Aktuelle Meldungen / en-gb Uni Köln Tue, 19 Mar 2019 00:10:25 +0100 Tue, 19 Mar 2019 00:10:25 +0100 TYPO3 EXT:news news-5234 Wed, 13 Mar 2019 12:13:23 +0100 Versorgungsketten nach einem Brexit: Teurere Produkte und Lieferverzögerung drohen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5234&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2ee4fda8679893de52762804d72889fa Ein No-Deal Brexit, also ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, rückt näher. Wie sich das auf die Lieferkette von Produkten auswirken kann, erklärt Junior-Professor Andreas Fügener, Supply Chain Management-Experte an der Universität zu Köln im Gespräch. Das britische Unterhaus hat am Dienstagabend das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen erneut abgelehnt. Ein No-Deal Brexit Großbritanniens, also ein Austritt aus der Europäischen Union ohne Austrittsabkommen, rückt Ende März näher. Das hätte vielfältige Konsequenzen, beispielsweise auf das sogenannte Supply Chain Management, die Organisation der Versorgungskette. Diese bezeichnet die Lieferkette eines Produkts vom Rohstofflieferanten eines Unternehmens, dessen Zulieferer, die Zulieferer der Zulieferer bis zu den Endkunden. Welche Auswirkungen ein Brexit auf die Lieferkette haben kann, erklärt Junior-Professor Andreas Fügener, Supply Chain Management-Experte an der Universität zu Köln.  

Herr Professor Fügener, oft ist dem Verbraucher nicht bewusst, welche Auswirkungen der Austritt aus dem EU-Binnenmarkt auf ein Produkt hat, das man im Alltag nutzt oder konsumiert. Können Sie uns Beispiele nennen?

Der wahrscheinlich relevanteste Punkt ist, dass die Produkte verteuert werden, da Grenzübertritte durch wahrscheinliche Zölle teurer werden, und dass es zu Lieferverzögerungen kommt, da an den Grenzen intensivierte Kontrollen durchgeführt werden.

Wenn man also Lieferketten hat, die über verschiedene Grenzen gehen und man darauf angewiesen ist, dass die Teilprodukte rechtzeitig ankommen, entsteht große Unsicherheit.

Ein solches Beispiel sind medizinische Produkte, wie große Magnetresonanz-Tomographen (MRT), die regelmäßig gewartet werden müssen. Nehmen wir an, dass ein MRT eines britischen Krankenhauses von einem deutschen Unternehmen produziert wurde und auch von diesem gewartet wird. Das Unternehmen müsste nun kurzfristig große Lagerbestände an Ersatzteilen in Großbritannien aufbauen, um die Wartung auch in der Zukunft sicher leisten zu können. Mittelfristig kann das dazu führen, dass die Krankenhäuser höhere Servicegebühren leisten müssen. Dies wiederum hat eine Verteuerung der Gesundheitsversorgung zur Folge, die sich auch auf die Patienten und Steuerzahler auswirken kann.

Ein weiterer Aspekt ist, dass man langfristig Lieferketten neu aufbauen wird, da Grenzübertritte zwischen der EU und Großbritannien unsicherer, teurer und damit unattraktiver werden.

Werden diese Lieferketten lokal aufgebaut? Wäre das nicht positiv für die Umwelt?

Das kann in zwei Richtungen gehen. Ein britisches Unternehmen bestellt zum Beispiel momentan günstige Teile aus Deutschland, da es keine Zölle gibt und die Lieferwege gut planbar sind. Dies wird nach dem Brexit unattraktiver. Man kann die Versorgungswege nun lokal aufbauen, was vielleicht etwas teurer ist, aber vielleicht auch Vorteile bietet, zum Beispiel im Bereich des Umweltschutzes, da weniger Transporte anfallen.

Es könnte aber auch sein, dass durch den Brexit eine Lieferung aus einem Drittland, beispielsweise aus Südostasien, attraktiver als die Lieferung aus Deutschland wird, sodass das Unternehmen sogar weitere Transportwege in Kauf nimmt. Dies wäre aus Umweltgesichtspunkten ein Nachteil.

Es wird von einzelnen EU-Gegnern oft behauptet, auch in der derzeitigen Brexit-Diskussion, dass ohne EU-Abkommen viel präzisere und damit für ein einzelnes Land günstigere Handelsabkommen ausgehandelt werden können. Wie beurteilen Sie das?

Natürlich hat eine EU in Abkommen eine deutlich größere Verhandlungsmacht als ein einzelnes Land. Davon abgesehen kann dieses im Einzelfall auch profitieren. Es wird ja auch über die EU-Standardisierung gesprochen. Wenn sie wegfällt, kann man für ein Land präziser produzieren, da es seine eigenen Spezifika hat. Auf der anderen Seite steigt natürlich auch die Komplexität für Länder, die in mehrere Länder exportieren wollen.

Momentan kann ein EU-Mitglied in jedes EU-Land problemlos exportieren, wenn die Standards des Binnenmarkts eingehalten werden. Teilprodukte, die mit Schnittstellen geregelt sind, kann ich aufgrund der EU-Norm in jedem EU-Land kaufen und verwenden. Das wird viel schwieriger, wenn jedes Land wieder seine eigenen Spezifikationen hat. Denn ich muss im Vorfeld bei jedem Produkt wissen, wohin ich das verkaufen möchte.

Es gibt sogenannte Pooling-Effekte: Ich habe zum Beispiel 1000 Stück eines Produktes produziert und geplant, 500 nach Großbritannien und 500 nach Frankreich zu liefern. Wenn am Ende aber nur 200 Briten, dafür aber 800 Franzosen das Produkt wollen, gibt es im EU-Binnenmarkt kein Problem. Anders ist das, wenn beide Länder eigene Regeln haben.

Komplexität und Unsicherheit in der Produktion und im Produktionsdesign sind dann sehr hoch und teuer, da sich ein Unternehmen dagegen absichern muss. Also entstehen höhere Bestände verschiedener Produkttypen als wahrscheinlich benötigt. All diese Kosten werden mittel- oder langfristig auf den Verbraucher umgelegt.

Wenn ein Produkt in vielen Ländern hergestellt wird, nimmt diese Komplexität auch noch zu. Wird das unterschätzt?

Nehmen Sie zum Beispiel in der Autobranche den Mini, der nicht ausschließlich in Großbritannien produziert wird. Viele Teile stammen aus Deutschland und anderen EU-Ländern, wobei ein Teilprodukt während der Weiterverarbeitung mehrmals die Grenze überschreiten kann. Das Auto wird dann in Großbritannien finalisiert und anschließend beispielsweise nach Deutschland verkauft. Auch hier wird die Produktion teurer, langsamer und unsicherer.

Für Großbritannien könnte das natürlich den positiven Effekt haben, dass man Arbeitsschritte wieder dorthin verlagert, was sich günstig auf britische Arbeitsplätze auswirken kann. Es könnte aber auch sein, dass die Muttergesellschaft, in diesem Fall BMW, sich entscheidet, die Produktion vollständig nach Kontinentaleuropa zu verlagern, da dort der größere Absatzmarkt ist.

Das größte Risiko ist die Unabwägbarkeit – sowohl kurz- als auch langfristig. Kurzfristig weiß niemand, was kommt. Möglicherweise kommt der Brexit nicht zustande, oder es entsteht nach dem Brexit doch ein Binnenmarkt ohne Zölle. Andererseits könnte es gerade im Falle eines ungeordneten Brexits zu großen Einschränkungen kommen, die unmittelbar zu großen Kosten führen.

Was ist für Sie in diesem Brexit-Prozess besonders interessant?

Angenommen man ist gegen Globalisierung und befürwortet lokale Produktion nahe an den Absatzmärkten, dann ist der Gedanke erstmal reizvoll, dass man Grenzübertritte unattraktiver macht, was dazu führt, dass die Leute vermehrt lokale Produkte konsumieren.

In England könnte beispielsweise der Cheddar im Vergleich zu einem französischen Käse günstiger werden. Das geht zwar zulasten der Vielfalt, aber stellenweise zugunsten der Umwelt. Andererseits wird es dann wieder relativ gesehen attraktiver, günstigere Produkte aus weit entfernten Gegenden zu importieren.

Auch wenn man also anstrebt, lokale Märkte zu stärken, kann es dennoch passieren, dass gerade aus fernen Ländern vermehrt Produkte ins Land kommen, wohingegen es ungünstiger wird, aus dem nahen Ausland zu importieren.

 

Inhaltlicher Kontakt:    
Professor Andreas Fügener
+49 221 470-2042
andreas.fuegener(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Anette Hartkopf
+49 221 470-2922
a.hartkopf(at)verw.uni-koeln.de

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news-5231 Tue, 05 Mar 2019 12:11:56 +0100 Kölner Sozialrechtstag diskutiert Gesundheitsförderung und Prävention http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5231&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=58537ddc1713142bc48065f4d8c8b9cf Rechtswissenschaftler und Juristen diskutieren Fragen der Gesundheitsförderung und Prävention im System der Sozialversicherung Renommierte Experten und Expertinnen aus Forschung, Wissenschaft und Praxis diskutieren am 17. Kölner Sozialrechtstag über die Gesundheitsförderung und Prävention im System der Sozialversicherung. Themen sind die Gesundheitsförderung und Prävention im System der Sozialversicherung seit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes, die Prävention nach dem Sozialgesetzbuch V, das Betriebliche Eingliederungsmanagement sowie das Disabilitymanagement.

Termin:
12. März 2019, 9:00 bis 16:00 Uhr
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Aula 2
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Referentinnen und Referenten aus Rechtswissenschaft, Rechtsprechung und Betrieben erörtern aktuelle Fragen. Mit dabei sind u.a. Jutta Siefert, Richterin am Bundessozialgerichtshofes, Dr. Jürgen vom Stein, Präsident des Landesarbeitsgerichts Köln sowie die Rechtswissenschaftler Professor Dr. Felix Welti, Universität Kassel und Professor Dr. Stefan Huster, Universität Bochum. Außerdem werden Meike Groh und Dorothea Zersch von der Ford-Werke GmbH vortragen.

Geleitet wird der Kongress von Professor Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis, Universität zu Köln, und Staatssekretärin a.D. Marlis Bredehorst.

Im Rahmen des Kongresses verleiht die Gesellschaft zur Förderung der sozialrechtlichen Forschung e.V. den Förderpreis der Gesellschaft. Der Preis wird von Professor Dr. Raimund Waltermann von der Uni Bonn übergeben werden.

 

Kontakt:
Professor Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis
Telefon 0221-470-2300
Fax 0221-470-4961
E-Mail sozrecht(at)uni-koeln.de

 

Web:
http://www.euwir.jura.uni-koeln.de/sites/fakultaet/Startseite/2019_Sozialrechtstag_Flyer.pdf

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news-5230 Fri, 01 Mar 2019 14:08:23 +0100 In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5230&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b348241e2f59b7f43e724735563a1bda Kölner Team berechnet Bevölkerungsdichte der ersten modernen Menschen in Europa / Zwischenzeitlich nur 800 Menschen Mit einem an der Universität zu Köln entwickelten Protokoll können die Forscherinnen und Forscher des Sonderforschungsbereiches 806 „Our Way to Europe“ rekonstruieren, wie die Besiedlung Europas durch den anatomisch modernen Menschen verlief. Die Daten zeigen, dass die Population der gesamten europäischen Jäger und Sammler in der Zeitspanne von etwa 42.000 bis etwa 33.000 Jahren vor heute – dem sogenannten Aurignacien – durchschnittlich nur etwa 1.500 Personen betrug. Auch mögliche Schwankungen, die im Rahmen der Methode ermittelt wurden, lassen nicht viel Spielraum: Die Obergrenze lag bei rund 3.300, die Untergrenze bei rund 800 Personen. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals PLOSONE veröffentlicht.

Die Forscherinnen und Forscher konzentrieren sich in der aktuellen Studie auf ein Gebiet vom heutigen Nordspanien über Mittel- bis Osteuropa. Hier sind die archäologischen Funde besonders gut bekannt. Sie untersuchen, wie viele Menschen auf einmal gelebt haben, wie sie räumlich verteilt waren und welche sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Strategien sie einsetzten, um auch unter Klima- und Umweltstress erfolgreich zu überleben.

Um „Kerngebiete“ intensiver und kontinuierlicher Besiedlung zu ermitteln, untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst die Verteilung archäologischer Fundstellen. Über die Transportwege von Steinmaterial lässt sich auch der Mobilitätsbereich der Jäger und Sammler rekonstruieren. Durch die Identifizierung dieser Kern- und Mobilitätsgebiete können die Forscherinnen und Forscher die Anzahl der Gruppen von Jägern und Sammlern schätzen. Anhand der durchschnittlichen Gruppengröße ergibt sich schließlich die absolute Anzahl der Menschen, die in den Kerngebieten gelebt haben müssen.

Nur fünf Gebiete in Europa hatten nach diesen Schätzungen überhaupt eine überlebensfähige Population von etwa 150 Personen oder mehr: Nordspanien, Südwestfrankreich, Belgien, Teile Tschechiens und der obere Donauraum. Dass die Zentren dieser lebensfähigen Populationen etwa 400 Kilometer voneinander entfernt waren, ist ein europaweit einheitliches Muster. Zusätzlich konnte eine Reihe von Gebieten mit extrem geringen Bevölkerungszahlen ermittelt werden, die also für sich nicht überlebensfähig gewesen wären. Hier zeigen allerdings Ähnlichkeiten von Schmuckgegenständen sowie Transporte von Steinmaterial wiederholt intensiven Kontakt zu den Kernregionen an. Vermutlich fand hier, in diesen – im Schnitt etwa 200 km entfernt gelegenen – Regionen die Besiedlung nur zyklisch während bestimmter Jahreszeiten statt.

Das sich abzeichnende Muster spricht für hochmobile Jäger-Sammler Gruppen, die regelmäßig Distanzen von 200 km zurücklegten und zudem an verschiedene Habitate angepasst waren. „Dieses Verhalten des ersten anatomisch modernen Menschen in Europa ermöglichte eine stabile Besiedlung des Subkontinents trotz der extrem geringen Bevölkerungsdichte. Auch wenn wir davon ausgehen, dass regionale Populationen wiederholt ausstarben, so ist dieses System sehr resilient“, erklärt Dr. Isabell Schmidt, die maßgeblich an der Studie beteiligt war. „Vieles deutet darauf hin, dass die menschliche Besiedlung nicht unbedingt Umwelteinflüssen, sondern soziokulturellen Mustern folgt. Wir gehen davon aus, dass die Jäger und Sammler sehr mobil waren und sich flexibel anpassen konnten.“

Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereich 806 ‚Our Way to Europe‘ ist ein Verbundprojekt der Universitäten Köln und Bonn, sowie der RWTH Aachen. Der SFB erforscht die Ausbreitung des modernen Menschen von Afrika bis zu seiner Sesshaftwerdung in Zentraleuropa innerhalb der letzten 190.000 Jahre.

Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Isabell Schmidt
Sonderforschungsbereich 806 „Our Way to Europe“
+49 221 470-6522
isabell.schmidt(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
Schmidt I, Zimmermann A (2019) Population dynamics and socio-spatial organization of the Aurignacian: Scalable quantitative demographic data for western and central Europe. PLoS ONE 14(2): e0211562. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0211562

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news-5229 Wed, 27 Feb 2019 11:48:02 +0100 Stefanie Gänger, Historikerin der Universität zu Köln, erhält wichtigsten deutschen Nachwuchspreis http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5229&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5940ff390c0033c95ea79800c0c19382 Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung vergeben die Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2019 / Kölner Juniorprofessorin für iberische und lateinamerikanische Geschichte ist eine von 10 Ausgezeichneten Drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler, darunter die Historikerin Stefanie Gänger von der Universität zu Köln, erhalten in diesem Jahr den Heinz Maier-Leibnitz-Preis und damit die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Das hat ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingesetzter Auswahlausschuss in Bonn beschlossen. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten die mit je 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am 28. Mai in Berlin.

Die Universität gratuliert auch der Linguistin Dr. Uta Reinöhl zum Erhalt des Heinz Maier-Leibnitz-Preises. Reinöhl war bis Ende Januar 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Linguistik und ist der Universität zu Köln weiterhin als kooperierende Wissenschaftlerin in mehreren Drittmittelprojekten verbunden.

Stefanie Gänger ist seit 2013 Juniorprofessorin für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte am Historischen Institut der Universität zu Köln. Sie wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative für den Kernprofilbereich IV „Sozio-ökonomischer, kultureller und politischer Wandel im Globalen Süden“ berufen und forscht am interdisziplinären Global South Studies Center der Universität zu Köln.

Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt in der globalen Wissenschafts-, Medizin- und Umweltgeschichte der iberischen Welt im langen 19. Jahrhundert. Besonders mit der konsequenten Einbindung Lateinamerikas in globalhistorische Zusammenhänge hat sie Neuland betreten. Ihre Dissertation behandelte die Geschichte antiquarischer Sammlungen, Gelehrsamkeit und Soziabilität im Andenraum des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Das zweite Buch befasst sich mit der Kommunikation medizinischer Kenntnisse in der Atlantischen Welt um 1800 am Beispiel der südamerikanischen Chinarinde. Auch hier verfolgt Stefanie Gänger, die eng mit Forscherinnen und Forschern aus dem internationalen Feld der Wissen- und Wissenschaftsgeschichte vernetzt ist, einen genuin globalhistorischen Ansatz. Allein die Verwendung von Quellen aus vielen Teilen der Welt in unterschiedlichen Sprachen ist bemerkenswert.

Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis jährlich an hervorragende Forscherinnen und Forscher verliehen, die sich in einem frühen Stadium ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befinden und noch keine unbefristete Professur innehaben. Der Preis dient als Anerkennung und zugleich als Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn eigenständig und gradlinig fortzusetzen. Benannt ist er seit 1980 nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz, in dessen Amtszeit (1973–1979) er erstmals vergeben wurde.

Für die diesjährige Preisrunde waren insgesamt 129 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden. Die Auswahl traf der zuständige Ausschuss unter dem Vorsitz der DFG-Vizepräsidentin und Mathematikerin Prof. Dr. Marlis Hochbruck.

Die Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2019 findet am 28. Mai um 16 Uhr in der Hörsaalruine des ehemaligen Rudolf Virchow-Hörsaals, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, Charitéplatz 1, 10117 Berlin, statt.

Inhaltlicher Kontakt:
Juniorprofessorin Dr. Stefanie Gänger
s.gaenger(at)uni-koeln.de
+49 221 470 7393

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de
+49 221 470 4030

Weitere Informationen:
www.dfg.de/maier-leibnitz-preis

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news-5228 Wed, 27 Feb 2019 10:39:04 +0100 1. Soziologischer Aschermittwoch in Köln: Streit über die Vielfalt der Soziologie http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5228&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=620f7b9653673292ed630ffa46ff7d98 Podiumsdiskussion zum aktuellen Streit in den Sozialwissenschaften zwischen Vertretern der empirisch-analytischen und qualitativen Soziologie / Prominente Vertreter beider Schulen diskutieren miteinander Podiumsdiskussion zum aktuellen Streit in den Sozialwissenschaften zwischen Vertretern der empirisch-analytischen und qualitativen Soziologie / Prominente Vertreter beider Schulen diskutieren miteinander

Vor 100 Jahren wurde in Köln das erste Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften in Deutschland gegründet. Aus diesem Anlass findet am 6. März 2019 der erste „soziologische Aschermittwoch“ statt. Thema der öffentlichen Diskussionsveranstaltung ist die aktuelle Auseinandersetzung um die zukünftige Ausrichtung der Soziologie und den Umgang mit der dieses Fach kennzeichnenden Vielfalt an Ansätzen, Methoden und Wissenschaftsverständnissen.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Gründung der „Akademie für Soziologie“, die teilweise als Konkurrenz zur „Deutschen Gesellschaft für Soziologie“ wahrgenommen wird. Dabei wird gerade das Verhältnis von empirisch-analytischer Soziologie – die häufig als Kern der „Kölner Schule“ angesehen wird – zu anderen Ansätzen kontrovers diskutiert.

Der von Professor Clemens Kroneberg (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie) und der Hochschulgruppe Sozialwissenschaften organisierte „soziologische Aschermittwoch“ soll diese Diskussion in Köln sichtbar machen. Hierzu kommen am 6. März 2019 zentrale Figuren dieser Diskussion und bekannte FachvertreterInnen nach Köln.

Termin:
Mittwoch, 6. März 2019, 16-18 Uhr (mit anschließendem Empfang im WiSo-Foyer)
„Soziologischer Aschermittwoch“
Hörsaal I (WiSo-Trakt) Universitätsstraße 24 50931 Köln

Den Anfang der Veranstaltung machen zwei Impulsvorträge von Thomas Hinz (Konstanz) und Stephan Lessenich (München), die anhand konkreter Beispiele veranschaulichen werden, was Soziologie ihrer Ansicht nach leisten oder nicht leisten kann und sollte. Daran an schließt eine 90minütige Podiumsdiskussion, an der neben den beiden Referenten Hartmut Esser (Mannheim), Stefan Hirschauer (Mainz) und Monika Wohlrab-Sahr (Leipzig) teilnehmen werden. Auch für das Publikum besteht die Möglichkeit sich in die Diskussion einzubringen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, aber kontingentiert. Interessenten melden sich über die unten angegebene Website von eventbrite an:
https://www.eventbrite.de/e/soziologischer-aschermittwoch-tickets-54843468290

 

Kontakt:
Professor Dr. Clemens Kroneberg
+49 (0)221-470-4406
c.kroneberg(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Web:
https://www.wiso.uni-koeln.de/de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/soziologischer-aschermittwoch/

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news-5227 Wed, 27 Feb 2019 08:04:28 +0100 Lebenslanges Lernen: Uni Köln informiert über Gasthörer- und Seniorenstudium http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5227&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50205cbcb759e929e03282ffa99204e2 Wichtiges Angebot in der Bildungslandschaft der Stadt Köln / Infotermin am 7. März für das Sommersemester 2019 Auch im dreißigsten Jahr seit Bestehen des Gasthörer- und Seniorenstudiums bietet die Universität zu Köln interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, an den vielfältigen Lehrveranstaltungen der Hochschule teilzunehmen. Das Gasthörer- und Seniorenstudium ist ein wichtiger Partner in der Bildungslandschaft der Stadt Köln. Es ermöglicht es, auch im Alter an aktuellen Debatten teilzuhaben und sich eine reflektierte Meinung zu bilden („lebenslanges Lernen“).

Termin:
Donnerstag, 7. März 2019, 15:00 Uhr
„Infotermin Gasthörer und Seniorenstudium im SoSe 2019“

Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal XVII, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln (https://lageplan.uni-koeln.de/#!100)
Für eine Gasthörergebühr von einhundert Euro im Semester kann das Gasthörer- und Seniorenstudium aufgenommen werden – übrigens auch ohne Abitur und ohne Altersbegrenzung. Mit ihrem Gasthörerausweis können die Gasthörer- und Seniorstudierenden dann Vorlesungen an allen Fakultäten der Universität zu Köln besuchen, sie können (mit Absprache der Dozentinnen und Dozenten) an Seminaren, sowie an Arbeitskreisen und Projektgruppen teilnehmen und alle Institutsbibliotheken sowie die Universitäts- und Stadtbibliothek nutzen. Neben den eigens für Gasthörer angebotenen Veranstaltungen studieren die „Gäste“ in den gleichen Lehrveranstaltungen wie ordentlich eingeschriebene Studierende.

Alle Fragen rund um das Gasthörer- und Seniorenstudium werden bei der Informationsveranstaltung von der Beauftragten für das Gasthörer- und Seniorenstudium, Dr. Anne Löhr, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit beantwortet.

Kontakt
Dr. Anne Löhr
Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit
+49 221 470-2761
senioren-studium(at)uni-koeln.de,
gasthoerer-studium(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.koost.uni-koeln.de/gasthoerersenioren.html

 

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news-5222 Fri, 22 Feb 2019 09:59:33 +0100 Studie zeigt, dass Pilz aus der Darmschleimhaut die Lungengesundheit beeinflusst http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5222&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=82c50c12c8d20ad17f0b7c80e0c4a8b5 Team aus Köln und Kiel publiziert Mechanismus der „Immun-Kreuzreaktivität“ in Fachzeitschrift „Cell“ Die Zusammensetzung des Mikrobioms – also der unzähligen Bakterien, Pilzen und Viren, die unsere Körperoberfläche, die Haut, den Darm oder die Lunge besiedeln – trägt entschieden zur Gesundheit oder Krankheit des Menschen bei. Biologische Mechanismen, die Entzündungen im Mikrobiom hervorrufen, sind allerdings noch weitgehend unbekannt.

Professor Dr. Oliver Cornely von der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und Leiter des Exzellenzzentrums für invasive Pilzerkrankungen an der Universitätsklinik Köln hat gemeinsam mit einer Gruppe von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein erstmals einen Mechanismus entschlüsselt, wie spezifische Mikrobiota des Darms Entzündungsreaktionen in der Lunge verstärken. Die in der Fachzeitschrift „Cell“ publizierten Studienergebnisse zu „Human anti-fungal Th17 immunity and pathology rely on cross-reactivity against Candida albicans“ könnten die Entwicklung neuer Therapien von Volkskrankheiten beschleunigen.

„Eigentlich ist der Pilz Candida albicans, der Darm, Haut und Schleimhäute besiedelt, harmlos“, erklärt Cornely. „Unsere Studie hat allerdings nachgewiesen, dass Candida albicans das Gleichgewicht im Abwehrsystem des menschlichen Körpers mitzuverantworten hat.“ Candida albicans rege das Immunsystem an, spezifische Abwehrzellen, sogenannte Th17-Zellen, zu bilden. Ein Teil dieser Th17-Zellen richtet sich jedoch gegen andere Pilze, wie beispielsweise den Schimmelpilz Aspergillus fumigatus. Dieses Phänomen wird als Kreuz-Reaktivität bezeichnet. Die Forschungsgruppe hat nachgewiesen, dass bei immungeschwächten Personen die Konzentration der kreuzreaktiven Th17-Zellen im Lungengewebe erhöht ist und mit einer Krankheitsverschlechterung einhergeht. Die schützende Th17-Reaktion im Darm scheint in der Lunge eher krankmachende Immunprozesse zu verstärken. „Wir konnten mit dieser Beobachtung zum ersten Mal nachweisen, wie ein einzelnes Mitglied des Mikrobioms, Candida albicans, die spezifische Immunreaktion gegen eine große Gruppe von anderen Mikroben prägt. Die Immun-Kreuzreaktivität ist vermutlich ein verbreiteter Mechanismus, über den das Mikrobiom das Immunsystem manipuliert – sowohl mit schützenden als auch schädlichen Auswirkungen“, sagt Cornely.

Die Möglichkeit, solche gezielten Auswirkungen einzelner Mikroben zu entschlüsseln, soll zukünftig zur Entwicklung passgenauer Therapien führen.

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Oliver Cornely
Medizinischen Fakultät Köln
+49 221 478-85523
oliver.cornely(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Stephanie Wolff
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 478-30774
stephanie.wolff(at)uk-koeln.de

Zur Publikation:
Human Anti-fungal Th17 Immunity and Pathology Rely on Cross-Reactivity against Candida albicans. URL: https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(19)30104-7

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news-5220 Wed, 20 Feb 2019 16:12:16 +0100 Uns Sproch es Heimat: Muttersprache ist Teil der Identität, aber keine Selbstverständlichkeit http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5220&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d24c7de4115d3fcdcd5cbe6e855437b3 Dr. Sonja Gipper vom Institut für Linguistik zum Tag der Muttersprache (21. Februar) über die Folgen politischer Sprachunterdrückung „Die Sprache spielt eine bedeutende Rolle für die Identität eines Menschen und ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur. ‚Uns Sproch es Heimat‘ lautet auch das Motto der Kölner Karnevalssession 2019. Für das Gemeinschaftsgefühl ist jedoch nicht immer nur die ‚Muttersprache‘ relevant, also im allgemeinen Sprachgebrauch die Sprache, die man als erste in der Kindheit erlernt. Denn das Kölsche ist sicherlich nicht die erste erlernte Sprache all derer, die ab nächster Woche Donnerstag oder auch bereits jetzt bei Liedzeilen wie ‚Op d’r Stroß han ich ming Sproch jeliehrt‘ von den Brings mit einstimmen. Und doch verbindet die kölsche Sprache hierdurch Menschen mit den unterschiedlichsten sprachlichen Hintergründen. Hier zeigt sich, dass man eine Sprache nicht perfekt beherrschen muss, um sich in ihr zu Hause zu fühlen.

Die ‚Muttersprache‘ ist allerdings nicht für alle Menschen eine Sprache, die sie in der Kindheit erlernen. Viele indigene Gruppen der Welt kämpfen mit Diskriminierung und politischer Repression, d.h. manche Regierungen verbieten die Verwendung bestimmter Sprachen zum Beispiel in der Schule. Vielen Sprecherinnen und Sprechern sind nur noch Fragmente ihrer sprachlichen Wurzeln bekannt, sodass die Kinder die Sprache ihrer Identität gar nicht mehr erlernen können. Andere Sprachen werden von Eltern bewusst nicht an die Kinder weitergegeben, da sie sich durch die National- oder Mehrheitssprache bessere Bildungschancen für die nächste Generation erhoffen. Hierzu muss man nicht weit schauen, allein der Rückgang von Varietäten wie dem Plattdeutschen belegt diese Tendenz sehr gut.

Auch Migrantinnen und Migranten, die häufig ihre eigene Sprache zugunsten der Mehrheitssprache im neuen Land aufgeben, verlieren durch die Sprache mitunter einen wichtigen Teil ihrer Identität. Der von der UNESCO ausgerufene Tag der Muttersprache wird jedes Jahr am 21. Februar gefeiert und soll an den großen Wert der sprachlichen und kulturellen Vielfalt erinnern und Toleranz und Respekt fördern. Zugleich wird an diesem Tag die Aufmerksamkeit auf Minderheitensprachen und bedrohte Sprachen gelenkt. Dieses Ziel verfolgt auch die Gesellschaft für bedrohte Sprachen e.V. mit Sitz in Köln, für die einige Kolleginnen und Kollegen vom Institut für Linguistik der Uni Köln und ich uns engagieren. Wir setzen uns mit dem Verein für die Förderung und Dokumentation bedrohter Sprachen ein.

Übrigens: Das Kölner Karnevalsmotto ‚Uns Sproch es Heimat‘ versteht sich laut Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, auch als Einladung an alle Menschen, die noch kein Kölsch sprechen, die kölsche Sprache und Kultur näher kennenzulernen. Gleichzeitig sehe ich das Motto als Aufforderung, allen Menschen den Gebrauch und Erhalt ihrer Sprache zu ermöglichen und jeder Diskriminierung und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten.“

Dr. Sonja Gipper ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Linguistik, Allgemeine Sprachwissenschaft, der Universität zu Köln und untersucht Yurakaré, eine bedrohte Sprache, die am Fuß der Anden in Zentralbolivien von circa 2.000 Menschen gesprochen wird. Die Gesellschaft für bedrohte Sprachen fördert als gemeinnütziger Verein den Gebrauch, den Erhalt und die Dokumentation bedrohter Sprachen und Dialekte.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Sonja Gipper
Institut für Linguistik, Allgemeine Sprachwissenschaft
+49 221 470-6328
sonja.gipper(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://ifl.phil-fak.uni-koeln.de
http://gbs.uni-koeln.de

 

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news-5219 Wed, 20 Feb 2019 12:26:17 +0100 Steinbeile, Regenwaldbauern und Datenmanagement: Schwerpunktprogramm untersucht Kulturkontakte innerhalb Afrikas http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5219&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11066e5a45b52bd7cd1ea5e95104c152 Das DFG-Schwerpunktprogramm „Entangled Africa“ hat seine Arbeit aufgenommen / Drei Kölner Projekte untersuchen kulturelle Kontakte in Afrika während der vergangenen 6000 Jahren
Seit Jahrtausenden werden Waren und Ideen innerhalb des afrikanischen Kontinents gehandelt. Vom Regenwald bis zur Mittelmeerküste finden sich gleiche oder ähnliche künstlerische Konzepte, Nahrungsmittel und Artefakte. Doch bis jetzt wurden die innerafrikanischen Beziehungen nur durch einzelne Studien untersucht.

Das DFG Schwerpunktprogramm „Entangled Africa: Innerafrikanische Beziehungen zwischen Regenwald und Mittelmeer, ca. 6000 – 500 Jahre vor heute“ (SPP 2143) soll das nun ändern. Das 12 Einzelprojekte umfassende SPP wurde vom Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im April 2017 für eine Laufzeit von 6 Jahren eingerichtet, im Juli 2018 bewilligt und nimmt nun seine Arbeit auf. Drei der 12 Projekte werden von den Kölner Archäologen Professor Dr. Hans-Peter Wotzka, Dr. Tilman Lenssen-Erz und Dr. Friederike Jesse von der Forschungsstelle Afrika am Institut für Ur- und Frühgeschichte durchgeführt, Tilman Lenssen-Erz arbeitet auch mit Professor Dr. Øyvind Eide vom Institut für Digital Humanities zusammen. Das Programm beruht auf einer Initiative des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der DFG.

Archäologie, Sprach- und Geowissenschaften nehmen an dem SPP teil, dessen Forschungsgebiet sich vom Regenwald über die Sahara bis zum Mittelmeer erstreckt. „Wir wollen im Verbund die Fragestellung angehen: Wie haben innerafrikanische Kontakte dazu beigetragen, die kulturelle Entwicklung des Kontinents voranzubringen?“, erklärt Dr. Tilman Lenssen-Erz, der mit seinem Projekt zum Datenmanagement mit dabei ist. „Wir betrachten die Kontakte von West nach Ost über den ganzen Raum und die ganze Zeitspanne vom 4. Jahrtausend v.Chr. bis 1500 nach Christus.“ Seine Kollegin Dr. Friederike Jesse ergänzt: „Der Schwerpunkt liegt auf den innerafrikanischen Kontakten. Früher wurden eher die Einflüsse aus Vorderasien oder Europa untersucht.“

Jesse wird sich in ihrem Teilprojekt mit einer speziellen Form von Steinbeilen beschäftigen, den sogenannten Darfur-Beilen, die besonders im Sudan vorkommen - aber nicht nur. „Man findet sie nicht nur im Wadi Howar und Darfur sondern auch in der zentralen Sahara, dem Tschad, Niger und Mali,“, erklärt sie. „Die Beile sind seit den 1920er Jahren bekannt, bis jetzt wurden sie allerdings noch nicht umfassend untersucht.“ Die Beile, die aus dem 5. bis 3. Jahrtausend vor Christus stammen, haben eine typische, leicht zu erkennende Form und treten über einen großen geographischen Raum in verschiedenen Kulturen auf. Durch die jahrzehntelange Arbeit der Kölner Archäologinnen und Archäologen ist in Köln eine Sammlung von „Darfur-Beilen“ entstanden, die den Grundstock von Jesses Arbeit bilden wird. Zusätzlich wird die Archäologin die vorhandenen Beile aus Museen und Sammlung weltweit untersuchen. Jesse will Material, Herstellungsorte, eventuellen Handel, Verbreitung und Entstehungszeit der Artefakte erforschen.

Ihre Kollegen Eide und Lenssen-Erz mit ihren Projektmitarbeitern werden für das Datenmanagement sorgen. Nachhaltigkeit, Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Wiederverwertbarkeit der Forschungsdaten sind Forderungen, die mit dem Projekt erfüllt werden. „Das ist ein zentrales Serviceprojekt. Wir leisten das Datenmanagement für alle Kollegen und Kolleginnen, die am SPP beteiligt sind. Wir werden zusammen mit den anderen Projekten erarbeiten, welche Art von Datendarstellung sie sich wünschen und welche Metadaten sie verbinden wollen. Wir haben mit dem „African Archaeology Archive Cologne“ bereits erfolgreich ein System aufgestellt, mit dem alles, was aus diesen afrikanischen Regionen zu uns gelangt, kuratiert werden kann. Das Verfahren ist für Kollegen aus anderen Fachgebieten jetzt auch nutzbar“, erklärt Lenssen-Erz.

Professor Dr. Hans-Peter Wotzka schließlich wird sich mit der Besiedlung des Inneren Kongobeckens beschäftigen. Dabei wird er sich den Fragen widmen, wann und unter welchen Bedingungen Nahrungsproduzenten erstmals auf breiter Front mit der Besiedlung der innertropischen Regenwälder begannen – eben dort, wo er sich in diesem Moment für seine Forschungen aufhält.

Kontakt
Dr. Tilman Lenssen-Erz
+49 (0)221-556680
lenssen.erz(at)uni-koeln.de

Dr. Friederike Jesse
+49 (0)221-556680
friederike.jesse(at)uni-koeln.de

Professor Dr. Hans-Peter Wotzka
+49 (0)221-556680
hp-wotzka(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Web:
http://www.entangled-africa.org/index.php/de/die-projekte/

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Forschung
news-5217 Tue, 19 Feb 2019 14:46:40 +0100 Wie können Städte von der Vielsprachigkeit ihrer Einwohner profitieren? http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5217&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=daac9a2603acf78e564000fc9302e716 Manifest zum internationalen Tag der Muttersprache: Linguisten plädieren für Schutz bedrohter Sprachen weltweit / Workshop und Podiumsdiskussion im New Yorker Verbindungsbüro der Universität zu Köln Professor Dr. Aria Adli vom Romanischen Seminar und Sonderforschungsbereich 1252 „Prominenz in Sprache“ der Universität zu Köln stellt am 21. Februar – dem internationalen Tag der Muttersprache – ein „Manifest“ zum Erhalt von bedrohten Sprachen weltweit vor. Verfasst hat er es gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Dr. Gregory Guy (New York University, USA). Die beiden Linguisten plädieren für eine Erweiterung der Soziolinguistik, die sich bislang stark auf die indoeuropäischen Sprachen westlicher Gesellschaften konzentrierten. Stattdessen sollten auch Sprachen in entlegenen Weltregionen stärker berücksichtigt werden.

In vielen Großstädten wächst ein beträchtlicher Anteil der Bewohner mit einer anderen Muttersprache auf als der Landessprache. Diese Vielsprachigkeit hat Auswirkungen auf das Bildungswesen, die Politik und die Gesellschaft. Wie können Städte den Herausforderungen von Mehrsprachigkeit und Vielfalt begegnen – und davon profitieren?

Diese Fragen sind Thema eines Workshops mit anschließender Podiumsdiskussion anlässlich des internationalen Tags der Muttersprache, den das Verbindungsbüro der Universität zu Köln in New York gemeinsam mit dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus, der NYU und dem Deutschen Generalkonsulat veranstaltet. Bei dieser Gelegenheit werden Adli und Guy ihr „Manifest“ vorstellen. Neben renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nehmen auch Yasemin Pamuk, Konsulin und Leiterin des Bereichs Kultur und Wissenschaft im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in New York, und Marie Paule Roudil, Leiterin des New Yorker UNESCO-Büros und UNESCO-Vertreterin bei den Vereinten Nationen, an der Podiumsdiskussion teil. Die Veranstaltung ist Teil des Deutschlandjahrs „Wunderbar Together“ 2018/19 in den USA.

Das New Yorker Büro der Universität zu Köln ist eins von drei internationalen Verbindungsbüros in Nordamerika, China und Indien. Sie stärken die internationale Präsenz der Universität und dienen als erste Anlaufstellen für außereuropäische Studierende, Studieninteressierte und Wissenschaftler. Das New Yorker Büro pflegt die Beziehungen zu nordamerikanischen Partnern und bietet Forscherinnen und Forschern Plattformen, um sich zu vernetzen, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse zu präsentieren und neue Kooperationen in den USA und Kanada einzugehen.

Inhaltlicher Kontakt: 
Dr. Eva Bosbach
Direktorin, Universität zu Köln, Verbindungsbüro New York
+1 212 758 5893
eva.bosbach(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
New Yorker Verbindungsbüro:
www.portal.uni-koeln.de/newyork.html

Deutschlandjahr USA:
wunderbartogether.org

Sociolinguistic Lab:
http://sociolab.phil-fak.uni-koeln.de/

 

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news-5215 Tue, 19 Feb 2019 13:23:27 +0100 Der Geruch von Nahrung steuert zelluläres Recycling und beeinflusst Lebenserwartung http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5215&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e27abd6de33de09dad7b016642530845 Der Geruch von Nahrung wirkt sich auf Physiologie und das Altern aus. Das zeigte ein Team von Professor Thorsten Hoppe vom Exzellenzcluster für Alternsforschung (CECAD) am Fadenwurm. Überraschenderweise ist der Zusammenhang auf ein einziges Paar Nervenzellen des Geruchssinns zurückzuführen. Diese neuartigen Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Metabolism erschienen. Der Geruch von Nahrungsmitteln löst in unserem Körper eine Reihe von physiologischen Prozessen aus. So wird die Produktion von Speichel und Verdauungsenzymen bereits vor der tatsächlichen Nahrungsaufnahme angeregt, um den Magendarmtrakt auf den bevorstehenden Verdauungsprozess vorzubereiten. In einem gesunden Organismus herrscht hierbei ein dynamisches Gleichgewicht zwischen dem Aufbau und Abbau von Proteinen. Das spielt eine wichtige Rolle beim Recycling von Zellen und damit beim Alterungsprozess. Den Wissenschaftler/innen ist es gelungen den Einfluss von Nahrungsgerüchen auf dieses Gleichgewicht zu zeigen.

Die experimentellen Untersuchungen wurden am Fadenwurm Caenorhabditis elegans durchgeführt, einem wichtigen Modellorganismus der modernen biomedizinischen Forschung. Zwei der 358 Neuronen, die das Nervensystem des Fadenwurms bilden, sind Teil des olfaktorischen Systems und wichtig für die Geruchswahrnehmung. Den Einfluss des Riechens auf die Physiologie des Verdauungstrakts deckten die Wissenschaftler auf, indem sie das Recycling grün leuchtender Proteine im Darm untersucht haben. Je grüner die Würmer, desto höher die Ansammlung von zellulärem Müll und somit ein Indiz für Defekte im Proteinabbau. Die zu Grunde liegenden Prozesse werden durch das regulatorische microRNA Molekül mir-71 vermittelt. mir-71 beeinflusst das genetische Programm olfaktorischer Neuronen und davon ausgehend Abbauprozesse im Verdauungstrakt.

Dieser neuartige Mechanismus ist zentral für die korrekte Verarbeitung von Geruchssignalen und vermittelt Veränderungen in den Darmzellen. Ist dieser Mechanismus blockiert, verschlechtern sich jedoch nicht nur zelluläre Recyclingprozesse, sondern auch die Lebensdauer – so leben Fadenwürmer mit gestörtem „Geruchssinn“ wesentlich kürzer – ein starker Hinweis auf die physiologische Bedeutung des Riechens.  „Wir gehen davon aus, dass der Organismus auf diese Art Nahrungsaufnahme und Nahrungsabbau miteinander koordiniert“, kommentiert der Erstautor Dr. Fabian Finger, der für seine Arbeit mit dem Klaus Liebrecht Preis der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ausgezeichnet worden ist.

„Die Auswirkung von Gerüchen auf zellulärer Ebene ist ein noch wenig erforschtes Feld“, so Professor Thorsten Hoppe. „Es ist bekannt, dass Defekte in der Geruchswahrnehmung mit Neurodegenerativen Krankheiten einhergehen. Wir wollen weiter der Frage nachgehen, welchen Einfluss die Wahrnehmung von Geruch auf Alterungsprozesse und Demenz Erkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer oder Parkinson haben.“
 

Originalveröffentlichung:
Olfaction regulates organismal proteostasis and longevity via microRNA-dependent signalling
Fabian Finger, Franziska Ottens, Alexander Springhorn, Tanja Drexel, Lucie Proksch, Sophia Metz, Luisa Cochella und Thorsten Hoppe

Nature Metabolism, DOI: https://doi.org/10.1038/s42255-019-0033-z

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Thorsten Hoppe
Principal Investigator, CECAD Cologne and Institute for Genetics
0221 478 842 18
thorsten.hoppe(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
0221 478 840 43
pkohl(at)uni-koeln.de

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news-5213 Mon, 18 Feb 2019 10:59:00 +0100 Bildung digital und multikulturell: Große Fachtagung GEBF findet an der Uni Köln statt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5213&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e61af299d363252f62d2aedac717e38c Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Empirische Bildungsforschung erwartet / Unerlässliches Wissen für bildungspolitische Debatten Die Vermittlung von Lesekompetenz, neueste Erkenntnisse zu Lernstörungen oder Studienabbruch, zum digitalen Klassenzimmer und Multikulturalität – vielfältige Aspekte vom „Lehren und Lernen in Bildungsinstitutionen“ stehen im Zentrum der 7. Jahrestagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF), die vom 25. bis 27. Februar an der Universität zu Köln stattfindet. Rund 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden dazu erwartet. Vertreterinnen und Vertreter der Presse können ebenfalls nach vorheriger Anmeldung (frauke.koenig(at)mercator.uni-koeln.de) teilnehmen und sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.

Termin:
Montag, 25. Februar 2019, ab 9.00 Uhr
„Lehren und Lernen in Bildungsinstitutionen (GEBF-Tagung, 25. bis 27. Februar 2019)“
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln (https://lageplan.uni-koeln.de/#!100)

Die #GEBF2019 sieht ein umfassendes Programm mit mehr als 550 Einreichungen aus acht Ländern, hochkarätigen Keynotes und Symposien vor. Professor Andreas Schleicher, Bildungsdirektor von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), spricht zum Thema „Schüler für ihre Zukunft und nicht unsere Vergangenheit bilden“ (Keynote am Montag), Professorin Dr. Catherine Snow von der Harvard Universität hält einen Vortrag zu „How discussion contributes to literacy development“ (Keynote am Dienstag). Das gesamte Programm finden Sie hier:  www.gebf2019.de/images/dokumente/GEBF_Programmbuch.pdf
Jörg Jost, Professor für Deutsche Sprache und ihre Didaktik am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln, gehört zum Organisationsteam vor Ort. Er sagt: „Lehren und Lernen ist ein Thema mit hohem Stellenwert in Forschung und Lehre in der Erziehungswissenschaft, den Fachdidaktiken und der Soziologie an der Universität zu Köln. Mit der Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung, Heterogenität und Inklusion gestalten, leistet die Uni Köln seit fast fünf Jahren einen nachhaltigen Beitrag zur Bewältigung dieser zentralen Herausforderungen. Zur GEBF haben wir drei Symposien zum Umgang mit Forschungsdaten, zu den professionellen Kompetenzen von Lehrenden und zum Thema Studienerfolg und Studienabbruch eingeladen und freuen uns auf den Austausch.“

Professorin Dr. Bettina Rockenbach, Prorektorin der Universität zu Köln für Forschung und Innovation, sagt: „Das Bildungswesen steht bekanntermaßen vor großen, sich ständig wandelnden Herausforderungen. Dies betrifft das lebenslange Lernen, die Vermittlung von digitalem Wissen, den Themenbereich Bildung und Migration sowie die Förderung von Demokratie und Partizipation. Erkenntnisse aus der empirischen Bildungsforschung werden auch in Zukunft unerlässlich für bildungspolitische Debatten und politische Maßnahmen sein. Diese Tagung leistet dazu einen wertvollen Beitrag.“

Die GEBF-Tagung 2019 wird gemeinsam von Vertreterinnen und Vertretern des Instituts für deutsche Sprache und Literatur II, des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie, des Interdisziplinären Zentrums für empirische Lehrer*innen- und Unterrichtsforschung und des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache ausgerichtet.

Presse und Kommunikation:
Frauke König
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Universität zu Köln
+49 221 470-4758
frauke.koenig(at)mercator.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.gebf2019.de

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news-5212 Wed, 06 Feb 2019 11:54:19 +0100 Wem gehört die Kunst auf meiner Haut? http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5212&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d866b4da5e60aa7801c8dddc1ef91e88 Gibt es ein Urheberrecht an Tattoos und falls ja, darf man dann Selfies oder sonstige Fotos, die das Tattoo zeigen, posten? Tattoos, einst eher unter Matrosen und Sträflingen zu finden, sind heute meist gesellschaftlich akzeptierte Formen des Körperschmucks. Als Tattoo, also eine Tätowierung, gilt ein Motiv, das mit Tinte, Pigment oder anderen Farbmitteln per Nadel in die Haut gestochen wird.

Wem gehören Sie? Darüber sprechen wir mit Professor Dr. Karl-Nikolaus Peifer. Sein Lehrstuhl für Bürgerliches Recht mit Urheberrecht, Gewerblichen Rechtsschutz, Neue Medien und Wirtschaftsrecht ist die zivilrechtliche Abteilung des Instituts für Medienrecht und Kommunikationsrecht der Universität zu Köln.

Herr Professor Peifer früher hatten Sträflinge und Seeleute Tattoos. Heute sind sie gesellschaftlich akzeptiert und gelten als Kunstform. Woran liegt das?

Tattoos oder Tätowierungen sind mittlerweile in der Tat vielfach gesellschaftlich akzeptierte Formen des Körperschmucks. Ihre Herkunft aus der dunklen Seite einer Matrosen- oder Sträflingskultur haben sie längst abgelegt, seit Schauspieler, Politiker und sogar ehemalige Bundespräsidentengattinnen diese Accessoires mit Stolz präsentieren und sich damit auch gerne ablichten lassen.

Die immer zahlreicher werdenden Studios, die Tattoos stechen, und „Conventions“, auf denen die neuesten Motive präsentiert werden, zeigen, dass es nicht nur um eine Mode, sondern auch eine Kunstform geht. Tattoo-Stecher können künstlerischen Ruhm für ihre Motive ernten. Dies ist etwa dem 1945 geborenen US-Amerikaner Don Ed Hardy gelungen, der nicht nur in Galerien ausstellte, sondern 2004 auch die Modemarke Ed Hardy 2004 durch Christian Audigier lizenzieren ließ, die Kleidung mit den Tattoos versieht.

Wenn Tattoos Kunst sind und Lizenzierungen ermöglichen, tauchen urheberrechtliche Fragen auf. Darf ein Tattoo-Künstler Motive seines Konkurrenten übernehmen und sie ebenfalls stechen? Darf ein Modelabel auch ohne Lizenz originelle Tattoos auf T-Shirts oder Hemden drucken? Darf der Tätowierte das ihm gestochene Bild öffentlich zeigen oder als Selfie in Sozialen Medien posten?

Urheberrechtlich sind die Fragen etwas heikel, aber lösbar. Die Anforderungen an den Schutz von Zeichnungen, Grafiken oder auch Tattoos sind nicht allzu hoch. Allgemeinbekannte Motive, wie Schnörkel, Herzmotive oder ähnliches sind gemeinfrei, dürfen also von jedem gestochen werden, individuelle Motive sind dagegen regelmäßig geschützt. In einem solchen Fall „gehört“ das Motiv zunächst demjenigen, der es stechen soll. Auch der Kunde benötigt grundsätzlich eine Erlaubnis, wenn er es öffentlich wiedergeben (also auf Facebook posten) möchte. Die Anforderungen an diese Lizenz erfordern glücklicherweise keine notarielle Beglaubigung, eine mündliche, auch eine Willenserklärung beinhaltende Vereinbarung reicht. Ob sie vorliegt, muss typischerweise der Kunde, nicht der Künstler beweisen. Der Beweis wird aber ohne weiteres gelingen, denn ohne Vereinbarung mit dem Studiobetreiber wäre das Tattoo ja nicht auf dem Körper des Kunden. Dass ein gestochenes Tattoo üblicherweise diejenigen Nutzungen erlaubt, mit denen der Künstler (heute) rechnen muss, also auch Fotos in Sozialen Medien, ist nicht allzu schwer zu begründen.

Wer sein Tattoo vermarktet, indem er T-Shirts davon drucken lässt, der verlässt allerdings den Inhalt der üblichen Lizenz und benötigt hierfür eine besondere Gestattung. Wer als Tattoo-Künstler die Motive seines Konkurrenten übernimmt, kann ohnehin nicht auf eine Erlaubnis bauen. Er begeht also eine Urheberrechtsverletzung, die auch verfolgbar ist.

Die Trennung des Promipaares Florian Silbereisen und Helene Fischer offenbart noch ein weiteres Problem: Darf man das Konterfei seiner geliebten Partnerin auf den Oberarm oder andere sichtbare Stellen des Körpers tätowieren lassen?

Hier greift mittlerweile sogar das europaweit geltende Datenschutzrecht. Es erlaubt die Nutzung personenbezogener Daten, also auch Bildnisse, nur mit Einwilligung des oder der Betroffenen. Die unerwünschte Verwendung kann also durchaus untersagt werden. Liberaler ist die Rechtslage, wenn das Motiv eines Prominenten als eine Art Huldigung benutzt wird. Hier setzt sich die Äußerungsfreiheit des über das Konterfei Kommunizierenden oft durch, über diese Frage streiten die Urheberwissenschaftler aber noch.

Was geschieht nun, wenn Helene dem Florian verbietet, das Tattoo weiter zu zeigen? Darf Florian es überhaupt weglasern lassen oder wäre das wieder eine Urheberrechtsverletzung gegenüber dem Künstler?

Hier kann man beruhigen. Die Vernichtung von Kunstwerken ist deren „Eigentümer“ (also Silbereisen) stets gestattet, selbst wenn der Künstler dadurch ein Stück seiner entäußerten Seele unwiederbringlich verliert. Fair wäre es, dem Künstler ein letztes Foto des Kunstwerkes zu gestatten.

Und wie sieht es rechtlich aus, wenn Tattoos misslingen?

Heikel sind natürlich Fälle, in denen Tattoos misslingen oder auch (Druck-)Fehler enthalten. In solchen Fällen ist der Vertrag zwischen Künstler und Kunden verletzt. Der Kunde kann Nacherfüllung (falls möglich) oder Schadensersatz verlangen, hat der Künstler allzu nachlässig gehalten, schuldet er sogar die Operationskosten sowie ein Schmerzensgeld. Denn wie bei guter Kunst, tut das Tattoo auch einmal weh.

 

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Karl-Nikolaus Peifer
Institut für Medienrecht und Kommunikationsrecht
+49 221 470-8364
kpeifer@Uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Anneliese Odenthal
+49 221 470-5602
odenthal(at)uni-koeln.de

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news-5205 Fri, 25 Jan 2019 09:51:40 +0100 Presseeinladung: Auf der DHCon 2019 präsentieren Studierende selbst entwickelte Computerspiele http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5205&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3304935e557f91b32a46cfdd0b699fbc Studierende präsentieren ihre Ergebnisse und Entwicklungen aus den Bereichen Computerspiele, Virtual Reality, Digitale Editionen und Geoinformationssysteme / Besucher dürfen die Entwicklungen ausprobieren Beim ersten Games und Media Showcase-Event des 2017 gegründeten Instituts für Digital Humanities der Universität zu Köln präsentieren Studierende aus dem Bereich Digital Humanities und Medien Ergebnisse aus Lehrveranstaltungen des Jahres 2018/2019. Im Fokus stehen Computerspiele. Von der Idee, über die Storyline, die grafische Animation bis zum Level- und Sounddesign wurde alles in Eigenregie entwickelt. Entstanden sind virtuelle Escape Room Games, Adventures und bunte Jump ´n Runs. Die Spiele können vor Ort von den Besucherinnen und Besuchern getestet werden. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Termin:
Freitag, 01. Februar 2019, ab 13 Uhr
„DHCon – Das erste Games und Media Showcase-Event des Instituts für Digital Humanities“
Foyer des Philosophikums, Universitätsstr. 41, 50931 Köln

Neben der Präsentation von studentisch entwickelten Computerspielen werden auch Beiträge aus den Bereichen Virtual Reality, Digitale Editionen und Geoinformationssysteme vorgestellt. Die Veranstaltung dient einerseits dazu, den Studierenden eine Plattform zu bieten, um ihre Entwicklungen und Ergebnisse aus Seminaren einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Andererseits ist die DHCon auch ein interaktives Event, bei dem Computerspiele getestet, selbst programmierte Tools ausprobiert und spannende Entwicklungen aus den Digital Humanities diskutiert werden können.
Die Digital Humanities gehören an der Universität zu Köln mittlerweile zu einem sowohl in der Forschung als auch in der Lehre etablierten Bereich an der Philosophischen Fakultät. Mit der DHCon, dem Games- und Media Showcase-Event des Instituts für Digital Humanities, sollen nun die studentischen Leistungen und Entwicklungen in den Mittelpunkt gerückt werden.

Inhaltlicher Kontakt:
Patrick Helling
+49 221 470-1307
patrick.helling(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396 r.hahn@verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://dh.uni-koeln.de/dhcon.html

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news-5200 Tue, 22 Jan 2019 11:45:45 +0100 Uni Köln gedenkt 100 Jahren jüdischer Einwanderung nach Israel http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5200&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eb84416ddf7f26e8b098217097b423db Geschichten zwischen Köln und Israel gesucht / 29. Januar: Auftakt zum Projekt „100 Jahre Alija“ mit Vortrag über filmisches Gedächtnis Das Projekt »school is open« 4.0 engagiert sich an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln für die pädagogische Arbeit gegen israelbezogenen Antisemitismus. Studierende entdecken hier die Diversität in Israel und entwickeln digitale Lernmaterialien anhand von biographischem Material. Über die bereits aufbereiteten Biographien hinaus sucht das Projektteam noch weitere Erfahrungsberichte von Ehemaligen der Uni Köln im jetzt startenden Projektjahr „100 Jahre Alija von Alumni der Universität zu Köln | Geschichten der Einwanderung nach Israel".

Das Projektjahr startet mit dem Vortrag „100 Jahre Alija - Zionismus, Utopie und die andauernde Flucht vor dem europäischen Antisemitismus“ von Geschichts- und Kulturwissenschaftler Professor Dr. Frank Stern von der Universität Wien.

Termin:
Dienstag, 29. Januar 2019, 19.30 Uhr
„Prof. Dr. Frank Stern: 100 Jahre Alija - Zionismus, Utopie und die andauernde Flucht vor dem europäischen Antisemitismus“
Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Hörsaal H 122, Gronewaldstr. 2, 50931 Köln (https://lageplan.uni-koeln.de/#!216)

Anmeldung: http://ukoeln.de/72S3A

Der Vortrag arbeitet mit visuellem Material insbesondere von bisher eher unbekannten Dokumentar- und Spielfilmen, in denen die Einwanderung aus deutschsprachigen Ländern thematisiert wird.

Die Initiative »school is open« 4.0 kooperiert für das Projektjahr unter anderem mit Gudrun Hentges, Professorin für Politikwissenschaft, Bildungspolitik und politische Bildung an der Universität zu Köln, mit dem Ehemaligennetzwerk KölnAlumni und dem Zentrum für LehrerInnenbildung.
Um weitere individuelle Biographien in die wissenschaftliche Projektarbeit integrieren zu können, sucht das Projektteam fortlaufend nach Ehemaligen der Universität zu Köln (Absolvent/innen, Studienabbrecher/innen, ehemalige Mitarbeiter/innen), die im Spannungsfeld zwischen Israel und Köln Erfahrungen gesammelt haben und davon berichten möchten.

Silke Bettina Kargl, Sprecherin des Projekts »school is open« 4.0, veranschaulicht die Idee: „Jüdinnen und Juden haben an der Universität zu Köln studiert und promoviert. Einige von ihnen sind im Laufe ihres Lebens nach Israel eingewandert und/oder waren vom Entzug der Doktorgrade im Nationalsozialismus betroffen. Verwandte dieser Überlebenden der Shoah können als Folgegeneration dazu beitragen, dass die Biographien ihrer Eltern oder Großeltern nicht in Vergessenheit geraten. Wir wollen die Erzählungen der Kölner Alumni über ihr Leben und ihre Aktivitäten an der Universität zugänglich machen, damit sie zu einem Teil der universitären Erinnerungskultur werden können.“

Das Projekt „100 Jahre Alija von Alumni der Universität zu Köln | Geschichten der Einwanderung nach Israel" beteiligt sich mit seinem historischen Ansatz am Jubiläumsjahr „100 Jahre Neue Universität zu Köln“, das die Neugründung der Hochschule 1919 mit einem großen Festprogramm und vielen wissenschaftlichen Veranstaltungen feiert.

Inhaltlicher Kontakt:     
Silke Bettina Kargl
Sprecherin von »school is open« 4.0
+49 221 470-2185
silke.kargl(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://schoolisopen.uni-koeln.de

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news-5195 Mon, 21 Jan 2019 08:50:35 +0100 Klassisches Doppelspalt-Experiment in neuem Licht http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5195&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5fd510904f87cbe67c1300d9c64bfdef Internationale Forschergruppe entwickelt neue Röntgenspektroskopie-Methode basierend auf dem klassischen Doppelspalt-Experiment, um neue Erkenntnisse über die physikalischen Eigenschaften von Festkörpern zu gewinnen. Einem internationalen Forscherteam unter Führung von Physikern des Sonderforschungsbereichs 1238 der Universität zu Köln ist es gelungen, eine neue Variante des grundlegenden Doppelspalt-Experiments mittels resonanter inelastischer Röntgenstreuung am Europäischen Synchrotron ESRF in Grenoble zu realisieren, um auf diese Weise die elektronische Struktur von Festkörpern genauer bestimmen zu können. Die Ergebnisse wurden nun unter dem Titel „Resonant inelastic x-ray incarnation of Young’s double-slit experiment“ in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.

Das Doppelspalt-Experiment spielt in der Physik eine herausragende Rolle. Vor mehr als 200 Jahren hat Thomas Young Licht an zwei nebeneinanderliegenden Spaltöffnungen gebeugt und so hinter diesem Doppelspalt Interferenzmuster, also Überlagerungsbilder, erzeugt. Damit konnte er die Welleneigenschaften des Lichts nachweisen.

Im 20. Jahrhundert wurde gezeigt, dass Elektronen oder Moleküle bei Streuung am Doppelspalt das gleiche Interferenzmuster zeigen, was der klassischen Erwartung vom Teilchenverhalten widerspricht aber im quantenmechanischen Welle-Teilchen-Dualismus erklärt werden kann.

Demgegenüber hat die Forschergruppe einen Iridiumoxid-Kristall (Ba3CeIr2O9) mittels der sogenannten resonanten inelastischen Röntgenstreuung (RIXS)  untersucht. Dabei wird der Kristall mit stark gebündelten, sehr energiereichen Röntgenphotonen bestrahlt.

Die Beugung der Röntgenstrahlung findet hier nicht an Spaltöffnungen, sondern an Iridium-Atomen im Kristall statt. Aufgrund der rasanten technischen Entwicklung von RIXS und einer geschickten Wahl der Kristallstruktur ist es den Physikern nun gelungen, gezielt die Streuung an zwei benachbarten Iridium-Atomen, einem sogenannten Dimer, zu beobachten. „Das Interferenzmuster verrät uns sehr viel über das streuende Objekt, den Dimer-Doppelspalt.

Im Gegensatz zum klassischen Doppelspalt-Experiment geben die inelastisch gestreuten Röntgen-Photonen Auskunft über die angeregten Zustände des Dimers, insbesondere deren Symmetrie, und somit über die dynamischen physikalischen Eigenschaften des Festkörpers“, erläutert der Leiter der Forschergruppe Professor Markus Grüninger von der Universität zu Köln.

„Diese RIXS-Experimente erfordern ein modernes Synchrotron als äußerst brillante Röntgenlichtquelle und einen ausgefeilten experimentellen Aufbau. Um gezielt nur die Iridium-Atome anzuregen, müssen wir aus dem breiten Spektrum des Synchrotrons den sehr geringen Anteil der Photonen mit der richtigen Energie auswählen, und bei den gestreuten Photonen wird noch strenger nach Energie und Streurichtung selektiert. Da bleiben nur noch wenige Photonen übrig“, so Grüninger. Mit der erforderlichen Genauigkeit sind diese RIXS-Experimente derzeit nur an zwei Synchrotronen weltweit möglich. Die Physiker haben ihr RIXS-Experiment am ESRF, der European Synchrotron Radiation Facility in Grenoble durchgeführt.

„Mit unserem RIXS-Experiment konnten wir eine grundlegende theoretische Vorhersage aus dem Jahre 1994 realisieren. Damit öffnet sich uns eine neue Tür für eine ganze Reihe weiterer Experimente, die uns ein tieferes Verständnis der Eigenschaften und Funktionalitäten von Festkörpern erlauben werden“, sagt Grüninger.

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Markus Grüninger (Leiter der Forschergruppe)
II. Physikalisches Institut
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln
+49 221 470-6280
grueninger(at)ph2.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Mathias Martin
+49 221 470-1705
m.martin(at)verw.uni-koeln.de

Publikation:
„Resonant inelastic x-ray incarnation of Young’s double-slit experiment“, abrufbar unter: http://advances.sciencemag.org/content/5/1/eaav4020

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Forschung
news-5194 Fri, 18 Jan 2019 11:54:19 +0100 Universität zu Köln erhält Millionenförderung für Exzellenz Startup Center.NRW http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5194&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3ed62927fc2d5961e3a4a866da1b03c4 Uni Köln erhält bis zu 30 Millionen Euro über fünf Jahre für ein Exzellenz Startup Center / Anzahl der Unternehmensgründungen aus der Uni soll deutlich gesteigert werden Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW in Düsseldorf hat die Universität zu Köln mit ihrer Bewerbung als „Exzellenz Startup Center.NRW“ ausgewählt. Damit kann sie in den kommenden fünf Jahren mit einer Förderung von bis zu 30 Millionen Euro rechnen. Neben der Uni Köln haben fünf weitere Universitäten eine Zusage erhalten.

„Das ist ein toller Erfolg, den wir gemeinsam erzielt haben“, freut sich Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln. „Jetzt kann die Universität zu Köln den nächsten großen Schritt bei Gründung und Innovation gehen.“

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, sagt: „Die Entscheidung der Jury, ein Exzellenz-Startup Cluster an der Universität zu Köln zu fördern, ist gleichzeitig eine Anerkennung der bisherigen Aktivitäten und Ansporn für die Weiterverfolgung unserer Strategie, Köln zu einem der führenden Technologie-, Gründungs- und Startup-Ökosysteme im Herzen Europas zu entwickeln. Ich beglückwünsche die Universität und die Initiatoren des Antrags zu diesem großen Erfolg.“

Mit dem GATEWAY Gründungsservice der Universität zu Köln verfolgt die Hochschule bereits das Ziel, die Anzahl der Gründungen deutlich zu erhöhen und zugleich die fachliche Diversität der Gründungsprojekte aus der Uni zu steigern. So stehen unter anderem die Themen Life Sciences und Digitale Bildung aber auch die Forschungsschwerpunkte der Exzellenzcluster im Fokus. Weiteres Ziel ist, universitätsweit eine Kultur des Unternehmertums zu schaffen und Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen umfassend für Data Science und Entrepreneurship zu sensibilisieren und qualifizieren. Ferner sollen künftig die Aktivitäten und Erfolge im Bereich Transfer und Gründungen nach innen und außen besser kommuniziert und dargestellt werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW hatte alle nordrhein-westfälischen Universitäten aufgefordert, sich im Rahmen des Wettbewerbs um Förderung zu bewerben. Ende November 2018 hat die Universität zu Köln den entsprechenden Förderantrag eingereicht. Federführend bei der Antragstellung waren Dr. Rainer Minz (Rektoratsbeauftragter für Alumniarbeit, Fundraising und Technologietransfer), Professor Dr. Christian Schwens (Wirtschaft- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) und Marc Kley (GATEWAY Gründungsservice).

Inhaltlicher Kontakt:     
Marc Kley
GATEWAY Gründungsservice
+49 221 470-6166
gateway(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.gateway.uni-koeln.de

 

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news-5193 Thu, 17 Jan 2019 10:06:45 +0100 Ratgeber zur „Leichten Sprache“ soll Textverständlichkeit weiter verbessern http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5193&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=65e1a94d73a35195e3dea8fefa486679 Forschungsteam sieht Verbesserungsbedarf bei bisherigen Regeln zu ‚Leichter Sprache‘ / Neuer Ratgeber soll Orientierung beim Erstellen von Texten in ‚Leichter Sprache‘ bieten Ein sprachwissenschaftliches Forschungsteam hat die bisherigen Regeln „Leichter Sprache“ untersucht und sieht diese insgesamt eher kritisch. Die sogenannte „Leichte Sprache“ soll Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten helfen, Texte aus den verschiedensten Lebensbereichen zu verstehen. Die Kölner Sprachwissenschaftlerin Bettina M. Bock hat im interdisziplinären Forschungsprojekt „Leichte Sprache im Arbeitsleben“ (LeiSA) der Universität Leipzig maßgeblich mitgewirkt und erforscht, ob das Textverständnis dadurch tatsächlich erleichtert wird. Darauf aufbauend ist nun der Ratgeber „‘Leichte Sprache‘- Kein Regelwerk“ erschienen. Aus den LeiSA-Forschungsergebnissen werden darin Empfehlungen abgeleitet, um Texte in „Leichter Sprache“ noch verständlicher zu formulieren.

Im Rahmen des Projekts LeiSA führten Sprachwissenschaftlerinnen empirische Verständnistests mit zwei Zielgruppen durch: Menschen mit Lernschwierigkeiten sowie Menschen mit geringen Lesekompetenzen/funktionale Analphabeten. Die aus den Projektergebnissen abgeleiteten Empfehlungen sind praxisnah und differenziert. Die Studien zeigten beispielsweise, dass die in der „Leichten Sprache“ oft vorkommende Bindestrichschreibung wie etwa „Bundes-Gleichstellungs-Gesetz“ das Lesen langer Wörter erleichtert. Eine explorative Befragung zeigte aber auch, dass die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer die Getrenntschreibung selbst oft ablehnen. Mit solchen gegenläufigen Tendenzen muss sich die Praxis entsprechend stärker auseinandersetzen. Um zu entscheiden, welche Formulierung im jeweiligen Fall besser oder schlechter ist, haben die Forscherinnen fünf Kriterien und Orientierungsfragen für das Schreiben von Texten formuliert: 1) Ein Text muss zum Leser passen. 2) Er muss die Funktion und den Zweck des Textes deutlich machen. 3) Der Text soll dem Inhalt gerecht werden. 4) Er soll der Lesesituation entsprechen. 5) Der Text soll zum Sender passen.

Neu im Ratgeber „‘Leichte Sprache‘- Kein Regelwerk“ ist nicht nur der Umgang mit den Regeln „Leichter Sprache“. Um die Zielgruppe besser zu erreichen, arbeitet die die Publikation gezielt mit Grafiken, die die Forschungsergebnisse verständlich vermitteln. Zudem gibt es Kurzzusammenfassungen der wichtigsten Inhalte, die sich explizit an Leser richten, die sonst vielleicht keine Forschungsberichte lesen oder die eine schnelle Übersicht über die Inhalte suchen.

Von November 2014 bis zum Januar 2018 evaluierten Wissenschaftler aus der Sonderpädagogik, der Sozialmedizin, der Soziologie und der Linguistik an der Universität Leipzig sowie Menschen mit Lernschwierigkeiten im Projekt „Leichte Sprache im Arbeitsleben“ die sogenannte „Leichte Sprache“. Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Der Ratgeber „‘Leichte Sprache‘- Kein Regelwerk“ ist auch online frei verfügbar:http://ul.qucosa.de/api/qucosa%3A31959/attachment/ATT-0/

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Bettina Bock
Institut für deutsche Sprache und Literatur II
+49 221 9331-7241
bettina.bock(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Publikation:
Bock, Bettina M. (2019): „Leichte Sprache“ – Kein Regelwerk. Sprachwissenschaftliche Ergebnisse und Praxisempfehlungen aus dem LeiSA-Projekt. Frank &Timme.

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news-5192 Wed, 16 Jan 2019 09:51:56 +0100 Literaturfestival Poetica der Uni Köln feiert den „Rausch“ mit Christian Kracht http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5192&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1080e2e6378f90408b4fafdb27c62007 Poetica V vom 21. bis 26. Januar 2019 / Aris Fioretos ist diesjähriger Kurator des Festivals für Weltliteratur mit acht internationalen Gästen Zum fünften Mal veranstaltet das Internationale Kolleg Morphomata der Universität zu Köln gemeinsam mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ein Festival für Weltliteratur. Die Poetica V findet vom 21. bis 26. Januar 2019 in Köln statt und wird am Montagabend, 21. Januar 2019, feierlich in der Aula der Universität um 18 Uhr eröffnet. Hier werden sich alle Autorinnen und Autoren in Gesprächen und Lesungen dem Publikum vorstellen.

Neben Christian Kracht (Schweiz) sind das Mircea Cărtărescu (Rumänien), Oswald Egger (Deutschland), Mara Lee (Schweden), Agi Mishol (Israel), Lebogang Mashile (Südafrika), Marion Poschmann (Deutschland) und Jo Shapcott (England).

Kurator der Poetica ist in diesem Jahr der schwedische Schriftsteller Aris Fioretos. „Rausch – States of Euphoria“ heißt das schlichte, aber facettenreiche Thema des Festivals, wie Fioretos im Programmheft ankündigt:. „Was wäre die Dichtung ohne den Himmel? Keine Poesie ohne Jubel, Exaltation, Hingerissenheit, Inspiration und Euphorie!“

Professor Dr. Günter Blamberger, Direktor des Internationalen Kollegs Morphomata und Initiator der Poetica, ergänzt: „Dichtung kann in ihrem Überschuss an Bildern und Wünschen gesteigerten Lebens immer noch ein Königsweg dafür sein, um althergebrachte Wahrnehmungen unserer Wirklichkeit zu verändern, futurische Phantasien zu entwickeln, uns euphorische Augenblicke zu schenken.“

Alle Veranstaltungen der Poetica in der Universität, in der Stadtbibliothek, dem Literaturhaus, dem Alten Pfandhaus, dem Sancta-Clara-Keller und dem Schauspiel Köln sind öffentlich, mit Ausnahme einer Schreibwerkstatt für Studierende der Universität zu Köln. Das Programm der Poetica finden Sie unter folgendem Link: http://www.poetica.uni-koeln.de/poetica-5.

Hervorgehoben sei am Dienstag, den 22. Januar 2019, das Gespräch von Aris Fioretos mit Christian Kracht („Faserland“, „Imperium“) zum Rausch als Erlebnis, zum Stil als Haltung, zum Schauder als Erkenntnisform. Diese Veranstaltung um 14 Uhr wurde wegen des großen Publikumszuspruchs in den Hörsaal II verlegt.
Am Samstag, 26. Januar 2019, um 20 Uhr findet zum Ausklang des Literaturfestivals in Kooperation mit dem Schauspiel Köln eine szenische Installation „Rausch. States of Euphoria.“ im Depot 2 statt.

Inhaltlicher Kontakt:     
Marta Dopieralski
Veranstaltungsmanagement Internationales Kolleg Morphomata        
+49 221 470-1433
marta.dopieralski(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.poetica.uni-koeln.de/poetica-5

 

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news-5191 Tue, 15 Jan 2019 18:05:07 +0100 Rektor Axel Freimuth verleiht auf seinem Jahresempfang Universitätspreise und -medaillen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5191&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=80a90b41be5d4cd6999f20a7e920c2fb Grußwort der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Podiumsdiskussion zu den exzellenten Forschungsverbünden der Uni Köln Rektor Axel Freimuth verleiht auf seinem Jahresempfang Universitätspreise und -medaillen   
Grußwort der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Podiumsdiskussion zu den exzellenten Forschungsverbünden der Uni Köln

Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Axel Freimuth, begrüßt Angehörige der Universität sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft zum Jahresempfang. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Oberbürgermeisterin Reker begrüßt die Festgemeinschaft, im Anschluss hält Rektor Freimuth seine Jahresansprache für 2019.

Termin:

Dienstag, 22. Januar 2019, Einlass 17.30 Uhr, Beginn 18.00 Uhr
„Jahresempfang des Rektors 2019“
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Aula, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln (https://lageplan.uni-koeln.de/#!100)
Anschließend laden wir Sie zum Stehempfang in das Foyer.

Auf einer Podiumsdiskussion, die die Prorektorin für Forschung und Innovation, Frau Professorin Dr. Bettina Rockenbach moderiert, werden die vier Exzellenzcluster der Hochschule von ihren Sprechern vorgestellt.

Zum Abschluss des Festabends werden drei Universitätspreise und zwei Universitätsmedaillen verliehen.


- Professorin Dr. Barbara Potthast, Professorin für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte, erhält den Universitätspreis 2018 in der Kategorie „Forschung“ für ihre wissenschaftliche Lebensleistung auf dem Gebiet der Frauenforschung.

- Dr. Markus Hoffmann, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Schulforschung, erhält den Universitätspreis 2018 in der Kategorie „Lehre“ für sein Engagement in der Lehrveranstaltung „Professionelle Sexualerziehung in der Sekundarstufe I“.

- Myrle Dziak-Mahler, Geschäftsführerin des Zentrums für LehrerInnenbildung, erhält den Universitätspreis 2018 in der Kategorie „Verwaltung“ in Anerkennung ihres außerordentlichen Engagements.

- Günter Zwilling, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Köln, erhält die Universitätsmedaille 2018 für seine herausragende Arbeit.

- Markus Greitemann, ehemaliger Leiter des Dezernats Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Universität zu Köln, erhält die Universitätsmedaille 2018 für seine herausragende Arbeit.


Die Abendveranstaltung ist zudem der offizielle Auftakt des Jubiläumsjahres 2019 „100 Jahre Neue Universität zu Köln“. Freimuth sagt: „Wir werden das ganze Jahr über gebührend feiern und mit zahlreichen Veranstaltungen begehen.“ Das vielfältige, an die Bürgerinnen und Bürger Kölns gerichtete Programm ist unter http://100jahre.uni-koeln.de zu finden. Die Tickets für die meisten Veranstaltungen sind kostenlos, aber in begrenzten Kontingenten via Eventbrite zu erwerben. 

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://100jahre.uni-koeln.de

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news-5190 Tue, 15 Jan 2019 13:52:02 +0100 DAAD-Preis der Uni Köln geht an die Linguistin Katherine Walker http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5190&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0c326c1d8eeafd6acfae038bba8de0de Der DAAD-Preis für wird jährlich für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender verliehen Der DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen wird von der Universität zu Köln an Frau Katherine Walker aus dem Vereinigten Königreich verliehen. Frau Walker absolviert derzeit einen Ein-Fach-Master im Fach Linguistik an der Universität zu Köln.

Ihre bisher erbrachten Master-Prüfungsleitungen sind mit der Gesamtnote von 1,0 hervorragend und bestätigen somit ihren exzeptionellen Bachelorabschluss. Frau Walker hat in sechs Fachsemestern ihren Zwei-Fach-Bachelor in den Fächern Linguistik und Phonetik sowie Romanistik und Französisch an der Philosophischen Fakultät mit der Gesamtnote 1,14 abgeschlossen. Neben ihrem Studium engagierte sich Frau Walker im Project "WinHaus international", einer Willkommensinitiative für Geflüchtete in ihrem Stadtviertel. Darüber hinaus unterstützt sie seit 2014 das Projekt "Saltpond Education Project", das unterprivilegierte Schulkinder in Saltpond, Ghana fördert.

Der DAAD-Preis wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gestiftet und von den Hochschulen verliehen. Die Universität zu Köln vergibt ihn bereits seit 1995 und hat bislang Studierende aus über zwanzig verschiedenen Ländern ausgezeichnet. Den Preis erhalten ausländische Studierende für besondere Studienleistungen, gesellschaftliches Engagement und Einsatz für den interkulturellen Dialog.

Inhaltlicher Kontakt:     
Daniele Simut
International Office
+49 221 470-1340
d.simut(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-5189 Mon, 14 Jan 2019 12:33:47 +0100 Presseeinladung: Seniorenstudium der Uni Köln veranstaltet Zukunftswerkstatt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5189&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=70f3fa17a3086b66fb85e65375ecbb52 Uni Köln lädt am 19. Januar 2019 zur Zukunftswerkstatt des Gasthörer- und Seniorenstudiums ein / Im Dialog mit der Stadtöffentlichkeit werden Angebote und Formate erarbeitet Das Gasthörer- und Seniorenstudium der Universität zu Köln feiert sein 30-jähriges Bestehen.  Anlässlich dieses Jubiläums und um den Dialog zwischen Hochschule und Stadtöffentlichkeit zu stärken, veranstaltet die Uni eine Zukunftswerkstatt. Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln, die Seniorenstudierenden, Universitätsangehörige und Kooperationspartner sind eingeladen, um Ideen und Perspektiven für das Gasthörer- und Seniorenstudium auszutauschen und neue Angebote und Formate zu entwickeln. Inhalte und Ablauf sind dabei nicht vorgegeben, sondern werden am Tag der Zukunftswerkstatt gemeinsam erarbeitet. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Termin:
Samstag, 19. Januar 2019, von 10 bis 17 Uhr
„Zukunftswerkstatt Gasthörer- und Seniorenstudium“
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

„In der Zukunftswerkstatt wollen wir die Erfahrungen und Bedürfnisse von Gasthörerinnen und -hörern sowie von Seniorenstudierenden aufgreifen. Ihre Anliegen sollen mit den aktuellen Herausforderungen, vor denen die Universitäten und unsere Gesellschaft insgesamt stehen, verknüpft werden. Ein besonderes Vorwissen ist dazu nicht nötig. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich auf Augenhöhe aktiv einzubringen“, sagt Dr. Anne Löhr, Geschäftsführerin für das Gast- und Seniorenstudium von der Koordinierungsstelle Wissenschaft und Öffentlichkeit der Universität zu Köln. Gemeinsam sollen bei der Veranstaltung Konzepte entwickelt werden, wohin sich das Gasthörer- und Seniorenstudium entwickeln und welchen konkreten Beitrag jeder einzelne hierfür leisten kann.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Anne Löhr
Koordinierungsstelle Wissenschaft & Öffentlichkeit
Geschäftsführerin Gasthörer- und Seniorenstudium
+49 221 470-2762
senioren-studium(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.koost.uni-koeln.de/gasthoerersenioren.html

 

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news-5186 Thu, 10 Jan 2019 10:42:47 +0100 Was soll ich studieren? – Wochen der Studienorientierung an der Universität zu Köln http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5186&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5df09b6943873dc59fd675cfd1a5fb84 Universität zu Köln lädt Schülerinnen und Schüler zu den Wochen der Studienorientierung ein / Landesweite Aktion der NRW-Hochschulen Viele Schülerinnen und Schüler stellen sich gegen Ende ihrer Schulzeit die Frage, welches Studium zu ihnen passt. Die Universität zu Köln lädt deshalb vom 14. bis zum 25. Januar 2019 zu den Wochen der Studienorientierung ein, einer landesweiten Aktion der NRW-Hochschulen. Das Programm bietet einen Überblick über das breit gefächerte Studienangebot der Universität.

Termin:

Montag, 14. Januar bis Freitag, 25. Januar 2019
„Wochen der Studienorientierung“
Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln


Studieninteressierte erhalten Einblicke in Aufbau, Inhalte, Anforderungen und Qualifikationsziele von Studiengängen verschiedener Fächergruppen. Dazu zählen unter anderem die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Rechtwissenschaft, Medizin, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie Erziehungswissenschaft, Psychologie und viele mehr. Ferner wird das Kölner Modell der Lehrer-  und Lehrerinnenbildung vorgestellt. Weitere Veranstaltungen konzentrieren sich auf die Themen Studienwahl, Studienplatzvergabe in NC-Fächern, Studieren und Forschen im Ausland sowie Studienfinanzierung.

Eine detaillierte Programmübersicht sowie Hinweise zu Veranstaltungszeiten und -orten bietet die Website zu den Wochen der Studienorientierung. Hier besteht außerdem die Möglichkeit, sich für Veranstaltungen mit begrenzter Platzanzahl anzumelden:

http://www.zsb.uni-koeln.de/studienorientierung


Inhaltlicher Kontakt:
Denise Schulz
Zentrale Studienberatung
+49 221 470-5739
d.schulz(at)verw.uni-koeln.de

Anthony Bülow
Zentrale Studienberatung
+49 221 470-4805,
a.buelow(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-5185 Wed, 09 Jan 2019 07:32:54 +0100 Heuschreckenstudie zeigt Bedeutung von passiven Muskelkräften für schnelle Bewegungen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5185&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf6b93de6ccfa862baeace6a25081c8c Neues Grundlagenwissen zur Motorik verschieden großer Gliedmaßen gewonnen / Kölner Zoologen veröffentlichen in „Current Biology“ Lange, schwere Gliedmaßen wie Arme oder Beine unterscheiden sich von kurzen, leichten Gliedmaßen wie Fingern grundlegend in den Möglichkeiten, schnelle Bewegungen zu erzeugen. Während schnelle Bewegungen von großen Gliedmaßen aktiv durch das zentrale Nervensystem kontrolliert werden müssen, haben bei kleinen und leichten Gliedmaßen die passiven Muskelkräfte das Potential, die entscheidende Rolle für den Geschwindigkeitsverlauf einer Bewegung zu spielen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Zoologen Ansgar Büschges, Arndt von Twickel und Christoph Guschlbauer von der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit dem Gastwissenschaftler Scott Hooper von der Ohio University am Modelltier der Stabheuschrecke. Sie ist unter dem Titel „Swing Velocity Profiles of Small Limbs Can Arise from Transient Passive Torques of the Antagonist Muscle Alone“ in der Fachzeitschrift „Current Biology“ erschienen.

Grundsätzlich gibt es im Ablauf einer Bewegung verschiedene Geschwindigkeitsstufen je Teilschritt, bis die gesamte motorische Aktion optimal erzeugt wird, erklärt Professor Büschges: „Betrachten wir beispielsweise das Schwingen unserer Beine: Durch die Schwingphase wird das Bein beim Gehen wieder in die Ausgangsposition des nächsten Schrittes gebracht. Bei dieser Rückführung nimmt die Schwunggeschwindigkeit des Beins zum Ende hin ab, sodass der Fuß weniger schnell aufsetzt – ohne die Verlangsamung würde die beim Aufsetzen erzeugte Kraft dem Laufantrieb zu stark entgegenwirken.“ Diese Verlangsamung wird bei solch großen Gliedmaßen wie dem menschlichen Bein durch das Nervensystem erzeugt.

Bei kleineren Gliedmaßen, wie die Autoren anhand von Insektenbeinen zeigen konnten, kann die Verlangsamung des Beins in schnellen Bewegungen wie der Schwingphase jedoch unabhängig vom zentralen Nervensystem bewirkt werden. Von Twickel erklärt, dass dies an den intrinsischen Eigenschaften der Muskeln, die die Gliedmaßen bewegen, liege: „Wenn sich der Streckermuskel eines Beingelenks zur Erzeugung schneller Bewegungen aktiv verkürzt, verlängert sich der derweil inaktive Beugermuskel notwendigerweise. Der Beugermuskel entwickelt während dieser Streckung eine bisher unbekannte dynamische passive Kraft, die so groß ist, dass sie es schaffen kann, Bewegungen kontinuierlich in ihrem Verlauf auf das funktionell notwendige Niveau zu verlangsamen.“

In der Untersuchung setzten die Autoren den Beugermuskel des Heuschreckenbeins verschiedenen Streckszenarien aus und maßen die dynamischen Kräfte, die der passive Muskel den unterschiedlichen Dehnungen entgegensetzte. Anschließend wurden die neu gewonnenen Ergebnisse dazu verwendet, die Funktionsweise eines Beingelenks dynamisch zu simulieren. Hierbei zeigte sich, dass durch das Zusammenspiel aus simulierter Streckeraktivierung und daraus resultierenden passiven dynamischen Kräften des simulierten Beugers eine Bewegung erzeugt werden konnte, die in ihrem Geschwindigkeitsprofil schnellen Bewegungen beim echten Laufen eines Tieres entsprach.

Diese Ergebnisse ändern die gegenwärtigen Vorstellungen über die Erzeugung von schnellen Bewegungen kleiner Gliedmaßen erheblich, betont Büschges: „Es war seit Längerem bekannt, dass passive Muskelkräfte besonders bei Bewegungen kleiner Gliedmaßen eine Rolle spielen, jedoch wurde bislang nicht damit gerechnet, dass deren Wirkung so groß sein könnte, dass sie das Geschwindigkeitsprofil einer Bewegung bestimmen können. Dies bedeutet, dass der aktive Muskel und sein Gegenspieler perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen. Wir sind gerade dabei, dieses Zusammenspiel besser zu verstehen.“

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Ansgar Büschges
+49 221 470-2607
ansgar.bueschges(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Veröffentlichung:
https://doi.org/10.1016/j.cub.2018.11.016

 

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Forschung
news-5183 Tue, 08 Jan 2019 13:35:39 +0100 Neue Einblicke in die Sternenkinderstube im Orionnebel http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5183&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4cbe795530bff1f1bab3f2ae6a974a8 Team unter Kölner Beteiligung zeigt: Winde eines jungen Sternes verhindern die Bildung neuer Sterne in der Nachbarschaft / Publikation in Nature Der Sternwind eines neugeborenen Sterns im Orionnebel verhindert, dass weitere neue Sterne entstehen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team unter Leitung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Universitäten Leiden und Köln, sowie unter  Beteiligung des Sonderforschungsbereiches 956 “Bedingungen und Auswirkungen der Sternentstehung – Astrophysik, Instrumentierung und Labor“ anhand von Daten des Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie (SOFIA) der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dies ist überraschend, da man bisher davon ausging, dass andere Prozesse wie etwa explodierende Sterne, sogenannte Supernovae, für die Regulierung der Sternenentstehung verantwortlich sind. Die Beobachtungen mit SOFIA legen allerdings nahe, dass junge Sterne Winde erzeugen, die das für die Entstehung neuer Sterne erforderliche Material wegwehen. Die Publikation „Disruption of the Orion Molecular Core 1 by the stellar wind of the massive star θ1 Ori C“ wurde im Fachjournal Nature veröffentlicht.

Der Orionnebel ist einer der am besten erforschten und meist kartierten Objekte des Nachthimmels. Er ist die Sternenkinderstube, die der Erde am nächsten liegt und liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Sterne entstehen. Ein Gasschleier macht diesen Nebel besonders eindrucksvoll, verhindert aber auch die Sicht auf die Sternbildungsprozesse. Infrarotes Licht kann diesen Schleier allerdings durchdringen, so dass spezielle Observatorien wie SOFIA die Geheimnisse der Sternentstehung lüften können.  

Im Herzen des Nebels liegt eine kleine Gruppe junger, massiver und leuchtender Sterne. SOFIA-Beobachtungen mit  dem hochauflösenden Empfänger für Ferninfrarot-Spektroskopie GREAT (German Receiver for Terahertz Frequenciues) enthüllen erstmals, dass die starken Sternwinde des hellsten jungen Sterns Theta Orionis C eine große Menge Material aus der Wolke, in der der Stern entstanden ist, weggefegt hat. Dies kann man sich vorstellen wie bei einem Schneepflug, der die Straße räumt, indem er Schnee während der Fahrt an den Rand drückt. „Dieser Wind ist für eine riesige Blase rund um die zentralen Sterne verantwortlich“ erklärt Cornelia Pabst von der Universität Leiden (Niederlande), die Hauptautorin der Studie. „Er durchbricht die Wolke und verhindert so die Geburt neuer Sterne.“

„Die großräumige Orion C+ Beobachtung zeigt, dass solche großräumigen Beobachtungen mit SOFIA/upGREAT möglich sind. Im Vergleich zu früheren Instrumenten erlaubt der Multipixel-SOFIA/upGREAT Empfänger die Beobachtung großer Regionen in kürzerer Zeit, etwa 80-mal schneller als mit dem Einzelpixel-HIFI-Empfänger der ESA Cornerstone Herschel Mission“, sagt Ronan Higgins, der Projektleiter von Kölner Seite.

SOFIA ist ein modifiziertes Flugzeug Boeing 747 SP, das mit einem 2.7 m-Durchmesser Teleskop ausgestattet ist. Es ist ein gemeinsames Projekt der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Da die Boeing über dem Großteil des Wasserdampfes der Erdatmosphäre fliegt, der ansonsten Infrarotlicht abblockt, können sie die physikalischen Eigenschaften von Sternenwinden erforschen. Wissenschaftler nutzen das GREAT-Instrument an SOFIA, um die Spektrallinien ionisierten Kohlenstoffs zu ermitteln und so eine Art chemischen Fingerabdruck erstellen zu können.

GREAT/upGREAT, der „German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies“, wurde durch ein Konsortium deutscher Forschungsinstitute (MPI für Radioastronomie/MPIfR, Bonn und KOSMA/Universität zu Köln, in Zusammenarbeit mit dem DLR‐Institut für Planetenforschung, Berlin, und dem MPI für Sonnensystemforschung, Göttingen) entwickelt und gebaut. Projektleiter für GREAT (PI) ist Jürgen Stutzki (Universität zu Köln), stellvertretender Projektleiter (Co‐PI) ist Bernd Klein (MPIfR Bonn). Die Entwicklung des Instruments ist finanziert mit Mitteln der beteiligten Institute, der Max‐Planck‐Gesellschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Raumfahrtagentur."

 

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Jürgen Stutzki
I. Physikalisches Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-3494
stutzki(at)ph1.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Publikation:
https://www.nature.com/articles/s41586-018-0844-1

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Forschung
news-5181 Tue, 08 Jan 2019 06:56:31 +0100 Presseeinladung: Stipendienprogramm der Universität zu Köln feiert zehnjähriges Bestehen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5181&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3de7e02bb27527604a59e018e7a42565 Seit 2009 unterstützt das Deutschlandstipendium begabte Studierende / Urkundenübergabe und Empfang im Rautenstrauch-Joest-Museum Die Universität zu Köln feiert am 16. Januar 2019 das zehnjährige Bestehen ihres Stipendienprogramms im Rahmen eines feierlichen Empfangs. Nach einer Begrüßung durch Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, und Nanette Jacomijn Snoep, Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums, sprechen Förderer wie André Hoderlein von der LANXESS AG und der ehemalige Stipendiat Philipp Zumbusch zu den Erfolgen des Stipendienprogramms. Anschließend gibt es ab 19:30 ein „Get Together“ mit Besuch der Sonderausstellung des Museums.

Termin:
Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 17.30
„Get Together Deutschlandstipendium 2019“
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29–33, 50667 Köln

Es besteht die Möglichkeit, Bild- und Tonaufnahmen zu machen. Gerne vermitteln wir Ihnen geeignete Gesprächspartner und -partnerinnen.

Zum Wintersemester 2018/19 werden insgesamt 287 Studierende an der Universität zu Köln mit einem Stipendium gefördert. Möglich macht dies vor allem das Deutschlandstipendium, das zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln, zur Hälfte von privaten Förderern finanziert wird. Bei der Auswahl der 273 Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten spielen neben guten Abitur- und Studienleistungen auch die persönliche Biografie sowie soziales Engagement eine Rolle.

Neben dem leistungsorientierten Deutschlandstipendium wurden zu diesem Wintersemester zehn Sozialstipendien und vier Stipendien für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung vergeben. Damit unterstützt das Stipendienprogramm Studierende, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind oder aus anderen Gründen bei ihrem Studium mit Hindernissen zu kämpfen haben.

In den letzten zehn Jahren hat die Universität Studierende mit insgesamt rund zehn Millionen Euro unterstützt. Rektor Axel Freimuth freut sich über diesen Erfolg: „Seit 2009 haben wir 2.740 Stipendiatinnen und Stipendiaten die Chance auf ein konzentriertes Studium schenken können. Unser Stipendienprogramm ist inzwischen nicht mehr aus dem universitären Leben wegzudenken.“ Ermöglicht werden die Stipendien durch weit über 100 Unternehmen, Vereine, Stiftungen, Privatpersonen und Alumni der Hochschule.

Inhaltlicher Kontakt:
Frau Bianca Weides
Stabstelle Universitätsförderung
+49 221 470-4043
bianca.weides(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://www.portal.uni-koeln.de/stipendienprogramm.html

 

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news-5169 Mon, 07 Jan 2019 08:13:54 +0100 Pressetermin: Uni Köln startet in ihr Jubiläumsjahr „100 Jahre Neue Universität“ mit umfangreichem Jahresprogramm http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5169&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24d657b95e00c0ab0b48d3ebf907a0ee Pressekonferenz und Lunch mit Rektor Axel Freimuth am 9. Januar 2019 um 10 Uhr / Vorstellung der geplanten Jubiläumsaktivitäten für die Bürgerinnen und Bürger Kölns Den einhundertsten Jahrestag ihrer Wiedergründung feiert die Universität zu Köln 2019 im Jubiläumsjahr „100 Jahre Neue Universität zu Köln“. Es sind eine Reihe an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen geplant, um Forschung erlebbar und unterhaltsam zu vermitteln, und um das Jubiläum der Wiedereröffnung der Universität zu Köln durch Konrad Adenauer im Jahr 1919 gebührend zu feiern.

Einen Überblick zu den Feierlichkeiten und die Möglichkeiten für Fragen und O-Töne bietet die Pressekonferenz mit Rektor Professor Dr. Axel Freimuth, dem Eventmanager für das Jubiläumsjahr, Manuel Bouvier, sowie Pressesprecher Dr. Patrick Honecker. Anschließend laden wir Sie herzlich zu einem Get together mit Fingerfood.

Termin:

Mittwoch, 9. Januar 2019, ab 10.00 Uhr
„Pressekonferenz und Lunch zum Jubiläumsjahr 100 Jahre Neue Universität mit Rektor Freimuth“
Universität zu Köln, Seminargebäude, Tagungsraum im Erdgeschoss, Universitätsstr. 37, 50931 Köln (https://lageplan.uni-koeln.de/#!106)

Wie Forschung das alltägliche Leben beeinflusst, zeigt die Vortragsreihe „Universität in Kölner Häusern powered by KWR“. Zu den weiteren Highlights zählen das Uni Festival im Tanzbrunnen am 8. Juni mit einem Line up aus Kölschen und internationalen Bands, zwei Ausstellungen, eine historische Multimedia-App, Science Slams, Konzerte des Collegium musicum in der Kölner Philharmonie und ein großes erweitertes Veranstaltungsangebot der sechs Fakultäten und der zentralen Einrichtungen der Hochschule.
 

Das Jubiläumsprogramm unter http://100 Jahre.uni-koeln.de wird laufend aktualisiert


Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
patrick.honecker(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://100jahre.uni-koeln.de

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news-5168 Fri, 21 Dec 2018 09:08:09 +0100 Professorin Dr. Christiane Woopen erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5168&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=da9d454d280570dc6eb70fa8befe7dea Kölner Ethikerin wird für herausragendes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet Am 18. Dezember 2018 wurde Prof. Dr. Christiane Woopen das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse überreicht.

In ihrer Laudatio würdigte die NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Prof. Woopens Engagement bei der Schwangerenberatung donum vitae sowie im Deutschen Ethikrat, dessen Vorsitz sie jahrelang bekleidete. Die Empfehlungen des Ethikrates dienen als Kompass für viele politische Entscheidungen in gesellschaftlich besonders wichtigen Bereichen. Als Präsidentin des Global Summit der Nationalen Ethikräte und als deutsches Mitglied im Internationalen Bioethikausschuss der UNESCO habe Woopen sowohl internationale Strahlkraft als auch eine integrative Wirkung entfaltet. Dass sie ihr beachtliches Engagement neben ihrem Beruf und als Mutter von vier Kindern leiste, verdiene in besonderem Maße Anerkennung.

Prof. Woopen, aktuell Vorsitzende des Europäischen Ethikrates (EGE: European Group on Ethics in Science and New Technologies) und Co-Sprecherin der Datenethikkommission der Bundesregierung, betonte in ihren Dankesworten die Bedeutung gesellschaftlichen Engagements: „Freiheit und Solidarität sind für mich die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Sie können aber nur ihre stützende Kraft entfalten, wenn sich viele Menschen aktiv dafür einsetzen. In diesem Sinne empfinde ich diese Auszeichnung als Bestärkung und Motivation.“
Christiane Woopen ist Professorin für Ethik und Theorie der Medizin an der Universität zu Köln. Dort ist sie Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres). An der Medizinischen Fakultät leitet sie die Forschungsstelle Ethik und ist Prodekanin für akademische Entwicklung und Gender.

Kontakt:
Andreas Kirchner, M.A.
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
+49 221 470-89110
ceres-info(at)uni-koeln.de

 

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news-5163 Fri, 14 Dec 2018 12:10:07 +0100 CERES-Studie: Algorithmen können Effizienz und Qualität der Gesundheitsversorgung steigern http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5163&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4eefb3eeab90239abdf65cb79752282 Kölner Forschungsteam präsentiert Studie zum Einsatz von Algorithmen in der Gesundheitsversorgung / Neben Qualität und Effizienz müssen auch ethische und soziale Konsequenzen diskutiert werden Kölner Forschungsteam präsentiert Studie zum Einsatz von Algorithmen in der Gesundheitsversorgung / Neben Qualität und Effizienz müssen auch ethische und soziale Konsequenzen diskutiert werden

Kölner Forscherinnen und Forscher haben im Auftrag der Bertelsmann Stiftung eine umfassende Analyse zu den Chancen und Risiken des Einsatzes von Algorithmen in der digitalen Gesundheitsversorgung vorgelegt. Die Untersuchung zeigt anhand konkreter Beispiele und auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche, dass der Einsatz von Algorithmen die Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung erhöhen kann. Das interdisziplinäre Forschungsteam des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln erarbeitete die Studie unter Leitung der Ethikerin Professorin Dr. Christiane Woopen.

Algorithmen können etwa eine verbesserte Früherkennung sowie schnellere und genauere Diagnosen ermöglichen, beispielsweise im Bereich psychischer Erkrankungen oder in der Onkologie. Zudem können sie medizinisches Fachpersonal von Routineaufgaben entlasten. Demgegenüber stehen allerdings auch Herausforderungen wie die schwierige Kontrollierbarkeit von automatischen Abläufen, Beschränkungen in der Leistungsfähigkeit von Algorithmen und die unklare Zuschreibung von Verantwortung für algorithmische Entscheidungen.

Die ethischen Fragestellungen, die sich aus der Anwendung von intelligenten digitalen Systemen für die einzelnen Anwender und Betroffene, für institutionelle Akteure im Gesundheitswesen und für die Gesellschaft als Ganzes ergeben, stehen im Mittelpunkt der Analyse. Dabei handelt es sich beispielweise um Fragen nach Verteilungsgerechtigkeit und dem Schutz vor Diskriminierung, nach der Haftung für algorithmenbasierte Entscheidungen, nach den anstehenden Veränderungen im Verhältnis zwischen Arzt und Patient und nicht zuletzt nach dem Vertrauen in das Gesundheitssystem als solches.

Aus ihren Ergebnissen leiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konkrete Handlungsempfehlungen ab. Dazu gehören etwa die Etablierung einheitlicher Standards für die Verarbeitung und den Austausch von Daten sowie die Einrichtung von interdisziplinären Teams zu ethisch fundierter Planung, Programmierung, Verwendung und Kontrolle von Algorithmen. Auch sollten geeignete Aufklärungsansätze entwickelt werden, um Patienten beim Einsatz von Algorithmen eine informierte Einwilligung zu ermöglichen.

Insgesamt, so das Fazit, bedürfe es einer umfassenden, auch öffentlich geführten Diskussion über die möglichen sozialen Konsequenzen der aktuellen technologischen Entwicklungen. Es sei erforderlich, sich mit Fragen einer eigenständigen Algorithmenethik und Algorithmenkontrolle auseinanderzusetzen.

ceres, das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health, ist ein Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Es wird getragen von fünf Fakultäten und dem Rektorat der Universität zu Köln.

Kontakt:
Andreas Kirchner, M.A.
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
+49 221 470-89110
ceres-info(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://ceres.uni-koeln.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Dokumente/ceres-Bertelsmann_Algorithmen.pdf

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news-5162 Fri, 14 Dec 2018 12:06:18 +0100 Schulforschung: Längsschnittstudie zu Kompetenzen angehender Lehrkräfte erschienen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5162&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=19cd6dc5f2af17961d21f4f915f3f87a Drei Jahre Monitoring der Lehramtsausbildung liefert erste Ergebnisse im Längsschnitt / Pädagogisches und inklusives Wissen der Lehramtsstudierenden in Köln auf einem guten Niveau Die Lehramtsausbildung an der Universität zu Köln ist in einer auf drei Jahre angelegten Längsschnittstudie positiv evaluiert worden. Die Ergebnisse der Studie werden zur Planung neuer Maßnahmen herangezogen und stellen die Lehramtsausbildung auf eine bislang nicht vorhandene evidenzbasierte Grundlage. Über 15.000 angehende Pädagoginnen und Pädagogen sind an der Universität für das Lehramtsstudium eingeschrieben. Damit ist Köln mit dem Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) einer der größten Ausbildungsstandorte in Deutschland.

Die Studie entstand im Zuge der Beteiligung der Universität zu Köln an der bundesweiten BMBF-geförderten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ in dem Projekt „Heterogenität und Inklusion gestalten: Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS)“. Nach drei jährlichen Durchläufen in 2016, 2017 und 2018 liegt nun erstmalig ein Überblick zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung vor, der differenziert über Merkmale der angebotenen Lerngelegenheiten und über die Kompetenzzuwächse der angehenden Lehrkräfte bis in ihren Eintritt in den Vorbereitungsdienst informiert. Dazu wurden insgesamt rund 3.000 Bachelor- und Masterstudierende befragt und getestet – methodisch ähnlich wie die großformatige PISA-Studie zum Wissensstand von Schülerinnen und Schülern.

„Wir haben uns angeschaut, ob die angehenden Lehrkräfte über die notwendigen fachlichen und didaktischen Kompetenzen verfügen. Für uns war dabei besonders wichtig, inwieweit sie aktuell in der Lage sind, die große Aufgabe der Inklusion in der Schule wahrzunehmen“, erklärt Professor Dr. Johannes König (Empirische Schulforschung), der gemeinsam mit Juniorprofessor Dr. Kai Kaspar das fakultätsübergreifende ZuS-Projekt an der Uni Köln leitet.

Im Ergebnis zeigt sich, dass die Studierenden beim pädagogischen Wissenstest den Bedarf von Schülerinnen und Schülern adäquat einschätzen und darüber hinaus in herausfordernden Situationen auf pädagogische Konzepte zurückgreifen können – beispielsweise, wie sie mit Lernschwierigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler professionell umgehen. Juniorprofessor Kaspar sagt: „Wir können sehen, dass das pädagogische Wissen im Laufe des Studiums zunimmt, weil sich die Studierenden zunehmend mit anspruchsvollen Aspekten von pädagogischen Konzepten, Mehrperspektivität und Fachsprache beschäftigen und diese Dinge kritisch reflektieren.“

Neben dem allgemeinen pädagogischen Wissen sei im Beobachtungszeitraum auch ein substanzieller Kompetenzzuwachs bei der Vorbereitung auf inklusive Lernsettings zu verzeichnen. Als dritten Aspekt heben die Bildungsforscher die gute Verschränkung von Theorie und Praxis hervor, die sich durch die Möglichkeit, bereits im Studium Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Unterrichtsstunden zu sammeln, ergibt.

„Sicherlich gibt es aber auch noch Bereiche, in denen ein Anstieg der Kompetenzen angehender Lehrkräfte wünschenswert wäre“, sagt Professor König. „Vor allem forschungsgestützte Zugänge zur Schulpraxis könnten noch stärker in der Ausbildung berücksichtigt werden. Und wir haben festgestellt, dass das ‚höchste Kompetenzniveau‘ in unserer Studie insgesamt von nur wenigen angehenden Lehrerinnen oder Lehrern erreicht wurde – ein klares Signal, die Studierende noch weiter zu unterstützen und zu fördern.“

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Johannes König
ZuS-Handlungsfeldleitung „Qualitätssicherung“
Johannes.Koenig(at)uni-koeln.de

Jun-Prof. Dr. Dr. habil. Kai Kaspar
ZuS-Handlungsfeldleitung „Qualitätssicherung“
kkaspar(at)uni-koeln.de

Julie Zenner
ZuS-Handlungsfeldkoordinatorin „Qualitätssicherung“
Julie.Zenner(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://zus.uni-koeln.de/sites/zus/Material_QS/Ergebnisse_Monitoring_LehrerInnenbildung.pdf

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news-5159 Thu, 13 Dec 2018 12:56:38 +0100 Prof. Axel Freimuth erneut zum Rektor der Universität zu Köln gewählt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5159&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f5125018495f19e2f6e2998e6a28f9bb Die Hochschulwahlversammlung hat den amtierenden Rektor mit überwältigender Mehrheit für eine vierte Amtsperiode gewählt, die am 1. April 2019 beginnt Die Hochschulwahlversammlung hat heute, gemäß dem Hochschulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Axel Freimuth erneut zum Rektor der Universität zu Köln gewählt. Es ist Prof. Freimuths vierte Amtsperiode. Sie beginnt am 1. April 2019 und dauert bis zum 31. März 2023.
„Ich bedanke mich herzlich für das erneut ausgesprochene Vertrauen“, sagt Prof. Freimuth nach der Wahl.

Die Hochschulwahlversammlung besteht gemäß dem Hochschulgesetz NRW in ihrer einen Hälfte aus sämtlichen Mitgliedern des Senats und in ihrer anderen Hälfte aus sämtlichen Mitgliedern des Hochschulrats. Stimmrecht haben die stimmberechtigten Senatsmitglieder und die externen Hochschulratsmitglieder. Die Hochschulwahlversammlung tagt öffentlich.

Kurzvita:
Professor Dr. Axel Freimuth, geboren 1957 in Duisburg, studierte Physik in Köln. Nach Promotion und Habilitation in Köln wurde er 1996 an die Universität Karlsruhe berufen. 1998 nahm er den Ruf auf eine C4-Professur für Experimentelle Festkörperphysik an der Universität zu Köln an. Von 2002 bis 2006 war er Sprecher eines Sonderforschungsbereichs, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Nach einem Forschungsaufenthalt im Jahr 2002 an der University of British Columbia, Vancouver, Kanada, war er von 2003 bis 2005 Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Seit April 2005 ist er Rektor der Universität zu Köln.  Professor Freimuth war von 2008 bis 2010 sowohl Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW als auch Vorsitzender der Kölner Wissenschaftsrunde. Er ist seit 2007 Vorsitzender des Kuratoriums des Max-Planck-Institutes für Züchtungsforschung (Köln) sowie Mitglied des Kuratoriums des Max-Planck-Institutes für Gesellschaftsforschung (Köln) und für Radioastronomie (Bonn) seit 2005.Er ist außerdem Vorsitzender des Kuratoriums des Kölner Odysseums.

    
Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
p.honecker(at)uni-koeln.de

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news-5158 Thu, 13 Dec 2018 11:28:59 +0100 DFG fördert Sonderforschungsbereich zur Sternenentstehung erneut für weitere vier Jahre http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5158&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=834dc52f29b8538081298011ae2857d3 Wie entstehen Sterne und wie hat die Sternentstehung die Entwicklung der Galaxien gestaltet? Kölner und Bonner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Sonderforschungsbereich 956 „Bedingungen und Auswirkungen der Sternentstehung - Astrophysik, Instrumentierung und Labor“ untersuchen diese Fragen.  
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Sonderforschungs-bereich (SFB) 956 „Bedingungen und Auswirkungen der Sternentstehung – Astro-physik, Instrumentierung und Labor” zum zweiten Mal für weitere vier Jahre verlängert. Der SFB wird mit 12,48 Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind neben der Universität zu Köln das Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn sowie das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn.

„Wir freuen uns, dass die sehr erfolgreiche und wichtige Arbeit in diesem spannenden Gebiet der Physik weiter unterstützt wird und wir den kosmischen Kreislauf der Materie, aus der wir selbst bestehen, weiter untersuchen können." sagt der neue SFB-Sprecher Professor Stephan Schlemmer von der Universität zu Köln.
Wie Sterne entstehen ist eine spannende und noch in vielen Aspekten offene Frage der Astrophysik. Die Bedingungen der Sternentstehung und die Rückwirkung der neu entstehenden Sterne auf die Galaxien, also z.B. unsere eigene Milchstrasse, bestimmen wesentlich die Entwicklung des Universums vom Urknall bis heute. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SFB 956 aus Köln und Bonn untersuchen das mit einer Kombination aus Beobachtungen durch Teleskope, neu entwickelten Instrumenten, theoretischen Analysen, Modellrechnungen und Laborexperimenten, die die Bedingungen im Weltall simulieren. Forschungsgegenstand sind sowohl Objekte unserer Milchstraße als auch die Sternentstehungsgebiete in weit entfernten Galaxien.

Die DFG lobte den seit 2011 geförderten SFB 956 im Förderatlas 2018: „An einigen Hochschulen haben Sonderforschungsbereiche eindeutig dazu beigetragen, ganze Fachgebiete auf- und Forschungsschwerpunkte auszubauen. Dies gilt beispielsweise für die Astrophysik an der Universität zu Köln, wo 1990 ein erster SFB mit diesem fachlichen Fokus an den Start ging. 1999 und 2009 schlossen daran jeweils fast nahtlos Folgeprojekte an, die naturgemäß von den Ergebnissen und den Strukturen profitieren konnten, die im Rahmen des ursprünglichen Verbunds aufgebaut worden waren."

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Stephan Schlemmer
I. Physikalisches Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-7880
schlemmer@ph1.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees@verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://www.sfb956.de/

 

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news-5155 Wed, 12 Dec 2018 10:25:26 +0100 Beobachtung der Sternentstehung: Fertigung des Sechs-Meter-Teleskops von CCAT-prime hat begonnen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5155&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d3de8cf1dea8bfd23ccd3e546ab7d66f Das Teleskop soll ab dem Jahr 2021 Einblicke in die „kosmische Morgendämmerung“ – die Geburt der ersten Sterne nach dem Urknall – sowie in die Entstehung von Sternen und Galaxien gewähren / Internationale Kooperation der Universität zu Köln und weiterer Einrichtungen Die Fertigung des Cerro Chajnantor Atacama Telescope-prime (CCAT-p), eines auf die großräumige Kartierung spezialisierten Teleskops, das am Himmel Wellenlängen im Submillimeter- und Millimeterbereich erfassen kann, hat begonnen. Das markiert einen wichtigen Meilenstein im Projekt. Die CCAT Corporation ist eine Partnerschaft der amerikanischen Cornell Universität, der Universitäten Köln und Bonn sowie des Max-Planck-Instituts für Astrophysik in Garching und des Canadian Atacama Telescope Consortium (CATC), eines Zusammenschlusses wissenschaftlicher Einrichtungen in Kanada.

„Mit CCAT-prime haben wir einzigartige Möglichkeiten, die Physik der Sternentstehung zu untersuchen und zu verstehen, wie sie die Entwicklung des Universums beeinflusst“, sagt Professor Dr. Jürgen Stutzki vom I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln. Das Teleskop biete aufgrund seines neuartigen optischen Designs und seines extrem hohen Standortes ganz neue Chancen für die Erforschung des Weltalls. „Es erfordert zudem die Entwicklung neuartiger Detektor-Technologien an der Universität zu Köln“, sagt Stutzki.

Das Sechs-Meter-Teleskop wird nahe dem Gipfel des Cerro Chajnantor-Berges in der chilenischen Atacamawüste auf 5.600 Meter Höhe aufgebaut. CCAT-p wird Einblicke in die „kosmische Morgendämmerung“ – die Geburt der ersten Sterne nach dem Urknall – sowie in die Details der Entstehung von Sternen und Galaxien im lokalen Universum geben. Das neuartige optische Design des Teleskops, die hochpräzisen Spiegel und der Standort in großer Höhe werden den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wichtige neue Möglichkeiten in der Astrophysik und der Erforschung des Universums eröffnen.

Die Vertex Antennentechnik GmbH aus Duisburg ist für die Herstellung der Komponenten des Teleskops verantwortlich. Der Prozess, in dem das Design immer wieder kritisch überprüft wurde, dauerte fast zwei Jahre. Einige der Teile, beispielsweise die beiden Spiegel des Teleskops, zusammenzubauen, wird fast noch einmal so lange dauern.
Nach Abschluss des Zusammenbaus werden die Teile in Europa montiert und anschließend getestet. Das Teleskop wird dann in Teilstücke zerlegt, die 2020 nach Chile transportiert werden. Dort angekommen, wird es erneut zusammengebaut und auf einem Betonsockel auf dem Cerro Chajnantor montiert.
„Dieses Projekt befindet sich seit langem in der Entwicklung, und es ist spannend, dass es nun so kurz vor der Realisierung steht“, sagt Martha Haynes, Vorsitzende des CCAT Observatory Board und Goldwin Smith Professor of Astronomy der Cornell Universität. „Das Teleskop sollte bald auf dem Berg stehen und in etwas mehr als zwei Jahren mit der Sammlung von Daten beginnen können.“

Dieser Moment, in dem das Teleskop das „erste Licht“ einfängt, ist für Mitte 2021 geplant.
Dass CCAT-Prime jetzt gebaut wird, ist vor allem der Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Großzügigkeit des US-amerikanischen Spenders Fred Young zu verdanken. „Es ist spannend und befriedigend, dass wir den ersten Bauabschnitt erreicht haben“, sagt Young.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Jürgen Stutzki
I. Physikalisches Institut
+49 221 470-3494
stutzki(at)ph1.uni-koeln.de    

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://www.astro.uni-koeln.de/CCAT-prime_DE

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Forschung
news-5154 Tue, 11 Dec 2018 13:33:42 +0100 Umfangreiche Bauarbeiten auf dem Albertus-Magnus-Platz schaffen Raum für 1.100 Fahrräder http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5154&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1abdbabed38212841f0c7483e82963c9 Nachdem die Universität bereits die Boulevards entlang der Universitätsstraße erneuert hat, wird nun der Belag des Albertus-Magnus-Platzes neugestaltet. In diesem Zuge wird ab März 2019 unterhalb des sogenannten Forums vor dem Gebäude der Philosophischen Fakultät eine Fahrradstation für rund 1.100 Fahrrädern errichtet. Neben einem sicheren Abstellen von Fahrrädern soll hier gleichzeitig ein umfangreicher Service rund um das Fahrrad angeboten werden. In einem Einfahrtsbauwerk werden Verkaufspavillons mit einem gastronomischen Angebot (Thekenverkauf) integriert. Die Fertigstellung der Fahrradstation ist für Mitte 2020 vorgesehen, vorbereitende Maßnahmen laufen bereits.

Mit dem neugestalteten Platz soll das Angebot für Kommunikation, Aufenthalt und Veranstaltungen auf den Freianlagen des Kernbereiches weiter verbessert werden. Die Errichtung der Fahrradstation wird nach der Beteiligung der Universität zu Köln an dem bundesweiten Wettbewerb „Klimaschutz durch Stärkung des Fahrradverkehrs" mit 70 Prozent der förderfähigen Kosten (3,25 Mio. €) gefördert.

Im Zuge der baulichen Umgestaltungen werden die Stele des Künstlers Ulrich Rückriem und die zentral gelegenen Pflanzbeete abgebaut. Die Stele wird zwischengelagert und an einem geeigneten Ort auf dem Campus wieder aufgestellt werden. Im Rahmen der Arbeiten müssen auch 21 Bäume gefällt werden. Alle Bäume werden nach Abschluss der Bauarbeiten durch Neuanpflanzungen ersetzt.


Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-5152 Thu, 06 Dec 2018 12:42:23 +0100 Spitzenforscher kann mit Alexander von Humboldt-Professur an die Uni Köln wechseln http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5152&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=315c8c8664d27ab11694b0c1dcd4e2af Department Chemie nimmt Berufungsverhandlungen mit Photophysiker Malte Gather aus Schottland auf / Fünf Millionen Euro Preisgeld für fünf Jahre Professor Dr. Malte Christian Gather von der University of St. Andrews im Vereinigten Königreich (Schottland) ist von der Alexander von Humboldt Stiftung für die Verleihung der “Alexander von Humboldt-Professur – Internationaler Preis für Forschung in Deutschland“ ausgewählt worden. Derzeit steht Herr Professor Gather in Berufungsverhandlungen mit der Universität zu Köln, die ihn für den Preis vorgeschlagen hat. Sollte es gelingen, diese Berufungsverhandlung erfolgreich abzuschließen, würde Herrn Professor Gather der Preis im Mai 2019 verliehen.

Malte Gather ist ein international anerkannter Wissenschaftler im Bereich biologischer Laser („Biophotonik“) zur Echtzeit-Bildgebung von Zellen in Bewegung. Nominiert für den Preis wurde er von Professor Dr. Klaus Meerholz vom Department Chemie der Uni Köln. Meerholz betont: „Für uns ist die Verleihung der Professur ein riesiger Erfolg, denn mit dem für Köln neuen Forschungsgebiet von Malte Gather schaffen wir eine wichtige Brücke zwischen den Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Biologie) und der Medizin. Interdisziplinarität wird für uns immer wichtiger, um zum Beispiel unsere grundlegenden Untersuchungen in die klinische Anwendung zu übertragen – gerade im Bereich bildgebender Verfahren.“

Malte Gather wurde in Aachen geboren, studierte Physik und Materialwissenschaften an der RWTH Aachen und dem Imperial College in London und promovierte an der Universität zu Köln. Es folgten Forschungsaufenthalte an der University of Iceland und der Harvard University. 2011 wurde Gather Juniorprofessor am Institut für Angewandte Photophysik der TU Dresden und erhielt anschließend einen Ruf als Professor von der University of St. Andrews.

Mit einer Alexander von Humboldt-Professur werden international führende und bislang im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet. Das Preisgeld von fünf Millionen Euro ist für die ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt und soll der Preisträgerin bzw. dem Preisträger zukunftsweisende Forschung an einer deutschen Hochschule ermöglichen.


Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Klaus Meerholz
+49 221 470-3275
klaus.meerholz(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://www.humboldt-foundation.de/web/alexander-von-humboldt-professur.html

 

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news-5151 Thu, 06 Dec 2018 11:11:34 +0100 Buchschätze erhalten: Unibibliothek vergibt Patenschaften zur Rettung der Wallraf-Bibliothek http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5151&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=03b73fa65755a7efd68039f65ca4f5c9 40 historische Bücher aus Sammlung des Kölner Erzbürgers warten noch auf Patinnen oder Paten Um Restaurationsarbeiten an wertvollen Büchern aus der Sammlung Franz Ferdinand Wallrafs vornehmen zu können, sucht die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) weitere Buchpatinnen und Buchpaten, die zum Erhalt der teilweise stark in Mitleidenschaft gezogenen Buchschätze beitragen. Je nach Umfang der Arbeiten kostet die Restauration ganzer Bücher zwischen 500 und 3.000 Euro. Auch die Übernahme von Teilpatenschaften ist möglich. Interessierte Privatpersonen oder Unternehmen können sich online in einer Broschüre über die ausstehenden Schätze aus der Sammlung Wallraf informieren.

„Ferdinand Franz Wallrafs Sammlung an Gemälden, Graphiken, Antiken, Münzen, Mineralien, Handschriften, Büchern und vielem mehr ist überaus wertvoll. In seinem Bestreben, die Kulturschätze Kölns zu sichern, kaufte und ersteigerte Wallraf, was der Kunst- und Buchmarkt hergab. Auch bemühte er sich, Bücher zu erwerben, die jahrhundertelang in Bibliotheken bewahrt worden waren und der Säkularisierung zum Opfer fielen“, erklärt Dr. Christiane Hoffrath, Dezernentin für Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Wallrafs Bibliothek umfasste bei seinem Tod rund 14.000 Drucke und 544 Handschriften. Viele davon sind heute in einem schlechten Zustand.

Hoffrath erläutert, wie es dazu kam: „Bereits Zeitgenossen und prominente Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe beklagten das vorherrschende Chaos in Wallrafs Bibliothek, worunter vor allem die Bücher litten. Es darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass Wallraf das meiste antiquarisch erwarb. Das heißt, es handelte sich bereits um alte und beschädigte Bände. Und Wallraf ließ seine Bücher in der Regel nicht einbinden, weil ihm dafür das Geld fehlte.“

Der Name der Patinnen und Paten fließt in die Geschichte „ihres“ Buches ein, denn die individuell angefertigte Schutzkassette wird den Namen des Spenders oder der Spenderin tragen. Zudem können die Paten das ausgewählte Buch vor und nach der Restaurierung besuchen.

„Mit diesem Buchpatenprogramm bitten wir Sie, uns in dem Bestreben zu unterstützen, die Bibliothek Wallraf sorgsam zu restaurieren, um sie der Nachwelt zu erhalten. Die Stücke, die wir ausgesucht haben, sind Bücher, die in direkter Beziehung zu Ferdinand Franz Wallraf stehen. Darunter befinden sind auch die Prämienbände, die er am Gymnasium Montanum überreicht bekam, naturwissenschaftliche, juristische und theologische Werke, die er mit seinem Namen versah, sowie Schriften, die den Geist der Aufklärung in sich tragen“, sagt Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek.

Bereits für zehn der insgesamt 50 für das Buchpaten-Programm ausgewählten Bände konnten Spenderinnen und Spender gefunden werden. Die ersten Bände sind zurück aus der Restaurierungswerkstatt, darunter ein Band über Mineralien von Albertus Magnus.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Christiane Hoffrath
Dezernentin Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung, Unibibliothek Köln
+49 221 470-2403
hoffrath(at)ub.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-89955
berg(at)ub.uni-koeln.de

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news-5150 Tue, 04 Dec 2018 12:49:26 +0100 Uni Köln eröffnet voll automatisiertes Filmstudio zur Aufnahme von Lehrvideos http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5150&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=daa0f4072106cdf2e076544fc7241f7c Deutschlandweit bisher einzigartiges „One Button Recording Studio“ / Wichtiger Beitrag zur digitalen und barrierefreien Lehre Die Universität zu Köln eröffnet mit dem „One Button Recording Studio“ (OBRS) ein vollautomatisiertes Filmstudio, mit dem Lehrende selbstständig und auf Knopfdruck Vorträge, Lehr- und Erklärvideos erstellen können. Alle technischen Komponenten wie Kamera, Licht und Tontechnik werden automatisch an die vortragende Person angepasst und ausgerichtet. Besondere technische Vorkenntnisse sind daher nicht erforderlich. Das OBRS ist deutschlandweit das erste seiner Art und wurde vom Netzwerk Medien der Humanwissenschaftlichen Fakultät entwickelt. Das vollautomatisierte Studio ist ein wichtiger Beitrag der Universität zu Köln im Ausbau der digitalen und barrierefreien Lehre.

Das OBRS kann von einer Person selbstständig bedient werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Interviewpartner und -partnerinnen oder Gebärdensprachdolmetscher einzubinden. Darüber hinaus lassen sich während der Aufnahme Präsentation einblenden, die von einem mobilen Gerät oder dem vor Ort stationären PC aus abgespielt werden. Als Alternative zur Präsentation steht auch eine Dokumentenkamera zur Verfügung.

Das OBRS verfügt über eine Auswahl verschiedener Aufnahmeszenarien, die unterschiedliche Einstellungen von Kamera, Licht und Ton bieten. Hier unterscheidet sich das OBRS von anderen Selbstaufzeichnungsstudios, die diese Flexibilität nicht aufweisen und stattdessen nur ein festes Szenario vorgeben. Die Aufnahme kann dann selbstständig mit einem Tablet gestartet und angehalten werden.

Nach Abschluss jeder Aufnahme besteht die Möglichkeit, das Ergebnis zu betrachten und zu entscheiden, ob eine weitere Aufnahme nötig ist, ob die Sitzung beendet oder ein anderes Szenario gewählt werden soll. Das fertige Material kann auf ein externes Speichermedium aufgespielt oder auch direkt online geladen werden, damit es den Studierenden als ergänzendes Lehrmaterial zur Verfügung steht.

In Kooperation mit dem Rechenzentrum der Universität (RRZK) ist bereits eine automatisierte Anbindung der Aufnahmen an das Lehr- Lernsystem ILIAS sowie der Aufbau eines zweiten Studios in Planung, das zeitnah eingerichtet werden soll. Das Zentrum für Hochschuldidaktik (ZHD) bietet zudem ab sofort Workshops für Dozierende an, um die neuen didaktischen Möglichkeiten in ihrer Vielfalt für die digitale Lehre aufzuzeigen.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Udo Kullik
Netzwerk Medien an der Humanwissenschaftlichen Fakultät
+49 221 470-5546
udo.kullik(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.hf.uni-koeln.de/40040

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news-5147 Mon, 03 Dec 2018 15:13:04 +0100 Renommierte Forscherinnen und Forscher beziehen Position zum Thema Fake News und alternative Fakten http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5147&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a07525ccc92c798c11e1e7b809d48606 Professor Günter Blamberger, Literatur- und Kulturwissenschaftler der Universität zu Köln, Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln und Professor Peter Strohschneider, Germanistischer Mediävist der Universität München und Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, sind die Herausgeber eines neuen Buches, das sich unter anderem mit dem Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und Wissenschaftsfeindlichkeit beschäftigt. Eine neue Vertrauenskultur zwischen Wissenschaft und Gesellschaft tut not.  

Spätestens seit der Wahl des US-Präsidenten Donald Trump sind die Begriffe „Fake News“ oder „alternative Fakten“ in der politischen Debatte allgegenwärtig. Fake News, also gefälschte Nachrichten, sollen mit reißerischen Schlagzeilen, gefälschten Bildern und Behauptungen Lügen und Propaganda verbreiten. Sie erwecken den Eindruck, dass es sich um echte Nachrichten handelt.

Das Thema ist nicht nur für die Demokratie von enormer Bedeutung, sondern auch für die Wissenschaft und das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Welche Rolle spielen die Wissenschaften und ihr Vermögen methodisch verlässliches Wissen zur Urteilsbildung verfügbar zu machen? Wie kann Wissenschaftsfeindlichkeit angebaut und wie kann das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bewahrt werden – ohne populistischen Vereinfachungen Platz zu geben?

Antworten auf diese Fragen gibt es in einem

Pressegespräch der Universität zu Köln: „Vom Umgang mit Fakten“
Mit Prof. Günter Blamberger (Universität Köln), Prof. Axel Freimuth (Universität Köln),  Prof. Peter Strohschneider (DFG), Volker Stollorz (Moderation)
Wann: Montag, 10. Dezember, 18 Uhr,
Wo: Seminargebäude Tagungsraum Erdgeschoß, Universitätsstraße 37, 50931 Köln

Ihre Antworten haben renommierte deutsche Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen auch in dem neuen Sammelband „Vom Umgang mit Fakten“ aufgeschrieben, der erstmals auf dem Kongress vorgestellt wird.


Pressesprecher:
Patrick Honecker
+49 221 470-2202
patrick.honecker(at)uni-koeln.de

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news-5145 Mon, 03 Dec 2018 11:55:37 +0100 Universität zu Köln gründet Institut für Wirtschaftsinformatik http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5145&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5bc2d8527d788bf12f65058b563f314f Im Zeichen der Digitalen Transformation wurde das Kölner Institut für Wirtschaftsinformatik an der Universität zu Köln (Cologne Institute for Information Systems – CIIS) gegründet. Das Kölner Institut für Wirtschaftsinformatik ist Teil der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Es besteht aus den Seminaren Digitale Transformation und Analytik, Informationsmanagement, integrierte Informationssysteme, Informationssysteme für eine nachhaltige Gesellschaft sowie Systementwicklung. „Das als wissenschaftliche Einrichtung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (WiSo) neu gegründete Institut bündelt nicht nur unsere Digital-Kompetenzen, sondern verspricht eine intensivere Kooperation sowohl innerhalb der Universität und auch als wissenschaftliche Einheit mit externen Wissenschafts- und Praxispartnern“ so der Dekan der WiSo-Fakultät, Professor Dr. Werner Mellis.

 Im Mittelpunkt der Forschung, der Lehre und des Transfers des Kölner Instituts stehen die Themen Künstliche Intelligenz, Daten-basierte Geschäftsmodelle, Data Science und Business Analytics, Social (Media-)Netzwerkanalyse und Netzwerkwissenschaften. Das Spektrum des Instituts umfasst darüber hinaus Digitale Unternehmensgründungen, Wirtschaftsinformatik und Nachhaltigkeit, Energiewirtschaft und –politik, Geschäftsprozessmanagement und Digitale Transformation, Systementwicklung und Projektmanagement sowie IT-Outsourcing und Cloud Computing.

Gleichrangig neben der Forschung erbringen die Dozentinnen und Dozenten des CIIS Lehrleistungen in Bachelor- und Masterstudiengängen (Verbundstudiengänge mit der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät) sowie in der postgradualen Weiterbildung, darunter der Cologne Business School.

Die Departments und Arbeitsgruppen des CIIS werden geleitet von: Hon.-Prof. Dr. Peter Gloor (Collective Intelligence), Prof. Dr. Jörn Grahl (Digitale Transformation und Analytik), Prof. Dr. Wolf Ketter (Wirtschaftsinformatik für eine nachhaltige Gesellschaft), Prof. Dr. Jan Recker (Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung), Prof. Dr. Christoph Rosenkranz (Integrierte Informationssysteme) und Prof. Dr. Detlef Schoder (Informationsmanagement).   

„Mit den jüngst abgeschlossenen Neuberufungen schärfen wir unser Forschungs- und Lehrprofil“, so Professor Dr. Detlef Schoder, Geschäftsführender Direktor des CIIS. Beispielsweise bietet der Kölner Wirtschaftsinformatik-Master im aktualisierten Profil drei Studienschwerpunkte an: Business Analytics and Data Science, Innovation and Entrepreneurship, Digital Sustainable Society.

Das CIIS wird die bereits bestehenden Aktivitäten in Form zahlreicher Kooperationsprojekte mit der Praxis weiter ausbauen.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Detlef Schoder,
+49 221 470 5325
E-Mail: schoder(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
Informationen zu Forschung, Studium und Kooperationsmöglichkeiten finden Sie auf den Web-Seiten des CIIS: https://www.wirtschaftsinformatik.uni-koeln.de/en/

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news-5144 Fri, 30 Nov 2018 11:22:37 +0100 Gravitationsstrudel um ein riesiges Schwarzen Lochs entdeckt http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5144&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=80c009f2b1e9cd1deea9d5911ab995df Astronomen beobachten erstmals die Materialansammlung um ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum eines Quasars / Forschung verspricht sich neue Erkenntnisse zur Entstehung von Galaxien Ein internationales Team von Astronomen hat mit dem GRAVITY Instrument in der Europäischen Südsternwarte  (ESO) den Quasar 3C 273 im Sternbild Jungfrau mit bisher unerreichter Präzision beobachtet. Dabei entdeckten sie die Struktur einer sich schnell drehenden Gasansammlung um den Quasar. Quasare bestehen in ihrem Innern aus superschweren Schwarzen Löchern. Das ist das erste Mal, dass die sogenannte „broad line region“, die Ansammlung von Material um das Schwarze Loch, beobachtet wurde. An der Forschung ist auch ein Team um Professor Dr. Eckart vom I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln beteiligt. Die Ergebnisse wurden nun unter dem Titel „Spatially resolved rotation of the broad-line region of a quasar at sub-parsec scale“ in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Das Forschungsteam konnte die Masse des Schwarzen Lochs mit bisher unerreichter Genauigkeit messen. Diese Vermessung bestätigt die Annahmen, die bei der Vermessung der Masse von Schwarzen Löchern in Quasaren zugrunde gelegt werden. Diese Massen sind wiederum ein essentieller Baustein zum Verständnis der Entwicklung von Galaxien.

Die von einem solchen Quasar abgegebene Energie ist viel größer als in einer normalen Galaxie wie der Milchstraße und kann nicht durch regelmäßige Fusionsprozesse in Sternen erzeugt werden. Stattdessen gehen die Astronomen davon aus, dass Gravitationsenergie in Wärme umgewandelt wird, wenn Material von einem extrem massiven Schwarzen Loch verschluckt wird.

Das Instrument GRAVITY lieferte nun Bilder aus dem Innern des Quasars und beobachtete die Struktur des sich schnell bewegenden Gases um das zentrale Schwarze Loch. Bisher waren solche Beobachtungen aufgrund der geringen Winkelgröße dieser inneren Region, die etwa der Größe unseres Sonnensystems entspricht, aber 2,5 Milliarden Lichtjahre entfernt ist, nicht möglich. GRAVITY kombiniert alle vier ESO VLT-Teleskope in einer Technik namens Interferometrie, die einen enormen Gewinn an Winkelauflösung ermöglicht, was einem Teleskop mit 130 Metern Durchmesser entspricht. So können die Astronomen Strukturen auf der Ebene von 10 Mikrobogensekunden unterscheiden, was etwa 0,1 Lichtjahren in der Entfernung des Quasars (oder eines Objekts von der Größe einer 1-Euro-Münze auf dem Mond) entspricht.

An dem Experiment ist die Infrarotgruppe am I. Physikalischen Institut um Professor Dr. Andreas Eckart und Dr. Christian Straubmeier maßgeblich beteiligt. Der Leiter der Gruppe, Andreas Eckart, sagt: „Dies ist das erste Mal, dass wir in die Herzen von quasistellaren Objekten mit dieser Präzision schauen können.“ Straubmeier, der den technischen Teil des Projekts in Köln leitet, ergänzt: „Die beiden Spektrometer, die wir in Köln gebaut haben, sind wirklich gut gelungen. Als wir sie hier in unseren Labors zusammenbauten und testeten, hätte ich nie gedacht, dass sie das Licht eines weit entfernten Quasars sammeln könnten, um so interessante Ergebnisse zu erzielen.“
„Mit GRAVITY konnten wir erstmals die so genannte ‚broad-line region‘ auflösen und die Bewegung einzelner Gaswolken um das zentrale Schwarze Loch beobachten“, sagt der Hauptautor der Studie Eckhard Sturm vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). „Unsere Beobachtungen zeigen, dass die Gaswolken um das zentrale Schwarze Loch wirbeln.“

Während die breiten Atomemissionslinien zuvor beobachtet wurden – und eigentlich ein Beobachtungsmerkmal von Quasaren sind – wird die Größe der „broad-line region“ mit einer Methode namens „Reverberation-Mapping“ gemessen. Helligkeitsschwankungen des „zentralen Motors“ des Quasars verursachen ein Lichtecho, sobald die Strahlung auf äußere Wolken trifft – je größer das System, desto später das Echo. Im besten Fall können auch die Bewegungen des Gases identifiziert werden, was oft eine rotierende Scheibe impliziert. Dieses aus Zeitinformationen abgeleitete Ergebnis kann nun den räumlich aufgelösten Beobachtungen durch GRAVITY gegenübergestellt werden.

„Unsere Ergebnisse unterstützen die grundlegenden Annahmen des Reverberation-Mappings“, bestätigt Jason Dexter, der zweite Hauptautor vom MPE. „Informationen über die Bewegung und Größe der Region unmittelbar um das Schwarze Loch sind entscheidend für die Messung seiner Masse.“ Erstmals wurde das Verfahren nun experimentell getestet und bestand seinen Test mit Bravour. Das Ergebnis bestätigte bisherige Massenschätzungen von rund 300 Millionen Sonnenmassen für das Schwarze Loch. Somit bietet GRAVITY sowohl eine Bestätigung der vorher verwendeten Hauptmethode zur Bestimmung der Massen von Schwarzen Löchern in Quasaren als auch eine neue und hochgenaue, unabhängige Methode zur Messung solcher Massen. Damit verspricht es, einen Maßstab für die Messung der Massen von Schwarzen Löchern in Tausenden von anderen Quasaren zu liefern.


Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Andreas Eckart
+49 221 470 3546
eckart(at)ph1.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470 4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Publikation:
https://rdcu.be/bb6je
Animation der kreisenden Materie (ESO):
https://www.eso.org/public/videos/GravityQuasarFull/

 

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news-5142 Wed, 28 Nov 2018 11:15:28 +0100 Fake News im Internet: Sprecherin des Chaos Computer Club sensibilisiert für Desinformation http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5142&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cbabe87e3107f579c9c9409f909fe1bc Constanze Kurz spricht auf Einladung von Uni Köln und Unibibliothek Köln am 4. Dezember 2018 / Neue Veranstaltungsreihe „Wahrheit, Populismus, Internet“ Die Sprecherin des Chaos Computer Club, Frau Constanze Kurz, hält am 4. Dezember 2018 einen öffentlichen Gastvortrag an der Universität zu Köln. Unter dem Titel „Desinformationen mit technischen Mitteln“ referiert die Informatikerin und Sachbuchautorin über manipulative Einflussnahmen durch Facebook & Co. Sie eröffnet damit die neue Veranstaltungsreihe „Wahrheit, Populismus, Internet – FAKE NEWS und Macht im digitalen Zeitalter" der Uni Köln und der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zu diesem Termin und den Folgeterminen am 15. Januar und 5. Februar 2019 eingeladen. Ein Livestream ist geplant. Nach dem Vortrag gibt es einen Umtrunk.

Termin:
Dienstag, 4. Dezember 2018, ab 19.00 Uhr
„Vortrag Constanze Kurz: Desinformation mit technischen Mitteln“
Universität zu Köln, Seminargebäude, Tagungsraum im Erdgeschoss, Universitätsstr. 35, 50932 Köln

Frau Kurz zu Ihrem Vortrag: „Wer an Einflussnahme mit geheimdienstlichen oder mit militärischen Mitteln denkt, dem fallen wohl nicht unbedingt zuerst kommerzielle Plattformen wie Facebook ein. Seit nach dem Wahlkampf von Donald Trump und nach dem Brexit-Entscheid allerdings immer mehr Details über mögliche Manipulationen ans Licht kamen, hat eine neue Diskussion darüber begonnen, mit welchen Mitteln und mit welchem Erfolg heute politische Propaganda durchgeführt wird. Ob beispielsweise die bezahlten Cambridge Analytica-Interventionen in mehreren bedeutenden Wahlen in einigen Staaten erfolgreich waren, dazu sind die Untersuchungen noch nicht einmal beendet. Dass sie aber mindestens dazu beitrugen, die Wahlergebnisse dort zu beeinflussen, ist nicht mehr umstritten. Welche Möglichkeiten der Desinformation mit technischen, aber auch nicht-technischen Mitteln es heute gibt und welche manipulativen Einflussnahme-Operationen in der Praxis beobachtet wurden, darüber möchte ich in meinem Vortrag informieren. Natürlich muss und wird es dabei auch um die Frage gehen, wie man sich gegen solche Einflussoperationen immunisieren kann.“

Die Reihe „Wahrheit, Populismus, Internet – FAKE NEWS und Macht im digitalen Zeitalter" wird gemeinsam von der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, dem Center for Data and Simulation Science, dem Dezernat für Kommunikation und Marketing sowie dem Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln ausgerichtet. Sie nimmt die Diskussionen der Ausstellung „Medienapokalypsen: Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel“ wieder auf.

Termine 2019:
Dienstag, 15. Januar 2019, ab 19.00 Uhr
„Podiumsdiskussion WAS GESCHIEHT? – Fake News und bedrohte Demokratie“

Dienstag, 5. Februar 2019, ab 19.00 Uhr
„Podiumsdiskussion WAS TUN? – Information Literacy in Zeiten von Fake News und Facebook“
Alle Termine finden im Seminargebäude der Universität, im Tagungsraum 004 im Erdgeschoss statt. Der Eintritt ist frei.


Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Stephan Packard
+49 221 470-7115
packard(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.ub.uni-koeln.de/events/2018/fakenews

 

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news-5141 Tue, 27 Nov 2018 12:11:24 +0100 Eltern gefährden regelmäßig Kinderrechte bei der digitalen Mediennutzung http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5141&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=159e370c2b2788f7526d3ebe4c8111d8 Studie der Uni Köln und des Deutschen Kinderhilfswerks sieht Mängel in der medienerzieherischen Verantwortung von Eltern / Forscherin plädiert für besseren Jugendmedienschutz Die Nutzung digitaler Medien in Familien führt oftmals zu einer gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, deren Resultate in Berlin vorgestellt worden sind.
Professorin Dr. Nadia Kutscher von der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln untersuchte in „Kinder. Bilder. Rechte – Studie zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im Kontext digitaler Mediennutzung in Familien“, wie Medien im Alltag von Eltern und ihren Kindern genutzt werden. Die Studie zeigt auf der Basis von 37 Interviews mit Eltern und Kindern im Alter von sechs bis 15 Jahren, wie diese Familien die Medienerziehung gestalten. Die Erhebungen fanden in insgesamt fünf Städten und Gemeinden (darunter sowohl Großstädte als auch Gemeinden im ländlichen Raum) in vier verschiedenen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) statt.

Kutscher und ihr Team fanden heraus, dass Eltern ihren Kindern einen möglichst sicheren Umgang mit digitalen Medienangeboten ermöglichen wollen. Gleichzeitig zeigten sie sich oft unsicher, wie sie den Risiken der digitalen Mediennutzung begegnen sollen, besonders bei der Nutzung sozialer Netzwerkdienste wie WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und YouTube. Zum Beispiel besteht Unsicherheit darüber, wie sie die Daten der Kinder schützten können, wenn sie die Fotos mit anderen über soziale Netzwerke teilen. „Digitale Medien sind heute ein fester Bestandteil des familiären Lebens und Eltern beschäftigen sich intensiv mit der Frage, wie sie die digitale Mediennutzung ihrer Kinder erzieherisch begleiten können“, sagt Kutscher.

Untersucht wurde auch die Rolle des sogenannten „Sharenting“, also der Verbreitung von Kinderbildern durch Eltern in sozialen Medien, und inwiefern die Beteiligungsrechte und Persönlichkeitsrechte der Kinder dabei beachtet werden. „Eltern wollen prinzipiell die Daten ihrer Kinder schützen, fühlen sich aber in den meisten Fällen nicht ausreichend kompetent in der Nutzung verschiedener Dienste. Unzureichende Informiertheit, Unsicherheit, Hilf- und Machtlosigkeit, aber auch Nutzungsroutinen sind oft dafür verantwortlich, dass Eltern die Daten ihrer Kinder unzureichend schützen“, erklärt Kutscher. Hier würden die Mitbestimmungsrechte der Kinder nur selten ausreichend beachtet. Die Kinder selbst hätten oftmals genaue Vorstellungen davon, ob, wann und mit wem Bilder von ihnen geteilt werden sollten. Allerdings würden sie von den Eltern in der Regel nicht an diesen Entscheidungen beteiligt.

In allen befragten Familien waren soziale Netzwerke und mobile Medien selbstverständlicher Teil der Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern. Alle befragten Eltern hatten Smartphones und darauf in der Regel die einschlägigen Apps (u.a. WhatsApp, Facebook, YouTube und Instagram) installiert. Die Mehrheit der Eltern unterschied dabei Facebook als „öffentliche“ und WhatsApp als „private“ Kommunikation. Im Sinne dieser Unterscheidung reflektierten die Eltern stärker, was sie auf Facebook veröffentlichen, und teilten dagegen weitgehend bedenkenlos Bilder der Kinder über WhatsApp.

Da Eltern ihre Kinder bei der Mediennutzung schützen wollen, greifen sie darüber hinaus häufig zu Mitteln wie der Kontrolle von passwortgeschützten Kommunikationsinhalten der Kinder in sozialen Netzwerken, fand Kutscher heraus. Solche Eingriffe verletzen die Privatsphäre der Kinder teilweise massiv. Die Rechte von Kindern werden insofern im Rahmen von Medienerziehung in der Familie oftmals nicht hinreichend berücksichtigt, stellt sie fest.
„Unsere Befunde geben wichtige Hinweise auf grundlegende Konflikte in der alltäglichen Mediennutzung und Erziehung im Umgang mit sozialen Netzwerkdiensten in Familien“, sagt die Professorin für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit. „Der Spagat zwischen Schutz auf der einen Seite und Freiräumen und Autonomie auf der anderen gelingt nicht immer im besten Sinne der Kinder.“ Kindertageseinrichtungen, Schulen oder Erziehungsberatungsstellen könnten und sollten hier unterstützen und entsprechende politische Rahmenbedingungen geschaffen werden.

„Die Rechte von Kindern sind auch im digitalen Raum nicht verhandelbar“, sagt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Dazu bedarf es verständlicher und umsetzbarer gesetzlicher Vorgaben für die Erhebung, Verbreitung und Verarbeitung digitaler Daten.“ Ein an der UN-Kinderrechtskonvention ausgerichteter Jugendmedienschutz sollte Krüger zufolge gleichermaßen Schutz, Teilhabe und Kompetenzförderung von Kindern in den Medien absichern.

Inhaltlicher Kontakt:
Professorin Dr. Nadia Kutscher
Lehrstuhl für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit
nadia.kutscher@uni-koeln.de
Sekretariat-ESA@uni-koeln.de
+49 221 470 89992 / -76212

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
e.schissler@verw.uni-koeln.de
+49 221 470 4030

Veröffentlichung:
Nadia Kutscher. „Kinder. Bilder. Rechte – Studie zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im Kontext digitaler Mediennutzung in Familien“, abrufbar unter unter: www.dkhw.de/kinder-bilder-rechte

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news-5139 Thu, 22 Nov 2018 08:09:22 +0100 Santander und Universität zu Köln verlängern Kooperation http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5139&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d66c7a4b6639efbd73dab61e0bf24062 Santander Universitäten unterstützt die Cologne Summer Schools / Zusammenarbeit bei Stiftungsprofessur und Deutschlandstipendien werden gewürdigt Verantwortliche der Universität zu Köln und von Santander erneuerten am heutigen 21. November ihren seit 2012 bestehenden Kooperationsvertrag. Damit wird der Rahmenvertrag mit der Universität zu Köln entfristet und der Projektvertrag über die Cologne Summer Schools verlängert.

Unterzeichnet wurden die Verträge von der Universität zu Köln, vertreten durch den Kanzler, Dr. Michael Stückradt, und dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Santander Consumer Bank AG, Oliver Burda. Weiterhin wurden die von Santander gestiftete Juniorprofessur für Internationales Investitionsrecht, Völkerrecht und öffentliches Recht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie die von Santander gestifteten zehn Stipendien im Rahmen des Deutschlandstipendiums gewürdigt.

„Die Universität zu Köln ist für uns bereits seit vielen Jahren ein wertvoller Partner, den wir zu unserem weltweiten Universitätsnetzwerk zählen dürfen“, hebt Oliver Burda die Bedeutung der langjährigen Kooperation hervor. „Studierende in Deutschland und weltweit – wie etwa durch die Cologne Summer Schools – in ihrem Werdegang zu fördern, erfüllt uns mit großem Stolz.“
„Die ausgesprochen großzügige und vielfältige finanzielle Unterstützung durch Santander Universitäten und damit der Santander Consumer Bank AG ist vorbildlich und für unsere Universität von großem Wert“, erklärte Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.

Die im Jahr 2012 durch Förderung von Santander etablierten Cologne Summer Schools gehen mit dieser Verlängerung in die dritte Runde. „Diese Tatsache spricht einerseits für die Qualität der universitätsweiten Kurzzeitprogramme, die Teil der Internationalisierungsstrategie der Universität sind. Andererseits steht sie für unsere sehr gute Zusammenarbeit“, erklärt Christiane Biehl, Leiterin der Abteilung für Internationale Mobilität des International Office, der Abteilung, in der das Cologne Summer Schools Projekt angesiedelt ist.

Inhaltlicher Kontakt:
Victoria Busch
+49 221 470-1394
v.busch(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-5138 Tue, 20 Nov 2018 07:00:06 +0100 Preise vergleichen im Internet: Land NRW fördert Projekt zu Verbraucherforschung an der Uni Köln http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5138&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0899e3a415fe05e53ed700a7c14e2863 Professor Dr. Felix Höffler untersucht die Marktprinzipien von Online-Vergleichsplattformen und Umgang mit Verbraucherdaten. Das Projekt „Vergleichsplattformen im Internet: Anreize zur Nutzung von Verbraucherdaten und zur Datenweitergabe und ihre Regulierung aus Sicht des Verbraucherschutzes“ von Prof. Dr. Felix Höffler (WiSo-Fakultät) wird vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW gefördert. Das KVF NRW ist eine Kooperation der Ministerien für Kultur und Wissenschaft und für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Verbraucherzentrale NRW. 

In Höfflers Projekt geht es um Vergleichsplattformen für Preise im Internet. Immer mehr Verbraucherverträge werden über das Internet angebahnt und abgeschlossen. „Das gängige Geschäftsmodell eines Vergleichsportals besteht darin, der Konsumentenseite einen gelisteten Überblick über Vertragsangebote zu liefern und im Anschluss den vom Konsumenten präferierten Vertrag zu vermitteln. Für diese Dienstleistung wird die Plattform im Regelfall vom Verkäufer vergütet“, erklärt Höffler. 

Darüber verbreitete Verbraucherverträge sind zeitlich befristete Liefervereinbarungen für Güter der Grundversorgung wie Strom, Gas oder auch Telekomunikation. Bei einer entsprechenden Suchanfrage auf einem Vergleichsportal und dem Vertragsabschluss über die Plattform hinterlassen die Konsumentinnen und Konsumenten neben Daten zu Wohnort oder Verbrauchswerten auch weitere wichtige Informationen: So verrät das Datum des Besuchs bzw. des vermittelten Vertragsabschlusses das wahrscheinliche Enddatum des Vertrages. 

„Uns interessiert, wie die Plattformen diese Informationen nutzen und mit welcher Intention: Wieso nützt es der Plattform, den Verbraucher zu gegebener Zeit auf das nahe Ende des Vertrages hinzuweisen? Liefern die Plattformen Information über das nahende Vertragsende an mit dem laufenden Verkäufer konkurrierende Anbieter, damit diese dann vor Ablauf der Kündigungsfrist des Vertrages Konkurrenzangebote unterbreiten? Unter diesem Blickwinkel wollen wir prüfen, ob die Nutzung und Weitergabe der Daten wirklich im Sinne des Verbrauchers ist“, erklärt Höffler. 

Jede erfolgreiche Regulierung im Sinne des Verbraucherschutzes muss auf einem guten Verständnis des Marktes und der Interessen der Marktakteure aufbauen. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es daher zu verstehen, welche ökonomischen Anreize für die Preisvergleichsplattformen bei der Nutzung oder Weitergabe von Konsumentendaten zu Vertragslaufzeiten bestehen. Darauf aufbauend soll in diesem Projekt untersucht werden, wie die Verbraucherseite von der zu erwartenden Strategie einer Vergleichsplattform betroffen wäre und welche Regulierungsoptionen sinnvoll erscheinen. 

Inhaltlicher Kontakt: 
Professor Dr. Felix Höffler
Institut für Wirtschaftspolitik der Universität zu Köln
+49 221 470-6384
felix.hoeffler(at)uni-koeln.de 

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg 
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de 

Weitere Informationen:
www.verbraucherforschung.nrw/foerdern/projekte-verbraucherforschung-nrw-2018
 

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news-5136 Fri, 16 Nov 2018 08:22:49 +0100 Universität zu Köln erhält positive Evaluierung im Professorinnenprogramm III http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5136&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=abdc311cae142166b2b0b3e2c3b91c2b Die Universität zu Köln wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms III des Bundes und der Länder bereits das dritte Mal in Folge für ihr Gleichstellungskonzept ausgezeichnet. Bundesweit bewarben sich 111 Hochschulen für die Teilnahme am Professorinnenprogramm mit Gleichstellungskonzepten, die extern begutachtet wurden – 86 konnten überzeugen. Mit ihrem „Gleichstellungszukunftskonzept 2019-2024“ hat die Universität zu Köln nun Zugang zur Finanzierung für bis zu drei erstberufene Professorinnen über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Ziel des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder ist, die Gleichstellung von Frauen und Männern an Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentation von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in Spitzenfunktionen des Wissenschaftsbereichs zu steigern.
Bereits im Rahmen des Professorinnenprogramms I und II hatte sich die Universität zu Köln erfolgreich mit insgesamt sechs Professorinnen beteiligt und gleichstellungsfördernde Projekte mit hoher Nachhaltigkeit insbesondere im Bereich Nachwuchsförderung aufbauen können, wie bspw. die Cornelia Harte Mentoring-Programme und Netzwerkstellen.

Mit dieser erneut positiven Evaluierung kann die Universität bis 2024 bis zu 1,9 Mio. Euro Drittmittel einwerben, die für hochschulweite gleichstellungsfördernde und genderbezogene Maßnahmen, vor allem im Bereich der Nachwuchsförderung eingesetzt werden.

Kontakt:
Sandra Staudenrausch
Dezernat für Forschungsmanagement
Telefon: 0221 470 2407
E-Mail: s.staudenrausch(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://gb.uni-koeln.de/aktuelles/index_ger.html#news25363
https://www.bmbf.de/de/das-professorinnenprogramm-236.html

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news-5135 Wed, 14 Nov 2018 11:06:11 +0100 Renommierte Forscherinnen und Forscher beziehen Position zum Thema Fake News und alternative Fakten http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5135&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3204db530d4da420ac2cc01ea01b36f3 Professor Günter Blamberger, Literatur- und Kulturwissenschaftler der Universität zu Köln, Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln und Professor Peter Strohschneider, Germanistischer Mediävist der Universität München und Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, sind die Herausgeber eines neuen Buches, das sich unter anderem mit dem Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und Wissenschaftsfeindlichkeit beschäftigt.
Der Kongress „Wissenswerte 2018“ in Bremen, das große deutschsprachige Forum für Wissenschaftsjournalisten und -kommunikatoren, ist eine gute Gelegenheit, um für eine neue Vertrauenskultur zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu plädieren.

Spätestens seit der Wahl des US-Präsidenten Donald Trump sind die Begriffe „Fake News“ oder „alternative Fakten“ in der politischen Debatte allgegenwärtig. Fake News, also gefälschte Nachrichten, sollen mit reißerischen Schlagzeilen, gefälschten Bildern und Behauptungen Lügen und Propaganda verbreiten. Sie erwecken den Eindruck, dass es sich um echte Nachrichten handelt.

Das Thema ist nicht nur für die Demokratie von enormer Bedeutung, sondern auch für die Wissenschaft und das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Welche Rolle spielen die Wissenschaften und ihr Vermögen methodisch verlässliches Wissen zur Urteilsbildung verfügbar zu machen? Wie kann Wissenschaftsfeindlichkeit abgebaut und wie kann das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bewahrt werden – ohne populistischen Vereinfachungen Platz zu geben?

Antworten auf diese Fragen gibt es in einem  

Pressegespräch der Universität zu Köln: „Vom Umgang mit Fakten“
Mit Prof. Günter Blamberger (Universität Köln), Prof. Axel Freimuth (Universität Köln),  Prof. Peter Strohschneider (DFG), Dr. Patrick Honecker (Moderation)

Wann: Dienstag 20. November, 16 bis 16.30 Uhr,
Wo: Salon Danzig
Congress Centrum Bremen
Theodor-Heuss-Allee
28215 Bremen

Ihre Antworten haben renommierte deutsche Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen auch in dem neuen Sammelband „Vom Umgang mit Fakten“ aufgeschrieben, der erstmals auf dem Kongress vorgestellt wird.


Pressesprecher:
Patrick Honecker
+49 221 470-2202
patrick.honecker(at)uni-koeln.de

 

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news-5133 Mon, 12 Nov 2018 12:55:55 +0100 OER: Netzwerk Medien ist Kompetenzzentrum im Bereich frei zugänglicher Bildungsmaterialien http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5133&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4fbcc992fb06bedc2a0b5b56f4ab62b5 Verbundprojekt „OERinForm“ stellt umfangreiche Unterstützung für Lehrkräfte und E-Learning-Zentren an der Uni Köln zur Verfügung Lehrkräfte der Uni Köln und Interessierte können sich jetzt beim Zentrum Netzwerk Medien der Humanwissenschaftlichen Fakultät zum Themenbereich frei zugängliche Bildungsmaterialien, den sogenannten Open Educational Resources (OER) beraten lassen. Ob rechtliche Hintergrundinfos und praktische Anwendung von OER oder die Installation des OER-Plugins in ILIAS – das neue Serviceangebot ist das Ergebnis eines Verbundprojekts („OERinForm“), welches das Netzwerk Medien initiiert und an dem es sich für die Uni Köln über den Zeitraum von 18 Monaten beteiligt hatte. Gemeinsam mit fünf weiteren Hochschulen (Uni Augsburg, HU Berlin, JGU Mainz, HHU Düsseldorf, FAU Erlangen-Nürnberg) wurde in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt ein Informations- und Beratungskonzept für Medien- und E-Learningzentren an Hochschulen entwickelt, das jetzt in Köln in die Praxis überführt worden ist.

„Wir möchten Interessierten konkrete Anwendungsmöglichkeiten zum Thema Offene Bildungsmaterialien im Hochschulbereich an die Hand geben und weitere Menschen dafür begeistern. Dozentinnen und Dozenten können sich bei uns über frei zugängliche Lehr-Lernmaterialien informieren und wir zeigen ihnen technische Lösungen, die wir im Verbundprojekt eigens entwickelt haben“, sagt Dr. Udo Kullik, Koordinator des Projekts und Leiter des Netzwerk Medien an der Universität zu Köln. „Für uns ist es ein großer Gewinn, dass wir nun langfristig die Rolle eines kompetenten OER-Beraters an der Uni Köln einnehmen können. Ziel ist es, dass sich noch mehr dafür engagieren, offene Bildungsmaterialien zu suchen, zu nutzen, zu erstellen und mit anderen zu teilen.“

Den Lehrenden stehen unter http://oer.amh-ev.de eine Vielfalt an Infomaterialien zu OER kostenlos zur Verfügung. Gleichzeitig können sie sich mit dem Input zu kreativen OER Lösungen ihre eigenen Ideen umsetzen und als offene Bildungsmaterialien verbreiten.  Neben einem Reputationsgewinn der Lehrpersonen steigert sich so auch der Bekanntheits- und Nutzungsgrad der erstellten Materialien. Der erleichterte Zugang bietet außerdem Lernenden die Chance, sich Themen kostenfrei anzueignen.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Udo Kullik
Zentrum Netzwerk Medien der Universität zu Köln
+49 221 470-5564
udo.kullik(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://oer.amh-ev.de

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news-5132 Thu, 08 Nov 2018 12:25:14 +0100 Kölner Schulen mit Preis für Toleranz ausgezeichnet http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5132&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d691aefe12f17237a3531ffec29b3535 Universität zu Köln und Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnen am 16. November drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz aus / Zum 21. Mal werden auch die Toleranzringe an drei führende Persönlichkeiten verliehen, darunter Esther Bejarano / Verleihung beider Preise im Wallraf-Richartz-Museum (Stiftersaal) Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste und die Universität zu Köln zeichnen am 16. November zum zweiten Mal drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz und einem Preisgeld von 2000 Euro aus. Die Preisverleihung findet im Rahmen der jährlichen Verleihung der Toleranzringe statt, mit denen die Europäische Akademie führende Persönlichkeiten, die sich für einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus einsetzen, würdigt. Mit dem Preis der Toleranzringe wird in diesem Jahr erstmals auch eine Wissenschaftlerin der Universität zu Köln geehrt.

Drei Schulen aus dem Raum Köln – die Gesamtschule Holweide, das Stadtgymnasium Köln-Porz und das Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg – werden am 16. November im Stiftersaal des Wallraf Richartz-Museums für ihre Verdienste um ein besonders tolerantes Miteinander mit dem Preis „Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz“ ausgezeichnet. Die Schulen wurden aus 17 Nominierungen, die von Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln eingereicht wurden, von einem Fachgremium der Universität sowie dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ausgewählt. Dem Kuratorium gehören unter anderem die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Louwrens Langevort, Intendant der Kölner Philharmonie, Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Lale Akgün und Bettina Böttinger an.
Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität (ZfL) verantwortet die Umsetzung der Nominierung und Verleihung des Schulpreises.
„Ein Preis für Toleranz an Schulen ist aktuell geforderter denn je“, so ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler. „Tolerantes Verhalten ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Dagegen müssen wir etwas tun.“

Mit den Toleranzringen werden in diesem Jahr Prof. Dr. Katajun Amirpur, Islamwissenschaftlerin der Universität zu Köln und freie Journalistin, die Schweizer Politikerin Doris Leuthard (Christlichdemokratische Volkspartei) und die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano, ausgezeichnet. Bejarano hatte die Rapper Farid Bang und Kollegah bei der Echo-Preisverleihung im April öffentlich für ihre antisemitischen Texte kritisiert.

„Toleranz ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine historisch gewachsene Notwendigkeit“, betont Prof. Dr. Felix Unger, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. „Mit der nun seit 21 Jahren bestehenden Auszeichnung wollen wir zu einer Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und zur Förderung eines toleranten und friedlichen Miteinanders der Menschen und Kulturen beitragen.“
„Preise für Toleranz haben im Angesicht einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der wir einmal mehr Nein sagen müssen zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, zu Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit, eine besondere Relevanz“, so Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnet seit 1997 jährlich Persönlichkeiten mit dem Toleranzpreis aus. Der Preis wurde unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, Hans-Dietrich Genscher und an den Dirigenten Daniel Barenboim verliehen. Der Schulpreis „Toleranz macht Schule“ wurde 2017 zum ersten Mal an drei Kölner Schulen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung wird vom Verein „Wir helfen“ des Kölner Stadt-Anzeiger, der Deutschen Bank AG sowie der Deutschen Welle als Medienpartner unterstützt. Sie wird moderiert von Joachim Frank, Chefkorrespondent DuMont/Kölner Stadt-Anzeiger.

Termin:
Verleihung der Toleranzringe und des Schulpreises
„Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz
16. November, 16.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums,
Obenmarspforten 40
50667 Köln

Fototermin Presse:
16. November, 15.50 Uhr, Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums

Festrede:
Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes NRW

Pressekontakt:
Merle Hettesheimer
Universität zu Köln / Zentrum für LehrerInnenbildung
Leitung Kommunikation und Events
Tel. +49 221 470 5687
E-Mail: m.hettesheimer(at)uni-koeln.de

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news-5131 Thu, 08 Nov 2018 07:23:10 +0100 Unibibliothek zeigt Fotoausstellung über Forschung in der Atacama http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5131&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24d48516446a5ad3fbeb6e98ccca84d6 Feierliche Eröffnung am 15.11.2018 / „Abenteuer Atacama – Mit den Forscherinnen und Forschern in der Wüste“ / Eindrucksvolle Bilder von einem der trockensten Orte der Welt Im Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) ist ab dem 15. November 2018 eine neue Ausstellung mit Fotografien aus Südamerika zu sehen. „Abenteuer Atacama – Mit den Forscherinnen und Forschern in der Wüste“ nimmt die Besucherinnen und Besucher mit nach Chile, wo der Sonderforschungsbereich 1211 „Earth – Evolution at the Dry Limit“ von der Universität zu Köln die extreme Trockenheit in der Atacama untersucht. Die Ausstellung wird vom 15. November bis zum 19. März 2019 in der Universitäts- und Stadtbibliothek während der regulären Bibliotheksöffnungszeiten zu sehen sein.
Zur Vernissage möchten wir Sie herzlich einladen. Interviewpartner stehen Ihnen nach einer Einführungsrede bereit.

Termin:
Donnerstag, 15. November 2018, 18.00 Uhr
„Vernissage ‚Abenteuer Atacama – Mit den Forscherinnen und Forschern in der Wüste‘“
Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB), Universitätsstraße 33, 50923 Köln

Die Bilder von der Forschungsarbeit des SFB 1211 „Earth – Evolution at the Dry Limit“ zeigen Wissenschaft in der erstaunlich vielfältigen, teils unwirtlichen, aber beeindruckend schönen Landschaft der Atacama. Außerdem sehen Sie Bilder eines naturwissenschaftlichen Experiments, wie die Wüste auf Wasser reagiert – denn die Forscherinnen und Forscher lassen es hier künstlich regnen.
Die Atacama ist die trockenste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich vom Norden Chiles über den Süden Perus. Es gibt Gebiete, in denen jahrzehntelang kein Tropfen Regen fällt. Im chilenischen Teil der Atacama erforscht der SFB 1211 die wechselseitigen Beziehungen zwischen Landschaftsentwicklung und der Evolution des Lebens.

Großformatige Fotos und einige Exponate vermitteln, warum diese Forschung am Trockenheitslimit für uns alle von Bedeutung ist. Denn in Zeiten des Klimawandels und der globalen Erwärmung liefert die Arbeit des SFB eine wichtige Grundlage, um die Prozesse der Landschaftsentwicklung und der biologischen Evolution unter extrem trockenen Bedingungen besser zu verstehen. Ein internationales Team aus 86 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen arbeitet hierbei gemeinsam.

So erforschen Biologinnen und Biologen etwa, wie Pflanzenpopulationen miteinander verwandt sind, die praktisch ohne Regen in der kargen Landschaft wachsen. Geologinnen und Geologen können anhand von Bohrkernen das Wüstenklima der letzten zwei Millionen Jahre rekonstruieren. Meteorologen analysieren mit Wetterstationen und Satelliten die Beziehungen von Land, Meer und Atmosphäre. Die Geomorphologie schließlich ermittelt, welchen Einfluss die extrem trockenen Bedingungen in der Wüste für die Formung von Landschaften haben.

„Im Laufe des Projektes wollen wir die Ergebnisse aus all diesen Arbeitsbereichen zusammenführen, damit sich ein großes Bild ergibt. Wir hoffen, dass wir so das Verständnis unserer Erde maßgeblich vorantreiben können“, sagt Professor Dr. Tibor Dunai, der Sprecher des SFB. „Die Ausstellung erzählt diese spannenden Geschichten aus einer ganz besonderen Region unseres Planeten.“

Der Sonderforschungsbereich „Earth – Evolution at the Dry Limit“ ist ein Verbundprojekt der Universitäten Köln und Bonn, der RWTH Aachen sowie dem Forschungszentrum Jülich und wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
Öffentlichkeitsarbeit SFB 1211 „Earth – Evolution at the Dry Limit“
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Frieda Berg
Pressereferentin der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)
+49 221 470-1704
berg(at)ub.uni-koeln.de
Weitere Informationen:
www.ub.uni-koeln.de/events/2018/abenteuer_atacama

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news-5130 Thu, 08 Nov 2018 07:08:28 +0100 Forschung zu Fettleibigkeit vermitteln: Jens Claus Brüning wird Weizsäcker-Preis verliehen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5130&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=793ae3f67302b4efae665cfb0c55b886 Kölner Molekularbiologe Professor Dr. Jens Claus Brüning von Stifterverband und Leopoldina mit 50.000 Euro ausgezeichnet Der Stifterverband und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina zeichnen den Kölner Endokrinologen und Molekularbiologen Prof. Dr. Jens Claus Brüning mit dem Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis 2018 aus. Der Wissenschaftler von der Universität zu Köln wird für seine Forschungen zu den Grundlagen zweier Volkskrankheiten geehrt: Adipositas (sehr starkes Übergewicht) und Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Brüning erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis am 11. Dezember 2018 in Halle (Saale). Die Ehrung findet im Rahmen der traditionellen Weihnachtsvorlesung der Leopoldina statt, die der Preisträger zum Thema „Kontrolle von Energiehaushalt und Stoffwechsel durch das Gehirn“ halten wird.

Professor Dr. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes, sagt: „Der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis ist eine Auszeichnung für wissenschaftsbasierte Politikberatung. Er ehrt also Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit ihren Forschungsarbeiten Lösungen zum Umgang mit drängenden Problemen entwickeln und diese der Politik und der Öffentlichkeit aktiv vermitteln. Jens Claus Brünings Beiträge könnten die Lebensqualität und Lebenserwartung sehr vieler Menschen, die an Adipositas oder Diabetes Typ 2 erkrankt sind, künftig verbessern.“

In der Medizin ist zum Beispiel seit längerem bekannt, dass Stoffwechselstörungen in der Schwangerschaft das Risiko der ungeborenen Kinder erhöht, an Diabetes oder Übergewicht zu erkranken. Jens Claus Brüning gelang es, diese Zusammenhänge zu erklären. Er konnte erstmalig in Mausmodellen zeigen, dass eine fettreiche Ernährung von Mausmüttern während der Stillzeit dazu führt, dass sich die Entwicklung bestimmter Nervenzellen (POMC-Neurone) im Gehirn ihrer Nachkommen hemmt. In der Folge entwickelte sich durch die fettreiche Ernährung ein gestörter Stoffwechsel. Diese Erkenntnis am Mausmodell ermöglicht Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von Stoffwechselstörungen bei Schwangeren.

Brüning identifizierte zudem Nervenzellen in einem Bereich des Zwischenhirns, die daran beteiligt sind, die Nahrungsaufnahme und den Zuckerstoffwechsel zu steuern. So erforschte der Molekularbiologe chemische Reaktionen in Körperzellen, die bei Übergewicht zu einer verminderten Wirkung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin und damit zur Insulinresistenz führen, also zu einer Diabetes-Erkrankung.

Professor Dr. Jens Claus Brüning ist seit dem Jahr 2007 Wissenschaftlicher Koordinator und Sprecher des Exzellenzclusters CECAD für Alternsforschung an der Universität zu Köln. Seit Februar 2012 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung und darüber hinaus Direktor an der Poliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Präventivmedizin an der Uniklinik Köln. Brüning wurde 1993 an der Universität zu Köln promoviert und erhielt hier auch die Venia Legendi als Lehrberechtigung für Innere Medizin / Endokrinologie im Jahr 2002. Als Forscher interessiert er sich für die Regulierung des Energie- und Glukosestoffwechsels in Verbindung mit altersassoziierten (z.B. Typ-2-Diabetes) und neurodegenerativen Erkrankungen (z.B. Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson).

Für seinen Fortschritt in der Stoffwechselregulierung erhielt er bereits zahlreiche internationale Auszeichnungen. 2009 wurde Brüning mit dem Ernst Jung-Preis für Medizin ausgezeichnet. 2008 erhielt er den Minkowski-Preis der Europäischen Diabetes-Gesellschaft, dem der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahr 2007 vorausging. 2018 wurde Brüning zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ernannt.

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
PR Officer CECAD
pkohl(at)uni-koeln.de
+49 221 478 84043

Dr. Annegret Burkert
PR Executive Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung
aburkert(at)age.mpg.de
+49 221 37970207

 

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news-5129 Tue, 06 Nov 2018 12:07:56 +0100 Universität zu Köln erneut für Chancengleichheit und Vielfalt mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat ausgezeichnet http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5129&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=410d7c6db158aa969cb705b81ee2e03e Der Verein TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. hat der Universität zu Köln zum vierten Mal, nach 2004, 2007 und 2014, das Total E-Quality Prädikat verliehen. „Die Führungspersönlichkeiten unserer Prädikatsträger*innen haben erkannt, dass gelebte und in der Organisation fest verankerte Chancengleichheit und Vielfalt zu mehr Erfolg führt. Sie präsentieren sich als zukunftsweisende Vorbilder in unserer Gesellschaft“, sagte Eva Maria Roer, Vorsitzende des TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. bei der Prädikatsübergabe am 31.10.2018 in Stuttgart.

Die Universität zu Köln wurde als eine von 50 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden für ihre zukunftsorientierte, erfolgreiche und nachhaltige Personalpolitik ausgezeichnet. Sie wirkt damit aktiv und nachweislich auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Die Jury hebt in ihrer Begründung positiv hervor, „dass im Bereich Diversity institutionelle Rahmenbedingungen geschaffen wurden und bereits zahlreiche Diversity-Initiativen umgesetzt werden. Die Hauptziele bei der Umsetzung von Chancengerechtigkeit (…) sind strategisch u.a. in den gemeinsam mit mehreren regionalen Institutionen vereinbarten „Leitlinien Chancengerechtigkeit“ verankert. In den vergangenen Jahren wurden die vorhandenen Strukturen (…) ausgebaut und vor allem durch passgenaue Maßnahmen (…) verstärkt.“

Mit dem Prädikat des Vereins TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. werden jährlich Organisationen ausgezeichnet, die sich nachhaltig für Chancengleichheit engagieren. TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. vergibt diese Auszeichnung seit über zehn Jahren und hat das Prädikat 2015 um das Thema Diversity erweitert und erstmalig das Add-On-Prädikat für Vielfalt vergeben. Insgesamt wurden bislang über 316 Organisationen ausgezeichnet und 87 für ihr vorbildliches Engagement im Bereich Diversity. In den ausgezeichneten Organisationen profitieren ca. 2 Millionen Beschäftigte und ca. 900.000 Studierende von einer chancengerechten Personalpolitik.

Kontakt:

Universität zu Köln
Dr.‘ Britt Dahmen, Referat Gender & Diversity Management
Telefon: +49 221 470-5907
E-Mail: b.dahmen(at)verw.uni-koeln.de
www.vielfalt.uni-koeln.de

TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V.
Manuela Butkus
Tel. +49 9708 909-110
E-Mail: info(at)total-e-quality.de
www.total-e-quality.de

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news-5123 Mon, 05 Nov 2018 14:08:04 +0100 ForscherInnen entdecken Schutzmechanismus zur korrekten Verarbeitung genetischer Informationen http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5123&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=35320d65e3cce4613c1a95b16306eaf2 Schutzmechanismus verhindert Verlust von genetischen Informationen bei der Produktion von Boten-RNA / Veröffentlichung im Fachjournal Molecular Cell Um Erbinformation bei der Herstellung neuer Zellbestandteile zu übermitteln, ist die Produktion von Boten-RNA als wichtiger Zwischenschritt unverzichtbar. Forscher und Forscherinnen des Instituts für Genetik an der Universität zu Köln unter Leitung von Professor Dr. Niels Gehring konnten einen Kontrollmechanismus aufdecken, der die korrekte Produktion von Boten-RNA sichert und so den unkontrollierten Verlust von Informationen verhindert.

„Durch diesen grundlegenden Schutzmechanismus wird die Unversehrtheit der Boten-RNA gewahrt und sichergestellt, dass die Zelle auch tatsächlich die richtige Funktion übernimmt. Er ist also eminent wichtig“, sagt Gehring, der Seniorautor der Studie „Exon junction complexes suppress spurious splice sites to safeguard transcriptome integrity“ ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Molecular Cell veröffentlicht.

In menschlichen Zellen liegt das Erbgut als Gesamtmenge der einzelnen Gene geschützt und verpackt im Zellkern vor und kann nicht unmittelbar für die Produktion neuer Zellbauteile verwendet werden. Um die genetischen Informationen weiterzugeben, muss von jedem Gen zunächst eine Abschrift, die Boten-RNA, erstellt werden. Die meisten genetischen Baupläne sind durch zusätzliche Abschnitte ohne Informationen unterbrochen. Solche informationsleeren Bereiche müssen bei der Herstellung von Proteinen in der Zelle zuerst aus der Boten-RNA entfernt werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Spleißen. Beim Spleißen werden nur die Bereiche zusammengefügt, die für die Proteinproduktion notwendig sind (die sogenannten Exons), während die Bereiche ohne Informationen aus der Boten-RNA herausgeschnitten werden. Der Vorgang des Spleißens ermöglicht also erst die Verwendung der genetischen Information.

Läuft das Spleißen nicht korrekt ab und werden so genannte kryptische Spleißstellen benutzt, führt dies zur Produktion von fehlerhaften und unvollständigen Boten-RNAs. Im Resultat werden neue Proteine nicht korrekt gebildet. Durch die enge Zusammenarbeit des Kölner Teams mit der bioinformatischen Arbeitsgruppe von Professor Dr. Christoph Dieterich am Universitätsklinikum Heidelberg ist es nun gelungen, einen grundlegenden zellulären Mechanismus aufzuklären, durch den das Spleißen der Boten-RNAs an kryptischen Spleißstellen unterdrückt wird.

Im Zentrum dieses Schutzmechanismus steht ein Proteinkomplex, der durch das Spleißen auf der Boten-RNA platziert wird. Dieser „Exon Junction Complex“ (kurz EJC) bleibt an die Boten-RNA gebunden und fungiert ähnlich wie ein Prüfsiegel. „Ist dieser Proteinkomplex auf einer Boten-RNA vorhanden, signalisiert dies einen erfolgreichen Spleißprozess und führt dazu, dass solche Boten-RNAs bevorzugt verwendet werden“, erklärt Dr. Volker Böhm, Erstautor der Studie. In der vorliegenden Studie stellte sich zudem heraus, dass die Platzierung eines EJC auf der Boten-RNA nach einem Spleißvorgang wie ein Abwehrschild gegen kryptische Spleißstellen funktioniert.

In weiteren Studien wollen die Forscherinnen und Forscher nun herausfinden, ob dieser Schutzmechanismus gezielt in krankhaftem Gewebe ausgestellt werden kann, um zum Beispiel bestimmte Krebsarten zu heilen.


Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Niels H. Gehring
Institut für Genetik
+49 221 470-3873
ngehring(at)uni-koeln.de

Dr. Volker Böhm
Institut für Genetik
+49 221 470-5260
boehmv(at)uni-koeln.de  

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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news-5121 Fri, 02 Nov 2018 13:29:35 +0100 Vertrauen in Bankensystem: „Politischer Radikalismus führt zur Zurückhaltung bei Investitionen“ http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5121&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a9cd64acc444f0ace0451e29c7bf4c29 Bankenstresstest, die bevorstehenden US-Wahlen zum Repräsentantenhaus, Niedrigzinsen oder die Digitalisierung: Banken haben derzeit viele Baustellen. Doch auf dem Vertrauen auf Banken basiert eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. Ein Gespräch mit Prof. Thomas Hartmann-Wendels von der Universität zu Köln über große Krisen und die deutschen Banken.
Können die Wahlen zum Repräsentantenhaus am 6. November in Amerika eine Auswirkung auf die Banken haben?
Die anstehenden Wahlen zum Repräsentantenhaus entscheiden darüber, ob Trump seine Politik der Deregulierung der Banken ungestört fortsetzen kann oder ob die Demokraten diese Entwicklung hemmen oder gar verhindern können. Eine Deregulierung beflügelt zunächst einmal die Geschäftsmöglichkeiten der Banken, allein die Ankündigung von Maßnahmen zur Deregulierung hat die Aktienkurse amerikanischer Banken steigen lassen. Lockere Vorschriften verschaffen den international tätigen amerikanischen Banken einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren europäischen Konkurrenten, gleichzeitig wächst aber auch die Gefahr, dass einzelne Banken die neu gewonnenen Freiheiten dazu nutzen, eine langfristig verantwortungslose Geschäftspolitik zu betreiben.

Geldgeschäfte basieren auf Vertrauen in die wirtschaftliche und politische Stabilität eines Landes. Das scheint in der deutschen Gesellschaft aber zu schwinden. Worin besteht die Gefahr dieser Entwicklung?
Vertrauen in stabile und verlässliche Rahmenbedingungen ist unerlässlich für eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. Dies gilt für alle Bereiche einer Volkswirtschaft, in besonderem Maße aber für Banken. Egal ob Banken Kredite vergeben oder Einlagen entgegennehmen, stets ist das Vertrauen auf die Rückzahlung der vergebenen Kredite bzw. der bei Banken angelegten Gelder die entscheidende Geschäftsgrundlage. Schwindet dieses Vertrauen, können Investitionen nicht mehr finanziert werden, dies gefährdet Wachstum und Vollbeschäftigung.

Sehen Sie derzeit Anzeichen dafür, dass sich Unternehmen mit Investitionen in Deutschland (Ost?) zurückhalten, weil das Vertrauen in die Banken geschädigt ist?
Die Investitionsbereitschaft von Unternehmen hängt im Wesentlichen davon ab, wie erfolgversprechend die wirtschaftliche Entwicklung und wie stabil die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschätzt werden. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung ziehen einige dunkle Wolken auf, die Stichworte hier sind Brexit, Handelskrieg und wachsende Instabilität in Italien. Was die politische Entwicklung anbelangt, so haben die Vorkommnisse in den letzten Wochen sich sicherlich negativ auf die Attraktivität einiger Länder in Ostdeutschland als Unternehmensstandort ausgewirkt. Einige Banken haben zwar seit der Finanzkrise an Reputation eingebüßt, ich sehe aber keine generelle Vertrauenskrise, die zu einer Zurückhaltung bei Investitionen führt.

Wissenschaftler wie die Nobelpreisträger Robert Shiller, William Sharpe und Lars Peter Hansen warnen vor einem größeren Crash als 2008. Sehen Sie das auch so?
Es gab fast zu jeder Zeit Stimmen, die vor einer großen Krise gewarnt haben. 2008 haben sich diese Prophezeiungen dann auch einmal bewahrheitet, seitdem wird solchen Prognosen eine viel größere Aufmerksamkeit zuteil als früher. Auch derzeit gibt es eine Reihe von Indikatoren, aus denen sich durchaus plausibel ein Crash-Szenario ableiten lässt. Die Zutaten hierzu sind Brexit, wachsende Staatsverschuldung, Niedrigzinsniveau mit der Folge einer Überbewertung von Immobilien und Aktien und zunehmende politische Unsicherheiten. Ob sich daraus wirklich eine globale Krise entwickelt, ob es nur eine kleine Delle im Wirtschaftswachstum gibt oder ob der Sturm vorbeizieht ohne großen Schaden anzurichten, lässt sich derzeit nicht seriös abschätzen.

Sind Banken heute immer noch im gleichen Maß wie 2008 systemrelevant?
Während der Finanzmarktkrise haben viele Akteure beschworen, dass eine einzelne Bank nie mehr so groß werden darf, dass ihre Insolvenz die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährdet. Seit der Finanzmarktkrise erleben wir aber eine Zunahme der Bankenfusionen, vor allem zwar bei kleinen Instituten, aber durchaus auch bei großen Banken. Diese Entwicklung vergrößert das „too-big-to-fail“ Problem. Hintergründe der Fusionen sind u.a. das Niedrigzinsniveau und eine deutliche verschärfte Regulierung, die zunehmend zu einem Kostenfaktor für die Banken wird. Die Bankenaufsicht versucht zwar, die Gefahr, die von systemrelevanten Banken ausgeht, zu begrenzen, indem diese Banken stärker beaufsichtigt werden, indem sie höhere Eigenkapitalquoten einhalten müssen und indem sie Pläne für den Fall einer Abwicklung bereithalten müssen. Es ist allerdings mehr als fraglich, ob diese Instrumente im Ernstfall wirklich greifen. Das Problem, dass Banken systemrelevant sind, ist also bis heute nicht gelöst.

Machen deutsche Banken momentan alles richtig oder was sollten sie ändern?
Die Banken in Deutschland befinden sich in einer schwierigen Lage. Das Niedrigzinsniveau hat die Zinsmargen drastisch schrumpfen lassen, die verschärfte Regulierung hat den Kostendruck erhöht, gleichzeitig dringen neue, innovative Wettbewerber wie z.B. die Fintechs in die traditionellen Geschäftsfelder der Banken ein. Um von der Digitalisierung nicht abgehängt zu werden, bedarf es enormer Anstrengungen, insbesondere auch hoher Investitionen. Die großen Banken haben derzeit viele andere Baustellen und können sich dem Thema Digitalisierung nicht mit ganzer Kraft widmen. Die in ihrem jeweiligen Finanzverbund zusammengeschlossenen Sparkassen und Volksbanken/Raiffeisenbanken müssen ihre Kräfte besser bündeln, um mit der Entwicklung Schritt halten zu können. Oftmals ist der Chor in den Finanzverbünden zu vielstimmig und behindert damit schnelle Entscheidungen.

Stellen radikale politische Kräfte eine Gefahr für die Banken/Unternehmen dar?
Unternehmen benötigen stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, um erfolgreich arbeiten zu können. Jegliche Form politischen Radikalismus vergrößert die Unberechenbarkeit und führt zur Zurückhaltung bei Investitionen. Hinzu kommt, dass politisch radikale Kräfte dazu neigen, die Gesetze für ein erfolgreiches Wirtschaften zu ignorieren und ihren radikalen Ansichten unterzuordnen. Die Erfahrung lehrt, dass dies auf Dauer nie gelingt. Für Banken kommt noch hinzu, dass deren Geschäftstätigkeit in besonderem Maße vom Vertrauen ihrer Kunden abhängt. Wir erleben aktuell in Italien, dass politischer Radikalismus das Vertrauen der Anleger in die Sicherheit ihrer Geldanlagen erschüttert. Geldanlagen werden zunehmend über die Grenze in die sichere Schweiz verlagert, weil die Angst wächst, dass Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden, um einen Bank-Run zu verhindern. Sollte diese Tendenz sich verstärken, werden die italienischen Banken in ernste Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Die deutschen Banken sollten im internationalen Wettbewerb mithalten können. Spricht das für eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank?
Die Deutsche Bank und die Commerzbank sind in den letzten Jahren im internationalen Wettbewerb deutlich zurückgefallen. Die Deutsche Bank spielt längst nicht mehr in der ersten Liga der international tätigen Banken mit, die Commerzbank hat noch nie so richtig dazu gehört. Beide Banken haben mit immensen internen Problemen zu kämpfen. Diese werden durch eine Fusion nicht gerade geringer. Im Gegenteil, die Zusammenführung zweier großer Banken ist eine Mammutaufgabe, die immense Summen verschlingt und die neu entstandene Bank von anderen wichtigen Themen wie z.B. den Herausforderungen durch die Digitalisierung ablenkt. Zusammengefasst kann man sagen, dass durch die Fusion zweier schwächelnder Institute keine starke Bank entsteht, da durch die Fusion keines der bestehenden Probleme gelöst wird, sondern nur zusätzliche geschaffen werden.

Das Interview steht auch zum Abdruck und zur digitalen Verwendung zur Verfügung.


Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels ist Direktor am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Bankbetriebslehre und am Forschungsinstitut für Leasing sowie Geschaftsführender Direktor der Abteilung Bankwirtschaft am Instittut für Bankwirtschaft und Bankrecht der Universität zu Köln.


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news-5118 Wed, 31 Oct 2018 08:23:50 +0100 Astrophysik: Erste detaillierte Beobachtung von Materie, die nah um ein Schwarzes Loch kreist http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5118&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=28f0b18ad763586d8db2f9ed6130b523 Das GRAVITY-Instrument der Europäischen Südsternwarte (ESO) bestätigt ein Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße / Forscher der Uni Köln lieferten entscheidende Instrumente Ein internationales Forschungsteam hat einen großen Fortschritt bei der Überprüfung der Theorie erzielt, dass sich ein superschweres Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße befindet. Die Forschungsergebnisse wurden durch das neue GRAVITY-Instrument der ESO möglich gemacht: Es vereint das Licht aller vier Teleskope des ESO Very Large Telescope zu einem Superteleskop von 130 Metern Durchmesser. Die Beobachtungen zeigen Gasanhäufungen, die sich mit 30 Prozent der Lichtgeschwindigkeit auf einem kreisförmigen Orbit knapp außerhalb des innersten stabilen Orbits um das Schwarze Loch drehen, das die viermillionenfache Masse der Sonne hat.

In dem Artikel „Detection of Orbital Motions Near the Last Stable Circular Orbit of the Massive Black Hole SgrA*“ (Nachweis orbitaler Bewegungen nahe der letzten stabilen Umlaufbahn um das massenreiche Schwarze Loch Sagittarius A*) in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics berichten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität zu Köln, des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik (MPE), der Sternwarten Paris und Grenoble, des Max-Planck-Instituts für Astronomie und der Universitäten Lissabon und Porto über ihre Beobachtungen eines Flackerns infraroter Strahlung aus der Gasscheibe rund um Sagittarius A*, die etwa 10 Lichtminuten Durchmesser hat und mit einer Geschwindigkeit kreist, in der relativistische Phänomene auftreten können (die Geschwindigkeit beträgt etwa ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit).

Die Infrarotgruppe am I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln (Professor Andreas Eckart, Dr. Christian Straubmeier sowie Kollegen und Kolleginnen) hat einen wesentlichen Beitrag zu dem Experiment geleistet. Der Leiter der Gruppe, Professor Eckart, erklärt: „Das Herzstück von GRAVITY wurde in Köln gebaut: zwei Spektrometer, die die Lichtstrahlen von vier gigantischen 8,2 Meter Teleskopen bündeln und dadurch ein Teleskop von 130 Metern Durchmesser schaffen.“ Dr. Straubmeier war für die technische Umsetzung der Spektrometer in Köln verantwortlich. Er ist von der Genauigkeit des neuen Instruments begeistert: „GRAVITYs Messgenauigkeit ist so hoch, dass man die Zeit von einer Küchenuhr auf dem Mond ablesen könnte.“

Während die beobachtete Materie das Schwarze Loch auf einem sicheren Orbit umkreisen kann, wird alles, was dem Loch zu nah kommt, hinter den Ereignishorizont gezogen. Das beobachtete Flackern stammt von Material, das sehr dicht am Ereignishorizont um Sagittarius A* herum kreist.

„Es ist verblüffend, tatsächlich Zeuge zu werden, wie Material mit 30 Prozent der Lichtgeschwindigkeit um das Schwarze Loch kreist“, staunt Oliver Pfuhl vom MPE. „GRAVITY und seine enorme Empfindlichkeit erlaubt es uns den Ansammlungsprozess des Gases in Echtzeit und in bisher unbekannter Detailgenauigkeit zu beobachten.“

Bereits früher im Jahr erlaubte es die 10- bis 20-mal höhere Winkelauflösung von GRAVITY zusammen mit dem SINFONI-Instrument demselben Team von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, den Vorbeiflug des Sterns S2 dicht am vermuteten Schwarzen Loch zu messen. Während sie die Kreisbewegung analysierten, fanden die Forscherinnen und Forscher Abweichungen von der klassischen Newton’schen Dynamik, wie sie von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorausgesagt werden.

Während dieser Messungen fing das GRAVITY-Team starke infrarote Ausstrahlungen in drei hervorstechenden Aufflackern von den sehr energiereichen Elektronen nahe am Schwarzen Loch auf.

Diese Emission stammt wahrscheinlich von kompakten „magnetischen Gewittern“ im sehr heißen Gas, das um Sagittarius A* kreist, ähnlich wie Strahlungsausbrüche der Sonne. Die Bewegung der drei Strahlungsausbrüche im galaktischen Zentrum kann mit einem Orbit mit einem Radius von sieben bis zehn Mal größer als der Ereignishorizont erklärt werden. Die Beobachtungen bestätigten exakt die theoretischen Voraussagen für solche heißen Zonen, die an der innersten Kante eines stabilen Orbits um ein Schwarzes Loch von etwa vier Millionen Sonnenmassen kreisen.

Reinhard Genzel vom MPE in Garching hat die Studie geleitet. Er erklärt: „Das war immer eines unserer großen Ziele, aber wir hatten nicht erwartet, dass es so schnell und so klar möglich würde.“ Zur Annahme, dass es sich bei Sagittarius A* um ein superschweres Schwarzes Loch handelt, erklärt Genzel, dies sei eine überwältigende Bestätigung dieser Theorie.

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Forschung
news-5114 Thu, 25 Oct 2018 13:44:33 +0200 Fliegenhirn: DFG-Forschungsgruppe untersucht Schaltkreise und Erinnerung bei der Fruchtfliege http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5114&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c159b7be4f1ebf1b8342bb8e0a2f740 Teilprojekt an der Uni Köln möchte Erinnerungen als zeitliche Netzwerke darstellen und das Verhalten von Robotern steuern lernen. Die neuronalen Prozesse des Erinnerns und ihr Aufbau stehen im Fokus der Forschungsgruppe „Entschlüsselung eines Gehirn-Schaltkreises: Struktur, Plastizität und Verhaltensfunktion des Pilzkörpers von Drosophila“ (FOR 2705), die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet worden ist.

Mit einem Teilprojekt ist auch Professor Dr. Martin Paul Nawrot vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln beteiligt. Er erforscht am Modellorganismus der Taufliege Drosophila melanogaster das flexible Netzwerk aus zeitgleichen und zeitlich verteilten Erinnerungen. „Ziel meines Teilprojekts ist es den hochkomplexen Vorgang der Erinnerung als ein biologisch realistisches und zugleich funktionales Netzwerk modellieren zu können“, erklärt Nawrot. Mithilfe des Modells sollen sich einzelne Gedächtnisspuren im Fliegenhirn präzise lokalisieren lassen.

Wie sich Erinnerungsstränge im Bauplan des Hirnes in alle Richtungen entfalten und netzwerkartig entwickeln, hängt mit den individuellen Erfahrungen zusammen. Die „Architektur“ der Stränge beeinflusst das Verhalten maßgeblich. Nawrot hat solche Lern-Verhaltens-Zusammenhänge in einem weiteren Projekt bereits am Beispiel der Honigbiene erforscht. „Die Biene ist der Tat der am besten etablierte Modellorganismus für das Lernen, vor allem in Verhaltensstudien. Bienen können extrem gut lernen, sodass sie auch komplexe Lernaufgaben erfüllen, wie wir es sonst nur von Wirbeltieren kennen“, sagt Nawrot.

Die Gedächtnisleistungen der Fliege sind nicht mit denen der Honigbiene vergleichbar, auch, weil ein Fliegenhirn zehn Mal kleiner als das einer Honigbiene ist. Aber die Drosophila habe im Gegensatz zur Biene den sehr großen Vorteil, dass an ihr bereits verschiedene biologische Instrumente entwickelt wurden und man dank dieser Instrumente schon jetzt sehr viel mehr über Anatomie und Funktion ihres Hirns weiß. Das Kölner Teilprojekt von Nawrot bezieht eine Vielzahl an bereits vorliegenden anatomischen und funktionellen Daten zur Drosophila in die Modellierung des Erinnerungsnetzes mit ein. Diese Daten stammen aus der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Kei Ito, der 2016 von der Universität Tokio an die Uni Köln gewechselt ist und als assoziiertes Mitglied der Forschungsgruppe seine Expertise, Methoden und seine genetisch veränderten sogenannten Fliegenlinien zur Verfügung stellt.

„Ob Biene oder Fliege, trotz ihres relativ kleinen Gehirns zeigen Insekten ein komplexes und anpassungsfähiges Verhalten. Gerade die begrenzten neuronalen Ressourcen erfordern es, im Hirn eintreffende Reize mit besonders wenig Aufwand zu entschlüsseln und sie in Aktionen zu überführen. Von diesen netzartigen Schaltkreisen können wir einiges lernen, um grundlegende Eigenschaften der Funktionsweise des Nervensystems herauszufinden“, sagt Nawrot.

In Nawrots Projekt soll beispielsweise das Verhalten eines autonomen Roboters mit circa 4.000 künstlichen „Nervenzellen“ in Echtzeit gesteuert werden. Der Zoologe erklärt: „Unser Roboter kann durch eine Kamera sehen und nimmt visuelle Reize wie Licht oder Farbe entgegen. Er lernt, dass der Blick auf bestimmte Farben eine bestimmte Aktion erforderlich macht. Je häufiger er die Aktion korrekt durchführt, desto stabiler wird der Belohnungspfad in seinen Verbindungen zwischen den Nervenzellen.“ Zu ähnlichen Ergebnissen war Nawrot bereits in seiner Honigbienen-Studie gekommen: Je häufiger ein Reiz belohnt wurde, desto stabiler wurde der Verbindungspfad von Nerven, der sich förmlich „ins Gedächtnis brannte“. Diese Plastizitätsregel, wie Nawrot sie nennt, inspirierte die Forschungsgruppe nun dazu, ein neuronales Spiking-Netzwerk – also ein biologisch realistisches Netzwerk mit Neuronen, die Verhalten anstoßen – auf einem analogen Mikrochip für die Roboter zu implementieren.

Die FOR 2705 ist unter Sprecherschaft der Georg-August-Universität Göttingen (Professor Dr. André Fiala) und hat sechs Teilprojekte in Köln, Bonn, Göttingen, München, Magdeburg und Berlin. Sie wird für zunächst drei Jahre gefördert. Die Forschungsgruppe plant, jährlich eine große Fachkonferenz zu veranstalten. Die erste findet im Mai 2019 statt.

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Martin Paul Nawrot
Institut für Zoologie der Universität zu Köln
+49 221 470-7307
mnawrot(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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Forschung
news-5113 Thu, 25 Oct 2018 10:23:04 +0200 Multimedia Science Slam: Schulen und Studierende stellen sich dem Publikum http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5113&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=893f4f5f9653e25cf35310894b2620bf Wie kommt die Musik auf den MP3-Player? Wieso hilft Kresse bei der Beseitigung des Küchenchaos' und warum wird die Luftpumpe bei Gebrauch warm? Um solche Fragen geht es am Samstag, 10. November 2018, um 16:00 Uhr im Auditorium des Abenteuermuseums Odysseum in Köln. Die Institute für Physikdidaktik der Universitäten Köln und Münster laden zum "Multimedia Science Slam" ein, bei dem sich Studierende und Schüler*innen aus Köln sowie Münster und Umgebung mit selbst gedrehten Kurzfilmen dem Urteil des Publikums stellen.

Unterhaltsam und leicht verständlich aufbereitet, präsentieren die Multimedia-Produktionen Themen für den naturwissenschaftlichen Unterricht.

Alle Interessierten sind als Publikum und somit auch als Jury willkommen. Der Eintritt ist frei. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Reservierung über www.multimediaSCIENCEslam.de erforderlich.

In Kooperation mit der "Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung" (ZuS) der Universität zu Köln
Kontakt: Florian.Genz(at)uni-koeln.de

Termin:
Samstag, 10. November, 16:00 Uhr im Odysseum Köln


Hintergrundinformationen

Der Multimedia Science Slam

Als „Science Slam“ der besonderen Art, verbindet der Multimedia Science Slam naturwissenschaftliche Inhalte mit digitalen Gestaltungsmöglichkeiten. Das Medium Film spielt im Unterricht eine immer wichtigere Rolle. Um die Kompetenz angehender Lehrer*innen auf diesem Gebiet zu fördern, haben die Physikdidaktik-Institute aus Köln und Münster Studierende und Schüler*innen aufgerufen, eigene Multimedia-Projekte zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Themen für den "Science Slam" einzureichen. Die Beiträge werden beim "Multimedia Science Slam" präsentiert und vom Publikum prämiert.

Odysseum – Das Abenteuermuseum

Das Odysseum wurde im April 2009 in Köln Kalk eröffnet und ist seit dem einzigartig in Köln und Umgebung im Bereich der spielerischen Wissensvermittlung zu den Themen Naturwissenschaft und Technik. Seit Oktober 2013 befindet sich im Odysseum zusätzlich das offizielle „Museum mit der Maus“, . Eigentümerin des Odysseum ist die Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn, für das Management zeichnet sich die Explorado Operations Köln GmbH, ein Unternehmen der Explorado Group GmbH, verantwortlich.

 

Kontakte

Stefan Hoffmann
Universität zu Köln, Institut für Physikdidaktik
Gronewaldstr. 2, 50932 Köln
Tel.: 0221-4704791
E-Mail: stefan.hoffmann(at)uni-koeln.de

Philipp Wichtrup
Universität Münster, Institut für Didaktik der Physik
Wilhelm-Klemm-Str. 10, 48149 Münster
Tel.: 0251-8339394
E-Mail: philipp.wichtrup(at)uni-muenster.de

Pressebilder und Text als PDF unter:
https://www.odysseum.de/presse/

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news-5112 Wed, 24 Oct 2018 13:34:38 +0200 Köln rückt in die Top 10 der besten Gründerhochschulen Deutschlands http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5112&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b7855b9be3eefa930fe29f1cdf73215c Im Deutschen Startup-Monitor 2018 ist die Uni Köln unter den Top 10 / Maßgeblichen Anteil hat der GATEWAY-Service der Uni als Anlaufstelle für junge Gründerinnen und Gründer Im „Deutschen Start-up-Monitor 2018“ (DSM) vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. hat es die Uni Köln in die Top 10 geschafft und zählt damit zu den besten Gründerhochschulen Deutschlands. Maßgeblich für diesen Erfolg ist der GATEWAY Gründungsservice, der allen Interessierten bei der Unternehmensgründung als Anlauf- und Beratungsstelle dient.

„Wir glauben daran, dass in einer exzellenten Hochschule exzellente Gründungen entstehen. Die Universität zu Köln hat sich auf die Fahne geschrieben, beste Entwicklungs- und Wachstumsbedingungen für Gründer und Gründerinnen zu schaffen“, sagt Dr. Rainer Minz, Bevollmächtigter des Rektors der Universität zu Köln für Alumniarbeit, Fundraising und Technologietransfer. „In einer forschungsstarken Hochschule wie der Universität zu Köln entstehen viele innovative Geschäftsideen, die auch realisiert werden sollen.“

Der Deutsche Start-up-Monitor des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. repräsentiert 1.550 Startups mit 17.647 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 3.763 Gründerinnen und Gründer. Er ist damit die einzige umfassende und differenzierte Studie über das Start-up-Ökosystem in Deutschland.

Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470 2202

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