Aktuelle Meldungen / en-gb Uni Köln Wed, 17 Jan 2018 11:34:09 +0100 Wed, 17 Jan 2018 11:34:09 +0100 TYPO3 EXT:news news-4795 Wed, 17 Jan 2018 11:19:52 +0100 Über 1,2 Millionen Euro für Kölns kluge Köpfe /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4795&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb08ea53f1e96ee2059325eeff3efb82 Universität zu Köln vergibt zum Wintersemester 337 Stipendien – Über 100 Förderer und Spender engagieren sich für eine gute akademische Ausbildung junger Menschen an der Universität zu Köln  „In diesem Jahr stehen uns über 1,2 Millionen Euro für Stipendien zur Verfügung, mit denen wir ausgewählte Studierende fördern können“,
freut sich Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.
Zum Wintersemester 2017/18 unterstützt die Universität zu Köln insgesamt 337 Studierende mit einem Stipendium. Möglich macht dies vor allem das Deutschlandstipendium, das zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Bei der Auswahl der 321 Deutschlandstipendien wurden in diesem Jahr erstmals soziale Kriterien stärker berücksichtigt. Neben guten Abitur- und Studienleistungen waren die persönliche Biografie sowie soziales Engagement entscheidend für die Vergabe der Stipendien.

Neben dem leistungsorientierten Deutschlandstipendium können zu diesem Wintersemester elf Sozialstipendien und fünf Stipendien für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung vergeben werden. Damit unterstützt das Stipendienprogramm der Universität zu Köln gezielt Studierende, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind oder aus anderen Gründen bei ihrem Studium mit Hindernissen zu kämpfen haben.

Ermöglicht werden alle Stipendien durch das besondere Engagement von Unternehmen sowie Vereinen, Stiftungen, Privatpersonen und Alumni der Hochschule. Weit über 100 Förderer und Spender engagieren sich für eine gute akademische Ausbildung junger Menschen an der Universität zu Köln.

„Unser Stipendienprogramm ist inzwischen nicht mehr aus dem universitären Leben wegzudenken. Es ist für uns eine echte Bereicherung, leistungsstarke Studierende fördern zu können. Deshalb gilt mein besonderer Dank allen Unterstützern, die sich zum Teil bereits seit mehreren Jahren für unsere Studentinnen und Studenten engagieren", so Rektor Freimuth.
Seit dem Start des Stipendienprogramms 2009 konnte die Universität zu Köln bereits rund 2.450 Jahresstipendien vergeben. Die Kölner Studentinnen und Studenten profitierten damit von insgesamt rund 8,7 Millionen Euro.


Termin:

Mittwoch, 24. Januar 2018, um 17.30 Uhr
„Get Together Deutschlandstipendium 2018“
Rautenstrauch-Joest-Museum, Eingangshalle, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln  

Es besteht die Möglichkeit beim Get Together Bild- und Tonaufnahmen zu machen. Auf Wunsch können geeignete Gesprächspartner vermittelt werden.

Inhaltlicher Kontakt:
Bianca Weides
Rektorat, Universität zu Köln
+49 221 470-4043
bianca.weides(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
http://ukoeln.de/SK6LV

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news-4791 Tue, 16 Jan 2018 12:12:18 +0100 Poetica IV: ›Beyond Identities - Die Kunst der Verwandlung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4791&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=775ac7e65ec7db94787c6ba66f689f14 Vom 22. bis 27. Januar 2018 findet in Köln die „Poetica IV - Festival für Weltliteratur“ statt, veranstaltet vom Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Mit dabei sind u.a. die Lyriker Bei Dao aus China, Anneke Brassinga aus den Niederlanden und Teju Cole aus den USA.

›Beyond Identities - Die Kunst der Verwandlung‹ lautet das diesjährige Thema des Festivals. Kuratorin der Poetica IV ist die japanisch-deutsche Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin Yoko Tawada. Sie hat Autoren aus drei Kontinenten eingeladen, namhafte Experten für die Kunst der Metamorphose in Lyrik und Prosa: Jeffrey Angles aus den USA, Bei Dao aus China, Anneke Brassinga aus den Niederlanden, Teju Cole aus den USA bzw. Nigeria, Hiromi Itō aus Japan, Kim Hyesoon aus Südkorea, Barbara Köhler aus Deutschland, Morten Søndergaard aus Dänemark, Monique Truong aus den USA bzw. Vietnam und Jan Wagner aus Deutschland.

Das Festival wird am 22. Januar, um 18 Uhr, in der Aula der Universität zu Köln mit den Autoren der Poetica eröffnet, begleitet von der Pianistin Aki Takase und Ensemblemitgliedern des Schauspiel Köln. Die weiteren Veranstaltungen, – Lesungen, Gespräche und Performances – finden an unterschiedlichen Orten in Köln statt: in der Universität, der Stadtbibliothek, im Literaturhaus, im Japanischen Kulturinstitut, im Sancta-Clara-Keller und zum Abschluss im Schauspiel Köln.

Die Kuratorin Yoko Tawada steht Ihnen gerne für Interviews zur Verfügung.

Auftakt:
Mo 22.1., 18.00 Uhr
Auftaktveranstaltung mit den Autoren der Poetica
Universität zu Köln, Aula II

Es finden insgesamt zehn Veranstaltungen statt.
Das Programm und Informationen zu den Autoren finden Sie unter:

http://www.poetica.uni-koeln.de/poetica-4/programm/

Kontakt:
Marta Dopieralski
Tel.: +49 (0)221 470-1433
E-Mail: marta.dopieralski(at)uni-koeln.de

Corinna Blattmann
Tel.: +49 (0)6151 4092-16
E-Mail: corinna.blattmann(at)deutscheakademie.de

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

 

 

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news-4787 Thu, 11 Jan 2018 16:04:20 +0100 Presseeinladung zum dreijährigen Bestehen des GATEWAY-Gründungsservice /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4787&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=badefff79a091dec141134b293a361c0 Der GATEWAY-Gründungsservice der Universität zu Köln feiert am 22. Januar 2018 ab 16 Uhr sein dreijähriges Bestehen. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen. Neben dem Rektor Professor Dr. Axel Freimuth und dem Kanzler Dr. Michael Stückradt wird auch der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Andreas Pinkwart, sprechen.

Mit dem Gründungsservice möchte die Universität zu Köln Studierende und HochschulmitarbeiterInnen stärker fördern. In unmittelbarer Campusnähe wurde eine Anlaufstelle für WissenschaftlerInnen und Studierende geschaffen, die sich mit ihrem Know-how selbstständig machen möchten.

Das Angebot des GATEWAY-Gründungsservice beinhaltet professionelle Beratung, themenspezifische Veranstaltungen und richtet sich vor allem an technologie- und wissensbasierte Start-ups aus der Hochschule. Interessierte können sich hier kostenlos beraten lassen und an gründungsrelevanten Infoveranstaltungen oder Networking-Events teilnehmen. Auch Büroräume für Start-ups können zur Verfügung gestellt werden.   

Auf der Veranstaltung gibt es eine Bilanz der ersten drei Jahre des Gateway-Gründungsservice sowie einen Ausblick in die Zukunft.   

Termin:
Montag, 22. Januar 2018 um 16 Uhr
„3 Jahre Gateway - Gründungsservice“
Ägidiusstr. 14, 50937 Köln
16.00 Uhr Beginn
17.30 Uhr Ende
Danach: Networking


Inhaltlicher Kontakt:
Vesna Domuz
Dezernat 7 Forschungsmanagement
Tel.: 0221 470-1127
V.Domuz(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4783 Tue, 09 Jan 2018 15:01:27 +0100 Presseeinladung zum Jahresempfang des Rektors /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4783&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=379b85f7e656eccb6baa445445727f93 Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Axel Freimuth, lädt am Dienstag, den 16. Januar, um 18 Uhr zum Jahresempfang in die Aula der Universität. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen. Neben der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, die die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnet, wird der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Andreas Pinkwart, einen Festvortrag halten.

Der Rektor, Professor Dr. Axel Freimuth, wird in seiner Rede auf die Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung an und um die Universität zu Köln im vergangenen Jahr eingehen. Er gibt dabei einen Ausblick auf Verantwortung und Handlungsoptionen der Universität als Institution von Forschung und Lehre.

Ein besonderes Anliegen des Rektors ist die Auszeichnung von Menschen, die sich im vergangenen Jahr um die Universität verdient gemacht haben. Es werden die Universitätspreise für die Kategorien „Forschung“, „Lehre und Studium“ und „Verwaltung“ verliehen sowie das Schmittmann-Wahlen-Stipendium in Anerkennung für hervorragende Studienleistungen.

Das Schmittmann-Wahlen-Stipendium geht an Karima Renes in Anerkennung ihrer hervorragenden Studienleistungen.

Laudatio: Prorektorin Professorin Dr. Bettina Rockenbach.


Der Universitätspreis im Bereich Forschung geht dieses Jahr an Professorin Dr. Elke Kleinau in Anerkennung für ihre herausragende wissenschaftliche Lebensleistung im Bereich der historischen Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Gender History.

Laudatio: Professorin Dr. Susanne Zank


Der Universitätspreis im Bereich Lehre und Studium geht an Professor Dr. Jörn Grahl in Anerkennung seines Engagements in der Entwicklung eines innovativen Lehrformats für die Lehrveranstaltung „Seminar on Digital Transformation and Value Creation“.

Laudatio: Dr. Dirk Rohr


Im Bereich Verwaltung erhält das Team der Abt. 23 – „Servicezentrum Behinderung und Studium“ den Universitätspreis in Anerkennung für ihr außerordentliches Engagement für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.

Laudatio: Tabea von Keitz


Danach erfolgt die Verleihung der Universitätsmedaille an Professor Dr. Dr. h.c. mult. Reinhard Zimmermann in dankbarer Anerkennung seiner langjährigen, außerordentlichen Leistung für die Universität.

Laudatio: Prorektor Professor Dr. Heinz-Peter Mansel

Anschließend lädt der Rektor zu einem Stehempfang in das Foyer des Hauptgebäudes ein.

Termin:
Dienstag, 16. Januar 2018
„Jahresempfang des Rektors“
Aula der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz
17.30 Uhr Einlass
18.00 Uhr Beginn
19.45 Uhr Ende
Danach: Get Together

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de


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news-4781 Mon, 08 Jan 2018 10:09:01 +0100 Uni Köln lädt Schülerinnen und Schüler zu den Wochen der Studienorientierung ein /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4781&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fc758daa8b500c733192ab22c4c0b64b Zahlreiche Infoveranstaltungen vom 15. bis 26. Januar 2018 rund ums Studium von der Studienwahl bis zur Studienfinanzierung

Viele Schülerinnen und Schüler stellen sich gegen Ende ihrer Schulzeit die Frage, welches Studium zu ihnen passt. Die Universität zu Köln lädt deshalb vom 15. bis zum 26. Januar 2018 zu den Wochen der Studienorientierung ein, einer landesweiten Aktion der NRW-Hochschulen.

Das Programm bietet einen Überblick über das breit gefächerte Studienangebot der Universität. Studieninteressierte erhalten Einblicke in Aufbau, Inhalte, Anforderungen und Qualifikationsziele von Studiengängen verschiedener Fächergruppen. Dazu zählen unter anderem die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Rechtwissenschaft, Medizin, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie Erziehungswissenschaft, Psychologie und viele mehr. Ferner wird das Kölner Modell der LehrerInnenbildung vorgestellt. Weitere Veranstaltungen konzentrieren sich auf die Themen Studienwahl, Studienplatzvergabe in NC-Fächern, Studieren und Forschen im Ausland sowie Studienfinanzierung durch Stipendien.

 

Termin:
Montag, 15. Januar bis Freitag, 26. Januar 2018
„Wochen der Studienorientierung an der Uni Köln“
Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Die Website zu den Wochen der Studienorientierung enthält eine detaillierte Programmübersicht mit Hinweisen zu Veranstaltungszeiten und -orten. Hier besteht außerdem ab dem 8. Januar 2018 die Möglichkeit, sich für Veranstaltungen mit begrenzter Platzanzahl anzumelden: http://www.zsb.uni-koeln.de/studienorientierung

Inhaltlicher Kontakt:
Anthony Bülow
Zentrale Studienberatung
+49 221 470-4805
a.buelow(at)verw.uni-koeln.de

Denise Schulz
Zentrale Studienberatung
+49 221 470-5739
d.schulz(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Mathias Martin
+49 221 470-1705
m.martin(at)verw.uni-koeln.de

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news-4780 Wed, 27 Dec 2017 11:01:21 +0100 Experiment überprüft Theorie zu Quantenphasenübergang in magnetischen Ketten /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4780&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d149e986266bdca20b122505b33e3558 Ketten von magnetischen Kupferatomen zeigen eine interessante Änderung ihres Quantenzustands, wenn ein äußeres Magnetfeld angelegt wird. Was seit 1931 theoretisch bekannt war, konnte nun ein Team Kölner Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und der Universität Wuppertal im Experiment bestätigen. Die Arbeit wird helfen, die rätselhaften Übergänge zwischen Quantenphasen besser zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.

Die Eigenschaften von Materie nahe am absoluten Temperatur-Nullpunkt von -273,15° Celsius werden in entscheidender Weise durch die Quantenphysik bestimmt. Ob ein Material magnetisch ordnet, ob es elektrisch leitend oder gar supraleitend ist, wird unter anderem durch den Quantenzustand festgelegt, den das System am Nullpunkt annimmt. Dieser Zustand kann sich jedoch abhängig von den äußeren Bedingungen ändern, wenn zum Beispiel ein Magnetfeld angelegt wird. Bei einem kritischen Wert findet dann ein Quantenphasenübergang zwischen zwei Quantenzuständen statt. In der Nähe dieses Übergangs werden die Materialeigenschaften von beiden Zuständen beeinflusst und dies führt zu außergewöhnlichen quantenkritischen Phänomenen.

Manch ungewöhnliches Verhalten, das in verschiedenen komplexen Materialien beobachtet wird, kann auf solche Quantenphasenübergänge zurückgeführt werden. Ein sehr prominentes Beispiel sind Hochtemperatur-Supraleiter, die im Fokus der aktuellen Grundlagenforschung stehen und darüber hinaus auch von großem, technologischen Interesse sind. Allerdings sind viele Quantenphasenübergänge sehr kompliziert und meist nur unzureichend verstanden. Nun gelang es einem Team von Physikern der Universität zu Köln, der TU Dresden und der Universität Wuppertal, ein experimentelles Paradebeispiel für einen Quantenphasenübergang zu etablieren, das sich exakt durch ein theoretisches Modell beschreiben lässt. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Advances berichtet wird, handelt es sich hierbei um ein Material, das Ketten von magnetischen Kupferatomen enthält, die - ähnlich wie kleine Kompassnadeln -   miteinander wechselwirken. Diese Wechselwirkung findet jedoch nur entlang jeder einzelnen Kette statt, während die Atome benachbarter Ketten magnetisch fast vollständig isoliert sind. Aus diesem Grund bildet sich keine gewöhnliche magnetische Ordnung aus, sondern das magnetische Verhalten wird durch Quantenfluktuationen dominiert. Die theoretische Beschreibung einzelner magnetischer Ketten wurde bereits 1931 von Hans Bethe, einem Pionier der Quantenphysik, vorangetrieben und heute sind deren Eigenschaften von theoretischer Seite sehr gut verstanden. Dies gilt insbesondere für einen Quantenphasenübergang, der in diesen magnetischen Ketten durch Anlegen eines Magnetfeldes induziert werden kann.

Von experimenteller Seite bestand lange Zeit das Problem, ein Material zu finden, das ausreichend isolierte magnetische Ketten enthält, deren Quantenphasenübergang in einem experimentell zugänglichen Magnetfeldbereich liegt. Kupfer-Pyrazin-Dinitrat erfüllt diese Eigenschaften und an Kristallen des Chemikers Professor Mark M. Turnbull (Clark University, Worcester, USA) konnten die Physiker den Quantenphasenübergang im Detail experimentell untersuchen und eine außergewöhnlich genaue Übereinstimmung mit der Theorie belegen. Die Beschreibung von Quantensystemen mit solcher Präzision ist äußerst selten. „Durch unsere Messungen konnten wir grundlegende Prinzipien von Quantenphasenübergängen sehr genau testen und diese Einsichten werden uns helfen, komplexere Systeme besser zu verstehen’’, urteilt Professor Thomas Lorenz vom II. Physikalischen Institut der Universität zu Köln. Diese Untersuchung realisiert ein Paradebeispiel eines Quantenphasenübergangs, das als wichtige Referenz für die weitere Forschung auf diesem Feld dienen wird.

Die Forschungsarbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Sonderforschungsbereiche SFB 1238 „Control and Dynamics of Quantum Materials“ an der Universität zu Köln und SFB 1143 „Correlated Magnetism: From Frustration To Topology“ an der TU Dresden sowie durch die Forschergruppen FOR 960 „Quantum Phase Transitions“ und FOR 2316 „Correlations in Integrable Quantum Many-Body Systems“ gefördert.

Oliver Breunig, Markus Garst, Andreas Klümper, Jens Rohrkamp, Mark M. Turnbull, and T. Lorenz, Quantum Criticality in the spin-1/2 Heisenberg chain system copper pyrazine dinitrate, Science Advances 3, eaao3773 (2017)


Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Thomas Lorenz
E-Mail: tl(at)ph2.uni-koeln.de
Tel.: 0221-470-3593

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4779 Fri, 22 Dec 2017 11:25:35 +0100 Erstes Ablassplakat für den Kölner Dom gefunden /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4779&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b267a88bb72c5e2d3d433442266871b1 Ein 500 Jahre altes Ablassplakat für den Bau des Kölner Doms wurde in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln gefunden. Wer zahlte, bekam einen Platz im Himmel zugesichert. Das Plakat ist das erste bekannte dieser Art für den Kölner Dom. Schätze finden sich oft in unscheinbarer Verpackung. Der Band mit der Signatur GBIV6184 in einem Bestand historischer Bücher jedenfalls ließ nicht erkennen, was in ihm steckte: Ein Ablassplakat für den Kölner Dom aus dem frühen 16. Jahrhundert. Der lateinische Einblattdruck, der außerordentlich gut erhalten ist, wirbt mit Sündenerlass, wenn man für den Bau oder Erhalt der Kathedrale spendet. Ablasshandel war im Mittelalter eine übliche Praxis der Kirche, gegen die sich Luther in seinen 95 Thesen wandte.

„Das ist ein besonders seltener Fund eines Ablass-Summariums für den Kölner Dom“, erklärt Christiane Hoffrath, Leiterin des Dezernats „Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung“. Der Direktor der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek (USB), Dr. Hubertus Neuhausen, zeigt sich hoch erfreut über den Fund. „Dieses bisher unbekannte Ablassplakat ist etwas ganz Besonderes und es ist ein gutes Beispiel für die Reichhaltigkeit und auch die wissenschaftliche Relevanz unseres historischen Bestandes. Ich bin sehr stolz, dass der Fund von unserer Kollegin Frau Bischoff gemacht wurde.“

Der 18,5 mal 25,5 Zentimeter große Einblattdruck wurde in der sogenannten Gymnasialbibliothek (gymnasialbibliothek.ub.uni-koeln.de) von Irene Bischoff aufgefunden und identifiziert. Neben dem Text, der zur Spende auffordert, finden sich auch zwei Wappen auf dem Blatt: Oben das Wappen des Domes und unten das Wappen des Kölner Erzbischofs Hermann von Wied, der später vergeblich versuchte, die Reformation in Köln einzuführen.

Das Fundstück befand sich in einem Band, der zwei Drucke enthält. „Die Spuren im Buch weisen darauf hin, dass das Ablassplakat als Makulatur für den Einband des Bandes verwendet worden war. Die Wiederverwendung alten Papiers war früher nichts Ungewöhnliches. Das Plakat wurde als Makulatur beiseitegelegt und dann als Stabilisierung des Buchdeckels verwendet. Glücklicherweise wurde es bei der Verarbeitung nicht zerschnitten“, so Hoffrath.

Wahrscheinlich hing das Plakat im Dom selber, dessen Langhaus und die Seitenschiffe zu jener Zeit schon standen. Das Wappen des Domes auf dem Plakat macht das deutlich. Möglicherweise hing es direkt neben einem Kasten, in den man gleich seine Spende einwerfen konnte. Damit richtet sich der Text an Personen geistlichen Standes, die des Lateinischen mächtig waren. Das Plakat stammt interessanterweise aus dem Zeitraum, in dem Luther seine 95 Thesen in Wittenberg anschlug, die sich u.a. gegen den Ablasshandel richteten.

Bei dem Ablass-Summarium handelt es sich um die spätere Auflage eines Druckes von 1487, wie die Formulierung „datum per copiam“ zeigt. Es handelt sich somit um ein Zeitdokument von Bedeutung nicht nur für Köln, sondern für die deutsche Reformationsgeschichte überhaupt. Ein ähnlicher Fund war bereits 2016 in Goslar in der Marktkirchenbibliothek gemacht worden. Nun zeigt sich, dass eine solche Praxis vielleicht üblicher war als bisher bekannt. Die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte dieses einzigartigen Dokuments ist noch nicht abgeschlossen. „Es müssen noch einige offene Fragen beantwortet werden, z.B. wer der Drucker dieses Summariums war“, so Christiane Hoffrath.

Inhaltlicher Kontakt:    
Christiane Hoffrath
Tel.: +49 221 470-2403
E-Mail: hoffrath@ub.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn@verw.uni-koeln.de

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news-4778 Fri, 22 Dec 2017 10:34:46 +0100 Briefe des Ägyptologen Georg Steindorff online zugänglich /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4778&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=afc106ee14d00fdb1359df762a57c057 Nach mehrjähriger Forschungs- und Erschließungsarbeit ist das Korrespondenzkonvolut des Leipziger Ägyptologen Georg Steindorff nun online zugänglich. Es entstand im Rahmen des Forschungsprojekts: „Wissenshintergründe und Forschungstransfer am Beispiel des Ägyptologen Georg Steindorff (1861 bis 1951)“, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde. Dieser letzte Abschnitt des Projekts wurde von ExpertInnen des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln und der Universität Leipzig erfolgreich abgeschlossen. Thomas Hemer (1923 bis 2013), ein Enkel Georg Steindorffs, hatte dieses Konvolut in mehreren Schenkungen der Universität Leipzig zur Erschließung überlassen.

Das Konvolut umfasst 2576 Briefe aus den Jahren 1881 bis 1951. Ihr Inhalt betrifft den Kernbereich der Ägyptologie und Koptologie, die Herausgeberschaft von Zeitschriften und Mitgliedschaft in Akademien, ebenso Schilderungen der gesellschaftlichen, politischen und universitären Umstände durch fast sieben Jahrzehnte deutscher Geschichte.
„Ich freue mich sehr, dass die historisch wertvollen Dokumente, die uns von Thomas Hemer übergeben wurden, in seinem Sinne nun der Öffentlichkeit voll zugänglich sind.

Mit dieser Forschungsarbeit wird auch eine Selbstverpflichtung aus dem Jahr 2011, die sich der außergerichtlichen Einigung mit der Conference on Jewish Material Claims Against Germany anschloss, erfüllt“, sagt Dr. Dietrich Raue vom Ägyptischen Museum – Georg Steindorff – Universität Leipzig. Die Claims Conference hatte sich im Anschluss an ihren Verzicht auf die Restitution der Privatsammlung von Georg Steindorff, deren verfolgungsbedingter Entzug von der Universität bestätigt wurde, dafür eingesetzt, dass die geschichtlichen Umstände wissenschaftlich aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Mit diesem Schritt werden wir zugleich dem letzten Willen von Thomas Hemer gerecht, dem sehr daran gelegen war, dass sowohl das ägyptologische wie auch das zeitgeschichtliche Erbe seines Großvaters im Leipziger Universitätsmuseum geehrt wird“, betont Raue. Steindorff war 1939 mit seiner Frau in die USA emigriert und dort 1951 verstorben.

Das Korrespondenzkonvolut ist über iDAI.objects/Arachne recherchierbar. (https://arachne.dainst.org/project/steindorff). Dort kann in den Briefen geblättert oder beispielsweise nach bestimmten Personen mit der Steindorff in Kontakt stand, gesucht werden. Das Korrespondenzkonvolut ist ebenfalls in iDAI.bibliography/ZENON nachgewiesen. (https://zenon.dainst.org/Record/001427424), jeweils mit Verlinkung zu den digitalisierten Briefen.

Das Archiv des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff – beherbergt eine Reihe weiterer Nachlässe von zeitgeschichtlicher Relevanz. Diese bestehen aus Fotografien, Reisetagebüchern, Tagebüchern und weiterer Korrespondenz. Es ist vorgesehen, auch diese Archivbestände durch zukünftige Erschließungsarbeiten der Öffentlichkeit in dieser Form zugänglich zu machen.

Kontakt:
Universität Leipzig
PD Dr. Dietrich Raue
Ägyptisches Museum / Ägyptologisches Institut - Georg Steindorff -
+49 341 97-37013
dietrich.raue(at)uni-leipzig.de

Universität zu Köln
Prof. Dr. Reinhard Förtsch
Tel: +49 (0)221/ 470-2946
foertsch(at)mac.com

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news-4767 Wed, 20 Dec 2017 12:58:44 +0100 Kölner Entwurf ermöglicht Sanktionen gegen Unternehmen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4767&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=32b0d3210ef65a55335afe39b6a22d03 Das deutsche Recht regelt Sanktionen gegen Gesetzesverstöße von Unternehmen bislang nur rudimentär. Eine Forschungsgruppe der Universität zu Köln und der Universität Augsburg hat nun einen Entwurf für ein Verbandssanktionengesetz vorgelegt, der das ändern soll. Der Entwurf zielt in erster Linie auf Strukturverbesserungen in den Unternehmen ab. Korruption, Kundenbetrug oder Umweltverschmutzung. Ob VW oder Daimler, Shell oder Deutsche Bank – immer wieder kommen individuelle Angestellte von Großunternehmen vor deutsche Gerichte. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Ländern Europas gibt es in Deutschland keine Unternehmensstrafbarkeit. Gegen Unternehmen können lediglich Geldbußen nach dem Gesetz gegen Ordnungswidrigkeiten verhängt werden. Da eine Geldbuße nach dem Gesetz nicht mehr als 10 Millionen Euro betragen darf, wirkt diese Möglichkeit für größere Unternehmen kaum abschreckend.

Eine an der Universität zu Köln gegründete Forschungsgruppe um die ProfessorInnen Martin Henssler, Elisa Hoven, Michael Kubiciel und Thomas Weigend hat die Wirksamkeit der bislang geltenden Regelungen untersucht und einen eigenen Gesetzentwurf erarbeitet. Dank einer Förderung mit rund 450.000 Euro durch die VolkswagenStiftung konnten die WissenschaftlerInnen ihre Arbeiten auf eine breite Grundlage stellen. Sie führten eine deutschlandweite Untersuchung der Anwendung des geltenden Rechts durch, befragten Praktiker in den USA und Österreich und holten sich Rat bei Experten aus der Justiz, der Anwaltschaft und aus Unternehmen.

„Eine Reform des geltenden Rechts wird in der Politik seit Jahren diskutiert und dürfte nun auch bei möglichen Koalitionsverhandlungen eine Rolle spielen. Leider fehlte bislang eine konstruktiv-kritische Begleitung durch die Wissenschaft. Das wollten wir durch unseren Entwurf ändern,“ so Professor Dr. Dr. h.c. Michael Kubiciel.
Die Anwendung des derzeit geltenden Ordnungswidrigkeitenrechts ist, so ein Ergebnis der Forschungsgruppe, deutschlandweit sehr uneinheitlich und auch für Unternehmen wenig vorhersehbar. „Die Staatsanwaltschaften haben weites Ermessen bei der Entscheidung, ob sie gegen ein Unternehmen Ermittlungen aufnehmen. Ob eine Unternehmensgeldbuße verhängt wird, hängt also ganz entscheidend davon ab, welche Staatsanwaltschaft für das Unternehmen zuständig ist “, so Professorin Dr. Elisa Hoven. Der Entwurf will hier durch eine Ermittlungspflicht, wie sie auch im Strafverfahren besteht, Abhilfe schaffen.

Kennzeichnend für den Entwurf ist seine Zielsetzung, Unternehmen nicht nur zu bestrafen, sondern wieder zu „good corporate citizens“ zu machen. So sollen künftig Compliance-Bemühungen eines Unternehmens stärker berücksichtigt werden. Finanzielle Sanktionen gegen das Unternehmen können zur Bewährung ausgesetzt werden; ein Monitor überwacht dann, ob das Unternehmen seine internen Abläufe tatsächlich verändert. „Die Maßnahmen, die der Entwurf vorsieht, zielen primär auf Strukturverbesserungen im Unternehmen ab“, so Professor Dr. Weigend.
Zugleich wird auf den Schutz der Beschäftigten geachtet. Professor Dr. Henssler hebt in diesem Zusammenhang hervor: „Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden davor geschützt, dass die Geldbußen über Regressansprüche letztlich auf sie abgewälzt werden; außerdem werden die aus internal investigations folgenden Risiken durch Verschwiegenheitsrechte der anwaltlichen Berater begrenzt.“ 

Der „Kölner Entwurf“ wird im Februar 2018 auf einer Tagung an der Universität zu Köln der Fachwelt präsentiert und von Experten kritisch gewürdigt.

Link:    
http://www.jpstrafrecht.jura.uni-koeln.de/sites/iss_juniorprof/Projekte/Koelner_Entwurf_eines_Verbandssanktionengesetzes__2017.pdf

Kontakt:
Juniorprofessorin Elisa Hoven
Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht
Tel.: 0221 470 7188
E-Mail: ehoven(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
E-Mail: r.hahn(at)verw.uni-koeln.de
Tel.: 0221 470 2396

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news-4765 Wed, 20 Dec 2017 10:17:41 +0100 Uni Köln an Entwicklung eines Instruments des Europäischen Extrem-Großteleskops (E-ELT) beteiligt /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4765&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4127d676c39f35fd69e714d5dc8b0a27 Universität zu Köln wird Mitglied im METIS-Konsortium mit einem Astrophysik-Projekt von Professor Dr. Lucas Labadie. Ein neues Instrument mit höchster Sensibilität und Schärfe soll entwickelt werden. Das Physikalische Institut der Universität zu Köln ist Vollpartner eines europäischen Konsortiums, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Mid-Infrarot ELT Imager and Spectrograph (METIS) für das kommende European Extremely Large Telescope (E-ELT) zu entwickeln. Das METIS-Konsortium besteht aus fast 100 Forschern, Ingenieuren und Technikern aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Portugal, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhielt das Kölner Projektteam eine Förderung von insgesamt 750.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

Das E-ELT ist das wichtigste Projekt für die bodengestützte Astronomie auf internationaler Ebene. Mit einem Durchmesser von etwa 40 Metern wird das Teleskop in den nächsten dreißig Jahren die größte optische und infrarote astronomische Einrichtung der Welt sein. Es soll eine beispiellose Sensibilität und Schärfe liefern, um das Universum zu erforschen.

Der neue Gigant wird mit mehreren Geräten ausgestattet sein, darunter das METIS-Gerät, das im so genannten mittleren Infrarotbereich, also von drei bis 20 µm, arbeitet. Am Physikalischen Institut der Universität zu Köln soll ein spezifisches Subsystem des METIS-Instruments, die sogenannte „Warm Calibration Unit“ (WCU), entwickelt werden. Dieses System, das zusammen mit dem METIS-Kryostaten montiert wird, bietet die Möglichkeit, die Tiefenbilder und die Spektren, die aufgenommen werden sollen, über die gesamte Gerätelebensdauer hinweg genau zu kalibrieren.
„In der Astrophysik, wo schwache Quellen an der Grenze der Leistungsfähigkeit des Instruments beobachtet werden, geht es um die genaue Kalibrierung und Entfernung unerwünschter Störsignale", sagt Professor Dr. Lucas Labadie, der das Projekt an der Universität zu Köln leitet. „Nach dieser Operation, die sehr viel Feinarbeit erfordert, werden wir zum Beispiel in der Lage sein, die Regionen um Sterne herum, in denen sich Exoplaneten bilden können, detailliert abzubilden und zu charakterisieren.“

Als Mitglied des METIS-Konsortiums ist die Universität Köln eine der wenigen Universitäten in Deutschland, die aktiv an der Entstehung der E-ELT-Wissenschaft beteiligt ist. Bei Wellenlängen im mittleren Infrarotbereich, bei denen unsere Augen völlig blind sind, kann ein reiches Spektrum an chemischen Komponenten und Staub die Mechanismen offenbaren, die an der Entwicklung von Galaxien beteiligt sind.  

„METIS öffnet den mittleren Infrarotbereich auf die höchste räumliche Auflösung, die jemals in der Geschichte der Astronomie erreicht wurde", sagt Professor Dr. Andreas Eckart, Mitglied des Kölner Teams. „Wir werden die Eigenschaften von Gas und Staub in weit entfernten aktiven Galaxien oder sogar in der Nähe des Zentrums unserer eigenen Galaxie genauestens untersuchen.“

Die Universität Köln hat mit ihrem 1. Physikalischen Institut eine lange Tradition in der Entwicklung astronomischer Instrumente für bodengestützte und weltraumgestützte Observatorien. Mit dem Engagement bei METIS wird diese Tradition weiter gefestigt.  

„Die Partner des METIS-Konsortiums freuen sich, dass die Universität zu Köln dem Projekt beigetreten ist“, sagt Professor Dr. Bernhard Brandl von der Universität Leiden in den Niederlanden, der zugleich Principal Investigator von METIS ist. „Die Teams am I. Physikalischen Institut verfügen über eine große Erfahrung in der Infrarot-Instrumentierung und werden einen wichtigen Beitrag zur Kalibrierung dieses einzigartigen Instruments leisten.“

Inhaltlicher Kontakt: 
Professor Dr. Lucas Labadie 
I. Physikalisches Institut
+49 221 470-3493 
labadie(at)ph1.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
metis.strw.leidenuniv.nl/about/
www.eso.org/sci/facilities/eelt/

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Forschung
news-4762 Tue, 19 Dec 2017 08:26:54 +0100 Neue Erkenntnisse über die Struktur im Bauch der Erde /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4762&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b0740c430612c7c41b5928b514bd82c3 Die Verteilung der Elemente in der tiefen Erde während der Erdentstehung bestimmt, welche Rohstoffe an der Erdoberfläche vorhanden sind. Röntgenexperimente mit Silikat-Gläsern unter hohem Druck geben Hinweise darauf, dass die Elemente im tiefen Erdinneren anders verteilt wurden als bisher angenommen.  Die Erde besteht in ihrem Inneren aus verschiedenen Schichten, die sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und Dichte unterscheiden. Wissenschaftler der Universität zu Köln und der University of Chicago haben Röntgenexperimente und ab initio Computer-Simulationen durchgeführt und in einer ersten Pilotuntersuchung Indizien dafür erhalten, dass sich die atomare Struktur der Silikat-Schmelzen im unteren Erdmantel durch den dort wirkenden hohen Druck komplexer verändert als bei den kristallinen Silikaten, die sich im gesamten Erdmantel befinden.

Dies hat einen Einfluss darauf, wie sich die Elemente während der Erdentstehung verteilt haben und damit auch auf die dem Menschen an der Erdoberfläche zur Verfügung stehenden Rohstoffe.

Die Ergebnisse ihrer Studie wurden kürzlich in der internationalen Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ veröffentlicht.

Im Inneren der Erde wirken sehr große Drücke, die dazu führen, dass sich chemische Elemente im tiefen Erdinneren anders verhalten als an der Erdoberfläche. „Wir haben die Druck- und Temperaturbedingungen, die in der tiefen Erde herrschen, im Labor simuliert, indem wir Silikat-Glas (SiO2 Glas) einem sehr hohen Druck ausgesetzt haben. Dabei gehen wir in unserer Studie davon aus, dass sich die atomare Struktur von Silikat-Glas bei sehr hohen Drücken ähnlich verhält wie die Struktur der Silikat-Schmelzen im Erdmantel“, erklärt Dr. Clemens Prescher. Der untere Erdmantel reicht bis in eine Tiefe von 2.900 Kilometern, wobei der Druck dort 135 Gigapascal beträgt. Dies ist ein enormer Druck, welcher dem 1,72 millionenfachen des Atmosphärendrucks entspricht, oder ungefähr so als würde man den Eiffelturm auf seine eigene Fingerspitze stellen. Die Forscher haben bei ihren experimentellen Messungen mittels Röntgenbeugung die Veränderungen in der atomaren Struktur von Silikat-Glas bis zu einem Druck von 172 Gigapascal beobachtet.

Bei Silikaten ist unter dem auf der Erdoberfläche wirkenden Druck jeweils ein Silizium-Atom mit vier Sauerstoffatomen verbunden. Die Messungen zeigen, dass die Anzahl der das Silizium-Atom umgebenden Sauerstoffatome, die sogenannte Koordinationszahl, mit dem Druck relativ schnell auf sechs ansteigt. Insoweit bestätigen die Messungen den bisherigen Stand der Forschung.

Die Experimente mit den Silikat-Gläsern zeigen aber darüber hinaus ein neues, unerwartetes Ergebnis: Eine weitere Erhöhung des Drucks führt dazu, dass die Anzahl der das Silizium umgebenden Sauerstoffatome ab einem Druck von 50 Gigapascal sogar größer als sechs wird. „Entgegen der Annahme, dass das Silizium in Silikat-Gläsern und Schmelzen maximal von sechs Sauerstoffatomen unter den Bedingungen des unteren Erdmantels umgeben ist, wissen wir jetzt, dass die Anzahl der umgebenden Sauerstoffatome mit dem Druck größer als sechs wird und somit die Silizium-Sauerstoff-Koordination in den Silikat-Schmelzen höher ist als die von kristallinen Silikaten“, sagt Prescher.

Die Erhöhung der Anzahl der das Silizium umgebenden Sauerstoffatome hat zwar keinen direkten Effekt auf die Struktur des Erdmantels. Aber bei unterschiedlichen Koordinationszahlen von Schmelze und kristallinen Materialien kommt es zum einen zu einer Änderung der Affinität von Eisen oder anderen Elementen hin zu entweder der Schmelze oder des Festkörpers. Zum anderen könnte dies dazu führen, dass die Dichte der Schmelze höher ist als erwartet, wenn von gleichen strukturellen Baueinheiten ausgegangen würde. Die Kombination dieser beiden Effekte hat einen Einfluss auf das Dichte-Verhältnis von Schmelze und Festkörper bei den Bedingungen des Erdmantels.

Bei der Entstehung der Erde hat sich dies wahrscheinlich dergestalt ausgewirkt, dass beim Abkühlen des komplett geschmolzenen Erdballs in der frühen Erde die Schmelzen in großer Tiefe dichter waren (strukturell und durch Anreicherung von Eisen) als das des sich kristallisierenden Festkörpers. „Dies würde dazu führen, dass die Schmelzen nach unten sinken und die Kristalle nach oben schwimmen, welches eine signifikante Separation des chemischen Reservoirs der Erde bedeuten würde. Dies hätte somit auch Einfluss auf das dem Menschen verfügbare Rohstoffreservoir an der Erdoberfläche. Unsere Arbeit liefert erste experimentelle Daten um den strukturellen Unterschied zwischen Schmelzen und kristallinen Materialien bei Druck- und Temperaturbedingungen des unteren Erdmantels besser zu verstehen“, so Prescher.

Inhaltlicher Kontakt:    
Dr. Clemens Prescher
Institut für Geologie und Mineralogie
Universität zu Köln
+49 221 470-6107
c.prescher(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Mathias Martin
+49 221 470-1705
m.martin(at)verw.uni-koeln.de

Publikation:
Prescher, C., Prakapenka, V.B., Stefanski, J., Jahn, S., Skinner, L.B., Wang, Y., 2017. Beyond sixfold coordinated Si in SiO2 glass at ultrahigh pressures. Proc. Natl. Acad. Sci. 114 (38), 10041–10046. (http://www.pnas.org/content/114/38/10041)

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Forschung
news-4760 Mon, 18 Dec 2017 12:44:32 +0100 Universität zu Köln und ABB erhalten Preis für bestes CEMS Business Projekt des Jahres 2017 /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4760&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c5f3594cfd233bc9e55b8891383bf86a Studierende erhalten Auszeichnung für erfolgreiches Projekt im Unternehmensumfeld – Praktische Lernerfahrung als Vorbereitung für das internationale Management Studierende des Studiengangs „Master in International Management“ an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln haben gemeinsam mit dem Unternehmenspartner ABB erfolgreich eine Analyseplattform entwickelt, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz dazu beiträgt, Wachstumspotential in den Schlüsselmärkten von ABB vorherzusagen.
Im Dezember 2017 wurde bei der jährlichen Graduierungsfeier des CEMS Master in International Management in Sydney dem Kölner Studierendenteam der Preis für das beste Business Projekt verliehen. Die Auszeichnung erfolgte nach einem ausführlichen Auswahl- und Bewertungsprozess aller eingereichten Projekte. Aus einer Liste von 27 Projekten, allesamt von international anerkannten Universitäten aus dem CEMS Netzwerk, wurden 6 Projekte in die engere Auswahl gezogen. Nach einer weiteren Bewertungsrunde konnte sich das Projekt der Uni Köln mit ABB gegen die Mitbewerber durchsetzen.

Das Projekt wurde von einem akademischen Betreuer der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln und einem Projektverantwortlichen des Unternehmenspartners ABB begleitet.Die CEMS Business Projekte sind als praktische Lernerfahrung in einem Beratungskontext angelegt: Internationale Studierendenteams arbeiten ein Semester lang an einer reellen Problemstellung aus dem Wirtschaftsumfeld. “Dieses Projekt hat uns ermöglicht, an einer echten Aufgabenstellung gemeinsam mit den Entscheidungsträgern des Unternehmens zu arbeiten. Vom ersten Tag an hatte ich das Gefühl, dass das Management von ABB ernsthaft an unseren Einschätzungen und Ideen interessiert war. Wir haben sehr wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise von großen Unternehmen erhalten, wovon wir sicher sehr profitieren werden“, fasst Daniel Zimpel, CEMS Student an der Universität zu Köln, seine Erfahrung zusammen. Er hat gemeinsam mit Yiran Yang (University of Sydney), Peizhe Yang (Università Commerciale Luigi Bocconi, Mailand) und Felix Hütter (Universität zu Köln) an dem Projekt gearbeitet.

Oliver Lawrenz, Direktor Marketing & Sales – Performance Management bei ABB, beschreibt seine Erfahrung mit den Studierenden in dem Projekt: „Im hektischen Alltag wird der Blick für das große Ganze schon mal unscharf. Da hilft der unverbrauchte Blick sehr. Es ist herausragend, Zeuge von akademischem Denken in Form von Methoden, hohem Qualitätsanspruch und detaillierter Analyse zu werden. Gleichzeitig hatten wir immer das Ziel vor Augen und konnten gemeinsam ein exzellentes Ergebnis liefern.“ Die CEMS-Studierenden haben einen Prototyp entwickelt, der auf reellen Daten von ABB basiert. „Der Prototyp ist sehr innovativ, da er neue technologische Möglichkeiten wie Künstliche Intelligenz und Maschinenlernen einsetzt, um Wachstumsmärkte, Business Development und Kundennähe im Bereich Marketing & Sales zu steigern“, erklärt Lawrenz das Ergebnis.

Yiran Yang, CEMS Studentin an der Universität Sydney, hat das Projekt als große Bereicherung empfunden: „Dieses Projekt hat meinen Horizont stark erweitert. Es hat mir neue Ansätze wie Agiles Projekt Management nähergebracht. Ich habe jetzt größeres Interesse für Technologie, was meine zukünftige Karriere beeinflussen wird.“

CEMS ist eine globale Allianz, bestehend aus führenden Universitäten und Wirtschaftshochschulen des jeweiligen Landes und global agierenden multinationalen Unternehmen. Gemeinsam bieten sie den CEMS Master in International Management (CEMS MIM) an. Ziel ist es, zukünftige Generationen für das Internationale Business Management auszubilden und auf ihre Rolle als Führungskräfte vorzubereiten. CEMS Business Projekte werden in weltweit 31 Ländern umgesetzt, in denen Universitäten des CEMS Netzwerks ansässig sind.

Inhaltlicher Kontakt:    
Christa Leenen-Poser
Zentrum für Internationale Beziehungen der WiSo-Fakultät, Uni Köln
+49 221 470-3738
christa.leenen-poser(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.cems.org/

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news-4759 Mon, 18 Dec 2017 11:50:27 +0100 Bundesweiter Tag der Gender Studies /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4759&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e4d858bdcb8df8d550417aa51c98d803 Deutschlandweit setzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschafter für einen konstruktiven Dialog mit den Gender Studies ein. Grund ist die zunehmende Zahl von teilweise polemischen Angriffen gegen das Fach. Mit einer Kampagne unter dem Hashtag #4genderstudies beziehen am 18. Dezember 2017 zahlreiche Institutionen, Forscherinnen und Forscher Stellung. In Köln beteiligen sich drei Hochschulen an dem neuen Masterstudiengang „Gender & Queer Studies“. Hierin, sowie auch durch die stark besuchte internationale Konferenz „Aktuelle Herausforderungen der Gender Studies“ im Herbst dieses Jahres, zeigt sich das ungebremste Interesse an dem Fach.
Der Geschäftsführer des zentralen Bereichs GeStiK (Gender Studies in Köln), Dr. Dirk Schulz, warnt trotzdem vor einer Verengung im Umgang mit dem Themenfeld.

„Die Angriffe auf „die“ Gender Studies mehren sich, die Argumente und deren Grundlagen nicht. Wissenschaft versus Politik, seriöse Empirie versus queere Dekonstruktion, Natur versus Ideologie, Objektivität versus Moral, weltfremde Theorie versus ergebnisorientierte Forschung. Warum müssen aus unterschiedlichen Zugängen und konzeptionellen Differenzen gerade im deutschsprachigen Wissenschaftsraum immer wieder Gegensätze gemacht werden? Warum muss auf ein „entweder oder“ insistiert werden, wenn sich gerade in den interdisziplinären Gender und Queer Studies zeigt, dass ein dialogisches „sowohl als auch“ nicht nur möglich, sondern auch wissenserweiternd ist?“

Das gesamte Kölner GeStiK-Team unter der Leitung der Direktorin Prof. Dr. Susanne Völker beteiligt sich am 18. Dezember 2017 an der Kampagne #4genderstudies. Im deutschsprachigen Raum sind dazu Aktivitäten in den klassischen und sozialen Medien geplant.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Dirk Schulz
Tel.: 0221/470-1273
E-Mail: dirk.schulz@uni-koeln.de

Prof. Dr. Susanne Völker
Tel.: 0221 / 470-4743
E-Mail: susanne.voelker(at)uni-koeln.de

Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
Tel.: 0170 578 1717
E-Mail: patrick.honecker(at)uni-koeln.de

Zur Webseite:
http://gestik.uni-koeln.de/

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news-4758 Wed, 13 Dec 2017 09:09:10 +0100 5. GenderForum der Universität zu Köln und die Verleihung der Jenny Gusyk Gleichstellungspreise 2017 /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4758&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8de46809a6ccfb21e620ddc21f124c6c Am 30.11.2017 fand im Tagungsraum des Seminargebäudes das 5. GenderForum statt, zu dem alle interessierten Angehörigen der Universität herzlich eingeladen waren und in dessen Rahmen die Jenny-Gusyk-Preise in folgenden Kategorien verliehen wurden:

  •  Der Jenny Gusyk „Innovationspreis“ in Höhe von 3.000 Euro ging an die „Arbeitsgemeinschaft Karrierewege“ in der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Medizinischen Fakultät, vertreten durch Dr.‘ med. Sabine Vay. Die Arbeitsgemeinschaft, eine Gruppe von sechs Ärztinnen, fördert und unterstützt gezielt den weiblichen Führungsnachwuchs in der Klinik.
  • Mit dem Jenny Gusyk Sonderpreis „Innovation“ in Höhe von 500 Euro wurde das Autonome Referat des AStA „Studieren mit Kind“, vertreten durch Frau Catharina Gündel, für die geplante Umgestaltung des AStA-Kinderraumes für Säuglinge und Kleinkinder ausgezeichnet.
  • Der Jenny Gusyk "Nachwuchspreis" in Höhe von 1.000 Euro wurde an Frederic Rukes aus der Philosophischen Fakultät für seine herausragende wissenschaftliche Masterarbeit „Strangeways, Here We Come: Queer Discourse and the Disruption of Normativity in Morrisey and the Smiths.“ - Untersuchung der Songtexte des Musikers Morrisey und seiner ehemaligen Band The Smiths bezüglich normativer Darstellung von Geschlecht und Sexualität - vergeben.
  • Der diesjährige Jenny Gusyk Preis "Familienfreundliche Führung" in Höhe von 1.000 Euro erging an Professorin Marja Järventausta & Professor Stephan Michael Schröder aus der Philosophischen Fakultät für das Vorleben der Vereinbarkeit einer familienfreundlichen (Wissenschafts-) Kultur, in der Elternschaft, Studium und Wissenschaftskarriere.

Im Vorfeld zu den Preisverleihungen gab die Zentrale Gleichstellungsbeauftrage, Annelene Gäckle, einen Rückblick auf die in 2017 erreichten Ziele, aber auch mögliche Verbesserungen der Gleichstellungsmaßnahmen an der Universität zu Köln. Außerdem stellte die Prorektorin für Gleichstellung und Diversität, Frau Prof.‘ Dr. Manuela Günter, einen Ausblick für das Jahr 2018 vor. Der Impulsvortrag "Unconscious Bias - Unbewusste Vorurteile erkennen und verändern" von Jessica Gedamu, Director für die Bereiche Organisationsentwicklung und Unternehmenskunden bei der Europäischen Akademie für Frauen in Wirtschaft und Politik (EAF Berlin) regte das große Publikum von über 75 Besucher*innen zum Nachdenken und regen Mitdiskutieren zu Haltungen und Einstellungen gegenüber Personengruppen vor allem im Rahmen von Einstellungsprozessen an.

Kontakt:

Referat Gender & Diversity Management
gedim(at)uni-koeln.de
Tel: +49 (0)221 470-7166        

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news-4757 Wed, 13 Dec 2017 07:30:03 +0100 Gedränge in der Haut /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4757&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a71e7decbfcadb622cc885c05cae4567 Stammzellen verhalten sich unterschiedlich – je nachdem, wie eng es in ihrer Umgebung ist Die menschliche Haut ist ein bemerkenswertes Organ, das den Körper vor Krankheitserregern oder giftigen Substanzen schützt. Sie passt sich unserem Körper perfekt an und erneuert sich über die gesamte Lebenszeit ständig. Um ein solch komplexes und dynamisches Verhalten zu ermöglichen, hat jede Hautzelle eine spezifische Aufgabe – abhängig davon, wo sie in der Haut sitzt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns und des Exzellenzclusters CECAD in Köln konnten jetzt zeigen, dass das Verhalten von Stammzellen der Haut davon abhängt, wie dicht ihre Umgebung gepackt ist. Zudem bewegen sich die Zellen durch diesen Druck innerhalb des Gewebes und stellen so sicher, dass jeder Zelltyp seine richtige Position einnimmt.

Die Haut eines Erwachsenen besteht aus verschieden Schichten. Ihre Stammzellen sitzen in der untersten Schicht und sorgen dort ständig für Nachschub an neuen Zellen. Diese wandern dann innerhalb des Gewebes nach oben und verwandeln sich währenddessen in spezialisierte Zellen – einen Vorgang, der auch als Differenzierung bezeichnet wird.

Dafür müssen die Zellen ständig ihre Eigenschaften verändern. Die Haut muss dabei ein Gleichgewicht zwischen differenzierten Zellen und Stammzellen aufrechterhalten. Ohne dieses natürliche Gleichgewicht geht die Struktur der Haut verloren und diese kann nicht mehr als Barriere wirken. Wie die Haut dieses komplizierte Gleichgewicht erhält,  war bis jetzt weitgehend unklar.  „ Wir haben uns daher zunächst gefragt, woher die Hautzellen wissen, wo sie sich in der Haut befinden und was sie dann dort zu tun haben“, erklärt Yekaterina Miroshnikova, Erstautorin der Studie und Postdoktorandin in der Forschungsgruppe von Sara Wickström am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns. Die Kölner Wissenschaftler haben embryonales Mausgewebe und kultivierte Stammzellen untersucht und dabei einen eleganten Mechanismus entdeckt.

Zusammendrängen führt zu Differenzierung

„Wir haben beobachtet, dass Stammzellen während der Teilung die Zellen in ihrer Umgebung deformieren und die gesamte Stammzellschicht zusammendrängen. Interessanterweise führt diese Verdichtung und Verformung zu einer Differenzierung der benachbarten Zelle“, beschreibt Miroshnikova ihre Beobachtung. Die zusammengequetschten Zellen verändern ihre Eigenschaften und entkommen dem lokalen Druck, indem sie in höhere Schichten „flüchten“. „Eine Zelle nimmt also genau wahr, was bei ihren Nachbarn vor sich geht, und macht dann genau das Gegenteil davon. Dadurch bleibt die Größe und Struktur des Gewebes auf einfache Art und Weise erhalten“, sagt Miroshnikova.

Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen zum ersten Mal, wie ein so komplexes Gewebe wie die menschliche Haut sich selbst durch sehr einfache Prinzipien der Selbstorganisation erhalten kann. In Zukunft will die Forschergruppe über Computermodelle und zellbiologische Experimente herausfinden, wie genetische Mutationen während der Teilung und Differenzierung der Stammzellen zur Krebsentstehung beitragen und wie dem eventuell vorgebeugt werden kann.

Die Forschungsarbeit wurde in Kooperation mit dem CECAD durchgeführt.

Originalarbeit:
Yekaterina A. Miroshnikova, Huy Q. Le, David Schneider, Torsten Thalheim, Matthias Rübsam, Nadine Bremicker, Julien Polleux, Nadine Kamprad, Marco Tarantola, Irène  Wang, Martial Balland, Carien M. Niessen, Joerg Galle, Sara A.Wickström
Adhesion forces and cortical tension couple cell proliferation and differentiation to drive epidermal stratification
Nature Cell Biology, Dez 2017

Kontakt:
MPI:
Autor: Dr. Sara Wickström
Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, Köln
Tel.: +49 (0)221 379 70 770
E-Mail: sara.wickstroem(at)age.mpg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Maren Berghoff
Tel.: +49 (0)221 379 70 207
E-Mail: maren.berghoff(at)age.mpg.de

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Forschung
news-4755 Fri, 08 Dec 2017 11:40:30 +0100 Bewegungsmuster der Schabe nützlich für neue Laufroboter /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4755&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=672faed6a0537d3bcf9ac4a01453b883 Erster Nachweis, dass schnell laufende Insekten, ähnlich wie Säugetiere beim Übergang vom Trab zum Galopp, ihre Gangart wechseln  Am Beispiel von Schaben konnte ein Team um den Kölner Zoologen Dr. Tom Weihmann erstmals nachweisen, dass schnell laufende Insekten, ganz ähnlich wie schnelle Säugetiere, bei mittleren Geschwindigkeiten ihr Laufmuster wechseln. Dieser Gangartwechsel ähnelt dem Wechsel vom Trab zum Galopp bei Pferden und anderen Wirbeltieren. Die Untersuchung ist jetzt im Fachjournal „Frontiers in Zoology“ erschienen.

„Mich hat besonders überrascht, dass mit dem Wechsel in der Beinkoordination auch ein Wechsel in den Stabilisierungsmechanismen der Bewegung einhergeht“, sagt Dr. Tom Weihmann. Langsames Laufen ist bei Insekten aufgrund des niedrigen Körperschwerpunkts und dreier stets synchron arbeitender Beine statisch sehr stabil. Die Untersuchungen zeigten, dass der Gangartwechsel bei hohen Geschwindigkeiten und auf rutschigen Untergründen mit einem Wechsel von statischer zu dynamischer Stabilisierung einhergeht. Dadurch wird der Kontrollaufwand durch das Nervensystem minimiert und dennoch eine hohe energetische Effizienz gewährleistet.

„Diese Entdeckung hat nicht nur weitreichende Bedeutung mit Blick auf Verhalten und Ökologie von Insekten und anderer Arthropoden“, sagt Weihmann: „Unsere Erkenntnisse können auch auf bestehende Probleme robotischer Lösungen übertragen werden.“

Bei Robotern bietet der Antrieb durch Beine grundsätzlich eine größere Geländegängigkeit als radgetriebene Antriebe. Vor allem bei hohen Laufgeschwindigkeiten verbrauchen Roboter jedoch vergleichsweise viel Energie – ganz im Gegensatz zu vielen Tieren.
So könnte das Bewegungsmuster der Schabe dazu beitragen, für beinangetriebene Roboter hohe Laufgeschwindigkeiten bei akzeptablem Energieverbrauch zu ermöglichen. „Laufroboter, die zukünftig in Katastrophengebieten auf der Erde, auf dem Mars oder anderen extraterrestrischen Himmelskörpern zum Einsatz kommen sollen, werden häufig nach dem Vorbild von Insekten konstruiert“, erklärt Weihmann. „Die Anpassung des Koordinationsmusters von Roboterbeinen an das von schnell laufenden Schaben bietet eine Möglichkeit, schnelle Bewegungen ökonomischer zu gestalten und damit das Durchhaltevermögen des Roboters unter unwirtlichen Bedingungen zu verbessern.“

Die Wissenschaftler hatten schnelle Läufe von Schaben der Art Nauphoeta cinerea auf rutschigem und griffigem Untergrund analysiert. Als Ergebnis zeigte sich, dass die Tiere die Synchronisation ihrer Beine bei hoher Laufgeschwindigkeit reduzierten und damit auch auf rutschigem Untergrund in der Lage waren, Störungen der Koordination und Stürze zu vermeiden.

Publikation:
„Speed dependent phase shifts and gait changes in cockroaches running on substrates of different slipperiness“. Tom Weihmann, Pierre-Guillaume Brun and Emily Pycroft. Frontiers in Zoology 2017 14:54. DOI: https://doi.org/10.1186/s12983-017-0232-y

Inhaltlicher Kontakt:    
Dr. Tom Weihmann
+49 221 470-1617
tom.weihmann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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Forschung
news-4754 Fri, 08 Dec 2017 10:18:27 +0100 Ernst Bresslau-Gastprofessur 2017 für Bayreuther Tierökologen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4754&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ffb9b96f7803ca70139a421587815c5f Institut für Zoologie vergibt Auszeichnung an Konrad Dettner und lädt zu öffentlicher Vorlesung am 13. Dezember 2017 ein Das Institut für Zoologie der Universität zu Köln vergibt in diesem Jahr zum zweiten Mal die Ernst-Bresslau-Gastprofessur. Das Kölner Institut zeichnet den Tierökologen Konrad Dettner von der Universität Bayreuth aus, der mit seiner Forschung einen wichtigen Beitrag zur chemischen Ökologie und insbesondere zum Verständnis der Abwehrstoffe von Arthropoden geleistet hat. Die Ehrung ist verbunden mit einem längerfristigen Forschungsaufenthalt an der Universität zu Köln.
Am 13. Dezember 2017 wird Professor Dettner eine öffentliche Vorlesung halten.

Termin:
Mittwoch, 13. Dezember 2017, um 17:15 Uhr
„Überleben durch Chemie – Beispiele aus der chemischen Ökologie“
Universität zu Köln, Geo-/Bio-Hörsaal, Zülpicher Str. 49a, 50937 Köln

Mit der Einrichtung der Gastprofessur würdigt das Institut für Zoologie herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und erinnert gleichzeitig an seinen Institutsgründer Professor Dr. Ernst Bresslau. Der Mediziner und Entwicklungsbiologe Ernst Bresslau wurde acht Jahre nach seiner Berufung als erster Direktor des Instituts 1933 durch die Nationalsozialisten in den unfreiwilligen Ruhestand versetzt, was einem faktischen Berufsverbot entsprach.

Inhaltlicher Kontakt:   
Prof. Dr. Martin Nawrot
Institut für Zoologie
+49 221 470-7307
mnawrot(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Mathias Martin
+49 221 470-1705
m.martin(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:

www.zoologie.uni-koeln.de/ernst-bresslau-professur.html

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news-4753 Fri, 08 Dec 2017 09:46:47 +0100 You(r) Study /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4753&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0e88d398a8f4a386d4fa74f9701db1e7 Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt zum Studieren mit digitalen Medien stellt erste Ergebnisse vor  Das Forschungsprojekt „You(r) Study – Eigensinnig Studieren im ‚digitalen Zeitalter‘“ untersucht schwerpunktmäßig, wie Studierende Medien in ihrem Studium nutzen und durch den Umgang mit Medien dem Studium einen eigenen Sinn verleihen. In der ersten Phase des Forschungsprojekts haben Sabrina Pensel und Sandra Hofhues an der Junior-Professur für Mediendidaktik und Medienpädagogik der Universität zu Köln den Forschungsstand zu digitalen Lerninfrastrukturen an deutschen Hochschulen untersucht. Die Ergebnisse ihres Reviews der deutschsprachigen Forschungsliteratur wurden nun online veröffentlicht (http://your-study.info/publikationen/).

Sabrina Pensel und Sandra Hofhues kommen in ihrem Review zu dem Ergebnis, dass in den letzten zehn Jahren technische Lerninfrastrukturen an deutschen Hochschulen zunehmend etabliert wurden, diese jedoch noch nicht das Lernen und Lehren durchdringen. Die Forscherinnen nehmen an, dass dies an den Strategien lag, mit denen die Technik eingeführt wurde. Dabei wurden vielfach die Hochschulen als Organisation adressiert, aber nicht die handelnden Menschen in diesen Organisationen. Die Einführung der Technik und die konkrete Anwendung in der Lehre wurden in den Strategien nur unzureichend miteinander verbunden.

Ein weiterer Befund ist die mangelnde Berücksichtigung der Heterogenität der Studierenden und Lehrenden in der Forschung. So werden die Akteurinnen und Akteure an der Hochschule in der Forschung eher in ihrer Rolle als „Studierende“ oder „Lehrende“ wahrgenommen und Anforderungen an sie gestellt. Wie sie wirklich mit Medien lernen und lehren wird dagegen nicht ausreichend mit einbezogen.

Studierende werden darüber hinaus als homogene Gruppe angesehen, ohne die Verschiedenheit der Studierenden im Lernprozess mit digitalen Medien zu berücksichtigen.

Neben den Reviews zu digitalen Lerninfrastrukturen, die von der Universität zu Köln durchgeführt wurden, hat die Ruhr-Universität Bochum ein Literaturreview zur Mediennutzung Studierender und die TU Kaiserslautern zum Medieneinsatz in der Hochschullehre erstellt.

Aufbauend auf diesen Forschungsarbeiten werden die Wissenschaftlerinnen ab Januar 2018 sogenannte „You(r) Study-Labs“ initiieren, in denen das Medienhandeln von Studierenden hinsichtlich der Frage untersucht werden soll, welchen Sinn Studierende Medien in ihrem Studium verleihen. Informationen zum Projekt sowie zu den Publikationen sind unter your-study.info zu finden.


Inhaltlicher Kontakt:
Antonia Weber, M.A. (Verbundprojektkoordination)
Professur für Mediendidaktik/Medienpädagogik
Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln
+49 221 470-89291
antonia.weber(at)uni-koeln.de

Jun.-Prof. Dr. Sandra Hofhues (Verbundprojektleitung)
Professur für Mediendidaktik/Medienpädagogik
Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität zu Köln
+49 221 470-1833
sandra.hofhues(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Mathias Martin
+49 221 470-1705
m.martin(at)verw.uni-koeln.de

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news-4746 Tue, 05 Dec 2017 11:37:30 +0100 Neues Institut für Verbraucherwissenschaften /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4746&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=986bce2d93d46a8c92dca26a6cf6a283 Virtuelles Institut für Verbraucherwissenschaften will durch interdisziplinäre Forschung eine verbesserte und empirisch gestützte Verbraucherpolitik erarbeiten  Die gemeinsame Gründung eines Virtuellen Instituts für Verbraucherwissenschaften (IfV) mit Sitz in Düsseldorf plant die Universität zu Köln gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Westfälischen Wilhelms Universität Münster, der Universität Siegen sowie der Verbraucherzentrale NRW. Die fünf Partner beabsichtigen, Verbraucherwissenschaft in dem neuen Institut bundesweit beispielgebend zu verankern und zu einem Zentrum für exzellente verbraucherorientierte Forschung auszubauen. „Im Verbund will das neue Institut sowohl Grundlagenforschung betreiben als auch praktische Empfehlungen für eine empirisch gestützte, evidenzbasierte Verbraucherpolitik erarbeiten“, erläutert der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW Wolfgang Schuldzinski.

Das IfV wird inter- und transdisziplinär arbeiten und verschiedene Ansätze der Verbraucherforschung zusammenführen. Es wird sich verbraucherwissenschaftlichen Fragestellungen auf vielfältige Weise nähern und dabei auf die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen wie Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften, Oecotrophologie, Rechts-, Umwelt-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaft, Informationstechnik und Medizin setzen. Durch Kooperationen sollen zudem auch aufwendige Studien ermöglicht werden.

Bisher fristete die Verbraucherforschung bis auf wenige Ausnahmen ein Schattendasein in der deutschen Forschungslandschaft. Wo sie institutionell vertreten war, standen zumeist Fragestellungen zur Angebotsseite des Marktes im Fokus. Inzwischen haben systematische Vernetzungsinitiativen den Blick auf die Nachfrageseite jedoch geweitet: „Wo das Augenmerk auf den Verbraucher als Akteur und Maßstab gelegt wird“, so Schuldzinski, „zeigt sich schnell, dass Verbraucherforschung über großes Potenzial verfügt.“ Die Gründungspartner des IfV planen, dieses Potenzial koordiniert über eine virtuelle Plattform zu nutzen und auszuarbeiten.

Inhaltlicher Kontakt:    
Christian Bala
+49 211 38 09-350
christian.bala(at)verbraucherzentrale.nrw


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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news-4745 Tue, 05 Dec 2017 09:19:29 +0100 Facettenaugen sind ein evolutionärer Dauerbrenner /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4745&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aca0c82b148f96da11f62e9052c10b37 Moderne Facettenaugen folgen in ihrem Konstruktionsprinzip im Wesentlichen einer schon mehr als 500 Millionen Jahre alten Funktionsweise. Das ergaben Untersuchungen an fossilen Trilobiten, ausgestorbenen Verwandten von Spinnentieren und Krebsen. Nur die Linsen heutiger Facettenaugen fehlten noch bei diesen Gliederfüßern. Der Artikel von Brigitte Schoenemann et al. ist in der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen.  Der Zoologin Brigitte Schoenemann (Universität zu Köln) und ihren Kollegen Helje Pärnaste (Tallinn, Estland) und Euan Clarkson (Edinburgh, Schottland) ist es gelungen, die Struktur, und damit auch die Funktionsweise des wohl ältesten bisher gefundenen Facettenauges aufzuklären. Ein außergewöhnlich gut erhaltenes Fossil eines Trilobiten (Schmidtiellus reetae), mehr als eine halbe Milliarde Jahre alt, zeigt die zellulären Strukturen eines Facettenauges. Es verrät damit nicht nur, wie dieses Auge aufgebaut war, sondern auch, wie es funktionierte, welche Leistung es erbrachte und wie es sich von den heutigen Formen unterschied. Die Arbeit zeigt, dass die modernen Facettenaugen einer im Wesentlichen schon einer mehr als einer halben Milliarde Jahre alten Funktionsweise folgen, in ihrer Struktur sehr konservativ und äußerst erfolgreich sind. „Das Prinzip unseres modernen Facettenauges entstand demnach wahrscheinlich schon vor dem ersten Fossilienbefund, befand sich aber vor einer halben Milliarde Jahre noch quasi in den Kinderschuhen und mit dieser Arbeit werden wir Zeuge der ersten Schritte dieses so erfolgreichen visuellen Prinzips“, so Schoenemann.

Das Auge gehört zu einem in Estland gefundenen Trilobiten, einem jener ausgestorbenen Arthropoden (Gliedertiere), die die Ozeane des Paläozoikums beherrschten. Die Fossilien dieser Schicht gehören zu den allerersten Nachweisen komplexer Tiere. Das rechte Auge des untersuchten Trilobits ist leicht zerstört, erlaubt aber Einblicke in dessen Inneres. Es ist ein typisches Facettenauge, bestehend aus etwa 100 Untereinheiten, welche im Vergleich zu modernen Formen relativ weit auseinander stehen. Die Autoren konnten zeigen, dass jede dieser Untereinheiten (Ommatidien) wie in modernen Facettenaugen aus 8 Sinneszellen bestand, die sich um ein zentrales Lichtleiterstäbchen (Rhabdom) gruppieren. Letzteres enthält die Sehpigmente und vermittelt den Lichteindruck an das Zentralnervensystem des Tieres. „Im Unterschied zu modernen Facettenaugen von Bienen, Libellen oder vielen Krebstieren hat dieses sehr alte Facettenauge jedoch noch keine Linse“, erklärt Dr. Schoenemann. „Dies wohl deshalb, da diesen noch recht weichschaligen Gliedertieren die entscheidende, linsenbildende Schicht in ihrem Panzer noch fehlte.“

Das zentrale Lichtleiterstäbchen (Rhabdom) sorgt durch seine physikalischen Eigenschaften dafür, dass jede Facette nur ein bestimmtes Blickfeld umfängt und dass das insgesamt entstehende Bild, das dieser Trilobit gesehen hat, bereits den mosaikartigen Charakter eines modernen Facettenauges erreicht. Die Genauigkeit eines solchen Auges, wird u.a. durch die Anzahl der Facetten bestimmt, wie Pixel die Genauigkeit einer Computergraphik bestimmen. „Mit etwa 100 ‚Pixeln‘ ist die Leistung dieses mehr als eine halbe Milliarden Jahre alten Auges nicht sehr exzellent. Sie reichte aber aus, dem Trilobiten Information über Bewegungen innerhalb seines Blickfelds, etwa sich nähernder Fressfeinde, zu vermitteln. Er konnte eine grobe Helligkeitsverteilung in seiner Umwelt wahrnehmen, oder Hindernissen ausweichen“, erklärt Brigitte Schoenemann.

Die Biologin und ihre Kollegen konnten in ihrer Arbeit ebenfalls zeigen, dass nur wenige Millionen Jahre nach Schmidtiellus schon weiterentwickelte, hochauflösendere Facettenaugen existierten, die denen heutiger Libellen nicht oder nur kaum nachstehen, und zwar ebenfalls bei einem baltischen Trilobiten, nämlich Holmia kjerulfi. Eine physikalische Analyse des Facettenauges beider Trilobiten ergab, dass sie in lichtdurchfluteten Gewässern, wahrscheinlich im küstennahen Schelfbereich eines paläozoischen Ozeans lebten.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Brigitte Schoenemann
Tel.:  0221 470 7732
E-Mail: b.schoenemann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
http://www.pnas.org/content/early/2017/11/28/1716824114.full

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Forschung
news-4744 Mon, 04 Dec 2017 16:29:10 +0100 Yoko Tawada ist Kuratorin der Poetica IV /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4744&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a2c6ddffc7c38cb7990c21c3a41cc7a Zum vierten Mal veranstaltet das Internationale Kolleg Morphomata der Universität zu Köln gemeinsam mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung die Poetica, das Festival für Weltliteratur. Mit dem Titel ›Beyond Identities – The Art of Transformation‹ widmet sich die Kuratorin der Poetica IV, die japanisch-deutsche Schriftstellerin Yoko Tawada, poetischen Identititätsspielen. Sie lädt im Januar 2018 zehn renommierte AutorInnen aus aller Welt nach Köln ein, um sich der Kunst der Verwandlung auf je eigene Weise anzunehmen. Durch die Verbindung von Literatur, Wissenschaft und Öffentlichkeit demonstriert die Poetica IV den Reichtum, der im Spiel mit den Identitäten und im Wandel der Formen liegen kann, und den Gewinn, den Figuren des Dritten versprechen, die sich zwischen Nationen, Kulturen, Ethnien, Geschlechtern und Sprachen bewegen. Folgende Autoren nehmen als Experten für die Kunst der Metamorphose in Lyrik und Prosa am Festival teil: Jeffrey Angles (USA) - Anneke Brassinga (Niederlande) – Teju Cole (USA/Nigeria) –Bei Dao (China) – Kim Hyesoon (Südkorea) - Hiromi Itō (Japan) – Barbara Köhler (Deutschland) – Morten Søndergaard (Dänemark) - Monique Truong (USA/Vietnam) – Jan Wagner (Deutschland). In öffentlichen Lesungen und Gesprächen, Performances soll sich die Vielsprachigkeit von Literatur an verschiedenen Orten in Köln zeigen: in der Universität, in der Stadtbibliothek, im japanischen Kulturinstitut, im Literaturhaus und im Schauspiel Köln. Das Festival wird von der Universität zu Köln sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Yoko Tawada gestaltet die vierte Poetica als Fellow des Internationalen Kollegs Morphomata in Köln und gibt am 11. Dezember 2017 eine literarische Lesung "Der Zufall, das Netz und die Verwandlung” im Rahmen der Morphomata Lectures Cologne. Die Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin Yoko Tawada schreibt auf Deutsch und Japanisch. Seit 2012 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2016 wurde sie mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen von ihr „Ein Balkonplatz für flüchtige Abende“ (2016) und der Essayband „akzentfrei“ (2016).

Termine mit Yoko Tawada
Lesung: Yoko Tawada – 11. Dezember 2017, 18:00 Uhr
Hörsaal XIII, Hauptgebäude Universität zu Köln,
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln
Poetica IV: Beyond Identities – The Art of Transformation
22. bis 27. Januar 2018

Kontakt: Marta Dopieralski
Tel.: +49 221 470-1433 / -1289
E-Mail: marta.dopieralski(at)uni-koeln.de

Internet: www.morphomata.uni-koeln.de
www.poetica.uni-koeln.de
www.facebook.com/PoeticaKoeln

 

 

 

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news-4743 Mon, 04 Dec 2017 09:22:20 +0100 Institut für Energiewirtschaftsrecht gegründet /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4743&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=52cd75a0a128729456b4bfe719320db3 Professor Dr. Torsten Körber, bisher Georg-August-Universität Göttingen, wird ein neues Institut für Energiewirtschaftsrecht der Universität zu Köln etablieren. Außerdem wird er einen neuen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Kartell- und Regulierungsrecht, Recht der digitalen Wirtschaft aufbauen. Das Institut dient der unabhängigen, interdisziplinär ausgerichteten Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Energiewirtschaftsrechts. In diesem Kontext befasst sich das Institut mit dem Energierecht als Regulierungsrecht, insbesondere mit Fragen des Netzzugangs und Wettbewerbs, mit Zukunftsfragen des Umbaus der Energiesysteme (erneuerbare Energien, Energiewende, Sektorenkoppelung, Digitalisierung, Daten), mit der Rückführung der Energiemärkte in die Marktwirtschaft sowie mit Fragen des Vertrags-, Haftungs- und Versicherungsrechts im Energiebereich.

Grundlagen dafür bilden die zivilrechtliche Basis des Lehrstuhls sowie die Verbindung mit dem Kartellrecht, dem Telekommunikationsrecht und dem Recht der digitalen Wirtschaft. Weniger im Fokus stehen demgegenüber Aspekte des öffentlichen Rechts (z.B. Planungs-, Bau-, Umwelt-, Vergabe- oder Beihilfenrecht). In Bezug auf diese Gebiete ist das Institut für eine intra- und interdisziplinäre Kooperation mit anderen Instituten, Kolleginnen und Kollegen offen. Eine Kooperation ist insbesondere mit dem Institut für Energiewirtschaft an der Universität zu Köln (EWI), aber auch mit den energierechtlichen Instituten in Bochum und Düsseldorf angestrebt. Das Institut für Energiewirtschaftsrecht knüpft an die lange Tradition des früheren Instituts für Energierecht an der Universität zu Köln an.

Torsten Körbers besonderes Interesse gilt Wettbewerbsfragen von Energie, Daten, elektronischen Medien und Internet-Plattformen. Im Mittelpunkt seiner Forschungen zum Regulierungsrecht stehen Energiewirtschafts- und Telekommunikationsrecht. Seit fast 20 Jahren setzt er sich mit dem Recht der digitalen Wirtschaft auseinander. Kernfrage ist die Herausforderung der Rechtsordnung durch Digitalisierung und Datenökonomie. In den nächsten Monaten beschäftigt er sich neben dem Aufbau von Lehrstuhl und Institut insbesondere mit der Herausgabe des führenden Kartellrechtskommentars Immenga/Mestmäcker, in dem er auch die EU-Fusionskontrollverordnung kommentiert, sowie des Berliner Kommentars zum TKG.

Körber ist u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Arbeitskreises für Regulierungsfragen der Bundesnetzagentur und des GRUR-Fachausschusses für Kartellrecht sowie Gründungsmitglied und Sprecher der Wissenschaftlichen Vereinigung für das gesamte Regulierungsrecht.


Inhaltlicher Kontakt:
   
Professor Dr. Torsten Körber
koerber(at)ls-koerber.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4742 Thu, 30 Nov 2017 10:32:38 +0100 MINTegration: Förderung jugendlicher Flüchtlinge /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4742&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d25de832d4e94889672606a3edd9b015 Geflüchtete Jugendliche werden gezielt zur Förderung in den MINT-Fächern an die Universität zu Köln eingeladen - Ford Stiftung fördert Projekt mit 31.000 Euro bis Mai 2018 - Pilotprojekt mit 13 bis 17-jährigen Schülerinnen und Schülern aus den Vorbereitungsklassen des Schiller-Gymnasiums in Köln erfolgreich umgesetzt - Einsatz digitaler Medien und sprachsensibler Lehrmaterialien soll Sprachbarriere überwinden „Der Titel MINTegration ist Programm: Es geht um die Integration jugendlicher Flüchtlinge verknüpft mit der Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern“, erläutert Jun.-Prof. Dr. Amitabh Banerji, Projektverantwortlicher und Dozent am Institut für Chemiedidaktik die Namensgebung. Ziel des Projektes ist es, für die Gruppe der jugendlichen Flüchtlinge geeignetes Lehrmaterial für den MINT-Unterricht zu entwickeln und dieses gemeinsam mit ihnen zu erproben. Das entwickelte Material wird dann zum einen Lehrerinnen und Lehrern und Schulen zur Verfügung gestellt und zum anderen in den Schülerlaboren der Uni Köln regelmäßig zum Einsatz kommen. Am Pilotprojekt haben bisher insgesamt über 100 Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklassen teilgenommen. Im Wintersemester 2017/18 werden weitere Vorbereitungsklassen an die Universität zu Köln eingeladen.

Die Ford Stiftung hat diesen didaktischen Ansatz mit geflüchteten Jugendlichen als sehr positiv und förderungswürdig eingestuft. So wurde die Summe von rund 31.000 Euro für die Initiierung des MINTegration-Projektes zugewiesen. „Wir fördern seit 2014 bereits mehrere innovative und nachhaltige Bildungsprojekte, darunter auch die KölnerKinderUni und die Ford MINT Didaktik-Stipendien. Das Projekt MINTegration passt genau in unser Förderungsprofil, mit dem wir Kinder und Jugendliche für MINT-Fächer begeistern wollen“, fasst Dr. Wolfgang Hennig, Programm-Manager bei der Ford-Werke GmbH das Engagement der Ford Stiftung „Ford Motor Company Fund“ an der Universität zu Köln zusammen.

Das Projekt MINTegration wird aktuell von den Instituten für Biologie- und Chemiedidaktik der Universität zu Köln umgesetzt. Sie entwickeln mit den Lehramtsstudierenden das Lehrmaterial und erproben dieses gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Vorbereitungsklassen. Beispielhafte Chemie-Themen sind: Gase, Rotkohlindikator, Chromatographie, Lösen in Flüssigkeiten und Energie. Für das Fach Biologie wurden folgende Themen didaktisch aufbereitet: Mechanische und chemische Wasserreinigung, Getreide und die Kartoffel. Auch das Kochen mit der Kartoffel stand auf dem Programm. Frau Hollmann, Projektverantwortliche und Dozentin am Institut für Biologiedidaktik, erklärt: „Je besser wir den Bogen von den biologischen Grundlagen zum Alltag der Schüler schlagen können, umso leichter ist es, die Schüler zu motivieren und für biologische Themen zu begeistern. Durch das gemeinsame Erleben können sprachliche und fachliche Kompetenzen leichter erworben werden. Naturwissenschaften und Integration lassen sich so ideal miteinander verbinden.“

Für die nächste Phase des Projektes, die mit dem Wintersemester 2017/18 startete, haben sich die Projektverantwortlichen vorgenommen, die Angebote aus den Fächern stärker zu vernetzen sowie den Spracherwerb der Lernenden mithilfe der zumeist digitalen Lernhilfen und passenden Aufgabenformaten gezielter zu fördern. Zusätzlich sollen in diesem Durchlauf auch erstmals Lehreinheiten an der Schule stattfinden, um die Eignung der Konzepte im Schulalltag zu evaluieren. Die übergreifenden Projektziele sind der Aufbau von Professionswissen bei MINT-Lehramtsstudierenden der Uni Köln sowie die Bereitstellung von erprobten MINT-Lernmodulen, die Lehrkräfte für jugendliche Flüchtlinge in Vorbereitungsklassen bundesweit kostenfrei einsetzen können.

„Die jugendlichen Flüchtlinge in den Vorbereitungsklassen benötigen anderes Lehrmaterial und andere Ansprache“, erklärt Frau Schulz-Krause, Rektorin der Pilotschule Schiller-Gymnasium den Bedarf auf der Seite von Schule und Lehrkräften. Hier hat sich im Pilotprojekt der Einsatz digitaler Medien – hier vor allem Tablet PCs – als hilfreich erwiesen. So wurden die Versuchsanleitungen von den Studierenden der Chemiedidaktik mit Hilfe von Videosequenzen und auditiven Vokabellisten zum Abrufen am Tablet PC aufbereitet. Insgesamt wurde das Pilotprojekt von den Schülerinnen und Schülern und Schulen sehr gut aufgenommen. Inzwischen gibt es weitere Schulen, die sich für eine Teilnahme interessieren.

Für die Uni Köln und ihre hier aktiven Institute ist es gesellschaftliche Verantwortung und Wissenszuwachs in einem. Die Lehramtsstudierenden erarbeiten die Lehrinhalte und können diese direkt anwenden. Sowohl das Thema „Sprachsensibler Fachunterricht“ als auch „Einsatz digitaler Medien“ sind dabei zwei fachüberreifende Kenntnisbereiche, die den Studierenden zu Gute kommen. Das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) an der Universität zu Köln hat die Erfahrungen und Lehrmaterialien aus dem Pilotprojekt im Rahmen der Online-Plattform „digiLL_NRW“ (www.digill.nrw) bereits genutzt. Auf den diggiKurs können Lehramtsstudierende und Lehrkräfte zugreifen und sich online weiterbilden.



Presse und Kommunikation
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen im Web:


www.zdi-schuelerlabor.uni-koeln.de

Video-Grußwort Jun.-Prof. Banerji:
https://youtu.be/KFFtGDMSCh8

Video-Sequenzen mit Studierenden
https://youtu.be/aXGJ-i6E1IU
https://youtu.be/m89KiUpRndk
https://youtu.be/iM47vWZMA8Y

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news-4740 Tue, 28 Nov 2017 12:42:37 +0100 NS-Erinnerung und Geschichtspolitik /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4740&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d65d1bc0445a1f846e54797351a84aee Erleben wir eine Zeitenwende des politischen, öffentlichen und sozialen Umgangs mit der Zeitgeschichte und insbesondere mit dem Holocaust? Kölner Historikerinnen und Historiker diskutieren Erinnerungspolitik und Geschichtskultur vor dem Hintergrund eines erstarkenden Nationalismus. Nahezu gleichzeitig mit dem Einzug der AfD in den Bundestag hat die Koerber-Stiftung eine Studie zum Geschichtswissen von Jugendlichen veröffentlicht. Während die Studie gravierende Lücken in der Kenntnis zum Nationalsozialismus und seinen Verbrechen („Ausschwitz“) konstatiert, fordern Vertreter der AfD eine grundlegende Revision der Erinnerungskultur und die Rückkehr zu einer Betonung von „Stolz“, „Nation“ und „Heimat“.

Was bedeuten diese Phänomene für die Bundesrepublik als verankerter, pluralistischer Demokratie, die aus einer kritischen Bewusstmachung des Nationalsozialismus, seiner Ursachen und Folgen, erwachsen ist? Wohin sollen Erinnerungskultur und Staatsräson ausgerichtet werden? Was heißt dies in einem Europa, in dem manche Regierungen eine dezidiert nationale bis nationalistische Geschichtspolitik betreiben? Impulse von Kölner Historikern und Historikerinnen zur Erinnerungspolitik und Geschichtskultur bieten in der Veranstaltung "NS-Erinnerung und Geschichtspolitik - eine Zeitenwende?" Anstöße, diese Fragen zu diskutieren.

Termin:
Mittwoch, 29. November 2017, 14.00 bis 16.00 Uhr
Hörsaal C, Hörsaalgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Es diskutieren:
Juniorprofessorin Dr. Christine Gundermann
Juniorprofessorin Dr. Isabel Heinemann
Professor Dr. Ralph Jessen
Professor Dr. Holger Thünemann
Moderation: Professor Dr. Habbo Knoch

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Habbo Knoch
+49 221 470-4445
habbo.knoch(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4739 Mon, 27 Nov 2017 14:53:32 +0100 Zwei neue Sonderforschungsbereiche an der Uni Köln /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4739&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=49a6413bb53f21314f9ba46c88cfe91e Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1310 „Vorhersagbarkeit in der Evolution“ und der SFB/Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika“ werden für jeweils vier Jahre von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) gefördert. Die Evolutionsbiologie befasst sich traditionell mit der Rekonstruktion vergangener Prozesse und mit Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Spezies über lange Zeiträume. Der SFB 1310 „Vorhersagbarkeit in der Evolution“ untersucht, wie zukünftige Evolutionsprozesse zumindest kurzfristig vorhergesagt werden können. Der SFB erforscht dabei Systeme, die sich besonders schnell entwickeln, wie etwa Mikroben, Viren, Immunsysteme und Krebszellen. So sollen Vorhersagemethoden für wichtige Prozesse in diesen Systemen erarbeitet werden, darunter die Evolution von Arzneimittelresistenzen, die Evolution von Antikörpern in Immunsystemen und die Ko-Evolution von Krankheitserregern und ihren Wirtsorganismen.

Der SFB wird von der Deutschen Forschungsgesellschaft in den nächsten vier Jahren mit etwa 8 Millionen Euro gefördert.
Die Sprecherhochschule des SFB ist die Universität zu Köln, Sprecher ist Professor Dr. Michael Lässig. Neben der Universität Köln mit dem Universitätsklinikum sind außerdem die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln, sowie Partnerinstitutionen in Göttingen, Paris (Frankreich), Wageningen (Niederlande) und Lissabon (Portugal) beteiligt.

Vor dem Hintergrund rasch voranschreitender Globalisierung untersucht der SFB/Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika: Zukunft-Machen und sozial-ökologische Transformation“, wie sich Prozesse der Agrarintensivierung und die Ausdehnung von Naturschutz im ländlichen Raum Afrikas verankern lassen. Wie wirken sich beim sozial-ökologischen Wandel im ländlichen Afrika die scheinbar gegenläufigen, vielfach jedoch verwobenen Prozesse von verstärkter Landnutzung durch den Menschen und die Ausweitung von Naturschutzgebieten aus?

Die Forscherinnen und Forscher aus der Geografie, Ethnologie, den Agrarwissenschaften sowie weiterer Disziplinen analysieren, wie sich unterschiedliche Vorstellungen von Zukunft auf den Landnutzungswandel auswirken. Besonderes Augenmerk richten sie dabei auch auf nicht vorhersehbare Entwicklungen, wie Missernten, Dürren und gewaltsame Konflikte, die für das ländliche Afrika charakteristisch sind. Im Fokus stehen Gebiete im östlichen und südlichen Afrika.

Die DFG wird den SFB in den nächsten vier Jahren mit insgesamt etwa 10 Millionen Euro fördern.
Die Sprecherhochschule des SFB ist die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sprecher ist Professor Dr. Detlef Müller-Mahn. Weitere antragstellende Hochschule ist die Universität zu Köln.

Beteiligt an diesem Verbundprojekt sind außerdem das Bonn International Center for Conversion (BICC), die Universität Münster, die Charité an der Humboldt-Universität in Berlin, und zahlreiche Kooperationspartner in Afrika.

Inhaltlicher Kontakt SFB 1310:   
Professor Dr. Michael Lässig
Institut für Theoretische Physik und Quantitative Biologie
lassig(at)thp.uni-koeln.de
+49 221 470-4309

Inhaltlicher Kontakt SFB/Transregio 228:
Professor Dr. Michael Bollig
Institut für Ethnologie
Michael.bollig(at)uni-koeln.de
+49 221 470-3501

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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Forschung
news-4737 Thu, 23 Nov 2017 12:15:37 +0100 Ausstellung widmet sich dem Leben Schwarzer Deutscher zwischen 1880 und 1945 /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4737&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3ca8f5915d8d0ea0983c77207b59b6a1 Einladung zur Ausstellungseröffnung am 30. November 2017 mit Podiumsdiskussion „Vergessen/Erinnern: Die marginalisierte Geschichte Schwarzer Deutscher“ 

Vom 30. November bis zum 18. Dezember 2017 thematisiert die Ausstellung „Black Germany 1880-1945“ an der Universität zu Köln die Entwicklung der Schwarzen Diaspora in Deutschland. Die Ausstellung im Philosophikum erläutert, was schwarze Menschen vor über 100 Jahren ins Deutsche Kaiserreich brachte, wie ihre Lebensgeschichten verliefen und wie sie sich gegen rassistische Ausgrenzung wehrten. Der Eintritt ist frei.   

Termin: 

Mittwoch, 30. November 2017, um 18.00 Uhr

Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion „Vergessen/ Erinnern: Die marginalisierte Geschichte Schwarzer Deutscher“

Neuer Senatssaal, Hauptgebäude, Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln 

  • · Podiumsgäste: Robbie Aitken (Sheffield), Rebecca Brückmann (Berlin), Marianne Bechhaus-Gerst (Köln), Ulrike Lindner (Köln), Katharina Oguntoye (Berlin)
  • Ehrengast: Theodor Michael (Köln)
  • Anschließend um 19.30 Uhr: 

Ausstellungseröffnung und Umtrunk

Atrium im Philosophikum, Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Die Ausstellung liefert tiefere Einblicke in die Beweggründe, Umstände und Reiserouten, die Schwarze Männer und Frauen aus den einst deutschen Kolonien ins Kaiserreich führten. Es wird aufgezeigt unter welchen Bedingungen sie in der Weimarer Republik lebten und arbeiteten und welches Schicksal sie und ihre in Deutschland geborenen Kinder im Nationalsozialismus erfuhren. Illustriert durch Fotos und bisher wenig beachtetes Archivmaterial zeigt „Black Germany“ anhand ausgewählter Biografien, was es zwischen 1880 und 1945 bedeutete, als Schwarze oder Schwarzer in Deutschland zu leben.

Inhaltlicher Kontakt:
Bebero Lehmann
Global South Studies Center
+49 221 470-2706
bebero.lehmann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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news-4736 Wed, 22 Nov 2017 15:25:25 +0100 Eröffnung Raum der Stille /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4736&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fdf57ca081d78d525a3d1d944d5d1fdb Am 20. November wurde an der Universität zu Köln der „Raum der Stille“ feierlich eröffnet. In die Konzeption des Raumes, dessen Geschichte auf eine studentische Initiative aus dem Jahr 2009 zurückgeht, sind auch die – guten wie schlechten – Erfahrungen der letzten Jahre an anderen Universitäten eingegangen. In dem neuen Raum werden idealerweise verschiedenste religiöse und nichtreligiöse Praktiken aufeinandertreffen, so dass er auch zu einem interessanten Aushandlungsort über die Rolle der Religion im öffentlichen Raum werden könnte.


Der Raum der Stille ist, das betont die Prorektorin für Gleichstellung und Diversität, Prof.’ Dr. Manuela Günter, dem säkularen Verständnis unserer Universität gemäß, in der Ausstattung wie in den Nutzungsbedingungen bewusst neutral gehalten. Von der Yoga-Übung über autogenes Training bis zum Gebet ist alles möglich. Die Universität zu Köln schafft damit einen individuellen Rückzugsort, der von der kreativen Ausgestaltung von Stille ebenso lebt wie von Respekt und Rücksicht.


Der Raum der Stille steht allen Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule zur Verfügung. Der Zugang ist durch einen Transponder möglich, der bei der Gebäudeverwaltung im Hauptgebäude erhältlich ist. Der Raum ist montags bis freitags von 7–19 Uhr geöffnet und kann von maximal fünf Personen gleichzeitig genutzt werden. Er befindet sich im Untergeschoss des Bauteils 2 des Hauptgebäudes und kann über die Treppe rechts neben dem Gebäude bzw. barrierefrei über den Haupteingang der Universität erreicht werden.

Kontakt:
Dr.’ Britt Dahmen
Referat Gender & Diversity Management
E-Mail: raumderstille(at)verw.uni-koeln.de
Tel. 0221- 470 7166
raumderstille.uni-koeln.de

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news-4735 Tue, 21 Nov 2017 13:52:12 +0100 Vierte Emanuel-Vogel-Lecture /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4735&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=845defd7eff8881deda033f3b0097f35 Am 28. November findet im Department für Chemie die Emanuel-Vogel-Lecture statt. Professor Dr. Dongho Kim von der Yonsei University, Seoul, Republic of Korea, wird in diesem Jahr als Preisträger der Lecture den Fest-Vortrag zum Thema „Hückel, Möbius, Baird and 3-Dimensional Aromaticity in Various Expanded Porphyrins“ halten. Der Vortrag wird um 17:00 Uhr ct. im Kurt-Alder-Hörsaal der Chemischen Institute stattfinden.  Die Kölner Chemie feiert diesen Tag zu Ehren des Wissenschaftlers Emanuel Vogel der dort von 1961 an, als Nachfolger des Nobelpreisträgers Kurt Alder, bis zu seiner Emeritierung 1997, den Lehrstuhl für Organische Chemie innehatte. Vogel hat auf seinem Gebiet sehr Grundlegendes geleistet. „Sie können weltweit ein beliebiges Lehrbuch der Organischen Chemie zur Hand nehmen und ich garantiere Ihnen, dass Sie mindestens zwei bis drei Moleküle finden, die hier in diesem Hause gemacht wurden,“ erläutert Professor Dr. Albrecht Berkessel, der Nachfolger auf dem Lehrstuhl Emanuel Vogels.

Die Lecture ist eine Schenkung des Vogel-Schülers Dr. Engelbert Zass. Zur Eröffnung der ersten Lecture am 1. Dezember 2014 sagte er: „Ich will ein Zeichen der Dankbarkeit setzen, gegenüber meinem ehemaligen Lehrer und der Hochschule, an der ich studiert habe.“

Das Institut für Organische Chemie kann damit der von Emanuel Vogel begründeten Tradition der Kurt-Alder-Lecture nun eine weitere Namens-Vorlesung zu Ehren eines herausragenden Wissenschaftlers hinzufügen. Im Sinne echter wissenschaftlicher Traditionspflege, wie es Emanuel Vogels Anliegen war, wird mit Dongho Kim ein Wissenschaftler ausgezeichnet, der wegweisende wissenschaftliche Arbeiten publiziert hat, die im Bezug zur Forschung Emanuel Vogels stehen. Die Verbindung der Vogelschen Forschungsleistung zu neuen wissenschaftlichen Ergebnissen soll ins Bewusstsein gehoben werden. Der Laureat erhält als Ehrenpreis die Grafik eines Porphyrin-Moleküls, eines jener Moleküle, die von Emanuel Vogel erforscht wurden. Die künstlerische Umsetzung ist ein Werk Hermann Josef Roths.

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Albrecht Berkessel
E-Mail: berkessel(at)uni-koeln.de
Tel.: 0221-470-3283

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Wann und wo:
17.00 Uhr c.t.
Kurt-Alder-Hörsaal
Chemische Institute
50939 Köln
Greinstr. 4 - 6

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news-4733 Tue, 14 Nov 2017 14:47:32 +0100 André Panné zum neuen Geschäftsführer des Digital Hub Cologne ab 01.01.2018 bestellt /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4733&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e676cfb2021b306f977f0317b0a6bfcf Zum 1. Januar 2018 übernimmt André Panné die Geschäftsführung des Digital Hub Cologne. Zu seinen Aufgaben zählen der weitere Ausbau der Aktivitäten des Hubs, insbesondere die Zusammenarbeit mit der lokalen und regionalen mittelständischen Wirtschaft zu den drängenden Themen der Digitalisierung, sowie die enge Vernetzung mit der Startup-Szene, mit Initiativen, Verbänden und mit der Politik rund um das Thema Digitale Transformation.

Herr Panné verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Digitalisierungsindustrie. Er war als Geschäftsführer und als Bereichsleiter in Konzernen, in mittelständischen Unternehmen, wie auch in eigenen Startups engagiert. Nach seinem Studium der Informationstechnik und Kognitionswissenschaften, war er zunächst als Unternehmensberater, danach in operativen Führungsaufgaben in der IT- und Telekom-Branche tätig. Zuletzt hat er als selbständiger Interim Manager und Berater unter anderem den Digital Hub Bonn beim Aufbau strategisch und operativ unterstützt.

Über den Digital Hub Cologne

Die Digitalhub Cologne GmbH mit den drei Gesellschaftern IHK, Stadt Köln und Universität zu Köln ist einer der sechs vom Land NRW geförderten zentralen Anlaufstellen für Mittelstand und Startups, um in NRW die Digitalisierung der Wirtschaft voran zu treiben und gleichzeitig Köln und das Rheinland zu einem der attraktivsten Startup-Standorte zu entwickeln.

Der Digitalhub Cologne hat seine Geschäftstätigkeit am 1. Oktober 2016 unter der Leitung von Mathias Härchen erfolgreich aufgenommen. In den vergangenen 12 Monaten wurden von ihm nicht nur ein schlagkräftiges Team und umfangreiches Netzwerk mit zahlreichen Sponsoren aufgebaut, sondern auch viele innovative Veranstaltungen in neuen Formaten durchgeführt, Startups in seinen Räumlichkeiten intensiv betreut und die ersten Digitalisierungsprojekte mit dem Mittelstand auf den Weg gebracht.

Mit der neuen Startup-Plattform Cologne Bay startete der Digitalhub Cologne am 11. Oktober durch in seine zweite

Am 1.11. wurden gemeinsam mit dem InsurLab Germany bereits neue, größere Räumlichkeiten mit einem VR-Lab und zahlreichen Co-Working Arbeitsplätzen im Carlswerk in der Schanzenstrasse und damit mitten in der Kölner Gründerszene bezogen.
 
Unter dem Motto Digitale Technologien selber ausprobieren statt theoretischen Konzepten zu lauschen, bietet der Hub künftig ein fokussiertes Dienstleistungsangebot für den digitalen Wandel.
Nach dem Abschluss der Aufbauphase erfolgt nun plangemäß der Wechsel in der Geschäftsführung:

Mathias Härchen übergibt das Amt zum Jahreswechsel an Herrn André Panné. „Wir danken Herrn Härchen ausdrücklich für seine hervorragende Aufbauarbeit des Hubs. Unter seiner Leitung und trotz der kurzen Aufbauzeit konnten neue Veranstaltungsformate realisiert und mit der Cologne-Bay eine wichtige Plattform für die Startup-Szene in Köln und darüber hinaus geschaffen werden. Wir wünschen ihm einen guten Wiedereintritt in die IHK Köln und freuen uns auch auf die zukünftige Zusammenarbeit bei der weiteren Entwicklung des regionalen Startup-Ökosystems“, so Dr. Rainer Minz, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.

 
Bei Rückfragen:
Dr. Rainer Minz
Vorsitzender der Digital Hub Cologne Gesellschafterversammlung
Email: rminz(at)uni-koeln.de
Tel: +49 170 3345200
 

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news-4730 Mon, 13 Nov 2017 12:43:34 +0100 Die verbesserte Neuronen-Fabrik – neuer Modulator für Stammzell-Identität gefunden /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4730&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=837ee1659945df0718fe80e2339734e1 Seit ihrer Entdeckung im Jahr 2006 bieten induzierte pluripotente Stammzellen einen Hoffnungsschimmer für viele Krankheiten. Ein effizienter Weg, gezielt Neuronen aus pluripotenten Stammzellen herzustellen, wurde jetzt von Forschern um David Vilchez vom Exzellenzcluster CECAD/Köln beschrieben. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

Als Ursprung aller vielzelligen Organismen haben pluripotente Stammzellen die Fähigkeit, sich in alle Zelltypen des Körpers zu differenzieren. Sie können sich in Kultur unbegrenzt replizieren und gelten daher als unsterblich. Der Goldstandard der Pluripotenz sind embryonale Stammzellen (ESC). Körperzellen, wie zum Beispiel Hautzellen, können umprogrammiert werden und zeigen als induzierte, pluripotente Stammzellen (iPSC) ähnliche Eigenschaften wie die ESC. Daher haben pluripotente Stammzellen ein großes Potenzial für die regenerative Medizin als Quelle für gesunde, differenzierte Zellen, zum Beispiel Neuronen. Darüber hinaus bieten diese Zellen eine gute Möglichkeit, die menschliche Entwicklung zu verstehen und Krankheiten der relevanten Zellen (Neuronen) zu untersuchen, die an Leiden wie Alzheimer, Huntington oder Parkinson beteiligt sind.

Die bisher bekannten Methoden, um Neuronen aus Stammzellen herzustellen, waren teuer und produzierten einen Mix unterschiedlicher neuronaler und anderer Zelltypen. Durch das Ausschalten eines einzigen Gens gelang es dem Team um David Vilchez, mit nahezu 100% Effizienz Neuronen zu produzieren: „Durch das Stilllegen eines Proteins mit der Gentechnik-Methode CRSPR beginnen die Zellen spontan, sich in Neuronen zu verwandeln! Das ist ein hervorragender und viel schnellerer Weg, um die Neurogenese, die Bildung von Nervenzellen, zu verbessern.” Unter natürlichen Bedingungen ist das CSDE1 genannte Protein dafür zuständig, die Differenzierung zu verhindern und den pluripotenten Status zu bewahren. „Unsere Entdeckung könnte ein sehr mächtiger Mechanismus sein, um reine Populationen von Neuronen herzustellen und neurodegenerative Erkrankungen besser zu verstehen,“ so der Forscher.

Hyun Ju Lee, Erstautorin der Studie, freute sich besonders über die schnellen Veränderungen in ihren Versuchen: „Wir könnten die Veränderungen visualisieren und wirklich dabei zuschauen, die Differenzierung geht sehr schnell voran. Wir haben auch mehrere Stammzelllinien von verschiedenen Spendern und pluripotente Stammzellen getestet und die gleichen Ergebnisse erzielt." Für die Studie wurden humane embryonale Stammzellen, induzierte pluripotente Stammzellen und Mausstammzellen verwendet.

Durch die Verwendung des neuen Ansatzes wäre es möglich, Neuronen aus Proben verschiedener Patienten zu erzeugen, die zugrundeliegenden Krankheiten zu untersuchen oder Medikamente daran zu testen. Obwohl diese Ergebnisse ein weiterer Schritt zur klinischen Anwendung sind, sei es noch ein weiter Weg, sagt David Vilchez: „Neue Neuronen aus der Petrischale könnten wichtig sein, um Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder Huntington zu untersuchen, aber wir sind immer noch am Ausgangspunkt dieser spannenden Forschung." Die Forschungsarbeit war eine Kooperation zwischen CECAD, dem Zentrum für Molekulare Medizin Köln und dem Universitätsklinikum Köln.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. David Vilchez
Principal Investigator
Junior Research Group Leader, CECAD Cologne
Tel.  +49 221 478 84172
dvilchez(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
Public Relations Officer
Tel.  +49 221 478 84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.cecad-cologne.de

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Forschung
news-4729 Fri, 10 Nov 2017 11:08:35 +0100 „Tag der Forschung“ im Neanderthal Museum – Wissenschaft hautnah erleben /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4729&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2fff9195598cc3f7820adf1d85e1940d Das Museum öffnet am 19. November 2017 ein Fenster in die Welt der archäologischen Forschung. Das vielfältige Programm bietet Jung und Alt gleichermaßen spannende Einblicke. Einmal ein 20.000 Jahre altes Steinwerkzeug in die Hand nehmen oder dabei sein, wenn davon ein 3D-Scan entsteht? In die Erde schauen ohne Spaten oder Schaufel zu benutzen – mit einem Georadar? All das kann man am 19. November im Neanderthal Museum in Mettmann am „Tag der Forschung“ erleben. Das Museum öffnet seinen Besuchern beim Gang durch die Dauerausstellung ein Fenster in die Welt der archäologischen Forschung. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universitäten Köln, Aachen und Bonn berichten von ihren aktuellen Forschungsprojekten aus Afrika, dem Vorderen Orient und Europa.

Mitten in der Ausstellung zeigen Sie ihre Hightechgeräte, Funde und Arbeitsmaterial. Am Computer werden Arbeitsergebnisse und Methoden erläutert. Besucher aller Altersgruppen können anfassen und nach Herzenslust Fragen stellen – eine einmalige Chance für alle, die sich für Archäologie interessieren oder ihr Herz für das Eiszeitalter entdecken wollen.

Das Neanderthal Museum ist nicht nur eines der erfolgreichsten archäologischen Museen in Deutschland, sondern auch eine renommierte, internationale Forschungseinrichtung, die in Europa und Nordafrika in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern Forschungsprojekte durchführt. Ob in Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien oder Deutschland, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Museums und der Universitäten Köln, Bonn und Aachen sind an den Hotspots der Forschung in diesen Ländern beteiligt.

Weitere Informationen:
https://www.neanderthal.de/de/Veranstaltungen_Events/tag-der-forschung.html

Bei Rückfragen:
Neanderthal Museum
Prof. Dr. Gerd-Christian Weniger
Direktor Neanderthal Museum
+49 2104 9797 0
weniger(at)neanderthal.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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news-4728 Thu, 09 Nov 2017 16:06:58 +0100 PFT-Belastung: Neue umweltverträgliche Löschmittel und Verfahren zur Bodensanierung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4728&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b7883fb9981b5ec06d82d503981abd0f Das Netzwerk „PerFluSan“ entwickelt schadstoffarme Löschmittel und Verfahren, um Böden und Abwässer von Altlasten zu befreien. Das Kooperationsnetzwerk „PerFluSan“, an dem auch das Institut für Organische Chemie der Universität zu Köln beteiligt ist, traf sich am 7. November in Köln zum offiziellen Kick-Off. Das Netzwerk versucht der Umweltbelastung durch Perfluorierte Tenside (PFT) entgegenzuwirken. PFT sind in der Industrie weit verbreitet. Dabei handelt es sich organische Verbindungen, die eine hohe thermische und chemische Stabilität aufweisen. Aufgrund dieser besonderen Eigenschaften werden sie vielfältig genutzt, etwa zur Herstellung von Textilien oder Feuerlöschmitteln. Allerdings sind sie nicht biologisch abbaubar, reichern sich in der Umwelt sowie im menschlichen und tierischen Gewebe an.

Das Kooperationsnetzwerk „PerFluSan“ mit Partnern aus Industrie und Forschung verfolgt daher zwei zentrale Ziele: „Zunächst sollen neue, wirksame Sanierungsverfahren für PFT-belastete Böden und Abwässer entwickelt werden. Gleichzeitig möchten sollen Alternativen zu PFT-haltigen Löschmitteln erforschen, um zukünftig eine Schadstoffbelastung für die Umwelt zu unterbinden“, so Dr. Dirk Blunk vom Institut für Organische Chemie der Universität zu Köln.

Das Netzwerk wird durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Es vereint Verfahrensentwickler, Sanierungs- und Analytikexperten, Forschungseinrichtungen und Löschmittelhersteller. Daraus ergibt sich erstmalig die Möglichkeit, das PFT-Problem im Rahmen kooperativer Entwicklungsprojekte ganzheitlich anzugehen. Die Universität zu Köln plant, sich maßgeblich in drei Bereichen des „PerFluSan“-Netzwerkes einzubringen: Die Vermeidung des Eintrages von PFT durch Entwicklung neuer fluorfreier Löschmittel, Erforschung innovativer Abbaumethoden für PFT anstelle der Hochtemperaturverbrennung und neuer Methoden zur Spurenanalytik von PFT.


Inhaltlicher Kontakt:    
PD Dr. Dirk Blunk
Universität zu Köln
Institut für Organische Chemie
+49 221 470-5213
d.blunk(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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Forschung
news-4727 Thu, 09 Nov 2017 15:14:27 +0100 Die programmierte Gesundheit /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4727&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0be98b5f42103c62681aba35b2528c19 ceres Ringvorlesung widmet sich der digitalen Revolution in der Medizin Die zunehmende Digitalisierung in der Medizin verspricht ein enormes Potenzial. Umfassend erhobene Gesundheitsdaten sollen maßgeschneiderte Diagnosen und Therapien ermöglichen, Ärztemangel und Pflegenotstand durch Telematik überwunden werden. Zudem sollen wir mithilfe einer immer breiteren Auswahl von Gesundheits-Apps, Wearables und anderen digitalen Anwendungen unsere Gesundheit messen und steuern können.

Doch welche Herausforderungen und Risiken stehen diesen Chancen gegenüber? Welche Rolle spielt der Arzt noch? Kann digitale Medizin die hohen Erwartungen überhaupt erfüllen? Was müssen wir tun, um die Sicherheit und die Privatsphäre des Patienten und auch unser solidarisches Versicherungssystem zu schützen?

In der ceres Ringvorlesung „Die programmierte Gesundheit. Digitalisierung in der Medizin“ widmen sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diesen Fragen. An neun Terminen im Wintersemester 2017/18 stellen sie die aktuellen Entwicklungen dar und diskutieren über die Auswirkungen sowie Gestaltungsmöglichkeiten der digitalisierten Medizin.

Den Start zur Ringvorlesung bildet die Auftaktveranstaltung „Elektronische Patientenakte. Der souveräne oder gläserne Patient?“ am 15.11.2017 um 18:00 Uhr im Hauptgebäude der Universität zu Köln. Referieren werden der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor der Uniklinik Köln Prof. Dr. med. Edgar Schömig sowie die Medizininformatikerin Prof. Dr. rer. nat. Britta Böckmann von der Fachhochschule Dortmund. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt, an der neben den Vortragenden auch Klaus Rupp von der Techniker Krankenkasse sowie die Entwicklerin der elektronischen Online-Gesundheitsakte „meine.WEGA“ Simone Pareigis teilnehmen werden.

ceres, das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health, ist ein Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Es wird getragen von fünf Fakultäten und dem Rektorat der Universität zu Köln.
Datum:
Ab dem 15.11.2017 immer mittwochs, an neun Terminen während des Wintersemesters

Zeit:
18.00 Uhr – 19.30 Uhr

Ort:
Hauptgebäude der Universität zu Köln
Hörsaal XII
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Weitere Informationen und Programm:
http://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/ceres-ringvorlesung/programm-201718/

Kontakt:
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Andreas Kirchner, M.A. (PR Officer)
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel: +49 (0)221 470-89110
Fax: +49 (0)221 470-89101
E-Mail: ceres-info(at)uni-koeln.de


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news-4726 Thu, 09 Nov 2017 09:55:18 +0100 Kölner Schulen mit Preis für Toleranz ausgezeichnet /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4726&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2e0e2762fea12b293d403c32881cce47 Presse-Einladung zur Verleihung der Toleranzringe und des Schulpreises „Toleranz macht Schule“ am 15. November durch die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste und die Universität zu Köln / Zentrum für LehrerInnenbildung

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste und die Universität zu Köln zeichnen am 15. November erstmals drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz aus. Die Preisverleihung findet im Rahmen der jährlichen Verleihung der Toleranzringe statt, mit denen die Europäische Akademie führende Persönlichkeiten, die sich für einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus einsetzen, würdigt. 

Drei Schulen aus dem Raum Köln – die Gemeinschaftsgrundschule Erlenweg, die Katholische Hauptschule Großer Griechenmarkt und die Tages- und Abendschule Köln – werden am 15. November im Stiftersaal des Wallraf Richartz-Museums für ihre Verdienste um ein besonders tolerantes Miteinander mit dem Preis „Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz“ ausgezeichnet. Die Schulen wurden aus 23 Nominierungen, die von Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln eingereicht wurden, von einem Fachgremium der Universität sowie dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ausgewählt. Dem Kuratorium gehören unter anderem die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Louwrens Langevort, Intendant der Kölner Philharmonie, Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Lale Akgün und Bettina Böttinger an. 

Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität (ZfL) verantwortet die Umsetzung der Nominierung und Verleihung des Schulpreises. Mit dem Preis werden eine Grundschule sowie je eine Schule der Sekundarstufen I und II gewürdigt.

„Es ist mir eine besondere Freude, dass wir uns als Zentrum für LehrerInnenbildung, aber vor allem durch unsere Lehramtsstudierenden, durch den Preis dafür einsetzen können, eine gelebte Kultur des Miteinanders in den Schulen unserer Stadt zu fördern“, so ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler.

Mit den Toleranzringen werden in diesem Jahr der Ökonom und Politiker Professor Dr. Avishay Bravermann, die Islamwissenschaftlerin und Theologin Rabeya Müller und der Pastor der Bethlehemer Weihnachtskirche, Dr. Mitri Raheb, ausgezeichnet.

„Toleranz ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine historisch gewachsene Notwendigkeit“, betont Prof. Dr. Felix Unger, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. „Mit der nun seit 20 Jahren bestehenden Auszeichnung wollen wir zu einer Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und zur Förderung eines toleranten und friedlichen Miteinanders der Menschen und Kulturen beitragen.“ 

„Erstmals zeichnet die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste in Kooperation mit der Universität zu Köln auch Schulen mit einem Toleranzpreis aus“, so Präsident Prof. Dr. Felix Unger  und Prof. Dr. Stefan Zimmermann, Vorsitzender des Kuratoriums. „Damit unterstreichen wir die besondere Bedeutung der Schulen für ein Klima der Toleranz in der Gesellschaft.“

„Preise für Toleranz haben im Angesicht einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der wir einmal mehr Nein sagen müssen zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, zu Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit, eine besondere Relevanz“, so Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnet seit 1997 jährlich Persönlichkeiten mit dem Toleranzpreis aus. Der Preis wurde unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, Hans-Dietrich Genscher und an den Dirigenten Daniel Barenboim verliehen.

Termin:
Verleihung der Toleranzringe und des Schulpreises
„Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz
15. November, 17.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums,
Obenmarspforten 40
50667 Köln 

Festrede:
Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes NRW

Pressekontakt:
Merle Hettesheimer
Universität zu Köln
Zentrum für LehrerInnenbildung
Leitung Kommunikation und Events
Tel. +49 221 470 5687
E-Mail: m.hettesheimer(at)uni-koeln.de

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news-4724 Tue, 07 Nov 2017 14:06:16 +0100 Haut schützen, Barrieren bilden: Alter Bekannter in neuer Rolle /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4724&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c47794c864b1300ba5395b355e7ec61c

Um die Barrierefunktion der Haut zu gewährleisten, bedarf es einer gegenseitigen Regulierung von Verbindungen zwischen Hautzellen und einem Rezeptor für Wachstumsfaktoren. Die Erkenntnisse können helfen, die Folgen von entzündlichen Hautkrankheiten sowie der verminderten Hautbarrierefunktion im Alter zu verringern. Der Mechanismus wurde von Wissenschaftlern um Carien Niessen vom Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung in Köln beschrieben. Ihre Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. 

Die Oberhaut ist unser wichtigster Schutz vor der Außenwelt. Unsere Fähigkeit zu überleben, hängt davon ab, dass sie intakt bleibt. Damit diese Barriere aufrecht erhalten werden kann, muss jede einzelne Zelle wissen, was sie tut. Besonders schwierig ist dies in der Haut, die sich ständig selbst erneuert. Der Prozess, der dahinter steckt, ist bisher wenig verstanden.

Entscheidend für die Bildung der Barriere sind besonders enge Verbindungen zwischen den Zellen. Die sogenannten „tight junctions“ verschließen den Zellzwischenraum und kontrollieren den Transport von Molekülen. Die Anlage für die tight junctions findet sich in allen Schichten der Haut, ausgebildet werden sie dennoch nur in der äußersten Schicht. „Warum das so ist, war bisher ein Rätsel,“ so Matthias Rübsam, Hauptautor der Studie. „Mit neuen Mikroskopieverfahren konnten wir zeigen, dass der Rezeptor für einen bekannten Wachstumsfaktor, EGF, bei der Bildung der Barriere eine wichtige Rolle spielt. Eigentlich ist er für die Zellteilung zuständig ist und wurde bisher nur in den unteren Hautschichten beschrieben.“

Ein weiterer Aspekt hat mit einem neueren Feld der Zellforschung zu tun, der Mechanobiologie. „Ähnlich wie bei einer Zugkupplung, können auch die Zellen über Verbindungen untereinander spüren, ob Zug oder Druck auf ihnen lastet,“ führt der Wissenschaftler weiter aus. „Diese Kopplung löst dann ein Signal aus, das den Rezeptor beeinflusst. Das Zusammenspiel des Kopplungsmechanismus, des Rezeptors und der Barrieremoleküle muss im Gleichgewicht sein.“ Eine Störung dieses Gleichgewicht könnte verschiedene, bekannte Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte auslösen. Die neue Erkenntnis, dass die Kopplungsmechanik und der Rezeptor zu dem Gleichgewicht beitragen, gibt einen Hinweis darauf, warum gängige, gegen den Rezeptor gerichtete Anti-Tumor-Therapien, starke Nebenwirkungen in der Haut auslösen. Mit diesem Wissen könnten die Folgen von Tumortherapien verbessert werden.

Die Studie, die in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns (Sara Wickström) und Universitäten in Yale (Aaron Mertz) und Tokyo (Masayuki Amagai, Akiharu Kubo) an Mäusen mit Defekten an der Hautbarriere durchgeführt wurde, erschien in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Originalpublikation:
E-cadherin integrates mechanotransduction and EGFR signaling to control junctional tissue polarization and Tight Junction positioning
Matthias Rübsam, Aaron F. Mertz, Akiharu Kubo, Susanna Marg, Christian Jüngst, Gladiola Goranci-Buzhala, Astrid C. Schauss, Valerie Horsley, Eric R. Dufresne, Markus Moser, Wolfgang Ziegler, Masayuki Amagai, Sara A. Wickström, and Carien M. Niessen
Nature Communications DOI: 10.1038/s41467-017-01170-7

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Carien Niessen   
Principal Investigator,
Tel.  +49 221 478 89512
carien.niessen(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl   
Public Relations Officer
Tel.  +49 221 478 84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
cecad.uni-koeln.de/

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Forschung
news-4723 Thu, 02 Nov 2017 13:10:00 +0100 Neu entdeckter Pilz füttert Pflanze mit Phosphor /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4723&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a7964a7ef387f1f12ddc36e910f4a61a Forscher und Forscherinnen der Uni Köln haben entdeckt, wie ein bisher unbekannter Pilz eine Pflanze mit dem wichtigen Mineralstoff Phosphor versorgt. Die Erkenntnisse sind wichtig für Neuzüchtungen von Pflanzen, die optimal mit nützlichen Pilzen kooperieren und sparsam im Umgang mit Bodenressourcen sind. Die Studie wurde in PNAS veröffentlicht. Pflanzen sind von einer hohen Zahl von Kleinstlebewesen besiedelt, deren Gesamtheit als Mikrobiom bezeichnet wird. Dazu gehören auch Pilze aus dem Boden. Die Forschergruppe um Professor Dr. Marcel Bucher vom Exzellenzcluster CEPLAS (Cluster of Excellence on Plant Science) zeigt jetzt, dass ein bisher unbekannter Pilz aus dem Mikrobiom in der Wurzel der Pflanze Arabis alpina (Alpen-Gänsekresse) seine Wirtspflanze bei nährstoffarmen Böden mit Phosphor versorgt und ihr Wachstum fördert.

„Die Ergebnisse der Arbeit sind wichtig für das Verständnis der Kooperation von Pflanzen mit den Kleinstlebewesen, die zu Abertausenden ihre Wurzeln besiedeln“, sagt Professor Dr. Marcel Bucher. Die Forscher und Forscherinnen beschreiben die Resultate ihrer Arbeit in ihrem Aufsatz „Root-associated fungal microbiota of nonmycorrhizal Arabis alpina and its contribution to plant phosphorus nutrition“ in der aktuellen Ausgabe der „Proceedings“ der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).   

Die Ergebnisse erklären, wie die Pflanze es schafft, in phosphorarmen Böden zu gedeihen. Dabei übernimmt der Pilz die Funktion bekannter spezialisierter Bodenpilze, die mit der Wurzel der meisten Landpflanzen eine förderliche sogenannte Mykorrhizasymbiose bilden. Diese Symbiose ist aber bei Arabis alpina und verwandten Arten nicht vorhanden.

Die zentrale Frage war, ob auch andere Pilze der Pflanze dienlich sein können. Dazu wurde in einem ersten Schritt das Mikrobiom der Wurzel untersucht und ein kurzer, für Pilze typischer Genomabschnitt sequenziert. Dadurch konnten Rückschlüsse auf die Identität und die Funktionen der Pilze im Mikrobiom gezogen werden. Die Analyse der biologischen Vielfalt und von evolutionären Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Pilzarten zeigte, dass die Diversität der Pilze von „außen nach innen“ abnimmt, im unbepflanzten Boden folglich am höchsten und im Wurzelinnern am niedrigsten ist. „Dies deutet darauf hin, dass Pflanzen als Filter für Kleinstlebewesen im Boden wirken können und die Fähigkeit besitzen, bestimmte Pilzkonsortien auszuwählen“, so Bucher.

Parallel dazu wurden zahlreiche Pilze aus der Arabiswurzel im Labor in Kultur genommen. „Wir konnten eine bisher unbekannte Pilzart aus der Ordnung der Helotiales detailliert untersuchen, die unter den rauen Bedingungen in den französischen Alpen sehr häufig auftritt und folglich wohl eine wichtige Funktion für das Überleben der Pflanze ausübt“, so Bucher. Dieser Helotiales Pilz lebt im Inneren der Wurzel, wächst dabei in einzelne Wurzelzellen hinein und verbindet das Wurzelinnere über Pilzfäden mit dem Wurzelraum außerhalb der Wurzel. War der Pilz Teil des Mikrobioms einer Pflanze in phosphorarmen Böden, konnten die Wissenschaftler ein verstärktes Wachstum und eine höhere Phosphoraufnahme der Pflanze feststellen.

In Kooperation mit der CEPLAS-Professorin Alga Zuccaro stellten die Forscher fest, dass die Gene für Enzyme aus dem Kohlenhydratabbau im Pilzgenom besonders häufig waren. „Der Lebensraum im Wurzelinneren bildet wohl eine ideale Nische für diese Pilze, in welcher sie gut geschützt in Gemeinschaft mit ihrem Wirt leben. Sie ernähren sich dabei von pflanzlichen Produkten der Photosynthese“, erklärt Marcel Bucher. „Da im globalen Zusammenhang die Bedeutung des Klimawandels für die mikrobielle und pflanzliche Lebenswelt mit ihren Interaktionsnetzwerken noch weitgehend unverstanden ist, ist die Kombination anspruchsvoller Labor- und Freilandforschung in diesem Bereich sehr wichtiger. Dafür leisten wir im Rahmen der CEPLAS Forschung unseren Beitrag“, so der Pflanzenforscher.


Inhaltlicher Kontakt:
    
Professor Dr. Marcel Bucher
+49 221 470-2481
m.bucher(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de


Zur Publikation:

http://www.pnas.org/content/early/2017/09/27/1710455114


Weitere Informationen:

www.bucherlab.uni-koeln.de
www.ceplas.eu

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news-4722 Thu, 26 Oct 2017 09:53:34 +0200 Universitäts- und Stadtbibliothek widmet John F. Kennedy umfassende Ausstellung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4722&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e469adc0c464998ca6604c89b4fc7126 Exponate, Podiumsdiskussion, Vorträge und Filmvorführungen anlässlich des 100. Geburtstags von John F. Kennedy beleuchten schillernde Persönlichkeit und transatlantische Beziehungen / Einladung zur Eröffnung am 8. November 2017 Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) präsentiert vom 8. November 2017 bis zum 31. Januar 2018 die Ausstellung „John F. Kennedy“. Sie bietet einen umfassenden Einblick in die Sammlung des Berliner „Museum The Kennedys“, eine der weltweit umfassendsten Zusammenführungen von Fotoarbeiten, offiziellen Dokumenten, privaten Papieren und Memorabilien der Kennedy-Familie. Die Kölner Ausstellung zeigt unter anderem 70 Fotografien international bekannter Fotografen und die berühmte „Ich bin ein Berliner“-Rede.

Neben Exponaten der Berliner Sammlung zeigt die USB Fotos und Presseartikel aus ihrem Zeitschriftenmagazin sowie unter anderem Leihgaben des Historischen Archivs der Stadt Köln, des Erzbistums Köln und des Rheinischen Bildarchivs. Fernsehbeiträge des WDR dokumentieren den Besuch John F. Kennedys in Köln am 23. Juni 1963 einschließlich seiner Begrüßungsrede.

„In politisch angespannten Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig, auf einen amerikanischen Präsidenten zurück zu blicken, der wie kein anderer für Demokratie, Freiheit, Frieden und globale Zusammenarbeit stand. Er war der erste amtierende US-Präsident, der Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg besuchte“, sagt Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der USB.

Neben dem dokumentarischen Teil zeigt die Ausstellung auch Exponate der Künstler Elmar Diks und Aaron Vidal. Beide haben das Thema John F. Kennedy malerisch und digital künstlerisch bearbeitet. Somit spricht sie nicht nur geschichtsinteressierte, sondern auch kunst- und kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen an.

Termin:
Mittwoch, 8. November 2017, um 19.00 Uhr
„Ausstellungseröffnung: John F. Kennedy“
Universität zu Köln, Aula, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz 50923 Köln. Bitte registrieren Sie sich vorab unter: http://bit.ly/USB_kennedy_start  

Grußworte:
·    Dr. iur. Michael Stückradt, Kanzler der Universität zu Köln
·    Susanne Laugwitz-Aulbach, Beigeordnete für Kunst und Kultur der Stadt Köln
·    Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek

Musikalischer Auftakt: Kammerorchester der Universität zu Köln

Moderation: Antje Passenheim (WDR 2)

Rahmenprogramm: http://bit.ly/USB_kennedy_rahmen

Kulturpartner: WDR3, Kölner Illustrierte

Medienpartner: KölnCampus Hochschulradio, Choices

Begleitband: Ein umfangreicher Begleitband zur Ausstellung erscheint im November in der Kleinen Schriftenreihe der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln.

Trailer: http://bit.ly/kennedy_trailer


Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln ist die größte Bibliothek in Nordrhein-Westfalen. Sie ist die zentrale Ausleihbibliothek der Universität zu Köln und steht neben Studierenden und Mitarbeitern der Universität auch den Einwohnern der Stadt und der Region offen. Die USB bietet ein breites Spektrum aktueller Informationsmedien und eine reichhaltige Sammlung historisch wertvoller Bestände. Mit zahlreichen Ausstellungen unterstützt sie das kulturelle Leben in Köln. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich sowohl an Universitäts-Zugehörige als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger.


Inhaltlicher Kontakt:     
Thomas Bähr
Ausstellungsorganisation und -konzeption
+49 221 470-4659
baehr(at)ub.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Melinda Burmeister-Neuls
+49 221 470-89955
burmeister(at)ub.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://www.ub.uni-koeln.de/bibliothek/veranstaltung/ausstellung/kennedy/index_ger.html
https://www.thekennedys.de/
http://transatlantic-networks.de/
http://www.art-diks.de/
http://www.aaron-vidal.regional.wiki/

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news-4720 Tue, 24 Oct 2017 06:58:45 +0200 Forscher lüften Geheimnis um das fehlende chemische Element Niob auf der Erde /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4720&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eb3aa09ee3b0dd43fb46e046d366e3fe Wissenschaftler der Universität zu Köln und der Universität Bonn zeigen, dass das seltene Metall Niob schon auf den Asteroiden in deren metallischen Kern gewandert ist. Durch die Kollision mit Asteroiden ist die Erde vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren zu ihrer heutigen Größe gewachsen. / Veröffentlichung in „Nature Geoscience“ Ergebnisse eines Forscherteams der Universität zu Köln und der Universität Bonn erlauben jetzt neue Einblicke in die Wachstumsphase der noch jungen Erde vor mehr als 4.5 Milliarden Jahren. Man weiß schon länger, dass die Erde durch Kollision von Asteroiden zu ihrer heutigen Größe gewachsen ist. Die neue Studie legt jetzt nahe, dass bei solchen planetaren Kollisionen die Metallkerne der Asteroiden direkt mit dem Metallkern der jungen, noch flüssigen Erde verschmolzen sind. Dabei sind beträchtliche Mengen des seltenen Metalls Niob, das eigentlich komplett in der äußeren Silikathülle der Erde konzentriert sein müsste, verschwunden. „Das fehlende Niob befindet sich im Metallkern der Erde, in einer Tiefe von mehr als 2900 Kilometern“ sagt der Geochemiker Carsten Münker aus Köln. „Wir wissen aber jetzt durch unsere Untersuchungen, dass es schon in den Asteroiden in deren Metallkern gewandert ist“, ergänzt sein Kollege Raul Fonseca aus Bonn.

Die Ergebnisse des Forscherteams sind in der soeben erschienenen Ausgabe des internationalen Wissenschaftsmagazins „Nature Geoscience“ veröffentlicht.


Die frühe Entstehungsgeschichte der Erde vor rund 4.5 Milliarden Jahren ist bislang noch nicht gut verstanden. Das liegt daran, dass die ältesten Gesteine auf der Erde nur etwa vier Milliarden Jahre alt sind, also gut 500 Millionen Jahre jünger. Geologen sind somit auf indirekte Zeitzeugen angewiesen, um die Frühgeschichte der Erde zu entschlüsseln. So haben geologische Ereignisse aus der Geburtsphase der Erde ihre chemischen Spuren in viel jüngeren Gesteinen hinterlassen, zum Beispiel in Form von anomalen Gehalten an seltenen Spurenelementen oder von Zerfallsprodukten längst zerfallener radioaktiver Isotope. Eine solche heiße Spur ist das seltene Metall Niob, das in Gesteinen nur in äußerst geringen Konzentrationen vorkommt (ein Gramm pro Tonne Gestein oder oft sogar noch weniger). Schon seit ungefähr zehn Jahren ist bekannt, dass in der äußeren Silikathülle der Erde, die sich aus Erdkruste und Erdmantel zusammensetzt, ungefähr 20 Prozent an Niob fehlen. Der Grund dafür war bislang nicht bekannt, es wurde aber schon lange spekuliert, dass diese 20 Prozent Niob während der geologischen Frühgeschichte der Erde verloren gegangen sind.

Das Rätsel um das fehlende Niob auf der Erde ist jetzt gelöst. Forscher vom Institut für Geologie und Mineralogie in Köln und vom Steinmann Institut in Bonn führten extrem genaue Messungen der Gehalte an Niob in Meteoritenbruchstücken aus dem Asteroidengürtel durch. „Diese Asteroiden sind die einzigen Überbleibsel aus der Frühzeit des Sonnensystems vor mehr als 4.5 Milliarden Jahren“, erläutert Dr. Toni Schulz, jetzt an der Universität Wien, der viele der kostbaren Meteoritenproben für die Studie vorab untersucht und ausgewählt hat. Alle größeren Planeten im Sonnensystem sind durch Kollision von solchen Asteroiden entstanden.

Dass das Element Niob oft im metallischen Kern von solchen Asteroiden in nennenswerten Mengen vorkommt, „entspricht nicht den geologischen Vorhersagen,“ sagt der Geochemiker Münker aus Köln. „Wir haben immer angenommen, dass das Element Niob nur in den silikatreichen äußeren Hüllen von Asteroiden vorkommt, aber nicht in deren metallischen Kernen“. „Überraschenderweise zeigte sich im Labor, dass bei der Aufschmelzung solcher Asteroiden tatsächlich erhebliche Mengen an Niob in deren Metallkerne wandern können“ so der Petrologe Dr. Raúl Fonseca aus Bonn, der die Laborexperimente durchführte.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Carsten Münker
Institut für Geologie und Mineralogie Köln
+49 221 470-3198
c.muenker(at)uni-koeln.de

Dr. Raúl Fonseca
Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie Bonn
+49 228 73-9782
rfonseca(at)uni-bonn.de

Presse und Kommunikation:

Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
Carsten Münker, Raul O.C. Fonseca, Toni Schulz: Silicate Earth’s missing Niobium may be sequestered into Asteroidal Cores. Nature Geoscience http://dx.doi.org/10.1038/ngeo3048

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Forschung
news-4713 Thu, 19 Oct 2017 06:54:05 +0200 Erasmus-Programm feiert 30-jähriges Bestehen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4713&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cc80264200b077e0e337b1b35a8e1d02 Das Zentrum für Internationale Beziehungen der Philosophischen Fakultät (ZIB) veranstaltet eine Feier zum 30-jährige Bestehen des Erasmusprogramms. Experten und Gäste diskutieren.

Unter dem Titel 30 Jahre Erasmus - Rückblicke, Erfahrungen, Perspektiven wird das Zentrum für Internationale Beziehungen gemeinsam mit Experten und Gästen der Universität zu Köln im Rahmen eines Round Table auf die vergangenen 30 Jahre ERASMUS blicken, Erfahrungen teilen, Entwicklungen aufzeigen und gemeinsam einen Blick in die Zukunft des erfolgreichsten internationalen Mobilitätsprogramms der Europäischen Union werfen. Die Veranstaltung findet im Neuen Senatssaal der Universität zu Köln statt.

Ursprünglich nur ein Austauschprogramm für Studierende fördert ERASMUS heute die Mobilität von Hochschulpersonal, Lehrenden, Schülern und Studierenden. Zwischen 1987 und 2017 unterstützte Erasmus rund 4.400.000 Studierende, davon rund 651.000 Studierende aus Deutschland. 1987 startete das Programm mit 11 Mitgliedsstaaten. Seit dem Beitritt Mazedoniens 2014 sind es heute 33 Programmländer.

Das internationale Netzwerk der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut worden. Allein im akademischen Jahr 2016/17 wurden 20 neue Austauschverträge geschlossen. Aktuell unterhält die Philosophische Fakultät rund 260 Partnerschaften auf Instituts- und Fakultätsebene. Weitere Kooperationen befinden sich derzeit im Aufbau. Seitdem akademischen Jahr 2015/16 absolvieren durchschnittlich mehr als 400 Studierende der Philosophischen Fakultät einen Auslandsaufenthalt. 

Das Zentrum für Internationale Beziehungen (ZIB) fungiert als zentrale Koordinierungsstelle für die internationalen Beziehungen der Philosophischen Fakultät sowie als Informations-, Beratungs- und Schnittstelle für Studierende, Institute, Dekanat und Rektorat. Dazu gehört die Abwicklung des ERASMUS+-Bewerbungs- und Auswahlprozesses für mittlerweile 16 Institute und Seminare der Philosophischen Fakultät. 

Wo und Wann:
23. Oktober 2017
19.00 Uhr s.t.
Neuer Senatssaal der Universität
Hauptgebäude
Albertus-Magnus-Platz

Inhaltlicher Kontakt:
Nikolaos Vagkidis
Tel.: +49221470-1458
E-Mail: nikolaos.vagkidis(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
Tel.: 0221 470 2396
E-Mail: r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4712 Mon, 16 Oct 2017 15:45:45 +0200 Topografische Streifzüge durch das alte Konstantinopel /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4712&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b1d10068b9e7072460c6cf8ce150b75e Vorlesungsreihe „KonstantinopelIstanbul – Eine Metropole im Wandel“ nimmt die urbane Entwicklung des heutigen Istanbuls in den Blick. Die Universität zu Köln veranstaltet im Wintersemester 2017/18 gemeinsam mit dem Türkischen Kulturzentrum Köln (Yunus Emre Enstitüsü) eine Vorlesungsreihe zur Topografie des ehemaligen Konstantinopel und heutigen Istanbuls.

In den vergangenen 1.500 Jahren war die Stadt stets Anziehungspunkt und Sammelbecken für verschiedene Ethnien und Kulturen, die ihre Spuren hinterlassen haben. Die Reihe möchte die historische urbane Entwicklung von der Residenzstadt Konstantins bis zum modernen Tor Europas anhand der topografischen und baulichen Hinterlassenschaften der vergangenen Jahrhunderte beleuchten.

Erste Termine:

Freitag, 20. Oktober 2017, um 18.00 Uhr
„The Urban Water Supply System of Constantinople/lstanbul“ (Kerim Altug, Istanbul)
Türkisches Kulturzentrum Köln (Yunus Emre Enstitüsü), Neumarkt 35/37, 50667 Köln

Freitag, 3. November 2017, um 18.00 Uhr
„Zwischen den Ruinen der großen Vergangenheit? Konstantinopel in mittelbyzantinischer Zeit“ (Albrecht Berger, München)
Türkisches Kulturzentrum Köln (Yunus Emre Enstitüsü), Neumarkt 35/37, 50667 Köln

Freitag, 10. November 2017, um 18.00 Uhr
„Constantinopolis/lstanbul: Constructing the Space and Image of an Early Modem Capital“ (Cigdem Kafescioğlu, Istanbul)
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Hörsaal C, Universitätsstraße 35. 50931 Köln

Alle Interessentinnen und Interessenten sind herzlich zu den Vorträgen eingeladen. Die Vorlesungsreihe „KonstantinopelIstanbul – Eine Metropole im Wandel“ wird von Professor Dr. Norbert Nußbaum (Abt. Architekturgeschichte des Kunsthistorischen Instituts) und Dr. Mabi Angar (Abt. Byzantinistik des Instituts für Altertumskunde) in Kooperation mit dem Yunus Emre Enstitüsü Köln organisiert.


Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Mabi Angar
Institut für Altertumskunde, Abteilung Byzantinistik
+49 221 470-3004
mabi.angar(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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news-4711 Mon, 16 Oct 2017 13:44:24 +0200 Podiumsdiskussion „Aging and Society“ im New Yorker Büro der Universität zu Köln /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4711&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d63917a36451d604153dfd12631bf227 Podiumsdiskussion zum Thema Lebensqualität im Alter am 17. Oktober im Deutschen Haus in New York 

Welche Folgen hat der demographische Wandel für eine Gesellschaft, in der aufgrund rasanter biomedizinischer Fortschritte möglicherweise bald doppelt so viele Generationen zur gleichen Zeit leben? Wie können wir für ein würdevolles Altern sorgen? Wie müssen wir unsere Umgebung und Strukturen gestalten, um eine gerechte und lebenswerte Gesellschaft für Jung und Alt zu ermöglichen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Abendveranstaltung in New York, zu der das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) und das New Yorker Büro der Universität zu Köln zusammen mit dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus einladen. Über 200 Teilnehmer/innen haben sich bereits zu der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion angemeldet. Die Universität zu Köln wird prominent vertreten durch Frau Prof. Dr. Susanne Zank, Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät, und Frau Prof. Dr. Christiane Woopen, Direktorin von ceres und Vorsitzende des Europäischen Ethikrats.

Im April hat Frau Dr. Eva Bosbach die Leitung des New Yorker Büros übernommen. Seitdem fanden viele Veranstaltungen mit Partnern aus Köln (darunter das Exzellenzcluster für Alternsforschung CECAD) statt, die international renommierte Experten aus Köln und der Welt zusammenbrachten. Das New Yorker Büro der Universität zu Köln pflegt in Absprache mit dem International Office und dem Prorektorat für Internationales Beziehungen zu Partneruniversitäten in den USA und Kanada, organisiert Delegationsreisen und fungiert als erste Kontaktstelle für Studierende, Lehrende und weitere Partner in Nordamerika. Es unterstützt die Organisation der UzK Summer School in New York, bietet deutschen und internationalen KölnAlumni Vernetzungsmöglichkeiten und ermöglicht Kölner Wissenschaftlern/innen, ihre Forschungsleistungen in Nordamerika zu präsentieren und neue Kooperationen anzubahnen. 

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Eva Bosbach
Executive Director
University of Cologne New York Office
+1 212 758 5893
eva.bosbach(at)uni-koeln.de

Christiane Biehl, M.A.
Abteilungsleiterin "Internationale Mobilität"/
Dezernat "Internationales", Universität zu Köln
+49 221 470 27 69
c.biehl(at)verw.uni-koeln.de

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news-4709 Fri, 13 Oct 2017 12:01:15 +0200 Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende Schülerarbeiten verliehen /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4709&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e08920281133001aabb247b1eef3c0e7

Große Bandbreite an MINT-Themen zu aktuellen Fragestellungen ausgezeichnet / 7.000 Euro Preisgeld für naturwissenschaftliche Talente aus der Sekundarstufe II

Die Uni Köln und die Dr. Hans Riegel-Stiftung haben insgesamt fünfzehn Dr. Hans Riegel-Fachpreise an Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum Köln verliehen. Neben den rund 7.000 Euro Preisgeld ermöglichen die HARIBO-Fachpreise den Gewinnerinnen und Gewinnern Zugang zu nachhaltigen Förderangeboten wie Seminare und Konferenzen. 

Dem Fokus auf MINT-Fächer entsprechend wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Schülerarbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik eingereicht. Die Preise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung für die Betreuung der Schülerarbeiten durch die jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrer.

Eine Experten-Jury der Universität zu Köln bewertete die eingereichten Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei besonders kreative Themenstellungen sowie ein deutlich erkennbarer praktischer Eigenanteil (z. B. in Form von Experimenten) wichtige Einflussgrößen der Prämierung waren. 

Die Gewinnerinnen und Gewinner:

  • 1. Platz in Biologie: „Kaugummikauen im Unterricht? Der Einfluss von Kaugummikauen auf die kognitive Aktivität“ (Pauline Sadrieh, Gymnasium Rodenkirchen
  • 1. Platz in Chemie: „Die Grätzel-Zelle als kostengünstiger Hoffnungsträger in der Entwicklung der Photovoltaik-Technik-Optimierung einer Sofort-Kühlkompresse“ (Alisa Hahn, St. Michael Gymasium Monschau)
  • 1. Platz in Geographie: „Living in One Global City – A Possible Solution for Urban Sprawl and Environmental Degradation?!“ (Ulrike Morgalla, Albertus-Magnus-Gymnasium Bergisch Gladbach)
  • 1. Platz in Mathematik: „Künstliche Intelligenz – Reinforcement Learning anhand eines Pacman-Modelles“ (Leon Windheuser, Apostelgymnasium Köln)
  • 1. Platz in Physik: „Frequenzanalyse von diversen Vokalen bei verschiedenen Sprechern“ (Philipp Ligtenberg, Gymnasium Odenthal)

Überreicht wurden die Dr. Hans Riegel-Fachpreise von Professor Dr. Markus Braden, Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, und Marco Alfter, Geschäftsführung der Dr. Hans Riegel-Stiftung. 

„Wissenschaftliches Arbeiten beinhaltet die Entwicklung origineller Ideen, eigenständige und exakte Forschung und Dokumentation", erklärte Prof. Dr. Markus Braden. „Die Bandbreite der Themen spiegelt den Forschergeist unserer Preisträgerinnen und Preisträger wider; von Künstlicher Intelligenz bis zu Living in One Global City wurden aktuelle Fragestellungen auf hohem Niveau bearbeitet.“

Marco Alfter: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, die Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir erneut mit der Universität zu Köln die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen und werden das auch in Zukunft weiter tun.“ 

Die Stiftung des ehemaligen HARIBO-Mitinhabers Dr. Hans Riegel engagiert sich insbesondere in der Bildungsförderung – stets mit dem Ziel, junge Menschen bei der Gestaltung ihrer Zukunft zu unterstützen.

Inhaltlicher Kontakt:

Peter Laffin 

Projektleiter Dr. Hans Riegel-Fachpreise 

+49 228 227 447 15

peter.laffin@hans-riegel-stiftung.com 

Alexander Kukla 

Leiter Öffentlichkeitsarbeit 

+49 228 227 447 25

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn

+49 221 470-2396

r.hahn@verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.hans-riegel-fachpreise.com  

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news-4708 Fri, 13 Oct 2017 10:43:05 +0200 „Brain Drops“ sind Süßigkeiten für‘s Gehirn – in den Herbstferien! /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4708&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=739d77fa8ea7303165a1e8b7ee9f0f26

Leckereien der besonderen Art gibt es in den Herbstferien an der Uni: Brain Drops – Süßigkeiten für’s Gehirn. Die Uni bietet 6 kostenlose Workshops für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren an, in denen sie Wissenschaft experimentell erfahren können. 

Ziel ist es, den Jugendlichen eine Plattform zu bieten, um ihren Interessen und ihrer Neugier im Kontext von Wissenschaft nachzugehen. In diesem Jahr bietet die Koordinierungsstelle Wissenschaft und Öffentlichkeit im Rahmen der KölnerJuniorUni zusammen mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sechs spannende Veranstaltungen zwischen Kryptografie und Schreibwerkstatt an. 

Die Workshops richten sich an Jugendliche aller Schulformen – unabhängig von ihren Noten und Leistungen. Durch den hohen Selbsterfahrungs- und Experimentieranteil der Workshops können sich die Jugendlichen gemäß ihres jeweiligen Wissensstandes beteiligen und ausprobieren. Den Dozentinnen und Dozenten aus den unterschiedlichen Fachbereichen der Universität zu Köln liegt vor allem daran, das Interesse und die Freude an Wissenschaft zu fördern. 

So wird sich ein Workshop mit Organischen Leuchtdioden (OLEDs) beschäftigen, die in Zukunft als Handydisplay verwendet werden. Wie man Botschaften verschlüsselt und Verschlüsselungen knackt wird der Kryptografie-Workshop zeigen. Die WissenschaftlerInnen erklären, wie man Geschichten schreibt, experimentelle Wirtschaftsforschung treibt und was man mit einer Satellitenschüssel machen kann. Auch wird die Frage, wie man Energie erzeugt, optimiert und spart behandelt.

Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig. Gefördert werden die Workshops durch die Ford Foundation.

Beschreibungen zu den Workshop-Inhalten sind unter www.junioruni.uni-koeln.de zu finden.

Inhaltlicher Kontakt:
Astrid Costard
Tel: (0221) 470 – 2972, -6298
Fax: (0221) 470 - 5934
E-Mail: junioruni(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation
Robert Hahn
Tel.: 0221 470 2396
E-Mail: r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-4705 Tue, 10 Oct 2017 13:04:31 +0200 Ausstellung in der Universitäts- und Stadtbibliothek: Der Kommunismus in seinem Zeitalter /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4705&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3999231e30360bfc112b379e8b84ab46 Plakatausstellung untersucht Kommunismus-Bewegungen im 20. Jahrhundert / Ringvorlesung „Revolution verstehen“ am Historischen Institut Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) zeigt vom 10.10.2017 bis zum 20.12.2017 die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Deutschen Historischen Museums Berlin. Die Plakatausstellung dokumentiert Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen im 20. Jahrhundert – angefangen bei der Oktoberrevolution, die sich 2017 zum 100. Mal jährt. Besucher können sich mit geschichtlichen und politischen Zusammenhängen sowie einzelnen Aspekten auseinandersetzen – zum Beispiel dem Alltag im Sozialismus, dem Militarismus, der Rolle der Frau, Führerkulten oder dem Kampf gegen die Religion. Die Themen werden in 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie per QR-Code erreichbaren Videoausschnitten dargestellt.

Das Historische Institut der Universität zu Köln bietet dazu passend die öffentliche Ringvorlesung „Revolution verstehen. Kontexte, Re-/Interpretation und Gegenwart revolutionärer Umstürze seit 1917“ im Wintersemester 17/18 an. Die Termine und Themen finden Sie unter http://osteuropa.phil-fak.uni-koeln.de/1927.html.

Weitere Orte und Termine sowie einen Film über die Ausstellung erhalten Sie unter: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/kommunismus-zeitalter-6020.html.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Roland Cvetkovski
Universität zu Köln, Historisches Institut
Tel.: 0221/470 37 79
rcvetkov@uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Melinda Burmeister-Neuls
+49 221 / 470-89955
burmeister(at)ub.uni-koeln.de

www.ub.uni-koeln.de
www.ub.uni-koeln.de/bibliothek/presse
facebook.com/usbkoeln
twitter.com/unibibkoeln
Weitere Informationen:

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/
http://www.dhm.de/

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news-4704 Mon, 09 Oct 2017 15:21:42 +0200 Studie zur Wirtschaftskraft der Wissenschaft in Köln vorgestellt /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4704&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0f9879bf603753b3f79451f31c9ae406 Köln ist einer der größten Wissenschaftsstandorte Deutschlands. Auch qualitativ nimmt die Region eine Spitzenposition in der deutschen Forschungslandschaft ein. Forschung und Lehre tragen damit auch zum wirtschaftlichen Erfolg in Köln bei.

Das „Unternehmen“ Wissenschaft ist der zweitgrößte Arbeitgeber in der Stadt: Circa 46.000 Arbeitsplätze sind in der Region Köln mit wissenschaftlichen Einrichtungen verbunden. Die Wirtschaftskraft der Kölner Wis¬senschaft beträgt jährlich rund 1,65 Mrd. Euro. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die im Auftrag der Kölner Wissenschaftsrunde erstellt wurde und Kennzahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung der wissenschaftlichen Einrichtungen am Standort Köln ermittelte. 2010 wurden erstmals Zahlen zur Wirtschaftskraft des Wissenschaftssektors in Köln erhoben.

Bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus stellten heute

  • Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Schirmherrin der Kölner Wissenschaftsrunde,
  • Prof. Elisabeth Fröhlich, Vorsitzende der Kölner Wissenschaftsrunde und Präsidentin der Cologne Business School (CBS),
  • Prof. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, und
  • Dr. Rainer Minz, Bevollmächtigter des Rektors der Universität zu Köln für Alumniarbeit, Fundraising und Technologietransfer, ehemaliger Managing Director der Boston Consulting Group,

die Ergebnisse vor.


Inhaltlicher Kontakt:

Dr. Patrick Honecker
Pressesprecher der Universität zu Köln
+49 221 470 2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen: Bericht (PDF, 1,5MB)

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news-4701 Mon, 09 Oct 2017 10:47:26 +0200 Preis für Hochschulkommunikation 2017 geht an die Universität zu Köln /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4701&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bfa81036cfe954f76595ae93ad146262 „Wissen für die Gesellschaft: Hochschulforschung aktuell vermitteln“ Der mit 25.000 € dotierte Preis für Hochschulkommunikation 2017 geht an die Universität zu Köln.
Der Preis war in diesem Jahr zu dem Thema „Wissen für die Gesellschaft: Hochschulforschung aktuell vermitteln“ ausgeschrieben. Hochschulen betreiben Forschung zu vielfältigen, gesellschaftlich diskutierten Themen. Damit verbunden ist die Aufgabe, darüber mit den unterschiedlichen betroffenen und interessierten Gruppen zu kommunizieren, Ergebnisse auf geeigneten Wegen in die laufenden Diskussionen einzuspeisen und den Menschen eine qualifizierte Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs zu ermöglichen. Angesichts einer zunehmenden Abkehr von differenzierten, faktenbasierten Auseinandersetzungen stellen sich den Hochschulen hier wachsende Herausforderungen.

Die Kölner Bewerbung überzeugte die Jury, weil sie wichtige Voraussetzungen geschaffen hat, um mit diesen Herausforderungen umzugehen: Das Dezernat Kommunikation & Marketing der Universität hat zum einen ein systematisches Monitoring von aktuellen gesellschaftlichen Fragen entwickelt und zum anderen ein Netzwerk von „Matrix-KorrespondentInnen“ etabliert. Diese sind in verschiedenen Wissenschaftsbereichen, also dezentral, angesiedelt und  gleichzeitig eng in die Arbeit der zentralen Kommunikationsabteilung eingebunden. Sie identifizieren die jeweils interessierten Zielgruppen und erarbeiten, wie und auf welchem Wege sie diese am besten ansprechen.

Damit hat die Universität zu Köln nach Auffassung der Jury ein Konzept entwickelt, das beispielgebend ist, weil es zwei wesentliche Schwierigkeiten in der Hochschulkommunikation angeht: Es identifiziert den gesellschaftlichen Bedarf an wissenschaftlicher Expertise und Dialog und bringt in Erfahrung, welche Forschungsvorhaben in der Hochschule besonderes relevant für den aktuellen Diskurs sind.
Am 13. November, dem Vorabend der HRK-Mitgliederversammlung, findet in Potsdam die feierliche, presse-öffentliche Preisverleihung statt.
Der Preis für Hochschulkommunikation wird von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der ZEIT Verlagsgruppe gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung vergeben und
gestiftet von der


Hochschulrektorenkonferenz German Rectors‘ Conference
Berlin Leipziger Platz 11  10117 Berlin T: 030 206292-0
Bonn Ahrstraße 39 53175 Bonn T: 0228 887-0
Ansprechpartnerin: Susanne Schilden
Pressesprecherin, Bereichsleiterin Kommunikation
T: 0228 887-152/-153, presse(at)hrk.de

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news-4699 Thu, 05 Oct 2017 13:16:14 +0200 Wer an den freien Willen glaubt, zieht andere stärker zur Verantwortung /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4699&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=593fa69c357e51fa7fee134360092a0a Psychologen aus Köln und Gent zeigen, dass Personen, die an den freien Willen glauben, die Ursachen für ein bestimmtes Verhalten eher in der Persönlichkeit als in den Umständen sehen. Welche gesellschaftlichen Konsequenzen es hat, wenn Menschen an den freien Willen glauben, berichtet der Kölner Psychologe Juniorprofessor Dr. Oliver Genschow vom Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) zusammen mit Davide Rigoni und Marcel Brass von der Universität Gent im Artikel „Belief in free will affects causal attributions when judging others' behavior“ in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

In mehreren Studien fragten die Forscher Freiwillige, was sie zu Verhaltensweisen wie zum Beispiel „Lügen“ oder „Geld spenden“ motiviert. Zuverlässig zeigte sich in allen Studien die sogenannte „Korrespondenzverzerrung“: Menschen neigen dazu, das Verhalten anderer eher ihrer Persönlichkeit als den Umständen in die Schuhe zu schieben.

Was hat das mit dem Glauben an den freien Willen zu tun? Auch danach hatten die Forscher gefragt und fanden: Je stärker der Glaube an den freien Willen war, desto eher wurde eine Person wegen persönlicher statt situativer Umstände zur Verantwortung gezogen. Und je stärker dieser Zusammenhang war, desto eher waren die Befragten bereit, die andere Person zu belohnen oder zu bestrafen. Nur, wenn Menschen glauben, dass die Person verantwortlich ist – und nicht deren Umstände, ist Belohnen und Bestrafen sinnvoll bzw. gerechtfertigt.

„Die Ergebnisse der Studie sind wichtig, weil unser Rechtssystem Straftaten danach be- und verurteilt, ob die Angeklagten für ihre Tat verantwortlich sind. Das heißt, inwieweit sie absichtlich – ‚aus freiem Willen‘ – gehandelt haben“, erklärt Oliver Genschow. „Das Strafmaß kann also umso höher ausfallen, je stärker die Prozessbeteiligten an den freien Willen glauben.“


Inhaltlicher Kontakt:     
Jun.-Prof. Dr. Oliver Genschow
Social Cognition Center Cologne
+49 221 470-1524
oliver.genschow(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de


Zur Publikation:
http://www.pnas.org/content/114/38/10071

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news-4697 Thu, 05 Oct 2017 07:22:11 +0200 Presseeinladung: Universität zu Köln begrüßt 5691 Erstsemester /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4697&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c4d70019f9377b2ddd9d5f92e7941b86 Dieses Wintersemester können 5691 Studierende ihr Studium an der Universität zu Köln beginnen. Die drei beliebtesten Fächer sind Psychologie, BWL und Rechtswissenschaften. Dies ist eine Veränderung zu den Vorjahren, da bisher BWL das beliebteste Fach war.

Die Anzahl der Studierenden beträgt damit zum Vorlesungsbeginn insgesamt 49.538. Promotionen sind hierbei nicht eingerechnet.

Am kommenden Montag wird der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Axel Freimuth, die neuen Studierenden in der Aula der Universität begrüßen. Die Veranstaltung wird live in das Hörsaalgebäude übertragen.


Termin:    

Montag, 9. Oktober 2017, 9.00 Uhr,
Aula im Hauptgebäude /
Übertragung ins Hörsaalgebäude
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=8775

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news-4696 Wed, 04 Oct 2017 11:43:54 +0200 Methylchlorid im All entdeckt: Das Molekül ist kein Hinweis auf außerirdisches Leben /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4696&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7b1c059e33b4e37579bd2b93a908353d Internationales Forschungsteam hat mit Kölner Beteiligung erstmals Spuren von Freon-40 in jungem Sternensystem und Kometen nachgewiesen / Veröffentlichung in „Nature Astronomy“

Ein Forschungsteam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter anderem aus Cambridge/ Massachusetts, Kopenhagen und Köln hat erstmals eine signifikante Konzentration von Freon-40 in einem etwa 400 Lichtjahre entfernten jungen Sternensystem nachgewiesen. Als Datengrundlage dienten die hochauflösenden Aufnahmen der ALMA-Radioteleskope in der chilenischen Atacama-Wüste sowie Daten des Massenspektrometers ROSINA von der Weltraummission Rosetta.

Das auch als Methylchlorid bekannte Freon-40 (CH3Cl) ist das erste sogenannte Organohalogen, das je im interstellaren Raum detektiert worden ist. Organohalogene werden auf der Erde von zahlreichen Pflanzen, Pilzen, Bakterien und Meeresorganismen produziert, sie gelten daher bislang als sichere Hinweise auf biologisches Leben. Der Nachweis der Freon-40-Spuren im Sternensystem wurde nun im renommierten Fachjournal „Nature Astronomy“ veröffentlicht.

Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigt der Fund, wie schwierig es ist, Anwesenheit des Lebens auf molekularer Ebene handfest zu definieren. „Es hat uns sehr überrascht, Freon-40-Moleküle in der Nähe junger, Sonnen-ähnlicher Sterne zu finden“, sagt Edith Fayolle vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, Massachusetts, die Erstautorin der Publikation.

Denn in den Gebieten, wo Freon-40 vom Forschungsteam entdeckt wurde – im Sternensystem IRAS 16293-2422 und beim Kometen 67P/ Churyumov-Gerasimenko – kann es noch kein außerirdisches Leben geben. Die bisherige These von Freon-40 als Lebensindikator ist also nicht mehr haltbar.

„Welche Molekülstrukturen im Weltall zu finden sind, das sind Fragestellungen, die wir auch durch Laborarbeit aufklären“, sagt Dr. Holger S. P. Müller vom I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln und Ko-Autor der Publikation. Müller stellte für das Team seine spektroskopische Expertise sowie die „Cologne Database for Molecular Spectroscopy“ (CDMS) bereit, die ein weltweit wichtiges Datenrepositorium zur Identifikation von interstellaren Molekülen ist.

Die Entdeckung des Organohalogens im All lässt, wenn schon kein Beweis außerirdischen Lebens, neue Rückschlüsse auf die Planetenentstehung zu. So müssen Organohalogene dem Forschungsteam zufolge vielmehr Teil der sogenannten Ursuppe, also der Mischung lebensermöglichender Substanzen, gewesen sein, aus der sowohl unser Planet Erde als auch Exoplaneten entstanden sind.

Ko-Autor Jes Jørgensen vom Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen: „Durch das leistungsstarke ALMA-Teleskop können wir mittlerweile Moleküle nachweisen, die Lichtjahre von uns entfernt sind. Der Freon-40-Fund verknüpft unsere Vorstellungen von der prä-biologischen Chemie sogenannter Protosterne mit den Erkenntnissen aus unserem eigenen Sonnensystem.“


Original Veröffentlichung:

Protostellar and Cometary Detections of Organohalogens

Edith C. Fayolle, Karin I. Öberg, Jes K. Jørgensen, Kathrin Altwegg, Hannah Calcutt, Holger S. P. Müller, Martin Rubin, Matthijs H. D. van der Wiel, Per Bjerkeli, Tyler L. Bourke, Audrey Coutens, Ewine F. van Dishoeck, Maria N. Drozdovskaya, Robin T. Garrod, Niels F. W. Ligterink, Magnus V. Persson, Susanne F. Wampfler, and the ROSINA team

Nature Astronomy 1, 703–708 (2017)



Inhaltlicher Kontakt:        

Dr. Holger S. P. Müller

I. Physikalisches Institut

+49 221 470-4528



Presse und Kommunikation:

Frieda Berg

+49 221 470-1704



Weitere Informationen:

The Cologne Database for Molecular Spectroscopy

The Cologne Laboratory Astrophysics Group

The PILS project web-site

Atacama Large Millimetre Array (ALMA)

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news-4694 Fri, 29 Sep 2017 10:04:43 +0200 Uni Köln in starker Position für Exzellenzstrategie /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4694&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3060aa266c3a132e5cdd62f512d8ee7f DFG fordert Universität zu Köln zu vier Exzellenzcluster-Vollanträgen auf.

Die Universität zu Köln ist im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Vollantragsstellung von vier Exzellenzclustern aufgefordert worden. Damit hat die Exzellenzuniversität in der nächsten Runde des Wettbewerbs Chancen auf die Verteidigung ihres Status und damit auf eine langfristige Drittmittelförderung in Millionenhöhe. 

Universitätsrektor Professor Dr. Axel Freimuth zeigte sich mit dem Abschneiden in der Vorrunde zufrieden: „Mit diesem Ergebnis positioniert sich die Universität zu Köln hervorragend für den weiteren Verlauf der Exzellenzstrategie.“

Am 27. und 28. September 2017 hatte ein international besetztes Expertengremium in Bonn über die eingereichten 195 Exzellenzcluster-Antragsskizzen beraten. 88 Projekte von deutschen Hochschulen oder Verbünden hat das Gremium schließlich zur Antragstellung für die Endrunde des Wettbewerbs aufgefordert. Nach der Schlussrunde wird die DFG 45 bis 50 Exzellenzcluster fördern.

Für folgende Exzellenzcluster kann die Universität zu Köln nun Vollanträge abgeben:

Exzellenzcluster: „ECONtribute: Märkte und Public Policy“

Für die Dynamik der Märkte und die Steuerung durch Maßnahmen der Politik soll in diesem Exzellenzcluster ein neues Paradigma gefunden werden. „Traditionelle Perspektiven stoßen an ihre Grenzen bei der Bewältigung neuer Herausforderungen wie globalen Finanzkrisen, oder den Regulierungserfordernissen digitaler Märkte. Zudem greifen sie die Fortschritte der Verhaltensökonomik nicht in systematischer Weise auf“, erläutert Professor Dr. Felix Bierbrauer, designierter Clustersprecher der Universität zu Köln. Neben den neuen Herausforderungen sollen daher neue Ziele wie faire und sozial akzeptierte Marktergebnisse in die Analyse einfließen. Forschung zum Design von Anreizsystemen, Marktmechanismen und politischen Entscheidungsverfahren soll der Wirtschaftspolitik neue Instrumente an die Hand geben. Die Forschungsaktivitäten des Exzellenzclusters sollen unter dem Dach des neugegründeten Instituts BCecon gebündelt werden. Kooperationspartner ist neben der Universität zu Köln die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, wobei die Universität Bonn die Rolle der Sprecheruniversität  übernimmt.

Exzellenzcluster Alternsforschung: „Zelluläre Stressantworten bei Alters-assoziierten Erkrankungen“

Im Exzellenzcluster für Alternsforschung (CECAD) in Köln untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die biologischen und medizinischen Grundlagen des Alterungsprozesses. Nachdem die ersten beiden Förderperioden von der Untersuchung zellulärer Grundlagen geprägt waren, möchte sich CECAD im Rahmen der Exzellenzstrategie noch breiter aufstellen. Zukünftig soll die Interaktion zwischen Organen eine größere Rolle spielen: Wie kommunizieren Leber und Gehirn oder das Herz und Muskeln miteinander? „Darüber hinaus sollen Kohorten-Studien an Menschen weitere Aufschlüsse über gesundes Altern geben,“ so Professor Dr. Jens Brüning, wissenschaftlicher Leiter und Sprecher des Exzellenzclusters. „Damit will CECAD den nächsten Schritt machen - von der Grundlagenforschung hin zur klinischen Anwendung.“ Das Exzellenzcluster für Alternsforschung ist ein Verbundprojekt der Universität zu Köln, der Uniklinik Köln, den beiden Max-Planck-Instituten für Stoffwechselforschung und für Biologie des Alterns sowie dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Die Universität zu Köln ist Sprecheruniversität.

Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften - SMARTe Pflanzen für die Anforderungen von morgen

Das Ziel der beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ist es, Nutzpflanzen so entwickeln und züchten zu können, dass diese vorhersagbar auf künftige Herausforderungen reagieren. Der steigende Bedarf an Nahrungsmitteln sowie der Klimawandel stellen jedoch eine enorme Herausforderung für die nachhaltige Nahrungsproduktion und den Erhalt der Ökosysteme dar. Professor Dr. Stanislav Kopriva, Sprecher des Clusters an der Universität zu Köln: „Wir haben CEPLAS in vier Forschungsfelder untergliedert, die mit unterschiedlichen Ansätzen zu dem Ziel beitragen, ertragreiche Pflanzen zu entwickeln.“ Der Exzellenzcluster CEPLAS ist ein Verbundprojekt der Universität zu Köln mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Sprecherhochschule, dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung und dem Forschungszentrum Jülich. 

Exzellenzcluster „Materie und Licht für Quanteninformation“

Das Ziel des Exzellenzclusters besteht darin, neue Computer- und Netzwerkarchitekturen zu schaffen, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik beruhen. In den Netzwerken werden extrem schnelle Prozessoren modular realisiert und optisch miteinander vernetzt. „Rechen- und Netzwerkleistungen weit jenseits existierender Technologien würden Quantencomputer zu mächtigen Werkzeugen beim Design neuer Werkstoffe und Pharmazeutika oder der Gewährleistung sicherer Kommunikation machen“, sagt Professor Dr. Yoichi Ando, designierter Sprecher des Exzellenzclusters an der Universität zu Köln. Der geplante Exzellenzcluster ist ein Verbundprojekt mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem Forschungszentrum Jülich.  Die Universität zu Köln ist Sprecheruniversität.

Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker 
+49 221 470-2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

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news-4691 Fri, 22 Sep 2017 13:28:00 +0200 27 neue Tenure-Track-Professuren für Uni Köln /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4691&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f1743de95fe193d55edfa6cbec06c7f2 Universität zu Köln erfolgreich im milliardenschweren Bund-Länder-Programm, das alternative Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs eröffnet.  Mit der Bewilligung von 27 zusätzlichen Tenure-Track-Professuren belegt die Universität zu Köln deutschlandweit den zweiten Platz nach der TU München (40) im neuen Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hatte die Verteilung der insgesamt 468 Professuren an 34 deutschen Universitäten am Donnerstag bekanntgegeben.

„Der Universität zu Köln ist es wichtig, die Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu verbessern. Die Einwerbung dieser großen Zahl an zusätzlichen Professuren ist ein Zeichen dafür, dass unser Nachwuchsförderungskonzept Bund und Land überzeugt hat“, sagte Prof. Dr. Martin Henssler, Prorektor für Planung und wissenschaftliches Personal der Universität zu Köln.

Die Tenure-Track-Professur sieht nach erfolgreicher Bewährungsphase den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor. Dadurch soll jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern früher als bisher eine Entscheidung über den dauerhaften Verbleib im Wissenschaftssystem ermöglicht werden. Von 2017 bis 2032 werden im Bund-Länder-Programm, verteilt auf zwei Bewilligungsrunden, insgesamt 1.000 Stellen gefördert, für die der Bund bis zu eine Milliarde Euro bereitstellt.


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Martin Henssler
Prorektor für Planung und wissenschaftliches Personal
+49 221 470-1514
prorektorat-planung-personal(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.bmbf.de/de/wissenschaftlicher-nachwuchs-144.html

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news-4690 Fri, 22 Sep 2017 13:13:20 +0200 NaWiT AS: Neues Online-Portal für modernen Sachunterricht /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4690&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2adca040490e8676a6f79a7c3b87e7d4 Neues Internetportal ( http://nawitas.uni-koeln.de ) für die Weiterentwicklung des Sachunterrichts mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften und Technik geht heute online – Ergebnis einer Kooperation des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Universität zu Köln mit Unterstützung der Deutschen Telekom-Stiftung – Gezielte Förderung des MINT-Nachwuchses  Warum muss ich im Winter eine Mütze aufsetzen? Hat der Klettverschluss was mit der Klette zu tun? Warum braucht ein Auto vier Räder? Diese und ähnliche Fragen stellen sich Kinder im Grundschulalter. Sie haben offene Augen und Ohren für Natur und Technik. Und am liebsten probieren sie alles selber aus. Hier setzt das neue Fortbildungskonzept NaWiT AS an: Es will Lehrerinnen und Lehrern helfen, ihren Sachunterricht auf dem aktuellen Stand der Didaktik weiterzuentwickeln und mit den Kindern vermehrt naturwissenschaftliche und technische Themen aufzugreifen. Es bietet Unterrichtsanregungen, Materialien und geeignete Methoden für Lehrkräfte der Primarstufe.

Frau Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, und Frau Prof. Dr. Manuela Günter, Prorektorin der Universität zu Köln, und Herr Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutschen Telekom Stiftung, haben heute den offiziellen Startschuss gegeben. Ab heute können Lehrkräfte und Fachleiter das Online-Angebot von NaWiT AS nutzen.

Ministerin Gebauer betonte den besonderen Stellenwert der naturwissenschaftlich-technischen Bildung: „Nach einer aktuellen OECD-Studie hat Deutschland im internationalen Vergleich die höchste Studienanfänger- und Absolventenquote in den MINT-Fächern. Das ist Rückenwind und Motivation für unsere Schulen, die mit großem Engagement und viel Kreativität daran arbeiten, junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir heute die neue Homepage freischalten.“

Prorektorin Günter betont die bedeutende Rolle, welche die Lehreramtsausbildung an der Universität zu Köln spielt: „Unsere Lehrer*innenbildung setzt nicht nur Maßstäbe in gesellschaftlich besonders relevanten Feldern wie Integration und Inklusion, sondern spielt auch eine herausragende Rolle bei der Entwicklung einer zukunftsweisenden Didaktik, die auf dem engen Austausch mit einer forschungsorientierten Fachwissenschaft basiert. Das neue Online-Portal NaWiT AS unterstützt Lehrerinnen und Lehrer optimal bei der zeitgemäßen Gestaltung des naturwissenschaftlich-technischen Sachunterrichts, der die Schüler und Schülerinnen frühzeitig auf die MINT-Fächer neugierig macht.“

Dr. Ekkehard Winter ergänzt: „Dass das Land Nordrhein-Westfalen mit dem Projekt NaWiT AS die Rolle von Naturwissenschaften und Technik im Sachunterricht systematisch stärkt, begrüßen wir als Deutsche Telekom Stiftung sehr. Besonders freut es uns, dass nun über die Plattform die Erkenntnisse aus unserem Modellprojekt prima(r)forscher im gesamten Bundesland Verbreitung finden.“

NaWiT AS steht für Naturwissenschaftlich-Technische Kompetenzen und Anregung schulbezogener Unterrichtsentwicklung. „Wir wollen die Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, naturwissenschaftliche und technische Themen in den Sachunterricht einzubauen“, erklärt Frau Prof. Dr. Daniela Schmeinck, Leiterin des Projektes NaWiT AS und geschäftsführende Direktorin des Instituts für Didaktik des Sachunterrichts der Universität zu Köln. „Es liegt uns am Herzen, die Kinder mit Hilfe von praxisnahen und kooperativen Lernformen an wissenschaftsnahe Denk- und Arbeitsweisen heranzuführen.“

Im weiteren Verlauf des Projekts soll das Angebot an Fachinformationen und Unterrichtsanregungen rund um die MINT-Fächer noch erweitert werden. Im nächsten Schritt werden z.B. die aktuellen Themen „Sprachsensible Unterrichtsgestaltung“ und „Digitale Medien im Sachunterricht“ in das Online-Portal integriert.


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Daniela Schmeinck
Institut für Didaktik des Sachunterrichts,
Universität zu Köln
+49 221 470-4216
Daniela.Schmeinck(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein@verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:

http://nawitas.uni-koeln.de

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news-4689 Thu, 21 Sep 2017 11:36:31 +0200 Zukünftige Wege der Geschlechterforschung: Tagung zu aktuellen Herausforderungen der Gender Studies /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4689&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09b5d7ff492f58385ac9e5d4ab3f23e1 Presseeinladung: Über 500 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz debattieren bei Konferenz vom 28. bis 30. 9. an der Uni Köln über Chancen und Problemstellungen der Gender Studies.  An der Universität zu Köln findet vom 28. bis 30. September die erste gemeinsame Konferenz der deutschen, österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften für Geschlechterforschung statt. Über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Gender Studies und benachbarten Disziplinen debattierten in rund fünfzig Panels und Foren über gegenwärtige Entwicklungen und Zukunftspotenziale des forschungsstarken Wissenschaftsfeldes. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind zur Teilnahme und Berichterstattung eingeladen.

Termin:

Donnerstag, 28., bis Samstag, 30. September 2017
„Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“ (Programm)
Universität zu Köln, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln

Ein hochkarätig besetztes Podium mit Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft und Hochschule, darunter die ehemalige NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, eröffnet am Donnerstag, 28. September (16.00 Uhr, WiSo-Gebäude, Universitätsstr. 24, Hörsaal 1) die Konferenz unter dem Thema „Geschlechterforschung im politischen Raum“. Im unmittelbaren Anschluss (18.00 Uhr, ebenda) spricht die Geschlechterforscherin und Queer-Theoretikerin Sabine Hark (TU Berlin) über „Kontingente Fundierungen. Über Feminismus, Gender und die Zukunft der Geschlechterforschung in neo-reaktionären Zeiten".

Zwei Plenumsvorträge – von Lucy Suchman (Universität Lancaster, Science and Technology Studies) am 29. September (19.00 Uhr, WiSo-Gebäude, Universitätsstr. 24, Hörsaal 1) und von Almira Ousmanova (Universität Vilnius, Visual Studies) am 30. September (16.00 Uhr, ebenda) – weiten den Blick auf internationale Debatten und geopolitische Räume.

Die dreitägige Konferenz in Köln steckt ein breites Spektrum der Gender Studies ab: von sozial-, kultur- und rechtswissenschaftliche Fragen der Menschenrechte über spezifische musik- und theater- und literaturwissenschaftliche Zugänge bis hin zu den Technik- und Naturwissenschaften.

„So divers die Ansätze auch sein mögen: die Vertreter_innen der Gender und Queer Studies vereint, dass sie sich als Teil einer wissenschaftlichen Praxis begreifen, die für eine bewohnbare und gerechtere Welt einsteht. Damit tun sie das, was die Wissenschaftsforscherin, Biologin und Feministin Donna Haraway so treffend formuliert: ‚Staying with the Trouble’“, sagt Professor Dr. Susanne Völker, erste Sprecherin der deutschen Fachgesellschaft Geschlechterstudien e.V. und Leiterin der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung Gender Studies in Köln (GeStiK). Susanne Völker steht während der Konferenz für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Susanne Völker
Leiterin „Gender Studies in Köln“ (GeStiK)
+49 221 470-4743
susanne.voelker(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:

http://gestik.uni-koeln.de/21093.html

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news-4688 Wed, 20 Sep 2017 14:59:28 +0200 Studie ermittelt neue Ansätze für gezielte Krebstherapie /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4688&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=baacf188b60fb59c9cbb7c6f71867f35 In einem großangelegten Testverfahren haben Forscher und Forscherinnen der Uniklinik Köln die Wirksamkeit von über 1500 Substanzen auf unterschiedliche Krebszellen untersucht. Die Erkenntnisse aus dieser Studie bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieformen für eine spezielle, bislang meist tödlich verlaufende Krebsform. Die Präzisionsmedizin, bei der die Therapie speziell auf den einzelnen Patienten ausgerichtet wird, gewinnt in der Krebstherapie immer mehr an Bedeutung. Durch molekularbiologische Diagnostik können Veränderungen in Tumorzellen heute genau identifiziert werden. Die Entwicklung von Medikamenten, die individuell und gezielt diese veränderten Tumorzellen angreifen, benachbarte gesunde Zellen jedoch nicht beeinträchtigen, ist ein wesentliches Ziel der modernen Krebsmedizin.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Institutes für Pathologie und der Abteilung „Translationale Genomik“ an der Uniklinik Köln in den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Roman Thomas und Prof. Dr. Martin Sos haben die Wirksamkeit von über 1500 Substanzen auf unterschiedliche Krebszellen untersucht. Das Testverfahren wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dortmund, dem Lead Discovery Center Dortmund und weiteren internationalen Gruppen durchgeführt. Die Forscher und Forscherinnen identifizierten dabei einen Hemmstoff, der spezifisch das Wachstum von Zellen einschränkt, in denen eine Fusion der Proteine BRD4 und NUT vorliegt. Die resultierenden BRD4/NUT-Fusionsgene sind charakteristisch für sogenannte NMC-Tumore. NMC (NUT midline carcinoma) ist ein seltener, sehr aggressiver Krebs, der oftmals vom Deckgewebe der Schleimhäute in Rachen und Hals ausgeht und für den es bislang keine wirksame Therapie gibt.

Die Wissenschaftler konnten die molekularen Grundlagen, die für die Wirksamkeit des Hemmstoffes ursächlich sind, nun näher beleuchten. Die Erkenntnisse aus dieser Studie bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung neuer, verbesserter Therapieformen für die bislang in der Regel tödlich verlaufende Krebsform NMC.


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Martin Sos
Abteilung „Translationale Genomik“
+49 221 478 96175
martin.sos(at)uni-koeln.de
    
Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

 


Originalpublikation:
Brägelmann J, Dammert MA, Dietlein F, Heuckmann JM, Choidas A, Böhm S, Richters A, Basu D, Tischler V, Lorenz C, Habenberger P, Fang Z, Ortiz-Cuaran S, Leenders F, Eickhoff J, Koch U, Getlik M, Termathe M, Sallouh M, Greff Z, Varga Z, Balke-Want H, French CA, Peifer M, Reinhardt HC, Örfi L, Kéri G, Ansén S, Heukamp LC, Büttner R, Rauh D, Klebl BM, Thomas RK, Sos ML. (2017) „Systematic kinase inhibitor profiling identifies CDK9 as a synthetic lethal target in NUT midline carcinoma.“ Cell Reports, Vol. 20, Issue 12, 2017.

 

 

 

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news-4686 Tue, 19 Sep 2017 13:03:48 +0200 NS-Geschichte des Rechnungshofs wird neu erarbeitet /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4686&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1eec47d9d9b06a655222a8b8f295ac06 Mit 300.000 Euro unterstützt der Bundesrechnungshof das Forschungsvorhaben von Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann vom Historischen Institut der Universität zu Köln „Nach wie vor wissen wir zu wenig darüber, welche Rolle der Reichsrechnungshof im nationalsozialistischen Unrechtsstaat gespielt hat. Ich schätze es sehr, dass Prof. Ullmann diese Geschichte jetzt neu aufarbeiten und auch der wichtigen Frage nachgehen möchte, ob es in die junge Bundesrepublik hinein personelle Kontinuitäten beim Bundesrechnungshof gegeben hat,“ sagte der Präsident des Bundesrechnungshofes Kay Scheller bei der Übergabe der Finanzierungszusage am 18. September 2017 im Bundesrechnungshof in Bonn.

Die Unabhängigkeit von Rechnungshöfen ist Ausgangspunkt und Grundlage ihrer Arbeit, ihrer Glaubwürdigkeit und ihres Erfolgs. Sie ist Voraussetzung für eine effektive externe staatliche Finanzkontrolle. Das galt auch schon in der Weimarer Republik. Der damalige Rechnungshof des Deutschen Reiches war der Reichsregierung gegenüber selbständig und nur dem Gesetz unterworfen. Dies änderte sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Schon im Jahre 1933 verlor der Reichsrechnungshof wichtige Kompetenzen. Wie sich die Institution dann weiterentwickelt und welche Rolle sie im NS-Regime gespielt hat, ist bis heute nur bruchstückhaft überliefert. Denn das Bild des Rechnungshofes bis 1945 wird nach wie vor durch rechts- und verwaltungsgeschichtliche Studien auf einer eher schmalen Materialgrundlage bestimmt.

Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann will mit seinem Forschungsvorhaben „Der deutsche Rechnungshof im Wechsel der politischen Systeme des 20. Jahrhunderts“ diese Geschichte neu erarbeiten: auf breiter Quellenbasis und epochenübergreifend – ausgehend von der frühen Weimarer Republik bis in die 1960er-Jahre der Bundesrepublik. Sein Ansatz will über die bisherige klassische Verwaltungsgeschichte hinausführen und die Entwicklung der Institution im jeweiligen historischen Kontext erforschen. Dabei will Prof. Ullmann auch der Frage nachgehen, wie (z.B. mit welchen Methoden), was (z.B. welche Institutionen) und mit welchem Ergebnis die externe Finanzkontrolle in den verschiedenen Epochen geprüft hat. Um ein umfassendes Bild des Rechnungshofes in den beschriebenen historischen Epochen zu erhalten, wird Prof. Ullmann auch auf Dokumente aus internationalen Archiven wie in Prag, Moskau, London und Washington zurückgreifen.

Das Forschungsprojekt ist auf vier Jahre angelegt und wird über eine Zuwendung des Bundesrechnungshofes in Höhe von 300.000 Euro finanziert. Die Ergebnisse werden in Form einer Monographie veröffentlicht.
Forschungsschwerpunkte Ullmanns sind die Reformzeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die Zeit des deutschen Kaiserreichs. Besondere Interessen liegen im Bereich der Interessenverbände und der Geschichte der öffentlichen Finanzen im 19. und 20. Jahrhundert. Ihm wurde 1986 der Universitätspreis der Justus-Liebig-Universität Gießen und 2013 der Universitätspreis der Universität zu Köln verliehen.



Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann
Historisches Institut, Universität zu Köln
+49 221 470-2718
Hans-Peter.Ullmann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:

www.bundesrechnungshof.de

 

 

 

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news-4685 Mon, 18 Sep 2017 13:44:49 +0200 EU-Millionenförderung für Kölner Zoologen: Die Evolution von beißenden zu saugenden Insekten /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4685&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bac7eabe44200d15a975fe4c827779ad ERC Starting Grant für Dr. Alexander Blanke / Förderung von 1,5 Millionen Euro für neue Erkenntnisse über die evolutionäre Entwicklung von Insektenköpfen und ihrer Fress-Mechanik Dr. Alexander Blanke vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln erhält den Starting Grant 2017 des Europäischen Forschungsrats (ERC). Für sein auf fünf Jahre angelegtes Projekt am Biozentrum Köln steht dem Nachwuchswissenschaftler mit 1,5 Millionen Euro die Höchstförderung des Starting Grants zur Verfügung.

In seinem Projekt „Die mechanische Evolution von kauend-beißenden zu stechend-saugenden Mundwerkzeugen bei Insekten“ untersucht Blanke die mechanischen Prinzipien der Evolution von Köpfen und Mundwerkzeugen bei verschiedenen kauend-beißenden und stechend-saugenden Insekten. Insekten haben im Laufe ihrer über 400 Millionen Jahre währenden Evolution zahlreiche Mundwerkzeugtypen entwickelt, die an ihre jeweiligen Nahrungsquellen angepasst sind. Mit ihrem Nahrungskonsum nahmen und nehmen Insekten nachhaltig Einfluss auf die Funktionsfähigkeit unserer Ökosysteme.

„Durch den ERC Starting Grant werde ich den evolutionär vermutlich ersten größeren Übergang von kauend-beißenden hin zu stechend-saugenden Mundwerkzeugen genauer untersuchen“, sagt Dr. Alexander Blanke. Dieser Wandel hat nach derzeitigem Wissensstand vor etwa 350 Millionen Jahren stattgefunden – aber wieso und wie? Auf diese Fragen sucht der Zoologe nach Antworten und analysiert dazu fossile und lebende Insekten.

„Mithilfe moderner Methoden aus der Konstruktionstechnik möchte ich die Form-Funktions-Beziehungen der verschiedenen Mundwerkzeuge und Kopfformen erklären. Weil viele Insekten winzig klein sind, nutze ich dazu insbesondere die Mikro-Computertomographie an europäischen Teilchenbeschleunigern.“

Aus den Tomographiedaten werden digitale 3D-Modelle der Insektenköpfe erstellt. Sie bilden die Grundlage für die mechanischen Kopf-Simulationen. Die Einbeziehung von ökologischen, phylogenetischen und zum Teil auch entwicklungsbiologischen Faktoren ermöglicht dann Rückschlüsse auf die Gründe für den evolutionären Übergang zu neuen Mundwerkzeugklassen. „Neue Erkenntnisse aus der Konstruktionsmechanik von Insekten könnten in Zukunft auch für ultraleichte Konstruktionen im Bereich der Robotik eingesetzt werden“, so Blanke.

Die ERC Starting Grants fördern vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler am Beginn einer unabhängigen Karriere. Aus 3.085 europaweit eingereichten Anträgen im Jahr 2017 sind 406 Projekte zur Förderung ausgewählt worden. 67 der Grants gingen nach Deutschland. Die Gesamtsumme des Förderprogramms beträgt in diesem Jahr 605 Millionen Euro.



Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Alexander Blanke
Institut für Zoologie, Biozentrum Köln
+49 221 470-76128
a.blanke(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.zoologie.uni-koeln.de/bueschges-staff-alexanderblanke.html

 

 

 

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news-4683 Wed, 13 Sep 2017 13:32:02 +0200 Financial Times Masters in Management Ranking 2017 /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4683&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=842fe1570a2a914a5446dc822747bbbe M.Sc. Business Administration deutschlandweit Platz 1 im Bereich „Career Progress Rank“, CEMS MIM weltweit unter den Top 10 Im diesjährigen Financial Times Masters in Management Ranking konnte die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln mit dem M.Sc. Business Administration weltweit den 66. Platz behaupten. Im Bereich „Career Progress Rank“ ist der Master deutschlandweit auf dem Spitzenplatz. „Career Progress Rank“ berücksichtigt Betriebszugehörigkeit und die Größe der Unternehmen, in denen die Graduierten nach Hochschulabschluss bis heute arbeiten.
Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Alumnus sowie Mitglied des Advisory Boards der WiSo-Fakultät bestätigt: „„Mein Studium an der Kölner WiSo-Fakultät hat mich mit dem nötigen theoretischen Rüstzeug gut auf meine berufliche Laufbahn und meine heutige Führungsaufgabe bei der RheinEnergie vorbereitet. Deshalb bin ich der Fakultät bis heute gerne ehrenamtlich verbunden geblieben.“
Das CEMS-Programm des Master´s in International Management (CEMS MIM) befindet sich weltweit auf dem neunten Platz. Auch diese ausgezeichnete Positionierung bestätigt den Erfolg und die weltweite Anerkennung des Internationalisierungsprozesses der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.

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news-4681 Tue, 12 Sep 2017 11:37:13 +0200 Workshop im Neanderthal Museum: 2 Millionen Jahre Migration – Wie(so) wir darüber forschen und reden. /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4681&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=54fcd55d6bb54bbe84267f1fb3a1f182 Am 06. Oktober findet unter dem Titel „2 Millionen Jahre Migration – Wie(so) wir darüber forschen und reden“ in Kooperation mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Universität zu Köln ein Workshop für Fachpublikum statt. Bereits im Mai eröffnete das Neanderthal Museum die Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“, die in enger Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 806 ‚Our Way to Europe’ der Universität Köln erarbeitet wurde. Daran anknüpfend soll im Workshop nun die Rolle der archäologischen und historischen Forschung in der aktuellen Migrations- und Flüchtlingsdebatte diskutiert werden. Worin besteht die Relevanz von archäologischer Forschung für die heutigen gesellschaftlichen Diskurse? Wie kann die Wissenschaft uns beim Umgang mit dem Thema Migration neue oder ungewöhnliche Perspektiven aufzeigen? Wie werden Forschungsinhalte an eine breite Öffentlichkeit vermittelt? Während des Workshops werden diese Fragen in kleinen Runden diskutiert. Darüber hinaus gibt es kurze Impulsvorträge von Fachleuten aus den Bereichen Medien und Forschung.

Ort und Zeit:
06. Oktober 2017
10.00 – 18.00 Uhr
Neanderthal Museum
Talstraße 300
40822 Mettmann
www.neanderthal.de

Anmeldung
Per Mail an wunsch(at)neanderthal.de
Bis zum 22. September
Teilnahmekosten 25€ inkl. Mitagessen und Getränke


Inhaltlicher Kontakt:
Melanie Wunsch
+49 2104 9797-29
wunsch(at)neanderthal.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

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news-4680 Thu, 07 Sep 2017 16:32:32 +0200 Förderprogramm der Uni Köln unterstützt vier innovative Forschernetzwerke /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4680&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=81816c8d40c883441cc64a0175d81c81 Themen von Alzheimer-Modellen bis China-Studien / Förderung im Programm „UoC Forum“ in Höhe von insgesamt bis zu 800.000 Euro Die Universität zu Köln fördert den Aufbau von neuen Forschernetzwerken in Köln. Mit dem internen Förderprogramm „UoC Forum“ werden vier innovative Projekte mit jeweils bis zu 100.000 Euro jährlich für die Dauer von zwei Jahren unterstützt. Insgesamt steht somit eine Fördersumme von bis zu 800.000 Euro bereit.

Das UoC Forum ist eine Förderlinie im Excellent Research Support Program der Universität zu Köln und Teil des Zukunftskonzepts. Mit dem UoC Forum soll der wissenschaftliche Austausch innerhalb der Universität sowie mit Partnern der Research Alliance Cologne (RAC) und den Global Network Partners intensiviert werden.


In der vierten Ausschreibungsrunde wurden folgende vier Projekte zum Starttermin November 2017 bewilligt (alphabetische Reihenfolge):

  • „CHINA GLOBAL – ideas – values – practices“ (Prof. Dr. Susanne Brandtstädter, Prof. Dr. Wilfried Hinsch)

    Die Entwicklung Chinas von einer Agrarnation zum urbanisierten Global Player hat weitreichende Effekte, denn die Ausweitung des chinesischen Handels, neue politische Allianzen sowie Investitionen in transregionale Infrastrukturprojekte verändern die Verhältnisse der globalisierten Welt. „CHINA GLOBAL – ideas – values – practices“ ist ein interdisziplinäres Projekt innerhalb der Geistes- und Sozialwissenschaften, das die Rolle chinesischer Ideen, Werte und Praktiken in der globalisierten Welt erforscht. Das Projekt geht dabei von der Prämisse aus, dass die neuen Verflechtungen durch die Erstarkung Chinas die Globalisierungsprozesse entscheidend um neue, spezifisch chinesische Perspektiven erweitern.
  • „Classical and quantum dynamics of interacting particle systems“ (Prof. Dr. Alexander Drewitz, Prof. Dr. Joachim Krug)

    Was passiert, wenn kleinste Partikel in Bewegung geraten, und welche Effekte zeigen sich dann langfristig und auf großen Skalen? Das Projekt „Classical and quantum dynamics of interacting particle systems“ möchte neue Perspektiven auf wechselwirkende Teilchensysteme eröffnen. Bei diesen Systemen handelt es sich um fundamentale Modelle an der Schnittstelle zwischen Wahrscheinlichkeitstheorie und theoretischer Physik. Sie wurden in den letzten Dekaden intensiv erforscht, da sie ein hohes Potenzial für Anwendungen zum Beispiel im Bereich von Transportphänomenen und in der Proteinsynthese haben. Nachdem in den letzten Jahren große Fortschritte im Verständnis universeller Eigenschaften von klassischen wechselwirkenden Teilchensystemen erreicht worden sind, zielt das Projekt darauf ab, neue Aspekte wie das Verhalten der Teilchensysteme unter Störungen sowie quantentheoretische Verallgemeinerungen der Modelle zu untersuchen.
  • „From Structure to function: sensory processing and decision in full-scale cortical network models“ (Prof. Dr. Martin Nawrot)

    Entscheidungen zu treffen ist ein Prozess, bei dem verschiedene Gehirnregionen aktiv sind und sich untereinander koordinieren müssen. Das Projekt „From Structure to function: sensory processing and decision in full-scale cortical network models“ geht der Frage nach, wie das neuronale Netzwerk diese Koordination beim Entscheiden hinbekommt und wie sich Entscheidungsmuster zudem kontrollieren lassen. Die Forscherinnen und Forscher streben an, ein neuartiges Hirnmodell zu entwickeln, das einerseits die Biologie des Hirns anatomisch realitätsgetreu wiedergibt, und das andererseits in der Lage ist, eine sensorische Entscheidungsaufgabe von alleine zu lösen. Im Projekt wird dazu die Kompetenz aus den computergestützten Neurowissenschaften und der Neuroanatomie mit statistischer Datenanalyse verknüpft.
  • „Neurodegeneration Forecast - Computational Brainsphere Model for Simulation of Alzheimer‘s Disease“ (Prof. Dr. Angela Kunoth, Prof. Dr. Alexander Drzezga, Prof. Dr. Yaping Shao)

    Alzheimer-Demenz ist eine schwerwiegende und bis heute unheilbare Krankheit. Sie geht mit der Ablagerung von zwei Proteinen im Gehirn einher: dem Amyloid-Protein und dem Tau-Protein. Ziel des Projektes „Neurodegeneration Forecast - Computational Brainsphere Model for Simulation of Alzheimer‘s Disease“ ist die genauere Erforschung der Ausbreitung dieser Proteine im Gehirn. Durch ein neuartiges computergestütztes Modell möchte das Projekt den Krankheitsverlauf simulieren, um diesen möglicherweise auch vorhersagen zu können. Das Modell soll dazu beitragen, die Alzheimer-Demenz zukünftig besser zu erkennen, Aussagen zur Prognose zu machen und Möglichkeiten zur besseren Therapiekontrolle zu entwickeln. Eine Besonderheit des Projekts ist der neuartige Ansatz, mathematische Konzepte aus der Wettervorhersage auf die Ausbreitung von erkrankten Strukturen im Gehirn zu übertragen.



Inhaltlicher Kontakt:     
Maria Riese, Projektmanagerin Zukunftskonzept, UoC Forum
+49 221 470-1088
m.riese(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)verw.uni-koeln.de

 

 

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news-4679 Thu, 07 Sep 2017 13:54:00 +0200 Presseeinladung: Jahrestagung der Gesellschaft für Versuchstierkunde /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4679&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=362c700c5b6c018e34582335c49c3fa2 Die Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS) und die Interessensgemeinschaft der TierpflegerInnen und des technischen Personals (IGTP) veranstalten ihre gemeinsame Jahrestagung in Köln.  Tierversuche unterliegen strengen Richtlinien und Genehmigungsverfahren und sind wichtiger Bestandteil medizinischer und biologischer Forschung. Bei fast allen medizinischen Durchbrüchen in den letzten Jahrzehnten spielten sie eine entscheidende Rolle. Für die Erforschung der Ursachen altersassoziierter Erkrankungen wie Krebs, Diabetes oder neurodegenerative Erkrankungen sind Tierversuche immer noch unerlässlich.


Termin:


Montag, 11. September 2017, um 10.00 Uhr
„Pressekonferenz Jahrestagung GV-SOLAS“
CECAD, Raum 0.039/0.040, Joseph-Stelzmann-Straße 26, 50931 Köln

Im Rahmen der Jahrestagung der GV-SOLAS stehen folgende Gesprächspartner für Journalistinnen und Journalisten bereit:

  • Prof. René H. Tolba ist Vorstandsvorsitzender der GV-SOLAS und Professor an der RWTH Aachen. Dort leitet er das Institut für Versuchstierkunde.
  • Dr. Reinhard Kluge ist Vizevorstand der GV-SOLAS und Leiter des Tierhauses am Deutschen Institut für Ernährungsforschung.
  • Prof. Björn Schumacher, Alternsforscher am CECAD und Direktor des Instituts für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung, Keynote-Speaker.
  • Prof. Branko Zevnik, Tagungspräsident der GV-SOLAS und Leiter der In vivo Research-Facility (ivRF) des CECAD.
  • Friedemann Pohlig, Manager der ivRF und Vertreter der IGTP.


Um vorherige Anmeldung interessierter Journalistinnen und Journalisten bei Nadine Küchenmeister (nadine.kuechenmeister(at)uk-koeln.de) wird gebeten.


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Branko Zevnik
Leiter in vivo Research Facility (ivRF)
+49 221 478-84053
branko.zevnik(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
Kommunikationsmanager CECAD
+49 221 478- 840 43
pkohl(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
http://gv-solas2017.de/

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news-4678 Wed, 06 Sep 2017 16:39:06 +0200 Senat der Universität kritisiert Planungen zu Beiträgen für Studierende aus Nicht-EU-Ländern /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4678&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bc81977dbd3f893f04d863edab6a3220 Mit Besorgnis reagierte der Senat der Universität zu Köln auf die Planungen der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Auch wenn die Einzelheiten zur Umsetzung noch nicht bekannt sind, hatten sich CDU und FDP in den Koalitionsgesprächen grundsätzlich darauf verständigt, Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern zu erheben. Der Senat der Universität zu Köln äußerte nun in einer Stellungnahme erhebliche Bedenken. Seit jeher geprägt durch ihre Internationalität, profitiert die Universität zu Köln immens von der Partnerschaft und Vernetzung mit internationalen Instituten, Forschern und Forscherinnen.
Um die exzellente Forschung voranzutreiben, sei es essentiell, Studierende und Lehrende aus allen Teilen der Welt zusammen zu bringen, so der Senat. Daher solle allen Studierenden, ob aus EU-Mitgliedsstaaten oder nicht, „auch weiterhin der Weg zu einem Studium ohne jeden Vorbehalt und ohne Hindernisse offenstehen.“
Der Senat betont, dass der Universität vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen eine wichtige Rolle zukommt. „Gerade in Zeiten des Wiedererstarkens nationaler Egoismen und autoritärer Entwicklungen fühlt sich die Universität umso mehr verpflichtet, ihrer Aufgabe gerecht zu werden, offenes Diskussionsforum und plurale Wirkungsstätte zu sein.“
Auch über die fachlich-akademische Ausbildung hinaus kann die internationale Zusammenarbeit so eine „nachhaltige Wirkung im Interesse eines friedlicheren und von gegenseitigem Verständnis und Respekt verpflichteten weltweiten Zusammenlebens entfalten.“ Durch die Einführung von Gebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern sei dies ernsthaft gefährdet. Die Einnahmen stünden in keinem Verhältnis zu den zu befürchtenden Schäden, so dass der Senat in seiner Stellungnahme die nordrhein-westfälische Landesregierung mit Nachdruck bittet, ihre Planungen zu überdenken.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-235
j.voelkel(at)uni-koeln.de


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news-4677 Tue, 05 Sep 2017 16:42:34 +0200 THE-Ranking: Universität zu Köln unter TOP 150 Universitäten weltweit /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4677&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2951b105de166ff9bba7c1bf617050d7 Universität zu Köln nimmt Rang 145 ein und erreicht damit einen neuen Spitzenwert seit der Teilnahme am THE-Ranking. Das heute veröffentlichte Times Higher Education (THE) World University Ranking zeigt: Die Universität zu Köln behauptet sich im internationalen Vergleich hervorragend. Sie belegt weltweit Platz 145 von insgesamt 1.102 bewerteten Institutionen. Dies entspricht einer Verbesserung um 25 Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Auch im nationalen Kontext konnte sich die Universität zu Köln um drei Plätze steigern und platziert sich auf Rang 15 der deutschen Universitäten.
Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth freut sich über das positive Ergebnis und betont, dass die Rankingposition im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden konnte. „Wir verstehen das als einen weiteren Indikator für die hohe Qualität von Forschung und Lehre an unserer Universität. Dies bestätigen auch die Erfolge bei der Einwerbung von Sonderforschungsbereichen und das gute Abschneiden in der Exzellenzinitiative. Das alles trägt zu einer erfolgreichen Profilbildung und steigender internationaler Sichtbarkeit bei.“
Gleich in vier der fünf Kategorien hat die Universität zu Köln sehr gut abgeschnitten. In den Bereichen Lehre, Forschung und Forschungseinfluss zählt die Universität zu Köln zu den besten 20 Prozent weltweit. In der Wertung Wissenstransfer ist sie sogar unter den besten zehn Prozent platziert. Auch im Bereich Internationalisierung schneidet die Universität zu Köln gut ab und positioniert sich unter den besten 40 Prozent.
Das Times Higher Education World University Ranking zählt zu den einflussreichsten Hochschulrankings und hat den Anspruch, Universitäten anhand ihrer Hauptaufgaben Forschung, Lehre, Wissenstransfer und Internationalität zu bewerten. Die Ergebnisse durchlaufen eine unabhängige Prüfung in Form eines Audits. Mit 1.102 bewerteten Universitäten weltweit ist das Ranking 2017/18 das umfangreichste THE-Ranking.


Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.timeshighereducation.com

 

 

 

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news-4675 Tue, 05 Sep 2017 13:52:59 +0200 InsurLab Germany geht in Köln an den Start /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4675&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e40be5aa050460101f7912ea6b3176f9 • Veranstaltungsreihe startet im September mit dem Pirate Summit• Umzug in Gründerzentrum in Köln-Mülheim im Herbst• Eröffnung des Gründerzentrums. Pressekonferenz und Pitch-Day #1 im November Nach einer gut dreimonatigen Vorbereitungszeit seit Gründung des InsurLab Germany e.V. geht die Initiative nun auch operativ an den Start. Die Initiative bietet im Herbst eine ganze Reihe unterschiedlicher Veranstaltungsformate an, das InsurLab Germany InsurTech Village auf dem Pirate Summit im September, ein Roundtable-Gespräch zum Thema „Next-Gen-Versicherungen = Alles Digital? Alles Insurtechs?“ ebenfalls im September, die InsurLab Germany InsurTech Conference im Rahmen der Startupcon im Oktober und einen hochkarätigen Pitch-Day im November. An diesen Pitch-Day wird sich auch die feierliche Eröffnung des InsurLab Germany anschließen mit hochkarätigen Gästen aus der Politik, der Versicherungswirtschaft und der Startup- und Venture-Capital-Szene. Im Laufe des 4. Quartals wird die Initiative ihr neues Quartier, das Gründerzentrum für InsurTech-Unternehmen, im ehemaligen Carlswerk in Köln-Mülheim beziehen.

Startups und Versicherungsbranche vernetzen

Das InsurLab Germany ist eine neu gegründete Plattform zur Vernetzung von Startups aus dem InsurTech-Bereich mit der Versicherungswirtschaft. Die Initiative wurde als erster InsurTech-Hub in das de:hub-Netzwerk des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie aufgenommen. Der ursprüngliche Anstoß kam aus der Stadt Köln, von Oberbürgermeisterin, IHK, Universität und TH. Inzwischen ist der InsurTech Hub in die Trägerschaft des InsurLab Germany e.V. übergegangen, der von zahlreichen Versicherern, Hochschulen und Startups aus dem gesamten Bundesgebiet getragen wird.

Innovationsforum und Talentschmiede

Das InsurLab Germany fördert die digitale Transformation der deutschen Versicherungswirtschaft. Dafür bringt es etablierte Unternehmen mit Startups aus dem In- und Ausland zusammen. Gemeinsam mit innovativen nationalen und internationalen Gründerinnen und Gründern sollen in Köln digitale Potentiale der Versicherungswirtschaft in Feldern wie Artificial Intelligence, Big Data, Blockchain, e-Health, e-Payment, Internet of Things und Virtual Reality erschlossen und die Versicherungswirtschaft der Zukunft gestaltet werden. Das InsurLab Germany ermöglicht seinen Mitgliedern den Zugang zu neuen Talenten der digitalen Welt und trägt so zur Schaffung neuer, innovativer Arbeitsplätze und zur Zukunftssicherung existierender Arbeitsplätze bei. Es organisiert interaktive, hochkarätige Veranstaltungen und bietet Startups attraktive Arbeitsmöglichkeiten im Gründerzentrum. So entsteht ein dynamisches Netzwerk für Deutschland und über die nationalen Grenzen hinaus.

Bereits knapp 30 Mitglieder an Bord

Getragen wird die Initiative vom InsurLab Germany e.V., dem inzwischen knapp 30 Mitglieder angehören. Auf der Gründungsversammlung wurden die folgenden Personen in den Vorstand gewählt

• Dr. Mathias Bühring-Uhle, Mitglied des Vorstands der Gothaer, Vorstandsvorsitzender des InsurLab Germany
• Ulrich Pasdika, Generalbevollmächtigter der Gen Re, stv. Vorstandssitzender des InsurLab Germany
• Dr. Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender Alte Leipziger Hallesche, Schatzmeister des InsurLab Germany

Die Initiative wird im 4. Quartal ihr Gründerzentrum für InsurTech-Unternehmen auf dem Gelände des ehemaligen Carlswerks in Köln-Mülheim eröffnen. Aktuell werden die wichtigsten Positionen im Team besetzt, beginnend mit der Geschäftsführung. In der Übergangszeit bis zur Verpflichtung eines Geschäftsführers wird das Team von Dr. Torsten Oletzky, ehemals Vorstandsvorsitzender ERGO Versicherungsgruppe, koordiniert. Die Geschäftsstelle ist derzeit montags bis freitags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr besetzt und unter +49 (0)2203 / 2900 730 zu erreichen.

Folgende Unternehmen und Institutionen sind inzwischen dem Trägerverein beigetreten:

1. Versicherer
Alte Leipziger Hallesche
ARAG
AXA
Barmenia
Concordia
Ideal
Inter
LVM
Rheinland Versicherung
Provinzial
DEVK
Debeka
Gen Re
Gothaer
R+V
Scor
VGH
VHV

2. Dienstleister
Bain & Co.
KPMG
Platinion

3. Startups
Cognotekt
NECT
VIRADO

4. Initiatoren / assozierte Mitglieder
Stadt Köln
IHK zu Köln
Leibniz-Universität Hannover
TH Köln
Universität zu Köln

Wichtige Termine und Veranstaltungen

06./07.09. InsurLab Germany InsurTech Village @ Pirate Summit Cologne

Unter dem Motto „Europe’s Craziest Startup Conference“ findet am 6. und 7. September auch in diesem Jahr wieder der Pirate Summit (https://piratesummit.com/) mit über 1.200 Teilnehmern in Köln statt. Das InsurLab Germany organisiert im Rahmen dieser Konferenz das InsurTech Village mit 20 interessanten InsurTech Startups.

13.09. Round Table Next-Gen-Versicherungen


Am 13. September organisiert das InsurLab Germany gemeinsam mit dem German ICT & Media Institute (GIMI), dem neuen Kölner Convergence-Tech-Institut und der Deutschen ICT + Medienakademie einen Roundtable unter der Überschrift „Next-Gen-Versicherungen – Alles digital? Alles InsurTechs?“. Dort sollen die Voraussetzungen für echte Innovation untersucht und diskutiert werden. Die unterschiedlichen Sichtweisen von Versicherern, Startups und Investoren und die daraus resultierenden Optionen für die jeweiligen Marktteilnehmer sollen herausgearbeitet werden. Den Einführungsvortrag hält Dr. Mathias Bühring-Uhle, Vorsitzender des Vorstands von InsurLab Germany e.V..

11.10. InsurLab Germany InsurTech Conference @ Startupcon

Weiter geht es dann im Oktober mit der Startupcon, der großen deutschen Gründerkonferenz (http://www.startupcon.de/ ). Die Veranstaltung findet am 11. Oktober in der Lanxess Arena statt. Erwartet werden ca. 6.000 Teilnehmer von Startups, Venture Capital Fonds, Corporates und Hochschulen. Das InsurLab Germany wird unter dem Dach der Startupcon eine große InsurTech-Konferenz mit Referenten aus der alten und der neuen Versicherungswelt ausrichten. Die Veranstaltung ist eine erstklassige Gelegenheit zum Dialog und um sich ein Bild über die neuesten Entwicklungen im Startup-Umfeld zu verschaffen.

13.11. InsurLab Germany Pitch-Day und feierliche Eröffnung InsurLab Germany

Für den Nachmittag des 13.11. ist der erste InsurLab Germany Pitch Day für Startups rund um das Thema Insurtech in Köln geplant. Eingeladen hierzu sind Startups, Versicherer, private Investoren und Venture Capital-Vertreter. Alle antretenden Startups kämpfen dort um den InsurLab Germany „Best-InsurTech-Startup“-Preis, der Sieger wird durch eine erstklassig besetzte Jury ausgewählt. Die Preisverleihung soll dann am Abend im Rahmen der feierlichen Eröffnung des InsurLab Germany erfolgen. „Wir rechnen für diese Veranstaltung mit hochkarätigen Vertretern des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln, vor allem setzen wir aber auf eine rege Beteiligung unserer Mitgliedsunternehmen sowie der InsurTech-Szene“, erläutert Dr. Torsten Oletzky, kommissarischer Geschäftsführer des InsurLab Germany. Ebenfalls geplant sind für diesen Tag eine Mitgliederversammlung und eine Pressekonferenz. Eingebettet wird das Programm in die EXECinsurtech presented by InsurLab Germany, die große, regelmäßig auf deutschem Boden stattfindende InsurTech-Veranstaltung. „Die breite Resonanz der deutschen Versicherungen auf die neuen Themen in der Versicherungswirtschaft mit den angrenzenden Bereichen Gesundheit, Automotive, ICT, Banking, Immobilien sowie Dienstleistungen macht InsurLab Germany national, aber auch mit seinen internationalen Verbindungen zu einem zentralen Anlaufpunkt für Startups, Versicherungen und Investoren“, so Dr. Mathias Bühring-Uhle, Vorstandsvorsitzender des InsurLab Germany e.V..


Weitere Informationen über:
Martina Faßbender
Gothaer Finanzholding AG
Presse und Unternehmenskommunikation
Tel. +49 221 308 34531
E-Mail: martina_fassbender(at)gothaer.de

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news-4673 Fri, 01 Sep 2017 11:35:55 +0200 Universität zu Köln verbessert sich beim Internationalitäts-Ranking der Alexander von Humboldt-Stiftung deutlich /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4673&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=42eca823708612b0e60a3261c39ecdc7 Köln steigt im bundesdeutschen Vergleich von Rang 18 auf Rang 13 auf. Besonders viele internationale Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler in den Geistes- und Sozialwissenschaften   Die Universität zu Köln verbessert sich beim Internationalitäts-Ranking der Alexander von Humboldt-Stiftung von Platz 18 auf Platz 13. Das geht aus dem heute veröffentlichten Humboldt-Ranking hervor. Die Rangliste deutscher Hochschulen zeigt, wie viele Wissenschaftler aus dem Ausland in den vergangenen fünf Jahren mit einer Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Deutschland gekommen sind – und wo sie ihren Forschungsaufenthalt besonders häufig verbracht haben.

Die Uni Köln machte mit einer Zahl von 124 Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern im Vergleich zum letzten Ranking von 2014 einen der größten Sprünge von Platz 18 auf Platz 13. Die ersten Plätze belegen im Humboldt-Ranking die Freie Universität und die Humboldt-Universität zu Berlin gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München.

„Das Humboldt-Ranking ist ein Gütesiegel für Internationalität – und die hängt nicht von der Größe einer Universität ab“, sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung, Professor Dr. Helmut Schwarz.
Ausgewertet werden für das Humboldt-Ranking die Anzahl der Gastaufenthalte von internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlern, die in den letzten fünf Jahren als Stipendiaten oder Preisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland forschten. Um statistische Verzerrungen durch die unterschiedlichen Größen der Gastinstitutionen zu vermeiden, setzt das Ranking die Aufenthalte in Beziehung zur Anzahl der Professuren an der jeweiligen wissenschaftlichen Hochschule.

Neben dem Gesamt-Ranking wurden auch Ranglisten nach Wissenschaftsbereichen erstellt. Besonders stark zeigt sich die Universität zu Köln hier in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Platz 8) und in den Lebenswissenschaften (Platz 14).

Das komplette Ranking sowie weitere Informationen finden Sie unter:
www.humboldt-foundation.de/web/humboldt-ranking-2017.html

    
Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4672 Wed, 30 Aug 2017 18:48:25 +0200 Altern im Zeitraffer – durch DNA-Schäden /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4672&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=13f6dbac0df5d301b5053fd4a5f50e54 Im Laufe der Zeit akkumuliert die Erbsubstanz mehr und mehr Schäden – Alterung ist die Folge. Die vielfältigen Auswirkungen der DNA-Schäden konnten nun in bisher nicht bekannter Komplexität gezeigt werden. Die Studie der Kölner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Björn Schumacher von der Universität zu Köln wurde im Fachjournal Cell Reports veröffentlicht.

Die Erbsubstanz DNA ist Grundlage und Baustein unseres Lebens – wie eine Bedienungsanleitung enthält sie alle Informationen, die einzelne Zellen und der ganze Körper zum Funktionieren brauchen. Dabei ist die DNA ständiger Schädigung wie UV-Strahlung, Umweltgiften und schädlichen Stoffwechselprodukten ausgesetzt. Viele der Schäden können durch ausgeklügelte Reparaturmechanismen wieder ausgebessert werden. Dennoch akkumulieren sich im Laufe des Lebens die vielfältigen Schäden – Alterung ist eine Folge davon. Kölner Wissenschaftler um Prof. Dr. Björn Schumacher vom Exzellenzcluster für Alternsforschung CECAD versuchen den Alterungsprozess besser zu verstehen.

Für die Studie, die im Fachblatt Cell Reports veröffentlich wurde, untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Wegen seiner Lebensspanne von etwa zwanzig bis dreißig Tagen ist dieses Tier ein beliebter Modellorganismus der Alternsforschung. Als ganz junge, nur einen Tag alte Würmer mit DNA schädigendem UV-Licht bestrahlt wurden, stellte das Team um Schumacher fest, dass diese jungen Würmer innerhalb weniger Stunden schon erstaunliche Ähnlichkeiten zu Tieren in fortgeschrittenem Alter zeigten. Sie verglichen dabei in umfassender Weise Proteine, den Fetthaushalt, den Stoffwechsel und Signalwege. Als den besonderen „Aha-Moment“ beschreibt Schumacher den Augenblick, als sie feststellten, dass sämtliche Veränderungen, die sie aus den alten Tieren kannten, nach der UV-Behandlung auch in den jüngeren Tieren zu finden waren. „Alles war da, das komplette Bild des Alterungsprozesses. Damit konnten wir zeigen, dass die alternden Tiere ihre biologischen Prozesse umprogrammieren, weil sie auf die zunehmenden Schäden in der DNA reagieren. Ein Altern im Zeitraffer gewissermaßen,“ so Schumacher.

Insgesamt wurden über 5000 verschiedene Proteine und ihre Verbindungen über Signalwege untersucht: Wie sind sie verbunden, was haben sie miteinander zu tun, regulieren sie den gleichen Prozess? Wie in einem Rätselheft wurden die Verbindungen zwischen Stoffwechsel, Erhalt von Erbgut und Eiweißstrukturen und den Signalwegen, die den Alterungsprozess bestimmen,  gesucht. „Am Ende haben wir sämtliche Fäden und Knotenpunkte gefunden – das war schon beeindruckend und viel besser als erhofft. Was sich in anderen Studien punktuell abgezeichnet hat, konnten wir nun im Gesamtbild zeigen,“ so der Forscher.

Auch wenn Wurm und Mensch auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, sind die zellulären Prozesse doch sehr ähnlich und auf den Menschen übertragbar. Viele Signalwege sind gleich, der Stoffwechsel ähnlich, die Qualitätskontrolle der Proteine vergleichbar. Das macht den Fadenwurm für die Forschung so relevant. Im nächsten Schritt wollen die Forscherinnen und Forscher die Signalwege weiter untersuchen. Ziel ist es die Auswirkungen der DNA-Schäden auf den Organismus besser zu verstehen und gesundes Altern ermöglichen zu können.



Originalpublikation:

Multilayered reprogramming in response to persistent DNA damage in

C. elegans; Diletta Edifizi, Hendrik Nolte, Vipin Babu, Laia Castells-Roca, Michael M. Mueller, Susanne Brodesser, Marcus Krüger, Björn Schumacher
Cell Reports 20, 2026–2043 August 29, 2017


Kontakt:
Prof. Dr. Björn Schumacher  
Principal Investigator, Chair for Genome Stability in Ageing and Disease
Tel.  +49 221 478 84202
bjoern.schumacher[at]uni-koeln.de


Peter Kohl  
 
Public Relations Officer
Tel.  +49 221 478 84043
pkohl[at]uni-koeln.de




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news-4670 Tue, 29 Aug 2017 14:51:42 +0200 Presseeinladung: Uni Köln und TH Köln begleiten Talente aus nicht-akademischen Haushalten /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4670&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4560a1dacce16d53a28a939d27c66d4d Talentscouting wird ab diesem Schuljahr auch im Großraum Köln angeboten. Universität und TH Köln kooperieren bei der Unterstützung junger Talente auf ihrem individuellen Bildungsweg. Zum Start des Talentscouting-Programms im neuen Schuljahr 2017/18 in den Kreisen Köln, Rhein-Erft, Leverkusen, Rhein-Berg und dem Oberbergischen Kreis laden die TH Köln und die Universität zu Köln am 4. September 2017 zu einer Auftaktveranstaltung in das Café Himmelsblick auf dem Campus Südstadt der TH Köln ein.
Bei der Veranstaltung stellen die beiden Hochschulen das neue Programm zur Förderung talentierter Jugendlicher in der Region Köln vor. Dem rheinischen Motto „Jeder Jeck ist anders“ folgend, werden sechs Kölner Talentscouts Schülerinnen und Schüler individuell auf ihrem Weg zum Bildungserfolg beraten und begleiten.

Termin:
Montag, 4. September 2017, um 18.00 Uhr
„Auftakt Talentscouting Köln“ (Programm)
TH Köln, Campus Südstadt, Café Himmelsblick, Claudiusstr. 1, 50678 Köln
·    Grußworte von Prof. Dr. Sylvia Heuchemer (Vizepräsidentin für Lehre und Studium, TH Köln) und Prof. Dr. Stefan Herzig (Prorektor für Lehre und Studium, Universität zu Köln)
·    Podium u. a. mit Marcus Kottmann (Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung) und Dr. Daniel Rauprich (Leiter der Zentralen Studienberatung an der Universität zu Köln)
Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Teilnahme an dieser Veranstaltung eingeladen. Es besteht die Möglichkeit zu Foto- und Filmaufnahmen sowie zu Einzelinterviews.

Inhaltlicher Kontakt:
    
Patricia Labinski
Projektkoordinatorin Talentscouting der Universität zu Köln
+49 221 470-8869
p.labinski(at)verw.uni-koeln.de

Thiemo Jares
Projektkoordinator Talentscouting der TH Köln
+49 221-8275-3634
thiemo.jares(at)th-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
Universität zu Köln
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Christian Sander
TH Köln
+49 221 8275-3582
pressestelle(at)th-koeln.de


Weitere Informationen:
www.talentscouting-koeln.de



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news-4669 Tue, 29 Aug 2017 14:21:25 +0200 Stärkere Bereitschaft zur Schaffung als zum Erhalt von öffentlichen Gütern /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4669&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6ecb6e92d2401f6b617472c2a1ec7e61 Die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zeigen auf, dass der Erhalt von öffentlichen Gütern weniger Zustimmung und Kooperation erhält als die Schaffung neuer Ressourcen. Die Forscher gingen dem Prinzip der Reziprozität nach: ich mache nur mit, wenn die anderen auch mitmachen. Der Artikel wird bei Nature Human Behaviour veröffentlicht. Das Team um Dr. Felix Kölle, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, stellte sich die Frage, wie sich das Prinzip der Reziprozität („Wie Du mir, so ich Dir“) auf öffentliches Gut auswirke. In einer Versuchsreihe wurden die Studienteilnehmer (Stichprobengröße von n = 876) aufgefordert, die Ressource zu schonen (Erhalt öffentlichen Gutes) oder eine neue Ressource aufzubauen (Erschaffung öffentlichen Gutes). Beispiele für den Erhalt sind Schonung natürlicher Ressourcen wie Wasser, begrenzte CO2-Emissionen oder Biodiversität. Beispiele für die Erschaffung sind politisches Engagement, Spenden und Ehrenamt.

Die Bereitschaft, ein öffentliches Gut zu erschaffen, war bei den Versuchsteilnehmern stärker ausgeprägt, als die Bereitschaft, ein bestehendes Gut zu schonen. „Unsere Ergebnisse stimmen mit der Beobachtung überein, dass unsere Gesellschaft das Ausbeuten öffentlichen Gutes weniger scharf verurteilt, als die Verweigerung zu öffentlichem Gut beizutragen“, ordnet Felix Kölle die Ergebnisse in das Forschungsumfeld „Economics: Design and Behavior“ ein.

Dabei konnte das Forscherteam zwei verschiedene Typen der Kooperation identifizieren. Ein Typ, die bedingte Kooperation, zeigte ein Großteil der Teilnehmer. Sie waren nur bereit zu kooperieren, wenn die anderen es auch taten. Der zweite Typ, Trittbrettfahrer oder im Volksmund auch als „Sozialschmarotzer“ bekannt, tragen nie zum Erhalt oder zur Schaffung öffentlichen Guts bei, unabhängig davon, wieviel die anderen investieren.  Es zeigte sich, dass wenn es um den Erhalt eines öffentlichen Gutes geht, weniger Leute bereit sind bedingt zu kooperieren und mehr Leute gar nicht kooperieren (Typ Trittbrettfahrer).

Aus den Forschungsergebnissen lassen sich Empfehlungen für politische Bemühungen zur mehr Kooperationsbereitschaft ableiten. Die Gesetzgeber sollten sich bewusst sein, dass die Kooperationsbereitschaft je nach Art des öffentlichen Guts stark variieren kann.

Originalveröffentlichung:
https://www.nature.com/articles/s41562-017-0191-5
(doi: 10.1038/s41562-017-0191-5)


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Felix Kölle
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 470-5317
felix.koelle(at)uni-koeln.de
    
Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
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c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

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news-4665 Thu, 24 Aug 2017 15:10:30 +0200 Digitale Mundpropaganda bei Games: Online-Produktbewertungen wichtiger für den Erfolg von Videospielen als Tweets /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4665&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ccf42c671f7bafeb74aa1bac2eef8a8d Vor der Markteinführung haben die Tweets mehr Einfluss auf den Verkaufserfolg von Videospielen, nach der Produkteinführung gewinnen die Online-Produktbewertungen an Relevanz. Für die Marketing-Manager der Spieleindustrie lassen sich hieraus Empfehlungen ableiten. Bei der diesjährigen Gamescom in Köln (22. bis 26. August 2017) werden wieder viele neue Spiele vorgestellt und Produkteinführungen oder –neuerungen angekündigt. Aber was passiert eigentlich in der digitalen Community vor und nach einer Produkteinführung? Diese Frage hat sich André Marchand, Professor für Marketing & Digital Environment an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, gemeinsam mit weiteren Experten auch gestellt.

Nach einer Langzeitstudie und der Auswertung von über 13 Millionen Tweets auf Twitter und mehr als 17.000 Produktbewertungen kam das Team zu folgenden Erkenntnissen: Diese Kommunikationskanäle müssen differenziert betrachtet werden. Die verschiedenen Kanäle der digitalen Mundpropaganda (engl.: word-of-mouth (WOM)) haben unterschiedlichen Einfluss je nach Phase der Markteinführung. Vor der Markteinführung wird in der digitalen Community diskutiert und spekuliert: dafür eignen sich die Microblogs wie Twitter besonders gut. Ein Ergebnis des Forschungsprojektes zeigt dann auch, dass das Tweet-Aufkommen vor der Markteinführung den Erfolg des Produktes beeinflusst. In der Woche der Einführung haben sowohl die Häufigkeit der Tweets als auch die von den Nutzern selbstverfassten Produktbewertungen einen Einfluss auf die Verkaufszahlen. Je länger das Produkt auf dem Markt ist, desto relevanter werden die Produktbewertungen.

Hieraus leitet André Marchand eine Empfehlung für die Marketing-Manager der Spieleindustrie ab: „Derzeit fokussieren sich die Marketing-Aktivitäten noch stark auf die Phase vor der Markteinführung. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass auch nach der Markteinführung der Produkterfolg in der digitalen Community noch beeinflusst werden kann. Der Trend in der Spieleindustrie geht derzeit in Richtung Social Media-Kampagnen, aber wir konnten zeigen, dass die Produktbewertungen einen nachhaltigeren Einfluss auf die Kaufentscheidungen in den zehn Wochen nach Produkteinführung haben.“ André Marchand empfiehlt daher: „Manager sollten die relevanten Foren beobachten und das Feedback ihrer Kunden für die Behebung von Bugs und Fehlern nutzen.“

Am ersten Tag der Gamescom nutzte Professor Marchand die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Managern der Spieleindustrie: „Das Marketing von Videospielen ist sehr komplex. Manager von digitalen Spielen können aufgrund langer Produktionszyklen nur schwer einschätzen, inwiefern zum Zeitpunkt der Erscheinung die jetzige Konsolengeneration noch aktuell ist und wie hoch demnach die Zahl potenzieller Kunden ist.“

André Marchand ist auf der Gamescom ein weiterer Trend aufgefallen, der für das Marketing der Spielebranche relevant ist: „Die Spieler sind nicht mehr männlich und unter 18 Jahre alt, sondern heute im Durchschnitt 35 Jahre alt und zu einem Drittel weiblich. Die Zielgruppen diversifizieren sich derzeit immer weiter, was sich natürlich auch auf die Entwicklung und Vermarktung der Spiele auswirken wird.“


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. André Marchand
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 470-4128
marchand(at)wiso.uni-koeln.de
 
  
Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:

Marchand, André, Thorsten Hennig-Thurau, and Caroline Wiertz (2017), “Not all digital word of mouth is created equal: Understanding the respective impact of consumer reviews and microblogs on new product success,” International Journal of Research in Marketing, 34 (2), 336-354
 

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news-4664 Thu, 24 Aug 2017 10:43:27 +0200 Längster Papyrus Deutschlands wird in Köln mit neuer Lagerungstechnik besser konserviert /index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4664&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1649eb194eac337d012d8ee35168799d Ägyptologe Professor Dr. Richard Bußmann möchte in Modellprojekt das über 23 Meter lange und gut 2.500 Jahre alte Schriftstück der „lah-tes-nacht“ nachhaltig vor dem Zerfall sichern. Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) unterstützt in der Modellprojektförderung 2017 den Erhalt des altägyptischen Totenbuchs der „lah-tes-nacht“ (Papyrus Coloniensis 10207). Der einzigartige Papyrus befindet sich im Besitz der Abteilung Ägyptologie der Universität zu Köln und ist mit einer Länge von 23,5 Metern der längste altägyptische Papyrus in Deutschland. Die Förderung der KEK in Höhe von über 64.000 Euro soll es ermöglichen, eine neue modellhafte Lagerungstechnik für den wertvollen Riesenpapyrus zu entwickeln.

„Auch wenn der Papyrus uns bereits so viele Jahrhunderte mehr oder weniger erhalten geblieben ist, ist sein aktueller Zustand kritisch“, sagt Professor Dr. Richard Bußmann, Ägyptologe von der Universität zu Köln und Antragsteller des Projekts. „Wir freuen uns, dass wir mit dem bewilligten Projekt eine neue Konservierungsmethode erstmals in so großem Maßstab werden anwenden können.“

In den 1970er Jahren hatte man die gigantische Schriftrolle in insgesamt 36 Blätter zerschnitten und diese mit Tesa-Filmstreifen auf Glasplatten geklebt. Stellenweise ungeschützt und im Kontakt mit der Luft wurde das Naturmaterial jedoch mürbe – es bröselt. „Unser Ziel ist es, das Kulturgut klimastabil und damit nachhaltig lagern zu können. Dazu arbeiten wir mit Professor Dr. Robert Fuchs von der Technischen Hochschule Köln zusammen. Sein Team restauriert die Papyrusteile, untersucht sie naturwissenschaftlich und baut neuartige Rahmen“, erklärt Bußmann.

Die Papyrusfragmente werden auf farblich passendes Japanpapier aufgebracht, kommen dann auf gepufften Karton, auf eine Honigwaben-platte und auf einen archivbeständigen Museumskarton. Durch dieses Schichtwerk in Kombination mit einem innovativen Rahmenkonstrukt und UV-protektierenden Glasplatten wären die Papyri ideal geschützt. Die Ausstellung, der Transport und die Lagerung der Schriftstücke sind dank dieser Maßnahmen problemlos möglich und machen das wissenschaftlich gefragte Untersuchungsobjekt mobiler. Auf diese Weise ist der Papyrus für Forschung, Studierende und Öffentlichkeit besser zugänglich.

In dem Totenbuch aus dem sechsten Jahrhundert v. Chr., das einer Ägypterin namens lah-tes-nacht gehörte, findet sich eine Sammlung von Totensprüchen. Der Papyrus ist ein herausragendes Beispiel für die Kanonisierung des Jenseitswissens in dieser Epoche. Zugleich liefert er Aufschluss über die altägyptische Schreibpraktik und die Integration von textlichen und bildlichen Elementen in der Weitergabe von wichtigem kulturellem Wissen aus der Spätzeit der pharaonischen Kultur.


Inhaltlicher Kontakt:  
   
Prof. Dr. Richard Bußmann
Professor für Ägyptologie an der Universität zu Köln
+49 221 470-5842
r.bussmann(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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