +0200 CECAD-Forscher entdecken Mechanismus, der die Huntington-Krankheit abschwächt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4993&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4614a3f861b419420455498d29645826 Krankhafte Anhäufung des Proteins „Huntingtin“ hängt mit defektem Entsorgungssystem in den Nervenzellen zusammen / Langfristig Hoffnung auf neue Therapie Der Neurowissenschaftler Dr. David Vilchez und sein Team bei CECAD, dem Exzellenzcluster für Alternsforschung der Universität zu Köln, haben neue Erkenntnisse zu einem System gewonnen, das die neurodegenerative Huntington-Krankheit abschwächen könnte. Durch den jetzt entdeckten Mechanismus wird die Anhäufung von toxischen Proteinen verhindert, die für den Abbau von Hirnzellen bei der Krankheit verantwortlich sind. Die Forschungsergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Die Huntington-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die zum Tod von Gehirnzellen und damit zu unkontrollierten Körperbewegungen, Sprachverlust und Psychosen führt. Mutationen des „Huntingtin“-Gens sind für die Krankheit verantwortlich, da sie dazu führen, dass sich das gleichnamige Protein „Huntingtin“ in giftiger Menge anhäuft. Diese Anhäufung führt zu Neurodegeneration und in den allermeisten Fällen zum Tod des Patienten spätestens zwanzig Jahre nach Ausbruch der Krankheit.

Um die Mechanismen der Huntington-Krankheit besser zu verstehen, untersuchten Vilchez und sein Team sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) von Patienten mit der Huntington-Krankheit. Stammzellen sind in der Lage, sich in jeden Zelltyp – beispielsweise in Neuronen – zu differenzieren.

Die Stammzellen der Huntington-Patienten konnten erstaunlicherweise die sonst krankheitstypische Anhäufung des toxischen Proteins „Huntingtin“ vermeiden. Verantwortlich für diesen Erfolg zeigte sich ein Protein namens UBR5, das als Schutzmechanismus für die pluripotenten Stammzellen fungiert. UBR5 sorgt dafür, dass sich das schädliche „Huntingtin“-Protein wieder abbaut.

Das Kölner Team verglich unsterbliche iPS-Zellen von Huntington-Patientinnen und -Patienten und die daraus differenzierten Neuronen auf Unterschiede in ihrer Fähigkeit, eine Anhäufung des mutierten „Huntingtin“ zu vermeiden. Dabei stellte sich heraus, dass „Huntingtin“ durch das zelluläre Entsorgungssystem „Proteasom“ abgebaut werden kann. Doch gerade in den Neuronen der Patientinnen und Patienten war das so wichtige Entsorgungssystem defekt und „Huntingtin“ konnte nicht abgebaut werden.

Vilchez und sein Team fanden heraus, dass das Schutz-Protein UBR5 jedoch in den Stammzellen erhöht aufzufinden war. Das beschleunigte den Abbau von „Huntingtin“ in den Zellen. Sie kontrollierten auch, ob eine Herunterregulierung des UBR5-Spiegels, also weniger Schutz, zur giftigen Anhäufung von „Huntingtin“ in den Stammzellen führte. Tatsächlich stellten sie fest, dass das Senken von UBR5 zu einem massiven Anstieg in Anhäufungen von „Huntingtin“ in den Stammzellen führte. „Das war verblüffend“, sagt Vilchez. „Aus dem Nichts häuften die Zellen auf einmal große Mengen des toxischen Proteins an.“

Die Forscherinnen und Forscher überprüften ihre Ergebnisse auch an einem Modellorganismus, um die früheren Befunde noch einmal zu bestätigen. Beim Fadenwurm C. elegans testeten sie, ob sich durch eine Herunterregulierung des UBR5-Spiegels die Anhäufung von „Huntingtin“ in den Neuronen erhöht. Wieder führte das Senken von UBR5 zu einem massiven Anstieg der Anhäufung und neurotoxischen Wirkung des schädlichen Proteins in den Neuronen. Die Erhöhung von UBR5 hingegen blockierte die Anhäufung von „Huntingtin“ in den Modellorganismen.

Das Team testete auch, ob die Ergebnisse auf andere neurodegenerative Krankheiten zutreffen. „Wir haben den Mechanismus bei der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) unter die Lupe genommen“, sagt Seda Koyuncu, eine Doktorandin am Labor von Vilchez und Hauptautorin der Publikation. „Aber unser Ergebnis ist sehr spezifisch für die Huntington-Krankheit“, erläutert Dr. Isabel Saez, eine weitere Hauptautorin und CECAD-Mitarbeiterin.

Auch wenn die Ergebnisse für die Entwicklung neuer Behandlungen und Medikamente wichtig sein könnten, gebe es noch keine Heilung für die Huntington-Krankheit. „Es ist nicht so, dass man etwas Neues entdeckt und dann gibt es sofort eine Heilung; es ist schwieriger. Aber in einigen Jahren könnte es eine Therapie geben“, sagt Saez. Bis dahin muss noch weiter geforscht werden. „Diese Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis der Huntington-Krankheit bei und könnten langfristig ein Meilenstein in der Behandlung von Patienten sein“, sagt Vilchez.

CECAD ist das Exzellenzcluster der Universität zu Köln und des Universitätsklinikums zur Erforschung alternsassoziierter Erkrankungen. Dr. David Vilchez ist Principal Investiagor in Forschungsbereich B, „Disruptions in Protein Metabolism Cause Aging-Associated Diseases“. In seiner Arbeit konzentriert Vilchez sich auf die Regulation der Proteinhomöostase in Stammzellen und im Alterungsprozess.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. David Vilchez
Principal Investigator/Junior Research Group Leader, CECAD Cologne
+49 221 478 84172
dvilchez(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Peter Kohl
+49 221 478-84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
‘The ubiquitin ligase UBR5 suppresses proteostasis collapse in pluripotent stem cells from Huntington’s disease patients’. Seda Koyuncu, Isabel Saez, Hyun Ju Lee, Ricardo Gutierrez-Garcia, Wojciech Pokrzywa, Azra Fatima, Thorsten Hoppe and David Vilchez. Nature Communications, volume 9, 23 July 2018, article number: 2886 (2018), http://www.nature.com/articles/s41467-018-05320-3

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news-4988 Mon, 23 Jul 2018 19:20:46 +0200 Kölner Sprachwissenschaftler zum Rücktritt des Fußballnationalspielers Mesut Özil http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4988&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f1d0f31aa75ed0ab0e462e62ca241e18 Der Kölner Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Aria Adli bedauert den Rückzug Mesut Özils aus der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Schon in der Bewertung des Fotos, welches den türkischstämmigen Fußballer gemeinsam mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan zeige, liege ein unterschiedliches Verständnis des Begriffes „Wir“ zugrunde. „In der Debatte, die der Rücktritt von Mesut Özil ausgelöst hat, werden viele entscheidende Botschaften zwischen den Zeilen vermittelt.
Ein relevanter Aspekt liegt im kleinen Wörtchen „wir“, welches häufig verwendet wird, wenn z.B. PolitkerInnen von „unseren Werten“ sprechen.
SprachwissenschaftlerInnen unterscheiden zwischen einem inklusiven „wir“, das den Angesprochenen einschließt (d.h. Özil gehört dazu),
und einem exklusiven „wir“, das den Angesprochenen ausschließt (d.h. Özil gehört nicht dazu).
Leider kann die deutsche Sprache (anders als andere Sprachen) nicht zwischen beiden Varianten unterscheiden. D.h. unser „wir“ kann inklusiv und exklusiv gemeint sein.
Gerade in Debatten, in denen Integration und Rassismus thematisiert werden, ist es jedoch wichtig, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, wenn wir nicht mit unseren Aussagen zur Diskriminierung beitragen wollen.
Özil spricht von seinen beiden Herzen, dem deutschen und dem türkischen. Sein „ich“ ist komplexer als bei einer Person ohne Migrationshintergrund und diese Komplexität ist Teil der heutigen deutschen Gesellschaft. Diesen Aspekt sollte man in der Interpretation seiner Aussagen beachten, weil es sonst schwer wird, einen sachlichen und auch respektvollen Dialog zu führen.“

 


Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
patrick.honecker(at)uni-koeln.de

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news-4987 Fri, 20 Jul 2018 13:27:45 +0200 Multilinguale Gesellschaften und die Struktur Europas sind Themen zweier Summer Schools http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4987&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4e17af8d19c4e6ed3a34d1e5eb7a79ed Santander Universitäten und die Universität zu Köln eröffnen zwei Summer Schools / Internationale Studierende sowie internationale Alumni der Universität zu Köln aus 22 verschiedenen Ländern nehmen an Kurzzeitprogrammen zum Thema „Herausforderungen und Chancen einer multilingualen Gesellschaft“ und zu der Frage: „Quo vadis, Europa?“ teil In Köln fällt nächste Woche der Startschuss für zwei der diesjährigen Cologne Summer Schools, die von Christiane Biehl, stellvertretende Leiterin des International Office der Universität zu Köln, Schirmherrin Professorin Christiane Bongartz und Roger Schlerf, Leiter Institutional Relationships Santander Universitäten, feierlich eröffnet werden:

23.Juli ab 17:30 Uhr
im Zentrum für Molekulare Medizin (ZMMK)
Robert-Koch-Straße 21
50931 Köln

Schon im sechsten Jahr veranstaltet die Universität zu Köln interdisziplinäre Cologne Summer Schools für internationale Studierende von Partneruniversitäten der Universität zu Köln und des weltweiten Netzwerkes von Santander Universitäten.
In diesem Jahr beleuchten die beiden Cologne Summer Schools in Köln Themen von besonderer Aktualität. Die Kurse beleuchten das weite Forschungsfeld der Mehrsprachigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven. "Wir freuen uns sehr, mit dieser Summer School einmal sichtbar zu machen, wie weit die Universität zu Köln bereits in der Zukunft angekommen ist. Mehrsprachig seit ihrer römischen Gründung hat die Stadt Köln internationales Flair, das sich in der sprachlichen und multiliteracy-orientierten Forschung an der Uni widerspiegelt. Das betrifft nicht nur die Philologien und Lehramtsfächer: von Creative Writing hin zur medizinischen Diagnostik ist die Sprachenvielfalt eine Realität, die wir unseren internationalen Gästen gern vorstellen. Wir hoffen natürlich, dass sie so manche Anregung mitnehmen können - wie auch wir von ihren Erfahrungen lernen werden“, erklärt Professorin Christiane Bongartz, Leiterin des Lehrstuhls für Angewandte Linguistik der Universität zu Köln und Schirmherrin der diesjährigen Cologne Summer School.

Die Summer School von KölnAlumni WELTWEIT dreht sich in diesem Jahr rund um das Thema Europa. Mit der Fragestellung „Quo vadis, Europa?“ erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Aufbau und die Funktionsweisen von Europa sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis. Im Rahmen einer Exkursion nach Brüssel werden die Alumnae und Alumni das Europäische Parlament besichtigen; in Bonn wird ihnen u.a. die Arbeit der Bundeszentrale für politische Bildung vorgestellt.

Inhaltlicher Kontakt:
Victoria Busch
+49 221 470 1394
v.busch@verw.uni-koeln.de

Katharina Girndt
+49 221 470 8866
k.girndt@verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn@verw.uni-koeln.de

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news-4986 Fri, 20 Jul 2018 13:01:38 +0200 NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer informiert sich über Kölner Lehramtsstudium http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4986&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e7c892af07cb5857062a3ecfc768abce Universität zu Köln stellt  Projekte und strategische Schwerpunktsetzungen vor Die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, hat sich heute am Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln über die Besonderheiten des Kölner Lehramtsstudiums informiert.

Ein Schwerpunkt des Austausches war das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung“ (ZuS), für dessen Fortsetzung die Universität zu Köln im Frühjahr eine Bewilligung bis 2023 erhielt. „Unser Ziel ist es, innovative bildungspolitische Konzepte im Regelbetrieb der Universität zu verankern“, so Universitätsrektor Prof. Dr. Axel Freimuth. „Die ‚Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung’ bildet hierbei einen wichtigen Baustein.“

Die Universität bereitet Lehramtsstudierende gezielt auf die beruflichen Herausforderungen, wie den Unterricht in heterogenen Klassen, den Einsatz neuer Medien und die Vermittlung von Bildungssprache in mehrsprachigen Klassen, vor.  Hierzu setzt sie Schwerpunkte in den Bereichen „inklusive Bildung“, „digitale Bildung“ und „sprachliche Bildung“. So kooperiert sie beispielsweise mit den Heliosschulen, Inklusive Universitätsschulen der Stadt Köln (IUS). Das Konzept der beiden Schulen (Grund- und Gesamtschule) setzt auf eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und auf die Möglichkeit, nach eigenem Lerntempo selbständig zu lernen.


Die Ministerin informierte sich zudem über das Engagement der Universität im Bereich der Bildungsgerechtigkeit. Die Universität stellte hier das Projekt „WEICHENSTELLUNG“ vor. In dem von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius initiierten Projekt unterstützen Lehramtsstudierende Grundschulkinder, die nicht die Chance haben, nach ihren Begabungen gefördert zu werden, beim Wechsel auf eine weiterführende Schule. Das bundesweit größte Projekt seiner Art mit aktuell 270 geförderten Kindern in Köln wird vom Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität umgesetzt.


Ministerin Yvonne Gebauer: „Ich freue mich über alle Lehramtsstudierenden, die sich für diesen wichtigen und verantwortungsvollen Beruf entschieden haben und die nun hier in Köln auf die aktuellen Herausforderungen an unseren Schulen vorbereitet werden. Entscheidend ist eine zeitgemäße Qualifizierung unserer Lehrkräfte. Das gilt zum Beispiel für die Digitalisierung: Für eine erfolgreiche digitale Schule brauchen wir motivierte und qualifizierte Lehrkräfte. Das Lehren und Lernen mit digitalen Medien soll fest in der Lehrerausbildung verankert werden.“

Mit rund 15.000 Lehramtsstudierenden gehört die Universität zu Köln zu den europaweit größten Standorten in der LehrerInnenbildung.  Sie bietet Studiengänge für alle fünf Schulformen mit breiter Fächerauswahl und vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten an.

Presse und Kommunikation:

Merle Hettesheimer
Zentrum für LehrerInnenbildung
+49 221 470-5687
m.hettesheimer(at)uni-koeln.de

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news-4985 Thu, 19 Jul 2018 13:21:20 +0200 Lese- und Schreibkompetenz im 21. Jahrhundert http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4985&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=49d0db9bc2fcb70bd7a8bdaba5743570 Das Europäische Netzwerk zur Lese- und Schreibförderung ELINET Association veranstaltet ein Internationales Symposium zur Lese- und Schreibkompetenz Ziel des Symposiums von ELINET (European Literacy Policy Network) ist es, auf die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bei der Sicherung eines Grundstandards von Lese- und Schreibkompetenz für alle Bürger/innen Europas aufmerksam zu machen und Mittel zur Bewältigung dieser Herausforderung vorzustellen. Dabei bietet das Symposium eine Bühne für den Austausch unter Bildungspolitikern/innen, Forschern/innen und Praktikern/innen über die wirksame Weiterentwicklung einer europäischen, nationalen und regionalen Lese- und Schreibförderung.

„Literacy in the 21st Century: Participation – Inclusion – Equity“ 23./24. Juli an der Universität Köln
Seminar-Gebäude
Albertus-Magnus-Platz
50931 Köln

An zwei Tagen werden über 80 Tagungsteilnehmer/innen aus 20 Ländern ihre Forschungs- und Praxisprojekte zum Thema „Literacy in the 21st Century: Participation, Inclusion and Equity“ vorstellen. ELINET ist es ein großes Anliegen, Beispiele guter Praxis und relevante bildungspolitische Programme im Bereich der Lese- und Schreibförderung für alle Altersgruppen sichtbar zu machen und internationale Impulse an die national und regional agierenden Forscher/innen und Praktiker/innen weiterzugeben.

ELINET (das „European Literacy Policy Network“) versteht sich als Denkfabrik und Koordinator für eine europäische Politik der Lese- und Schreibförderung. Das Netzwerk wurde im Februar 2014 gegründet und für zwei Jahre mit drei Millionen Euro von der Europäischen Kommission finanziert. Unter der Koordination von Professorin Dr. Christine Garbe der Universität zu Köln vereinigte das Projekt 80 Partner/innen aus 28 europäischen Ländern, die im Bereich der Lese- und Schreibförderung und –forschung engagiert sind.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professorin Dr. Christine Garbe
ELINET – Universität zu Köln
Richard-Strauss-Str. 2, 50931 Köln
christine.garbe@uni-koeln.de
www.eli-net.eu

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen: / Zur Publikation:
www.eli-net.eu

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news-4980 Mon, 16 Jul 2018 09:04:59 +0200 Global Conference on Economic Geography findet erstmals in Deutschland statt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4980&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cc8510ec0f992db8d541fe5a0c584c94 Universität zu Köln ist Organisator und Gastgeber / Leitthema: „Dynamiken in einer ungleichen Welt“ Die Global Conference on Economic Geography (GCEG) findet vom 24. bis 28. Juli an der Universität zu Köln statt. Sie ist das zentrale Forum der Wirtschaftsgeographie und aller Disziplinen, die sich mit regionalen Dynamiken in der Weltwirtschaft beschäftigen. Nach Singapur im Jahr 2000, Peking (2007), Seoul (2011) und Oxford (2015) findet die Konferenz erstmals in Deutschland statt. „Wir sind begeistert, dass diese internationale Konferenz dieses Jahr in Köln stattfindet“, sagt Professor Dr. Peter Dannenberg vom Geographischen Institut der Universität, der mit einem Organisationsteam die Konferenz in Köln ausrichtet. „Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren hier über das Thema der weltweiten Ungleichheiten, ihre Ursachen und welche Lösungsansätze es gibt.“

Termin:
24. bis 28. Juli 2018
„Fifth Global Conference on Economic Geography – Dynamics in an Unequal World“
Universität zu Köln, Philosophikum, Universitätsstraße 41, 50931 Köln

Es werden 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern erwartet. Während der fünftägigen Konferenz werden 700 Vorträge rund um das Thema „Dynamiken in einer ungleichen Welt“ gehalten und in Plenarforen diskutiert. Die Vorträge und Diskussionen finden in englischer Sprache statt. Journalisten und Journalistinnen werden gebeten, sich bei Interesse an Gesprächen mit Vortragenden im Vorfeld, möglichst bis 24. Juli, per Email bei Prof. Dr. Martina Fuchs (fuchs(at)wiso.uni-koeln.de) anzumelden.


Professor Dr. Michael Storper (London School of Economics and Political Science, UK, und University of California, USA) wird zum Thema „The Future of the Liberal International Order“ sprechen. Er setzt sich kritisch mit der Rolle der USA im derzeitigen Spannungsfeld zwischen USA, China und Europa auseinander. 2014 wurde Storper von Thomson Reuters als einer der einflussreichsten wissenschaftlichen Köpfe der Welt (World’s Most Influential Scientific Minds) im 21. Jahrhundert nominiert. Seine Veröffentlichungen gehören zu den Top 1 Prozent der meistzitierten Beiträge in den Sozialwissenschaften.

Professorin Dr. Stephanie Barrientos (University of Manchester, UK) ist Expertin für globale Wertschöpfungsketten und fairen Handel. Sie wird ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung von Lebensmitteln und auf die oft inakzeptablen Arbeitsbedingungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern legen. Ein Spezialgebiet von Barrientos ist die Kakao-Schokoladen-Wertschöpfungskette.
Kenneth Matengu (University of Namibia), Tomomi Tanaka (The World Bank, USA) und Fabrice Murtin (OECD Statistics Directorate, Frankreich) werden in der Session „Poverty and Inequality: Trends, Drivers, Policy Options“ über populistische Bewegungen diskutieren, die die soziale Ungleichheit für ihre Interessen nutzen.

Die Konferenz wird gemeinsam vom Geographischem Institut und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln organisiert und ausgerichtet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Durchführung der GCEG finanziell.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Peter Dannenberg
Geographisches Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-1542
p.dannenberg(at)uni-koeln.de

Prof. Dr. Martina Fuchs
Wirtschafts- und Sozialgeographisches Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-7729
fuchs(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
Programm der Konferenz:
https://www.gceg2018.com/fileadmin/GCEG2018/PDF/Detailed_Programme_0706_final.pdf

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news-4992 Fri, 13 Jul 2018 13:17:00 +0200 Stammzellen im Fliegenhirn: Forschungsteam entdeckt Regulator http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4992&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4ad49b0961afa91289da721f738caa8 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Andreas Wodarz vom Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung haben einen Mechanismus entdeckt, der die asymmetrische Teilung der Stammzellen im Gehirn der Fruchtfliege Drosophila reguliert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „The EMBO Journal“ veröffentlicht. Der im Gehirn der Fliegen entdeckte Mechanismus wird mit Genen in Verbindung gebracht, deren Bedeutung für die Funktion von embryonalen Stammzellen in Säugern schon länger bekannt war.  Damit wird zum ersten Mal eine direkte Verbindung zwischen den von Säugern bereits bekannten Stammzellfaktoren und der asymmetrischen Teilung von Stammzellen im Gehirn der Fliegen hergestellt.

Stammzellen sind überlebenswichtig, weil sie in der Lage sind, aus undifferenzierten Zellen viele verschiedene Zelltypen zu bilden. Dies ist sowohl für die Entwicklung des Embryos als auch für die Regeneration von Organen wie Haut, Darm oder Leber von großer Bedeutung. Stammzellen können sich wieder und wieder teilen, wobei jeweils zwei Tochterzellen entstehen: eine Zelle, die den Weg der Differenzierung einschlägt und zum Beispiel eine Nervenzelle wird, und eine weitere Zelle, die als Stammzelle den Zyklus fortsetzt. Diese asymmetrische Teilung ist entscheidend für deren Funktion. Unklar war bislang jedoch, wie dieser Vorgang reguliert wird.

Während der asymmetrischen Zellteilung werden bestimmte Proteine so in der Zelle verteilt, dass sie bei der Teilung nur in die Tochterzelle gelangen, die sich zu einer spezialisierten Zelle entwickeln wird. Dieser Zustand wird als „polarisiert“ bezeichnet. Eine Gruppe von Genen, die die Polarität der Stammzelle steuern, war bereits bekannt. Völlig unklar war jedoch bislang, welche Faktoren diese Polaritätsregulatoren in Stammzellen anschalten und damit für den Erhalt der Stammzelle verantwortlich sind. Die Doktorandin Katja Rust untersuchte diese Frage in der Fruchtliege Drosophila, indem sie mit der Methode der „reversen Genetik“ eine Vielzahl von Genen ausschaltete, die in Säugern als unentbehrlich für den Erhalt von Stammzellen identifiziert worden waren.

Schließlich wurde Katja Rust fündig. Sie fand insgesamt acht Gene, die zu deutlich kleineren Gehirnen führten, wenn sie in den Stammzellen des Nervensystems ausgeschaltet wurden. Alle acht Gene haben Erbinformationen für Untereinheiten des sogenannten Tip60-Komplexes. Dieser Komplex ist entscheidend an der Regulation der Transkription, dem Ablesen der Gene, beteiligt und wird benötigt, um die Teilungsfähigkeit embryonaler Stammzellen in Säugern zu erhalten. Es war bekannt, dass der Tip60-Komplex mit dem Transkriptionsfaktor Myc zusammenwirkt. Tatsächlich konnte Rust zeigen, dass der Verlust von Myc ebenfalls zu kleineren Gehirnen in der Fliege führt. Interessanterweise verlieren viele Stammzellen in diesen Gehirnen ihre Polarität, was durch den Verlust eines Schlüsselregulators der Polarität zu erklären ist, der atypischen Proteinkinase C (aPKC). Rust konnte zeigen, dass aPKC direkt durch Myc und den Tip60-Komplex angeschaltet wird.

„Die Funktion des menschlichen Myc-Proteins wird sehr intensiv erforscht, da es in menschlichen Tumoren eines der am häufigsten deregulierten Gene ist“, erklärt Professor Dr. Andreas Wodarz. „Gerät dieses Gen außer Kontrolle, beginnen die Zellen, sich unkontrolliert zu teilen. Verlieren die Zellen darüber hinaus ihre Polarität, kann die Bildung von Metastasen die Folge sein.“

Wodarz und seine Doktorandin Hong Nguyen untersuchen Myc und den Tip60-Komplex jetzt auch in einem anderen Kontext: den Stammzellen des Darms der Fruchtfliege. „Speziell der Dickdarm des Menschen ist eines der Gewebe, wo häufig Krebs entsteht, weil Stammzellen aus dem Ruder laufen. Die Fliege ist ein interessantes Modell, weil wir dort die Stammzellen sehr genau untersuchen und genetisch verändern können.“ Dabei betont der Forscher besonders die Übertragbarkeit der Erkenntnisse von der Fliege auf den Menschen: „Sie ist eher die Regel, als die Ausnahme. Fast alle molekularen Signalwege, die wir kennen, sind konserviert, finden sich also in sehr ähnlicher Form beim Menschen.“ Auch wenn die klinische Anwendung noch in der Ferne liegt, ist die Grundlagenforschung an Modellorganismen doch ein unentbehrlicher Schritt auf dem Weg zur Entwicklung neuartiger Diagnose- und Therapiemethoden.

Die Arbeitsgruppe von Andreas Wodarz beschäftigt sich mit den molekularen Mechanismen der Zellpolarität und untersucht diese in verschiedenen Zelltypen. CECAD ist das Exzellenzcluster der Universität zu Köln und Uniklinik Köln zur Erfoschung alternsassoziierter Erkrankungen.


Inhaltlicher Kontakt:   
 
Professor Dr. Andreas Wodarz
Institut I für Anatomie
Universität zu Köln
+49-221-478-82880
andreas.wodarz(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
+49 221 478-84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Publikation:
Myc and the Tip60 chromatin remodeling complex control neuroblast maintenance and polarity in Drosophila
Katja Rust, Manu D. Tiwari, Vivek Kumar Mishra, Ferdi Grawe and Andreas Wodarz
The EMBO Journal
DOI: 10.15252/embj.201798659

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Forschung
news-4976 Tue, 10 Jul 2018 12:30:20 +0200 Begrünte Fassaden in den Städten helfen gegen Feinstaub, Stickoxide und Hitze http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4976&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0caa9158136bf1b68fc4d641d7bd9bf4 Kölner Wissenschaftler zeigen, dass Fassadenbegrünung in Städten messbare Vorteile für Luftqualität, Sauerstoffproduktion und Artenvielfalt mit sich bringt Wissenschaftler der Universität zu Köln und des Forschungszentrums Jülich haben gezeigt, dass grüne Fassaden nicht nur das Hausklima positiv regulieren, sondern auch gesundheitsschädliche Stickoxide und Feinstaubpartikel absorbieren und filtern.

Das Team um Professor Dr. Hans Georg Edelmann vom Institut für Biologiedidaktik der Uni Köln hatte die Tagestemperatur-Verläufe von Efeu-begrünten Fassaden im Vergleich zu klassischen, verputzten Hausfassaden sowie die fassadennahe Luftfeuchte über mehrere Wochen aufgezeichnet. Dabei zeigte sich, dass Efeu, wie auch andere (Kletter-)Pflanzen, im Sommer nachhaltig kühlend, im Winter wärmeisolierend auf die Fassaden wirkt: Es gab keine starken Temperaturunterschiede wie bei den unbegrünten Hausfassaden. So zeigte die grüne bewachsene Fassade im Sommer im unteren Temperaturbereich Temperaturschwankungen von 10 bis 13 Grad Celsius am Tag, während die Temperatur von blanke Hausfassade um bis zu 35 Grad Celsius schwankten.

Zusammen mit dem Forschungsinstitut Jülich untersuchten die Kölner Forscher zudem die Wirkung von Efeu auf die Absorption von Stickoxiden (NOx) und die Adsorption (Bindung und Anreicherung von Stoffen an die Blattfächen) von Feinstaub mit einer durchschnittlichen Größe von 2,5 Mikrometer (PM 2,5).  Sie konnten zeigen, dass Efeu die gesundheitsschädlichen Stickoxide absorbierte und den Feinstaub filtrierte. Zudem hat die Bepflanzung einen positiven Effekt auf die Absorption des Treibhausgases CO2.   

Städte sind durch sehr hohe Verkehrsdichten sowie intensive Verbauung gekennzeichnet. Den wenigen freien Grünflächen stehen ein Vielfaches an Asphalt-, Beton- sowie Dach- und Fassadenflächen gegenüber, die im Sommer intensiv aufgeheizt werden und im Winter recht schnell auskühlen. Das führt im Rahmen des Klimawandels neben anderen negativen Effekten (Stickoxidbelastung, CO2-Belastung) zunehmend zu einer Überhitzung der Städte und zu einer Konzentrierung von Feinstaubpartikeln, deren gesundheitsschädliche Wirkung im Zusammenhang mit Krebs, Diabetes, Asthma, Herzinfarkt und weiteren Krankheiten wie Demenzerkrankungen diskutiert wird.

„Begrünte Fassaden stellen eine sehr sinnvolle Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel dar – nicht nur im Hinblick auf die Stadttemperatur, sondern auch hinsichtlich der Feinstaubproblematik“, erläutert Biologe Edelmann. Grundsätzlich trügen grüne Fassaden zu einer ganzen Reihe städteklimatisch vorteilhafter Eigenschaften bei, so Edelmann weiter: „Fassadenbepflanzung verbessert sowohl das Stadt- als auch das Raumklima, mindert Überhitzung und Smog, sie produziert Sauerstoff und trägt zur Erhaltung und Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt als Lebensraum für Fauna und Flora bei.“

Edelmann beobachtet: „Leider haben mit Kletterpflanzen bewachsene Fassaden zumindest in der deutschen Gesellschaft bislang kein gutes Image. Sie werden von vielen Menschen als Indikator für Vernachlässigung und Verfall von Gebäuden, als gebäudeschädigend und betreuungsintensive Gewächse angesehen.“ Im Kontext des Klimawandels und der zu erwartenden, noch stärkeren Aufheizung der Städte sowie der anhaltenden Verschlechterung der Luftqualität vor allem durch Autoabgase scheine sich dieses Image jedoch zu ändern.

Typische Fassaden-Kletterpflanzen sind der Efeu (Hedera helix) mit zahlreichen Sorten oder der Wilde Wein (Parthenocissus). Sie sind sehr anpassungsfähig und trockenheitsverträglich und gedeihen auch an verhältnismäßig anspruchslosen Standorten.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Hans Georg Edelmann
Institut für Biologiedidaktik
+49 221 470-1893
h.edelmann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Anneliese Odenthal
+49 221 470-5602
odenthal(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript497.pdf

 

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Forschung
news-4974 Tue, 10 Jul 2018 09:31:10 +0200 Existenzgründung aus der Wissenschaft: Kölner Startup geht mit Software für das Bewerbungsmanagement an den Markt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4974&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=af64dea47504a56482db689e69f9abb7 Existenzgründer nutzen das Angebot der Uni Köln auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit / Entwickeltes Produkt hilft dem Mittelstand bei der Personalauswahl und –gewinnung Das Team von Catch Talents - so der Name des Startups - entwickelte ein Bewerbermanagementsystem, das kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) dabei unterstützt, das richtige Personal für ihre offenen Stellen zu finden. Eine neu entwickelte Software integriert hierzu die Komponente der Persönlichkeitsmerkmale in den Bewerbungsprozess. 18 Monate hat das Team konsequent darauf hingearbeitet, das eigene Produkt anbieten zu können.

„Gerade KMUs haben bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten, die passenden Mitarbeiter zu finden. Dies liegt zum einen an der geringeren Bekanntheit der Unternehmen und zum anderen an dem deutlich geringeren Marketing-Budget“, so Marco Verhoeven, Ideengeber und einer der Geschäftsführer von Catch Talents. Zum Team gehören außerdem Verena Jung, Psychologin und Wirtschaftsinformatikerin, und Justin Bous, Betriebswirt mit den Schwerpunkten Marketing und Organisationskultur.

Catch Talents wird seit September 2017 durch das Exist-Gründerstipendium gefördert und im Rahmen dieser Förderung von der Universität zu Köln unterstützt. Im April 2018 hat sich das Gründerteam zudem bei den Auswahl-Pitches für den Future Champions Accelerator Rhein Ruhr gegen eine überregionale Konkurrenz durchsetzen können.

„Bei einer Bewerbung sollten nicht nur die fachlichen Fähigkeiten relevant sein. Auch die persönlichen Merkmale und Arbeitspräferenzen, wie beispielsweise die Vorliebe, neue Ideen zu entwickeln, müssen berücksichtigt werden, um eine verbesserte Passung von Positionen und Personal zu erreichen“, erläutert Verena Jung, die einen psychologischen Fragebogen für das Bewerbungssystem entwickelt hat. Das Tool von Catch Talents unterstützt die kennzahlenbasierte Vorauswahl anhand weicher Faktoren, etwa wie introvertiert bzw. extrovertiert der Kandidat ist. Bisher können diese Merkmale erst in einem späteren Verlauf des Bewerbungsprozesses erfasst werden. „Die Implementierung der persönlichen Passung eines Bewerbers ist für uns als familiengeführter Mittelständler ein essentieller Faktor“ sagt Werner Heiliger, Geschäftsführer der Peter Greven GmbH & Co. KG und Kunde der ersten Stunde. „Wir setzten auf langjährige Bindung und Loyalität zwischen dem Mitarbeiter und uns als Arbeitgeber – insbesondere angesichts des momentanen Fachkräftemangels.“

„Es ist sehr bereichernd zu sehen, wie dieses Team an der Uni gelerntes Wissen und Methodik mit viel Engagement und Mut direkt in die Praxis umsetzt“, sagt Professor Dr. Christoph Rosenkranz, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Integrierte Informationssysteme an der WiSo-Fakultät der Uni Köln und akademischer Mentor von Catch Talents. „Wir glauben daran, dass aus einer exzellenten Hochschule exzellente Gründungen erwachsen. In einer forschungsstarken Hochschule wie der Universität zu Köln entstehen schließlich viele innovative Geschäftsideen, die auch realisiert werden sollten.“ Rosenkranz unterstützt das Team aktiv in der technischen Entwicklung sowie bei der Umsetzung der Geschäftsidee.

Der GATEWAY Gründungsservice wurde als Anlaufstelle für alle Gründungsinteressierten aus den Kölner Hochschulen geschaffen, die sich mit dem Thema Selbstständigkeit beschäftigen und mit dem Gedanken spielen, selbst ein Unternehmen zu gründen. Alle bei GATEWAY angesiedelten Startups erhalten einen akademischen Mentor, was eine entscheidende Rückkopplung für den Wissenstransfer ermöglicht. So auch Catch Talents.

Das Gründerteam von Catch Talents hat mittelständische Unternehmen aktiv in die Entwicklung des Produktes einbezogen. „Im nächsten Schritt werden wir eine Talentcommunity aufbauen, die sowohl den Unternehmen als auch den Bewerbern nutzen soll“, sagt Justin Bous.   Abgelehnte Bewerber werden in die Catch Talentcommunity überführt, aus der bei jeder Neuausschreibung passende Kandidaten gefunden und kontaktiert werden können.

Inhaltlicher Kontakt:     
Vesna Domuz
GATEWAY – Gründungsservice der Uni Köln
+49 221 470 1127
v.domuz(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.gateway.uni-koeln.de
www.catch-talents.de

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news-4973 Mon, 09 Jul 2018 08:47:33 +0200 Honigbiene formt durch Riechen ihr Gedächtnis http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4973&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e3fd81bc248279df979e41a0325f0bf Team von der Uni Köln und der FU Berlin stellt neuronale Plastizität mit bildgebenden Verfahren dar / Publikation in Fachzeitschrift eNeuro Honigbienen können ihre Gedächtnisleistung durch Gerüche konditionieren und auf diese Weise ihr Verhalten beeinflussen. Das zeigt eine Studie zu assoziativem Lernen und Gedächtnis bei der Honigbiene, die der Zoologe Professor Dr. Martin Nawrot von der Universität zu Köln im Life-Science Journal „eNeuro“ als Ko-Autor gemeinsam mit Professor Dr. Randolf Menzel (FU Berlin) veröffentlicht hat.  

Nawrot erläutert, dass das Kurzzeitgedächtnis der Honigbiene hauptsächlich über Gerüche funktioniere, die im sogenannten Pilzkörper, dem olfaktorischen Lernzentrum, verarbeitet werden. „Mithilfe hochauflösender Fluoreszenzmikroskopie haben wir endlich geklärt, wo genau die Biene ihr Kurzzeitgedächtnis anlegt“, so Nawrot.

Noch bedeutender schätzt der Kölner Zoologe folgendes Studienergebnis ein: „Wir konnten erstmals messen, wie sich die Verbindungen zwischen Nervenzellen in diesem Teil des Gehirns plastisch verändern. Was wir außerdem zeigen konnten, und das ist vorher noch nie gezeigt worden: Je ausgeprägter die plastische Veränderung der Verbindungen nach dem Trainieren auf einen bestimmten Duft wurde, desto zuverlässiger konnten wir das erlernte Verhalten der Biene beobachten. Es gibt eine eindeutige Korrelation zwischen der Stärke einer hochlokalisierten plastischen Veränderung im Gehirn und dem Lernerfolg eines Tieres!“

Die plastische Veränderung der Verbindungen zwischen Nervenzellen (Synapsen) nennt sich neuronale Plastizität und ist ein Indikator für den Lernstand: Je häufiger während des Trainings ein Reiz von A nach B geht und das Tier dabei eine Belohnung erfährt, desto kräftiger wird die erlernte Verknüpfung beider Punkte. Man spricht auch von einer „Gedächtnisspur“. Ein Reiz löst dann nach dem Training unmittelbar die antrainierte Reaktion aus. Auf der Verhaltensebene ist das die klassische Konditionierung oder Pawlowsche Konditionierung (der Hund und die Glocke).
In der Honigbienen-Studie hatte das Team von Forscherinnen und Forschern aus Köln, von der Freien Universität Berlin und aus Japan die kleinen Insekten auf verschiedene Gerüche hin konditioniert. Anschließend wurde gemessen, ob die Biene nach bereits bekanntem beziehungsweise nach unbekanntem Duft versuchte, die erwartete Belohnung (Zuckerwasser) aufzusaugen.

Nawrot erläutert das Vorgehen: „Die Frage war: Streckt die Biene ihren Rüssel raus oder nicht? Das testeten wir über mehrere Wiederholungen. Wenn ein Duft vorher durch Zuckerwasser belohnt wurde, ein anderer Duft aber nicht belohnt wurde und die Biene das gelernt hat – dann würde sie im Test ihren Rüssel herausstrecken, sobald sie den zuvor belohnten Duft riecht, auch wenn gar keine Belohnung da ist. Der nicht-belohnte oder ein unbekannter Duft führt dann nicht zu einem Rüsselrausstrecken. Auf diese Weise konnten wir messen, wie gut das Tier gelernt hat und sein Gedächtnis abrufen kann.“

Die Ergebnisse tragen zum Verständnis der physiologischen Grundlagen der Gedächtnisbildung in einem Insektengehirn bei. Insektenschutz steht derzeit auch auf der politischen Agenda. Nawrot wagt einen Brückenschlag zu seiner Honigbienen-Forschung: „Bienen sind heutzutage bei der Palette an Pflanzenschutzmitteln vielen gefährlichen Gerüchen ausgesetzt. Im Idealfall erlernen sie, dass diese schlecht für sie sind. Dann können sie sich daran erinnern und einen Bogen darum machen. Bei Geschmäckern wissen sie bereits, wann ihnen schon einmal schlecht wurde.“

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Martin Nawrot
Institut für Zoologie an der Universität zu Köln
+49 221 470-7307
mnawrot(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:

http://www.eneuro.org/content/5/3/ENEURO.0128-18.2018

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news-4971 Fri, 06 Jul 2018 10:36:20 +0200 Polarlicht-Schweif des Jupitermondes Io: Raumsonde Juno entdeckt neue Details http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4971&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=65dad0c993cd2fc55615403e8c47f407 Magneto-hydrodynamische Wellen zeigen komplexes Reflexionsverhalten / Die Ergebnisse sind wichtig für die Forschung an Exoplaneten Himmelskörper beeinflussen sich gegenseitig aufgrund ihrer Schwerkraft. Ebenso können Himmelskörper aber auch elektromagnetisch miteinander wechselwirken. Ein Paradebeispiel für die elektromagnetische Kopplung in unserem Sonnensystem ist Jupiter und sein Mond Io. Dabei können Phänomene wie ein durch Io verursachter Polarlichtschweif auf dem Gasgiganten Jupiter entstehen. Der NASA Raumsonde Juno, die seit Juli 2016 im Orbit um Jupiter ist, gelang es nun, Daten in bisher unbekannter Detailtreue aufzunehmen. Sie beobachtete im Schweif von Io Leuchtpunkte, die mit schlierenartigen Strukturen verbunden sind. Diese Strukturen erinnern auch an Kármánsche Wirbelstraßen, die man aus der Umströmung von Hindernissen in Windkanälen kennt. Professor Dr. Joachim Saur vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Uni Köln hat mit internationalen Kollegen nun im renommierten Journal Science einen Artikel dazu veröffentlicht.

Der Jupitermond Io generiert magneto-hydrodynamische Wellen, die ähnlich wie Kanalwellen nur in eine Richtung laufen, in diesem Fall entlang eines Magnetfeldes. Da der Mond Io sich im Einflussbereich des gigantischen Magnetfeldes von Jupiter bewegt, laufen die von Io erzeugten magneto-hydrodynamischen Wellen entlang des Jupitermagnetfeldes zu Jupiter hin. Sie treffen dort in der nördlichen und südlichen Polarregion von Jupiter auf. An den Stellen des Auftreffens erzeugen sie intensive Polarlicht-Leuchtflecke, die auch Polarlicht-Fußpunkte der Monde genannt werden. Man bräuchte ca. 1000 irdische Kraftwerke, um die Leuchtkraft der Polarlicht-Fußpunkte von Io zu erzeugen. Auch Jupiters Monde Europa und Ganymed erzeugen ähnliche Polarlicht-Fußpunkte. Die Polarlicht-Fußpunkte, insbesondere die von Io, haben zudem einen sehr langen Polarlicht-Schweif. Dieser entsteht aufgrund der Bewegung von Io im Magnetfeld von Jupiter, wodurch die von Io generierten und an Jupiter reflektierten magneto-hydrodynamischen Wellen stromabwärts vom Mond getragen werden.

Ios Polarlicht-Schweif wurde nun mit der Infrarot-Kamera der NASA Raumsonde Juno mit bisher unerreichter Auflösung beobachtet. Die Juno Messungen haben dabei zum ersten Mal eine erstaunlich detaillierte Struktur des Polarlicht-Schweifs beobachtet. „Der Schweif besteht aus vielen gegeneinander versetzten Leuchtpunkten, die mit schlierenartigen Strukturen verbunden sind“, so Professor Saur. „Diese Strukturen rühren vermutlich von einem viel komplexeren Reflexionsverhalten der magneto-hydrodynamischen Wellen her als bisher angenommen wurden.“

Die neuen Beobachtungen der Effekte von elektromagnetischer Kopplung zwischen zwei Himmelskörpern ist insbesondere auch für extrasolare Planeten relevant. Viele der bekannten Exoplaneten umkreisen ihren zentralen Stern in großer Nähe und können daher auch elektromagnetisch mit dem Stern wechselwirken. Dies führt zu einem Polarlicht-Fußpunkt des Exoplaneten in der Atmosphäre des Sterns. Allerdings kann in diesen Systemen wegen der großen Distanz von der Erde das Fußpunkt-Leuchten nicht räumlich aufgelöst werden. „Der Jupitermond Io ist mit seinen Polarlicht-Fußpunkten und seinem dazugehörigen Schweif deswegen das Musterbeispiel, an dem die Forschung der elektromagnetischen Kopplung zweier Himmelskörper vorangetrieben wird“, erklärt Joachim Saur.

Joachim Saur und seine Arbeitsgruppe am Institut für Geophysik und Meteorologie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit diesen Kopplungen. Durch ihre Erforschung der elektromagnetischen Phänomene der Monde von Gasplaneten gelang ihnen unter anderem der Nachweis von flüssigen Wassers unter der Oberfläche des Jupitermondes Ganymed und der Existenz von Wasserdampf-Geysiren auf dem Saturnmond Enceladus.

Die aktuellen Untersuchungen sind zunächst in der Online-Plattform des Journals Science vorveröffentlicht worden. Titel der Originalarbeit: Mura et al., Science, 2018, Juno observations of spot structures and a split tail in Io-induced aurorae on Jupiter.


Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Joachim Saur
E-Mail: saur@geo.uni-koeln.de
Tel: +49 (0)221 470-2310

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4969 Thu, 05 Jul 2018 15:56:35 +0200 Ferienschule für geflüchtete Jugendliche ab 9. Juli http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4969&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c136e70494aa36cf3f4a700e31234f10 Sommerschule „Mein Veedel“ für geflüchtete Jugendliche findet statt / Lehramtsstudierende der Universität zu Köln unterrichten die jugendlichen Flüchtlinge in deutscher Sprache. Die Sommerschule bietet ca. 50 neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern eine intensive Förderung in der deutschen Sprache. Den Unterricht übernehmen Lehramtsstudierende der Universität zu Köln. Die Jugendlichen können durch das Programm ihre Ferien für die Vorbereitung auf das neue Schuljahr nutzen. Neben der sprachlichen Förderung erfahren sie mehr über ihre unmittelbare Umgebung und die Stadt Köln und erleben diese als einen identitätsstiftenden Lebensmittelpunkt. Höhepunkt und Abschluss bildet eine Theaterperformance, zu der Freunde, Familien und alle Interessierten eingeladen sind. Mit Hilfe von neu gelernten sprachlichen Mitteln bringen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Studierenden ihre Erfahrungen in und mit der Stadt Köln auf die Bühne.

Termin

Sommerschule: 9. bis 20. Juli
Adolf-Kolping-Hauptschule in Köln-Kalk
Abschlussveranstaltung am 20.Juli 2017 um 14.00 Uhr in der Aula der Adolf-Kolping-Hauptschule

Die Ferienschule „Mein Veedel“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Sprachliche Bildung“ des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur II und des Mercator Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln. Dozentinnen der Sprachdidaktik konzipieren eine zweiwöchige Sommerschule, die von Lehramtsstudierenden als praxisorientierter Baustein ihrer Ausbildung im Fach Deutsch durchgeführt wird. Während der Ferienschule erhalten die Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, Erfahrungen im Unterricht mit neu zugewanderten Jugendlichen zu sammeln und einen an die Zielgruppe orientierten Deutschunterricht effektiv zu gestalten.

Kooperationspartner des Projekts sind das Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration Köln (ZMI) sowie die „Zukunftsstrategie Lehrerinnenbildung“ (ZuS), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. Das Projekt wird unterstützt durch die Alfred Neven DuMont-Stiftung sowie die Annemarie und Helmut Börner Stiftung.

Wir bitten interessierte Journalisten um Anmeldung.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Diana Gebele
Mob: 0163 2115227
E-Mail: diana.gebele(at)uni-koeln.de

Magdalena Kaleta
E-Mail: magdalena.kaleta(at)uni-koeln.de

Abt. Presse und Kommunikation
Robert Hahn
Tel.: 0221 470 2396
E-Mail: r.hahn@verw.uni-koeln.de


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news-4968 Thu, 05 Jul 2018 12:56:37 +0200 Universität zu Köln verbessert ihren Rang im Förderatlas 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft deutlich http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4968&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8827596b22f9ad77993dbbe60005c23d Alle drei Jahre addiert die DFG ihre Drittmittel, die sie deutschen Hochschulen bewilligt. Die UzK steigt bei den Gesamtbewilligungen um vier Plätze Die Universität zu Köln hat im heute vorgestellten Förderatlas 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ihre Position deutlich verbessert. Alle drei Jahre zählt die DFG die Drittmittel zusammen, die sie an die Hochschulen überweist.
In der Rangliste der Hochschulen mit den höchsten Bewilligungen insgesamt stieg die UzK um vier Ränge auf Platz 12. Die DFG bewilligte dabei im Zeitraum 2014 bis 2016 der UzK rund 216 Millionen Euro, das sind rund 57 Millionen Euro mehr im Vergleich zum Förderatlas 2015.

Weitere Ergebnisse:

  • Mit einem Platz unter den TOP 5 bei der Einwerbung von ERC Grants verbesserte sich die UzK auch da deutlich. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council - ERC) ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung von grundlagenorientierter exzellenter Forschung. Die Zahl der ERC-Geförderten stieg von sieben (beendetes 7. Forschungsrahmenprogramm) auf 13 ERC-Geförderte (innerhalb der ersten Hälfte des 8. Forschungsrahmenprogramms)
  • Im Wissenschaftsbereich „Geistes- und Sozialwissenschaften“ verbesserte sich die UzK um acht Plätze auf Rang sieben.
  • Das Fachgebiet „Geowissenschaften“ der UzK kletterte bei den DFG-Zuwendungen um zwei Plätze auf Rang zwei. Im Forschungsfeld Geographie steht die UzK auf dem ersten Rang.
  • Das Fachgebiet „Biologie“ hielt seinen guten fünften Platz. Im Forschungsfeld Zoologie ist die UzK auf dem ersten Rang.
  • Im Fachgebiet „Astrophysik“ nimmt die UzK bei den DFG-Bewilligungen einen guten dritten Rang ein.

Insgesamt hat die DFG mehr als 8,4 Milliarden Euro in diesem Drei-Jahres-Zeitraum an Drittmitteln an deutsche Hochschulen verteilt. Weil das Geld in einem Wettbewerbsverfahren an die besten Antragsteller vergeben wird, lässt sich an dieser Verteilung ablesen, wo die besonders forschungsstarken Hochschulen sitzen.

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.dfg.de

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news-4967 Thu, 05 Jul 2018 10:33:38 +0200 Sprachwissenschaftliche Konferenz reflektiert, wie wir uns verständigen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4967&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=99bb39530aa4146ca7621ff3ef1ef8a7 Tagung des Sonderforschungsbereichs „Prominence in Language“ vom 11. bis 13. Juli 2018 / Austausch über aktuelle Sprachdebatten Rund 150 Expertinnen und Experten aus nahezu allen Disziplinen der Sprachwissenschaft kommen vom 11. bis 13. Juli 2018 zur internationalen Konferenz „Prominenz in Sprache“ an der Universität zu Köln zusammen. Gastgeber sind der Sonderforschungsbereich „Prominence in Language“ (SFB 1252) und das Cologne Center of Language Sciences (CCLS). Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen, mit den Forschern und Forscherinnen über „Prominenz“ sowie über in den Medien diskutierte Fragen nach Sprachwandel, Gendersprache oder Sprachideologie ins Gespräch zu kommen.  Neben dem Vortragsprogramm stellen die Linguisten und Linguistinnen der Uni Köln und internationaler Hochschulen ihre Forschungsarbeit auf Postern vor und beantworten gerne Fragen.

Termin:
Mittwoch, 11. Juli 2018, ab 10.30 Uhr
„Zweite Internationale Konferenz zu Prominenz in Sprache“
KOMED, Am Medienhafen, 50923 Köln

Bei „Prominenz“ handelt es sich um ein Konzept, das erst in jüngerer Zeit systematisch in der Linguistik untersucht wird. Es geht dabei um ein Organisationsprinzip, durch das sich ein sprachliches Element (wie eine Silbe oder ein Protagonist in einer Geschichte) von anderen gleichwertigen Elementen auffällig („prominent“) abhebt. Dem Sonderforschungsbereich liegt die Annahme zugrunde, dass Prominenz in allen Sprachen der Welt eine entscheidende Rolle spielt und dass das Prinzip eine wichtige Schnittstelle von Sprache zu anderen Aspekten des menschlichen Kognitionssystems darstellt. Prominenz organisiert unsere Verständigung maßgeblich mit.

Privatdozent Dr. Stefan Hinterwimmer hat die große Konferenz organisiert und sagt: „Wir freuen uns, dass wir hier in Köln mit der internationalen Fachcommunity in Austausch treten und unsere SFB-Forschung präsentieren können. Außerdem konnten wir hervorragende Gastredner gewinnen, auf die ich mich besonders freue.“

Ob das System hinter der „Prominenz“ von etwas Gesagtem in den Sprachen der Welt gültig ist oder nur auf einzelne Sprachen zutrifft, darüber spricht die Gastvortragende Eva Schultze-Berndt von der Universität Manchester, UK, am Beispiel australischer Sprachen. Seit über 25 Jahren erforscht die renommierte Linguistin kleine Sprachen im Norden Australiens wie Jaminjung oder Ngaliwurru. Funktioniert das Verständigungssystem hier radikal anders als in den „großen“ Sprachen, wie die meisten von uns sie kennen? Sprachliche Wahlverwandtschaften können trügen: Allein die „Kölsche Sproch“ ist in ihrer Melodie dem Japanischen näher als dem Hochdeutsch.

Wie wir Sprache für unser Gegenüber mit stimmlichen Kniffen so gestalten, dass wir den für uns zentralen Aspekt „prominent“ artikulieren (Lautstärke, Dehnung, Singsang), darüber spricht Gastredner Jason Bishop aus New York. Er ist Experte für Laute, für Sprachverarbeitung und Sprachverstehen. Auch wenn wir in spontanen Äußerungen mal Wörter suchen, Lücken durch „ähms“ füllen oder Sätze abbrechen – wir sind dennoch in der Lage, dabei wichtige Informationen miteinander auszutauschen. Der Einsatz von Prominenz spielt eine entscheidende Rolle für den Gesprächserfolg.

Der dritte internationale Gastredner ist Andrew Kehler aus San Diego, USA. Er untersucht, wann eine Information so erwartbar – oder zwischen allen Gesprächsbeteiligten so bekannt – ist, dass man sie auslässt (man nennt dies ‚Ellipse’). Diese Lücken zu erkennen, ist zum Beispiel für die Sprachverarbeitung von Alexa & Co oder für Übersetzungsprogramme wie „Google Translate“ oder „DeepL“ noch immer ein Problem. Kehler arbeitet an der Schnittstelle von sprachlicher Theoriebildung und Computerlinguistik, um Ellipsen zu beschreiben.

Im SFB 1252 „Prominence in Language“ arbeiten über siebzig Forscherinnen und Forscher der Universität zu Köln in einem interdisziplinären Team an einer umfassenden Beschreibung und Modellierung von Prominenzbeziehungen. Sie untersuchen das System Sprache anhand einer Vielzahl von Einzelsprachen (von Afrikanistik bis Slawistik) aus über einem Dutzend großer Sprachfamilien weltweit. Das Team leistet mit einer umfassenden Beschreibung von Prominenz wichtige Grundlagenforschung für ein besseres Verständnis von Sprache als einem System zwischen Kommunikation und Kognition.

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Klaus von Heusinger
Sprecher SFB 1252 „Prominence in Language“
+49 221 470-4884
klaus.vonheusinger(at)uni-koeln.de

Dr. Stefan Hinterwimmer
Organisator der Prominenz-Konferenz
+49 221 470-89904
shinterw(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
Kommunikationsmanagerin SFB 1252 „Prominence in Language“
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://sfb1252.uni-koeln.de/prominenceconference2018.html

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news-4966 Wed, 04 Jul 2018 14:11:10 +0200 Universität zu Köln erhält 46 Millionen Euro für ein Zentrum für Stoffwechselforschung http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4966&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d561036c62cb0f0fcdfb14346a8db2cb Bund und Länder investieren gemeinsam in den Neubau für den Life Science Campus Köln / Baubeginn 2019 / Interdisziplinäre Erforschung auch von Folgeerkrankungen wie Adipositas und Diabetes Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) fördert den Bau eines neuen Zentrums für Stoffwechselforschung (ZfS) an der Universität zu Köln in Höhe von 46,6 Millionen Euro. Im neuen For­schungs­bau werden etwa 90 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in neun Arbeitsgruppen aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät zu­sam­menarbeiten. Der rund 7.240 m² umfassende Neubau wird auf dem jetzigen Grundstück der Experimentellen Medizin (Robert-Koch-Straße) entstehen. Der Baubeginn ist für 2019 und die Inbetriebnahme des Gebäudes für 2023 vorgesehen.

Professor Dr. Dr. Thomas Krieg, Dekan der Medizinischen Fakultät an der Universität zu Köln, sagt, dass die Förderzusage als ein Meilenstein für den weiteren Ausbau der Stoffwechselmedizin auf dem Kölner Life Science Campus gelte: „Dass es uns gelungen ist, den Neubau für ein einzigartiges, interdisziplinäres Forschungsgebäude sicherzustellen, ist ein großer Schritt für die Universität zu Köln als Forschungsstandort. Es freut mich besonders, dass wir damit auf unsere erfolgreiche Arbeit im Forschungsschwerpunkt ‚Homöostatische Prinzipien im Stoffwechsel und in der Geweberegeneration‘ aufsetzen können. Er macht einen wesentlichen Teil des Kernprofilbereichs ‚Altersassoziierte Erkrankungen‘ der Universität aus. Wir wollen grundlegende Stoffwechselprozesse identifizieren, um neue Therapien für Stoffwechsel-assoziierte Erkrankungen voranzutreiben.“

Krieg erklärt weiter: „Die Förderung zielt darauf, unter Nutzung aller Synergiepotenziale Antworten auf ein breites Spektrum von häufigen und für die Gesellschaft sehr relevanten Erkrankungen zu finden, für die wir dringend neue Behandlungswege benötigen.“

Ein wesentlicher Initiator des Projekts ist der Arzt und Wissenschaftler Professor Dr. Jens Brüning (Endokrinologie): „Ich bin froh, dass wir uns zukünftig noch intensiver wissenschaftlichen Fragen zu Stoffwechselerkrankungen widmen können. Köln ist mit seinen interdisziplinären und übergreifenden Forschungsaktivitäten und der Anbindung an die Spitzenmedizin der Uniklinik ein idealer Standort: Mit dem neuen Zentrum haben wir die Chance, ausgewiesene Translationsprozesse zu nutzen, damit Erkenntnisse schnell beim Patienten ankommen.“

Adipositas, die Fettleibigkeit, betrifft derzeit etwa 30 Prozent aller Menschen in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert ab dem Jahr 2030 eine Abnahme der durchschnittlichen Lebenserwartung als Folge von Adipositas und Übergewicht. Diese Erkrankungen ziehen Folgeerkrankungen wie etwa Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Zuckerkrankheit Typ 2, Krebs sowie verschiedener orthopädische und psychische Leiden nach sich. Etwa fünf Prozent aller Gesundheitsausgaben in den Industrieländern sind auf Adipositas zurückzuführen, in Deutschland etwa 30 Milliarden Euro jährlich.

Das Zentrum für Stoffwechselforschung soll als Katalysator fungieren, um neue Stoffwechselregulationsprinzipien als Biomarker bzw. als Ansatzpunkt für Therapien eines breiten Krankheitsspektrums zu identifizieren. Die Erkenntnisse sollen die entscheidende Grundlage für die Entwicklung von dringend benötigten neuen Therapien schaffen.

Mit dem Zentrum für Stoffwechselforschung und dem parallel geplanten Ausbau des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung sowie der Interaktion mit dem Exzellenzcluster für altersassoziierte Erkrankungen CECAD, dem Zentrum für Molekulare Medizin, dem Kölner Zentrum für Genomik und dem Zentrum für Klinische Studien will sich Köln zu einem international führenden Standort in der Stoffwechselforschung entwickeln.


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Dr. Thomas Krieg
Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 478-6039
dekan-medizin(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:

https://www.gwk-bonn.de/themen/foerderung-von-hochschulen/forschungsbauten/

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news-4965 Wed, 04 Jul 2018 09:39:03 +0200 Programm für geflüchtete Lehrkräfte an der Uni Köln gestartet http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4965&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c3a6f4aac4bef89a9bd1d8144aa656d Einjähriges Programm für geflüchtete Lehrkräfte mit Deutschkursen, Fachveranstaltungen und Hospitationen an Schulen / Start der Pilotphase In einem im Juli 2018 gestarteten neuen Programm können 15 geflüchtete Lehrkräfte ihre sprachlichen und fachlichen Kenntnisse an der Universität zu Köln erweitern. Praktische Erfahrungen sammeln sie zusätzlich an Kölner Schulen. Das einjährige Programm soll ihre beruflichen Chancen im deutschen Bildungssystem verbessern. Die Maßnahme ist ein gemeinsames Angebot des International Office, des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und des Zentrums für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln.

Dr. Susanne Preuschoff, Leiterin der Abteilung „Internationale Studierende“ im International Office der Universität zu Köln, erläutert: „Hochschulen haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehört auch die Frage, wie geflüchtete Akademiker bestmöglich in diesem Land ankommen können. Mit dem Programm schaffen wir langfristige berufliche Perspektiven.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Syrien, der Türkei oder dem Irak und haben in ihren Herkunftsländern bereits als Lehrkräfte gearbeitet. Angesichts des bundesweit akuten Lehrermangels ist das Programm somit nicht nur eine Chance für die Lehrkräfte selbst, sondern auch für die Schulen hierzulande.

„Die Lehrkräfte sprechen neben Deutsch weitere Sprachen und sind sensibel für die Situation geflüchteter Schüler und Familien. Diese Fähigkeit ist in einem Bildungssystem, in dem Migration fester Bestandteil ist, eine wichtige Kompetenz“, führt Dr. Henrike Terhart, Projektleiterin am Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, aus.

Zusätzlich zu den Deutschkursen und Fachveranstaltungen an der Universität hospitieren die Teilnehmenden vier Wochen lang an Kölner Grundschulen und weiterführenden Schulen. „Die Praxisphase wird durch ein begleitendes Seminar bereichert, das zur Reflexion der schulischen Erfahrungen einlädt“, so Astrid Krämer, Leiterin Praxisphasen am ZfL.

Das Programm ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Nach einer Pilotphase soll es möglichst ausgebaut werden. Die studienvorbereitenden Deutschkurse werden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Presse und Kommunikation:
Anna Kleiner
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
+49 221 470-7700
anna.kleiner(at)mercator.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
International Office: https://www.portal.uni-koeln.de/13616.html
Mercator-Institut: www.mercator-institut-sprachfoerderung.de
Zentrum für LehrerInnenbildung: https://zfl.uni-koeln.de

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International
news-4960 Tue, 03 Jul 2018 14:05:44 +0200 Deutsches WM-Aus: Studie zeigt, dass besonders internationale Fußballfans Schadenfreude empfinden http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4960&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1fc139493f545d7dad85b47146cbdd37 Psychologische Studie der Uni Köln / Das Lachen über den Misserfolg dominanter Gegner erfüllt wichtige soziale Funktionen Vor allem bei ausländischen Fußballfans löste das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Russland Schadenfreude aus. Das hat die Psychologin Lea Boecker vom Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) der Universität zu Köln in einer Studie zu emotionalen Reaktionen unterschiedlicher Gruppen auf das frühzeitige Ausscheiden der Deutschen bei der WM 2018 gezeigt.

Innerhalb von zwei Tagen nach dem Aus der DFB-Auswahl befragte Boecker 131 ausländischen Fans (hauptsächlich aus England) sowie 102 deutsche Fans. Die internationalen Fans empfanden mehr Schadenfreude und weniger Mitleid als die deutschen. Sie gaben an, die Niederlage als „befriedigend“ zu empfinden und „sich ein Lachen nicht verkneifen zu können“. Die Schadenfreude war umso stärker, je weniger die Probanden und Probandinnen die deutsche Nationalmannschaft mochten – sowohl die deutschen als auch die internationalen. Außerdem empfanden sie intensivere Schadenfreude, je dominanter sie die deutsche Mannschaft eingeschätzt hatten und je mehr sie fanden, dass der Misserfolg verdient war.

Die Studie zeigt außerdem, dass die deutsche Nationalmannschaft nach dem Ausscheiden aus dem Turnier an Ansehen und Dominanz verloren hat. Interessanterweise sank ihr Ansehen stärker in den Augen der deutschen Fans im Vergleich zu den ausländischen. Die deutschen Fans waren auch stärker der Meinung, dass das Ausscheiden verdient war.

Durch diese Ergebnisse kann die Psychologin allgemeine Rückschlüsse auf menschliches Verhalten ziehen: „Der öffentliche Ausdruck von Schadenfreude, wie er die letzte Woche in der internationalen Presse zu beobachten war, tritt vor allem bei Misserfolgen von Personen oder Gruppen mit einem hohen Status auf, die als dominant wahrgenommen werden“, so Lea Boecker. Der Ausdruck von Schadenfreude kann dazu dienen, diese Dominanz zu verringern. Das belegt auch eine Reihe kürzlich veröffentlichter Experimente, die Boecker gemeinsam mit Jens Lange von der Universität Amsterdam durchgeführt hat,  welche demnächst in der Fachzeitschrift „Emotion“ erscheint und bereits in einer Vorversion online verfügbar ist. In sieben Studien mit über 2.300 Teilnehmern und Teilnehmerinnen untersuchten sie, wie Menschen auf Misserfolge von Personen reagieren, die einen höheren Status haben als sie selbst. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen vor allem gegenüber Personen Schadenfreude empfinden, die bei Erfolgen Dominanz ausdrücken. Der öffentliche Ausdruck von Schadenfreude reguliert diese Dominanz unter.

In einer weiteren Studie hat Boecker bereits 2015 gezeigt, dass auch deutsche Fußballfans beim Misserfolg von Konkurrenten Häme zeigen. In einem Laborexperiment, das während der Europameisterschaft 2012 durchgeführt wurde, drückten deutsche Fußballfans starke Schadenfreude aus, als ihnen Videos verschossener Elfmeter der niederländischen Nationalmannschaft vorgespielt wurden. Ihr Schadenfreudelachen war sogar intensiver als das Freudelachen bei getroffenen Elfmetern der deutschen Nationalmannschaft. Getreu dem Sprichwort: „Schadenfreude ist die schönste Freude“.

Das Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) ist an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln angesiedelt. Forscherinnen und Forscher untersuchen dort die psychologischen Grundlagen menschlichen Handelns und die ihm zugrundeliegenden kognitiven Prozesse.

Veröffentlichung:
Lange, J., & Boecker, L. (im Druck). Schadenfreude as social-functional dominance regulator. Emotion. DOI: 10.1037/emo0000454

Vorversion des Artikels und weitere Materialien:
https://osf.io/xcp2u/


Inhaltlicher Kontakt:

Lea Boecker
Social Cognition Center Cologne (SoCCCo)
lea.boecker@uni-koeln.de
+49 (0)221 470 8346

Juniorprofessor Dr. Sascha Topolinski
+49 221 470 2060
sascha.topolinski@uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

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Forschung International
news-4957 Thu, 28 Jun 2018 10:38:27 +0200 Erste Akademie-Juniorprofessur in NRW http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4957&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=757cb2959e4222b22db509a59aec2a3b Wissenschaftliche Nachwuchsförderung in Kooperation mit der Universität zu Köln Zum ersten Mal wird von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Kooperation mit einer Universität eine Akademie-Professur eingerichtet. Am 1. Juli 2018 tritt Dr. Fiorella Retucci an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln die „Akademie-Juniorprofessur für Philosophie des Mittelalters unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftsgeschichte und der Textedition“ an.

Die Professur wird jeweils zur Hälfte von der Akademie und der Universität zu Köln finanziert; zu ihren Aufgaben gehört gleichermaßen die universitäre Vertretung des Fachs in Forschung und Lehre wie auch die Mitarbeit im Akademie-Projekt „Averroes und die arabische, hebräische und lateinische Rezeption der aristotelischen Naturphilosophie“. Das Projekt wird geleitet von Professor Dr. Andreas Speer, Direktor des Thomas-Institutes der Universität zu Köln und Juniorprofessor Dr. David Wirmer. Die Akademie-Juniorprofessur ist zunächst auf drei Jahre befristet, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere drei Jahre nach erfolgreicher Evaluierung.

Die Etablierung der Akademie-Juniorprofessur steht im Kontext der Weiterqualifizierungsinitiative der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, durch die promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern sowohl die weitere Spezialisierung als auch eine breitere Qualifikation in Forschung und Lehre ermöglicht werden soll.

„Mit der ersten Akademie-Juniorprofessur wird auch in NRW diese besondere Art der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung begründet“, begrüßt Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, diese stärkere Vernetzung zwischen Universität und Akademie.


Zur Person:
Prof. Dr. Fiorella Retucci studierte Philosophie an der Università del Salento, Lecce, wo sie 2007 in Cotutela mit der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln mit einer Edition zum Prokloskommentar des Berthold von Moosburg promovierte. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem von der DFG geförderten Editionsprojekt zu Durandus von St. Pourçain am Thomas-Institut. Ab 2014 war Frau Retucci wissenschaftliche Koordinatorin eines Forschungsprojekts zu den Anfängen der scholastischen Metaphysik sowie Juniorprofessorin an der Università del Salento. Zugleich erfolgte die Habilitation in Geschichte der Philosophie.
Mit sechs Editionsbänden, zwei Herausgeberschaften und ca. 25 Aufsätzen verfügt Frau Retucci bereits über ein beachtliches wissenschaftliches Oeuvre im Bereich der mittelalterlichen Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte. 2010 erhielt sie den Lessing-Förderpreis für Kritik  der Lessing-Akademie, Wolfenbüttel, und 2011 den „Premio Mela d'oro” der Fondazione Marisa Bellisario, Rom.


Ansprechpartner/in:
Birgit Haneklaus
Generalsekretärin Direktor
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
T.: 0221 61734-11
birgit.haneklaus(at)awk.nrw.de
http://www.awk.nrw.de

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer
Thomas-Institut
Universität zu Köln
T.: 0221 470-2309
andreas.speer(at)uni-koeln.de
www.thomasinst.uni-koeln.de

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news-4955 Thu, 28 Jun 2018 09:44:03 +0200 Mitmachkonzert „Jazz mit Kick!“ lässt Grundschulkinder zu Jazz-Musikern werden http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4955&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24fc5b42be239eb8ce8c17e1ed5d25f7 Am 6. Juli kommen 500 Kölner Grundschulkinder an die Uni Köln und gestalten gemeinsam ein Jazz-Konzert.
Am 6. Juli kommen 500 Kölner Grundschulkinder an die Uni Köln und gestalten gemeinsam ein Jazz-Konzert.
Das Mitmachkonzert Jazz mit Kick 2018 mit dem Titel „Martin und der Jazz mit Käs“ bietet Dritt- und Viertklässlern aus 11 Kölner Grundschulen die Möglichkeit, die Welt des Jazz kennenzulernen und zu erleben. Das Projekt geht auf einer Kooperation zwischen dem „Netzwerk Musikvermittlung“ am Institut für Musikpädagogik der Universität zu Köln und unterschiedlichen Kölner Musikern und Musikerinnen hervor. Die Schülerinnen und Schüler gehen auf eine Entdeckungsreise durch verschiedene Aspekte des Jazz wie Instrumentenkunde, Rhythmus, Groove, Melodie und Scat-Gesang.

Dabei werden sie tatkräftig von echten Jazz-Profis unterstützt: Die Kölner Jazz-Pianistin Laia Genc, die mit ihrer Formation „Liaison Tonique“ und als Solistin zahlreiche Preise gewann, hat die künstlerische Leitung des Projekts übernommen und die Musik geschrieben. „„Diese Zusammenarbeit hat bisher tatsächlich alle meine Erwartungen übertroffen“, beschreibt Frau Genc das Projekt. „Und ich freue mich sehr auf die Interaktion mit den Grundschülern im Konzert. Da sprüht der Saal vor Energie!“ Die Initiative „Jazz mit Kick“, ein Zusammenschluss fünf professioneller Jazzmusiker mit zwei Pionierinnen der Konzertpädagogik, hat das pädagogische Konzept für das Mitmachkonzert entwickelt und steht als Band mit auf der Bühne.

Termin:
Freitag, 6. Juli 2018, um 9.30 Uhr und 11:30 Uhr
Das Jazz mit Kick Mitmachkonzert „Martin und der Jazz mit Käs“
Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln, Aula 3,
Gronewaldstr. 2,
50931 Köln

Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Organisatoren bitten jedoch um vorherige Anmeldung der Teilnahme unter info(at)netzwerkmusikvermittlung.de.
Der Eintritt ist frei.

Zur Realisierung des Projekts „Das Jazz mit Kick Mitmachkonzert 2018“ kooperiert „Jazz mit Kick“ mit dem Verein „Netzwerk Musikvermittlung“. Studierende des Master-Studiengangs Musikvermittlung an der Universität zu Köln gründeten den Verein im November 2017 gemeinsam mit an Musikvermittlung interessierten Kölner Künstlerinnen und Künstlern und Dozierenden der Universität, um Projekte der Musikvermittlung in und um Köln zu unterstützen. Als erstes Projekt hat sich der Verein das „Jazz mit Käs! – Schülerkonzert 2018“ vorgenommen.
Dadurch erhalten auch Studierende des Fachs Musik die Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Musikvermittlung, Projektarbeit und Grundschulpädagogik zu sammeln. Im Vorfeld des Konzerts gehen die Studierenden in die Grundschulklassen und führen gemeinsam mit den Kindern Jazz-Workshops durch. Die neun- und zehnjährigen Kinder werden angeleitet, mit Klängen zu improvisieren und zu singen. Sie üben sich in Body-Percussion und Tanz. Die Studierenden helfen ihnen dabei, eigene Instrumente zu basteln. „Das Mitmachkonzert stellt schließlich den Höhepunkt des gesamten Projekts dar“, sagt Dr. Thomas Busch vom Institut für Musikpädagogik.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Thomas Busch
Institut für Musikpädagogik, Universität zu Köln
+49 221 470-4662
tbusch3(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://de-de.facebook.com/jazzmitkick/
http://netzwerkmusikvermittlung.de
https://www.facebook.com/NetzwerkMUV/

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news-4949 Mon, 25 Jun 2018 10:43:14 +0200 Uni lädt zum Langen Abend der Studienberatung http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4949&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50d537b9d31632839eb331c7304a259d Schüler/innen und Studierende mit Fragen können sich informieren / Beraterteams der Zentralen Studienberatung, des Studierendensekretariats, der Agentur für Arbeit und anderer Einrichtungen stehen Interessierten zur Verfügung Die Universität zu Köln lädt Schülerinnen und Schüler sowie Studierende zum „Langen Abend der Studienberatung“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an Studieninteressierte, die zum Wintersemester 2018/19 oder zu einem späteren Zeitpunkt ihr Studium beginnen oder ihr Studienfach wechseln möchten und noch nicht wissen, was Sie studieren wollen oder wie man sich für den Wunschstudiengang bewerben muss.

Ab 16.00 Uhr stehen die Beratungsteams der folgenden Einrichtungen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung: Zentrale Studienberatung, Studierendensekretariat, Agentur für Arbeit, International Office, Servicezentrum Behinderung und Studium, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Medizinische Fakultät, Philosophische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Humanwissenschaftliche Fakultät und das Zentrum für LehrerInnenbildung.

Termin:
Donnerstag, 28. Juni 2018, 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Langer Abend der Studienberatung
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35 & Studierenden Service Center, Universitätsstraße 22a, 50931 Köln

Die Informationsveranstaltung dient auch der Klärung von Fragen zur Studienwahl und zum Bewerbungsprozess: Wie finde ich heraus, welcher Studiengang zu mir passt? Wie wählt die Universität zu Köln aus? Wo, wann und wie bewerbe ich mich? Welche Berufsaussichten habe ich mit meinem Wunschstudium? Wie kann ich ein Auslandssemester in mein Studium integrieren?

Um 17:30 Uhr gibt es darüber hinaus einen Vortrag der Zentralen Studienberatung zum Thema „Bewerbung für ein Studium der (Zahn)Medizin“.

Inhaltlicher Kontakt:
Verena Pfeifer
Zentrale Studienberatung der Uni Köln
+49 221 470-76187
v.pfeifer(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:

www.zsb.uni-koeln.de/langerabend

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