Aktuelle Meldungen / en-gb Uni Köln Fri, 25 May 2018 00:20:07 +0200 Fri, 25 May 2018 00:20:07 +0200 TYPO3 EXT:news news-4905 Tue, 22 May 2018 09:32:49 +0200 „Medienapokalypsen“: Universitäts- und Stadtbibliothek eröffnet Ausstellung zu Medien im Wandel /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4905&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=67f62dac881d2cc7cb5c280af334ab24 Studierende der Medienkulturwissenschaft haben Ausstellung mitgestaltet / Vernissage am 29. Mai 2018 und Podiumsdiskussion am 19. Juli 2018 Die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) präsentiert vom 29. Mai 2018 bis zum 30. September 2018 die Ausstellung „Medienapokalypsen – Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel“. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit mit dem Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln unter Projektleitung von Professor Dr. Stephan Packard.

Die von Studierenden mitgestaltete Ausstellung untersucht die kulturellen Reaktionen auf Umbrüche in der Mediennutzung in der Vergangenheit und heute. Zahlreiche Vorträge und Filmvorführungen sowie eine Podiumsdiskussion bilden ein vielfältiges Rahmenprogramm. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist kostenfrei zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich.

Termine:
Dienstag, 29. Mai 2018, 18:00 Uhr
„Ausstellungseröffnung: Medienapokalypsen – Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel“
Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33, 50931 Köln

Donnerstag, 19. Juli 2018, 19:00 Uhr
„Podiumsdiskussion: Medienapokalypsen - Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel“ (In Kooperation mit Kulturpartner WDR 3)
Universitäts- und Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33, 50931 Köln,
Lesesaal I (1. OG), mit PD Dr. Joseph Garncarz, Prof. Dr. Lisa Gotto, Prof. Dr. Stephan Packard und Cordula von Wysocki

Die Ausstellung wird in weiten Teilen von Studierenden der Medienkulturwissenschaft an der Universität zu Köln gestaltet. Das Besondere ist, dass die einzelnen Ausstellungsteile erst nach und nach in chronologischer Reihenfolge enthüllt werden. Startschuss ist mit den Themengebieten „Mediale Ängste und Hoffnungen“, „Übergang von Mündlichkeit zu Schriftlichkeit in der Antike“ sowie „Schrift- und Textkritik“ am 29. Mai 2018.

„Die Einführung neuer Medien war in der Geschichte immer wieder mit Hoffnungen und Ängsten verbunden und ist es auch heute“, sagt Professor Dr. Stephan Packard, Professor für Kulturen und Theorien des Populären. „Die Ausstellung veranschaulicht, wie Menschen mit neuen Medientechnologien umgegangen sind und umgehen –  von der mündlichen Singdichtung Homers bis zu den digitalen Games der Gegenwart. Was war damals wirklich neu? Was ist es heute? Wie bewältigen Gesellschaften die Flut neuer Möglichkeiten, die Medienrevolutionen mit sich bringen? Das Wort Apokalypse spiegelt diesen Zwiespalt: Es heißt heute sowohl ‚Offenbarung‘ als auch ‚Weltuntergang‘, bezeichnet Hoffnungen ebenso wie Ängste.“

„Wir freuen uns, dass wir wieder ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit der Universität anstoßen konnten“, sagt Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der USB. „In der Bibliothek haben wir die Möglichkeit, die Forschung aus der Uni Köln einem breiten Publikum zugänglich und begreiflich zu machen.“

Weitere Informationen:
www.medienapokalypsen.de  

Über die USB:
Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln ist die größte Bibliothek in Nordrhein-Westfalen. Sie ist die zentrale Ausleihbibliothek der Universität zu Köln und steht neben Studierenden und Mitarbeitern der Universität auch den Einwohnern der Stadt und der Region offen. Die USB bietet ein breites Spektrum aktueller Informationsmedien und eine reichhaltige Sammlung historisch wertvoller Bestände. Mit zahlreichen Ausstellungen unterstützt sie das kulturelle Leben in Köln. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich sowohl an Universitätszugehörige als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Stephan Packard
+49 221 470 7115
packard(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470 1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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news-4904 Thu, 17 May 2018 13:58:19 +0200 Projekt zu Krebstherapie erhält Millionenförderung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4904&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=91d5a06723d19b646bd69409ae4ccbf0 „ImmunePredict“ der Uniklinik Köln erhält 2,4 Millionen Euro für drei Jahre / Forscher versprechen sich Fortschritte bei der personalisierten Krebstherapie Das Wissenschaftsministerium des Landes NRW hat am 14. Mai zwölf Projekte bekanntgegeben, die im Rahmen des „LifeSciences.NRW“ Wettbewerbs mit insgesamt 19 Millionen Euro gefördert werden. Darunter ist auch ein Projekt der Universität zu Köln: „ImmunePredict“ ist am Institut für Pathologie der Uniklinik angesiedelt und forscht an personalisierten Therapien für Patienten und Patientinnen mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Die Förderlaufzeit ist von November 2018 bis Oktober 2021.

Personalisierte Krebstherapien nutzen die Unterschiedlichkeit bösartiger Tumore für eine optimale Behandlung jedes einzelnen Patienten. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher entwickeln Medikamente, die eine Aktivierung des körpereigenen Immunsystems gegen den Tumor bewirken: Sogenannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) sind Antikörper, die die Krebszellen nicht direkt angreifen, sondern das Immunsystem stärken. Aufgrund ihrer Überlegenheit gegenüber Chemotherapie sind sie bereits bei zahlreichen Krebserkrankungen zugelassen.

In der Vergangenheit hat das Team bereits ein genomisches Sequenzierverfahren entwickelt, das heute bei der Mehrzahl der Lungenkrebspatienten in Deutschland eingesetzt wird. Bei rund 20 Prozent der Patientinnen und Patienten ermöglicht es eine personalisierte Therapie. Denn die Identifizierung derjenigen, die von dieser Therapieform profitieren, ist gar nicht so leicht – sie kommt nicht für jede Tumorart infrage.

In Zukunft möchte das Konsortium noch genauer bestimmen können, zu welchen Patienten und Patientinnen eine personalisierte Krebstherapie passt. Hierfür entwickelt es zusammen mit der Firma Miltenyi Biotec GmbH ein hochauflösendes Bildgebungsverfahren (MICS) weiter, mit dem das Zusammenspiel von Immun- und Krebszellen analysiert werden soll.

Professor Dr. Reinhard Büttner ist der Sprecher von „ImmunePredict“ am Institut für Pathologie: „Wir kombinieren die Expertise eines großen Biotechnologieunternehmens, Technologien der Künstlichen Intelligenz und die profunde Erfahrung onkologischer und pathologischer Forschungsteams am Uniklinikum Köln, um in optimaler Weise Patienten zu identifizieren, die von neuartigen Immuntherapien profitieren können.“

Am „ImmunePredict“-Konsortium sind neben dem federführenden Institut für Pathologie der Uniklinik Köln auch die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und die Klinik I für Innere Medizin beteiligt. Als externe Partner kommen die Miltenyi Biotec GmbH und die Hochschule Hamm-Lippstadt hinzu.

Der „LifeSciences.NRW“ Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Gefördert wird die Erforschung und Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte, die zur Gesunderhaltung, Rehabilitation und Versorgung der Menschen beitragen – besonders mit Blick auf die Möglichkeiten der Digitalisierung. Er ist ein Leitmarktwettbewerb in der aktuellen Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.


Inhaltlicher Kontakt:

Prof. Dr. Reinhard Büttner
Institut für Pathologie, Uniklinik Köln
+49 221 470-2309
reinhard.buettner(at)uk-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler@verw.uni-koeln.de

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news-4903 Tue, 15 May 2018 12:50:07 +0200 Wir sprechen langsamer, wenn wir ein Nomen gebrauchen, und schneller bei Verben /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4903&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f6697dfb75baca8f2f03b5286b5abb99 Sprachwissenschaftler Frank Seifart zeigt mit einem internationalen Team, dass die Verwendung von Substantiven über Sprachen hinweg unsere Sprechgeschwindigkeit drosselt. Wie schnell wir sprechen, hängt von den eingesetzten Wortarten ab: Sprecherinnen und Sprecher verlangsamen ihren Redefluss meist vor Substantiven, vor Verben hingegen viel weniger. Das hat eine Studie unter Erstautorschaft von Dr. Frank Seifart, Institut für Linguistik der Universität zu Köln, anhand neun unterschiedlicher Sprachen erstmals belegt. Das Paper wurde in PNAS veröffentlicht.

Verlangsamungseffekte wie kurze Pausen oder Verzögerungswörtchen wie „Ähh“ liefern wichtige Hinweise darauf, wie unser Gehirn die Sprache verarbeitet. Sie weisen auf Schwierigkeiten bei der Planung der Äußerung eines bestimmten Wortes hin.

Das Forscherteam analysierte hunderte von Gesprächsaufnahmen von sprachlich und kulturell unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen aus der ganzen Welt, darunter Sprachen aus dem Amazonas-Regenwald, aus Sibirien, dem Himalaja und der Kalahari-Wüste, aber auch Englisch und Niederländisch. In den Tonaufnahmen hatten die Linguistinnen und Linguisten Verlangsamungseffekte vor Substantiven wie „Freund“ und Verben wie „kommen“ untersucht. Sie maßen die Äußerungsgeschwindigkeit in Lauten pro Sekunde und stellten fest, ob die Sprechenden eine kurze Pause machen.

Frank Seifart sagt: „Uns hat besonders erstaunt, dass sich trotz großer Variation in der lokalen Sprechgeschwindigkeit doch ein deutlicher Effekt von Nomengebrauch auf Sprechgeschwindigkeit abzeichnet, und das über neun Sprachen hinweg, die sich stark voneinander unterscheiden. Der Grund dafür ist, dass Substantive schwieriger zu planen sind, weil sie normalerweise nur verwendet werden, wenn sie neue Informationen beinhalten.“

Beinhalten Nomen bekannte Informationen, werden sie oft durch Pronomen ersetzt oder komplett weggelassen, wie im Beispiel: „Meine Freundin kam zurück. Sie (meine Freundin) nahm Platz“ oder „Meine Freundin kam zurück und (-) nahm Platz“. „Solche Ersetzungsprinzipien gelten nicht für Verben, da Verben in der Regel unabhängig davon verwendet werden, ob sie neue oder alte Informationen tragen“, erklärt Seifart.

Balthasar Bickel, Ko-Autor von der ETH Zürich, sagt: „Unser Ergebnis hilft zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Sprache verarbeitet. Künftig muss sich die neurowissenschaftliche Forschung systematischer mit dem Informationswert von Wörtern im Gespräch auseinandersetzen und wie das Gehirn auf Unterschiede in diesen Werten reagiert.“ Es sei wichtig, für diese Fragen mehrere Sprachen zu berücksichtigen einschließlich kleinerer, oft gefährdeter.

Ein Verständnis dessen, wie Sprachen natürlich funktionieren, wird immer wichtiger angesichts der Herausforderungen, vor denen die sprachliche Kommunikation im digitalen Zeitalter steht. Künstliche Systeme, mit denen wir bereits jetzt kommunizieren, verlangsamen ihr Tempo bisher nicht vor Substantiven, wie der Mensch es macht. Um eine natürliche Wirkung erzielen zu können, bedarf es einer präzisen Beschreibung menschlichen Sprechens.    


Inhaltlicher Kontakt:     

Dr. Frank Seifart
Allgemeine Sprachwissenschaft, Institut für Linguistik
+49 221 470-4109
frank.seifart(at)berlin.de


Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Zur Publikation:

„Nowns slow down speech across structurally and culturally diverse languages“
Frank Seifart, Jan Strunk, Swintha Danielsen Iren Hartmann, Brigitte Pakendorf, Søren Wichmann, Alena Witzlack-Makarevich, Nivja H. de Jong, and Balthasar Bickel
PNAS May 14, 2018. 201800708; published ahead of print May 14, 2018
https://doi.org/10.1073/pnas.1800708115

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news-4900 Mon, 14 May 2018 12:49:22 +0200 Presseeinladung: Köln wird Fairtrade University /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4900&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a3479734851ae540ee5fab0f3430a161 Für ihr Engagement in der Förderung des fairen globalen Handels wird der Universität zu Köln die Fairtrade-Auszeichnung verliehen Die Universität zu Köln setzt sich für Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion, faire Handelsbeziehungen und Arbeitsbedingungen ein. Für dieses Engagement wird ihr nun vom TransFair e.V., der auch die bekannten Fairtrade-Siegel vergibt, der Titel ‚Fairtrade-University‘ verliehen.

Termin:
Freitag, 18. Mai 2018, 9.30 Uhr
„Übergabe der Auszeichnung zur Fairtrade University“
Universität zu Köln, Dozentenzimmer des Hauptgebäudes, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Um die Auszeichnung zu erlangen, mussten verschiedene Kriterien erfüllt werden. So bietet das Kölner Studierendenwerk in seinen Mensen, Bistros und Kaffeebars mittlerweile eine breite Palette von Produkten aus fairem Handel an. Zudem kann man in dort aufgestellten Automaten faire Schokoriegel und Snacks erwerben. Auch in den Senatssitzungen wird darauf geachtet, dass Kaffee aus fairen Produktionsbedingungen ausgeschenkt wird oder Caterer auf nachhaltige Lebensmittel zurückgreifen.

„Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung geht allerdings weit über Produkte wie Kaffee oder Tee hinaus“ erklärt Jana Thomas, die als Leiterin der eigens berufenen Steuerungsgruppe den Antrag zur Titelvergabe eng betreut hat. „Es ist mittlerweile auf allen Ebenen der Universität verankert. Wir veranstalten etwa regelmäßig Veranstaltungen rund um diesen Themenkomplex.“ So fanden bereits ein Schokoladen-Tasting, Kochabende oder die Veranstaltung „Who made my Clothes?“ statt, die für faire Produktionsbedingungen sensibilisieren sollen. Auch wurde ein ‚Green Office‘, ein studentisch geführtes Nachhaltigkeitsbüro, eröffnet, das eng an die Verwaltung der Universität angegliedert ist. Zudem wird im September eine Fachkonferenz zu fairem Handel in Zusammenarbeit mit dem Global South Study Center stattfinden.

Die Auszeichnung zur Fairtrade-University wird seit 2014 vom TransFair e.V. Deutschland an Hochschulen und Universitäten verliehen, die sich nach bestimmten Kriterien für fairen Handel einsetzen. An der Universität zu Köln wurde hierfür im vergangen Jahr eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, die sich aus Vertretern der Studierendenschaft, der Gastronomie des Studierendenwerkes und dem zentralen Einkauf der Universität zusammensetzt. Die Uni hat es sich zum Ziel gesetzt, auch zukünftig die Ideen von Nachhaltigkeit und fairem Handel weiter voran zu treiben und faire Produkte an noch mehr Orten auf dem Campus verfügbar zu machen.


Inhaltlicher Kontakt:     

Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

Jana Thomas
+49 157 34 77 80 18
j.thomas(at)asta.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de


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news-4899 Mon, 14 May 2018 10:21:09 +0200 Presseeinladung: Wichtigstes Forum für Klassische Archäologie der Mittelmeerkulturen findet in Köln und Bonn statt /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4899&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c078d2adb3a82ff43e9c5d36a9e04b7d 19. Internationaler Kongress für Klassische Archäologie widmet sich vom 22. bis 26. Mai der Wirtschaft in Antiken Kulturen Die Associazione Internazionale di Archeologia Classica (AIAC) sowie die Archäologischen Institute der Universitäten Köln und Bonn laden herzlich zum 19. Internationalen Kongress für Klassische Archäologie ein. Der Schwerpunkt des diesjährigen und nur alle fünf Jahre stattfindenden Kongresses ist die Wirtschaft in den Kulturen der Antike. Ziel der Vorträge und Veranstaltungen ist es, Wirtschaft als ein zentrales Element der klassischen Gesellschaften zu verstehen. Wirtschaftliche Aspekte durchdrangen alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens antiker Gesellschaften, sei es im Städtebau, in der Religion oder Kunst, im Wohnen oder im Tod. Der Kongress bietet umfassende Einblicke in die neuesten wissenschaftlichen Befunde der Klassischen Archäologie.

Termin der Auftaktveranstaltung:
22. Mai 2018, 10.00 Uhr
Gürzenich
Martinstraße 29-37, 50667 Köln

Der Kongress bildet das wichtigste Austauschforum für alle Disziplinen, die sich mit der griechisch-römischen Zivilisation und ihren Nachbarkulturen von der Ägäischen Bronzezeit bis zum Ende der Spätantike beschäftigen.

Die Auftaktveranstaltung am 22.5.2018 findet im Kölner Gürzenich statt. Sie wird unter anderem von Isabel Pfeiffer-Poensgen (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrheinwestfalen), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln) und Friederike Fless (Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts) eröffnet.

Das Programm des Kongresses erstreckt sich daraufhin über insgesamt sieben Tage, vier davon finden in Bonn statt, und enthält ein ausgedehntes Wissenschaftsprogramm mit Abendveranstaltungen und Exkursionen sowie Stadtführungen. Erwarten werden rund 1.300 Gäste aus 44 Ländern. Die Schirmherrschaft des diesjährigen AIAC-Kongresses hat Armin Laschet (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen) übernommen.


Programmübersicht: http://aiac2018.de/programme/overview/?lang=de


Inhaltlicher Kontakt:     
Diana Wozniok
+49 221 470-3452
congress(at)aiac2018.de

Prof. Martin Bentz
+49 228 73 77 35
congress(at)aiac2018.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
http://www.aiac2018.de/?lang=de

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news-4898 Fri, 11 May 2018 11:16:38 +0200 Uni, Stadt Köln und Wallraf-Richartz-Museum ehren Wallraf mit Festabend zu 200 Jahren Wallrafs Erbe /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4898&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=56866e691f2d86da970dd00ed56cabca Presseeinladung zur Veranstaltung am 14. Mai 2018 mit Ministerpräsident Armin Laschet, Unirektor Axel Freimuth und OB Henriette Reker Zu einem gemeinsamen Festabend zu Ehren des bürgerlichen Stifters Franz Ferdinand Wallraf laden Universität, Stadt Köln und das Wallraf-Richartz-Museum Vertreterinnen und Vertreter der Presse ein.  Die nicht öffentliche Abendveranstaltung ist ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsprogramm rund um die aktuelle Sonderausstellung „Wallrafs Erbe. Ein Bürger rettet Köln“ im Wallraf-Richartz-Museum aus Anlass des 200. Jahrestages der Eröffnung des Wallrafschen Testaments. In Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes NRW, Armin Laschet, der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und weiteren Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wird mit Wallraf eine historische Stadtpersönlichkeit geehrt, für dessen Leben und Wirken die einladenden Institutionen eine entscheidende Bedeutung hatten.

Termin:
Montag, 14. Mai 2018, um 18.50 Uhr
„200 Jahre Wallrafs Erbe: Fototermin und anschließender Festabend“
Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums, Obenmarspforten 40, 50667 Köln (dazu auch die Presseeinladung der Stadt Köln vom 9. Mai 2018)

Neben den Gästen aus Politik und Gesellschaft werden Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, und Professorin Dr. Gudrun Gersmann vom Historischen Institut ihr Wort an die Gäste richten. Das Collegium Musicum der Universität zu Köln wird den Abend musikalisch umrahmen.
Dieser Festabend steht auch für den Höhepunkt eines gelungenen Brückenschlages aus der Universität in die Stadt Köln, der mit einem universitären Forschungsprojekt zu Wallraf, initiiert vom Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Professorin Gudrun Gersmann, bereits 2014/15 begann. Seither haben junge Historiker und Historikerinnen am Lehrstuhl ihre Forschungs- und Seminarergebnisse rund um Wallraf in unterschiedlichen digitalen Formaten wie Online-Publikationen, einer App, einem Blog rund um Wallraf und Videos aufbereitet. Über das digitale Medium wurden vielfältige Zugänge zu Wallraf über die Wissenschaft hinaus geschaffen, die einerseits im Internet frei zugänglich sind, die aber gleichzeitig auch die aktuelle Sonderausstellung historisch-inhaltlich flankieren.

Zudem beteiligen sich die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Lehrstuhls für die Geschichte der Frühen Neuzeit am Begleitprogramm zur Ausstellung und sind damit aktive Wissensbotschafter der Universität in die Stadt. So auch mit dem Vortrag „Dreimal letzter Wille: Wallrafs Testamente.“, wo im Rahmen einer neu entstandenen wissenschaftlichen Online-Publikation erstmals die Inhalte der drei Wallrafschen Testamente vorgestellt werden. Dies findet im Rahmen der Reihe „Wissenschaft im Rathaus“ am 16. Mai 2018 um 19.00 Uhr im Spanischen Bau des Rathaus Köln statt  (http://koelner-wissenschaftsrunde.de/kwr_termine/wallrafs-testamente/).

 

Inhaltlicher Kontakt:

Professorin Dr. Gudrun Gersmann
+49 221 470 4352
fruehe-neuzeit(at)uni-koeln.de

Christine Schmitt
Projektleitung „Wallraf digital“
+49 221 470 5760
christine.schmitt(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Jan Voelkel
+49 221 470 2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.wallrafdigital.koeln

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news-4897 Wed, 09 May 2018 16:32:37 +0200 DFG fördert neues Graduiertenkolleg zu Herz-Kreislauferkrankungen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4897&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=288c458500eeb9280e36f6a11be55522 Das Graduiertenkolleg erforscht gemeinsame Entzündungsvorgänge und zelluläre Reaktionen von Herz-Kreislauf Erkrankungen / Es wird mit gut 3,27 Mio. € für eine Laufzeit von viereinhalb Jahren gefördert. Fehlfunktionen arterieller Leitungs- und Widerstandsgefäße führen zu Bluthochdruck, Herzinfarkten oder Hirnblutungen und bleiben die führende Ursache für Krankheit und Tod in einer alternden Bevölkerung. Das Graduiertenkolleg 2407 „Inflammation und zelluläre Stress-Reaktionen: Veränderungen bei vaskulärer Dysfunktion“ beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen der Herz-Kreislauf-Forschung und umfasst die Schwerpunkte Entzündung, zellulärer Stress und Fehlfunktion der Gefäße. Wurden diese drei Gebiete traditionell weitgehend isoliert voneinander betrachtet, so will das GRK sie nun in einem interdisziplinären Ansatz zusammenhängend untersuchen. Die Förderung ist auf viereinhalb Jahre angelegt, Sprecher des Graduiertenkollegs ist Professor Dr. Stephan Baldus, und Professor Dr. Stephan Rosenkranz koordiniert das Projekt.

Das Verbundprojekt verfolgt das übergeordnete Ziel, vaskuläre “inflammatorische Stressoren” zu identifizieren und redundante subzelluläre Reaktionen („stress responses“) zu beschreiben. Durch Kollaboration ausgewiesener Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen des Campus, unter Einbeziehung klinischer Abteilungen und externer Forschungseinrichtungen, wird ein Graduiertenkolleg eingerichtet, in welchem Studierende molekulare Prinzipien für die Pathogenese unterschiedlicher durch Gefäßdysfunktion getriebener Krankheitsbilder untersuchen. Das Programm baut auf einem existierenden Graduiertenprogramm im Rahmen des kürzlich gegründeten Cologne Cardiovascular Research Center (CCRC) auf und soll in etablierte Forschungs- und Ausbildungskonzepte an der Universität zu Köln integriert werden. Letztlich ist es das erklärte Ziel dieses CCRC Graduiertenprogramms, die nächste Generation kardiovaskulärer Forscher auf höchstem Niveau auszubilden und zugleich das Verständnis für kooperative Forschung von Experten aus Praxis und Forschung in diesem wichtigen Feld zu fördern.



Bei Rückfragen:
Professor Dr. Stephan Baldus
+49 221 478-32511
sekretariat-prof-baldus(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

 

 

(at)verw.uni-koeln.de

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news-4896 Wed, 09 May 2018 11:33:15 +0200 Reihe „Philosophie kontrovers“ diskutiert im Sommersemester 2018 über Kosmopolitismus /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4896&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4102134fe3f3999e0010b193022ba80 Vorträge über „Zivilen Ungehorsam“, „Verwurzelte Weltbürger“ und das „Kosmopolit-sein“ / Debattenprinzip von Rede und Gegenrede Kosmopolitismus als Weltanschauung, Bürger der ganzen Welt und nicht einer Nation zu sein, ist das Thema der Veranstaltungsreihe „Philosophie kontrovers“ am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln im Sommersemester 2018. Dazu werden insgesamt drei Themenabende veranstaltet, zu denen Vertreterinnen und Vertreter der Presse sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen sind.


Termine:
Donnerstag, 17. Mai 2018, um 19.30 Uhr
„Globaler ziviler Ungehorsam – Pflicht oder Anmaßung?“ (PD Dr. Henning Hahn, Kassel)
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal VIII, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Donnerstag, 6. Juni 2018, um 19.30 Uhr
„Verwurzelte Weltbürger in einer Menschheit? Kosmopolitismus aus anthropologischer Sicht“ (Prof. Dr. Martin Zillinger, Köln)
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal VIII, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Dienstag, 3. Juli 2018, um 19.30 Uhr
„Weltbürger weltweit? Kosmopolit-sein mit Kant, Arendt, Derrida und Flusser“ (Prof. Dr. Frauke A. Kurbacher, Münster)
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal VIII, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln


„Philosophie kontrovers ist der Versuch, Themen kontrovers und in disputativer Form zu diskutieren. Stets gibt es neben dem Hauptredner einen Kommentator oder Opponenten“, erklärt Professor Dr. Andreas Speer, Organisator der seit 2005 stattfindenden Reihe. Mit großer Resonanz wurden bei „Philosophie kontrovers“ bisher Themen wie Dissens, Vertrauen, Leben, Fortschritt und Religion behandelt.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Andreas Speer
Philosophisches Seminar / Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
philosophie-kontrovers(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://kontrovers.phil-fak.uni-koeln.de

 

 

 

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news-4895 Tue, 08 May 2018 16:14:37 +0200 Wer scheitert, kann anderen helfen, wieder aufzustehen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4895&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cac548d6b5d396658c2aa3e2643e0b93 FuckUp Nights Cologne@Uni Köln knüpft an den Erfolg von 2017 an / Kostenfreie Tickets über Eventbrite erhältlich Was 2012 in Mexiko seinen Anfang nahm, ist auch in Köln etabliert: Die „FuckUp Nights“ (FUN) sind eine globale Bewegung, die unternehmerisches Scheitern von seinem negativen Stigma befreien will. Das soll helfen, eine positive Fehlerkultur zu schaffen.
Nach dem großen Erfolg der ersten FuckUp Nights Cologne@Uni Köln findet die Veranstaltung am 16. Mai 2018 erneut in der Aula der Universität zu Köln statt. Mit dabei sind u.a. die WiSo-Fakultät, KölnAlumni und Gateway Gründungsservice der Uni Köln.
Zu den Referenten gehört u.a. Prof. Dr. Christian Schwens von der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln. Er verfügt auch über Erfahrung als Leiter von Gründungsinkubatoren: „Wir wollen alle aus Fehlern lernen, aber nicht über unsere eignen Fehler sprechen. Dieses Tabu wollen die FuckUp Nights Cologne aufbrechen.“ Marc Kley vom Gateway Gründungsservice der Uni Köln ergänzt: „Es zeichnet eine starke unternehmerische Persönlichkeit aus, über das eigene Scheitern sprechen zu können. Das zeigt das Vertrauen, dass das Scheitern keine Sackgasse ist, sondern dass es weitergeht.“ Weitere Referenten sind Marco Zingler (Gründer Denkwerk GmbH), Yanek Stärk (Musiker), Micha Marx (Kabarettistischer Karikaturist) und ein weiterer „gescheiterter“ Unternehmer.
FuckUp Nights Cologne 2018

Wann:
Mittwoch, 16. Mai 2018, 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr

Wo:
Aula 1 und 2, Hauptgebäude der Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln


Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist die Buchung eines kostenfreien Tickets über Eventbrite notwendig. Die Ticketkontingente werden gestaffelt freigeschaltet. Sollten die Tickets bei Eventbrite derzeit vergriffen sein, können Sie sich auf der Facebook-Seite der FuckUp Nights Cologne über die Freigabe des jeweils nächsten Ticketkontingents informieren.
Im Rahmen der "FuckUp Nights Cologne", die nun im fünften Jahr stattfinden, stellen sich an wechselnden Orten in Köln immer wieder Referentinnen und Referenten dem Thema „berufliches Scheitern“. Mithilfe dieser Menschen, die den Mut fassen, private Momente vor Fremden zu teilen und von ihren gescheiterten Unternehmen zu erzählen, streben die Organisatoren der FUN ein Umdenken an. Denn auch Fehlentscheidungen können einen enormen Lerneffekt für Mitmenschen haben, bleiben aufgrund des Schamgefühls der Gescheiterten jedoch oftmals im Dunkeln.

Inhaltlicher Kontakt:     
Corinna Lehmann
+49 221 470-7255
c.lehmann(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
Ticketreservierung: www.eventbrite.de/e/fuckup-nights-cologne-meets-universitat-zu-koln-tickets-45191678527
Facebook-Seite FuckUp Nights Cologne: www.facebook.com/FUNCologneGermany
Impressionen der FuckUp Nights Cologne 2017: www.wiso.uni-koeln.de/de/praxis/wisoalumni/rueckblick/fuckup-nights-cologne

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news-4887 Wed, 02 May 2018 12:34:00 +0200 Gemeinsam für Chancengerechtigkeit an Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rheinland /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4887&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7f4b7826827a4ee2a4016072fd6de355 Auftakttreffen an der RWTH und offizielle Unterzeichnung: Am 03. Mai 2018 bekräftigen die Universität zu Köln, die RWTH Aachen, die Technische Hochschule Köln, die Forschungszentrum Jülich GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. ihr Engagement für Chancengerechtigkeit durch die Unterzeichnung gemeinsamer Leitlinien.

Die genannten Hochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet bereits seit langem eine enge Partnerschaft in der Forschung, in der Lehre und im Wissenschaftsmanagement.

„Auf der Basis unserer jeweiligen Leitbilder, Strategien und Konzepte können wir so künftig gemeinsam gezielte Programme und innovative Konzepte im Zukunftsfeld Diversität entwickeln“, so Professorin Manuela Günter, Prorektorin für Gleichstellung und Diversität der Universität zu Köln und neben Professorin Doris Klee, Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs an der RWTH, eine der beiden Initiatorinnen der gemeinsamen Leitlinien.

„Wir sind sehr froh darüber, diese tragfähige Verbindung nun durch gemeinsame Leitlinien im Handlungsfeld Chancengerechtigkeit zusätzlich stärken und ausbauen zu können“, so Klee.

Mit den gemeinsamen Leitlinien Chancengerechtigkeit werden Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass die beteiligten Institutionen allen Menschen, unabhängig von ihren Lebenslagen und ihren sozialen Hintergründen, offenstehen. Ziel ist jeweils die Förderung einer Organisationskultur, in der individuelle, soziale und kulturelle Vielfalt als Bereicherung und als Qualitätsmerkmal verstanden werden.

Das Auftakttreffen am 03. Mai 2018 beginnt mit einer Einführung der beiden Initiatorinnen, bevor die offizielle Bekanntgabe der Unterzeichnung der Leitlinien durch die Verantwortlichen aller beteiligten Institutionen erfolgt. Im Anschluss wird in einem gemeinsamen Workshop diskutiert, wie Diversität auch auf Führungsebene erhöht werden kann.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr.’ Britt Dahmen
Referat Gender & Diversity Management
b.dahmen@verw.uni-koeln.de
+49 221 470 5907

Link zur Leitlinie:
https://www.portal.uni-koeln.de/fileadmin/home/bdahmen/PDFs/Chancengerechtigkeit._Gemeinsame_Leitlinien.pdf

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news-4890 Wed, 02 May 2018 12:20:23 +0200 Doppelspitze der Zentralbibliothek für Medizin komplett /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4890&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7529b9e73f37d0b740f9319a80515c0d Gemeinsame Berufung des Medizin-Informatikers Dietrich Rebholz-Schuhmann mit der Universität Köln Seit dem 1. Mai 2018 ist Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann Wissenschaftlicher Leiter der Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) – Informationszentrum Lebenswissenschaften. Zugleich hat er seine Tätigkeit als Professor für Informationserschließung, -aufbereitung und -versorgung an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln aufgenommen. Mit dieser gemeinsamen Berufung wird die Kooperation zwischen ZB MED und der Universität Köln sichtbar. Rebholz-Schuhmann bildet zusammen mit Gabriele Herrmann-Krotz, seit Mitte Februar diesen Jahres Kaufmännisch-Administrative Leiterin von ZB MED, die Doppelspitze des Informationszentrums.

„Mit Professor Rebholz-Schuhmann hat ZB MED einen ausgewiesenen Experten für die Leitung gewonnen, der in beiden für ZB MED zentralen Wissenschaftsfeldern zu Hause ist: Lebenswissenschaften und Informatik. Zudem hat er Erfahrung in der Leitung einer vergleichbaren Forschungseinrichtung in Irland. Somit passt er perfekt zu Mission und Aufgaben von ZB MED“, erläutert Interimsdirektor Dr. Dietrich Nelle, der die wissenschaftliche Leitung nun nach einer Übergangszeit von knapp zwei Jahren an Rebholz-Schuhmann übergibt.

Dietrich Rebholz-Schuhmann absolvierte sein Medizinstudium in Düsseldorf und das Informatikstudium in Passau. Danach befasste er sich als Senior Researcher am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München mit der medizinischen Bildanalyse und 3D-Visualisierung. Im Anschluss machte er einen Abstecher in die Industrie und leitete den Gesundheitsbereich eines Heidelberger Informatikhauses, bevor er sich wieder der Forschung zuwandte: Am europäischen Bioinformatikinstitut EMBL-EBI in Hinxton bei Cambridge leitete er eine Forschungsgruppe für semantische Datenanalyse, in Zürich forschte er im Bereich Computerlinguistik. Zuletzt leitete der Medizin-Informatiker das Insight Centre for Data Analytics in Galway, Irland.

„Datenwissenschaften für die Life Sciences sind das Schlüsselthema für meine neuen Aufgaben in Köln und Bonn“, stellt Prof. Dr. Rebholz-Schuhmann fest. „Einerseits gilt es, ZB MED noch stärker europäisch und international als eine führende Infrastruktur-, Dienstleistungs- und Forschungseinrichtung zu profilieren als auch mit dem Lehrstuhl die Kooperation mit der Kölner Universität auszubauen. Die Forschungsergebnisse werden in die ZB MED-Angebote einfließen und das Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot nutzerorientiert erweitern. Eine spannende Herausforderung!“

Hintergrund-Information: ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften
ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften versteht sich als zentrale lebenswissenschaftliche Informationsinfrastruktur für Deutschland und Europa und als treibende Kraft bei der Schaffung einer vernetzten digitalen Wissensbasis. Aufbauend auf seinen einzigartigen Beständen bietet ZB MED forschungsbasierte Möglichkeiten zur Gewinnung von Informationen und Nutzung von Forschungsdaten in den Lebenswissenschaften. Als Dienstleister für die lebenswissenschaftliche Forschung ist ZB MED Partner für alle, die innovative Wege zur verbesserten Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von wissenschaftlichen Informationen und Forschungsdaten beschreiten wollen. Dazu bietet das Informationszentrum Literatur, Fachinformationen sowie darauf aufbauende Mehrwertdienste vor allem in digitaler Form über das semantikbasierte Suchportal LIVIVO, über das Publikationsportal PUBLISSO sowie vor Ort in Köln und Bonn an. Im Interesse einer qualitativ hochwertigen Versorgung mit wissenschaftlichen Informationen gehört die Förderung von Open Access zu den zentralen Prioritäten von ZB MED. Zudem betreibt das Informationszentrum anwendungsorientierte Forschung im Bereich „Knowledge Discovery“.

Inhaltlicher Kontakt:     
Ulrike Ostrzinski
+49 221 478-5687
pressestelle@zbmed.de

Presse und Kommunikation Uni Köln:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.zbmed.de

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news-4889 Wed, 02 May 2018 12:17:02 +0200 Streitgespräch zum Kampf um Unabhängigkeit am Beispiel der spanischen Region Katalonien /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4889&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2406c0c3e6396d34a395cbd392a6e1c4 Ob Katalonien, Tirol oder Schottland: Etliche Regionen in Europa streben nach Unabhängigkeit. Die Veranstaltungsreihe „Demokratie Diskutiert“ greift das Thema unter der Überschrift „Katalonien, Tirol, Schottland: Ja zum eigenen Staat?“ auf. Die Kämpfe um Unabhängigkeit von Regionen in Europa sind das Thema der diesjährigen Auflage der Veranstaltungsreihe „Demokratie-Diskutiert“ am 3. Mai 2018. Die Presse ist zu der öffentlichen Veranstaltung herzlich eingeladen:

Termin:
Donnerstag, 3. Mai 2018, ab 18 Uhr
„Demokratie Diskutiert:  Katalonien, Tirol, Schottland: Ja zum eigenen Staat?“
Hörsaal VIII im Hauptgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

In vielen europäischen Staaten gibt es Bestrebungen nach mehr Autonomie. Nirgends sind sie derzeit so brisant wie in Katalonien. Warum will Katalonien die Unabhängigkeit? Was unternimmt die spanische Regierung dagegen? Wie rechtfertigen Unabhängigkeitsbefürworter und –gegner ihre Positionen? Zu diesen Fragen werden Marie Kapretz, Vertreterin der (von Madrid abgesetzten) Regierung von Katalonien in Deutschland und Fernando Vallespín, Professor für Politikwissenschaften an der Universidad Autónoma in Madrid Stellung beziehen.

Jeder Redner hat rund 15 Minuten Zeit hat, seine Position zu dem Thema darzulegen. Daraufhin hat jede Partei die Möglichkeit, fünf Minuten zu dem gegnerischen Vortrag Stellung zu nehmen. Im Anschluss findet eine offene Fragerunde für das Publikum statt, an dessen Ende es abstimmt, welche der beiden Standpunkte es für richtig erachtet.

Die Veranstaltungsreihe „Demokratie Diskutiert“ wird von der Demokratie-Stiftung der Universität zu Köln gefördert und wurde 2013 ins Leben gerufen. Die Stiftung hat den Zweck, durch Wissenschaft und Bildung einen friedlichen Beitrag zur Verbreitung und Vertiefung demokratischer Ideen zu leisten.


Inhaltlicher Kontakt:
Johanna Sahbatou
0221/470-3828 ; 0162/3211227
demokratie-stiftung(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4888 Wed, 02 May 2018 11:25:08 +0200 Genetische Veranlagung für Lepra bei Europäerinnen und Europäern identifiziert /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4888&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3cec9720d18b2f8ea6df023f9870a307 Erste Fall-Kontroll-Studie an mittelalterlichem Erbgut bietet neue Erkenntnisse über historische Epidemien und deren mögliche Auswirkungen auf heutige Entzündungskrankheiten. Lepra war bis ins späte Mittelalter weit verbreitet. Im 16. Jahrhundert verschwand die ansteckende Infektionskrankheit fast vollständig aus Europa, noch bevor Antibiotika für die medizinische Behandlung erfunden waren. Die genetische Ausstattung des Bakteriums Mycobacterium leprae änderte sich im Laufe der Zeit nicht wesentlich, stattdessen wird nun vermutet, dass sich das Genom von Europäerinnen und Europäern angepasst hat. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Professor Ben Krause-Kyora vom Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter Beteiligung der Universität zu Köln. Unterstützt wurde das Forschungsprojekt insbesondere von der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ sowie dem Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ (Entzündungsforschung). Ihre Erkenntnisse veröffentlichte die Forschungsgruppe, die auch aus Mitgliedern des Kiel Evolution Center (KEC) besteht, in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications.

Weltweit erkranken jedes Jahr noch über 200.000 Menschen an der inzwischen heilbaren Krankheit, vor allem in Brasilien, Indien und Indonesien. Während der Epidemie im europäischen Mittelalter wurden Betroffene in Pflegeeinrichtungen isoliert und auf separaten Friedhöfen begraben. Die Knochen von 85 besonders schwerwiegenden Lepra-Fällen aus dem 12. und 13. Jahrhundert in Odense, Dänemark, dienten dem Forschungsteam als Ausgangsmaterial für die weltweit erste auf alter DNA (aDNA) basierende Fall-Kontroll-Studie. Ihre Proben verglichen sie mit Proben von 223 mittelalterlichen dänischen und norddeutschen Skeletten, die keine Spuren von Lepra aufwiesen. Professorin Almut Nebel (IKMB), Professor Jesper L. Boldsen von der Universität Süddänemark und Dr. Tobias Lenz vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön beteiligten sich maßgeblich an der Arbeit. Auch Wissenschaftler der Universität zu Köln waren Teil des Teams. Gemeinsam wollten sie herausfinden, wie die Krankheit aus Europa verschwand und wie sich diese Entwicklung genetisch auf uns auswirkte. „Es ist ein sich neu etablierender Ansatz, aber vor allem auch ein aufregender Gedanke, statistisch die genetische Veranlagung von Personen zu vergleichen, die vor mehr als einem halben Jahrtausenden gelebt haben“, so Professor Michael Nothnagel von der Universität zu Köln.

Anders als in der modernen Genetik gibt es für die Untersuchung von aDNA keine automatisierten Methoden. Um das Archivmaterial aus Ausgrabungen zu untersuchen, war also „Handarbeit“ gefragt, wie Krause-Kyora berichtet. Die Forschenden befreiten die Proben aus Odense und vom Landesmuseum Schloss Gottorf zunächst von jeglichen Verunreinigungen. Etwa 50 bis 100 Milligramm Material von Zähnen und Schädelknochen wurden anschließend im Labor für Alte DNA analysiert. In den Zähnen fanden die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bis zu fünf Prozent menschlicher DNA, die pathogene Lepra-DNA lag sogar nur im Promillebereich vor. „Dies ist tatsächlich eine ordentliche Ausbeute. Wir hatten eine hohe Erfolgsquote, weil das Material sehr gut erhalten ist“, freut sich Krause-Kyora, der als aDNA-Experte auch Mitantragsteller beim Verbundprojekt ROOTS der aktuellen Exzellenzstrategie der CAU ist.  
Ihre Analysen zeigen, dass eine bestimmte Variante des Immun-Gens HLA- DRB1 die Menschen anfälliger für Lepra machte. Dadurch, dass die Menschen isoliert wurden und aufgrund der Erkrankung keine Nachkommen bekommen konnten, gaben sie diesen Risikofaktor nicht weiter. „Die Anpassung des Menschen an dieses Bakterium über Jahrhunderte könnte dazu geführt haben, dass die Krankheit langsam verschwand“, erklärt Krause-Kyora, „Dies spricht dafür, dass die Lepra und auch andere Epidemien der Vergangenheit die heutige Zusammensetzung unseres Genoms nachhaltig beeinflussten.“

Die HLA-Variante wird heute mit dem Auftreten von Entzündungskrankheiten in Verbindung gesetzt, wie Sarkoidose, Colitis ulcerosa, Multiple Sklerose oder auch Typ 1 Diabetes. Das HLA-Antigen führt unter anderem zur Erkennung von Bakterien und löst eine gezielte Immunreaktion des Körpers aus. Besonders schlecht gelingt diese Aufgabe der identifizierten HLA-Variante beim Leprabakterium. Somit kommt es möglicherweise zu einer weniger erfolgreichen Immunreaktion. „Neben der Genetik spielen auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Erkrankungen“, sagt Krause-Kyora. „Dennoch ist die Erforschung von historischen Krankheitsursachen entscheidend, um die Wechselwirkungen zwischen Krankheitserregern und Mensch, und die daraus resultierenden Veränderungen in unserem Genom über die Zeit, zu verstehen. Hierbei stellt unsere Studie einen enormen Fortschritt dar“, ergänzt Lenz, Leiter der Forschungsgruppe Evolutionäre Immungenomik am MPI für Evolutionsbiologie in Plön. Die Untersuchung von weiteren Genen des Menschen sei erforderlich.

Schon jetzt konnte das Team zehn komplette Lepra-Genome sequenzieren, die belegen, dass die Diversität des Bakteriums in Odense sehr hoch war. Das heißt, dass mit infizierten Trägern nicht nur ein Bakterienstamm nach Dänemark gelangt ist, sondern mehrere aus unterschiedlichen Gegenden. „Eine große Überraschung“, wie Krause-Kyora betont, denn bisher wussten sie nur von einem Bakterienstamm in der Region. In Zukunft möchte das Team weitere Erkrankungen des Mittelalters in verschiedenen Bevölkerungsgruppen erforschen und dadurch verfolgen, wie sich das Erbgut von Europäerinnen und Europäern verändert hat.

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Michael Nothnagel
Universität zu Köln
Cologne Center for Genomics (CCG)
+49 221 478-96847
michael.nothnagel(at)uni-koeln.de

Prof. Dr. Ben Krause-Kyora
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Klinische Molekularbiologie
+49 431 500 15135
b.krause-kyora(at)ikmb.uni-kiel.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Originalpublikation:
Ancient DNA study reveals HLA susceptibility locus for leprosy in medieval Europeans. Ben Krause-Kyora, Marcel Nutsua, Lisa Boehme, Federica Pierini, Dorthe Dangvard Pedersen, Sabin-Christin Kornell, Dmitriy Drichel, Marion Bonazzi, Lena Möbus, Peter Tarp, Julian Susat, Esther Bosse, Beatrix Willburger, Alexander H. Schmidt, Jürgen Sauter, Andre Franke, Michael Wittig, Amke Caliebe, Michael Nothnagel, Stefan Schreiber, Jesper L. Boldsen, Tobias L. Lenz & Almut Nebel, Nature Communications (2018) http://dx.doi.org/10.1038/s41467-018-03857-x

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Forschung
news-4886 Mon, 30 Apr 2018 10:17:22 +0200 Kurt-Alder-Lecture mit Prof. Varinder K. Aggarwal /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4886&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=244c92aac5c86351a772c4f8be274a87 Vortrag mit Verleihung der Kurt-Alder-Preise für die besten Dissertationen Der britische Chemiker Varinder K. Aggarwal wird die diesjährige Kurt-Alder-Lecture halten. Aggarwal ist Professor of Synthetic Chemistry an der University of Bristol. Der Titel seines Vortrages lautet: "Assembly Line Synthesis".

Aggarwal gilt als einer der kreativsten Köpfe in der Chemie, weltweit. Seine Arbeiten widmen sich der Entwicklung und Anwendung neuer, oft katalytischer, stereoselektiver organisch-chemischer Transformationen  - ein Arbeitsgebiet welches insbesondere für die Herstellung komplexer, biologisch aktiver Naturstoffe und Pharmaka von größter Bedeutung ist. Varinder Aggarwal hat 1986 an der University of Cambridge seine Promotion abgeschlossen. Nach einem zweijährigen Postdoktorat bei Prof. Gilbert Stork an der Columbia University, New York war er zunächst an den Universitäten von Bath und Sheffield tätig. Seine derzeitige Position als Professor of Synthetic Chemistry an der University of Bristol hat er seit dem Jahr 2000 inne.

Die Namensvorlesung findet zu Ehren des Chemikers Kurt Alder statt, der in den 40er- und 50er-Jahren am Kölner Institut für Organische Chemie forschte und lehrte und 1950 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Vorlesung wird auch der Kurt-Alder-Preis für herausragende Dissertationen in der Organischen Chemie in Köln verliehen.

Die diesjährigen Kurt-Alder-Preisträgerinnen und Preisträger sind:
Dr. Anna-Lena Göderz: Sie wird für ihre herausragenden Arbeiten zur Entwicklung von wirkortspezifischen enzymaktivierten Kohlenmonoxid-freisetzenden Molekülen ausgezeichnet. Dr. Daniel von der Heiden erhält den Alder-Preis für seine herausragenden Arbeiten zur Aufklärung der Reaktionsmechanismen Iod-katalysierter Reaktionen.
Die Urkunden werden zu Beginn der Veranstaltung um 17:00 ct. verliehen.

Wann und Wo:       
Montag, 07. Mai 2018
17:00 Uhr c.t.
Kurt-Alder-Hörsaal
Greinstraße 4 -6
50939 Köln

Bei Rückfragen:        
Susanne Geuer
Tel.:0221 470 5723
susanne.geuer(at)uni-koeln.de


 

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news-4885 Mon, 30 Apr 2018 09:38:21 +0200 Narzissten werden zu wohltätigen Spendern, wenn sie sich selbst als bedürftig vorstellen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4885&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=30b432d3b6122ae45c922eba66c87a64 Studie zeigt, dass  sich die Spendenbereitschaft von Personen mit narzisstischen Persönlichkeitszügen durch eine egozentrische Perspektive deutlich erhöhen lässt   Das Forscherduo Dr. Esther Kang (Lehrstuhl für Consumer Psychology and Behavior an der WiSo-Fakultät der Uni Köln) und Professor Dr. Arun Lakshmanan (Lehrstuhl für Marketing, State University of New York at Buffalo) zeigte in einer Untersuchung, dass eine narzisstische Persönlichkeit gerade dann ein wohltätiger Spender sein kann, wenn er oder sie sich selbst in die Situation des Bedürftigen hineinversetzt. Die Studie ist in der Zeitschrift „Personality and Social Psychology Bulletin“ unter dem Titel „Narcissism and Self- versus Recipient-Oriented Imagery in Charitable Giving“ erschienen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie als potentielle Spenderinnen und Spender waren vorher mit dem „Narcissistic Personality Inventory“ in ihrer Ausprägung eines narzisstischen Persönlichkeitszuges eingestuft und eingeteilt worden. In der anschließenden Untersuchung wurde ein fingierter Spendenaufruf eingesetzt, der die Situation eines syrischen Flüchtlingskindes in Jordanien zeigte. Die Autoren verglichen Daten von zwei verschiedenen Methoden der Spendenkampagne: die erste Methode „Vorstellen des Empfängers“ regt an, sich die Lebensbedingungen des Bedürftigen vorzustellen, wohin gegen die zweite Methode darauf abzielt, sich selbst in die Situation des Bedürftigen hineinzuversetzen und sich an seiner Stelle zu sehen.

Das Ergebnis war, dass sich Spender mit einem ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitszug besser vorstellen konnten, selbst bedürftig zu sein, und dann auch höhere Beträge spendeten. Laut den Autoren können narzisstische Persönlichkeiten, die eine starke egozentrische Perspektive haben, mit der ersten Methode, sich die Situation durch die Augen einer anderen Person vorzustellen, nicht viel anfangen. So spielten die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen für Narzissten eine nachgeordnete Rolle. Wird in der Spendenkampagne jedoch darauf abgezielt, dass sich der Spender selbst in die Situation hineinversetzt, wird die egozentrische Perspektive genutzt, um die Bedürftigkeit „am eigenen Körper“ zu spüren.
„Die richtige Art von selbstbezogenen Bildern und Texten könnte für Spendenkampagnen eine effektive Methode sein, um narzisstische Persönlichkeiten als potentielle Spender zu erreichen“, so die Empfehlung von Studienleiterin Dr. Esther Kang.


Inhaltlicher Kontakt:  
   
Dr. Esther Kang
WiSo-Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 470-89174
kang(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://doi.org/10.1177/0146167218764658. 

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Forschung
news-4884 Fri, 27 Apr 2018 10:05:19 +0200 Antisemitismus pädagogisch aufgreifen: „Im Echofall geht es um mehr als nur um eine Line“ /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4884&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=20f6626bd50b797d5932d839d1c894f9 Anlässlich der Abschaffung des Echopreises nach Beschluss des Vorstands des Bundesverbandes Musikindustrie kommentiert Rapforscherin und Pädagogin Dr. Ayla Güler Saied die Debatte.    „Die Kontroverse, die durch die Verleihung des Echo an Kollegah und Farid Bang ausgelöst worden ist, ist in den letzten Wochen medial hinreichend diskutiert worden. Ich möchte aus gesellschafts- und bildungspolitischer Perspektive eine Kontextualisierung des Gangsta Rap vornehmen. „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ – diese Line sorgt nach wie vor für Schlagzeilen. Farid Bang rappt sie in dem Song „0815“ auf dem Album „JBG3 (Jung, brutal, gutaussehend)“ und rechtfertigt die Line als harten Vergleichsreim, wie er im Rap üblich sei. Es geht hierbei jedoch mehr als nur um eine Line.

Vor dem Hintergrund, dass im Jahr 2017 1.453 antisemitische Straftaten verübt worden, wobei die Dunkelziffer als sehr hoch eingeschätzt wird, sind die Zeilen, die von Kollegah und Farid Bang gerappt werden, nicht nur künstlerisches Ausdrucksmedium des Gangsta Rap, wie es von ihnen dargestellt wird. Sie sind auch der Soundtrack gesamtgesellschaftlicher Diskurse und des herrschenden Antisemitismus, der in der Mitte der Gesellschaft präsent ist. Dasselbe gilt für weitere Lines im Song, wie zum Beispiel: „/Diese Syrer vergewaltigen dein Mädel, Bitch. / Sie sagt, „Lass mich in Ruhe!“ / doch er versteht sie nicht. /(…) Fuck mich ab und ich ficke deine schwangere Frau/ Danach fick' ich deine Ma, die Flüchtlingsschlampe./“

Es scheint, als seien solche Formen der menschenverachtenden Diskriminierungen die derzeit erforderlichen Kernkompetenzen für eine Gangster Rap-Karriere. Antisemitismus ist im Gegensatz zu Homophobie, Sexismus, Misogynie, Rassismus und Gewaltverherrlichung ein relativ neues Phänomen im deutschsprachigen Gangsta Rap, was aber nicht bedeutet, dass antisemitische Einstellungen bei einigen Rappern nicht vorher da gewesen wären.

Farid Bang und Kollegah agieren nicht in einem Vakuum, sie sind Teil der Gesellschaft, auch über ihr Rap Business hinaus. Durch Videostatements und andere Social Media-Postings haben sie bei Kindern und Jugendlichen eine große Reichweite, wodurch sie zum Teil zur Meinungsbildung beitragen und diese beeinflussen. Als Privatperson schafft Kollegah durch einseitige Darstellungen komplexer politisch und historisch gewachsener Sachverhalte – wie beispielsweise dem Palästina-Israel Konflikt – einen Rahmen, in dem die Line mit Kunstfreiheit und dem lyrischen Ich nicht mehr relativiert werden kann. Kollegah hat 2016 eine (Pro-)Palästina Doku online gestellt, die von Street Cinema produziert wurde, einer Film-und Werbe Produktionsfirma, die auch Rapvideos produziert. Der Song „Apokalypse“ von Kollegah, ebenfalls aus dem Jahr 2016 bedient sich sehr stark antisemitischer Stereotype und endet damit, dass am Ende das Judentum, welches in dem Video das Böse personifiziert, vernichtet wird.

Aus pädagogischer Perspektive stellt sich die Frage, wie im Rahmen der schulischen und auch außerschulischen (politischen) Bildung von Kindern und Jugendlichen antisemitische, diskriminierende und menschenverachtende Lyrics im Gangster Rap aufgegriffen werden können. Da Videostatements im Internet zunächst mal aus Monologen bestehen und eine direkte Interaktion mit dem jungen Publikum nicht stattfindet, ist es wichtig, die Lyrics in ihrer gesamtgesellschaftlichen Komplexität kritisch beurteilen zu können. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen ist das Argument, es handle sich bei dem Song nur als Kunst und diese sei durch die Kunstfreiheit gedeckt, angesichts der diskriminierenden und menschenverachtenden Wirkungsmacht um ein sehr schwaches Argument.

Dass im Zuge der derzeitigen Debatte die Kriterien für die Vergabe vom Echo überarbeitet werden, ist richtig und wichtig und hätte bereits in Angriff genommen werden sollen, als die Echo-Verleihung 2016 an die Band Frei.Wild für Kontroversen sorgte. Eine offene und demokratische Gesellschaft lebt von Kontroversen. Dies bedeutet meines Erachtens aber nicht, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Namen der Kunstfreiheit bisher definierte gesellschaftliche Normen und Werte im Kontext von Antidiskriminierung und Gleichberechtigung aufweichen darf. Menschenverachtung darf nicht zur Normalität werden, die unwidersprochen hingenommen wird. Der Dialog und Austausch – auch im Rahmen schulischer Bildung – ist eine mögliche Form, diesen Entwicklungen entgegenzutreten. Dabei sollten die gesamtgesellschaftlichen Exklusionsmechanismen und Machtverhältnisse nicht aus dem Fokus geraten, damit Künstler wie Kollegah und Farid Bang sich nicht weiterhin hinter einer konstruierten Opfer- und Märtyrerrolle in ihrer imaginierten (Gangsta-)Welt verstecken können.“

Dr. Ayla Güler Saied ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS) und leitet dort die Forschungsklasse „Heterogenität und Inklusion“. Güler Saied hat Sozialpädagogik an der Fachhochschule Köln studiert und wurde an der Universität zu Köln in den Sozialwissenschaften zum Thema „Rap in Deutschland. Musik als Interaktionsmedium zwischen Partykultur und urbanen Anerkennungskämpfen“ promoviert. Sie wurde dabei mit einem Begabtenstipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)verw.uni-koeln.de

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news-4879 Thu, 19 Apr 2018 12:12:49 +0200 Studie zeigt, dass Kriegsgewinner Konflikte anheizen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4879&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c50c944d41442b9d3d02c9af6a2c811c Internationales Forschungsteam untersucht Gewalt- und Konfliktbereitschaft zwischen Gruppen mittels Verhaltensexperiment / Veröffentlichung in „Nature Human Behaviour“ Wer mehr von einem Beutezug profitiert als der Rest der eigenen Gruppe, heizt den Konflikt mit Gegnern an, auch wenn dies das Wohlergehen der eigenen Gruppe gefährdet. Das zeigen Verhaltensexperimente, die ein Forschungsteam aus Köln, Marburg und Toulouse mit äthiopischen Halbnomaden durchgeführt hat. Die Studie wurde in der aktuellen Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Human Behaviour“ veröffentlicht.

Für die meisten Menschen gibt es in gewaltsamen Konflikten mehr zu verlieren als zu gewinnen. Dennoch kommt es immer wieder zu solchen Auseinandersetzungen. „Die Regel, nach der Beute in Siegergruppen aufgeteilt wird, hat starken Einfluss auf die individuelle Bereitschaft, sich in Konflikten zu engagieren“, erklärt Mitverfasser Dr. Hannes Rusch, Wirtschaftswissenschaftler an der Philipps-Universität Marburg.

Gemeinsam mit Juniorprofessorin Dr. Gönül Doğan von der Universität zu Köln und dem Anthropologen Dr. Luke Glowacki aus Toulouse hat Rusch die Studie durchgeführt. Wesentlich waren dabei zwei Aspekte: Welchen Einfluss haben Aufteilungsregeln auf die Bereitschaft des Einzelnen, sich in einem Konflikt für die eigene Gruppe einzusetzen? Wie relevant sind solche materiellen Anreize, wenn Gruppen aufeinandertreffen, die eine feindselige Vorgeschichte haben? Um diese Fragen zu beantworten, führte das Forschungsteam ein ökonomisches Experiment mit drei äthiopischen Bevölkerungsgruppen durch. Zwei dieser Volksgruppen verbindet seit langem eine gemeinsame Geschichte gewaltsamer Feindseligkeiten. Mit der dritten Bevölkerungsgruppe hingegen bestehen allseits friedliche Handelsbeziehungen.

Rund 200 Angehörige dieser Volksgruppen nahmen an einem modellhaften Konfliktspiel teil. „Die historische Feindschaft zwischen den Volksgruppen hat nur dann einen messbaren Einfluss auf das Entscheidungsverhalten, wenn die Beute zu gleichen Teilen in der Gewinnergruppe aufgeteilt wird“, legt Mitverfasserin Gönül Doğan dar. „In diesem Fall wählten die Teilnehmer vorwiegend defensive Strategien.“ Ein anderes Bild ergibt sich, wenn die Gewinner ihre Beute ungleich unter sich aufteilen: In diesem Fall wählen die Benachteiligten defensive Strategien, während die Profiteure offensiv-aggressives Verhalten zeigen. „Die Vorgeschichte der Bevölkerungsgruppen spielt hier keine messbare Rolle“, führt Luke Glowacki vom Institut for Advanced Study in Toulouse aus.

„Unsere Resultate werfen ein neues Licht auf gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Gruppen“, resümiert Rusch: „Wenn einige Gruppenmitglieder besonders von solchen Konflikten profitieren, können es gerade diese Profiteure sein, die offensiv aggressiv werden. Oft genug mag das schon ausreichen, um die Spirale von Gewalt und Gegengewalt in Gang zu setzen.“

Dr. Gönül Doğan ist Juniorprofessorin am Seminar für Unternehmensentwicklung und Wirtschaftsethik der Universität zu Köln. Dr. Hannes Rusch arbeitet im Fachgebiet Finanzwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Der Anthropologe Dr. Luke Glowacki ist Gastwissenschaftler am Institute for Advanced Study in Toulouse. Die Studie wurde unter anderem durch die Dr.-Jürgen-Meyer-Stiftung finanziell gefördert.

Originalpublikation: Gönül Doğan, Luke Glowacki & Hannes Rusch: Spoils division rules shape aggression between natural groups, Nature Human Behaviour 2018, DOI: https://doi.org/10.1038/s41562-018-0338-z

Inhaltlicher Kontakt:   
 
Juniorprofessorin Dr. Gönül Doğan,
Seminar für Unternehmensentwicklung und Wirtschaftsethik
Universität zu Köln
+49 221 470-4051
dogan(at)wiso.uni-koeln.de

Dr. Hannes Rusch,
Arbeitsgruppe Finanzwissenschaft
Philipps-Universität Marburg
+49 6421 28-23178
hannes.rusch(at)wiwi.uni-marburg.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

 

 

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Forschung
news-4877 Thu, 19 Apr 2018 11:45:55 +0200 ERC Advanced Grant für Professor Manolis Pasparakis /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4877&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e2d2e9c0ed40c9a2d7bdb220b3d9d57 Kölner Forscher erhält zum zweiten Mal die wichtigste europäische Forschungsförderung / 2,5 Millionen Euro Preisgeld  Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat den Kölner Genetiker Prof. Dr. Manolis Pasparakis mit dem ERC Advanced Grant ausgezeichnet. Der mit 2,5 Millionen Euro dotierte Preis gilt als der wichtigste Förderpreis der europäischen Forschungslandschaft.

Manolis Pasparakis ist Professor am Exzellenzcluster CECAD und am Institut für Genetik der Universität zu Köln. Seine Forschung beschäftigt sich mit der Regulation von Entzündungsmechanismen. Mit dem ERC Advanced Grant werden Pasparakis und sein Team die Rolle der Nekroptose untersuchen. Dieser kürzlich entdeckte Zelltod-Mechanismus spielt eine wichtige Rolle bei chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen.

ERC Advanced Grants werden an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Projekte vergeben, die aufgrund ihres innovativen Ansatzes als riskant gelten, aber neue Wege in ihrem jeweiligen Forschungsfeld eröffnen können.

Manolis Pasparakis studierte Biologie an der Universität Athen (Griechenland). Nach seinem Postdoc am Institut für Genetik der Universität zu Köln arbeitete er als Gruppenleiter am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie in Monterotondo (Italien). 2005 kehrte Pasparakis ans Institut für Genetik nach Köln zurück. Im Jahr 2013 erhielt er zum ersten Mal den ERC Advanced Grant für seine Forschung.


Presse und Kommunikation:

Peter Kohl
+49 221 478-84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.cecad.uni-koeln.de/index.php?id=102&type=0

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news-4876 Wed, 18 Apr 2018 12:01:41 +0200 Neues Online-Portal verbindet soziologische Fachgemeinschaft /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4876&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=41134b44bc32254c81dc5ab36a5b04b6 Kollaborations-Portal SocioHub erleichtert Forschungskommunikation und Zugang zu Fachliteratur / DFG-Projekt FID Soziologie Die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) und das GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften haben das Soziologie-Portal SocioHub für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickelt. Mit dem Dienst können angemeldete Nutzerinnen und Nutzer sich auf direktem Weg austauschen, Literatur suchen und ab 2019 eigene Publikationen bereitstellen und archivieren. Hintergrund ist der Gedanke, eine zentrale Einstiegsseite für die soziologische Fachcommunity zu schaffen und eine bessere Literaturversorgung zu ermöglichen.

„Bei der Entwicklung von SocioHub haben wir eng mit den Nutzerinnen und Nutzern zusammengearbeitet und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt“, sagt Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der USB. „Als Bibliothek verstehen wir uns als Dienstleister für die Wissenschaft. Ziel ist es, ein maßgeschneidertes Tool bereitzustellen, das sich fließend in den Arbeitsalltag integrieren lässt und somit eine Arbeits- und Zeitersparnis ermöglicht. Das Portal ist einer von vielen Bausteinen, die wir momentan entwickeln, um Forscherinnen und Forscher zu unterstützen.“

SocioHub bietet umfassende Recherchemöglichkeiten im Fachbereich Soziologie. Daneben ermöglicht die Plattform nicht nur Einzelpersonen, ein Profil anzulegen, sondern gibt auch Forschungsteams und zum Beispiel den Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) eine Präsenz. Digitale Werkzeuge wie Kalender, Leselisten, Newsfeeds, Forum oder eine Umfragefunktion erleichtern die gemeinsame Arbeit an Forschungsthemen. Für 2019 ist zudem ein Dienst geplant, der Nutzerinnen und Nutzern die Zweitveröffentlichung ihrer Arbeiten als Open Access-Dokument erleichtern soll.

Das Projekt entstand im Rahmen von Fördermitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für einen Fachinformationsdienst (FID) Soziologie. Der FID Soziologie ist seit 2016 an der USB angesiedelt und knüpft auch an die langjährigen Erfahrungen der USB als Standort des ehemaligen Sondersammelgebiets Sozialwissenschaften an.
Das Portal ist erreichbar unter www.sociohub-fid.de und startet zunächst als Beta-Version, die kontinuierlich weiter entwickelt wird.

Presse und Kommunikation:

Melinda Burmeister-Neuls

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news-4875 Wed, 11 Apr 2018 07:22:49 +0200 Max Ernsts prügelnde Gottesmutter: Ausstellung beleuchtet strafrechtliche Konsequenzen von Kunstaktionen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4875&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=87901089218ac36dee5bc51681a2f1bb Einladung zur feierlichen Eröffnung der Wanderausstellung „Kunst und Strafrecht“ vor der Aula des Uni-Hauptgebäudes am 16. April 2018  Die Universität zu Köln zeigt vom 16. April bis 18. Mai 2018 die Wanderausstellung „Kunst und Strafrecht" im Hauptgebäude. Die Ausstellung gibt einen Überblick zu Straftaten an Kunst wie etwa Sachbeschädigung, Diebstahl und Fälschung oder aber Straftaten mit Kunst wie in Form von Beleidigung, „Gotteslästerung" oder auch Pornographie und Gewaltverherrlichung. „Kunst und Strafrecht“ wurde im Jahre 2013 von Professor Dr. Dr. Uwe Scheffler (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder) konzipiert und wandert seitdem durch Europa.

Termin:

Montag, 16. April 2018, 18.00 Uhr
„Ausstellungseröffnung Kunst und Strafrecht, anschließend Empfang mit Kölsch und Brötchen“
Universität zu Köln, Aula, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Anlässlich der Vernissage hält Professor Scheffler einen Vortrag zum Thema „De Kölsche Jong Max Ernst und seine prügelnde Gottesmutter aus dem Museum Ludwig“. Weitere inhaltliche Impulse gibt es von Dr. Dela-Madeleine Halecker („Kunst und Strafrecht – Wenn die Muse das Recht (scheinbar) küsst"), Joanna Melz LL. M. („Kunst und Werbung – Über Gotteslästerung, springende Haustiere und laszive Liköre") sowie Claudia Zielinska LL. M. („KISS – Verstoß gegen § 86a StGB?“).

Die Ausstellung sucht Antworten auf Fragen wie: Ist der Verkauf eines gewaltverherrlichenden Plattencovers zu verbieten, obwohl es ohnehin bei Google gleich hundertfach aufgerufen werden kann („Butchered-at-Birth"-Fall)? Kann wirklich die Tötung eines Huhns oder Hasens während einer Performance strafbar sein, das millionenfache Schreddern von Eintagsküken hingegen nicht ("Das-Ableben-des-Hasen"-Fall)?

Veranstalter ist der Verein zur Förderung des Instituts für Strafrecht und Strafprozessrecht. Vertreterinnen und Vertreter der Presse und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Inhaltlicher Kontakt:    

Anja Wellerdick
Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht
+49 221 470 4284
anja.wellerdick(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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news-4874 Mon, 09 Apr 2018 13:07:59 +0200 Uni Köln unterstützt den March for Science am 14. April auf dem Kölner Rudolfplatz /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4874&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=113545886951bd3041d695f232cd9c6f Bühnenprogramm mit ESA-Astronaut Reinhold Ewald und Philosoph Thomas Grundmann / Weltweite Bewegung für die Bedeutung der Wissenschaft im Zeitalter von „alternativen Fakten“  Nach der erfolgreichen weltweiten Bewegung „March for Science“ im Jahr 2018 geht der Science March 2018 in die zweite Runde. Die Universität zu Köln unterstützt die Initiative, die am Samstag, den 14. April 2018, von der Domplatte bis zum Rudolfplatz zieht und am Rudolfplatz ein Bühnenprogramm gestaltet, das den Wert der freien Wissenschaft und des kritisch hinterfragenden Denkens betont. Seitens der Uni Köln werden der Philosophieprofessor Dr. Thomas Grundmann, die Prorektorin für Gleichstellung und Diversität, Professorin Dr. Manuela Günter, sowie die Leiterin des Zentrums für LehrerInnenbildung, Myrle Dziak-Mahler, sprechen. Alle Bürgerinnen und Bürger, Forscherinnen und Forscher, Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.   

Termin:

Samstag, 14. April 2018
11.00 Uhr
Startpunkt des Demonstrationszuges auf der Domplatte Köln
12.00 Uhr
Start des Bühnenprogramms auf dem Rudolfplatz „March for Science Köln/Rheinland: Stand up for science“
Rudolfplatz, 50923 Köln

Sprechen werden unter anderem:

  • Reinhold Ewald, Physiker und ESA-Astronaut
  • Thomas Grundmann, Professor für Philosophie, Universität zu Köln
  • Manuela Günter, Professorin und Prorektorin für Gleichstellung und Diversität, Universität zu Köln
  • Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung
  • Myrle Dziak-Mahler, Leiterin des Zentrums für LehrerInnenbildung, Universität zu Köln
  • Reinhard Remfort, Physiker, Wissenschaftskommunikator, Science-Slammer, Podcaster und Autor
  • Mark Benecke, Kriminalbiologe, Spezialist für forensische Entomologie

„Wissenschaftsfreiheit geht uns alle an“, sagt Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, die Kooperationen zwischen ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern fördert. „Der March for Science tritt dafür ein, dass Regierungen die Suche nach der Wahrheit und nach den bestmöglichen Lösungen für unsere Probleme nicht verhindern, sondern den offenen Austausch auch über kontroverse Ideen zulassen und fördern. Deshalb freue ich mich, dabei sein zu dürfen“, sagt Aufderheide.   

Auch ESA-Astronaut Reinhold Ewald, bekannt durch seinen Flug zur Raumstation Mir, wird auf dem March for Science in Köln sprechen. „Nur mit der Anwendung von Wissenschaft und Technik kann der Mensch die Erde verlassen und beginnen, den Weltraum zu erforschen“, sagt Ewald. „Fakten haben Mythen ersetzt und uns eine neue Sicht auf die Erde gegeben. Nun gilt es, die Chance dieser Sicht klug zu nutzen und nicht wieder in Mythen zu versinken.“

In Köln sammeln sich die Demo-Teilnehmer, die aus der gesamten Region Köln-Bonn-Aachen-Ruhrgebiet erwartet werden, um 11 Uhr auf der Domplatte und ziehen dann gemeinsam zum Rudolfplatz. Dort findet zwischen 12 und 14 Uhr die Kundgebung statt.

Organisiert wird die Veranstaltung von Privatpersonen aus der Wissenschaft und vielen anderen Bereichen der Gesellschaft, die über Facebook und Twitter zusammengefunden haben. Alle engagieren sich ehrenamtlich, sind ausdrücklich überparteilich und repräsentieren weder eine Universität noch eine andere Institution oder Vereinigung.

Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://marchforscience.de/auch-in-deiner-stadt/rheinland/

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news-4873 Wed, 04 Apr 2018 14:46:21 +0200 „Redefreiheit“: Politikerin Claudia Roth eröffnet Vorlesungsreihe der Sprachwissenschaften und der Philosophie /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4873&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7603451416071691c623c229701e0d6d Öffentliche Ringvorlesung des Center for Language, Information and Philosophy startet mit Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth „Redefreiheit“: Politikerin Claudia Roth eröffnet Vorlesungsreihe der Sprachwissenschaften und der Philosophie
Öffentliche Ringvorlesung des Center for Language, Information and Philosophy startet mit Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth

Das im Jahr 2017 gegründete Center for Language, Information and Philosophy (CLIP) von Sprachwissenschaftler Professor Dr. Klaus von Heusinger, Sprachphilosoph Professor Dr. Sven Bernecker und Philosoph Professor Dr. Thomas Grundmann veranstaltet im Sommersemester 2018 eine Vorlesungsreihe zum Thema „Redefreiheit“.

Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Politik sollen die Begründung und zentrale Funktion von Redefreiheit sowie die aktuellen Probleme und Perspektiven diskutiert werden. Die Reihe richtet sich an Studierende der Universität zu Köln ebenso wie an die interessierte Öffentlichkeit und die Presse, die ebenfalls besonders eingeladen sind.   

Auftakttermin:

Mittwoch, 11. April 2018, Beginn 18.00 Uhr
„Claudia Roth: Reden ist Silber, Freiheit ist Gold. Redefreiheit als Grundfeste unserer Demokratie“
Universität zu Köln, Aula 2, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Mit „Reden ist Silber, Freiheit ist Gold. Redefreiheit als Grundfeste unserer Demokratie“ eröffnet Claudia Roth, Grünenpolitikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, die CLIP-Reihe. Insgesamt finden sechs Vorlesungen statt, darunter am 20. Juni 2018 ein Termin mit dem australischen Bioethiker Peter Singer.

Programmübersicht:

  • 11. April 2018, Claudia Roth: „Reden ist Silber, Freiheit ist Gold: Redefreiheit als Grundfeste unserer Demokratie“, Aula 2 (Hauptgebäude), 18 bis 19.30 Uhr
  • 9. Mai 2018, Anatol Stefanowitsch: „Politisch korrekte Sprache: (k)ein Problem für die Meinungsfreiheit“, Hörsaal 18 (Hauptgebäude), 18 bis 19.30 Uhr
  • 30. Mai 2018, Joanna Williams: „Identity politics in the university: conflicting demands on academic freedom“, Hörsaal 18 (Hauptgebäude), 18 bis 19.30 Uhr
  • 13. Juni 2018, Vera Lisakowski: „!!!111!!!!einself!! - Das Internet, die Redefreiheit und ihre Verteidiger“, Hörsaal 18 (Hauptgebäude), 18 bis 19.30 Uhr
  • 20. Juni 2018, Peter Singer: „Philosophy, Controversy, and Freedom of Speech“, Aula 1 (Hauptgebäude), 19.30 bis 21 Uhr 
  • 4. Juli 2018, Bernd Ladwig: „Die Redefreiheit als Menschenrecht“, Hörsaal 18 (Hauptgebäude), 18 bis 19.30 Uhr

Bei Interviewanfragen mit den Referentinnen und Referenten kontaktieren Sie bitte den Koordinator der CLIP-Vorlesungsreihe.

Inhaltlicher Kontakt:

Jan Schröder
Koordinator CLIP
+49 221 470-6931
clip-team(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://clip.uni-koeln.de

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news-4872 Wed, 04 Apr 2018 14:44:11 +0200 Auftaktsymposium: Neuer Transregio widmet sich der Zukunft des ländlichen Afrikas /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4872&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b00e64e8a20304e9d37e95b837fb8b23 Die Universitäten Köln und Bonn und das Bonn International Center for Conversion (BICC) untersuchen Veränderungen in der Landnutzung in Afrika.  Mit einem Eröffnungssymposium am 9. April 2018 nimmt der neue Sonderforschungsbereich „Future Rural Africa: Zukunft-Machen und sozial-ökologische Transformation“ (SFB/TRR 228) seine Arbeit auf. Das Verbundprojekt unter der Sprecherschaft der Universität Bonn und Beteiligung der Universität zu Köln und des Bonn International Center for Conversion (BICC) untersucht Veränderungen der Landnutzung im ländlichen Afrika. Dafür stellt die Deutschen Forschungsgemeinschaft bis 2021 rund zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Zum Eröffnungssymposium im Universitätsclub, Konviktstraße 9, 53113 Bonn, werden die Rektoren der Universitäten Köln und Bonn, Professor Dr. Axel Freimuth und Professor Dr. Dr. h.c. Michael Hoch Grußworte sprechen. Beginn ist um 16 Uhr, die Medien sind zur Berichterstattung eingeladen. Der Sprecher des neuen SFB/TRR, Professor Dr. Detlef Müller-Mahn, und seine Kollegin Professor Dr. Julia Verne werden über die Forschungsvorhaben des Verbundes berichten. Wissenschaftliche Impulsvorträge halten Professor Dr. Elísio Macamo (Basel), Professor Dr. Jakob Rhyner (Vize-Rektor der UN-Universität in Europa) und Professor Dr. Dirk Messner (Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklung, DIE).

Der regionale Forschungsfokus des neuen Sonderforschungsbereichs richtet sich auf das Kenianische Rift Valley, den landwirtschaftlichen Wachstumskorridor in Süd-Tansania und den grenzüberschreitenden Kavango-Zambezi-Park im südlichen Afrika. Die Wissenschaftler untersuchen, wie sich die scheinbar gegenläufigen Prozesse der landwirtschaftlichen Intensivierung einerseits und der Ausweitung von Naturschutzgebieten andererseits auf den künftigen Wandel der Landnutzung auswirken. Es geht dabei um so unterschiedliche Phänomene wie zum Beispiel den Einsatz von Mobiltelefonen in der Agrarberatung, die Nutzung alternativer Energien, Ertragssteigerungen und „Grünes Wachstum“, aber auch um Landkonflikte, neue Krankheiten und Armut.

Inhaltlicher Kontakt:

Professor Dr. Michael Bollig
Institut für Ethnologie
Universität zu Köln
Tel. +49 221 470-3501
Michael.Bollig(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4871 Wed, 04 Apr 2018 09:26:28 +0200 Mykenische Paläste: Kein Untergang durch Erdbeben /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4871&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4ec8fe1cf3d8b095a07f3559ce486982 Die bronzezeitlichen mykenischen Paläste in Griechenland wurden nicht durch eine Erdbebenkatastrophe zerstört, wie bisher vielfach angenommen / Archäoseismologe Klaus-Günter Hinzen von der Universität zu Köln und Archäologe Joseph Maran von der Universität Heidelberg untersuchen die antiken Städte Tiryns und Midea Niemand weiß genau, warum die mykenischen Paläste um 1200 vor Christus ihr Ende fanden; auch ein Mega-Erdbeben oder ein „Erdbebensturm“ am Ende der Bronzezeit wurden angenommen. „Für diese Hypothese konnten wir in den mykenischen Städten Tiryns und Midea keine Belege finden“, erklären nun der Geophysiker Professor Dr. Klaus-Günter Hinzen von der Universität zu Köln und der Archäologe Professor Dr. Joseph Maran von der Universität Heidelberg.

Seit 2012 haben die Kölner Archäoseismologen die mykenischen Zitadellen Tiryns und Midea im Rahmen des Projektes HERACLES (Hypothesis-Testing of Earthquake Ruined Argolid Constructions and Landscape with Engineering Seismology) untersucht. Nun haben sie ihre Abschlussarbeit „Reassessing the Mycenaean Earthquake Hypothesis: Results of the HERACLES Project from Tiryns and Midea, Greece“ im Bulletin of the Seismological Society of America veröffentlicht (doi: 10.1785/0120170348). Das Projekt wurde von den Universitäten Köln und Heidelberg mit Unterstützung der griechischen Altertümerverwaltung durchgeführt und von der Gerda-Henkel-Stiftung und der Fritz-Thyssen-Stiftung jeweils zur Hälfte gefördert.

Hinzen untersuchte mit seinem Team die mykenischen Zitadellen von Tiryns und Midea in der Argolis, im Nordosten der Peloponnes, wo auch Mykene liegt. Beide Orte sollten laut gängiger Hypothese am Ende der Bronzezeit von mehreren Erdbeben heimgesucht und um 1200 vor Christus durch ein starkes Erdbeben zerstört worden sein. Damit sei wie bei anderen mykenischen Zentren der Untergang der ganzen Kultur eingeleitet worden.

In den Jahren 2012-2013 untersuchte das Team die lokale Geologie der Orte, ihre Lage in den Erdbebenzonen Griechenlands und die vermeintlichen Erdbebenschäden in den Grabungen vor Ort. Sie sammelten Daten und modellierten, wie sich Erdbeben in Tiryns und Midea ausgewirkt hätten. Die Forscher setzten eine Reihe von geophysikalischen Messverfahren ein: aktive und passive Seismik, refraktionsseismische Messungen und Array-Messungen mit Seismometern. Ein dreiviertel Jahr lang wurden zehn Messstationen betrieben, die kleinere Erdbeben registrierten, die es in Griechenland immer wieder gibt. Hinzu kamen gravimetrische Messungen des Erdschwerefeldes. Mit den gewonnenen Daten berechneten sie die Standorteffekte während eines Erdbebens. „Das war die Grundlage, um zu prüfen, ob es in Tiryns oder Midea ungewöhnliche Bodenverstärkungen bei Erdbeben gibt.“

Die Zitadellen von Tiryns und Midea sind beide auf Bergrücken errichtet worden. Die Oberstadt von Tiryns steht auf einem Kalkgesteinsrücken, die umgebende Unterstadt hingegen auf lockeren Sedimenten. „Die Standorteffekte bei Erdbeben sind auf den Sedimenten sehr viel stärker. Bei einem Erdbeben würde man erwarten, dass als erstes die Unterstadt leidet und nicht der Palast.“ Gerade in der Unterstadt ist aber kein Schaden nachgewiesen. Alles, was bisher als Erdbebenschaden angesehen wurde, lag im Palastbereich. „Wir haben festgestellt, dass ein Großteil dieser beschriebenen Schäden im Palastbereich nicht als Erdbebenschaden interpretiert werden kann.“

Zum Teil handelte es sich stattdessen um langsamen Verfall im Laufe der Jahrhunderte oder um Fehlinterpretationen von Befunden, erklärt Hinzen: „Man hat zum Beispiel in den 1970gern in einem Raum Terracottafiguren und –vasen gefunden, die zerbrochen auf dem Boden lagen. Die alte These war, dass diese Artefakte durch ein Erdbeben von einer steinernen Bank heruntergefallen seien.“ Hinzen und sein Team schauten sich die Verteilung der Bruchstücke so wie sie gefunden wurden an. „Wir konnten durch mehrere tausend Modellrechnungen in einer Computersimulation zeigen, dass ein Erdbeben hier als Ursache kaum in Frage kommt.“

Auch die grundsätzliche Erdbebengefahr in der östlichen Peloponnes betrachteten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anhand von Simulationen. „An sich ist diese Gegend für griechische Verhältnisse relativ ruhig. Wenn überhaupt, so kämen für ausgedehnte Zerstörungen in Tiryns nur lokale Erdbebenherde in der Argolis in Frage. Für solche Beben gibt es aber bisher keine Nachweise“, erklärt der Kölner Archäoseismologe. Die neuen Ergebnisse lassen bezweifeln, dass Tiryns und Midea Opfer eines „Erdbebensturms“ am Ende der Bronzezeit wurden, wie ihn einige Wissenschaftler postulieren.

Inhaltlicher Kontakt:

Professor Dr. Klaus-Günter Hinzen
Tel.: 02204 98 52 11    
E-Mail: hinzen(at)uni-koeln.de

Professor Dr. Joseph Maran
Tel.: 06221 54 25 41
E-Mail: joseph.maran(at)zaw.uni-heidelberg.de

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
+49 221 470-2396
E-Mail: r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4870 Tue, 03 Apr 2018 13:00:43 +0200 Erstsemesterbegrüßung: 3.100 Studienanfänger an der Uni Köln /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4870&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=223d9f8b321d44a67e40e1b22d77a2c2 Rektor Freimuth empfängt Studienstarter zum Auftakt des Sommersemesters 2018 / Jura, BWL und Medizin besonders beliebt    Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Axel Freimuth, eröffnet am Montag, den 9. April 2018, das Sommersemester mit der traditionellen Erstsemesterbegrüßung. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Termin:

Montag, 9. April 2018, Beginn 9.00 Uhr
„Erstsemesterbegrüßung an der Uni Köln“
Universität zu Köln, Aula, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Rund 3.100 Studienanfängerinnen und Studienanfänger für Bachelor und Master kommen neu an die Universität (Stichtag 2. April 2018). Zum Sommersemester haben sich die meisten Studierenden im ersten Fachsemester für Rechtswissenschaften (290 Ersties), Betriebswirtschaftslehre (241 Ersties) und Humanmedizin (152 Ersties) eingeschrieben. Da viele Fächer nur zum Wintersemester angeboten werden, ist die Anfängerzahl im Frühjahr üblicherweise kleiner.

Insgesamt sind in diesem Semester rund 48.000 Studierende an der Universität zu Köln immatrikuliert, rund 5.000 von ihnen sind internationale Studierende, rund 60 Prozent sind weiblichen Geschlechts. Die Philosophische Fakultät kommt auf 13.850 Köpfe, die WiSo-Fakultät auf 8.735 Köpfe, die Mathematisch Naturwissenschaftliche Fakultät auf 8.350 Köpfe, die Humanwissenschaftliche Fakultät auf 7.895 Köpfe, die Rechtswissenschaftliche Fakultät auf 5.562 Köpfe und die Medizinische Fakultät auf 3.550 Köpfe.

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://verwaltung.uni-koeln.de/abteilung21/content/erstsemester/index_ger.html

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news-4868 Tue, 03 Apr 2018 11:34:16 +0200 WiSo-Fakultät der Uni Köln erhält erneut international renommiertes EQUIS-Gütesiegel /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4868&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=120ff8b917025f11635675fe645f8839 Reakkreditierung für die höchstmögliche Dauer von fünf Jahren / Bestätigung des exzellenten Qualitätsstandards der Fakultät in Forschung und Lehre Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln ist am 27. März 2018 vom zuständigen EQUIS Accreditation Board für die höchstmögliche Dauer von fünf Jahren mit dem weltweit renommierten EQUIS-Gütesiegel der European Foundation for Management Development (EFMD) reakkreditiert worden. Damit wird der hohe internationale Qualitätsstandard der Fakultät in Forschung und Lehre erneut bestätigt. Zum jetzigen Zeitpunkt haben nur 110 Wirtschaftshochschulen weltweit diese international anerkannte Akkreditierung mit einer fünfjährigen Laufzeit inne.
Professor Dr. Werner Mellis, Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, ist sehr zufrieden: „Wir freuen uns sehr über die Reakkreditierung durch das Gütesiegel EQUIS und sind stolz auf die Leistung unserer Fakultät. Mein herzlicher Dank gilt den Mitgliedern, Studierenden, Alumni und Kooperationspartnern der Fakultät, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Auch in Zukunft möchten wir diesen hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden und uns kontinuierlich weiter verbessern.“

Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät erfüllt seit 2012 die strengen Anforderungen des European Quality Improvement System (EQUIS) und gehört seitdem zum Kreis der EQUIS-akkreditierten Wirtschaftshochschulen. Die WiSo-Fakultät war 2012 die zweite staatliche Hochschulbildungseinrichtung in Deutschland, die mit dem begehrten EQUIS-Gütesiegel ausgezeichnet wurde.

Die erfolgreiche EQUIS-Akkreditierung unterstreicht die umfassenden Anstrengungen der Fakultät, die Qualität von Studium und Lehre auf international wettbewerbsfähigem Niveau beständig zu verbessern und sich durch ihre traditionelle Fächervielfalt, Spitzenforschung, Praxisrelevanz und Internationalität zu profilieren.

Im Rahmen der Akkreditierung werden Institutionen als Ganzes, nicht nur ihre einzelnen Studienprogramme begutachtet. Insgesamt müssen sich bewerbende Institutionen in zehn Dimensionen (u.a. Governance und Strategie, Unternehmensbeziehungen, Studierende, Forschung und Ressourcen, Internationale Partnerschaften und Netzwerke) behaupten. Dabei reicht es bei EQUIS nicht, lediglich Minimalstandards zu gewährleisten. Stattdessen müssen die Bewerber beweisen können, dass sie weltweit zu den Top-Institutionen in der Management- und Wirtschaftsausbildung ihres Landes gehören und auf der internationalen Hochschulebene mit innovativen Aktivitäten hervorstechen sowie ausgezeichnete Beziehungen zu ausländischen Partnern pflegen.

Die EFMD ist als weltweite Akkreditierungseinrichtung für Business Schools anerkannt. Mit EQUIS (European Quality Improvement System) hat sie 1997 einen europäischen Akkreditierungsstandard als Qualitätsnachweis geschaffen.

Inhaltlicher Kontakt:     
Janina Klug
WiSo-Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 470-7451
klug(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.efmd.org
www.wiso.uni-koeln.de

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news-4861 Wed, 28 Mar 2018 07:05:31 +0200 Communicating Science – From the Deep Sahara into World Media /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4861&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=56ee7ebd39a704e968bc4832184e1148 Für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind die wichtigsten Ansprechpartner in der Regel ihre Kolleginnen und Kollegen. Aber die Wissenschaft kann so viel mehr erreichen, wenn sie sich nicht auf das Labor beschränkt. Erfahren Sie am Dienstag, den 27. März 2018, am Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus in New York mehr über Strategien der Wissenschaftskommunikation und über die tiefgreifende Wirkung eines langjährigen Engagements für die Vermittlung von Forschungsergebnissen.

Um neues Wissen zu dokumentieren und zu vermitteln, ist es notwendig, Wissenschaft zu kommunizieren. Doch wie können Wissensproduktion und -transformation ein Laienpublikum begeistern, die öffentliche Meinung formen und Stakeholder-Entscheidungen beeinflussen? Was sind gute Strategien in der Wissenschaftskommunikation und vor welchen Herausforderungen steht sie?

Erfahren Sie am Dienstag, den 27. März, im Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in New York (871 United Nations Plaza, First Avenue, zwischen 48. und 49. Straße) wie Stefan Kröpelin, der "Man of the Desert" (Nature) durch die Vermittlung seiner Forschung und seines Wissens entscheidend dazu beigetragen hat, dass verschiedene Orte in der Sahara auf die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden. Kröpelin erforscht Geheimnisse wie die Migration der Menschen nach Europa und popularisiert seit Jahrzehnten die Geschichte, Landschaften und Menschen der Sahara.

Stefan Kröpelin, Geologe von der Universität zu Köln und 17. Träger des gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehenen Communicator-Preises, wird erklären, wie sich die Nutzung verschiedener Medien nachhaltig auf gemeinnützige Organisationen und politische Entscheidungsträger auswirken kann. Er wird die Verantwortung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen gegenüber der Gesellschaft – und nicht zuletzt den Steuerzahlern – erläutern, den Wert ihrer Arbeit aufzuzeigen. Dabei wird er auch darauf eingehen, wie Nachwuchswissenschaftler Forschungskommunikation als Instrument zur Förderung ihrer Karriere nutzen können. Gemeinsam mit Katherine Bagley, der Chefredakteurin des Magazins Yale Environment 360, wird er zudem Unterschiede in der Wissenschaftskommunikation in Deutschland und den USA aufzeigen.

Gastgeber sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) und das New Yorker Verbindungsbüro der Universität zu Köln.

Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus bietet Informationen und Unterstützung bei der Umsetzung von Kooperationsprojekten zwischen Nordamerika und Deutschland. Mit dem Ziel, die Kommunikation über die kritischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu verbessern, veranstaltet das Haus eine Vielzahl von Veranstaltungen: von Vorträgen und Ausstellungen bis zu Workshops und wissenschaftlichen Diners. Das im Februar 2010 eröffnete DWIH in New York ist ein Eckpfeiler der Initiative der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung. Es ist eins von fünf solchen Häusern weltweit.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Sie dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen. Organisiert ist die DFG als privatrechtlicher Verein. Ihre Mitglieder sind forschungsintensive Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Verbände sowie die Akademien der Wissenschaften.
Die Kernaufgabe der DFG besteht in der wettbewerblichen Auswahl der besten Forschungsvorhaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Hochschulen und Forschungsinstituten und in deren Finanzierung. Projektanträge der erkenntnisgeleiteten Forschung werden in einem mehrstufigen Entscheidungsverfahren nach ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien beurteilt und ausgewählt. Die DFG ist dadurch eine tragende Säule eines starken Wissenschaftsstandortes Deutschland und gestaltet zugleich den Europäischen Forschungsraum mit.

Mit dem Communicator-Preis zeichnen DFG und Stifterverband seit dem Jahr 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Leistungen in der Wissenschaftskommunikation aus. Der Preis würdigt das Engagement von Forscherinnen und Forschern, die ihre Arbeit und ihr Fachgebiet einem breiten Publikum zugänglich machen und sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft engagieren. Zugleich wirbt der Preis dafür, der Vermittlung von Wissenschaft als Teil der Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Die Universität zu Köln wurde 1388 gegründet. Sie ist eine der führenden deutschen Forschungsuniversitäten mit einer außergewöhnlich vielfältigen Fächerbasis. Kernprofilbereiche betreiben international wettbewerbsfähige Forschung zu hochaktuellen wissenschaftlichen, technologischen und sozialen Themen wie altersbedingten Erkrankungen, Verhaltensökonomie und soziale Kognition, Pflanzenwissenschaften, Quantenmaterie und -materialien sowie sozioökonomischem, kulturellem und politischem Wandel im Globalen Süden. Die Universität zu Köln ist eine von 11 deutschen Exzellenzuniversitäten.


Inhaltlicher Kontakt:
Katharina Niesert, Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus
+1 212 339 8606 x302
press(at)germaninnovation.org

Stefan Altevogt, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) / German Research Foundation
Stefan.Altevogt(at)dfg.de

Dr. Eva Bosbach, New Yorker Verbindungsbüro der Universität zu Köln
+1 212 758 5893
eva.bosbach(at)uni-koeln.de


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news-4856 Mon, 19 Mar 2018 12:36:10 +0100 Uni kooperiert mit Wallraf-Richartz-Museum: Sonderausstellung 200 Jahre Wallrafs Erbe /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4856&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2b28533eede539e716939e5c76e20998 „Wallrafs Erbe. Ein Bürger rettet Köln“ vom 23. März bis zum 8. Juli 2018 / Digitaler Wissenstransfer aus der Universität in die Stadtöffentlichkeit
Aus Anlass des 200. Jahrestages der Eröffnung des Wallrafschen Testaments, mit dem der Gelehrte seine Objekt- und Kunstsammlung am 9. Mai 1818 der Stadt Köln vermacht hat, haben die Lehrstühle für die Geschichte der Frühen Neuzeit und der Allgemeinen Kunstgeschichte der Universität zu Köln ein Ausstellungsprojekt zusammen mit dem Wallraf-Richartz-Museum ins Leben gerufen. Das Museum lädt Vertreterinnen und Vertreter der Presse zu einer Pressekonferenz am Mittwoch, 21. März 2018, um 11.00 Uhr ein.

Der Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit bringt Inhalte aus dem Projekt „Wallraf digital“ in die Ausstellung ein. Seit 2015 hatten junge Historikerinnen und Historiker Seminar- und Forschungsergebnisse rund um Ferdinand Franz Wallraf für unterschiedliche digitale Formate aufbereitet und diese im Internet zugänglich gemacht. Die Seite www.wallrafdigital.koeln bündelt eine Reihe von Angeboten, darunter die Online-Publikation „Auf den Spuren von Wallraf“, Video-Interviews, Masterarbeiten, Blogbeiträge und die App „Wallrafs Köln“. Damit folgen die Beteiligten dem Leitbild des Lehrstuhls „Forschen, Lehren, Wissen vermitteln, digital publizieren“.

„Aufgrund der Bedeutung Ferdinand Franz Wallrafs für die Stadtgeschichte und für viele Kölner Institutionen ist diese Zusammenarbeit von Universität und Stadt Köln der Höhepunkt der institutionellen Kooperationen, die bereits im Wintersemester 2014/15 mit einer interdisziplinären Lehrveranstaltung zu Wallraf begann“, sagt Professorin Dr. Gudrun Gersmann, Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität zu Köln. „Mit dieser Zusammenarbeit zeigen wir, dass wir mit unseren Forschungsthemen an die Öffentlichkeit gehen wollen, dafür die digitalen Möglichkeiten für eine moderne Aufbereitung nutzen und so vielfältige Zugänge schaffen.“ Der Kunsthistoriker Professor Dr. Stefan Grohé ist als Ko-Kurator an der Ausstellung beteiligt.

Es wird eine Vielzahl von Objekten aus den Beständen verschiedener Kölner Institutionen gezeigt. Die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) beispielsweise stellt für die Ausstellung verschiedene Leihgaben aus ihrer „Bibliothek Ferdinand Franz Wallraf“ bereit – darunter eine der wertvollen Kölner Bibeln von 1478/79, die zur Privatbibliothek Wallrafs gehörte. „Diese vierte, in deutscher Sprache gedruckte Bibel vor Luthers Bibelübersetzung ist durchgehend illustriert mit einem einzigartigen Bildprogramm, das in Teilen noch jahrzehntelang andernorts für Drucke nachgenutzt wurde“, sagt Christiane Hoffrath, Dezernentin für Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung an der USB. „Mit dieser illustrierten volkssprachlichen Bibel konnte nicht nur der Laie, sondern auch der des Lesens Unkundige die Bibel verstehen.“

Ein Ausstellungskatalog sowie ein umfangreiches Begleitprogramm zum Wallraf-Jubiläum, ebenfalls mit Beteiligung etablierter und junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, runden den digitalen Wissenstransfer aus der Universität in die Stadtöffentlichkeit ab.


Weitere Informationen:

Über die Ausstellung:
https://www.wallraf.museum/ausstellungen/vorschau/2017-12-13-ankuendigung-2018/
http://www.blog-zeitenblicke.uni-koeln.de/wallraf-digital/wallrafs-erbe-ein-buerger-rettet-koeln/

Über das Projekt „Wallraf digital“:
http://neuere-geschichte.phil-fak.uni-koeln.de/index.php?id=1828

„Wallraf digital“:
www.wallrafdigital.koeln

„Bibliothek Ferdinand Franz Wallraf“ der USB:
www.ub.uni-koeln.de/sammlungen/wallraf/index_ger.html


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Gudrun Gersmann
+49 221 470 4352
fruehe-neuzeit(at)uni-koeln.de

Christine Schmitt
Projektleitung „Wallraf digital“
+49 221 470 5760
christine.schmitt(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Melinda Burmeister-Neuls
+49 221 470 89955
burmeister(at)ub.uni-koeln.de

 

 

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news-4853 Mon, 19 Mar 2018 09:21:15 +0100 Köln, Bonn und Düsseldorf gründen neues Kompetenzzentrum im Bereich Genomik /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4853&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c3fea5c1b12bd7d9d58aa81384f7f234 Das „West German Genome Center“ wird zentrale Infrastruktur für Beratung und Vernetzung in den Bereichen Genomforschung, Bioinformatik und High Performance Computing.  Mit dem „West German Genome Center“ (WGGC) haben die Universität zu Köln, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ein gemeinsames Kompetenzzentrum bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben. Das WGGC wird für zunächst drei Jahre mit rund 5,3 Millionen Euro zuzüglich einer 22-prozentigen Programmpauschale gefördert. Es ist die erste zentrale Infrastruktureinrichtung für die Bereiche Bioinformatik, Genomforschung und High Performance Computing.   

Das neue Zentrum wird mit „Next Generation Sequencing“-Methoden ausgestattet, die vom Genom über Epigenom bis zum Transkriptom eine biologische Probe vollständig erfasst. Die entstehenden bioinformatischen Daten sollen für viele wissenschaftliche Nutzerinnen und Nutzer bereitstehen. Mit der Infrastruktur werden eine Reihe Services angeboten, neben der Sequenzierungsleistung beispielsweise auch Expertensuche, wissenschaftliche Beratung und Weiterbildung, Antragsberatung und Vernetzungsmöglichkeiten.

Professor Dr. Peter Nürnberg, Sprecher des WGGC seitens der federführenden Universität zu Köln, sagt: „An den drei Hochschulstandorten kommen über 70 Expertinnen und Experten zusammen, die Spezialwissen aus zahlreichen biologischen Bereichen mitbringen – begonnen bei Mikrobiomen, über pflanzliche und tierische Modellorganismen bis hin zum Menschen. Wir sind bereits jetzt bestens in der Community vernetzt und freuen uns, ein neues NGS-Kompetenzzentrum ins Leben zu rufen.“

Professor Dr. Joachim Schultze, stellvertretender Sprecher des WGGC am Standort Bonn, sagt: „Wir wollen mit diesem Netzwerk einen Beitrag leisten, die Lebenswissenschaften und die Medizin in Deutschland mit den neuesten Technologien der Genomforschung und innovativen rechnergestützten Verfahren zu unterstützen. ‚Next Generation Genomics‘ wird Medizin und Lebenswissenschaften grundsätzlich verändern und das WGGC soll dazu beitragen, dass unser Wissenschaftsstandort international kompetitiv bleibt“.

Professor Dr. Dagmar Wieczorek, stellvertretende Sprecherin des WGGC am Standort Düsseldorf, sagt: „Mit der long-read NGS-Technologie und den entsprechenden bioinformatischen Tools bringt die HHU komplementäre Methoden für die Genomanalysen und das Genomassembly in das WGGC ein.“

Professor Dr. Klaus Pfeffer, Prorektor der Heinrich-Heine-Universität und Mitglied des WGGC, sagt: „Das WGGC umfasst zusätzlich zu den drei Universitäten Köln, Bonn und Düsseldorf die Kooperationspartner RWTH Aachen, die Universität Duisburg-Essen, die Universität des Saarlands, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, die nun im Bereich der Genomforschung ein international sichtbares Expertisezentrum bilden.“

Neben dem WGGC hat die DFG drei weitere NGS-Kompetenzzentren eingerichtet: Das „NGS Competence Center Tübingen“ der Eberhard Karls Universität Tübingen; das „DRESDEN-concept Genome Center“ der Technischen Universität Dresden; sowie das „Competence Centre for Genomic Analysis Kiel“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Insgesamt werden die vier Standorte in Deutschland mit 14 Millionen Euro plus Programmpauschale gefördert.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Peter Nürnberg
Sprecher des West German Genome Center, Köln
+49 221 478 96801
nuernberg(at)uni-koeln.de

Prof. Dr. Joachim L. Schultze
Stellv. Sprecher des West German Genome Center, Bonn
+49 228 73 62787
office.immunogenomics(at)uni-bonn.de

Prof. Dr. Dagmar Wieczorek
Stellv. Sprecherin des West German Genome Center, Düsseldorf
+ 49 211 81 12350
dagmar.wieczorek(at)hhu.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg, Universität zu Köln
+49 221 470 1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Dr. Andreas Archut, Universität Bonn
+49 228 73 7647
andreas.archut(at)uni-bonn.de

Susanne Dopheide, Universität Düsseldorf
+49 211 8104173
susanne.dopheide(at)hhu.de

Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung_nr_06/index.html

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news-4851 Thu, 15 Mar 2018 17:28:52 +0100 Dr. Michael Stückradt erneut zum Kanzler der Universität zu Köln gewählt /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4851&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f57585e4ec517439d87b374c91c69cc2 Die Hochschulwahlversammlung wählte Stückradt einstimmig für eine weitere Amtsperiode, die am 1. September 2018 beginnt. 

Dr. Michael Stückradt, Kanzler der Universität zu Köln, wurde von der Hochschulwahlversammlung einstimmig für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren wiedergewählt. Stückradt tritt seine zweite Amtszeit am 1. September 2018 an. „Ich freue mich über die Wiederwahl und insbesondere über das Vertrauen, das das Wahlgremium mir ausgesprochen hat“, sagt Stückradt. 

Im Gremium wurden Stückradts Verdienste für die Verbesserung der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Verwaltung an der Universität zu Köln hervorgehoben sowie für das ehrgeizige Verwaltungsveränderungsprogramm, das gerade erfolgreich evaluiert wurde. Diese beiden wichtigen Vorhaben stehen auch in der zweiten Amtszeit Stückradts auf der Agenda. „Mein Ziel ist es zudem, die Digitalisierung in der Verwaltung an der Universität zu Köln voranzutreiben“, sagt Stückradt. 

Stückradt wurde 1955 in Aachen geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht und wurde im Bankrecht promoviert. 

Nach Tätigkeiten in der Leitung der Universitätskliniken Aachen (Finanzdezernent) und Düsseldorf (komm. Verwaltungsdirektor) war er von 2000 bis 2005 Kanzler der Rheinisch-Westfälischen-Technischen Hochschule Aachen. 

In dieser Zeit war er Leiter der bundesweiten Kanzlerarbeitskreise Hochschulmedizin und Patentverwertung sowie Sprecher der Universitätskanzler NRW. 2005 war er darüber hinaus Mitglied im Medizinausschuss des Wissenschaftsrates. 

Von 2005 bis 2010 war er Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW. 

Presse und Kommunikation:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
+170 5781717 

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news-4845 Wed, 14 Mar 2018 12:43:40 +0100 NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer eröffnet Fachtagung zum Sachunterricht /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4845&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa14047a940748ea363651d48bb17510 Die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, eröffnete gestern die 5. Fachtagung des Kooperationsprojekts NaWiT AS. Projekt wird vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert.  NaWiT AS (Naturwissenschaftlich-Technische Kompetenzen und Anregung Schulbezogener Unterrichtsentwicklung) ist ein Kooperationsprojekt der Universität zu Köln und des Ministeriums für Schule in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom-Stiftung, das Grundschulen bei der Konzeption von naturwissenschaftlichen und technischen Unterricht unterstützt. Die Tagung wurde von der Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer sowie Johannes Schlarb von der Deutsche Telekom Stiftung und Prorektor Prof. Dr. Stefan Herzig von der Universität zu Köln eröffnet.

Ministerin Gebauer betonte: „Im Sachunterricht in der Grundschule können Kinder schon früh für Naturwissenschaften begeistert werden. Gute MINT-Bildung auf der Höhe der Zeit im Primarbereich ist bedeutend für die weitere Schullaufbahn bis hin zur Berufsorientierung, gerade auch für Mädchen, die wir verstärkt für naturwissenschaftliche Fächer gewinnen wollen. Das Projekt NaWiT AS leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des MINT-Bereichs in der Grundschule. Der Landesregierung und mir als Schulministerin ist es wichtig, die Arbeit der Grundschulen mit verschiedenen Maßnahmen zu stärken. Deshalb haben wir das Projekt NaWit AS um drei Jahre verlängert und um den Aspekt des Lernens im digitalen Wandel erweitert.“

Der Prorektor für Lehre und Studium, Professor Dr. Stefan Herzig, erklärte: "Digitale Bildung künftiger Lehrkräfte und ihrer Schülerinnen und Schüler ist eine der zentralen Herausforderungen an eine moderne Lehramtsausbildung. Dem stellt sich die Universität zu Köln mit all ihrer Expertise."
Johannes Schlarb von der Deutsche Telekom Stiftung sagte: „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Ministerium dazu beitragen zu können, dass innovative didaktische Konzepte ihren Weg an die Grundschulen finden und den Lehrerinnen und Lehrer neue Impulse für Ihren Unterricht geben.“

Impulsforen zu zehn spannenden aktuellen Themen haben während der Tagung ausreichend Zeit zum aktiv-entdeckenden Kennenlernen der NaWiT AS - Angebote bieten und den kollegialen Austausch über Fragen der Unterrichtsentwicklung im Sachunterricht ermöglicht. Mit der Bereitstellung erprobter, fortbildungstauglicher Konzepte und Materialien für die schulinterne Unterrichtsentwicklung auf der Projekthomepage unterstützt NaWiT AS Grundschulen bei der Entwicklung eines kompetenzorientierten naturwissenschaftlich-technischen Sachunterrichts. Damit stehen den Schulen praxiserprobte Anregungen zur Weiterentwicklung der Unterrichtspraxis im kompetenzorientierten naturwissenschaftlich-technischen Sachunterricht zur Verfügung. Mit jeder dokumentierten Unterrichtsanregung wird beispielhaft ein aktuelles Konzept der Sachunterrichtsdidaktik für den Unterrichtet aufbereitet. In der zweiten Projektphase 2018-21 wird NaWiT AS schwerpunktmäßig die verschiedenen Kompetenzbereiche des Lernens in der digitalen Welt bearbeiten und Anregungen für die unterrichtliche Umsetzung des neuen Medienkompetenzrahmens NRW bereitstellen.

Videos:
https://youtu.be/gwcG5VRGKiM
https://youtu.be/y452JV1VvLQ


Inhaltlicher Kontakt:
Professorin Dr. Daniela Schmeinck
+49 221 470-4216
daniela.schmeinck(at)uni-koeln.de 

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

 

 

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news-4844 Fri, 09 Mar 2018 06:20:35 +0100 Neu definierte Enzymklasse möglicherweise an der Reparatur von Erbgutschäden beteiligt /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4844&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6b0cc9df44560cadad85480290182c1c Vergleich zwischen Mensch und Einzellern zeigt, dass Mechanismus evolutionär komplexer geworden ist / Veröffentlichung in „Nature Communications“ Ein Team von Genetikerinnen und Genetikern der Universität zu Köln unter der Leitung von Professor Dr. Kay Hofmann hat mit „ZUFSP“ eine neue Enzymklasse identifiziert, die sogenannte „Ubiquitin-Ketten“ von Proteinen wieder entfernen kann. Die Lebensdauer von Proteinen in der menschlichen Zelle und der Abbau von defekten oder überschüssigen Proteinen wird durch das Anhängen solcher Ubiquitin-Ketten reguliert.

Die in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlichte Studie zeigt nicht nur die neue Funktion der ZUFSP-Familie auf, sondern erklärt deren Funktion auch anhand der dreidimensionalen Struktur des menschlichen ZUFSP-Enzyms. Möglich wurde diese Erkenntnis durch eine enge Zusammenarbeit mit der strukturbiologischen Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ulrich Baumann am Institut für Biochemie der Universität zu Köln.

Die erstmalige Beschreibung der Funktion und Struktur der ZUFSP-Enzyme bietet neue Ansatzpunkte für das Verständnis und die Behandlung von gestörten Zellfunktionen. So zeigte die Studie deutliche Hinweise darauf, dass die neu definierte Klasse an der zelleigenen Reparatur von Schäden im Erbgut beteiligt und somit von weitreichender Bedeutung für genassoziierte Krankheiten ist.

Mitglieder der ZUFSP-Familie sind nicht die einzigen Enzyme, die Ubiquitin zerschneiden können – sechs andere Klassen waren bereits seit einigen Jahren bekannt. Eine Besonderheit der neu identifizierten ZUFSP-Familie ist jedoch die Vorliebe für einen besonderen Typ von Ubiquitin-Ketten, der eine wichtige Rolle bei der Erkennung und Behebung von Schäden des Erbguts spielt. Außerdem ist ZUFSP in der Lage, auch Ubiquitin-Bruchstücke zu spalten, während konventionelle Ubiquitin-Spalter in der Regel nur vollständige Einheiten erkennen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verglichen das menschliche ZUFSP mit analogen Proteinen aus Modellorganismen wie beispielsweise der Spalthefe. „Wir konnten sehen, dass ZUFSP aus Hefe und anderen Einzellern eher minimalistisch aufgebaut ist, während menschliches ZUFSP komplexer ist und zahlreiche zusätzliche Bindungsmöglichkeiten für Ubiquitin-Ketten bietet“, erklärt Professor Dr. Kay Hofmann vom Institut für Genetik der Universität zu Köln.

Da die unterschiedliche ZUFSP-Architektur in Mensch und Hefe auch mit deutlichen Änderungen der enzymatischen Spezifizität einhergehen, sei ZUFSP auch ein spannendes Beispiel für die Evolution von Protein-Funktion, so der Wissenschaftler weiter.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Kay Hofmann
Institut für Genetik der Universität zu Köln
+49 221 470-1701
kay.hofmann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
www.nature.com/articles/s41467-018-03148-5

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Forschung
news-4836 Tue, 06 Mar 2018 11:24:23 +0100 Kölner Sozialrechtstag widmet sich der sozialen Sicherung von Selbstständigen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4836&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=205f02e3884a9dbffa9ed645b7a25c5e 16. Kölner Sozialrechtstag findet am 13. März 2018 statt / Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren über die Herausforderungen einer digitalen Arbeitswelt Der Fokus des Kölner Sozialrechtstags am 13. März 2018 liegt auf Fragen zur sozialen Sicherung Selbstständiger in einer digitalen Arbeitswelt. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen setzen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Anwaltschaft und Justiz mit dieser Thematik auseinander.



Termin:
Dienstag, 13. März 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr
„16. Kölner Sozialrechtstag“
WiSo-Gebäude, Hörsaal I, Universitätsstr. 24, 50923 Köln

Unter anderem wird Professor Dr. Thomas Kania in einem Vortrag auf Scheinselbstständigkeit in der Unternehmens- und Beratungspraxis eingehen. Professor Dr. Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichts in Kassel, wird Überlegungen zur Einheit des sich wandelnden Beschäftigungsbegriffes im digitalen Zeitalter diskutieren. Außerdem wird Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, über die soziale Sicherung Selbstständiger aus Sicht der gesetzlichen Rentenversicherung sprechen. Geleitet wird der Kongress durch Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis von der Universität zu Köln und Professor Dr. Felipe Temming von der Universität Hannover.   

Im Rahmen des Kongresses verleiht die Gesellschaft zur Förderung der sozialrechtlichen Forschung e.V. ihren Förderpreis. Der Kölner Sozialrechtstag wird veranstaltet von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, dem Institut für Deutsches und Europäisches Arbeits- und Sozialrecht der Universität zu Köln (IDEAS) und der Gesellschaft zur Förderung der sozialrechtlichen Forschung e.V. Köln.

Inhaltlicher Kontakt:
Andrea Helldörfer
+49 221-470-2300
andrea.helldoerfer(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.sozialrecht.jura.uni-koeln.de/sites/sozialrecht/sozialrechtstag/2018/flyer_ID_16_KST_dieZweite.pdf

 

 

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news-4835 Tue, 06 Mar 2018 11:23:15 +0100 Studieren ohne Abitur ist an der Universität zu Köln für Senioren kein Problem /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4835&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bef811fb9c040910bfc9a1efaf6703a3 Die Universität zu Köln informiert am 8. März 2018 über ihr Studienangebot für Seniorinnen und Senioren sowie Gasthörerinnen und Gasthörer im kommenden Sommersemester.  Termin:

Donnerstag, 8. März 2018 von 15.00 bis 16.30 Uhr

„Informationsveranstaltung für Gasthörer- und Seniorenstudium“

Hörsaal V, Hauptgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Die Aufnahme des Gasthörer- und Seniorenstudiums ist ohne Allgemeine Hochschulreife (Abitur) möglich. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Die Gasthörergebühr beträgt 100 Euro pro Semester.

Mit einem Gasthörerausweis können Gasthörer- und Seniorstudierende Vorlesungen an allen Fakultäten der Universität zu Köln besuchen, an Seminaren, Übungen, Arbeitskreisen und Projektgruppen teilnehmen und alle Institutsbibliotheken sowie die Universitäts- und Stadtbibliothek nutzen. Auch einen Studierenden-Account nebst einer persönlichen Studierenden-Mail-Adresse bekommen sie kostenlos. Neben den eigens für Gasthörer angebotenen Veranstaltungen studieren die „Gäste“ in den gleichen Lehrveranstaltungen wie ordentlich eingeschriebene Studierende. Leistungsnachweise können jedoch im Gasthörerstudium nicht erworben werden.

Alle Fragen rund um das Gasthörer- und Seniorenstudium werden bei der Informationsveranstaltung von der Beauftragten für das Gasthörer- und Seniorenstudium, Dr. Anne Löhr, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit beantwortet.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Anne Löhr
Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit
Geschäftsführerin Gasthörer- und Seniorenstudium
(0221) 470 - 2761
senioren-studium(at)uni-koeln.de, gasthoerer-studium(at)uni-koeln.de
www.koost.uni-koeln.de/gasthoerersenioren.html

Weitere Informationen:

Informationsmaterial zum „Gasthörer- und Seniorenstudium“ kann kostenlos angefordert werden unter: Gasthörer- und Seniorenstudium, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln, Tel: (0221) 470 - 6298, Fax (0221) 470 - 5934 

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news-4832 Mon, 05 Mar 2018 14:20:56 +0100 Open Campus 2018 /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4832&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e029d00585136047f4be6785eb2c8a7f Die Universität zu Köln lädt Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern am 17. März zum Infotag „Open Campus“ ein. Der „Open Campus“ bietet Studieninteressierten die Möglichkeit, sich umfassend über ein Studium zu informieren und sich vor Ort einen konkreten Eindruck von der Hochschule zu verschaffen.

Ab 10.00 Uhr stellt die Universität in zahlreichen Vorträgen ihr Studienangebot vor. Dazu zählen Studiengänge aus den Bereichen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften, Medizin und Zahnmedizin, Geistes- und Kulturwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Erziehungswissenschaft und Psychologie. Ergänzend werden fachübergreifende Themen wie die Studienwahl, das Zulassungsverfahren, Stipendien und Studienaufenthalte im Ausland Teil des Programms sein. Im Rahmen einer Infomesse stehen zudem Beraterinnen und Berater aus der Zentralen Studienberatung, den Fakultäten und weiteren Einrichtungen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.


Termin:
Samstag, 17. März 2018, 10.00 Uhr
„Open Campus 2018“
Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz,
Hörsaalgebäude, Hauptgebäude, Philosophikum

Inhaltlicher Kontakt:

Zentrale Studienberatung
Axel Bochem
+49 221 470-4486
a.bochem(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Mathias Martin
+49 221 470-1705
m.martin(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen und Programm:
www.zsb.uni-koeln.de/opencampus

 

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news-4829 Mon, 05 Mar 2018 11:40:16 +0100 Erste deutsche Migrantenwahlstudie: Wie Einwanderer und ihre Kinder wählen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4829&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c236f044f9569a839ae4585ee2372daa Gemeinsame Forschungsarbeit von Universität zu Köln und Universität Duisburg-Essen vergleicht Russlanddeutsche und Deutschtürken  Politikwissenschaftler der Universität zu Köln und der Universität Duisburg-Essen (UDE) gingen in einer Studie erstmals der Frage nach, für welche Partei sich die Einwanderer und ihre Kinder aus der Türkei oder der ehemaligen Sowjetunion mit einem deutschen Pass bei einer Bundestagswahl entscheiden. Die „Immigrant German Election Study“ wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Es handelt sich um die erste Wahlstudie, die aufgrund hochwertiger Daten aus der Bundestagswahl 2017 präzise Aussagen zum Wahlverhalten von Deutschen mit Migrationshintergrund macht. Dazu wurden jeweils knapp 500 zufällig ausgewählte Deutsche befragt, die selbst oder deren Eltern aus der Sowjetunion oder ihren Nachfolgestaaten (im Folgenden Russlanddeutsche) oder der Türkei (im Folgenden Deutschtürken) eingewandert sind.

„Ich war überrascht, wieviel geringer die Wahlbeteiligung bei den beiden Gruppen war; bei den Deutschtürken liegt die Quote bei 64 Prozent, bei den Russlanddeutschen sogar nur bei 58 Prozent. Das liegt ganze 18 Prozent unter der allgemeinen Wahlbeteiligung“, sagt Professor Dr. Achim Goerres von der UDE.

Beide Gruppen sind politisch auch ganz anders eingestellt als die Deutschen ohne Migrationshintergrund: Russlanddeutsche sind rechts der Mitte positioniert, Deutschtürken links der Mitte. Dr. Dennis Spies von der Universität zu Köln berichtet: „In beiden Gruppen haben aber die beiden Volksparteien, die ehemals dominant waren, verloren.“

Rechtsruck? Kreuzten die Russlanddeutschen bei früheren Bundestagswahlen auf dem Wahlzettel noch mehrheitlich die CDU/CSU an, entschieden sich 15 Prozent von ihnen im Jahr 2017 für die AfD. Goerres erläutert: „In der Tat punktete die AfD bei den Russlanddeutschen stärker als bei den Wählern ohne Migrationshintergrund. Aber sie blieb als dritte Kraft hinter der Union und den Linken weit hinter den Erwartungen zurück, die medial geschürt wurden.“

Mehr als ein Drittel der Deutschtürken wählte die SPD (35 %). Die LINKE kommt bei ihnen mit 16 Prozent und bei den Russlanddeutschen mit 21 Prozent besser an als bei den Deutschen ohne Migrationshintergrund (11 %). Besonders selten wählen Russlanddeutsche grün (8 %).

„Die Deutschen türkischer Abstammung sind ganz klar gegen Erdogan. Wenn sie überhaupt am türkischen Referendum teilgenommen haben, stimmten sie deutlich dagegen“, so Goerres. Nur 21 Prozent der Türken mit doppelter Staatsbürgerschaft waren für die Verfassungsreform. Lediglich 12 Prozent der Deutschtürken wählten die Erdogan nahestehende Partei „Allianz Deutscher Demokraten“, die nur in NRW zur Wahl antrat.

Etwa 66 Prozent der Deutschtürken sprechen sich gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei aus. Besonders hoch ist die Ablehnung bei den türkeistämmigen Kurden (84 %). Außerhalb der Wahlen sind die Deutschtürken politisch vergleichsweise stark engagiert; sie demonstrieren zum Beispiel mehr als die Mehrheitsbevölkerung (17 zu 7 %).

Auf einer Skala von -5 bis +5 bewerten die befragten Deutschtürken Staatspräsident Erdogan im Schnitt mit -2,5, bei der zweiten Einwanderergeneration schneidet er etwas besser ab. Putin bekommt von den Russlanddeutschen eine gute +1,4 und rangiert damit noch vor Merkel. Gebürtige Ukrainer sehen Putin negativ (-0,2). Den grünen Politiker Cem Özdemir kennen fast alle Deutschtürken und geben ihm die schlechteste Bewertung – trotz türkischer Wurzeln.


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Achim Goerres und Dr. Sabrina Jasmin Mayer
Universität Duisburg-Essen, Institut für Politikwissenschaft und Interdisziplinäres Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung
migrantenwahlstudie@uni-due.de

PD Dr. Dennis Spies
Universität zu Köln, Cologne Center for Comparative Politics
spies(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Beate Kostka
Ressort Presse an der Universität Duisburg-Essen
+49 203 379-2430
beate.kostka(at)uni-due.de

Frieda Berg
Abteilung Presse und Kommunikation der Universität zu Köln
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
http://udue.de/migrantenwahlstudie
http://www.researchgate.net/project/First-Migrant-Election-Study

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news-4826 Thu, 01 Mar 2018 13:20:30 +0100 21. World Business Dialogue: Die DNA einer modernen Organisation /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4826&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d9c2085cffa8c93d2024973d76ca2131 Vom 5. bis 9. März bietet der Kongress die Möglichkeit zum Austausch zwischen Studierenden, Unternehmen und Referenten / Organisatoren der Veranstaltung sind Studierende der Universität zu Köln.  An den beiden Hauptkongresstagen am 8. und 9. März finden Panel-Diskussionen und Keynotes statt. Das Organisationsteam aus Studierenden an der Universität zu Köln konnte rund 40 Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft als Redner für das fünftägige Event gewinnen. Vertreter der Presse werden um vorherige Akkreditierung gebeten.

Termin:

Montag, 5. März bis Freitag, 9. März 2018 jeweils von 10 bis 21 Uhr
 „World Business Dialogue: Die DNA einer modernen Organisation“
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35, 50931 Köln

Der ehemalige estnische Ministerpräsident Taavi Rõivas wird erläutern, wie er die digitale Verwaltung im Pionierstaat Estland weiter vorangebracht und die Kultur des Landes damit nachhaltig geprägt hat. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart sieht  Nordrhein-Westfalen und Deutschland bei dieser Entwicklung noch am Anfang,  wird jedoch über die ersten Ansätze von e-Government sprechen. Der Dirigent Itay Talgam wird zum Thema Führungskultur referieren. Weitere Redner sind unter anderem Henkel-CHRO Kathrin Menges, IOTA-Gründer Dominik Schiener und Klaus Hardy Mühleck, der Cyber-Abteilungsleiter im Bundesverteidigungsministerium.  

Der World Business Dialogue ist der größte internationale von Studierenden organisierte Wirtschaftskongress, mit etwa 900 Teilnehmern aus über 70 Nationen.  Im Fokus stehen neuartige Technologien sowie die Auswirkungen der Digitalisierung und der Globalisierung auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. Mit dem Thema “The Digital Organization” geht es auf dem kommenden World Business Dialogue um die Strukturen einer modernen Organisation im digitalen Zeitalter.


Inhaltlicher Kontakt und Presseakkreditierung:
Stephan Glasmacher
+49 157 8413 2817
stephan.glasmacher(at)dialogue.team

Nadja Richter
+49 157 8786 7450
nadja.richter(at)dialogue.team

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.world-business-dialogue.com

 

 

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news-4825 Tue, 27 Feb 2018 14:22:57 +0100 „Qualitätsoffensive der Lehrerbildung“ der Universität zu Köln erhält weitere Förderung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4825&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=953e0aa36590a8d9912b29a1e304be14 Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt „Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie LehrerInnenbildung Köln (ZuS)“ von 2019 bis 2023 Die Universität zu Köln hat die Zusage für die Fortsetzung des Projekts „Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung Köln (ZuS)“ erhalten. Das Projekt, das seit 2015 im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, wurde in der Zwischenbegutachtung positiv begutachtet und für die zweite Förderphase der Qualitätsoffensive empfohlen. Die Universität zu Köln erhält damit eine weitere Förderung von 2019 bis Ende 2023.

Das Projekt „Heterogenität und Inklusion gestalten“ der Universität zu Köln hat zum Ziel, Lehramts-Studierende besser auf berufliche Herausforderungen vorzubereiten. Dazu setzt die Universität in der zweiten Förderphase neben der „inklusiven Bildung“ nun auch die Schwerpunkte „digitale Bildung“ und „sprachliche Bildung“. Der Unterricht in heterogenen Klassen, ein kritisch-konstruktiver Umgang mit digitalen Medien und die Vermittlung von Bildungssprache in mehrsprachigen Klassen werden an den Schulen zunehmend Thema. Die ZuS-Maßnahmen werden mit dem Ziel umgesetzt, den Transfer in die Fläche der Universität, in die Nachhaltigkeit und in die zweite Ausbildungsphase zu realisieren.

Die LehrerInnenbildung hat an der Universität zu Köln einen großen Stellenwert. Rund 14.000 Studierende studieren hier einen Lehramtsstudiengang. In Köln können die Lehramtsstudierenden Bachelor- und Master-Studiengänge für alle Schulformen mit über 60 Fächern und Fachrichtungen in über 1.000 Kombinationsmöglichkeiten studieren. Damit gehört die Universität zu Köln zu den europaweit größten Standorten in der LehrerInnenbildung. Für die Lehramtsstudierenden bildet das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) eine gemeinsame Anlaufstelle. Es koordiniert das Kölner Lehramtsstudium fakultäts- und hochschulübergreifend und wirkt aktiv an der Entwicklung struktureller, konzeptioneller und organisatorischer Rahmenbedingungen mit. Die Zukunftsstrategie LehrerInnenbildung (ZuS) ist hierbei ein wichtiger Baustein, um innovative bildungspolitische Konzepte im Regelbetrieb der Universität zu verankern.
Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung wurde 2013 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um Reformen in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern anzustoßen. Der Bund stellt für das Programm, das sich über zwei Förderphasen 2015 bis 2018 und 2019 bis 2023 erstreckt, insgesamt bis zu 500 Millionen Euro bereit.

Der DLR Projektträger, eine Einrichtung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, unterstützt die Qualitätsoffensive. An der ersten Förderphase haben sich 85 Hochschulen beteiligt. 59 Hochschulen erhielten eine Förderung, darunter auch die Universität zu Köln. Vor Ablauf der ersten Förderphase erfolgte nun eine Zwischenbegutachtung der geförderten Projekte.


Presse und Kommunikation:   
Merle Hettesheimer
Leitung Kommunikation und Events Zentrum für LehrerInnenbildung
+49 221 470 5687
m.hettesheimer(at)uni-koeln.de

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news-4824 Tue, 27 Feb 2018 13:45:45 +0100 Professor Dr. Axel Freimuth bei der Wahl zum „Rektor des Jahres“ erneut unter den Top Ten /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4824&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5e44f3654055b7a44881a94d25b1041d Von insgesamt 48 Hochschulleiterinnen und Hochschulleitern in Deutschland rangiert Professor Freimuth auf dem siebten Platz 
Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Axel Freimuth, erreichte im Ranking „Rektor des Jahres 2018“ des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) erneut eine gute Platzierung unter den Top Ten. Von insgesamt 48 Hochschulleitern in Deutschland rangiert Freimuth auf Platz 7 (in den Vorjahren waren es die Ränge 9, 7 und 6).  Zum „Rektor des Jahres 2018“ wurde Professor Dr. Johannes Wessels von der Universität Münster gewählt.

2.860 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im DHV Mitglied sind, haben ihre Stimme abgegeben. Besonders wichtig war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Wahl Führungskompetenz, Respekt für die Unterschiedlichkeit der Wissenschaftskulturen, Kenntnis des Universitätsbetriebes und Kommunikationsfähigkeit.

Berücksichtigt wurden ausschließlich Hochschulleiter, die zu Beginn der Abstimmung mindestens 100 Tage im Amt waren und für die mindestens 30 Bewertungen abgegeben wurden.


Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4823 Mon, 26 Feb 2018 17:38:55 +0100 Rat der Stadt Köln wählt Greitemannn zum Baudezernenten /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4823&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6b7e94b37f66a60f4239d132fa741349 Der Kölner Stadtrat hat heute den Dezernenten für Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Universität zu Köln für acht Jahre gewählt  Markus Greitemann, 57, Dezernent für Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Universität zu Köln ist vom Kölner Stadtrat in einer Sondersitzung für acht Jahre als Dezernent für Stadtentwicklung, Planen und Bauen gewählt worden. „Ich hatte acht spannende Jahre als Dezernent an der Kölner Universität und freue mich jetzt auf die neue herausfordernde Aufgabe als Baudezernent der Stadt Köln“, sagt Greitemann.

„Ich beglückwünsche Herrn Greitemann zu der neuen Aufgabe“, sagt Michael Stückradt, Kanzler der Universität zu Köln. „Er hat hier hervorragende Arbeit geleistet. Unsere Gratulation geht auch an die Stadt Köln, die einen sehr guten Baudezernenten bekommt“, sagt Stückradt.

Der Diplom-Ingenieur und Architekt Greitemann leitet seit 2010 das rund 300 Mitarbeiter starke Dezernat für Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Universität, ist also unter anderem verantwortlich für die Modernisierung der Hochschul-Gebäude.

Greitemann führte dabei vor allem den Modellversuch „dezentrales Liegenschafts-management" an der Universität zu Köln zum Erfolg. Die Universität als Körperschaft öffentlichen Rechtes kann dadurch seit Ende 2013 eigenständig, das heißt ohne den Landesbetrieb, die Liegenschaften über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewirtschaften. Das reicht von der Bedarfs- und Projektentwicklung über den Bau und die Nutzung bis zum Abriss der Gebäude und Infrastruktur. Die Kölner Universität ist die einzige in NRW und eine von wenigen Universitäten in der Bundesrepublik, die diesen Status auf Grundlage eines Gesetzes besitzt. Städtebaulich und strategisch basiert der Hochschulstandort-entwicklungsplan der Universität zu Köln auf den Visionen des Städteplaners Albert Speer junior für die Innenstadt von Köln ("Masterplan für Köln").

Zuvor studierte Greitemann Architektur in Berlin und Dortmund und war als Diplom-Ingenieur in verschiedenen Unternehmen tätig, unter anderem als Projektleiter eines Landschaftsarchitekturbüros, Leiter des Gebäudemanagements und Betriebsleiter eines Unternehmens, bevor er im Jahr 2010 als Dezernent zur Universität zu Köln wechselte.

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)uni-koeln.de

 

 

 

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news-4822 Fri, 23 Feb 2018 10:12:09 +0100 Neanderthaler waren die Schöpfer der ältesten Höhlenkunst /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4822&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bf48bca6291597da5da75b4d52240103 Neanderthaler und Homo sapiens, der anatomisch moderne Mensch, waren einander intellektuell ebenbürtig / Technische Entwicklung ermöglicht genauere Datierung spanischer Höhlenkunst Die Schaffung eiszeitlicher Wandkunst galt bisher als letztes exklusives Kennzeichen des anatomisch modernen Menschen. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Sonderforschungsbereiches (SFB) 806 ‚Our Way to Europe‘ der Universität zu Köln belegt nun in drei spanischen Höhlen, dass tatsächlich Neanderthaler die eigentlichen Schöpfer der ältesten Höhlenkunst waren. Über die kognitiven Fähigkeiten von Neanderthalern im Vergleich zu denen des modernen Menschen wird in der Forschung seit Jahren kontrovers diskutiert.

Bei der Untersuchung von Höhlenkunst spielt die Altersbestimmung eine zentrale Rolle. „Höhlenkunst genau und präzise zu datieren, ohne sie dabei zu zerstören, war bisher kaum möglich“, sagt der Leiter des Projektes Dirk Hoffman vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. „Dank der jüngsten technischen Entwicklungen können wir jetzt aber mit Hilfe der Uran-Thorium (U-Th) Methode Karbonatkrusten auf den Farbpigmenten datieren und so ein Mindestalter für die Höhlenkunst erhalten.“ Die U-Th Datierung basiert auf dem radioaktiven Zerfall von Uranisotopen in Thorium. Mithilfe dieser sehr genauen Datierungstechnik bestimmen Forscher das Alter von Kalkablagerungen bis zu einem Maximalalter von etwa 500.000 Jahren. Damit reicht sie erheblich weiter zurück als die ansonsten gängige Radiokarbonmethode.

In den drei Höhlen, La Pasiega, Maltravieso und Cueva Ardales in Spanien ermittelte das Forscherteam nun jeweils ein Alter von über 60.000 Jahren für Darstellungen der Wandkunst. Zu diesem Zeitpunkt lebten ausschließlich Neanderthaler auf der Iberischen Halbinsel. Die ersten anatomisch modernen Menschen erreichten Südwesteuropa erst vor 40.000 Jahren.

In der Cueva Ardales führt ein deutsch-spanisches Team des Neanderthal Museums, Mettmann und des SFB 806 ‚Our Way to Europe‘ der Universität Köln seit 2011 Ausgrabungen durch. Die Archäologen belegten durch Bodenfunde in der Nähe der datierten Wandkunst die zeitgleiche Anwesenheit von Neanderthalern. Professor Dr. Gerd-Christian Weniger Co-Direktor der Ausgrabungen ist sicher: „Mit den Datierungen schlagen wir ein völlig neues Kapitel in der Erforschung der eiszeitlichen Höhlenkunst auf“. Die früheste Phase der Wandkunst in den drei Höhlen zeigt Linien, Punkte, Handabdrücke und langschmale Flächen in roter Farbe in dunklen Höhlen.
Professor Dr. João Zilhão, vom Catalan Institution for Research and Advanced Studies in Barcelona, ein weiterer Co-Autor der Studie, ist überzeugt: „Auf der Suche nach den Ursprüngen von Sprache und entwickeltem menschlichen Wahrnehmungs- und Denkvermögen müssen wir deshalb viel weiter in unsere Vergangenheit zurückblicken: mehr als eine halbe Million Jahre, auf den gemeinsamen Vorfahren von Neandertaler und modernem Menschen.“ Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, das Neanderthaler den modernen Menschen intellektuell ebenbürtig waren. Diesen Ansatz verfolgt das Neanderthal Museum in seiner Arbeit seit vielen Jahren. „Zahlreiche, neue Forschungsergebnisse haben in den vergangenen Jahren immer eindringlicher belegt, dass Neanderthaler modernen Menschen geistig nicht unterlegen waren. Die Höhlenkunst war das letzte Alleinstellungsmerkmal der modernen Menschen. Wir wissen nun, sie gehört auch zum kulturellen Erbe der Neanderthaler.“ sagt Professor Weniger, Direktor des Neanderthal Museums und Koordinator der Projekte des SFB 806 im westlichen Mittelmeergebiet.

Originalveröffentlichung

D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike: U-Th dating of carbonate crusts reveals Neanderthal origin of Iberian cave art Science, 22. Februar 2018


Inhaltlicher Kontakt:    
Professor Dr. Gerd-Christian Weniger
Stiftung Neanderthal Museum, Mettmann
+49 (0)2104-979733
+49 (0)170 5363 106
weniger(at)neanderthal.de

Professor Weniger ist zurzeit mit dem seinem Grabungsteam in der Cueva Ardales und mobil zu erreichen.

Dr. Dirk Hoffmann
Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig
+49 (0)341 3550-362
+49 (0)174 900 6322
dirk_hoffmann(at)eva.mpg.de

Dr. Bärbel Auffermann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stiftung Neanderthal Museum, Mettmann
+49 (0)2104-979713
auffermann(at)neanderthal.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

 

 

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news-4821 Tue, 20 Feb 2018 14:17:08 +0100 Warum der Chef immer schuld ist – Studie zur Verteilung von Lob und Tadel /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4821&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=65616b4564b9c4de651ffc41524019ef Sozialer Status spielt bei positiver oder negativer Beurteilung von handelnden Personen eine wichtigere Rolle als gedacht In einem Experiment von Kölner und Bochumer Forschern und Forscherinnen zeigte sich, dass bei der Zuschreibung von Lob und Tadel, anders als bislang angenommen, der soziale Status der handelnden Person entscheidend ist und nicht die Tatsache, wie viel Einfluss eine Person aktiv auf die Situation genommen hat. Die Ergebnisse beschreiben der Psychologe Prof. Dr. Dr. Kai Kaspar von der Universität zu Köln und die Philosophen Prof. Dr. Albert Newen und Dr. Pascale Willemsen von der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam in der Zeitschrift „Philosophical Psychology“.

„In der Ethik wird typischerweise angenommen, dass für die Menge an Lob und Tadel, die jemand verdient, drei Faktoren relevant sind: was er getan hat, wie schlimm die Konsequenzen seines Handelns für andere sind, und welche Absichten er verfolgt hat“, sagt Pascale Willemsen. „Aber so läuft es in der Praxis nicht.“ Die Untersuchung konnte zeigen, dass ein Chef für negative Konsequenzen seines Handelns deutlich mehr getadelt wird als ein Mitarbeiter, dessen Handeln gleiche Konsequenzen nach sich zog.

„Diese Asymmetrie in der Zuschreibung von Lob und Tadel und auch eine gewisse Kulturunabhängigkeit des Effekts konnten wir bereits in früheren Studien zeigen. Die zugrundeliegenden Bewertungsprozesse sind für lokal wie global operierende Unternehmen daher hoch interessant“, ergänzt Kai Kaspar.

Bisherige Theorien waren davon ausgegangen, dass nur der Grad, zu dem man etwas kausal beeinflussen kann, die Zuschreibung von Lob und Tadel beeinflusst. „Der bisherigen Theorie nach erhielte der Chef nur deswegen mehr Tadel als der Arbeitnehmer, weil er die Entscheidung gefällt hat und somit mehr kausalen Einfluss in der Situation hat“, erklärt Kai Kaspar. Die soziale Rolle als Boss hätte nach dieser Theorie keinen Einfluss.

Willemsen, Newen und Kaspar testeten genau diese Annahme in einer Online-Studie mit Probanden aus den USA. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten Stellung zu folgender Situation nehmen: Nicht der Chef, sondern ein Angestellter trifft eine wichtige Entscheidung im Unternehmen. Sowohl dem Angestelltem als auch dem Boss ist dabei bewusst, dass die Entscheidung zwar im Interesse der Firma ist, aber negative Nebeneffekte für die Umwelt haben wird. Beiden sind diese explizit egal.

In dem Experiment erhielt der Chef mehr Tadel als der Angestellte, obwohl er die Entscheidung gar nicht selbst getroffen hatte. „Wir haben nun guten Grund zu der Annahme, dass die soziale Rolle wesentlich mit darüber entscheidet, wie viel Tadel wir einer Person für negative Konsequenzen zuschreiben. Die philosophische Ethik vernachlässigt die soziale Verankerung ethischer Beurteilungen bislang. Dabei zeigen empirische Befunde, dass Menschen ihre moralischen Urteile auf andere Weise fällen, als Moralphilosophen es gerne hätten“, resümiert Albert Newen.

Originalveröffentlichung
Willemsen, P., Newen, A. & Kaspar, K. (2018). A new look at the attribution of moral responsibility: The underestimated relevance of social roles. Philosophical Psychology. https://doi.org/10.1080/09515089.2018.1429592


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Dr. Kai Kaspar
Institut für Psychologie
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln
+49 221 470 6828
kkaspar(at)uni-koeln.de

Prof. Dr. Albert Newen
Institut für Philosophie II
Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft
Ruhr-Universität Bochum
+49 234 32 22139
albert.newen(at)rub.de

Dr. Pascale Willemsen
Institut für Philosophie II
Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft
Ruhr-Universität Bochum
+49 234 32 28724
pascale.willemsen(at)rub.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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news-4820 Tue, 20 Feb 2018 10:19:01 +0100 Universitäts- und Stadtbibliothek zeigt künstlerische Buchobjekte /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4820&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5291b310905afba5cbb3cb37e636e791 Ausstellung „EDITIONALE Köln. Künstlerbücher, Editionen, Buchobjekte 2000 – 2016“ / Einladung zur Eröffnung am 01. März 2018 Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) stellt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln sowie der Künstlerbuchmesse EDITIONALE besonders gestaltete Bücher aus. Die Ausstellung „EDITIONALE Köln. Künstlerbücher, Editionen, Buchobjekte 2000 – 2016“ zeigt vom 01. März 2018 bis zum 13. Mai 2018 einen Rückblick auf die Künstlerbuchmesse EDITIONALE, die zweijährig im Frühjahr in Köln stattfindet, und präsentiert einige Buchobjekte. Dazu zählen Bücher, die von Künstlerinnen und Künstlern gestaltet, entworfen, gemalt, geklebt, gefaltet, gedruckt, entfremdet oder aus buchfremden Materialien gestaltet wurden – als Unikat oder in limitierten Auflagen.

Die Ausstellung „EDITIONALE Köln. Künstlerbücher, Editionen, Buchobjekte 2000 - 2016“ bietet einen Überblick über die beteiligten nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler. Dabei stehen die Werke, die Künstlerbücher, Buchobjekte und Editionen im Vordergrund.

Mit der Ausstellung geht die 2015 gegründete „KunstBibliothek Köln“ zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Bei der „KunstBibliothek Köln“ handelt es sich um eine Kooperation der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, der Universitäts- und Stadtbibliothek und des Kunsthistorischen Instituts der Universität Köln mit dem Ziel, sich zu einer der führenden Bibliotheken im Bereich der Kunst und Kunstgeschichte zusammenzuschließen.

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 01. März 2018, 18:00 Uhr
Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33, 50931 Köln

Grußworte:

  • Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek
  • Elisabeth Broel, Buchkünstlerin und Mitbegründerin der EDITIONALE

Einleitung:

  • Dr. Elke Purpus, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek


Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln ist die größte Bibliothek in Nordrhein-Westfalen. Sie ist die zentrale Ausleihbibliothek der Universität zu Köln und steht neben Studierenden und Mitarbeitern der Universität auch den Einwohnern der Stadt und der Region offen. Die USB bietet ein breites Spektrum aktueller Informationsmedien und eine reichhaltige Sammlung historisch wertvoller Bestände. Mit zahlreichen Ausstellungen unterstützt sie das kulturelle Leben in Köln. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich sowohl an Universitätszugehörige als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Presse und Kommunikation:
Melinda Burmeister-Neuls
+49 221 / 470-89955
burmeister(at)ub.uni-koeln.de

www.ub.uni-koeln.de
facebook.com/usbkoeln
twitter.com/unibibkoeln

Informationen zu Veranstaltungen:
https://www.ub.uni-koeln.de/events/index_ger.html

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news-4819 Thu, 15 Feb 2018 14:37:43 +0100 Kölner Konferenz der Geisteswissenschaften zum kritischen Umgang mit digitaler Fachkultur /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4819&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e1ba8846c2ba22575e8ee2ed926be96 Über 600 Anmeldungen zur Tagung „Kritik der digitalen Vernunft“ / Szenetreff der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum  Mit der einwöchigen Konferenz „Kritik der digitalen Vernunft“ (DHd 2018) vom 26. Februar bis 2. März 2018 unterstreicht die Universität zu Köln ihre Vorreiterrolle im Bereich Digital Humanities. Über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich bereits zur DHd 2018 angemeldet.

Die vom Cologne Center for eHumanities (CCeH) veranstaltete Tagung möchte eine intellektuelle Auseinandersetzung zum Einsatz digitaler Medien in den Geistes- und Kulturwissenschaften, den sogenannten „Humanities“, leisten. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, einzelne Programmpunkte zu besuchen und die Debatten zu verfolgen. Bitte melden Sie sich vorab bei den Organisatoren oder vor Ort am Empfangsdesk.

Termin:
Montag, 26. Februar bis Freitag, 2. März 2018
„Kritik der digitalen Vernunft (DHd-Konferenz 2018)“
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude und Neues Seminargebäude (Räume bitte jeweils dem Programm entnehmen), 50923 Köln

Zum Programm: http://dhd2018.uni-koeln.de/programm/

Professor Dr. Andreas Witt, Sprecher des Instituts für Digital Humanities an der Universität zu Köln, erklärt: „In verschiedenen Formaten wie Plenarvorträgen, Workshops, Panels und Posterpräsentationen wird das gesamte Spektrum der Digital Humanities sichtbar. Die Tagung wird somit auch Denkanstöße zur digitalen Forschung geben und gesellschaftliche, soziale und politische Dimensionen von Digitalisierungsprozessen wie Partizipation und ‚Digital Literacy‘ diskutieren.“


Professor Dr. Andreas Speer, Sprecher des Cologne Center for eHumanities der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln, Co-Organisator der DHd 2018: „Auch bei uns in den Geisteswissenschaften gehört die Arbeit mit Computern, das Modellieren, Operationalisieren und Formalisieren längst dazu. Die Universität Köln ist genau der richtige Ort, um mit Expertinnen und Experten aus dem internationalen und dem deutschsprachigen Raum der Frage nachzugehen, was eine kritisch betriebene digitale Wissenschaft ausmacht und wie die Zukunft der Digital Humanities aussieht. Köln ist in diesem Bereich eine top Adresse, nicht zuletzt wegen des international anerkannten Digital Humanities-Kompetenzzentrums, dem Cologne Center for eHumanities, das die Tagung hier veranstaltet.“

Interessiertes Publikum kann sich noch bis zum 19. Februar 2018 online zur Veranstaltung anmelden.

Inhaltlicher Kontakt:
 
  
Professor Dr. Andreas Speer
Sprecher des Cologne Center for eHumanities (CCeH) der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
andreas.speer(at)uni-koeln.de

Professor Dr. Andreas Witt
Sprecher des Instituts für Digital Humanities an der Universität zu Köln
+49 221 470-1902
andreas.witt(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
http://dhd2018.uni-koeln.de 

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news-4818 Wed, 14 Feb 2018 09:59:29 +0100 Universität zu Köln gewinnt „Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr 2017“ /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4818&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=15973f15a5e67423133ce9a68c30623e Bundesumweltministerium fördert Fahrradstation mit 3,25 Mio Euro - Ziel ist eine nachhaltige Stärkung des Fahrradverkehrs  Die Universität zu Köln hat unter dem Titel „Errichtung einer Fahrradstation im Rahmen des Mobilitätskonzeptes für den Campus der Universität zu Köln zur Stärkung des Fahrradverkehrs“ den vom Bundesumweltministerium ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Die Fahrradstation soll unter dem Forum am Albertus-Magnus-Platz entstehen. Baubeginn ist für Ende 2018 geplant. Mit dem Serviceangebot der geplanten Fahrradstation soll der Fahrradverkehr an der Universität zu Köln weiter gestärkt und so ein Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstosses und zum Klimaschutz erbracht werden.
Die Fahrradstation wird folgendes bieten:

  1. Ca. 1.100 Stellplätze (Nutzung kostenfrei)
  2. Servicestation/Reparatur von Fahrrädern
  3. ca. 20 Ladestation für e-Bikes
  4. ca. 200 Schließfächer

Parallel zu der Fahrradstation werden auf dem Campus zusätzlich drei Stationen für Leihfahrräder der KVB eingerichtet.
Das Bundesumweltministerium fördert seit 2016 Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur mit dem Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr". Bewerben können sich Kommunen, kommunale Unternehmen und Verbünde mit konkreten Investitionsvorhaben zur Verbesserung der Radinfrastruktur, etwa in Radwege, Stellplätze, fahrradfreundliche Ampelschaltungen oder in Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs.

Presse und Kommunikation:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470 2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

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news-4813 Tue, 13 Feb 2018 10:52:38 +0100 Presseeinladung: Jahrestagung zieht Zwischenbilanz zu Zuwanderung und sprachlicher Bildung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4813&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d74dad1aca907c82bef11867f50c7d28 Bildung ist maßgeblich für die Integration neu zugewanderter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. Während der großen Fluchtbewegungen im Jahr 2015 stand die schnelle Vermittlung von Schulplätzen und die Einrichtung neuer Klassen für Schüler ohne Deutschkenntnisse im Vordergrund. Knapp drei Jahre später zieht das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache eine Zwischenbilanz: Welche Maßnahmen haben sich bewährt? Wie gelingt der Übergang von Vorbereitungs- in reguläre Klassen? Vor welchen Herausforderungen stehen Schulen und Lehrkräfte jetzt? Diese Fragen diskutieren 250 Vertreter aus Wissenschaft, Bildungsadministration und Schulpraxis auf der fünften Jahrestagung des Mercator-Instituts „Sprachliche Bildung und Zuwanderung: eine Zwischenbilanz“ am 19. und 20. Februar in Köln.

Zur Tagung laden wir Sie herzlich ein:

„Sprachliche Bildung und Zuwanderung: eine Zwischenbilanz“
19.02.2018 (18.00 bis 20.00 Uhr) und 20.02.2018 (9.00 bis 16.30 Uhr)
KOMED
Im MediaPark 7
50670 Köln


Als Sprecher erwarten Sie u. a.

  • Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Prof. Dr. Juliane Karakayali, Professorin für Soziologie an der Evangelischen Hochschule Berlin und Mitglied des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)
  • Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek und Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Direktoren des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier: http://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de/fileadmin/Redaktion/PDF/Veranstaltungen/Flyer_Jahrestagung_2018_Mercator-Institut_FINAL.pdf


In der Pause am 20.02. von 10.45 bis 11.15 Uhr und von 13 bis 14.15 Uhr haben Sie die Gelegenheit, Interviews mit Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmenden zu führen. Gern sind wir Ihnen vorab bei der Vermittlung eines Interviewpartners, auch aus der Schulpraxis, behilflich.
Es besteht die Möglichkeit, an der gesamten Tagung oder an einzelnen Programmpunkten teilzunehmen.

Bitte melden Sie sich bis zum 16. Februar per Mail bei Anna Kleiner an: anna.kleiner(at)mercator.uni-koeln.de.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Anna Kleiner, Kommunikation
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Universität zu Köln
Tel. 0221 – 470 7700
anna.kleiner(at)mercator.uni-koeln.de



Über das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache ist ein von der Stiftung Mercator initiiertes und gefördertes Institut der Universität zu Köln. Ziel des Instituts ist es, langfristig die sprachliche Bildung entlang des gesamten Bildungswegs und insbesondere in der Schule zu verbessern, damit alle Kinder und Jugendlichen gute Chancen auf eine erfolgreiche Bildungskarriere haben. Es berät Hochschulen dabei, Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerausbildung zu verankern, fördert, vermittelt und betreibt anwendungsorientierte Forschung und trägt zur Qualifizierung von pädagogischen Fach- und Lehrkräften bei. Darüber hinaus beobachtet und berät es Bildungspraxis, -verwaltung und -politik.

Weitere Informationen unter www.mercator-institut-sprachfoerderung.de

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news-4810 Tue, 06 Feb 2018 12:30:35 +0100 Nostalgie kann negative Gefühle abschwächen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4810&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=159870c5461ffbb486cb89716c4dd4ef Psychologe der Uni Köln erkennt einen starken Zusammenhang zwischen nationaler Selbstverherrlichung, Nostalgie für die Vergangenheit und eine Ablehnung kollektiver Schuld in den USA „Make America Great Again“ – im vergangenen Wahljahr stieß Donald Trumps Wahlslogan bei vielen Amerikanern auf Zustimmung. Vorstellungen von der Größe und moralischen Überlegenheit des eigenen Landes haben in den USA eine lange Tradition und sind tief in der amerikanischen Kultur verwurzelt. Nicht selten werden solche Vorstellungen in eine imaginierte „goldene Vergangenheit“ projiziert. Doch wie passt diese kollektive Nostalgie zu den historischen Ungerechtigkeiten, die das Land zu verantworten hat?

Eine neue Studie, die nun unter dem Titel „Nostalgia for America’s past can buffer collective guilt“ in der Fachzeitschrift „European Journal of Social Psychology“ veröffentlicht wurde, geht der amerikanischen Sehnsucht nach vergangener Größe nach. Es zeigt sich, dass Nostalgie auch der Herstellung sozialer Kohärenz in der Gegenwart dient.
Der Psychologe Dr. Matthew Baldwin vom Social Cognition Center Cologne der Universität zu Köln hat gemeinsam mit seinen beiden Kollegen Mark H. White II (University of Kansas/USA) und Daniel Sullivan (University of Arizona/USA) eine Reihe von fünf Studien durchgeführt. Dabei interessierte die Wissenschaftler der Zusammenhang zwischen kollektiver Nostalgie und kollektiven Schuldgefühlen. „Diejenigen, die eher zu einer Verherrlichung Amerikas neigen und die USA für das beste und moralischste Land der Welt halten, sind auch besonders nostalgisch“, sagt Baldwin. „Und diejenigen, die Amerikas Vergangenheit verherrlichen, neigen auch dazu, Amerika als moralisch überlegen anzusehen und seine Verbrechen herunterzuspielen. Das kann Schuldgefühle abmildern, beispielsweise bezüglich der Internierung japanischstämmiger Bürger während des Zweiten Weltkriegs.“  
In einer Pilotstudie und vier weiteren Studien befragten die Psychologen jeweils zwischen 100 und 200 Personen. Sie fanden heraus, dass diejenigen, die besonders nostalgisch sind, weniger kollektive Schuldgefühle über vergangenes Unrecht verspüren. Unter den Probandinnen und Probanden, die Amerika darüber hinaus auch verherrlichen, riefen Erinnerungen an vergangenes Fehlverhalten eine spontane kollektive Nostalgie hervor. Nostalgie scheint also als eine Art Puffer gegen schlechte Gefühle zu sein, resümiert Baldwin. Und sie diene als Ressource zur Erhöhung der Kohärenz und des moralischen Selbstbildes der Gruppe.

Baldwin und seine Kollegen untersuchen nun, wie genau Nostalgie diesen Zweck erfüllt. „Möglicherweise erlaubt die Nostalgie den Menschen, schlechte Taten als gut zu legitimieren – oder sie von dem auszuklammern, was ihrer Meinung nach Amerika ‚im Kern‘ ausmacht.“ Gemeinsam mit Dr. Joris Lammers vom Social Cognition Center Cologne untersucht Baldwin auch, ob Nostalgie generell den Zweck erfüllt, Schlechtes gut aussehen zu lassen. „Nostalgie kann Dingen, die eigentlich für eine Gesellschaft zerstörerisch sind, einen positiven Dreh geben. Ein Beispiel wäre das Rauchen in geschlossenen Räumen, das früher weit verbreitet war“, so der Psychologe. „Allgemein scheint Nostalgie eine treibende Kraft hinter vielen unserer Annahmen und Handlungen zu sein. Dies ist oft nützlich für das Selbst, kann aber für die Gesellschaft als Ganze destruktiv sein.“

Das Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) ist an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln angesiedelt. Forscherinnen und Forscher untersuchen die psychologischen Grundlagen menschlichen Handelns und die ihm zugrundeliegenden kognitiven Prozesse.

Veröffentlichung
Matthew Baldwin, Mark H. White II, Daniel Sullivan. „Nostalgia for America’s past can buffer collective guilt.“ European Journal of Social Psychology, 5 January 2018. Link: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ejsp.2348/full

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Matthew Baldwin
Social Cognition Center Cologne an der Universität zu Köln
+49 221 470 1101
mbaldwin(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470 4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

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news-4809 Mon, 05 Feb 2018 11:36:05 +0100 Emotionen, Diäten, Stereotype, und Politik - Alles relativ, oder? /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4809&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11a4e2c12c5315d5d39d58d5fb13bb76 Die DFG Forschergruppe 2150 „Die Relativität sozialer Kognition“ untersucht, wie der psychologische Mechanismus des sozialen Vergleichs unterschiedlichste Bereiche sozialen Verhaltens beeinflusst: Welche Emotionen Menschen erleben, ob sie eine Diät durchhalten, wie Stereotype entstehen, oder welche Partei gewählt wird. Die interdisziplinäre Forschergruppe wird für drei weitere Jahre von der DFG gefördert. „Was wir über eine Sache wissen, ergibt nur einen Sinn im Vergleich zu dem, was wir sonst alles über die Welt wissen“, erklärt der Sprecher der Forschergruppe, Professor Dr. Christian Unkelbach. „Bedeutung erlangen Informationen aus der Umwelt immer nur im Vergleich zu anderen Dingen.“ Das gilt insbesondere im sozialen Bereich, indem es um Vergleiche mit anderen Menschen geht. „Wenn man 24 Liegestütze machen kann: Ist das viel oder wenig? Dafür braucht man Referenzpunkte, wie durchschnittliche Leistungsfähigkeit oder die Werte der Anderen.“ Die Annahme, dass soziale Kognition, also wie Menschen ihre soziale Umwelt wahrnehmen und verstehen, immer relativ ist, liegt allen Projekten der Forschergruppe zugrunde. Der Vergleich mit anderen ist dabei der zentrale Prozess dieser Relativität, und die Grundlage von Motivation, Emotionen, Wettbewerb und politischen Meinungen.

Sechs Projekte untersuchen diesen zentralen Prozess in wichtigen Teilbereichen der Psychologie. So geht Professor Dr. Roland Imhoff in seinem Teilprojekt der Frage nach, wie man messen kann, ob Menschen sich eher an gegebene Standards annähern oder sich kontrastieren. Daraus ergeben sich auch motivationale Konsequenzen, die von Professor Dr. Wilhelm Hofmann und Professor Dr. Axel Ockenfels untersucht werden. Unkelbach nennt das Beispiel von unterschiedlichem Diätenverhalten: „Wenn ich eine sehr durchtrainierte Person sehe, demotiviert mich das dann? Und wenn ich jemanden sehe, an dessen Gewicht ich nah dran bin, motiviert mich das?“

Professor Dr. Christian Unkelbach und Dr. Anne Gast werden das sogenannte „common good phenomen“ erforschen. „Wenn ich die Welt durch eine Ähnlichkeitsbrille betrachte, dann sind meine Bewertungen besser, positiver.“ Das, was uns einzigartig macht, sind allerdings die negativen Eigenschaften. „Wenn ich nach Unterschieden zwischen der Welt und mir suche, dann finde ich eher negative Dinge.“ Das hat weitgreifende Implikationen: „Eine andere Gruppe von Menschen wird also über Negatives definiert; dies erklärt, warum Stereotype eher negativ sind und Vorurteile leicht entstehen.“

Dr. Joris Lammers und Professor Dr. Adam Galinsky untersuchen in einem weiteren Teilprojekt die Relativität von moralischen Urteilen im politischen Bereich. Dort sind offensichtlich die Ansprüche an die Moralität von Politikern andere als im sonstigen Bereich der Gesellschaft.

Im Teilprojekt von Jun.-Professor Dr. Sascha Topolinski und Dr. Jan Crusius geht es um die Auswirkungen der Körperlichkeit auf soziale Vergleiche. So kann zum Beispiel das körperliche Aufblicken oder Herabblicken zu jemandem den Vergleichsprozess beeinträchtigen.

Dr. Matthew Baldwin und Dr. Joris Lammers schließlich forschen im Zentralprojekt, welches sich der politischen Psychologie widmet. Sie fragen: Wie kann man politische Einstellungen zu bestimmten Fragen über Vergleiche verändern?

Professor Dr. Wilhelm Hofmann und Jun.-Professor Dr. Sascha Topolinski
Professor Dr. Axel Ockenfels

 


Inhaltlicher Kontakt:    
Professor Dr. Christian Unkelbach
Telefon +49-221-470-2001
christian.unkelbach(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

 

 

 

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news-4808 Fri, 02 Feb 2018 12:00:01 +0100 Mit „Studiduell“ spielerisch Fachwissen überprüfen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4808&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f35f040e8e24ede8a67b23b50361bc56 Neue Lehrmethode: Quiz-App für Klinische Chemie Das Institut für Klinische Chemie der Uniklinik Köln hat eine neue kostenlose Quiz-App für die Ausbildung im Fach Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin entwickelt. Medizinstudierenden, MTA-Schülern sowie angehenden Ärzten und Fachärzten für Laboratoriumsmedizin soll die App „Studiduell“ mit einer über 2.500 Fragen starken Bibliothek spielerisch dabei helfen, ihr Fachwissen zu überprüfen und zu vertiefen.

30 Sekunden Zeit hat jeder Spieler für die Auswahl unter den vier Antworten. Im Wissensduell kann er in acht grundlegenden Themengebieten und 35 verschiedenen Kategorien der Klinischen Chemie und Laboratoriumsmedizin gegen Freunde oder zufällige Gegner antreten – beispielsweise in den Kategorien Niere, Leber oder Gerinnung.

„Die Idee zu der Quiz-App entstand 2014 als mein Kollege Priv.-Doz. Dr. Thomas Streichert und ich uns Gedanken gemacht haben, wie wir die klassische Lehre mit neuen Lehrmethoden unterstützen können“, sagt Priv.-Doz. Dr. Andreas Klatt vom Bereich Lehre und Forschung des Instituts für Klinische Chemie. „Den ersten Entwurf der Fragen haben wir mit Hilfe von Studentischen Hilfskräften erstellt, die dann vom akademischen Personal des Instituts geprüft und freigegeben wurden. In Zusammenarbeit mit einem Software-Entwickler ist die App dann nach unseren Vorgaben konzipiert und für zwei Jahre lizensiert worden. Den Nutzen werden wir evaluieren und hoffen auf viele positive Rückmeldungen, um dann die App dauerhaft anbieten zu können.“

Hintergrund:
Das Institut für Klinische Chemie ist als Zentrallabor für die Diagnostik aus Blut-, Liquor-, Urin- und Stuhlproben der Uniklinik Köln zuständig. Aus diesen Proben können eine Vielzahl von Analysen durchgeführt werden, die bei der Diagnose und der Verlaufskontrolle von Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Das Wissen für die richtige Anwendung und Interpretation der Ergebnisse wird den Studierenden der Humanmedizin im Rahmen von Vorlesungen und praktischen Kursen durch die Mitarbeiter des Instituts für Klinische Chemie vermittelt.   


Für Rückfragen:
Anja Schattschneider
Redakteurin / Pressereferentin
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse(at)uk-koeln.de

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news-4806 Wed, 31 Jan 2018 10:26:24 +0100 Vorlesungen für die Jüngsten: Uni Köln lädt zur KinderUni 2018 /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4806&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6cd3db0022d7d1e38c3ace1635e4d4ca Über 4.000 Anmeldungen vorab / Vielfältiges Programm vom 5. Februar bis 28. März 2018 gewährt erste Einblicke in Fragen der Wissenschaft Die Universität zu Köln veranstaltet auch in diesem Jahr die beliebte „KölnerKinderUniversität“ (5.2. bis 28.3.2018) mit kostenlosen Vorlesungen, Workshops und Projekten für Kinder im Alter von acht bis 12 Jahren. Das junge Publikum kann durch die KinderUni erste Einblicke in die Universität und in wissenschaftliche Fragestellungen und Methoden gewinnen. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zur Teilnahme und Berichterstattung eingeladen. 

Termin:
Montag, 5. Februar 2018, bis Mittwoch, 28. März 2018
„KölnerKinderUniversität 2018“
Universität zu Köln,
Albertus-Magnus-Platz,
50923 Köln

Programm:
www.kinderuni.uni-koeln.de

Den Auftakt geben ab Montag, den 5. Februar 2018, sechs große Vorlesungen für Schulklassen im Rahmen des Vormittagsprogramms. Über 1.600 Kinder aller Schulformen haben sich vorab dazu angemeldet und können zum Beispiel erfahren, wie Licht entsteht, wie sich Sprache verschlüsseln lässt oder wie Bäume wachsen.
„Wir freuen uns über das anhaltend hohe Interesse an den Veranstaltungen, mit denen wir  die Freude der Kinder an der Erforschung von alltäglichen und nicht alltäglichen Themen fördern und den Zugang zur Welt von Wissenschaft und Forschung erleichtern möchten“, sagt Astrid Costard, die die Veranstaltungsreihe an der Universität organisiert.

Ab Montag, dem 19. Februar 2018, können die Kinder individuell das vielfältige Nachmittagsprogramm besuchen. Die Dozentinnen und Dozenten beschäftigen sich in kleineren Workshops und größeren Vorlesungen mit dem Wahlrecht von Kindern ebenso wie mit Gerechtigkeit für Aschenputtel, mit der Arbeit von Radiologen wie mit den Ursachen von Demenz, mit Wasser im Weltall wie mit dem Kauf von Mond und Sternen. Auch die beliebten Chemie-Vorlesungen dürfen natürlich nicht fehlen. Die Vorlesungen können frei besucht werden, die Anmeldungen zu den Workshops sind bereits geschlossen. Die KölnerKinderUniversität 2018 wird vom Ford Fund unterstützt. Die Förderung ermöglicht es, einen Shuttle-Service und einen Fahrtkostenzuschuss für Schulgruppen anzubieten. 

Inhaltlicher Kontakt:     
Astrid Costard
Organisatorin KölnerKinderUniversität
+49 221 470-2972
kinderuni(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.kinderuni.uni-koeln.de

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news-4805 Wed, 31 Jan 2018 10:06:23 +0100 Uni Köln wird Leuchtturm für Philosophie /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4805&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1801cf8ac1aab4ba4df34fda596ad8ca Fachinformationsdienst als Kooperation zwischen Universitäts- und Stadtbibliothek und Philosophischer Fakultät mit 1,2 Mio. Euro gefördert Die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) und das Cologne Center for eHumanities (CCeH) haben erfolgreich einen Antrag für einen Fachinformationsdienst (FID) Philosophie an der Universität zu Köln bei der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) gestellt. Der Dienst soll ein Online-Portal entwickeln, das den Zugang zu philosophischer Forschungsliteratur für die Wissenschaft vereinfacht und optimiert. Die DFG fördert den Dienst mit 1,2 Mio. Euro für zunächst drei Jahre. Die Deutsche Gesellschaft für Philosophie und die Gesellschaft für Analytische Philosophie unterstützen als große philosophische Fachgesellschaften den Antrag nachdrücklich.

Schwerpunkt des Projekts ist es, die philosophische Fachgemeinschaft besser mit Volltexten zu versorgen, insbesondere im Bereich philosophischer Zeitschriften, und den Zugang zu kritischen Editionen zu ermöglichen. Das Portal soll nicht nur komplette Texte, sondern auch Links und Schnittstellen zu wichtigen weiteren Informationsquellen und Metadaten zu den einzelnen Quellen enthalten.

„Das Angebot und der Zugang zu digitalen Medien wie Datenbanken, Forschungsdaten oder digitalen Editionen ist nicht nur im Fach Philosophie sehr heterogen. Wir müssen daher gut nutzbare und sichtbare Lösungen schaffen, mit denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bequem arbeiten können. Mit dem FID-Portal gehen wir einen großen Schritt in diese Richtung.“, erklärt Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der USB.

„Der Fachinformationsdienst Philosophie ist von strategischer Bedeutung für den Standort Köln, der mit dem Philosophischen Seminar bereits jetzt über eines der größten und forschungsstärksten Institute im Fach Philosophie in Deutschland verfügt. So können wir die zentrale Anlaufstelle für Philosophie in Deutschland werden“, sagt Dr. Andreas Speer, Philosophieprofessor und Sprecher des CCeH.

Fachinformationsdienste sind Förderprogramme des DFG für wissenschaftliche Bibliotheken, die Forscherinnen und Forschern einen besseren Zugang zu relevanten Informationen und Daten ermöglichen sollen.
Die USB Köln hat bereits den FID Soziologie bei sich angesiedelt, der seit 2016 an einem Soziologie-Portal arbeitet.

Presse und Kommunikation:
Melinda Burmeister-Neuls
 +49 221 / 470-89955
burmeister(at)ub.uni-koeln.de

www.ub.uni-koeln.de
facebook.com/usbkoeln
twitter.com/unibibkoeln

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news-4803 Thu, 25 Jan 2018 10:39:11 +0100 Mehr Daten für weniger Krankheit? /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4803&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3fe56b63070cfab349573bc504d66a34 Am 30. Januar 2018 findet in Köln das ceres-Symposium „Mehr Daten für weniger Krankheit? Über den Wert von Informationen in der Medizin“ statt. Expertinnen und Experten diskutieren über die Möglichkeiten und Herausforderungen einer ganzheitlich ausgerichteten, datenbasierten Systemmedizin im Zeitalter der Digitalisierung. Viele Krankheiten entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel von individuellen Eigenschaften, Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüssen. All diese Faktoren lassen sich zunehmend durch digitale Daten abbilden. Deren ganzheitliche Betrachtung im Sinne einer „Systemmedizin“ spielt für die medizinische Praxis eine immer größere Rolle: Sie verspricht Fortschritte im Verständnis, in der Erkennung, in der Vermeidung und in der Behandlung von Krankheiten. Doch nicht nur Mediziner, sondern auch Betroffene müssen lernen, die neuen Möglichkeiten für sich zu nutzen.

Im Rahmen des Symposiums „Mehr Daten für weniger Krankheit? Über den Wert von Informationen in der Medizin“ werden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Gesundheitspolitik und Medizin das komplexe Feld systemmedizinischer Ansätze aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Dabei stehen individuelle ebenso wie gesellschaftliche Herausforderungen für einen gesundheitskompetenten Umgang mit der neuen Datenvielfalt im Mittelpunkt. Gleichzeitig werden Ergebnisse aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „Systemmedizin und Gesundheitskompetenz – Theoretische, normative und empirische Untersuchung im Bereich psychischer Störungen (SysKomp)“ vorgestellt. Zudem werden Implementierungsaussichten und -voraussetzungen von systemmedizinischen Maßnahmen aufgezeigt und diskutiert.

ceres, das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health, ist ein Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Es wird getragen von fünf Fakultäten und dem Rektorat der Universität zu Köln.

Termin:
Dienstag, 30. Januar 2018, 10-16 Uhr
„Mehr Daten für weniger Krankheit? Über den Wert von Informationen in der Medizin“
Fritz Thyssen Stiftung, Amélie Thyssen Auditorium, Apostelnkloster 13-15, 50672 Köln

Kontakt:

ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Andreas Kirchner (PR Officer)
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel: +49 (0)221 470-89120
Fax: +49 (0)221 470-89101
E-Mail: ceres-info(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/tagungen/mehr-daten-fuer-weniger-krankheit/

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news-4802 Wed, 24 Jan 2018 15:58:49 +0100 Professor Dr. Stefan Herzig wird neuer Präsident der Technischen Hochschule Köln /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4802&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7f1eb4c2944a53e1a5a52f7e39d127a7 Der derzeitige Prorektor der Universität zu Köln wird sein Amt an der TH Köln voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 antreten. Professor Dr. Stefan Herzig, Prorektor der Universität zu Köln, ist heute zum neuen Präsidenten der Technischen Hochschule (TH) Köln gewählt worden. Herzig wird sein Amt an der TH Köln voraussichtlich im Lauf des ersten Halbjahrs 2018 antreten.  „Die TH Köln hat sich auf einen ambitionierten Weg der Weiterentwicklung begeben. Ich freue mich darauf, dieser leistungsstarken Hochschule meine Erfahrung anzubieten und bin sehr zuversichtlich, gemeinsam mit ihren Mitgliedern Innovationen hervorragend umzusetzen zu können“, sagt Herzig.

„Ich beglückwünsche die TH Köln zu ihrer Wahl meines geschätzten Kollegen Herzig als neuen Präsidenten und bedauere gleichzeitig, dass die Universität zu Köln einen so profilierten Wissenschaftler und ausgewiesenen Hochschulfachmann verliert“, sagt Professor Dr. Axel Freimuth, der Rektor der Universität zu Köln. „Ich wünsche ihm viel Erfolg und eine glückliche Hand bei der Führung der TH Köln und freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit.“

Herzig wurde 1957 in Kiel geboren. Er studierte in Marburg und Kiel Humanmedizin. Nach einem Research Fellowship an der Johns-Hopkins University in Baltimore, USA, habilitierte er 1992 im Fach Pharmakologie an der Universität Kiel. 1995 nahm er einen Ruf der Universität zu Köln an. Nach der Erlangung eines Abschlusses im Postgraduierten-Studiengang „Master of Medical Education“ in Bern war er von 2003 bis 2007 Studiendekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und führte dort den Modellstudiengang Medizin ein. 2006 übernahm er die kommissarische Leitung des Instituts für Pharmakologie. Seit 2009 hat er die Leitung des von ihm gegründeten Graduiertenprogramms „Pharmakologie und Therapieforschung“ der Universität zu Köln in Kooperation mit der Bayer AG inne. Von 2011 bis 2015 war Herzig nebenamtlicher Prorektor für Lehre und Studium der Universität zu Köln, seit 2015 führt er dieses Amt hauptberuflich aus.

Die aus neun Personen bestehende Findungskommission hatte im Frühjahr 2017 das Stellenbesetzungsverfahren für das Amt des Präsidenten eingeleitet. Ihr gehören sechs Senatsmitglieder aus allen Hochschulgruppen sowie drei Mitglieder des Hochschulrats an. Insgesamt waren 27 Bewerbungen eingegangen, Herzig wurde heute von der Hochschulwahlversammlung gewählt.



Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4801 Wed, 24 Jan 2018 10:17:54 +0100 CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4801&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d25075bcf5dfc474b5282afe2a55fe0b Durch eine erfolgreiche Kooperation zwischen den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Brunhilde Wirth, Leiterin des Instituts für Humangenetik an der Uniklinik Köln, dem Zentrum für Molekulare Medizin Köln (ZMMK) sowie Prof. Dr. Giovanni Stevanin, Institut für Neurogenetik des Französischen Gesundheitsinstituts (INSERM), wurde eine neue Mutation im Gen CHP1 als Ursache der zerebellären Ataxie identifiziert. Die Studie wurde kürzlich in der Zeitschrift Neurology Genetics veröffentlicht, einer offiziellen Zeitschrift der „American Academy of Neurology“.
 
Autosomal rezessive zerebelläre Ataxien (ARCAs) sind eine heterogene Gruppe komplexer neurodegenerativer Erkrankungen, die mit einer Atrophie des Kleinhirns einhergehen. Dieser Bereich unseres Gehirns steuert Präzision, Koordination und genaues Timing von willkürlichen Muskelbewegungen wie Gehen, Schreiben und Sprechen. Die genetische Ursache dieser schweren Erkrankungen ist bei mindestens 40 Prozent der Patienten unbekannt.
 
Die neue CHP1-Mutation wurde durch „Whole Exome Sequencing“ in einer Familie mit zwei Kindern mit einer ARCA Erkrankung und vier gesunden Kinder gefunden. Natalia Mendoza Ferreira, Doktorandin im Labor von Prof. Wirth, untersuchte die funktionelle Wirkung der Mutation auf die Proteinfunktion und -expression und fand heraus, dass das mutierte CHP1-Protein unlöslich ist und daher riesige Aggregationen in der Zelle bildet.
 
Mit dem Ziel, die pathogenen Folgen der CHP1-Reduktion in einem Wirbeltiermodell zu analysieren, entwickelte Natalia Mendoza Ferreira ein Zebrafischmodell mit verminderter CHP1-Expression unter Verwendung von Morpholinos, welche die Translation und Synthese des Proteins blockieren. Der CHP1-Mangel im Zebrafisch ähnelte stark den klinischen Symptomen der von ARCA Betroffenen und führte zu einem Ataxie-ähnlichen Phänotyp, der durch eine Kleinhirn-Atrophie, motorische Neuropathie und abnormale "ataxtische" Kontraktionen gekennzeichnet war.
 
Diese Arbeit wurde im Rahmen eines großen EU-finanzierten Projekts (NeurOmics; www.rd-neuromics.eu) durchgeführt, um Next Generation Sequencing-Technologien zur Aufdeckung neuer Gene für seltene Erkrankungen des Nervensystems und der Muskeln zu implementieren. In den vergangenen fünf Jahren hat das gesamte Konsortium mehr als 100 neue krankheitsverursachende Gene für neurodegenerative und neuromuskuläre Erkrankungen identifiziert.
 
Bildunterschrift: Nervenbahnen eines Fisch Embryos angefärbt mit acetyliertem Tubulin. Wichtig ist das wiederhergestellte Kleinhirn nach Mikroinjektion von wildtyp CHP1 mRNA in einen mit chp1 Morpholino behandelten Embryo,  Bildquelle: Uniklinik Köln
 
 
 
 
Originalpublikation:
Biallelic CHP1 mutation causes human autosomal recessive ataxia by impairing NHE1 function
Natalia Mendoza Ferreira, Marie Coutelier, Eva Janzen, Seyyedmohsen Hosseinibarkooie, Heiko Löhr, Svenja Schneider, Janine Milbradt, Mert Karakaya, Markus Riessland, Christian Pichlo, Laura Torres-Benito, Andrew Singleton, Stephan Zuchner, Alexis Brice, Alexandra Durr, Matthias Hammerschmidt, Giovanni Stevanin, Brunhilde Wirth.
Neurology Genetics. February, 2018. DOI 10.1212/NXG.0000000000000209
  
 
Für Rückfragen:
Christoph Wanko
Referent Unternehmenskommunikation Uniklinik Köln
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse(at)uk-koeln.de
 

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news-4800 Tue, 23 Jan 2018 12:49:57 +0100 Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4800&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ccb09f8d84185adfd4e7197a7aa7d5b3 Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) ist die erste gemeinsame Studie aller zwölf klinischen Studienzentren an den Start gegangen. Ziel der Studie ist ein verbesserter Impfschutz bei Dialysepatienten. Die Studienzentrale an der Uniklinik Köln konnte jetzt am Dialysezentrum in Kronach die ersten 15 Patienten einschließen. Insgesamt werden deutschlandweit 884 Patienten teilnehmen.

Fortgeschrittene Nierenerkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Bei den betroffenen Dialyse-Patienten ist das Immunsystem geschwächt und die Infektionsanfälligkeit erhöht: Lungenentzündungen infolge von Pneumokokken zählen zu den häufigsten Todesursachen, obwohl die Patienten dagegen geimpft werden. Warum die Wirkung der Schutzimpfung bei dieser Patientengruppe vermindert ist, ist bisher ungeklärt. Die aktuelle multi-zentrische Beobachtungsstudie DOPPIO (Duration of protection from pneumonia after pneumococcal vaccination in hemodialysis patients) untersucht nun die Immunreaktion von Dialysepatienten. Ziel ist ein verbesserter, individualisierter Impfplan.

In dieser Studie kooperieren die zwölf klinischen Studienzentren des DZIF mit dem „Qualität in der Nephrologie (QiN)“-Register des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e.V. (KfH). Die Studienpatienten werden in 30 niedergelassenen Praxen des KfH eingeschlossen. Die DZIF-Studienzentren koordinieren die Analyse der gebildeten Antikörper und führen eine zweijährige Nachsorge zur Dokumentation von Lungenentzündungen durch. Die Uniklinik Köln kooperiert hier-bei mit den Unikliniken in Bonn, Gießen, Hamburg, Heidelberg, Lübeck, Marburg, München (LMU und TU) und Tübingen sowie dem Forschungszentrum Borstel und der Medizinischen Hochschule Hannover.

„Wir freuen uns über den Start der Studie und sind zuversichtlich, die Infektionsprophylaxe bei Dialysepatienten nachhaltig verbessern zu können“, erklärt der Infektiologe Prof. Oliver Cornely, Initiator und Leiter der Studie sowie Koordinator der DZIF-Studienzentrale in Köln. „DOPPIO wird das DZIF als einen exzellenten Forschungspartner für klinische Studien präsentieren.“

Über das DZIF
Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit circa 500 Wissen-schaftler und Ärzte aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation: die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. Weitere In-formationen: www.dzif.de.
Über die DZIF-Studienzenten

Die Expertisen für die Planung und Durchführung klinischer Studien werden im DZIF in zwölf Studi-enzentren gebündelt. Zudem wird eine zentrale Plattform für die klinische Untersuchung von neu entwickelten Impfstoffen und Medikamenten aus dem DZIF angeboten. Die DZIF-Studienzentrale an der Uniklinik Köln unterstützt dabei die einzelnen Zentren und koordiniert die standardisierte Durchführung klinischer Studien.

Weitere Informationen:
Prof. Oliver A. Cornely
Exzellenzcluster CECAD in der Universität zu Köln
Klinik I für Innere Medizin
Koordinator der DZIF-Studienzentrale
Uniklinik Köln
T +49 221 478 85523
E-Mail: oliver.cornely(at)uk-koeln.de


DZIF-Pressestelle
Karola Neubert und Janna Schmidt
T +49 531 6181 1170/1154
E-Mail: presse(at)dzif.de

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news-4798 Mon, 22 Jan 2018 14:05:48 +0100 Wie Zellen ihre Form verändern /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4798&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3c222b35b4a2a0dedc6c760d59cf701c Die Rolle des Proteins „Smallish“ bei der Gestaltbildung des Embryos Damit sich aus der befruchteten Eizelle ein vollständiger Organismus mit der für seine Art typischen Gestalt entwickelt, muss die Form vieler Zellen in koordinierter Weise verändert werden. Forscherinnen und Forscher des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD in Köln haben ein Gen identifiziert, welches für die Formgebung von Zellen zuständig ist. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift "Journal of Cell Biology" veröffentlicht.

Während der Entwicklung des Embryos muss jede einzelne Zelle wissen, wer sie ist, wo sie ist und was sie zu tun hat. Wichtig ist dabei die Polarität der Zelle: Wo ist oben, wo ist unten, wo vorne und hinten? Nur wenn die Zelle entsprechend polarisiert ist, kann sie ihre Form in genau der Weise verändern, die für die Bildung einer bestimmten Struktur oder eines Organs notwendig ist.

Gesteuert wird die Polarität der Zellen von einer relativ kleinen Gruppe von Proteinen, die in allen höheren Tieren über Jahrmillionen fast unverändert geblieben sind. „Vor fast 20 Jahren entdeckte mein erster Doktorand Andreas Ramrath ein interessantes, zunächst namenloses Gen, von dem wir annahmen, dass es an der Steuerung der Polarität beteiligt sein könnte“ berichtet Professor Dr. Andreas Wodarz, Institut I für Anatomie an der Uniklinik Köln.

Die ersten Versuche liefen vielversprechend – obwohl sich das Gen als sehr wandelbar erwies. Zunächst schien das Gen die Information für ein mittelgroßes Protein von etwa 900 Aminosäuren zu kodieren. Doch nach und nach wurde klar, dass das Gen in Wirklichkeit deutlich größer ist und die Information für ein fast doppelt so großes Protein enthält. Schließlich gelang es, das Gen in der Taufliege Drosophila auszuschalten, aber überraschenderweise waren die mutanten Tiere lebensfähig. „Die meisten für Polarität wichtigen Gene sind essenziell und Organismen können ohne diese nicht leben. Weil das Ergebnis zunächst nicht unseren Erwartungen entsprach, landete das Gen erstmal in der Schublade,“ erklärt Prof. Wodarz weiter. Erste Hinweise auf die Funktion des Gens erbrachten fast zehn Jahre später Experimente des zweiten mit dem Projekt befassten Doktoranden Hamze Beati. Er stellte einen transgenen Fliegenstamm her, der es erlaubte, in einzelnen Zellen des Körpers einen großen Überschuss dieses Proteins zu bilden. Das Resultat war verblüffend: Die Zellen veränderten ihre Form und zogen sich am oberen Rand zusammen. Von oben betrachtet, sehen die Zellen deutlich kleiner aus, was dem Gen den Namen „Smallish“ einbrachte: Hier ergab sich ein offensichtlicher Widerspruch: Einerseits hatte Smallish einen großen Einfluss auf die Form der Zellen, aber dennoch konnten mutante Fliegen ohne Smallish überleben.

Irina Peek, der dritten Doktorandin und Ko-Erstautorin der jetzt erschienenen Veröffentlichung, gelang 2016 der Durchbruch. Sie fand den Grund, warum die Fliegen mit ausgeschaltetem Gen lebensfähig waren: Er bestand in der Einlagerung des funktionsfähigen Smallish-Proteins in der Eizelle. In smallish mutanten Embryonen, deren Mütter schon mutant waren und daher das Protein nicht in die Eizelle einlagern konnten, lief die Gestaltbildung völlig aus dem Ruder. „Smallish ist wichtig für die korrekte Form der Zellen. In Embryonen, denen Smallish vollständig fehlt, sehen wir, dass die Zellen schlaff sind, keine Spannung mehr haben,“ so Irina Peek. "Solche Zellen sind dann nicht in der Lage, die koordinierten Zellformveränderungen durchzuführen, die für die normale Gestaltbildung essentiell sind."

Interessant ist das Gen nicht nur für die Grundlagenforschung. „Das Gen ist evolutionär hoch konserviert, kommt also in ähnlicher Form in vielen Lebewesen vor. Das menschliche Homolog LMO7 ist als Tumorsuppressor bekannt. In einer Reihe von Tumoren konnte gezeigt werden, dass die Menge von LMO7 reduziert ist, was auf eine Funktion in der Wachstumskontrolle hindeutet,“ ergänzt Prof. Wodarz. In weiteren Experimenten soll jetzt untersucht werden, wie genau „Smallish“ mit anderen Proteinen interagiert, wie es an seinen Wirkungsort in der Zelle gelangt und wie es die Form der Zellen beeinflusst.


Originalpublikation:
The adherens junction-associated LIM domain protein Smallish regulates epithelial morphogenesis; Hamze Beati, Irina Peek, Paulina Hordowska, Mona Honemann-Capito, Jade Glashauser, Fabian A. Renschler, Parisa Kakanj, Andreas Ramrath, Maria Leptin, Stefan Luschnig, Silke Wiesner und Andreas Wodarz
Journal of Cell Biology 2018, DOI: 10.1083/jcb.201610098

Für Rückfragen:

Christoph Wanko
Referent Unternehmenskommunikation Uniklinik Köln
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse@uk-koeln.de

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Forschung
news-4797 Fri, 19 Jan 2018 13:05:43 +0100 Presseeinladung: Zehn Jahre ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration Kölner Sprachfest 2018 /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4797&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=17751fdf3e99c7799893bb38765e823f Dienstag, 23. Januar 2018, 17:30 bis ca. 20:15 Uhr
im FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt
Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

Unter dem Motto „Zehn Jahre ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration“ feiert das ZMI am Dienstag, den 23. Januar 2018, von 17:30 bis ca. 20:15 Uhr das Kölner Sprachfest 2018 mit all denen, die sich in und um Köln für die Themen „Mehrsprachigkeit“ und „Integration“ engagieren und seit Jahren die Aktivitäten des ZMI begleiten und mitgestalten. Das diesjährige Sprachfest findet in einem Jubiläumsjahr statt: Das ZMI ist im Jahr 2008 als Kooperationsinstitution der Bezirksregierung Köln, der Stadt Köln und der Universität zu Köln entstanden. Vor zehn Jahren, am 8. April 2008, unterzeichneten der damals amtierende Regierungspräsident Köln, Herr Hans Peter Lindlar, der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Köln, Herr Fritz Schramma und der Rektor der Universität zu Köln, Herr Prof. Dr. Axel Freimuth, einen Kooperationsvertrag, der die bis heute geltende Grundlage der erfolgreichen Arbeit des ZMI bildet. Zu den gemeinsamen inhaltlichen Zielen dieser Kooperation dreier starker Partner gehören u. a. die Verbesserung der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen in der deutschen Sprache sowie die Förderung der Mehrsprachigkeit in Köln.

Diese Kooperationsaufträge spiegeln sich im Programm des Sprachfestes wider: Nach einem musikalischen Auftakt durch einen Streichquartett wird Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes die Anwesenden begrüßen. Ein Rückblick auf die Entstehung und Aktivitäten des ZMI in den letzten zehn Jahren wird von einem Mitglied der Steuerungsgruppe des ZMI vorgestellt. Frau Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Yvonne Gebauer, wird die Bedeutung des ZMI für die Kölner Bildungslandschaft aus Sicht der Landespolitik in ihrem Grußwort erläutern. In einem anschließenden Impulsgespräch zur Rolle der Kooperation für die von ihnen vertretenen Institutionen werden Prof. Dr. Stefan Herzig, Prorektor der Universität zu Köln für Lehre und Forschung, Herr Dr. Harald Rau, Beigeordneter der Stadt Köln für Soziales, Integration und Umwelt und Frau Gisela Walsken, Regierungspräsidentin Köln, zu Wort kommen.

Der festliche Charakter des ZMI-Jubiläums wird durch den wissenschaftlichen Beitrag des diesjährigen Gastredners, Herrn Prof. Dr. Jim Cummins von der Universität Toronto, besonders unterstrichen. Der international anerkannte Experte auf dem Gebiet des Zweitspracherwerbs und der Literalitätsentwicklung wird zum Thema „Sprache, Identität und Integration. Intakte Gesellschaften in Zeiten der Migration schaffen“ referieren. Der Vortrag in englischer Sprache wird ins Deutsche simultan übersetzt. In Anschluss an den Vortrag bekommen die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihre Fragen an Prof. Dr. Cummins zu stellen. Das Kölner Sprachfest richtet das ZMI in diesem Jahr in Kooperation mit FORUM Volkshochschule aus.

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news-4796 Thu, 18 Jan 2018 10:34:18 +0100 „Durchstarten und Studieren“ – Neue Workshop-Angebote zur Studienorientierung rund um Ostern /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4796&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=82cd785f8c2d1b495396b5203e6ae94f Die Zentralen Studienberatungen der Universität zu Köln sowie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf starten ab Frühjahr gemeinsam eine Workshop-Reihe für Studieninteressierte. Zur Unterstützung der Studienorientierung wurde – auf Basis der Erfahrungen beider Beratungsteams – ein innovatives Gruppenformat neu konzipiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in den ganztägigen Veranstaltungen über allgemeine Anforderungen eines Studiums, unterschiedliche Studienfächer und Recherchemöglichkeiten informiert sowie bei der Selbsterkundung ihrer individuellen Interessen und Fähigkeiten begleitet.

Die Workshops finden von März bis April 2018 (vor allem in den Osterferien sowie an weiteren Terminen am Wochenende) in Düsseldorf und Köln statt. Zur Teilnahme eingeladen sind Schülerinnen und Schüler, die 2019 das Abitur erwerben und noch nicht genau wissen, was sie studieren möchten.
Die Workshops sind eingebettet in die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Langzeitstudie „Durchstarten und Studieren“ und werden vom Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität zu Köln begleitet. Das Forschungsprojekt untersucht über einen Zeitraum von drei Jahren Studienwahl, Studienvorbereitung und Studieneinstieg zusätzlich mit einer Online-Befragung.
Interessierte können sich ab sofort für die kostenlose Teilnahme an den Workshops und an der Studie registrieren.

Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und Registrierung unter:
www.zsb.uni-koeln.de/durchstarten
www.hhu.de/durchstarten

Inhaltlicher Kontakt:

durchstarten-und-studieren(at)wiso.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4795 Wed, 17 Jan 2018 11:19:52 +0100 Über 1,2 Millionen Euro für Kölns kluge Köpfe /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4795&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb08ea53f1e96ee2059325eeff3efb82 Universität zu Köln vergibt zum Wintersemester 337 Stipendien – Über 100 Förderer und Spender engagieren sich für eine gute akademische Ausbildung junger Menschen an der Universität zu Köln  „In diesem Jahr stehen uns über 1,2 Millionen Euro für Stipendien zur Verfügung, mit denen wir ausgewählte Studierende fördern können“,
freut sich Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.
Zum Wintersemester 2017/18 unterstützt die Universität zu Köln insgesamt 337 Studierende mit einem Stipendium. Möglich macht dies vor allem das Deutschlandstipendium, das zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Bei der Auswahl der 321 Deutschlandstipendien wurden in diesem Jahr erstmals soziale Kriterien stärker berücksichtigt. Neben guten Abitur- und Studienleistungen waren die persönliche Biografie sowie soziales Engagement entscheidend für die Vergabe der Stipendien.

Neben dem leistungsorientierten Deutschlandstipendium können zu diesem Wintersemester elf Sozialstipendien und fünf Stipendien für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung vergeben werden. Damit unterstützt das Stipendienprogramm der Universität zu Köln gezielt Studierende, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind oder aus anderen Gründen bei ihrem Studium mit Hindernissen zu kämpfen haben.

Ermöglicht werden alle Stipendien durch das besondere Engagement von Unternehmen sowie Vereinen, Stiftungen, Privatpersonen und Alumni der Hochschule. Weit über 100 Förderer und Spender engagieren sich für eine gute akademische Ausbildung junger Menschen an der Universität zu Köln.

„Unser Stipendienprogramm ist inzwischen nicht mehr aus dem universitären Leben wegzudenken. Es ist für uns eine echte Bereicherung, leistungsstarke Studierende fördern zu können. Deshalb gilt mein besonderer Dank allen Unterstützern, die sich zum Teil bereits seit mehreren Jahren für unsere Studentinnen und Studenten engagieren", so Rektor Freimuth.
Seit dem Start des Stipendienprogramms 2009 konnte die Universität zu Köln bereits rund 2.450 Jahresstipendien vergeben. Die Kölner Studentinnen und Studenten profitierten damit von insgesamt rund 8,7 Millionen Euro.


Termin:

Mittwoch, 24. Januar 2018, um 17.30 Uhr
„Get Together Deutschlandstipendium 2018“
Rautenstrauch-Joest-Museum, Eingangshalle, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln  

Es besteht die Möglichkeit beim Get Together Bild- und Tonaufnahmen zu machen. Auf Wunsch können geeignete Gesprächspartner vermittelt werden.

Inhaltlicher Kontakt:
Bianca Weides
Rektorat, Universität zu Köln
+49 221 470-4043
bianca.weides(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
http://ukoeln.de/SK6LV

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news-4791 Tue, 16 Jan 2018 12:12:18 +0100 Poetica IV: ›Beyond Identities - Die Kunst der Verwandlung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4791&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=775ac7e65ec7db94787c6ba66f689f14 Vom 22. bis 27. Januar 2018 findet in Köln die „Poetica IV - Festival für Weltliteratur“ statt, veranstaltet vom Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Mit dabei sind u.a. die Lyriker Bei Dao aus China, Anneke Brassinga aus den Niederlanden und Teju Cole aus den USA.

›Beyond Identities - Die Kunst der Verwandlung‹ lautet das diesjährige Thema des Festivals. Kuratorin der Poetica IV ist die japanisch-deutsche Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin Yoko Tawada. Sie hat Autoren aus drei Kontinenten eingeladen, namhafte Experten für die Kunst der Metamorphose in Lyrik und Prosa: Jeffrey Angles aus den USA, Bei Dao aus China, Anneke Brassinga aus den Niederlanden, Teju Cole aus den USA bzw. Nigeria, Hiromi Itō aus Japan, Kim Hyesoon aus Südkorea, Barbara Köhler aus Deutschland, Morten Søndergaard aus Dänemark, Monique Truong aus den USA bzw. Vietnam und Jan Wagner aus Deutschland.

Das Festival wird am 22. Januar, um 18 Uhr, in der Aula der Universität zu Köln mit den Autoren der Poetica eröffnet, begleitet von der Pianistin Aki Takase und Ensemblemitgliedern des Schauspiel Köln. Die weiteren Veranstaltungen, – Lesungen, Gespräche und Performances – finden an unterschiedlichen Orten in Köln statt: in der Universität, der Stadtbibliothek, im Literaturhaus, im Japanischen Kulturinstitut, im Sancta-Clara-Keller und zum Abschluss im Schauspiel Köln.

Die Kuratorin Yoko Tawada steht Ihnen gerne für Interviews zur Verfügung.

Auftakt:
Mo 22.1., 18.00 Uhr
Auftaktveranstaltung mit den Autoren der Poetica
Universität zu Köln, Aula II

Es finden insgesamt zehn Veranstaltungen statt.
Das Programm und Informationen zu den Autoren finden Sie unter:

http://www.poetica.uni-koeln.de/poetica-4/programm/

Kontakt:
Marta Dopieralski
Tel.: +49 (0)221 470-1433
E-Mail: marta.dopieralski(at)uni-koeln.de

Corinna Blattmann
Tel.: +49 (0)6151 4092-16
E-Mail: corinna.blattmann(at)deutscheakademie.de

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

 

 

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news-4787 Thu, 11 Jan 2018 16:04:20 +0100 Presseeinladung zum dreijährigen Bestehen des GATEWAY-Gründungsservice /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4787&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=badefff79a091dec141134b293a361c0 Der GATEWAY-Gründungsservice der Universität zu Köln feiert am 22. Januar 2018 ab 16 Uhr sein dreijähriges Bestehen. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen. Neben dem Rektor Professor Dr. Axel Freimuth und dem Kanzler Dr. Michael Stückradt wird auch der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Andreas Pinkwart, sprechen.

Mit dem Gründungsservice möchte die Universität zu Köln Studierende und HochschulmitarbeiterInnen stärker fördern. In unmittelbarer Campusnähe wurde eine Anlaufstelle für WissenschaftlerInnen und Studierende geschaffen, die sich mit ihrem Know-how selbstständig machen möchten.

Das Angebot des GATEWAY-Gründungsservice beinhaltet professionelle Beratung, themenspezifische Veranstaltungen und richtet sich vor allem an technologie- und wissensbasierte Start-ups aus der Hochschule. Interessierte können sich hier kostenlos beraten lassen und an gründungsrelevanten Infoveranstaltungen oder Networking-Events teilnehmen. Auch Büroräume für Start-ups können zur Verfügung gestellt werden.   

Auf der Veranstaltung gibt es eine Bilanz der ersten drei Jahre des Gateway-Gründungsservice sowie einen Ausblick in die Zukunft.   

Termin:
Montag, 22. Januar 2018 um 16 Uhr
„3 Jahre Gateway - Gründungsservice“
Ägidiusstr. 14, 50937 Köln
16.00 Uhr Beginn
17.30 Uhr Ende
Danach: Networking


Inhaltlicher Kontakt:
Vesna Domuz
Dezernat 7 Forschungsmanagement
Tel.: 0221 470-1127
V.Domuz(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4783 Tue, 09 Jan 2018 15:01:27 +0100 Presseeinladung zum Jahresempfang des Rektors /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4783&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=379b85f7e656eccb6baa445445727f93 Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Axel Freimuth, lädt am Dienstag, den 16. Januar, um 18 Uhr zum Jahresempfang in die Aula der Universität. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen. Neben der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, die die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnet, wird der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Andreas Pinkwart, einen Festvortrag halten.

Der Rektor, Professor Dr. Axel Freimuth, wird in seiner Rede auf die Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung an und um die Universität zu Köln im vergangenen Jahr eingehen. Er gibt dabei einen Ausblick auf Verantwortung und Handlungsoptionen der Universität als Institution von Forschung und Lehre.

Ein besonderes Anliegen des Rektors ist die Auszeichnung von Menschen, die sich im vergangenen Jahr um die Universität verdient gemacht haben. Es werden die Universitätspreise für die Kategorien „Forschung“, „Lehre und Studium“ und „Verwaltung“ verliehen sowie das Schmittmann-Wahlen-Stipendium in Anerkennung für hervorragende Studienleistungen.

Das Schmittmann-Wahlen-Stipendium geht an Karima Renes in Anerkennung ihrer hervorragenden Studienleistungen.

Laudatio: Prorektorin Professorin Dr. Bettina Rockenbach.


Der Universitätspreis im Bereich Forschung geht dieses Jahr an Professorin Dr. Elke Kleinau in Anerkennung für ihre herausragende wissenschaftliche Lebensleistung im Bereich der historischen Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Gender History.

Laudatio: Professorin Dr. Susanne Zank


Der Universitätspreis im Bereich Lehre und Studium geht an Professor Dr. Jörn Grahl in Anerkennung seines Engagements in der Entwicklung eines innovativen Lehrformats für die Lehrveranstaltung „Seminar on Digital Transformation and Value Creation“.

Laudatio: Dr. Dirk Rohr


Im Bereich Verwaltung erhält das Team der Abt. 23 – „Servicezentrum Behinderung und Studium“ den Universitätspreis in Anerkennung für ihr außerordentliches Engagement für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.

Laudatio: Tabea von Keitz


Danach erfolgt die Verleihung der Universitätsmedaille an Professor Dr. Dr. h.c. mult. Reinhard Zimmermann in dankbarer Anerkennung seiner langjährigen, außerordentlichen Leistung für die Universität.

Laudatio: Prorektor Professor Dr. Heinz-Peter Mansel

Anschließend lädt der Rektor zu einem Stehempfang in das Foyer des Hauptgebäudes ein.

Termin:
Dienstag, 16. Januar 2018
„Jahresempfang des Rektors“
Aula der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz
17.30 Uhr Einlass
18.00 Uhr Beginn
19.45 Uhr Ende
Danach: Get Together

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de


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news-4781 Mon, 08 Jan 2018 10:09:01 +0100 Uni Köln lädt Schülerinnen und Schüler zu den Wochen der Studienorientierung ein /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4781&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fc758daa8b500c733192ab22c4c0b64b Zahlreiche Infoveranstaltungen vom 15. bis 26. Januar 2018 rund ums Studium von der Studienwahl bis zur Studienfinanzierung

Viele Schülerinnen und Schüler stellen sich gegen Ende ihrer Schulzeit die Frage, welches Studium zu ihnen passt. Die Universität zu Köln lädt deshalb vom 15. bis zum 26. Januar 2018 zu den Wochen der Studienorientierung ein, einer landesweiten Aktion der NRW-Hochschulen.

Das Programm bietet einen Überblick über das breit gefächerte Studienangebot der Universität. Studieninteressierte erhalten Einblicke in Aufbau, Inhalte, Anforderungen und Qualifikationsziele von Studiengängen verschiedener Fächergruppen. Dazu zählen unter anderem die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Rechtwissenschaft, Medizin, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie Erziehungswissenschaft, Psychologie und viele mehr. Ferner wird das Kölner Modell der LehrerInnenbildung vorgestellt. Weitere Veranstaltungen konzentrieren sich auf die Themen Studienwahl, Studienplatzvergabe in NC-Fächern, Studieren und Forschen im Ausland sowie Studienfinanzierung durch Stipendien.

 

Termin:
Montag, 15. Januar bis Freitag, 26. Januar 2018
„Wochen der Studienorientierung an der Uni Köln“
Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Die Website zu den Wochen der Studienorientierung enthält eine detaillierte Programmübersicht mit Hinweisen zu Veranstaltungszeiten und -orten. Hier besteht außerdem ab dem 8. Januar 2018 die Möglichkeit, sich für Veranstaltungen mit begrenzter Platzanzahl anzumelden: http://www.zsb.uni-koeln.de/studienorientierung

Inhaltlicher Kontakt:
Anthony Bülow
Zentrale Studienberatung
+49 221 470-4805
a.buelow(at)verw.uni-koeln.de

Denise Schulz
Zentrale Studienberatung
+49 221 470-5739
d.schulz(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Mathias Martin
+49 221 470-1705
m.martin(at)verw.uni-koeln.de

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news-4780 Wed, 27 Dec 2017 11:01:21 +0100 Experiment überprüft Theorie zu Quantenphasenübergang in magnetischen Ketten /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4780&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d149e986266bdca20b122505b33e3558 Ketten von magnetischen Kupferatomen zeigen eine interessante Änderung ihres Quantenzustands, wenn ein äußeres Magnetfeld angelegt wird. Was seit 1931 theoretisch bekannt war, konnte nun ein Team Kölner Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und der Universität Wuppertal im Experiment bestätigen. Die Arbeit wird helfen, die rätselhaften Übergänge zwischen Quantenphasen besser zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.

Die Eigenschaften von Materie nahe am absoluten Temperatur-Nullpunkt von -273,15° Celsius werden in entscheidender Weise durch die Quantenphysik bestimmt. Ob ein Material magnetisch ordnet, ob es elektrisch leitend oder gar supraleitend ist, wird unter anderem durch den Quantenzustand festgelegt, den das System am Nullpunkt annimmt. Dieser Zustand kann sich jedoch abhängig von den äußeren Bedingungen ändern, wenn zum Beispiel ein Magnetfeld angelegt wird. Bei einem kritischen Wert findet dann ein Quantenphasenübergang zwischen zwei Quantenzuständen statt. In der Nähe dieses Übergangs werden die Materialeigenschaften von beiden Zuständen beeinflusst und dies führt zu außergewöhnlichen quantenkritischen Phänomenen.

Manch ungewöhnliches Verhalten, das in verschiedenen komplexen Materialien beobachtet wird, kann auf solche Quantenphasenübergänge zurückgeführt werden. Ein sehr prominentes Beispiel sind Hochtemperatur-Supraleiter, die im Fokus der aktuellen Grundlagenforschung stehen und darüber hinaus auch von großem, technologischen Interesse sind. Allerdings sind viele Quantenphasenübergänge sehr kompliziert und meist nur unzureichend verstanden. Nun gelang es einem Team von Physikern der Universität zu Köln, der TU Dresden und der Universität Wuppertal, ein experimentelles Paradebeispiel für einen Quantenphasenübergang zu etablieren, das sich exakt durch ein theoretisches Modell beschreiben lässt. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Advances berichtet wird, handelt es sich hierbei um ein Material, das Ketten von magnetischen Kupferatomen enthält, die - ähnlich wie kleine Kompassnadeln -   miteinander wechselwirken. Diese Wechselwirkung findet jedoch nur entlang jeder einzelnen Kette statt, während die Atome benachbarter Ketten magnetisch fast vollständig isoliert sind. Aus diesem Grund bildet sich keine gewöhnliche magnetische Ordnung aus, sondern das magnetische Verhalten wird durch Quantenfluktuationen dominiert. Die theoretische Beschreibung einzelner magnetischer Ketten wurde bereits 1931 von Hans Bethe, einem Pionier der Quantenphysik, vorangetrieben und heute sind deren Eigenschaften von theoretischer Seite sehr gut verstanden. Dies gilt insbesondere für einen Quantenphasenübergang, der in diesen magnetischen Ketten durch Anlegen eines Magnetfeldes induziert werden kann.

Von experimenteller Seite bestand lange Zeit das Problem, ein Material zu finden, das ausreichend isolierte magnetische Ketten enthält, deren Quantenphasenübergang in einem experimentell zugänglichen Magnetfeldbereich liegt. Kupfer-Pyrazin-Dinitrat erfüllt diese Eigenschaften und an Kristallen des Chemikers Professor Mark M. Turnbull (Clark University, Worcester, USA) konnten die Physiker den Quantenphasenübergang im Detail experimentell untersuchen und eine außergewöhnlich genaue Übereinstimmung mit der Theorie belegen. Die Beschreibung von Quantensystemen mit solcher Präzision ist äußerst selten. „Durch unsere Messungen konnten wir grundlegende Prinzipien von Quantenphasenübergängen sehr genau testen und diese Einsichten werden uns helfen, komplexere Systeme besser zu verstehen’’, urteilt Professor Thomas Lorenz vom II. Physikalischen Institut der Universität zu Köln. Diese Untersuchung realisiert ein Paradebeispiel eines Quantenphasenübergangs, das als wichtige Referenz für die weitere Forschung auf diesem Feld dienen wird.

Die Forschungsarbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Sonderforschungsbereiche SFB 1238 „Control and Dynamics of Quantum Materials“ an der Universität zu Köln und SFB 1143 „Correlated Magnetism: From Frustration To Topology“ an der TU Dresden sowie durch die Forschergruppen FOR 960 „Quantum Phase Transitions“ und FOR 2316 „Correlations in Integrable Quantum Many-Body Systems“ gefördert.

Oliver Breunig, Markus Garst, Andreas Klümper, Jens Rohrkamp, Mark M. Turnbull, and T. Lorenz, Quantum Criticality in the spin-1/2 Heisenberg chain system copper pyrazine dinitrate, Science Advances 3, eaao3773 (2017)


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E-Mail: tl(at)ph2.uni-koeln.de
Tel.: 0221-470-3593

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
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