Aktuelle Meldungen / en-gb Uni Köln Mon, 24 Sep 2018 13:41:52 +0200 Mon, 24 Sep 2018 13:41:52 +0200 TYPO3 EXT:news news-5059 Fri, 21 Sep 2018 11:14:58 +0200 Kölner Hochaltrigenstudie NRW80+: Mehrheit der über 80-jährigen mit Lebenssituation zufrieden https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5059&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb62c55ea68936b92266c996fb217603 In Deutschland ist 2050 jeder Achte mindestens 80 Jahre alt – Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Nordrhein-Westfalen baut Spitzenposition in der Alternsforschung aus 86 Prozent der Hochaltrigen sind mit ihrem Leben weitgehend zufrieden – das ist ein zentrales Ergebnis der bundesweit ersten repräsentativen Studie zur Lebenssituation der Altersgruppe 80+. Nach einer mehrjährigen Vorbereitungsphase sind seit Mitte letzten Jahres Achtzigjährige und Ältere zu ihren Lebensumständen befragt worden. Forscherinnen unterschiedlicher Fachrichtungen der Universität zu Köln haben einige Ergebnisse der landesweiten Hochaltrigenstudie NRW80+ nun gemeinsam mit Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen vorgestellt. Sie geben unter anderem Aufschluss über das subjektive Wohlbefinden, die Nutzung von Pflegeangeboten, soziale Kontakte und Aktivitäten. Das Land fördert die Studie mit 1,5 Millionen Euro.  

„Die Menschen in Deutschland werden immer älter, keine andere Altersgruppe wächst so schnell wie die der Hochbetagten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Lebensumstände, Wünsche und Bedürfnisse dieser Menschen verstärkt in den Blick nehmen", sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Die Studie der Universität zu Köln schließt eine Forschungslücke. Die Ergebnisse können dabei helfen, die Rahmenbedingungen für ein erfülltes Leben bis ins hohe Alter zu verbessern. Mit dieser ersten repräsentativen Studie baut das Land seine bundesweite Spitzenposition in der Alternsforschung noch weiter aus."   

Bereits heute zählen sechs Millionen Menschen in der Bundesrepublik zur Bevölkerungsgruppe 80+. Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass die Zahl der Hochaltrigen bis 2050 auf zehn Millionen steigt und damit jeder Achte 80 Jahre und älter sein wird. Bisher fehlte es jedoch an grundlegenden Erkenntnissen zu Lebensqualität und Lebensumständen dieser Bevölkerungsgruppe.

Mit der Hochaltrigenstudie NRW80+ haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am "Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health (ceres)" nun erstmals repräsentativ erforscht, wie Menschen über 80 Jahre leben und leben möchten, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und was sie brauchen, um zufrieden zu sein – selbst mit vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Insgesamt 1.800 Personen,  die zum Zeitpunkt der Erhebung 80 Jahre und älter waren,  wurden Nordrhein-Westfalen-weit befragt, um ein möglichst umfassendes und lebensnahes Bild zu erhalten. Darüber hinaus wurden Repräsentanten von Medien, Versicherungen, Seniorenvertretung und Politik befragt.

„Die Erfolgsgeschichte der Gerontologie setzt sich fort. Es geht nicht nur den jungen Alten ab 60 Jahren gut, sondern auch viele Hochaltrige berichten physische und psychische Gesundheit. Allerdings gibt es einen substanziellen Anteil von sehr alten Menschen, deren Lebenssituation von depressiven Verstimmungen, finanziellen Sorgen oder Pflegebedürftigkeit geprägt ist“, legte die Leiterin des Lehrstuhls für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie Prof. Dr. Susanne Zank dar.

„Die Studie zeigt sehr schön auf, dass Lebenszufriedenheit auch etwas mit Wertvorstellungen zu tun hat. Diejenigen Befragten etwa, und das sind immerhin 60 Prozent, die das Gefühl haben, dass ihre Wertvorstellungen immer schlechter zu denen der Gesellschaft passen, sind oft auch weniger zufrieden“, erläuterte die Geschäftsführende Direktorin von ceres Prof. Dr. Christiane Woopen. „Das sollte uns eine Mahnung sein, den gesellschaftlichen Dialog und das generationenübergreifende Miteinander zu fördern."

Zentrale Ergebnisse:

  • Mehr als die Hälfte der hochaltrigen Menschen in Nordrhein-Westfalen beschreiben ihre Gesundheit als gut.
  • 86 Prozent der Hochaltrigen sind mit ihrem Leben (eher) zufrieden. Die Zufriedenheit ist bei den über 90-Jährigen allerdings geringer.
  • Die Lebensumstände hochaltriger Frauen sind im Vergleich zu denen sehr alter Männer häufig schwieriger. Sie wohnen häufiger zur Miete, sind häufiger armutsgefährdet und werden im Fall von Hilfebedarf seltener privat versorgt.
  • Fast 60 Prozent der Hochaltrigen haben das Gefühl, dass ältere Menschen von der Gesellschaft (eher) nicht gebraucht werden.
  • Fast jede fünfte hochaltrige Person in vollstationärer Versorgung fühlt sich meistens oder (fast) immer einsam, während es in der Gesamtgruppe aller Hochaltrigen 6 Prozent sind.
  • Über 90 Prozent der Hochaltrigen sind mit ihrer eigenen Vergangenheit im Reinen und damit zufrieden.
  • Bei der Nutzung von Pflegeangeboten zeigen sich innerhalb der Hochaltrigen bedeutende Unterschiede. Die Wahrscheinlichkeit für die Nutzung privater und ambulanter Pflege sowie von Tagespflegeeinrichtungen steigt zwischen der Gruppe der 80-84-Jährigen und der Gruppe der über 90-Jährigen signifikant an. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Männer nutzen signifikant seltener einen ambulanten Pflegedienst oder eine Tagespflegeeinrichtung.
  • Die Hochaltrigen in NRW haben durchschnittlich sechs für sie wichtige Kontaktpersonen. Zum engeren sozialen Umkreis hochaltriger Personen gehören vorrangig die Kinder, Enkelkinder und (Ehe-) Partner. Bei den über 90-Jährigen ist die Anzahl engerer sozialer Beziehungen geringer.
  • Männer sind häufiger aktives Mitglied eines Vereins oder einer Organisation als Frauen. Unter den 85-89-Jährigen haben 31,4 Prozent der Männer aber nur 17,4 Prozent der Frauen eine aktive Mitgliedschaft. Insgesamt ist ein Viertel (24,9 Prozent) der hochaltrigen Bevölkerung in NRW aktives Mitglied in einem Verein oder einer Organisation. Der Anteil der Personen mit aktiver Mitgliedschaft steigt mit höherem Bildungsgrad an.

Auf Grundlage der Ergebnisse können nun alltagsnahe Konzepte entwickelt werden, um die Versorgung hochaltriger Menschen zu verbessern und Lebenswelten altersgerecht zu gestalten.

Zudem sollen im Rahmen der Längsschnittstudie "Hochaltrigenpanel NRW 80+" die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer weiter begleitet werden. Mit der Studie lassen sich weitere Erkenntnisse für eine Mitgestaltung von gesellschaftlichen Transformationsprozessen gewinnen, die mit dem demographischen Wandel einhergehen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft beabsichtigt, die Längsschnittstudie – vorbehaltlich der Entscheidung des Landtags über den Haushalt – mit 1,8 Millionen Euro zu fördern.

ceres, das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health, ist ein Zentrum für die interdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Besondere inhaltliche Schwerpunkte sind das Altern und der demographische Wandel, die Gesundheitskompetenz in komplexen Umwelten und die digitale Transformation. Alle drei Bereiche stellen Wissenschaft und Gesellschaft aktuell vor Herausforderungen, die nur unter Einbeziehung einer Vielfalt wissenschaftlicher Disziplinen sowie gesellschaftlicher Akteure bewältigt werden können.


Presse und Kommunikation:

Hermann Lamberty (Pressesprecher des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen)
0211 896-4790
press(at)mkw.nrw.de

Andreas Kirchner (PR Officer ceres)
0221 470-89120
ceres-info(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://ceres.uni-koeln.de/forschung/nrw80/

 

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news-5058 Fri, 21 Sep 2018 08:49:07 +0200 Kölner Psychologen erhalten Förderpreis für Psychologie https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5058&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a5fbe9a1bdabbc47df7f0eb576507f7 Für ihre Verdienste beim Online-Magazin In-Mind erhalten die Kölner Psychologen Dr. Oliver Genschow und Dr. Jan Crusius einen Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs). Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) verleiht den Förderpreis für Psychologie (DGPs) in diesem Jahr an das Herausgeberteam des Online-Magazins „The Inquisitive Mind“, kurz In-Mind. Das Team wird geführt von den beiden Kölner Psychologen Dr. Oliver Genschow und Dr. Jan Crusius und Dr. Melanie Sauerland von der Universität Maastricht.

In-Mind (http://de.in-mind.org/) veröffentlicht Artikel, die aktive Wissenschaftler*inne*n aus der Psychologie in leicht verständlicher Sprache schreiben. Daneben gibt es wöchentlich Blogbeiträge und Rezensionen von populärwissenschaftlichen Büchern.

Der Förderpreis wird alle zwei Jahre an Privatpersonen, Unternehmen, Verbände und Organisationen des öffentlichen Lebens verliehen, die in besonderer Weise durch ihr Engagement zur Förderung von Forschung und Lehre im Fach Psychologie beigetragen haben. Die DGPs betont, dass es In-Mind „gelingt, aktuelle und anspruchsvolle Themen aus der psychologischen Forschung für Laien verständlich und interessant aufzubereiten. Dadurch leisten sie einen festen Beitrag zur psychologischen Bildung der Öffentlichkeit.“ Conny Herbert Antoni, Präsident der DGPs, sagt: „Beeindruckend ist, mit welcher Professionalität das In-Mind-Team bei der Akquise und Begutachtung sowie bei der Endredaktion der Beiträge und der Verbreitung der In-Mind-Inhalte vorgeht. Ohne Zweifel verfügen alle Mitglieder des Teams über ein beachtliches Maß an Expertise in der Wissenschaftskommunikation.“

 

Inhaltlicher Kontakt:
Oliver Genschow
+49-221-470-1524
oliver.genschow(at)uni-koeln.de

Jan Crusius
+49-221-470-1523
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Weitere Informationen:
https://www.dgps.de/index.php?id=143&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1884&cHash=a8a2f22e505bf6a9b51158238cb648fa

 

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news-5055 Wed, 19 Sep 2018 16:04:50 +0200 Preise für Analytische Philosophie im Rahmen der Fachtagung GAP.10 verliehen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5055&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2cdab18735fd879314a763c071acc3a1 Die Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) hat im Rahmen ihrer Fachtagung für Philosophie an der Universität zu Köln Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Frege-Preis verliehen. Im Rahmen der 10. Internationalen Fachtagung der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) an der Universität zu Köln hat die GAP Preise für herausragende Leistungen verliehen.

Dieter Birnbacher erhält dieses Jahr den Frege-Preis, mit dem die GAP alle drei Jahre einen deutschsprachigen Philosophen für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Analytischen Philosophie ehrt. Birnbacher ist deutscher Philosoph mit dem Schwerpunkt Ethik. Er ist Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer und des Wissenschaftlichen Beirats der Giordano-Bruno-Stiftung. Seit November 2016 ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben sowie Vizepräsident der Schopenhauer-Gesellschaft.

Der wissenschaftliche Nachwuchs Romy Jaster und Benjamin Kiesewetter (beide HU Berlin) sowie Tom Sterkenburg (LMU München) erhalten den Wolfgang-Stegmüller-Preis. Dieser von Margret Stegmüller gestiftete Preis ist mit 12.000 Euro dotiert. Er wird alle drei Jahre auf dem Kongress der GAP für herausragende Arbeiten auf dem Feld der Analytischen Philosophie verliehen. Ausgezeichnet werden in der Regel drei Arbeiten. Jaster erhält den Preis für ihre Arbeit zu dem Thema „Agents’ Abilities“, Kiesewetter für seine Arbeit „The Normativity of Rationality“ und Sterkenburg für seine Arbeit „Universal Prediction“.

Darüber hinaus erhält Romy Jaster auch den De Gruyter Preis für Metaphysik. Der Preis ist mit 2000 Euro in bar sowie der Übernahme der Kosten für eine Open Access Veröffentlichung eines e-Books dotiert.

Das Rahmenthema der Fachtagung lautet „Plurality in Philosophy and Beyond“. Über 500 internationale Teilnehmer und Teilnehmerinnen nehmen bis zum 20. September die Möglichkeit wahr, über 300 Fachvorträge, Kolloquien und Podiumsdiskussionen zu besuchen.

 

Inhaltlicher Kontakt
Prof. Thomas Grundmann
Philosophisches Seminar
+49 221 470-4477
thomas.grundmann(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 0221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.gap-im-netz.de

 

 

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news-5053 Tue, 18 Sep 2018 14:14:40 +0200 Universität zu Köln eröffnet Spezialambulanz für Hypochondrie https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5053&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b71b9451ac4f04bbcd31eac161daec12 Zu den Tätigkeitsbereichen der Spezialambulanz gehören die Diagnostik, Beratung, Therapie und Erforschung der Krankheitsangststörung („Hypochondrie“). Die Krankheitsangststörung (auch als „Hypochondrie“ bezeichnet) ist eine psychische Störung, bei der die Betroffenen große Angst haben, an einer schweren Krankheit zu leiden und möglicherweise daran zu versterben, ohne dass belastbare medizinische Befunde vorliegen. Die neue Spezialambulanz für Krankheitsangst der Hochschulambulanz für Psychotherapie der Universität zu Köln (HAPUK) bietet gezielte Beratungs- und Therapiemaßnahmen für Betroffene an. Personen, die möglicherweise an einer Krankheitsangst leiden, können sich unter www.krankheitsangst.koeln über das Behandlungsangebot bequem informieren.
Häufig befürchtete Krankheiten sind zum Beispiel Krebs, Herzkreislauf- oder neurologische Erkrankungen. Der Leidensdruck der Betroffenen ist oft groß, sie vermeiden zunehmend Tätigkeiten, die als gefährlich angesehen werden und beschäftigen sich nur noch mit ihrem Körper. Oft wenden sie sich überdurchschnittlich häufig an einen Arzt, ohne dass dessen Rückversicherung hilft. Da es manchen Patientinnen und Patienten unangenehm ist, die gleiche Arztpraxis wiederholt aufzusuchen, kommt es auch zur Behandlung durch viele wechselnde Ärzte, dem so genannten „Doctor Hopping“. Das Ausmaß der Belastung kann von Betroffenem zu Betroffenem unterschiedlich sein und reicht von leichten Einschränkungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Auch für die Gesellschaft ist Krankheitsangst entsprechend mit hohen Kosten verbunden.
Die Ursachen der Krankheitsangst lassen sich noch nicht genau definieren, man konnte jedoch bereits eine Reihe von Risikofaktoren feststellen. Eine besonders wichtige Rolle scheint die Körperwahrnehmung zu spielen. Dabei handelt es sich um die Neigung, körperliche Empfindungen als beeinträchtigend oder krankhaft statt als normale körperliche Reaktionen wahrzunehmen. Um diesen Risikofaktor weiter zu erforschen, wird der Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität zu Köln aktuell für eine Dauer von 3 Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das Psychotherapeutenteam der HAPUK hat in den letzten Jahren viel Erfahrung mit der Behandlung von Krankheitsängsten gesammelt und auch in die Erforschung dieses Krankheitsbildes wurde durch den Lehrstuhl viel Zeit gesteckt. Seit Jahren kooperiert die Arbeitseinheit zudem mit dem Mainzer Lehrstuhl für Klinische Psychologie, der schwerpunktmäßig Krankheitsangst untersucht und behandelt. Diese Erfahrung wird jetzt als therapeutisches Angebot der Spezialambulanz für Krankheitsangst gebündelt.



Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. rer. nat. Alexander Gerlach
Klinische Psychologie und Psychotherapie
+49 221 470-5034
alexander.gerlach(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel 
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.krankheitsangst.koeln 

 

 

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news-5050 Mon, 17 Sep 2018 14:48:21 +0200 Presseeinladung: Alumni-Jahrestreffen der WiSo-Fakultät mit Podiumsdiskussion zum Thema „Soziale Medien und Meinungsbildung“ https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5050&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ddfabf311ec016f7466ea984ab12116b Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden am 21. September ab 18.30 Uhr über gesellschaftlich relevante Themen von Sozialen Medien bis hin zu Fake News diskutieren.  Die Alumni-Jahrestagung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln legt dieses Jahr den Fokus auf „Soziale Medien und Meinungsbildung“. Als Expertinnen und Experten, die zu über das Schwerpunktthema diskutieren, wurden Diana zur Löwen (BWL-Studentin an der WiSo-Fakultät, Influencerin und Gründerin), Professor Dr. Klemens Skibicki (Alumnus, Experte für Digitalisierung und Social Media), Michael Bröcker (Alumnus, Chefredakteur der Tageszeitung „Rheinische Post“), Professor Dr. André Marchand (Professor für Marketing & Digital Environment an der WiSo-Fakultät) und Melanie Croyé (Alumna, Journalistin, Autorin, Moderatorin) eingeladen.

Termin:
Freitag, 21. September, ab 18.30 Uhr
 „Alumni Jahrestreffen der WiSo-Fakultät“ 
Wirtschafts-und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universitätsstraße 24, Hörsaal 1 im Erdgeschoss, 50931 Köln
Michael Bröcker wird Fragen dazu beantworten, wie Tageszeitungen mit der digitalen Konkurrenz umgehen und ob die Digitalisierung Wahrheit und Qualitätsmedien zerstört. Diana zur Löwen gibt Einblicke in den Beruf des Influencers: Was sind die positiven Aspekte, was sind die Schattenseiten? 

Der Themenschwerpunkt der Jahrestagung ist auch perspektivisch gewählt. „Ein aktuell relevantes Thema belebt das Netzwerken. Wir unterstützen so die globale, lebenslange Gemeinschaft und Verbindung zwischen unseren Alumni und der WiSo-Fakultät“, erklärt der Gastgeber Professor Dr. Werner Mellis, Dekan der WiSo-Fakultät.

Journalisten können sich gerne bei Ayla Wisselinck (wisselinck@wiso.uni-koeln.de) bis zum 20. September anmelden. Auch Pressegespräche mit den Experten können im Vorfeld zur Veranstaltung gerne angefragt werden.



Inhaltlicher Kontakt:     
Ayla Wisselinck 
Alumni Managerin der WiSo-Fakultät
+49 (0)221 470-4558
wisselinck(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 (0)221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
Programm und Anmeldung: https://www.wiso.uni-koeln.de/de/praxis/wisoalumni/termine-und-events/alumni-jahrestreffen/ 

 

 

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news-5049 Mon, 17 Sep 2018 14:32:38 +0200 Wohnort und Situation beeinflussen, wie stark wir uns mit anderen vergleichen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5049&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5d7b685cfcb5e9516e4d0ec08183c68d Sozialpsychologen zeigen, dass die menschliche Neigung sich mit anderen zu vergleichen in bestimmten Situationen und in manchen US-Bundesstaaten weiter verbreitet ist als in anderen. Eine aktuelle Reihe von sozialpsychologischen Studien an der Universität zu Köln und der London Business School hat erstmals gezeigt, dass die menschliche Tendenz, sich mit anderen zu vergleichen, von zwei grundlegenden kulturellen Merkmalen abhängt. Dr. Matthew Baldwin (Social Cognition Center Cologne) and Professor Dr. Thomas Mussweiler (London Business School) fanden heraus, dass Menschen sich zum einen in Situationen, in denen strenge soziale Normen herrschen und ein Abweichungen von diesen bestraft wird, stark mit anderen vergleichen. Zum anderen ist die Neigung zum sozialen Vergleich in Situationen höher, in denen sich Menschen mit anderen stark verbunden fühlen. Eine strenge soziale Situation, in der das richtige Verhalten klar definiert ist, kann beispielsweise ein Vorstellungsgespräch sein. Eine weniger strenge soziale Situation, in der man sich mit jedoch mit anderen Menschen stark verbunden fühlt, ist beispielsweise eine Party.

Dieses Phänomen ist in unterschiedlichen Situationen und Kulturen zu beobachten. Die Ergebnisse aus drei Studien wurden nun unter dem Titel „The culture of social comparison“ in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

In den ersten beiden Studien, die Baldwin und Mussweiler online mit dem Tool MTurk von Amazon durchgeführt haben, befragten sie insgesamt rund 1.000 Amerikaner und Amerikanerinnen zu ihrem Verhalten in Alltagssituationen der sozialen Strenge (Vorstellungsgespräch) und der sozialen Verbundenheit (Party). Dabei stellten sie fest, dass besonders in diesen beiden Arten von Situationen die Neigung zum sozialen Vergleich besonders hoch ist. „Die Reaktionen von Menschen, die viele Kilometer voneinander entfernt lebten und sich nicht kannten, sind dabei bemerkenswert ähnlich“, sagt Baldwin. „Das bedeutet, dass soziale Vergleiche zum Teil in der sozialen Welt verankert ist: es ist nicht nur eine Frage der individuellen Wahrnehmung.“

In der letzten Studie analysierten die beiden Psychologen öffentlich zugängliche Daten von Google mit dem Online-Tool Google Correlate. Für jeden Bundesstaat in den USA schauten sie sich die Suchfrequenzen für eine Vielzahl von Emotionswörtern an, die auf soziale Vergleich hinweisen (z.B. Eifersucht, Stolz). Ein hoher Wert für einen Bundesstaat zeigt, dass Menschen dort öfter nach den Wörtern suchen als Menschen in anderen Staaten. Menschen in Staaten, die kulturell und sozial strenger und kollektivistischer sind, neigen demnach stärker dazu, nach Emotionen des gesellschaftlichen Vergleichs zu suchen. Eine interaktive Karte zu den Forschungsergebnissen in verschiedenen US-Bundesstaaten ist hier verfügbar: www.mattwbaldwin.com/blog/the-culture-of-social-comparison-map.

Sich mit anderen zu vergleichen ist gesellschaftlich weit verbreitet und ein grundlegender Aspekt der menschlichen Kognition. Die Tendenz des Menschen, durch das Denken, Fühlen und Verhalten anderer Informationen zu erhalten, trägt maßgeblich zum Funktionieren der hochkomplexen und vernetzten globalen Welt bei. Allerdings weiß die Wissenschaft noch sehr wenig über den Zusammenhang von kulturellen Unterschieden und sozialen Vergleichen. Die Studie trägt zu einem besseren Verständnis der Ursprünge sozialer Vergleiche und seiner Rolle im menschlichen Zusammenleben bei.



Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Matthew Baldwin
+49 221 470-1101
mbaldwin(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de 


Publikation:
https://doi.org/10.1073/pnas.1721555115

 

 

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news-5048 Mon, 17 Sep 2018 14:12:11 +0200 Multiresistente Krankenhauserreger: Neues Testverfahren beschleunigt ihre Diagnose https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5048&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e46af37c409c0068330299fb1966de43 Forscherteam von Medizinischer Fakultät Köln und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung gelingt Durchbruch für deutlich beschleunigte Diagnostik / 45 Minuten statt 72 Stunden Ein wissenschaftlicher Durchbruch zur beschleunigten Diagnostik multiresistenter Krankenhauserreger ist einem Forscherteam an der Medizinischen Fakultät in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gelungen. Mit einem neuartigen sogenannten immunochromatographischen Verfahren konnten die Forscher Axel Hamprecht, Jörg Janne Vehreschild, Harald Seifert und Ahmad Saleh in einer Studie Bakterien, die gegen die Antibiotikagruppe Carbapeneme resistent sind, innerhalb von 20 bis 45 Minuten aus Blutkulturen mit einer 100-prozentigen Sicherheit nachweisen. Aktuelle Testverfahren dauern noch bis zu 72 Stunden. Die Ergebnisse wurden im renommierten Wissenschaftsjournal PLOS ONE veröffentlicht. 

Patientinnen und Patienten mit durch gramnegative Erreger wie Escherichia coli ausgelösten  Blutstrominfektionen weisen eine hohe Sterblichkeit auf. Die Infektion konnte durch Antibiotika aber bisher meist gut behandelt werden. Durch die Zunahme von Antibiotikaresistenzen, auch gegen die Gruppe der Carbapeneme, ist die Therapie zunehmend schwieriger geworden. Bei Infektionen mit  multiresistenten Erregern, die auch gegenüber solchen Reserveantibiotika resistent sind, kommt es besonders häufig zu einer unwirksamen Antibiotikatherapie und damit zu höherer Sterblichkeit. 

Um diese Erreger wie E. coli im Blutstrom nachzuweisen, werden derzeit Methoden angewandt, die 16 bis 72 Stunden zum Nachweis der Antibiotikaresistenz beanspruchen. Eine beschleunigte Diagnostik ist daher ein wesentlicher Schritt, Patienten mit Infektionen durch Carbapenem-resistente Bakterien schneller und gezielter zu behandeln und zusätzlich die Ausbreitung der Erreger einzudämmen. 
Die Resistenz bei gramnegativen Bakterien ist meist durch Enzyme verursacht, die neben den Carbapenem-Antibiotika auch weitere Antibiotika zerstören können. Sie werden als Carbapenemasen bezeichnet. Zu den weltweit häufigsten Carbapenemasen zählen die sogenannten Klebsiella-pneumoniae-Carbapenemase (KPC), die New-Delhi-Metallo-Betalaktamase (NDM) und OXA-48. 

In der jetzt veröffentlichten Studie wurden Blutproben untersucht, die mit Carbapenemase-produzierenden Bakterien versetzt wurden. Hierbei konnten drei der vier häufigsten Carbapenemasen - OXA-48, KPC und NDM - mit einem einzigen Testverfahren direkt aus positiven Blutkulturen entdeckt werden, ohne dass eine zeitaufwendige weitere Anzüchtung auf Agarplatten notwendig wurde. Das neue Verfahren ist schnell, einfach anzuwenden, kostengünstig (~10€/Test) und kann in jedem klinisch-mikrobiologischen Labor durchgeführt werden. 

„Wir sind mit diesem Verfahren unserem Ziel, mit multiresistenten Erregern infizierte Patientinnen und Patienten so schnell wie möglich helfen zu können, einen Riesenschritt näher gekommen“, so Erstautor und DZIF-Professor Dr. med. Axel Hamprecht vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene am Universitätsklinikum Köln. „Bei derartig aggressiven Erregern zählt jede Minute, um eine gezielte Therapie zu starten. Jetzt müssen sich Folgestudien anschließen, um unsere Erkenntnisse so schnell wie möglich in die klinische Praxis zu überführen.“
Die mit Mitteln der medizinischen Fakultät der Universität zu Köln unterstützte Proof-of-Principle-Studie belegt die Sicherheit und Wirksamkeit des neuen Verfahrens. Bevor aber das neue Verfahren die herkömmliche Diagnostik ablösen und in die klinische Praxis eingeführt werden kann, sind weitere Studien notwendig. 

Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung entwickeln bundesweit circa 500 Wissenschaftler und Ärzte aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation: die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. 
Über 3.500 Studierende an der Medizinischen Fakultät werden im Umfeld der Uniklinik Köln praxisorientiert in enger Verzahnung von Lehre, Krankenversorgung und Forschung ausgebildet. In drei Schwerpunkten erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Probleme von großer gesellschaftlicher Relevanz: „Tumorbiologie, Infektion und Immunität“, „Homöostatische Prinzipien im Stoffwechsel und in der Geweberegeneration“ sowie „Neuromodulation“. 


Inhaltlicher Kontakt: 
Prof. Dr. med. Axel Hamprecht
Institut für medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene
+49 221 478 -32162 /-32100
axel.hamprecht(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Stephanie Wolff 
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation an der Medizinischen Fakultät 
+49 221 478-30774 
stephanie.wolff(at)uk-koeln.de

Zur Publikation:
Hamprecht A, Vehreschild JJ, Seifert H, Saleh A (2018) Rapid detection of NDM, KPC and OXA-48 carbapenemases directly from positive blood cultures using a new multiplex immunochromatographic assay. PLOS ONE 13(9): e0204157. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0204157


Weitere Informationen:
http://www.dzif.de 
http://www.medfak.uni-koeln.de

 

 

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news-5047 Mon, 17 Sep 2018 13:58:27 +0200 Überwiegend positiv: Kölner Studie zeigt die Einstellungen der Bevölkerung zu Flüchtlingen im Zeitverlauf https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5047&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=27b4fa6e0f1dca722370acbbb9139df7 Einstellungen gegenüber Flüchtlingen sind sehr differenziert / Flüchtlingsunterkünfte im eigenen Wohngebiet werden von der Mehrzahl der Anwohnerinnen und Anwohner angenommen Die Ergebnisse der Kölner Flüchtlingsstudien des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität zu Köln zeigen eine weitgehend positive Einstellung in der deutschen Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen. Die Forschergruppe um Professor Dr. Jürgen Friedrichs, Felix Leßke und Vera Schwarzenberg hat in drei Städten in jeweils zwei Wohngebieten mit einer Flüchtlingsunterkunft rund 2.200 Anwohner befragt: in Hamburg (Harvestehude und Bergedorf), Köln (Ostheim und Rondorf) und Mülheim an der Ruhr (Mitte und Saarn). Die Befragung verlief in zwei Wellen, wobei die erste als mündliche Interviews vom Frühjahr 2016 bis Winter 2017 stattfand. Die zweite Welle erfolgte ein Jahr nach der ersten Befragung schriftlich im Frühjahr 2018. Es zeigt sich, dass die Einstellungen auch im zeitlichen Verlauf sehr positiv sind.

So empfinden 47,3 Prozent der Befragten Mitgefühl für Flüchtlinge in Deutschland und 26,5 Prozent sehen Flüchtlinge positiv. Nur 5,1 Prozent gaben an, dass sie Flüchtlingen negativ gegenüberstünden. 10 Prozent der Befragten finden jedoch, dass zu viele Flüchtlinge aufgenommen wurden und weitere 12,1 Prozent fordern eine Zuzugskontrolle.

Nimmt man die positiv konnotierten Antworten zusammen, dann kommen die beiden eher wohlhabenden Gebiete Harvestehude und Rondorf in den Befragungswellen jeweils auf 80 Prozent und 84 Prozent positive Äußerungen. Mülheim Mitte und Ostheim hingegen, die beiden weniger wohlhabenden Gebiete, kommen auf 62 Prozent und 67 Prozent. Unterschiede zwischen den Wohngebieten mit unterschiedlichem sozialen Status sind also zu erkennen. Der soziale Status wurde unter anderem über das Bildungsniveau gemessen.

Eine Reihe weiterer Fragen richtete sich auf die Einstellungen zu der Flüchtlingsunterkunft im eigenen Wohngebiet. „Wir nahmen zunächst an, dass man zwar Flüchtlingen gegenüber generell positiv eingestellt sein könnte, vor der eigenen Haustür aber dennoch keine Flüchtlingsunterkunft akzeptieren würde. Das trifft nicht zu“, sagt Professor Dr. Jürgen Friedrichs, der die Studie leitet. Insgesamt gab es (bei Mehrfachantworten) 72 Prozent positive Antworten, nur 6 Prozent lehnten die Unterkunft ab. In der zweiten Welle sind diese positiven Tendenzen sogar noch stärker ausgeprägt. Insgesamt liegt hier die Quote für positive Antworten bei 94,9 Prozent. Dies spricht dafür, dass sich die ohnehin große Akzeptanz der Flüchtlingsunterkünfte im Wohngebiet nach dem Einzug der Flüchtlinge im Laufe der Zeit durch Gewöhnungseffekte und positive Erfahrungen verstärkt hat oder Befürchtungen nicht eingetreten sind.

Ein wichtiges Ereignis für die Einstellung gegenüber Flüchtlingen waren die Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Köln und anderen Städten. Auf die Frage „Haben die Ereignisse von Silvester 2015/16 am Kölner Hauptbahnhof Ihre Einstellung zu Flüchtlingen verändert?“ antworteten 32, 1 Prozent mit „Ja“, weitere 8,8 Prozent mit „vorübergehend“ und 59 Prozent mit „Nein“.Das Team der Uni Köln zeigt in der Studie zudem eine Entwicklung von Ängsten und Befürchtungen auf. Auch der Einfluss von unmittelbaren sozialen Kontakten zu Flüchtlingen wurde abgefragt und untersucht.
Eine detaillierte Aufschlüsselung der Ergebnisse und weiterführende Informationen zur Studie finden Sie unter diesem Link: https://www.iss-wiso.uni-koeln.de/sites/soziologie/PDF/Forschungsprojekte/Pressemitteilung_September_2018.pdf 

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. em. Dr. Jürgen Friedrichs
+49 221 470-5658
friedrichs(at)wiso.uni-koeln.de


Felix Leßke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kölner-Flüchtlingsstudien
lesske(at)wiso.uni-koeln.de


Vera Schwarzenberg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kölner-Flüchtlingsstudien
schwarzenberg(at)wiso.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://www.iss-wiso.uni-koeln.de/de/forschung/projekte/die-koelner-fluechtlings-studien/

 

 

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news-5046 Mon, 17 Sep 2018 13:06:28 +0200 Erste Fachtagung zu Fairtrade-Forschung im deutschsprachigen Raum findet an Uni Köln statt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5046&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8ecadd766aebf2049dec7e8473e11723 Einladung zur Eröffnung mit Podiumsdiskussion und Grußwort der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes am 23. September 2018 Das Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln veranstaltet vom 23. bis zum 25. September 2018 zusammen mit TransFair e.V. die erste Fachtagung zum Themenkomplex Fairer Handel im deutschsprachigen Raum. Ob Gold, Kaffee, Bananen, Tee, Schokolade oder Baumwolle, Handelswege von Produkten wie diesen werden auf interdisziplinären Panels zu „Fallbeispielen Fairen Handels aus der Praxis“, „Wertediskurs im Fairen Handel“, „Nachhaltiger und Fairer Konsum“, „Fairer Handel im Textilsektor“ und „Fairer Handel kontrovers“ diskutiert.

Den Auftakt der zweitägigen Konferenz bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Faire öffentliche Beschaffung“, zu der die Presse und alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Um vorherige Anmeldung (katharina.diederichs(at)uni-koeln.de) wird gebeten.

Termin:
Sonntag, 23. September 2018, 17.00 Uhr
Eröffnung der Fachtagung „Mehr als nur ein fairer Preis“ und anschließende Podiumsdiskussion
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Hörsaal G, Universitätsstr. 35,
50931 Köln

Nach Grußworten von Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin der Stadt Köln), Prof. Dr. Manuela Günter (Prorektorin der Universität zu Köln) und Dieter Overath (Vorstandsvorsitzender TransFair e.V.) findet die Podiumsdiskussion „Faire öffentliche Beschaffung. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ statt mit:
•    Dr. Lale Akgün (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)
•    Rosa Grabe (FEMNET e.V.)
•    Johanna Pulheim (Stadt Köln)
•    Marie-Luise Lämmle (Engagement Global)
•    Dr. Peter Pawlicki (Electronics Watch)
•    Dr. Werner Görg (IHK Köln)

Die Moderation übernimmt Dr. Sarah Brasack (Kölner Stadt-Anzeiger). Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Umtrunk statt.

Presse und Kommunikation:
Dr. Christine Rath
Öffentlichkeitsarbeit Global South Studies Center (GSSC)
+49 221 93317 275
christine.rath(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://gssc.uni-koeln.de/fairtrade.html

 

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news-5044 Thu, 13 Sep 2018 13:54:23 +0200 Carsharing und Co.: Das Bedürfnis nach materiellem Besitz kann ersetzt werden https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5044&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3c2f4090a9cfae66e29fd5ab209af50f Ökonomen zeigen in einer Studie, wie die Nutzung von volkswirtschaftlich nachhaltigen Sharing-Diensten gesteigert werden kann. Das weit verbreitete Bedürfnis nach materiellem Besitz kann durch das Phänomen des psychologischen Besitzempfindens ergänzt oder ersetzt werden. Juniorprofessor Dr. Martin P. Fritze (Universität zu Köln, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Professor Dr. Andreas Eisingerich (Imperial College London) und Professor Dr. Martin Benkenstein (Universität Rostock) gingen der Frage nach, warum Eigentum zunehmend durch Sharing-Angebote ersetzt wird, obwohl Eigentum ein wichtiges Element für das Selbstwertempfinden des Menschen ist. Dafür hat sich das Forscherteam die psychologischen Mechanismen, die hinter dieser neuen Konsumvariante stehen, näher angesehen.

Die Forscher haben hierfür mehrere Feldstudien durchgeführt. Die gewonnenen Daten bestätigen für das Carsharing und das Musikstreaming, dass die Nutzer den Service als Ersatz für den tatsächlichen Besitz an materiellen Produkten (z.B. am eigenen Auto, den eigenen CDs) wahrnehmen. In zwei weiteren Studien, die als Online-Experimente angelegt waren, testeten die Wissenschaftler, wie das psychologische Besitzempfinden beeinflusst werden kann. Als mögliche Einflussfaktoren legten sie beispielsweise Zugehörigkeitsempfinden zu einer (Nutzer-)Gemeinschaft und die wahrgenommene Intensität der Beziehung zum Serviceanbieter fest.
„Ein Gemeinschaftsempfinden unter den Kunden, die klare Sachkenntnis zum Serviceangebot sowie eine Relevanz von Sharing für das Selbstbild beeinflussen die Entstehung des psychologischen Besitzempfindens für einen konkreten Sharing-Dienst positiv“, beschreibt Juniorprofessor Dr. Martin Fritze die Forschungsergebnisse.

Fritze, Eisingerich und Benkenstein haben ihre Arbeit auf der „Summer Academic Conference“ der „American Marketing Association“ in Boston vorgestellt und dafür den „Best Paper Award“ auf dem Gebiet des Dienstleistungsmarketings erhalten. Die Studie kann auf Nachfrage von Juniorprofessor Fritze zur Verfügung gestellt werden.

Sharing-Dienste und materieller Besitz sind zwei verfügbare Modelle für die Nutzung von Gütern und stehen im Wettbewerb miteinander. Zu den bekannten Sharing-Diensten zählen Carsharing, Musikstreaming oder auch Desksharing. Das Angebot hat sich über das letzte Jahrzehnt vervielfältigt und das Interesse der Kunden steigt. So überschritt die Kundenzahl im Carsharing laut Bundesverband CarSharing Anfang 2018 erstmals die Zwei-Millionen-Marke. Die Sharing-Ökonomie gilt als nachhaltig, weil dadurch Gebrauchsgüter intensiver genutzt werden und deshalb in deutlich geringerem Umfang produziert werden müssten.

Inhaltlicher Kontakt:     
Juniorprofessor Dr. Martin P. Fritze
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
+49 221 470-76238
fritze(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-5043 Wed, 12 Sep 2018 15:14:28 +0200 Seit einem Jahr fördert das Talentscouting-Programm von Uni und TH junge Talente in der Region Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5043&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c8e4910fb7dc336e677232ffa9df06d7 Über 200 Besucherinnen und Besucher bei Festakt / Kölner Team zieht erfolgreiche Zwischenbilanz mit 24 beteiligten Schulen und 450 begleiteten Schülerinnen und Schülern   Die TH Köln und die Universität zu Köln ziehen eine positive Zwischenbilanz des gemeinsamen Förderprojekts „Talentscouting“. Dies bekräftigten die beteiligten Partnerinnen und Partner am Abend des 11. September 2018 bei den Feierlichkeiten anlässlich des einjährigen Projektbestehens, zu dem neben der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes auch der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gekommen waren. Daneben kamen auch über 200 Besucherinnen und Besucher von den beteiligten Schulen in die Aula der Universität zu Köln. 20 Kooperationsschulen wurden mit der Plakette „Schule im Talentscouting“ ausgezeichnet. 

„Das Talentscouting trägt aktiv dazu bei, die Chancengerechtigkeit im Zugang zur Hochschulbildung zu stärken – unabhängig von der sozialen Herkunft. Unsere Talentscouts helfen den Schülerinnen und Schülern ihre Interessen, Ziele und Träume wahrzunehmen und über den Weg an die Hochschule ernsthaft und mit Selbstbewusstsein nachzudenken. Und wenn die Entscheidung zugunsten der Hochschule gefallen ist, begleiten sie die Talente auch im Studium“, sagte Professorin Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der TH Köln. 

„Wir brauchen Menschen, die junge Talente an die Hochschulen heranführen – durch persönliche Kontakte und konkrete Begegnungen. Genau hier setzt das Talentscouting-Programm an, das neben der Zusammenarbeit zwischen Universität und Technischer Hochschule auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren in der Region stärkt. Nachhaltige Veränderungen wie diese benötigen Zeit. Aber für das Ziel einer langfristigen Wirkung von Talentscouting lohnt sich ein langer Atem“, sagte Professorin Dr. Bettina Rockenbach, Prorektorin für Forschung der Universität zu Köln in ihrem Grußwort.

„Das Besondere am Talentscouting ist der individuelle Ansatz.  Die Talentscouts sehen die Jugendlichen mit ihren Stärken und Potentialen. Sie suchen nach individuellen Zugängen und Wegen und machen Mut, diese dann auch zu gehen. Wir freuen uns daher sehr, dass Köln am landesweiten Programm so erfolgreich teilnimmt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser.
„Wenn die Talente es durch die Begleitung schaffen, einen Weg für sich zu finden, hat dies wiederum auch einen Mehrwert für das Umfeld; in Köln sagen wir, für das „Veedel“. Wir wissen zudem, dass Jugendliche, die einen Weg einschlagen, der in der Universität oder TH mündet, sich zu Vorbildern entwickeln können. Andere Schülerinnen und Schüler schauen zu ihm oder ihr auf. Das wäre wünschenswert.“, sagte Elfi Schop-Antwerpes.

Das Kölner Team ist Teil des nordrhein-westfälischen Talentscouting-Programms, das von der Landesregierung und dem NRW-Zentrum für Talentförderung mit Hauptsitz in Gelsenkirchen betrieben wird. Ziel des Programms ist es, talentierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu beraten. Denn viele talentierte junge Menschen, die zwar das Potenzial und die Motivation für ein Studium haben, entscheiden sich dennoch dagegen. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Talentscouts setzt daher früh an und erstreckt sich bis in das Studium oder die Ausbildung. Dabei ist die Begleitung ergebnisoffen und geht auf die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Schüler und Schülerinnen ein. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und zur Fachkräftesicherung in Deutschland. 
Das Kölner Team ist derzeit an 24 Schulen aktiv. Nächstes Jahr kommen noch weitere sechs bis sieben Schulen dazu. An der Universität zu Köln und der TH Köln sind jeweils drei Talentscouts aktiv, die an den Schulen Gespräche mit Schülerinnen und Schülern führen. Die drei Scouts der TH Köln beraten junge Menschen zusätzlich im non-formalen Bildungsbereich und in Einrichtungen. Derzeit begleiten die Kölner Scouts ca. 450 Schülerinnen und Schüler vom Beginn der Oberstufe bis zur (Fach-)Hochschulreife und darüber hinaus. 

„Die Zusammenarbeit mit den Schulen und den Lehrerinnen und Lehrern, die das Talentscouting koordinieren, läuft wirklich gut. Sie sind immer ansprechbar und sorgen dafür, dass nicht nur die Schülervorschläge reibungslos laufen, sondern sind auch sehr bemüht darum, dass es den Scouts bei der Arbeit an nichts fehlt. Diese enge Zusammenarbeit trägt einen entscheidenden Teil zum Erfolg des Talentscoutings bei. Ich fühle mich an jeder Schule, an der ich scoute, als Teil davon und das ist wirklich bemerkenswert.“, sagte Serap Yilmaz, Talentscout von der Universität zu Köln, auf der Podiumsdiskussion.



Inhaltlicher Kontakt:     
Serap Yilmaz, Talentscouting Köln
+49 151 640 512 15
s.yilmaz(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg, Universität zu Köln 
+49 221 470-1704
f.berg@uni-koeln.de

Monika Probst, Technische Hochschule Köln
+49 221 8275-3948
monika.probst(at)th-koeln.de


Weitere Informationen:
www.talentscouting-koeln.de

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news-5042 Wed, 12 Sep 2018 15:10:54 +0200 Podiumsdiskussion über den Alterungsprozess im German House in New York https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5042&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=41f8a8d522708aaa092ae790bab89f9c Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutieren zum Thema „Warum wir altern und was wir dagegen tun können“ / Veranstalter ist das New Yorker Verbindungsbüro der Uni Köln und das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Die Frage, warum wir altern und was wir dagegen tun können, ist so alt wie die Menschheit. Doch in jüngster Zeit hat die Wissenschaft begonnen, die biologischen Grundlagen des Alterns zu entschlüsseln – mit faszinierenden Ergebnissen, die Aufschluss darüber geben, wie Lebensstil und Medizin altersbedingte Krankheiten beeinflussen. Aber kann das Altern selbst zum Ziel von Therapien werden? Was sind die neuesten Schlüsselentdeckungen in der biomedizinischen Alternsforschung und was können wir davon lernen, um länger und gesünder zu leben? Wie positioniert sich die Pharmaindustrie angesichts alternder Gesellschaften? Und welche Durchbrüche dürfen wir in Zukunft erwarten?

Im Rahmen der vom New Yorker Verbindungsbüro der Universität zu Köln und dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus organisierten Reihe „Aging and Society“ findet eine öffentliche Podiumsdiskussion mit deutschen und amerikanischen Experten zum Thema „Live Long and Prosper – Aging Research in Academia and Industry“ statt. Diskutiert werden aktuelle Ansätze und Trends in der wissenschaftlichen Alternsforschung sowie pharmazeutische F&E-Investitionen in neue Therapien für altersbedingte Erkrankungen.
Unter den Rednern ist Professor Dr. Björn Schumacher, Leiter des Institute for Genome Stability in Ageing and Diseases (IGSAD) am Exzellenzzentrum für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln.

Termin:
Dienstag, 18. September 2018, 18:30 – 20:00 Uhr,
Deutsches Haus, 871 United Nations Plaza, New York 

Podiumsdikussion „Live Long and Prosper – Aging Research in Academia and Industry“
Mit Professor Dr. Björn Schumacher
Leiter des Institute for Genome Stability in Ageing and Diseases (IGSAD) am Exzellenzzentrum für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung (DGfA)
James Peyer, Ph.D. Managing Partner, Apollo Ventures
Jan Vijg, Ph.D. Chair, Department of Genetics, Albert Einstein College of Medicine
moderiert von Molly MacLeod, Ph.D.Senior Manager, Science Content, Communications, Pfizer Worldwide Research & Development

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 16. September an. An der Podiumsdiskussion und dem Empfang können Sie nur nach vorheriger Anmeldung teilnehmen. 

Björn Schumacher hat am Max-Planck-Institut für Biochemie in München promoviert. Danach forschte er als EMBO and Marie Curie Fellow am Erasmus Medical Centre in Rotterdam. Er erhielt den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen sowie einen ERC Starting Grant und koordinierte das FP7 Marie Curie Initial Training Network on Chronic DNA Damage in Ageing (CodeAge). Schumacher ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung (DGfA), Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für DNA-Reparaturforschung und Mitherausgeber verschiedener Fachzeitschriften. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die molekularen Mechanismen, durch die DNA-Schäden zur Entstehung von Krebs und zu alternsassoziierten Erkrankungen beitragen. Durch Nutzung des Modellorganismus C. elegans und Krankheitsmodellen in Säugetieren hat seine Forschungsgruppe am Exzellenzzentrum für Alternsforschung CECAD zellautonome und synthetische Reaktionen aufgezeigt, durch die sich Organismen an die sich im Zuge des Alterns häufenden DNA-Schäden anpassen. Durch das Verständnis der grundlegenden Mechanismen des Alterns aufgrund von Genominstabilität möchte Schumacher zur Entwicklung zukünftiger Strategien beitragen, um alternsassoziierten Erkrankungen vorzubeugen. 
Die Universität zu Köln wurde 1388 gegründet. Sie ist eine der führenden deutschen Forschungsuniversitäten und verfügt über eine außergewöhnlich breite Fächerbasis. Kernprofilbereiche betreiben international konkurrenzfähige Forschung zu hochaktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Themen wie Altersassoziierte Erkrankungen, Behavioral Economic Engineering and Social Cognition, Quantenmaterie und -materialien, Sozio-ökonomischer, Kultureller und Politischer Wandel im Globalen Süden und Pflanzenwissenschaften. Die Universität zu Köln ist eine von 11 deutschen Exzellenzuniversitäten. Das New Yorker Verbindungsbüro der Universität zu Köln pflegt die Beziehungen zu den nordamerikanischen Partneruniversitäten, organisiert Delegationsreisen und dient als erste Anlaufstelle für Lehrende, Studierende und andere Partner in den Vereinigten Staaten und Kanada. Es ist Mitorganisator der alljährlich stattfindenden Summer School in New York, pflegt den Kontakt mit deutschen und internationalen Alumni und bietet Forscherinnen und Forschern eine Plattform, um sich zu vernetzen, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse zu präsentieren und neue Kooperationen in Nordamerika anzustoßen.
Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) bietet Informationen und Unterstützung bei der Realisierung von Kooperationen und Kollaborationsprojekten zwischen Nordamerika und Deutschland. Um die Kommunikation über die kritischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu verbessern, veranstaltet das DWIH ein breites Spektrum an Veranstaltungen – von Vorträgen und Ausstellungen über Workshops bis hin zu wissenschaftlichen Dinners. Das im Februar 2010 eröffnete DWIH wurde als Eckpfeiler der Initiative der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen. Es ist eines von fünf derartigen Zentren weltweit.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Eva Bosbach
Leiterin New Yorker Büro der Universität zu Köln
+1 212 758 5893
eva.bosbach(at)uni-koeln.de

Jarred Johnson
Kommunikationsbeauftragter Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus
+1 212 339 8680 ext. 302
johnson(at)germaninnovation.org

Weitere Informationen:
www.dwih-newyork.org
www.uni-koeln.de

 

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news-5040 Tue, 11 Sep 2018 14:10:26 +0200 Das International Office der Uni Köln feiert sein 90. Jubiläum https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5040&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c908d7ae2586ee6c570d3a017e3d241a Am 12. September findet in der Aula der Uni Köln eine Feier anlässlich des 90-jährigen Bestehens des International Office statt. Mit einer Veranstaltung unter dem Motto „Countdown to 100 - Lessons from the Past and Visions for Tomorrow" begeht das International Office seinen 90sten Geburtstag.


Termin:
Mittwoch, 12. September 2018, 16.00 Uhr


„Countdown to 100 – Lessons from the Past and Visions for Tomorrow“
Aula, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln

Das Aufgreifen der Geschichte wird mit einem Blick auf mögliche zukünftige Entwicklungen der Internationalisierung verbunden. Ein erster Teil der „Geschichte des International Office der Universität zu Köln 1928-2018“ wird rechtzeitig zur Jubiläumsveranstaltung vorliegen.
Schon zur Gründungsversammlung der Akademischen Auslandsstelle an der Universität zu Köln am 2. Februar 1928 lautete die Botschaft von Oberbürgermeister Konrad Adenauer. „Die Bestrebungen wegen Förderung des Studiums von Ausländern an unserer Universität begrüße ich außerordentlich. Ich glaube, dass gerade unsere Hochschule besonders geeignet dafür ist.“ Diesem Motto verschreibt sich das International Office auch mit Blick auf die Zukunft.

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Dr. Stefan Bildhauer
Leitung des International Office
+49 221 470-2382
stefan.bildhauer(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://portal.uni-koeln.de/sites/international/aaa/INT/INTpdf/INTpdf_90JAHRE_Einladung_90JahreInternationalisierung_UzK.pdf

 

 

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news-5039 Tue, 11 Sep 2018 11:50:37 +0200 Universität zu Köln kooperiert mit Techniker Krankenkasse (TK) im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5039&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=63d7952801b7be26cc00e40d68756973 Kooperationsvertrag für drei Jahre unterzeichnet / Universität kann vielfältige Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umsetzen Die Universität zu Köln und die Techniker Krankenkasse (TK) haben einen Kooperationsvertrag für drei Jahre unterzeichnet, in dem eine Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) an der Universität vereinbart wird.  Durch die Kooperation wird die Finanzierung von Maßnahmen und BGM-Ressourcen möglich, die den aktuellen universitätsweiten Prozess zur Sicherung der Gesundheit am Arbeitsplatz unterstützen. Der Vertrag umfasst die gemeinsame Durchführung von Gesundheitstagen, Info-Kampagnen und Workshops für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kölner Universität. Ferner fördert die TK die Weiterentwicklung der universitären BGM-Strategie und den fachlichen Austausch unter den Hochschulen in NRW und auf Bundesebene. 
Die neue Kooperation ergänzt die bereits seit drei Jahren vorhandene BGM-Struktur und -Strategie. Die UzK hat 2015 ein BGM-System zur Umsetzung von verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen eingeführt. Damit folgt sie den Vorgaben des Gesetzgebers, die Arbeitsplätze nicht nur auf physische, sondern auch auf psychosoziale Belastungen hin zu überprüfen.
Um die wichtigsten gesundheitsorientierten Handlungsfelder zu identifizieren, wurde 2016 zunächst eine universitätsweite Beschäftigtenbefragung durchgeführt. Im Anschluss wurden mit Beteiligung der Beschäftigten der Fakultäten, zentralen Einrichtungen und Zentralverwaltung Maßnahmen entwickelt, um psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz wirksam zu reduzieren. Dank der Zusammenarbeit mit der TK können diese Ansätze nun ausgebaut und vertieft werden. 
Gesetzliche Krankenkassen wie die TK sind nach dem Präventionsgesetz (§20 SGB V) verpflichtet, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Betrieben zu unterstützen. 

 

Inhaltlicher Kontakt:
Tanja Notthoff
+49 221 470-5924
t.notthoff(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://www.portal.uni-koeln.de/11825.html

 

 

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news-5038 Mon, 10 Sep 2018 14:37:58 +0200 NRW-weite Kooperation in der Stammzellforschung gegründet https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5038&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=53a3098aad9934e35a4a6a5544cd659f Universität zu Köln und Uniklinik sind Mitglieder im neuen Stammzellnetzwerk.NRW e.V. / Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) stellt langfristige Förderung in Aussicht Am 5. September 2018 haben Vertreterinnen und Vertreter von 19 in Nordrhein-Westfalen ansässigen Universitäten, Unikliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Düsseldorf einen Vertrag zur Gründung des Stammzellnetzwerk.NRW e.V. unterzeichnet. Ab 2019 wird der neue Verein die Aufgaben des bisherigen Kompetenznetzwerks Stammzellforschung NRW, das seit 16 Jahren besteht, weiterführen. Als wichtige Aufgabe für die Zukunft sieht der Verein die effiziente Überführung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die therapeutische Anwendung. Die Geschäftsstelle befindet sich im Life Science Center in Düsseldorf.
Im Rahmen der feierlichen Vereinsgründung auf Schloss Mickeln in Düsseldorf lobte die Staatssekretärin Annette Storsberg (MKW) in ihrem Grußwort den Beitrag des bisherigen Netzwerks zur internationalen Sichtbarkeit der Stammzellforschung aus NRW sowie zur Therapieentwicklung. Professor Dr. Oliver Brüstle, Stammzellforscher am Uniklinikum Bonn und Vorsitzender des neu gegründeten Trägervereins, betonte die gesellschaftlichen Erwartungen an die Stammzellforschung angesichts der großen gesundheitlichen Herausforderungen.
Ina Gabriel, Vizekanzlerin der Universität zu Köln, unterzeichnete den Gründungsvertrag für die Universität, und Professor Dr. Mats Paulsson, Forschungsdekan der Medizinischen Fakultät, für das Universitätsklinikum. „Wir sind stolz, Teil dieser wichtigen Neugründung in der Stammzellforschung zu sein“, sagt Ina Gabriel. „So können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und der Uniklinik entscheidend zur Weiterentwicklungen dieses wichtigen Forschungsgebiets beitragen.“
Stammzellforschung ist seit Jahren ein wichtiger Forschungsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Ab kommendem Jahr wird das Ministerium für Kultur und Wissenschaft das Netzwerk dauerhaft fördern – vorbehaltlich der Entscheidung des Landtags über den Haushalt.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Sira Groscurth
Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW
+49 211 3368 7082
info(at)stammzellen.nrw.de

Presse und Kommunikation Universität zu Köln:
Eva Schissler
+49 221 470 4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.stammzellen.nrw.de

 

 

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news-5037 Mon, 10 Sep 2018 14:32:35 +0200 Presseeinladung: Tagung der Comicforschung zu Geschlecht, Diversität und Identität im Comic https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5037&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a19917b9a59e16282c539ea322d28512 17. bis 19. September 2018 an der Uni Köln / Einladung zur Eröffnung der begleitenden Posterausstellung „Comics & Disability Studies“ Die Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) legt in diesem Jahr mit dem Thema „Zwischenräume. Geschlecht, Diversität und Identität im Comic“ einen besonderen Fokus auf die queer- und gendertheoretische Betrachtung von Comics.
Begleitet wird die Fachtagung von einer öffentlichen Posterausstellung, die von Kölner Studierenden der Medienwissenschaften erarbeitet wurde, und zu deren Eröffnung am 17. September um 12 Uhr mittags alle herzlich eingeladen sind. Die Organisatorinnen der Konferenz stehen für Presseanfragen zur Verfügung.


Termin:
Montag, 17. September 2018, 12.00 bis 13.00 Uhr


Posterausstellung „Comics & Disability Studies“ im Rahmen der 13. ComFor-Tagung
Universität zu Köln, COPT-Gebäude (Gebäude 315), Raum S232, Luxemburger Str. 90, 50939 Köln
Im Anschluss an die Vernissage wird der Künstler Philip Crawford eine ‚Artist Lecture‘ zu seinen Werken halten. Crawford arbeitet mit verfremdeten Superheldengeschichten, die die Gender-Thematik einbeziehen und künstlerisch aufgreifen.
Der Comic ist über Dekaden hinweg als populärkulturelles Medium wahrgenommen worden, das (geschlechter-)stereotype Ideale und Rollenbilder manifestiert und damit gesellschaftlich fest- und fortschreibt. Gleichzeitig verfügt der Comic aber über Möglichkeiten, Normen zu hinterfragen und zu unterlaufen. Diese Zwischenräume werden von Künstlerinnen und Künstlern kreativ genutzt, um neue Perspektiven zu schaffen.
Im Rahmen der 13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung wird diesem produktiven Potenzial des Mediums nachgegangen, indem verschiedene Formen der Zwischenräume und -töne im Comic, aber auch in seiner Produktion und Rezeption sichtbar gemacht werden. Im Vordergrund der sowohl internationalen als auch interdisziplinären Tagungsbeiträge steht dabei die Frage, wie Geschlecht, Identität und Diversität in der sequenziellen Kunst dargestellt und verhandelt werden.
Indem queer-feministische und intersektionale Perspektiven sowie Ansätze der Disability Studies mit aktuellen Ansätzen der interdisziplinären Comicforschung verbunden werden, wird das Ineinandergreifen und Zusammenwirken gesellschaftlich konstruierter identitäts- und differenzstiftender Kategorien wie Geschlecht, Sexualität, Alter, Klasse, Nationalität, Dis/Ability, Religion oder Ethnizität in den Fokus der Veranstaltung gerückt.


Inhaltlicher Kontakt:       

Nina Heindl
a.r.t.e.s. Graduate School for Humanities, Universität zu Köln
+49 172 60 06 262
nina.heindl(at)uni-koeln.de

Dr. Véronique Sina
Institut für Medienkultur und Theater, Universität zu Köln
+49 221 470-3241
veronique.sina(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.comicgesellschaft.de/category/comicgesellschaft/jahrestagungen/

 

 

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news-5036 Mon, 10 Sep 2018 14:20:50 +0200 Medizinethiker diskutieren über die digitale Zukunft der Medizin https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5036&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6a0ecd8a0e8bddcebaa088517acc8ea8 Vom 13. bis 15. September findet an der Universität zu Köln die Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) statt. Die vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) ausgerichtete Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema „Medizin 4.0 – Ethik im digitalen Gesundheitswesen“. Die allgegenwärtige digitale Transformation betrifft auch den Gesundheitssektor in besonderem Maße. Auf der Tagung beschäftigen sich Fachleute und Stakeholder mit den tiefgreifenden Veränderungen, die mit der stetig voranschreitenden Digitalisierung für Medizin, Gesundheitsversorgung und Pflege einhergehen. „Die  digitalisierte Medizin eröffnet vielversprechende Möglichkeiten in Forschung, Therapie, Prävention und Pflege. Der Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten, die Nutzung künstlicher Intelligenz und der Einsatz von Apps als digitale Assistenz- und Überwachungssysteme  bergen jedoch auch Risiken. Auf der Tagung werden wir uns mit vielfältigen ethischen Fragen rund um Medizin 4.0. auseinandersetzen“, sagt Professorin Dr. Christiane Woopen, Geschäftsführende Direktorin von ceres und Co-Sprecherin der neu berufenen Datenethikkommission der Bundesregierung.
Schwerpunkte des Programms bilden die Themenfelder „Gesundheit, Krankheit und individuelle Selbstbestimmung“, „Interaktionen im therapeutischen/pflegerischen Bereich“ und „Gerechtigkeit, Solidarität und Governance“. Ausdrücklich auch an die Öffentlichkeit richten sich der Festvortrag „Mensch, Maschine! – Eine Verteidigung des europäischen Menschenbilds“ der Juristin und Autorin Yvonne Hofstetter („Sie wissen alles“, „Das Ende der Demokratie“) am 13. September um 18 Uhr sowie die Podiumsdiskussion „Zur Zukunft der digitalen Medizin – Wieviel Raum bleibt für die Ethik?“ mit Gästen aus den Bereichen Politik, Patientenvertretung, Selbstverwaltung, Versicherungen und Technologie am 15. September um 11 Uhr.
Für Journalisten ist der Besuch der gesamten AEM-Jahrestagung in Köln kostenlos. Beachten Sie bitte, dass für die Akkreditierung die Vorlage eines gültigen Presseausweises notwendig ist. 
Veranstaltet wird die Tagung vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) unter dem Schirm der Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (AEM). ceres ist ein Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Es wird getragen von fünf Fakultäten und dem Rektorat der Universität zu Köln. Die AEM ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle medizinethische Fachgesellschaft. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs über ethische Fragen in der Medizin, der Pflege und im Gesundheitswesen zu fördern.


Kontakt: 
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Andreas Kirchner, M.A. (PR Officer) 
+49 (0)221 470-89110
ceres-info(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/tagungen/aem-jahrestagung-2018-medizin-40/

 

 

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news-5034 Fri, 07 Sep 2018 11:01:34 +0200 Die Raumfahrtshow des DLR ist zu Gast bei der Universität zu Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5034&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=03d74b3491860e71b59d6e00cf0b623e Am 13. und 14. September wird die Raumfahrtshow spannende Experimente und beeindruckende Bilder aus dem All für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Jahrgangsstufe präsentieren. Die Raumfahrtshow, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) anlässlich des Aufenthalts von Alexander Gerst auf der ISS für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Jahrgangsstufe veranstaltet, ist am 13. Und 14. September zu Gast an der Universität zu Köln. Möglich ist dies durch die langjährige Kooperation von DLR und Universität im Rahmen der KölnerKinderUni.

Termin:
13. September 2018, um 9.00 Uhr, 12.00 Uhr und 15.00 Uhr
14. September 2018, um 10.00 Uhr und 15.00 Uhr
Hörsaal B, Hörsaalgebäude der Universität zu Köln,
Universitätsstraße 35, 50931 Köln

In der abwechslungsreichen Wissenschafts-Show geht es spannend und lehrreich zugleich zu. Auf der Bühne werden verblüffende Mitmach-Experimente, faszinierende Videos aus der Umlaufbahn, die schönsten Bilder unseres Planeten Erde aus Sicht der Astronauten und viele andere Highlights aus dem Weltraum gezeigt. Entlang der ISS-Mission von Alexander Gerst spannt die Präsentation dabei den Bogen von Start bis Landung und vermittelt zugleich einige grundlegende Kenntnisse aus den Naturwissenschaften.

In Köln wird die Show gleich fünfmal stattfinden und jeweils ca. 500 Kinder von Schulen aus Köln und Umgebung zu Besuch haben. Die letzte Vorführung am 14. September wird dann ergänzt um die jährliche Diplomfeier der KölnerKinderUni: Alle Kinder, die 10 oder mehr Veranstaltungen der KinderUni besucht haben, erhalten als Auszeichnung ein solches Diplom, das ihnen feierlich verliehen wird.

Alleine die Veranstaltungen der Universität zu Köln für 8 bis 12-Jährige konnten in diesem Jahr knapp 4.000 Besucherinnen und Besucher zählen. Insbesondere das Programm für die Schulen wurde in diesem Jahr erneut unterstützt von der Ford Foundation.

In der ersten Woche der Herbstferien werden spannende Veranstaltungen der JuniorUni Brain_Drops für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren folgen. Dort geht es ebenfalls ins All, wenn mit der Satellitenschüssel die Sonnentemperatur gemessen wird. Aber auch weitere Themen, unter anderem in Kooperation mit der Wasserschule Köln, stehen interessierten Jugendlichen an der Universität offen. Anmeldeschluss hierfür ist der 23. September.

Inhaltlicher Kontakt:     
Astrid Costard
Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit
+49 221 470-2972, -6298
kinderuni(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.kinderuni.uni-koeln.de
www.junioruni.uni-koeln.de

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news-5032 Wed, 05 Sep 2018 11:48:33 +0200 Anzahl der Beine bestimmt Dynamik und Energetik der Fortbewegung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5032&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=70fad864b07f00c9d358bff85a941a1b Kölner Zoologe entwickelt Modell zur Lokomotion bei Tieren und robotischen Systemen mit unterschiedlich vielen Beinpaaren / Veröffentlichung im Fachjournal Science Advances Eine aktuelle Studie des Zoologen Dr. Tom Weihmann vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln legt nahe, dass die Anzahl der Beinpaare eines Lebewesens entscheidenden Einfluss auf dessen Energiehaushalt hat. Weihmann hatte die Bewegungsmechanik von beinangetriebenen Tieren wie Säugetieren, Insekten, Spinnen oder Tausendfüßern in Abhängigkeit von der Anzahl ihrer Beinpaare mathematisch modelliert. Die Studie „Leg force interference in poly-pedal locomotion“ ist jetzt in Science Advances erschienen.

Um sich energetisch möglichst effizient fortzubewegen, nutzen viele Tiere Strategien zur Rückgewinnung von Bewegungsenergie. Dabei wird ein Teil der Energie zum Beispiel in elastischen Strukturen zwischengespeichert und später wiederverwendet. Derartige Mechanismen werden typischerweise beim zweibeinigen Rennen oder in vierbeinigen Gangarten wie dem Trab genutzt. Sie sind durch rhythmische Auf- und Ab-Bewegungen des Körpers gekennzeichnet. Diese energieeffizienten Koordinationsmuster wurden bereits bei der Entwicklung einer ganzen Reihe zwei- und mehrbeiniger experimenteller Roboter genutzt. Die Auswirkungen unterschiedlicher Beinzahlen auf den Energiehaushalt wurden jedoch erstmalig in der nun vorliegenden Studie untersucht.   

In seiner Studie zeigt Weihmann, dass eine größere Zahl an Beinpaaren die Energierückgewinnung zunehmend behindert, weil sie eine deutlich stärkere zeitliche Synchronisation der Beine erfordert. Weihmann erklärt: „Meine Ergebnisse deuten darauf hin, dass kleine zeitliche Verschiebungen in den Beinkoordinationsmustern die Dynamik in Bewegungsapparaten von Tieren mit vielen Beinen wesentlich stärker beeinflussen als bei Lebewesen mit wenigen Beinen.“

Mehr Beine verhindern demnach rhythmische Schwingungen des Körpers und die effiziente Rückgewinnung von Bewegungsenergie. Entsprechend sind derartige energieeffiziente Bewegungsmuster nur bei Tieren mit wenigen Laufbeinpaaren zu beobachten. „Die neuen Erkenntnisse liefern ein starkes Gerüst für eine Fülle neuer neuro-mechanischer Modellierungsansätze, was zu verbesserten Kontrollmechanismen schnell laufender vielbeiniger Roboter beitragen kann“, sagt Weihmann.

Zudem könnten die aufgedeckten Mechanismen auch ein wichtiger Grund sein, wieso schnell laufende Reptilien von vier- zu zweibeiniger Lokomotion wechseln. Weihmann: „Möglicherweise kann der Mechanismus auch zur Klärung der Evolution zweibeiniger Dinosaurier aus vierfüßigen Vorfahren beitragen, die schließlich zum Artenreichtum unserer heutigen Vogelwelt geführt hat. Darüber hinaus könnte das Modell sogar helfen, den zweibeinigen menschlichen Gang zu erklären.“


Inhaltlicher Kontakt:       
Dr. Tom Weihmann
Institut für Zoologie der Universität zu Köln
+49 221 470-4889
tom.weihmann(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

 

Zur Publikation:
http://advances.sciencemag.org/content/4/9/eaat3721
DOI: 10.1126/sciadv.aat3721

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news-5031 Wed, 05 Sep 2018 11:21:18 +0200 41. Kölner Tagung der Mittelalterforschung: Bibliotheken im Fokus https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5031&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d694565e9d99f3beb0eebea203be968a Vom 10. bis 14. September 2018 findet an der Uni Köln die 41. Kölner Mediaevistentagung statt Thema der diesjährigen 41. Kölner Mediaevistentagung ist: „Die Bibliothek: Denkräume und Wissensordnungen“. Die Organisatoren vom Thomas Institut für philosophische Mediävistik der Universität zu Köln erwarten rund 250 Forscherinnen und Forscher aus über 20 Ländern zu etwa 40 Vorträgen inklusive Abendveranstaltungen. Die Tagung ist öffentlich.

Eröffnungstermin:
Montag, 10. September 2018, 14.00 Uhr (Begrüßung und Einführung)
Dienstag, 11. September 2018, 10.00 Uhr (Tagung)
Tagungsraum des Neuen Seminargebäudes der Universität zu Köln,
Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln

Schon im Mittelalter verfügten Bibliotheken über eine Vielzahl von Organisationsformen (Gelehrtenbibliotheken, Klosterbibliotheken, Universitätsbibliotheken) und erfüllten unterschiedliche Funktionen (Bewahrung von Wissen, Übersetzung, Austausch). Neben der historischen Entwicklung der Bibliothek vom Früh- über das Hoch- bis ins Spätmittelalter diskutieren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Tagung diese Funktionen und stellen auch Bezüge zum digitalen Zeitalter her.

Eine Bibliothek ist nicht bloß eine Ansammlung von Büchern, die auf ihre Nutzer warten. „Bibliotheken sind Räume des Denkens und Institutionen geordneten Wissens. Sie spiegeln die Fragen ihrer Zeit und bewahren sie auch für künftige Zeiten. Sie sind demnach privilegierte Orte der Teilhabe an jenem Wissen, zu dem wir mit unseren Büchern selbst etwas beitragen“, sagt Professor Dr. Andreas Speer vom Thomas Institut für philosophische Mediävistik der Universität zu Köln.

Ausgewählte Vorträge: „Netzwerke ohne Grenzen und die Grenzen des Netzwerkes in der hochmittelalterlichen Buchproduktion (Katharina Kaska, Wien), „Wie ein frühmittelalterlicher Gelehrter mit seiner Klosterbibliothek umgeht: Ekkehart IV. von St. Gallen (um 980 – um 1060) (Ernst Tremp, Fribourg), Abendvortrag mit anschließendem Empfang am 11. September: The Library, the Cell, and the Classroom: Reading, Writing, and Speaking among the Latins in the Later Middle Ages (Kent Emery Jr., Notre Dame).

Das volle Programm finden Sie unter: www.kmt.uni-koeln.de

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. Dr. Andreas Speer
Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
Thomas-institut(at)uni-koeln.de

 

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

 

Weitere Informationen:
www.kmt.uni-koeln.de

 

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news-5030 Tue, 04 Sep 2018 14:49:14 +0200 Kölner Talentscouting-Programm feiert seinen einjährigen Einsatz an Schulen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5030&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ebc11e754e0214d34268e83ed49fbfe7 Festakt an der Universität zu Köln mit Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschule und Politik / Talentscouts begleiten talentierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auf ihrem Bildungsweg Am 11. September 2018 laden die Universität zu Köln und die TH Köln zu einem Festakt anlässlich des einjährigen Einsatzes von Talentscouts an Schulen in Köln und Umgebung ein. Im Rahmen der Feierlichkeiten verleihen die beiden Hochschulen 20 Kooperationsschulen im Kölner Raum die Plakette „Schule im Talentscouting“. Grußworte halten Staatssekretär Klaus Kaiser (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Elfi Scho-Antwerpes (ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Köln), Gerd Wölwer (Bürgermeister der Stadt Leverkusen), Professorin Dr. Bettina Rockenbach (Prorektorin für Forschung, Universität zu Köln) und Professorin Dr. Sylvia Heuchemer (Vizepräsidentin Studium & Lehre der TH Köln).

Termin:
Dienstag, 11. September 2018, ab 17 Uhr
„Ein Jahr Talentscouting Köln – Auszeichnung der Kooperationsschulen“
Universität zu Köln, Aula II, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
(Um vorherige Anmeldung bei Frau Lena Schröder wird gebeten: l.schroeder(at)verw.uni-koeln.de, +49 1516 405 1214)

Das Kölner Team ist Teil des nordrhein-westfälischen Talentscouting-Programms, das von der Landesregierung und dem NRW-Zentrum für Talentförderung mit Hauptsitz in Gelsenkirchen betrieben wird. Ziel des Programms ist es, talentierte Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu beraten. Denn viele talentierte junge Menschen, die zwar das Potenzial und die Motivation für ein Studium haben, entscheiden sich dennoch dagegen. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Talentscouts setzt daher früh an und erstreckt sich bis in das Studium oder die Ausbildung. Dabei ist die Begleitung ergebnisoffen und geht auf die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Schüler und Schülerinnen ein. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und zur Fachkräftesicherung in Deutschland. 
Das Kölner Team ist derzeit an 24 Schulen aktiv. Nächstes Jahr kommen noch weitere sechs bis sieben Schulen dazu. An der Universität zu Köln und der TH Köln sind jeweils drei Talentscouts aktiv, die an den Schulen Gespräche mit Schülerinnen und Schülern führen. Die drei Scouts der TH Köln beraten junge Menschen zusätzlich im non-formalen Bildungsbereich und in Einrichtungen. Derzeit begleiten die Kölner Scouts ca. 450 Schülerinnen und Schüler vom Beginn der Oberstufe bis zur (Fach-)Hochschulreife und darüber hinaus. 


Inhaltlicher Kontakt:
Lena Schroeder
+49 1516 405 1214
l.schroeder(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.talentscouting-koeln.de

 

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news-5026 Fri, 31 Aug 2018 10:05:51 +0200 Wissenschaftler stellen neue Erkenntnisse über die Vielfalt des Alterns vor https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5026&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=48bf9df1bfc8bb0b01f774ae31729fe4 Gerontologie und Geriatrie Kongress findet vom 6. bis 8. September an der Universität zu Köln statt. Fokus liegt auf biomedizinischen und psychosozialen Herausforderungen im Alter. Gemeinsames Bestreben der Gerontologie und Geriatrie ist es, das Altern zu erforschen und in seiner Vielfalt zu erfassen. Ziel ist es, das Entstehen von Altersstereotypen zu verhindern bzw. diesen entgegen zu wirken. „Zu der Lebensqualität im Alter trägt ganz wesentlich die persönliche Sichtweise auf die eigene Situation bei. Kann eine positive Lebensbilanz gezogen werden, fallen einzelne Hürden, die das Alter immer mit sich bringt, nicht so ins Gewicht“, sagt Susanne Zank, Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. Auf dem Kongress stellt Zank gemeinsam mit ihrem Team erste Ergebnisse der NRW80+ Repräsentativbefragung vor. Im Rahmen der 3-jährigen Studie NRW80+ wird erstmals landesweit und repräsentativ erfasst, unter welchen Umständen hochaltrige Menschen leben, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und wie sie leben möchten, um zufrieden zu sein, selbst mit vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zudem präsentieren Doktorandinnen und Doktoranden Ergebnisse aus dem kürzlich verlängerten NRW Forschungskolleg „GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter“, dessen Sprecherin Zank ist.

Weitere Themen des Kongresses werden u.a. die Langzeitpflege in der Klinik und durch Angehörige, die Fahreignung im Alter und der Einsatz von Technologien im Alltag älterer Menschen sein. Eine der insgesamt sieben Keynotes wird sich mit dem erfolgreichen Altern bei Hundertjährigen beschäftigen (Professorin Dr. Daniela Jopp, Universität Lausanne, CH).

Der Besuch des gemeinsamen Gerontologie- und Geriatriekongresses in Köln ist für Journalisten kostenlos. Das gilt für alle Vorträge, Symposien und Postersessions. Beachten Sie bitte, dass für die Akkreditierung die Vorlage eines gültigen Presseausweises notwendig ist.

Der Kongress ist eine gemeinsame Veranstaltung der Gesellschaften für Gerontologie und Geriatrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In dem Fachgebiet der Gerontologie werden Alterungsvorgänge im Menschen unter biologischem, medizinischem, psychologischem und sozialem Aspekt erforscht. Die Geriatrie beschäftigt sich mit den Krankheiten und deren Heilungsmöglichkeiten bei alternden Menschen.
 

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Zank
Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
+49 (0)221 470-4786
susanne.zank(at)uni-koeln.de
 

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 (0)221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de
 

Weitere Informationen:
http://www.gerontologie-geriatrie-kongress.org
NRW80+: Das offizielle Pressegespräch findet im Beisein der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Isabel Pfeiffer-Poensgen am 21.09.2018 in Düsseldorf statt

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news-5025 Thu, 30 Aug 2018 15:34:29 +0200 Uni Köln verbessert sich im weltweiten Hochschulranking https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5025&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=51b18d5cb1124bb1f9f28a40436a73bd Im aktuellen Academic Ranking of World Universities („Shanghai-Ranking“) konnte sich die Universität zu Köln um einige Plätze verbessern und liegt international in der Ranggruppe der 151 bis 200 besten Hochschulen. Das Shanghai-Ranking of World Universities ist ein weltweites Forschungsranking, welches seit 2003 erscheint und jährlich von der Shanghai Ranking Consultancy veröffentlicht wird. Die Universität zu Köln konnte sich im Vergleich zum Vorjahr national von der Ranggruppe 16 bis 22 in die Ranggruppe der 8 bis 14 besten Hochschulen Deutschlands verbessern. Auch international ist die UzK aufgestiegen und wird nun unter den 151 bis 200 besten Hochschulen geführt, wohingegen sie im Vorjahr unter den besten 201-300 Hochschulen gelistet wurde.

Mehr als 1.200 Hochschulen weltweit werden jährlich geprüft, die besten achthundert werden gerankt. Das ARWU benutzt sechs Indikatoren für das Ranking, darunter Nobelpreise und Fields-Medaillen, die an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Institution sowie an Absolventen und Absolventinnen verliehen wurden.
Ebenso zählen die Anzahl der häufig zitierten Publikationen, die Anzahl der Artikel in den Fachzeitschriften Nature und Science sowie die Anzahl der veröffentlichten Artikel im ausgewählten Science Citation Index–Expanded (SCIE) und Social Sciences Citation Index (SSCI).

Inhaltlicher Kontakt:     
Jürgen Rees
Stellvertretender Pressesprecher
+49 221 470-3107
j.rees(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

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news-5021 Mon, 27 Aug 2018 15:48:23 +0200 Schon der Neandertaler litt unter dem Klimawandel https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5021&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8e401dde2e95739f22517120fa347d36 Wechselnde Klimaverhältnisse, Trockenheit und Dürre könnten wesentlich für das Aussterben des Neandertalers verantwortlich gewesen sein. Klimadaten, die ein Team internationaler Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unter Kölner Beteiligung analysiert hat, können Aufschluss über das Aussterben des Neandertalers geben. Anhand isotopischer Variationen im Kohlenstoff und Sauerstoff von Kalkstalagmiten aus zwei rumänischen Höhlen können die Forscher und Forscherinnen die Klimageschichte Mitteleuropas erstmalig detailliert rekonstruieren. Die Daten deuten darauf hin, dass die Schwankungen des eiszeitlichen Klimas maßgeblichen Einfluss auf den Populationsrückgang der Neandertaler hatten. Erschienen ist die Studie in den „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS).
Das Klima zu Beginn der letzten Eiszeit war wechselhaft und geprägt von zahlreichen Kälteperioden. Während dieser Perioden, die einige Jahrhunderte bis zu tausend Jahren andauerten, fielen die Temperaturen um bis zu zehn Grad Celsius ab. Sie gingen mit erhöhter Trockenheit und zunehmender Ausbreitung einer Steppenlandschaft einher. Dies könnte dem Neandertaler zum Verhängnis geworden sein. Der Übergang vom Neandertaler zum modernen Menschen in Europa vollzog sich dann vor etwa 45 000 bis 40 0000 Jahren, beginnend entlang der Donau. Darauf deuten archäologische Funde hin, die zeitliche Lücken zwischen abgelagerten Artefakten der Neandertaler und denen der modernen Menschen in dieser Phase aufweisen.
„In der Analyse der Klimadaten stechen besonders zwei extreme Kälteperioden aus der Zeit um 44 000 und um 40 000 Jahre vor heute hervor. Die Erstere ist zeitgleich mit einer zeitlichen Ablagerungslücke zwischen Neandertalerartefakten und denen moderner Menschen im Donauraum, die zweite mit einer solchen Lücke im heutigen Frankreich“ sagt Professor Dr. Michael Staubwasser. Der Kölner Geologe war für den Sonderforschungsbereich 806 ‚Our Way to Europa‘ der Universitäten Köln und Bonn sowie der RWTH Aachen maßgeblich an der Studie beteiligt. „Die Daten weisen darauf hin, dass während dieser beiden Kälte- und Dürreperioden die Neandertalerpopulationen erheblich zurückgingen. Die weitgehend entvölkerten Gebiete besiedelte dann der moderne Mensch.“
Diese Tatsache legt nahe, dass die veränderten Umweltbedingungen und der ökologische Stress, die durch die jeweils knapp tausendjährigen Kälte- und Dürreperioden ausgelöst wurden, als Schrittmacher mehrerer Entvölkerungs- und Wiederbevölkerungszyklen in Europa fungierten. Unabhängige Hinweise attestieren den modernen Menschen eine breitere Nahrungsgrundlage in der sich ausbreitenden Steppenlandschaft. „So waren die modernen Menschen an die Bedingungen während der Kälte- und Dürreperioden in Europa besser angepasst, konnten überleben und sich ausbreiten, während Neandertaler nur vereinzelt ihre alten Lebensräume während des zwischenzeitlichen, wärmeren Intervalls wieder besiedeln konnten“ so Staubwasser.
Für wenige tausend Jahre lebten Neandertaler entlang des Nordrandes der Donauregion in geografischer Nähe zum modernen Menschen. Genetische Studien können sogar den Kontakt belegen. Die ersten modernen Menschen verschwanden jedoch nur wenige Jahrtausende später wieder. Nach der zweiten Kälteperiode, während der die Neandertaler von der Bildfläche verschwanden, kam es noch mindestens zwei Mal zu klimatisch bedingten Entvölkerungs- und Wiederbevölkerungszyklen in Europa. Die vorliegende Studie erlaubt es zum ersten Mal, die jüngsten Befunde der mehrfachen genetischen Umwälzung in Europas eiszeitlicher Bevölkerung mit der unstetigen klimatischen Entwicklung zum Beginn der letzten Eiszeit in Beziehung zu setzen.

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. Dr. Michael Staubwasser
+49 221 470-6153
m.staubwasser(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

 

Weitere Informationen:
www.sfb806.uni-koeln.de

 

 

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news-5020 Mon, 27 Aug 2018 14:49:49 +0200 Kölner Konferenz „FOOD FOR FUTURE“ widmet sich der globalen Ernährungssicherheit https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5020&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=88ed26b181d13ab245ac3b77a40be09a Das Kompetenzfeld Food Security der Universität zu Köln organisiert vom 5. bis 7. September die „1st Cologne Conference on FOOD FOR FUTURE“. Vom 5. bis 7. September findet die erste „Cologne Conference on FOOD FOR FUTURE“ statt. Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Forschung und Industrie zusammenzubringen, um über die Zukunft und innovative Möglichkeiten der Lebensmittelproduktion zu diskutieren und neue Forschungswege zu erörtern, die die globale Ernährungssicherheit und den Zugang zu Lebensmitteln gewährleisten können. Viele Aspekte, darunter die Folgen des Klimawandels und die steigende Weltbevölkerung, stellen Länder weltweit schon jetzt vor enorme Herausforderungen in der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung. Die Aktualität des Themas zeigt auch die Debatte um staatliche Hilfen für Bauern in Deutschland, die wegen der anhaltende Dürre mit erheblichen Ernteausfällen rechnen.
Im Rahmen der Fachkonferenz finden zwei öffentliche Veranstaltungen in englischer Sprache statt, zu denen Interessierte herzlich eingeladen sind. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter food-security.uni-koeln.de wird gebeten.


Termine:

Mittwoch, 05. September 2018, 19.30 Uhr
Dr. Simone Dohle: „Why do we eat what we eat? – The Psychology of Eating“
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

Donnerstag, 06. September 2018, 16 Uhr
Podiumsdiskussion „Food Security and the Future of Plant Breeding“
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln
Der Fokus der Konferenz liegt auf den Themengebieten „Orphan Crops“ (Möglichkeiten zur Züchtung lokaler Nahrungspflanzen, um sie ertragreicher und resistenter zu machen), „funktionelle Lebensmittel“ und „innovative Nahrungsquellen und Produktionssysteme“. Die Konferenz möchte allen Vertretern und Vertreterinnen aus dem Bereich der Ernährungssicherung eine Plattform für einen regen Wissensaustausch bieten. 
Organisiert wird die Konferenz vom Kompetenzfeld Food Security der Universität zu Köln. Zu den Zielen des Kompetenzfeldes gehört es, das Bewusstsein für die vielfältigen Herausforderungen der globalen Ernährungssicherung stärker in den gesellschaftspolitischen Fokus zu rücken.


Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Cordula Jörgens
+49 221 470-1589
c.joergens(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel 
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen: 
www.food-for-future.eu
food-security.uni-koeln.de

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news-5017 Fri, 24 Aug 2018 13:40:51 +0200 Marktführer zu sein ist nicht alles https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5017&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1569bf67bee88f448bfb95cc266c6071 Der Aufbau von Kundenbeziehungen und Stärkung der Marke haben einen größeren Einfluss auf den finanziellen Erfolg von Unternehmen als ihr Marktanteil. Der Marktanteil eines Unternehmens hat keinen starken Einfluss auf seine finanzielle Performance, wie neue Untersuchungen der Marketing Area der Universität zu Köln zeigen. Unternehmen sollten stattdessen in den Aufbau von Kundenbeziehungen und eine starke Marke investieren. Steigt der Marktanteil um 1%, so steigt die finanzielle Performance von Unternehmen im Durchschnitt nur um 0,13%.

Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, untersuchten die Forscher den Zusammenhang zwischen Marktanteil und finanzieller Rentabilität anhand von 89 veröffentlichten Studien aus sechs verschiedenen Kontinenten, die in den Jahren 1972 bis 2017 publiziert wurden.Andere Untersuchungen zeigen einen viel stärkeren finanziellen Effekt anderer Metriken, zum Beispiel von Kundenzufriedenheit und dem Markenwert. Tatsächlich liefern Kundenbeziehungen die sechsfache Wirkung und die Marke fast die dreifache Wirkung von Marktanteilsgewinnen allein. Ihre Ergebnisse veröffentlichten Dr. Alexander Edeling von der Universität zu Köln und Professor Dr. Alexander Himme von der Kühne Logistics University im Hamburg in ihrem Artikel „When Does Market Share Matter? New Empirical Generalizations from a Meta-Analysis of the Market Share–Performance Relationship“ im Journal of Marketing.

„Viele CEOs halten nach wie vor den Marktanteil für den wichtigsten Indikator des Unternehmenserfolgs“, sagt Dr. Alexander Edeling, „aber auf dem heutigen digitalen Markt können kleine Unternehmen häufig kostengünstig produzieren und an ein globales Publikum verkaufen, und so im Wettbewerb mit den führenden Unternehmen der Branche bestehen.“ Außerdem sei das starke Fokussieren auf den Marktanteil gefährlich, da hierzu häufig aggressive Preis- und Werbestrategien verwendet werden, die den Gewinn schmälern.

Edeling schlägt zusammen mit seinem Co-Autor Alexander Himme vor, die Budgets entsprechend der Ergebnisse der Studien zu verteilen. Langsame und stetige Investitionen in den Ausbau von Produkten, die Verbesserung des Kundenservice und der Aufbau einer Marke mit einem potenzialstarken Zielkundenstamm sind für die Autoren der Schlüssel zum Wachstum und zur Zukunftssicherheit eines Unternehmens.

Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Alexander Edeling
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edeling(at)wiso.uni-koeln.de

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Robert Hahn
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Zur Publikation:
http://journals.ama.org/doi/10.1509/jm.16.0250

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news-5015 Wed, 22 Aug 2018 12:46:56 +0200 NRW-Forschungskollegs werden fortgeführt: 13 Millionen Euro für Wissenschaftsnachwuchs https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5015&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=89ddcb77f2d07b42226ad0e32f0a495f Das Land Nordrhein-Westfalen fördert sechs Forschungskollegs für weitere dreieinhalb Jahre, darunter das Kolleg „GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter“ der Universität zu Köln. Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat die weitere Förderung von sechs NRW-Forschungskollegs bekanntgegeben. Die im Juli 2014 gestarteten Forschungskollegs erhalten in der zweiten Förderphase ab 2019 jeweils 2,2 Millionen Euro – und damit insgesamt mehr als 13 Millionen Euro. In den Kollegs forschen Promovierende fachübergreifend zu Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, Wohlbefinden im Alter oder Digitalisierung.

„Spitzenforschung braucht hervorragend ausgebildete Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler – und fachübergreifenden Austausch“, sagte die Ministerin. „In den Forschungskollegs arbeiten Promovierende bereits früh mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen und mit Akteuren aus der Praxis zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue Lösungsansätze für komplexe Fragestellungen.“

Die NRW-Forschungskollegs verknüpfen Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Inter- und transdisziplinäre Forschungsmethoden werden hier vermittelt und weiterentwickelt.

Insgesamt gibt es derzeit zwölf NRW-Forschungskollegs. Die sechs Kollegs, die 2014 gestartet sind, wurden nun evaluiert und von einer Gutachterjury zur weiteren Förderung empfohlen. Den Vorsitz hatte Prof. Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag. Über die Fortführung sechs weiterer Forschungskollegs, die ihre Arbeit 2016 aufgenommen haben, wird 2020 entschieden.

Im Forschungskolleg „GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter“ werden praxisnahe Ressourcen und Barrieren für das Wohlbefinden bis ins hohe Alter identifiziert und konkrete Maßnahmen entwickelt, um das Wohlbefinden alter Menschen in Nordrhein-Westfalen zu erhalten oder zu verbessern. Die Forschungsvorhaben basieren auf einem Ansatz, der die Person-Umwelt-Interaktion auf verschiedenen Ebenen in ihren Auswirkungen auf das Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Das Kolleg wird an der Humanwissenschaft-lichen Fakultät beheimatet sein und ist Teil des Themenschwerpunkts „Altern und demographischer Wandel“ von ceres, dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health. Sprecherin ist Prof. Dr. Susanne Zank.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Zank
Leitung des Lehrstuhls für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie
Tel.: +49 (0)221 470-4786
E-Mail: susanne.zank(at)uni-koeln.de

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ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Tel.: +49 (0)221 470-89110
E-Mail: ceres-info(at)uni-koeln.de

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news-5014 Tue, 21 Aug 2018 06:14:40 +0200 Verfassungsbeschwerde gegen Staatstrojaner eingereicht https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5014&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e9dcca2fe6d97066506ca3c7cc5b39f FDP-Bundestagabgeordnete sowie ehemalige FDP-Minister und Ministerinnen erheben Verfassungsbeschwerde gegen Staatstrojaner / Kölner Strafrechtler Nikolaos Gazeas ist der Prozessbevollmächtigte  Seit fast einem Jahr sind Staatstrojaner zu Strafverfolgungszwecken im Gesetz. Sie erlauben Online-Durchsuchungen von Computern und Smartphones und das Abhören und Auslesen verschlüsselter Nachrichten und Gespräche im Wege der sogenannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ). Nun klagen verschiedene Initiativen gegen dieses Gesetz. Die wohl prominenteste Verfassungsbeschwerde ist heute beim Bundesverfassungsgericht erhoben worden: Von dem Fraktionsvorsitzenden der FDP im Deutschen Bundestag, Christian Lindner, dem 1. Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Marco Buschmann, 8 weiteren Bundestagsabgeordneten sowie von der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, dem ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum, und dem ehemaligen Bundestagsvizepräsident Dr. Burkhard Hirsch. Sie werden vertreten von dem Kölner Rechtsanwalt und Lehrbeauftragten der Universität zu Köln, Dr. Nikolaos Gazeas.
„Die Online-Durchsuchung stellt unter allen heimlichen Überwachungsmaßnahmen, die die Strafprozessordnung kennt, den schwersten Eingriff in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger dar“, sagt Gazeas, „die Eingriffstiefe geht noch über den der Wohnraumüberwachung hinaus.“  

Das Bundesverfassungsgericht hat die rechtlichen Vorgaben für solche Staatstrojaner 2008 in einem Grundsatzurteil aufgestellt und ihn nur unter strengen Auflagen zugelassen. „Diese Vorgaben hat der Gesetzgeber in einer Reihe von Punkten nicht beachtet“, erklärt Strafrechtler Gazeas heute in der Bundespressekonferenz in Berlin, wo die Verfassungsbeschwerde mit den Beschwerdeführern vorgestellt wurde. „Die Strafprozessordnung ermächtigt zur Online-Durchsuchung in einer ganzen Reihe von Fällen, in denen dieser schwere Grundrechtseingriff nicht gerechtfertigt ist“, so der Anwalt der FDP-Politiker. „Sie darf beispielsweise beim Verdacht verschiedener Arten des Bandendiebstahls, der Hehlerei, der Geldwäsche und bei Korruptionsdelikten zum Einsatz kommen. Das verstößt gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, der verlangt, dass ein Eingriff in die Grundrechte eines Bürgers in einem angemessenen Verhältnis zu dem verfolgten Zweck steht“, so Gazeas. „Wenn wir über Strafverfolgung sprechen, muss man bei der verfassungsrechtlichen Abwägung immer bedenken, dass damit ein Rechtsgut – anders als beim Polizeirecht – in aller Regel nicht mehr gerettet werden kann. Das Strafrecht kommt insoweit immer zu spät.“

Der Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung sei ebenso unzureichend geschützt. „Hier hätte der Gesetzgeber Schutzmaßnahmen wie bei der Wohnraumüberwachung vorsehen müssen. Das hat er nicht getan.“ Der Kernbereichsschutz besagt, dass es Gespräche und Verhaltensweisen eines Menschen gibt, die derart intim sind, dass sie dem staatlichen Zugriff absolut entzogen sind. Hierzu zählt auch das Gespräch eines Mandanten mit seinem Strafverteidiger oder eines Patienten mit seinem Psychologen. Sie zu überwachen, verletzt die Menschenwürdegarantie, hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. „Der Gesetzgeber muss Vorkehrungen treffen, dass dies nach Möglichkeit nicht geschieht. Dies hat er nicht in ausreichender Weise getan“, so Gazeas. Ein weiteres großes Problem stelle die Kontrolle durch Gerichte dar. Derzeit würden Richterinnen und Richter keine Auskunft darüber bekommen können, was die eingesetzte Überwachungssoftware alles kann, rügt Gazeas in der Verfassungsbeschwerde. Zudem sei der Schutz von Berufsgeheimnisträgerinnen und -trägern in verfassungsrechtlich unzulässiger Weise eingeschränkt.

Dr. Nikolaos Gazeas ist Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Köln und Partner der auf das Strafrecht spezialisierten Kanzlei GAZEAS. Er ist Lehrbeauftragter der Universität zu Köln und lehrt u.a. Recht der Nachrichtendienste an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Im Mai 2018 wurde er im Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zur Aufklärung der Umstände des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz als Sachverständiger angehört. Im Juni 2018 war er im Landtag Nordrhein-Westfalen Sachverständiger zu den geplanten Änderungen im Polizeigesetz NRW.

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news-5013 Tue, 21 Aug 2018 06:09:04 +0200 Sag ich’s? - Chronisch krank im Job https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5013&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=05f4d1d07cdd66d536a96e6d7376638e Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erteilt Förderbescheid zum Projekt „Sag ich’s? Chronisch krank im Job“ / Unter Leitung der Uni Köln entsteht erstmals eine Online-Reflexionshilfe für schwerbehinderte chronisch kranke Arbeitnehmer/innen in Zusammenarbeit mit Verbänden und Pharma-Industrie. Chronisch Kranke stellen sich im Berufsleben oft die Frage, ob und wie sie Kollegen und Kolleginnen oder Vorgesetzten von ihrer Erkrankung erzählen sollen. Der Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln arbeitet gemeinsam mit dem forschenden BioPharma-Unternehmen AbbVie, der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG Selbsthilfe) und dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW) an einer interaktiven Online-Reflexionshilfe, die in solchen Fällen Unterstützung bieten soll. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziell gefördert. Mit Erhalt des Förderbescheids startet die 30-monatige Projektphase.

Arbeiten mit einer chronischen Erkrankung – vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird dies immer mehr zur Regel als zur Ausnahme. Dennoch sehen viele chronisch Erkrankte aus Angst vor Diskriminierung davon ab, ihre Erkrankung am Arbeitsplatz zu offenbaren. „Der Schritt zu einer persönlichen Beratung in Selbsthilfeorganisationen oder durch den Betriebsarzt ist ebenfalls eine hohe Hürde“, sagt Dr. Wolfang Panter, Präsident des VDBW. „Dabei kann ein offener Umgang zahlreiche Vorteile haben, beispielsweise die Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte oder die Erleichterung, die Erkrankung nicht mehr verstecken zu müssen.“ Unter Leitung der Universität zu Köln wird im Projekt „Sag ich’s? Chronisch krank im Job.“ daher ein Online-Angebot entwickelt, das für Betroffene einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung bietet und im Bedarfsfall an weitere Beratungsstrukturen verweist.

„Wir arbeiten mit einer Mischung aus Erklärvideos und Fragen, die zum Nachdenken anregen sollen“, erklärt Professorin Dr. Mathilde Niehaus, Leiterin des Lehrstuhls für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln. „Damit wollen wir chronisch Erkrankte darin unterstützen, für sich die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Und dabei bleibt natürlich alles anonym.“ Die interaktive Reflexionshilfe bietet keine Patentlösungen, sondern soll Feedback zur individuellen Situation geben und dabei helfen, die Konsequenzen der eigenen Entscheidung besser einschätzen zu können. „Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weiter für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit chronischen Erkrankungen im Arbeitsleben ein“, bekräftigt Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer von AbbVie Deutschland.

Wissenschaftliche Fundierung und Praxisnähe sind zentral dafür, dass die geplante Reflexionshilfe eine sinnvolle Unterstützung darstellt. Deshalb werden in den Entwicklungsprozess Expert/innen, wie Betriebsärzte, Selbsthilfe-Organisationen, Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen, einbezogen. Allen voran zählt jedoch die Perspektive der Betroffenen selbst: In einer Pilotstudie mit 250 Arbeitnehmer/innen mit chronischen Erkrankungen konnten bereits erste Erkenntnisse zu wichtigen Rahmenbedingungen gewonnen werden. „Die Vermutung, dass das Klima bzw. die Kultur am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle dafür spielen, ob ein offener Umgang positive Konsequenzen für die Betroffenen hat, wird durch die Studie empirisch bestätigt“, so Dr. Martin Danner, Geschäftsführer der BAG Selbsthilfe.

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news-5012 Wed, 15 Aug 2018 12:50:21 +0200 Gutes tun im Urlaub: Ein neuer Trend mit Tücken https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5012&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=45499ffe6ee9d46a76f9d58536bd64f6 Sozialwissenschaftler der Uni Köln forscht über den sogenannten Voluntourismus und warnt vor rein Profit-orientierten Anbietern.   Der neue Trend zum ehrenamtlichen Engagement als Volunteer im Rahmen eines Kurzurlaubs sieht Benjamin Haas vom Lehrstuhl für Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung der Universität zu Köln kritisch.

Die neuen Freiwilligenreisen nehmen eine immer größere Position am Markt ein, um der steigenden Nachfrage, sich im Sommerurlaub aktiv, hilfreich und gut zu engagieren, nachzukommen.

„Der sogenannte Voluntourismus hat auch eine problematische Komponente“, sagt Haas im Interview. „Das gut gemeinte kurzfristige Engagement beispielsweise für Waisenkinder kann für die Kinder zur psychologischen Belastung werden. Oft werden Familien angehalten, ihre Kinder allein für diese Angebote ins Heim zu geben, um dem Andrang gerecht zu werden. Außerdem kommen durch den Trend auch Anbieter auf den Markt, die sich mit den wichtigen Faktoren von Engagement, Entwicklungspolitik, mit sozialen Projekten, Kinderheimen oder Naturschutz eigentlich kaum auskennen und hier lediglich als Vermittlungsagentur auftreten, die sich ihren Service kosten lässt. Der Löwenanteil dieses Geldes bleibt bei den Konzernen und kommt nicht den Projekten zu Gute.“

Der Kölner Doktorand kritisiert im Gespräch zudem die Doppelmoral, einen hohen CO2-Ausstoss für einen Flug nach Costa Rica in Kauf zu nehmen, um dort dann etwa an einem Regenwald-Naturschutzprojekt mitzuarbeiten. Auch im eigenen Heimatland gäbe es diverse Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren.
Das komplette Interview finden Sie unter:
http://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=13862

Inhaltlicher Kontakt:     
Benjamin Haas
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung
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Dr. Patrick Honecker
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news-5009 Mon, 13 Aug 2018 13:03:33 +0200 EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5009&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a32adffb825e982956292857c0d51b8b 1400 internationale Ökonomie-Experten diskutieren aktuelle Entwicklungen und Trends / Die Konferenz zählt weltweit zu den größten Kongressen der Volkswirtschaftslehre Vom 27. bis 31. August 2018 findet an der Universität zu Köln der jährliche Kongress der European Economic Association (EEA) und der Econometric Society – European Meeting (ESEM) statt, der zu den weltweit größten Kongressen der Volkswirtschaftslehre zählt. Mehr als 1.400 Wirtschaftswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt haben sich für den Kongress angemeldet, um die neuesten Forschungsergebnisse vortragen sowie über ökonomische Trends diskutieren zu können. 
Einige der Themen sind:

  • Welche Auswirkungen hat die Geldpolitik der EZB auf die Stabilität der Banken und Finanzmärkte?
  • Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich aus den neuen technischen Möglichkeiten großer Daten- und Digitalmärkte? 
  • Welche Bedeutung und welchen Einfluss haben die Massenmedien auf Politik und Wirtschaft? 
  • Ist Europa eine optimale politische Union?
  • Wie glaubwürdig ist Forschung? 

Termin:
Montag, 27. August bis Freitag, 31. August
Campus Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz

Professor Dr. Felix Bierbrauer, Sprecher der Ökonomen an der Universität zu Köln freut sich, den Kongress in diesem Jahr auf dem Campus ausrichten zu dürfen: „Wir sind gespannt auf den EEA-ESEM-Kongress, der internationale Forscherinnen und Forscher in Köln zusammenführt. Dies sehen wir als weitere Bestätigung, die Region Köln/Bonn als herausragenden Forschungsstandort in der Volkswirtschaftslehre zu etablieren.“ Als wichtiger Schritt wurde hierfür im letzten Jahr mit den Bonner Volkswirtschaftlern das gemeinsame Reinhard Selten Institut gegründet. Dieses Institut wird mit der Lunch-Session zu „New Challenges, New Tools and New Objectives for Market Design and Public Policy“ auch einen inhaltlichen Schwerpunkt des Kongresses setzen, der die Thematik des Exzellenzclusters widerspiegelt, das die Universitäten Köln und Bonn geplant haben.

Sponsoren aus der Region, das IZA Institute of Labor Economics, die Kreissparkasse Köln und die Sparkasse KölnBonn, haben ein attraktives Rahmenprogramm möglich gemacht. 
Um mit den Wissenschaftler/innen ins Gespräch zu kommen, besteht für Journalist/innen die Möglichkeit, am Kongress als Besucher zu teilzunehmen. Neben der Teilnahme an den Vorträgen können Sie sich für Gespräche oder Vor-/Nachbereitungen in den separaten Presseraum zurückziehen. 
Melden Sie sich dazu bitte an unter: dscheu@wiso.uni-koeln.de.

Inhaltlicher Kontakt:     
Raphael Flore
Center for Macroeconomic Research
+49 221 470-2689
flore(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn 
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.wiso.uni-koeln.de/de/forschung/eea-esem-2018
Facebook: https://www.facebook.com/EEAESEMCologne/
Twitter: @EEAESEMCologne

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news-5008 Wed, 08 Aug 2018 10:17:31 +0200 Seltene Interessen machen anziehend – auch beim Dating https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5008&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c84a2e8db855eb8793638feb152d2417 Kölner Sozialpsychologe zeigt, dass das Teilen seltener Interessen zu besonderer Anziehung zwischen Menschen führt / Auch bei der Partnersuche wirkt das Gegenüber umso attraktiver, je seltener die gemeinsamen Interessen sind. Seltene Interessen miteinander zu teilen, löst eine stärkere Anziehungskraft zwischen Menschen aus, als das Teilen häufiger Interessen. Zu diesem Ergebnis kommt der Kölner Sozialpsychologe Dr. Hans Alves in dem Artikel „Sharing Rare Attitudes Attracts“, der in der Zeitschrift „Personality and Social Psychology Bulletin“ veröffentlicht worden ist.

Schon lange ist in der Sozialwissenschaft bekannt, dass wir Menschen mögen, die unsere Einstellungen teilen. Sowohl unsere Freunde als auch unseren Partner suchen wir unter anderem danach aus, wie sehr sie unsere Werte, Vorstellungen, Interessen und Hobbies teilen.

Bei einer Dating-Situation kreist das Gespräch deshalb in der Regel um unsere Einstellungen und Vorlieben und wir gleichen ab, in wieweit diese von dem Gegenüber geteilt werden. Stellt sich heraus, dass der potentielle Partner unsere Vorliebe für das Reiseland Nepal teilt, dass sein Lieblingsfilm auch von David Lynch ist und dass er auch noch gerne Musik von Tom Waits hört, stehen die Chancen für ein Wiedersehen gut.
Bisher ungeklärt war die Frage, ob sich die verschiedenen Einstellungen eines Menschen in ihrem „Bindungspotential“ unterscheiden. Führen manche geteilten Interessen zu mehr Anziehung zwischen Menschen als andere? Die Antwort des Kölner Sozialpsychologen Alves lautet Ja: Wenn seltene Interessen geteilt werden, ist das Bindungspotential höher, dann wird der oder die Andere als anziehender empfunden.

Der Forscher vom Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) fragte Versuchspersonen zunächst nach Ihren Interessen in Kategorien wie Musik, Filme/Serien, Lesen, Reisen, Lesen und fragte Sie dann, wie gerne sie eine Person mögen würden, die eine dieser Interessen teilt. In mehreren Studien bestätigte sich, dass das Teilen seltener Interessen zu besonders starker Anziehung führte.

In einer weiteren Studie bat Alves die Versuchspersonen, ihre letzten 20 „Facebook-Pagelikes“ rauszuschreiben und dann zu bewerten, wie sympathisch Ihnen eine Person wäre, die eine dieser Facebook-Seiten auch mag. Als Indikator für die Seltenheit dieser „Facebook-Likes“ diente deren objektive Likes-Anzahl auf Facebook. Auch hier zeigte sich, dass das Teilen seltener Facebook-Likes wie zum Beispiel Tom Waits zu mehr Anziehung führt als das Teilen häufiger Facebook-Likes wie zum Beispiel Shakira, deren Facebook-Seite über 100 Millionen Menschen „liken“.

Dass seltene Interessen auch für den Dating-Kontext relevant sind, zeigte Alves in einer Online-Dating-Studie, an der männliche und weibliche Singles teilnahmen. Diese wurden zunächst nach ihren seltenen und häufigen Interessen befragt und sahen sich dann verschiedene Dating-Profile von Personen an, die je eine dieser vorher genannten Interessen teilten. Versuchspersonen bewerteten Personen, die seltene Interessen teilten als attraktiver und zeigten ein größeres Interesse, diese auch im echten Leben zu daten.

„Zusammenfassend zeigen die Befunde ein starkes Bindungspotential seltener Einstellungen. Stellt sich beim ersten Date also heraus, dass die andere Person nicht nur unser Interesse für Sonne, Strand und Shakira teilt, sondern auch unsere exotischen Interessen für Einrad fahren, Bierdeckelsammeln und Tom Waits, so stehen die Chancen auf ein Wiedersehen mehr als gut“, sagt Dr. Hans Alves.

Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Hans Alves
Social Cognition Center Cologne
hans.alves(at)uni-koeln.de
+49 221 470-7110

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn 
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0146167218766861

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Forschung
news-5006 Thu, 02 Aug 2018 07:23:36 +0200 Informationsveranstaltung über das Gasthörer- und Seniorenstudium https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5006&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e918192545765df650fb309bd7051986 Studieren ohne Abitur ist für Senioren kein Problem / Universität zu Köln informiert am 9. August 2018 über das Studienangebot für Seniorinnen und Senioren sowie Gasthörerinnen und Gasthörer im kommenden Wintersemester Die Beauftragte für das Gasthörer- und Seniorenstudium, Dr. Anne Löhr, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit laden herzlich alle Interessierten ein, sich bei der Informationsveranstaltung über alle Fragen rund um das Gasthörer- und Seniorenstudium zu informieren.

Termin:
Donnerstag, 9. August 2018, von 14.00 bis 15.30 Uhr
 „Informationsveranstaltung über das Gasthörer- und Seniorenstudium“
Hörsaal XVIII, Hauptgebäude der Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Die Aufnahme eines Gasthörer- und Seniorenstudiums ist ohne Allgemeine Hochschulreife (Abitur) möglich. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Die Gasthörergebühr beträgt 100 Euro pro Semester.
Mit einem Gasthörerausweis können Gasthörer und -hörerinnen sowie Seniorstudierende Vorlesungen an allen Fakultäten der Universität zu Köln besuchen, an Seminaren, Übungen, Arbeitskreisen und Projektgruppen teilnehmen und alle Institutsbibliotheken sowie die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) nutzen. Auch einen Studierenden-Account und eine persönliche Studierenden-Email-Adresse bekommen sie kostenlos. Neben den eigens für Gasthörer und -hörerinnen angebotenen Veranstaltungen studieren die „Gäste“ in den gleichen Lehrveranstaltungen wie ordentlich eingeschriebene Studierende. Leistungsnachweise können jedoch im Gasthörerstudium nicht erworben werden.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Anne Löhr
Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit
Geschäftsführerin Gasthörer- und Seniorenstudium
+49 221 470-2761
senioren-studium(at)uni-koeln.de
gasthoerer-studium(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356 j.voelkel@uni-koeln.de


Weitere Informationen:
Kostenlos Informationsmaterial zum Gasthörer- und Seniorenstudium per Post, Telefon, Fax oder Email anfordern:
Gasthörer- und Seniorenstudium
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln
+49 221 470-6298 (Fax: +49 221 470 5934)
senioren-studium(at)uni-koeln.de
gasthoerer-studium(at)uni-koeln.de
www.koost.uni-koeln.de/gasthoerersenioren.html

 

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news-5004 Wed, 01 Aug 2018 12:02:26 +0200 Wissenschaftler stellen Konzept für Straßenverkehr ohne Staus vor https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5004&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3d9ffde0788461fec6e62deb2e5e3f25 Wissenschaftler unter Kölner Beteiligung legen Vorschläge zur Verkehrssteuerung der Zukunft vor / Eine dynamische und gerechte Gebühr für die Straßennutzung soll Staus vermeiden Professor Dr. Peter Cramton, Professor Dr. Axel Ockenfels (beide Universität zu Köln) und Professor R. Richard Geddes (Cornell University, New York, USA) stellen in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Nature“ ein Konzept für die Zukunft der Verkehrssteuerung vor. Eine dynamische Bepreisung von Straßen soll Staus vermeiden und die Umwelt schonen. Gebühren, die in Echtzeit und standortpräzise auf das Verkehrsaufkommen reagieren und Faktoren wie Fahrzeugtyp und Abgaswerte einbeziehen, können den Verkehrsfluss erheblich verbessern und zu einer Verringerung der Luftverschmutzung beitragen.

Staus sind nicht nur ärgerlich und zeitraubend, sie kosten auch Geld. In Deutschland betrug der volkswirtschaftliche Schaden, der aufgrund verstopfter Straßen 2017 entstand, rund 80 Milliarden Euro. „Derzeit bezahlen die Verkehrsteilnehmer, die Staus verursachen, der Umwelt schaden und dadurch sogar Kosten verursachen, genau so viel wie diejenigen, die daran nicht beteiligt sind“, sagt Axel Ockenfels. „Ohne Gebühr bedeutet das, dass die Allgemeinheit diese Verkehrsteilnehmer subventioniert. Das ist unfair.“ Eine Gebühr für die Straßennutzung würde diese Kosten offenlegen und Staus eliminieren. „Wenn die Gebühr sich dem Verkehrsaufkommen und der Situation auf der Straße in Echtzeit anpasst, also etwa zur Rush-Hour teurer ist als gegen Mittag, kann jeder die für sich passende Route auswählen. So wie es jetzt auch bei Navigationssystemen funktioniert“, erläutert Peter Cramton. „Im Endeffekt werden so Hauptverkehrsadern entlastet, der Verkehr fließt besser und es wird weniger CO2 ausgestoßen.“

Technisch wäre eine dynamische Straßengebühr in Echtzeit schon heute umsetzbar. Navigations- und Telekommunikationssysteme, GPS-Daten und Apps können sowohl Fahrern Informationen zur Verfügung zu stellen als auch das Verkehrsaufkommen abbilden und vorhersagen. „Dabei muss man natürlich ein System entwickeln, das eine akzeptablen Kompromiss zwischen der Bereitstellung persönlicher Daten und der Privatsphäre darstellt“, so Cramton. Moderne Kryptologie könnte den Betreibern der Systems ermöglichen, die Gebühren zu erheben, ohne dass Menschen überhaupt Zugriff auf die Daten haben.

Bedenken, dass die Gebühr sozial schwache Personen benachteiligt, da sie eine Gebühr stärker träfe, treten die Wissenschaftler entgegen und entwickeln entsprechende Ideen. „Die Bepreisung muss dynamisch sein und Optionen bieten. Man stelle sich vor, die linke Spur von regelmäßig verstopften, mehrspurigen Fahrbahnen wird bepreist. Auf der linken Spur ist der Verkehrsdurchfluss dadurch größer, weil Verstopfungen vermieden werden. Dies wiederum bedeutet, dass auch der Verkehrsfluss auf der rechten Spur verbessert wird“, sagt Ockenfels. „So hat jeder etwas davon.“


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Axel Ockenfels
Staatswissenschaftliches Seminar
+49 221 470-4355
ockenfels(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://www.nature.com/articles/d41586-018-05836-0
DIO: 10.1038/d41586-018-05836-0

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news-5003 Tue, 31 Jul 2018 11:51:56 +0200 Kölner Sozialpsychologen erklären, warum wir andere Menschengruppen als negativ wahrnehmen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5003&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b61b01cd6dc0e2de937df2b44375edc1 Andere Menschengruppen werden als negativ wahrgenommen, weil negative Eigenschaften vielfältiger und leichter zu unterscheiden sind / Kölner Sozialpsychologen präsentieren Wahrnehmungsmodell, das die Abwertung von Fremdgruppen erklärt Wir sind gut, die anderen sind böse – das ist ja klar. Wenn man zwei Gruppen zusammenbringt, dann findet sich jede Gruppe selber besser als die andere: Fußballvereine, Mädchen und Jungen, Schulklassen. Es können in der Realität aber nicht beide besser sein. Wo liegt der Fehler? Neu ist die Erklärung von Kölner Sozialpsychologen und -psychologinnen des „Social Cognition Center Cologne“ (SOCCO): Unterscheidungen von Gruppen lassen sich am einfachsten durch negative Merkmale treffen, da negative Eigenschaften individueller sind als positive. Negative Einstellungen gegenüber Anderen entstehen also als Folge von "unschuldigen" Wahrnehmungsprozessen. In dem Artikel "A Cognitive-Ecological Model of Intergroup Bias" im Journal „Psychological Science“ präsentieren Dr. Hans Alves, Dr. Alex Koch und Professor Dr. Christian Unkelbach eine neue Erklärung dafür, dass Menschen Minderheiten und Fremdgruppen gegenüber oft negativ eingestellt sind.

Während die meisten bisherigen Modelle von motivationalen Ursachen ausgehen, also z.B. dem Streben nach einem eigenen Vorteil, sehen die Kölner Forscher und Forscherinnen die Gründe für eine negative Einschätzung anderer Gruppen in einem besonderen Effekt der Wahrnehmung: Gruppen definieren sich selber über positive Eigenschaften, andere aber über negative. Der Grund: Obwohl alle Gruppen ähnliche positive Eigenschaften haben, verfügen sie über negative Eigenschaften, die sehr unterschiedlich sind. So kann man alle Menschen als nett, umgänglich, zuverlässig, höflich, hilfsbereit oder fleißig beschreiben. Doch bei den schlechten Eigenschaften, gibt es ein größeres Spektrum. Die schlechten Eigenschaften sind einzigartig und werden deswegen von den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen „distinkt“ genannt, sie machen die Unterschiede. Dies kann man statistisch nachweisen und folgt aus der größeren Diversität negativer Eigenschaften und aus der größeren Häufigkeit positiver Eigenschaften.

Die in dem Modell beschriebene Entstehung negativer Einstellungen gegenüber neuartigen Gruppen wurde von den Kölner Sozialpsychologen in drei Laborexperimenten nachgewiesen, in denen Versuchspersonen verschieden auf einem virtuellen Planeten "Alien-Gruppen" begegneten und sich einen Eindruck der Gruppen bilden sollten. Waren die distinkten Eigenschaften der Gruppen negativ, bewerteten die Versuchspersonen neue Alien-Gruppen als negativer im Vergleich zu schon bekannten Alien-Gruppen.

„Wenn wir also z.B. Migranten begegnen, schauen wir immer auf die Eigenschaften welche wir von den uns bekannten Gruppen noch nicht kennen. Wir fragen uns: was ist anders an diesen Leuten?“, erklärt Alves. „Das Gleiche tun wir auch, wenn wir z.B. in eine andere Kultur reisen. Zum Beispiel beobachten wir, dass in den USA Menschen dicker sind und mehr Waffen tragen - diese Eigenschaften assoziieren wir dann mit "Amerikanern" und sie bilden die Grundlage unserer Beurteilung.“

„Das Problem ist, dass wir dadurch die Fremdgruppen ungewollt unfair bewerten“, so Alves. Würde man seine eigenen Gruppen auch nur aufgrund ihrer distinkten und damit negativeren Eigenschaften bewerten, hätten wir auch ein negativeres Bild von ihnen - was jeder auch selber erleben kann: „Das geschieht zum Beispiel, wenn wir von einer langen Reise nach Hause zurückkehren und auf einmal unsere eigene Kultur durch eine andere Brille sehen und erkennen was an ihr distinkt ist“, erklärt der Wissenschaftler.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Hans Alves
hans.alves@uni-koeln.de
+49-221-470-7110

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn@verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen: / Zur Publikation:
http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0956797618756862

 

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news-5001 Tue, 31 Jul 2018 06:37:28 +0200 Wissenschaftler entwickeln neuen Ansatz zur synthetischen Herstellung von Naturstoffen (Terpenen) https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5001&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa0fbd6afb73c13452f214619ec8d20e Terpene sind Naturstoffe, deren Nachbildung im Labor oft nur mühevoll gelingt. Chemiker der Universität zu Köln, Bonn und Basel haben eine der Natur nachempfundene Synthesemethode entwickelt. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Catalysis». Terpene bilden die grösste Klasse der in der Natur vorkommenden chemischen Verbindungen. Zu ihnen gehören zum Beispiel zahlreiche ätherische Öle, Steroide oder klinisch relevante Wirkstoffe wie das Malariamedikament Artemisinin oder das Krebstherapeutikum Taxol. Trotz stetig verfeinerten Synthesemethoden können Chemiker diese strukturell komplexen Verbindungen im Labor jedoch nur schwer nachbilden. Oft sind zahlreiche, nicht immer selektive Syntheseschritte nötig und die Ausbeuten gering.

Die Natur macht es vor
Teams von der Universität Basel, Universität zu Köln und Bonn haben jetzt ein der Natur nachempfundenes Synthesekonzept für Terpene entwickelt.
Der entscheidende Schritt der Synthese findet dabei im Hohlraum einer kugelförmigen Verbindung statt – einer sogenannten molekularen Kapsel. Die dabei verwendete Resorcinaren-Kapsel ist bereits seit etwa 20 Jahren bekannt, ihre katalytische Wirkung ist jedoch erst vor kurzem beschrieben worden. In organischen Lösungsmitteln kann sich die Kapsel mithilfe von Wasserstoffbrücken selbst aus sechs kleineren, ringförmigen Verbindungen bilden.

Analog der Natur gehen die Forscher von einem Ausgangsstoff für die Synthese aus, der von der Kapsel umschlossen wird. Diese setzt dann aufgrund der räumlichen Gegebenheiten die Bildung der Terpene in Gang. Durch im Vorläuferstoff zuvor eingebaute Kontrollelemente werden zudem unerwünschte Nebenreaktionen vermieden und die Transformation in Richtung des gewünschten Produkts gelenkt.

Computersimulationen an der Universität zu Köln
Die Anwendbarkeit des Konzeptes wurde durch die vierstufige Synthese des Naturstoffs Isolongifolen belegt, mit der Bildung einer durch die Kapsel katalysierten ringförmigen Terpenverbindung als Schlüsselschritt. Dies gelang – verglichen mit herkömmlichen Synthesen – in deutlich weniger Schritten und mit guter Ausbeute. Durch den Einsatz von markierten Vorläufern und mithilfe von Computersimulationen klärten die Chemiker zudem den Reaktionsmechanismus auf.

Diese Computersimulationen fanden an der Universität zu Köln unter der Leitung von Professor Bernd Goldfuss am Institut für Organische Chemie statt. Durch den Einsatz quantenchemischer Verfahren konnte das Rätsel der experimentell beobachteten 13-C-Markierung in Isolongifolen aufgeklärt werden. Erst der Einsatz dieser Computerchemie-Verfahren eröffnete somit detaillierte Einblicke in die molekularen Mechanismen der Isolongifolen-Bildung. Die Anwendung dieser Computer-Chemie-Methoden wurde insbesondere durch Berechnungen auf dem DFG finanzierten Supercomputers CHEOPS (Rechenzentrum der Universität zu Köln) ermöglicht.


Zur Publikation:
Qi Zhang, Jan Rinkel, Bernd Goldfuss, Jeroen S. Dickschat, Konrad Tiefenbacher
Sesquiterpene cyclizations catalyzed inside the resorcinarene capsule and application in the short synthesis of isolongifolene and isologifolenone
Nature Catalysis (2018), doi: 10.1038/s41929-018-0115-4

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Bernd Goldfuss
goldfuss(at)uni-koeln.de
+49-221-470-5729

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

 

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news-4996 Thu, 26 Jul 2018 14:07:03 +0200 Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie wird erstmalig an einem Schwarzen Loch belegt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4996&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e92da33144d4cb0b6c5356fe896ec79 Neue Messungen am Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße zeigen, wie Einsteins Gravitätstheorie in der Praxis funktioniert / Veröffentlichung in Astronomy & Astrophysics Ein internationales Team von Astronominnen und Astronomen unter Beteiligung der Universität zu Köln hat erstmalig Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie durch konkrete Beobachtungen in der Umgebung eines Schwarzen Loches nachgewiesen. Mithilfe des Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte in Chile (European Southern Observatory – ESO) hat das Forschungsteam unter Leitung von Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching die Bewegung eines Sterns durch das extreme Anziehungsfeld des supermassiven Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße untersucht. Dieses Forschungsergebnis ist der Höhepunkt einer 26 Jahre langen Serie von immer präziseren Beobachtungen des Zentrums der Milchstraße durch ESO-Instrumente. Das Team hat die Ergebnisse der Studie „Detection of the Gravitational Redshift in the Orbit of the Star S2 near the Galactic Centre Massive Black Hole“ in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Neue Infrarotbeobachtungen der extrem empfindlichen Instrumente GRAVITY, NACO und SINFONI am Very Large Telescope erlaubten es den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen im Mai 2018, einen Stern namens S2 bei seinem dichten Vorbeiflug am Schwarzen Loch zu beobachten. Eine Kombination von Positions- und Geschwindigkeitsmessungen zeigen deutlich einen Effekt, den die Wissenschaft „gravitative Rotverschiebung“ nennt: Das Licht des Sterns wird durch das sehr starke Schwerkraftfeld des Schwarzen Lochs zu einer größeren Wellenlänge gedehnt. Die Dehnung der Wellenlänge des Lichts von S2 entspricht genau dem, was Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie voraussagt. Es ist das erste Mal, dass diese Abweichung von den Vorhersagen der einfacheren Newtonschen Schwerkraft bei der Bewegung eines Sterns um ein Schwarzes Loch beobachtet wurde.

Der Stern hatte bei den Messungen eine Geschwindigkeit von über 25 Millionen Kilometern in der Stunde, was drei Prozent der Lichtgeschwindigkeit entspricht. Er befindet sich weniger als 20 Milliarden Kilometer vom supermassiven Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße entfernt. Dieses Schwarze Loch hat die vier millionenfache Masse der Sonne, und eine kleine Gruppe von Sternen umkreist es mit hohen Geschwindigkeiten. Diese extremen Bedingungen im stärksten Schwerkraftfeld in unserer Galaxie machen es zum perfekten Objekt, um die Physik der Schwerkraft zu überprüfen.

„Wir haben jetzt zum zweiten Mal den dichten Vorbeiflug von S2 um das Schwarze Loch im galaktischen Zentrum beobachtet“, sagt Reinhard Genzel vom MPE. „Dieses Mal konnten wir den Stern aber wegen unserer stark verbesserten Instrumente mit beispielloser Auflösung beobachten.“ GRAVITY produziert Bilder von so großer Schärfe, dass es die Bewegung des Sterns von Nacht zu Nacht zeigt, während er 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt dicht am Schwarzen Loch vorbeifliegt. „Während des dichten Vorbeifluges gelang es uns nicht nur, dem Stern genau auf seinem Orbit zu folgen. Wir konnten auch den schwachen Lichtschein rund um das Schwarze Loch erkennen“, ergänzt Frank Eisenhauer (MPE), der Projektleiter von GRAVITY. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich auf dieses Ereignis mehrere Jahre intensiv vorbereitet, da sie das Beste aus dieser einmaligen Gelegenheit machen wollten, Effekte der Allgemeinen Relativitätstheorie zu beobachten.

Astronomen, Ingenieure und Techniker des I. Physikalischen Instituts der Uni Köln unter Leitung von Professor Dr. Andreas Eckart entwickelten und bauten die beiden Spektrometer von GRAVITY. Die Spektrometer analysieren die Wellenlänge des beobachteten Sternenlichts und wandeln die empfangenen Photonen in elektronische Signale um. „GRAVITY ist eine technologische Herausforderung“, sagt Eckart. „Doch nach mehr als zwei Jahrzehnten Forschung an den Hochgeschwindigkeitssternen im galaktischen Zentrum und an der Entwicklung astronomischer Instrumente wurde der Aufwand mit einem ausgezeichneten Ergebnis in der experimentellen Physik belohnt.“

Bild- und Videodateien:
https://eso.org/public/news/eso1825/

Veröffentlichung:
„Detection of the Gravitational Redshift in the Orbit of the Star S2 near the Galactic Centre Massive Black Hole“. The GRAVITY Collaboration. Astronomy & Astrophysics, 26. Juli 2018, Link: www.aanda.org/10.1051/0004-6361/201833718

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Andreas Eckart
+49 221 470 - 3546
eckart(at)ph1.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

 

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Forschung
news-4995 Thu, 26 Jul 2018 06:38:08 +0200 Medizinethikerin Prof. Dr. Christiane Woopen wird Co-Sprecherin der neuen Datenethikkommission der Bundesregierung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4995&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bb10c46db16915851e9c8764ba64bfa2 Die Datenethikkommission wird eine wichtige Rolle in der Beratung von Regierung und Parlament zu digitalen Schlüsseltechnologien einnehmen. Innerhalb eines Jahres soll sie einen ethisch-rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Daten, Algorithmen und künstlicher Intelligenz erarbeiten.

Die Bundesregierung hat unter Federführung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) eine Datenethikkommission eingerichtet. Sie soll Antworten geben auf dringende ethische und rechtliche Fragen zum Einsatz von zukunftsweisenden digitalen Technologien wie Algorithmen und künstlicher Intelligenz und zum Umgang mit Daten. Professorin Dr. Christiane Woopen übernimmt gemeinsam mit Professorin Dr. Christiane Wendehorst (Universität Wien) als Co-Sprecherin den Vorsitz der Kommission.

Vereinbart wurde die Einrichtung der Datenethikkommission im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD. Dort heißt es, sie werde „Regierung und Parlament innerhalb eines Jahres einen Entwicklungsrahmen für Datenpolitik, den Umgang mit Algorithmen, künstlicher Intelligenz und digitalen Innovationen“ vorschlagen. Durch die Klärung datenethischer Fragen könne die digitale Entwicklung beschleunigt und ein Weg definiert werden, „der gesellschaftliche Konflikte im Bereich der Datenpolitik auflöst.“

Die Datenethikkommission wird eine wichtige Rolle in der Beratung von Regierung und Parlament einnehmen, um sicherzustellen, dass Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz dem Wohle der Menschen dienen. Einfließen werden ihre Handlungsempfehlungen unter anderem in die Erarbeitung und Umsetzung der „Strategie Künstliche Intelligenz“, die die Bundesregierung Anfang Dezember auf dem Digital-Gipfel in Nürnberg vorstellen wird. Die zentralen Herausforderungen der Datenethikkommission beschreibt Woopen wie folgt: „Künstliche Intelligenz und die Verfügbarkeit einer großen Menge von Daten bieten großartige Möglichkeiten, die das Leben des Einzelnen in vielen Hinsichten bereichern und den gesellschaftlichen Wohlstand fördern können. Sie bringen aber auch tief greifende Veränderungen mit sich, die nach ethischen Maßstäben und auf der Grundlage einer intensiven gesellschaftlichen Diskussion gestaltet werden müssen. Die Datenethikkommission wird ihren Beitrag zu einer verantwortungsvollen Gestaltung der Zukunft leisten, einer Zukunft, in der die massenweise Verfügbarkeit von Daten und der Einsatz künstlicher Intelligenz sowie algorithmengesteuerter Prozesse den Alltag jedes Einzelnen und die Gesellschaft prägen werden.“

Insgesamt wurden 16 Expertinnen und Experten in die Kommission berufen, darunter sowohl renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen als auch hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Technik, Daten- und Verbraucherschutz. Die erste Sitzung findet im Beisein von Bundesministerin Dr. Katarina Barley und Bundesminister Horst Seehofer am 5. September 2018 im BMI in Berlin statt.

Professorin Dr. Christiane Woopen ist Geschäftsführende Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln, einem Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit, sowie Leiterin der Forschungsstelle Ethik und Prodekanin für Akademische Entwicklung und Gender an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Seit 2017 ist sie zudem Vorsitzende des Europäischen Ethikrates (EGE: European Group on Ethics in Science and New Technologies).

Nähere Informationen zu den Aufgaben und Mitgliedern der Datenethikkommission finden Sie auf der Webseite des BMI unter https://www.bmi.bund.de/DE/themen/it-und-digitalpolitik/datenethikkommission/datenethikkommission-node.html.

Kontakt:
ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Andreas Kirchner, M.A. (PR Officer)
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel: +49 (0)221 470-89110
Fax: +49 (0)221 470-89101
E-Mail: ceres-info(at)uni-koeln.de

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news-4993 Wed, 25 Jul 2018 11:35:29 +0200 CECAD-Forscher entdecken Mechanismus, der die Huntington-Krankheit abschwächt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4993&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4614a3f861b419420455498d29645826 Krankhafte Anhäufung des Proteins „Huntingtin“ hängt mit defektem Entsorgungssystem in den Nervenzellen zusammen / Langfristig Hoffnung auf neue Therapie Der Neurowissenschaftler Dr. David Vilchez und sein Team bei CECAD, dem Exzellenzcluster für Alternsforschung der Universität zu Köln, haben neue Erkenntnisse zu einem System gewonnen, das die neurodegenerative Huntington-Krankheit abschwächen könnte. Durch den jetzt entdeckten Mechanismus wird die Anhäufung von toxischen Proteinen verhindert, die für den Abbau von Hirnzellen bei der Krankheit verantwortlich sind. Die Forschungsergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Die Huntington-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die zum Tod von Gehirnzellen und damit zu unkontrollierten Körperbewegungen, Sprachverlust und Psychosen führt. Mutationen des „Huntingtin“-Gens sind für die Krankheit verantwortlich, da sie dazu führen, dass sich das gleichnamige Protein „Huntingtin“ in giftiger Menge anhäuft. Diese Anhäufung führt zu Neurodegeneration und in den allermeisten Fällen zum Tod des Patienten spätestens zwanzig Jahre nach Ausbruch der Krankheit.

Um die Mechanismen der Huntington-Krankheit besser zu verstehen, untersuchten Vilchez und sein Team sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) von Patienten mit der Huntington-Krankheit. Stammzellen sind in der Lage, sich in jeden Zelltyp – beispielsweise in Neuronen – zu differenzieren.

Die Stammzellen der Huntington-Patienten konnten erstaunlicherweise die sonst krankheitstypische Anhäufung des toxischen Proteins „Huntingtin“ vermeiden. Verantwortlich für diesen Erfolg zeigte sich ein Protein namens UBR5, das als Schutzmechanismus für die pluripotenten Stammzellen fungiert. UBR5 sorgt dafür, dass sich das schädliche „Huntingtin“-Protein wieder abbaut.

Das Kölner Team verglich unsterbliche iPS-Zellen von Huntington-Patientinnen und -Patienten und die daraus differenzierten Neuronen auf Unterschiede in ihrer Fähigkeit, eine Anhäufung des mutierten „Huntingtin“ zu vermeiden. Dabei stellte sich heraus, dass „Huntingtin“ durch das zelluläre Entsorgungssystem „Proteasom“ abgebaut werden kann. Doch gerade in den Neuronen der Patientinnen und Patienten war das so wichtige Entsorgungssystem defekt und „Huntingtin“ konnte nicht abgebaut werden.

Vilchez und sein Team fanden heraus, dass das Schutz-Protein UBR5 jedoch in den Stammzellen erhöht aufzufinden war. Das beschleunigte den Abbau von „Huntingtin“ in den Zellen. Sie kontrollierten auch, ob eine Herunterregulierung des UBR5-Spiegels, also weniger Schutz, zur giftigen Anhäufung von „Huntingtin“ in den Stammzellen führte. Tatsächlich stellten sie fest, dass das Senken von UBR5 zu einem massiven Anstieg in Anhäufungen von „Huntingtin“ in den Stammzellen führte. „Das war verblüffend“, sagt Vilchez. „Aus dem Nichts häuften die Zellen auf einmal große Mengen des toxischen Proteins an.“

Die Forscherinnen und Forscher überprüften ihre Ergebnisse auch an einem Modellorganismus, um die früheren Befunde noch einmal zu bestätigen. Beim Fadenwurm C. elegans testeten sie, ob sich durch eine Herunterregulierung des UBR5-Spiegels die Anhäufung von „Huntingtin“ in den Neuronen erhöht. Wieder führte das Senken von UBR5 zu einem massiven Anstieg der Anhäufung und neurotoxischen Wirkung des schädlichen Proteins in den Neuronen. Die Erhöhung von UBR5 hingegen blockierte die Anhäufung von „Huntingtin“ in den Modellorganismen.

Das Team testete auch, ob die Ergebnisse auf andere neurodegenerative Krankheiten zutreffen. „Wir haben den Mechanismus bei der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) unter die Lupe genommen“, sagt Seda Koyuncu, eine Doktorandin am Labor von Vilchez und Hauptautorin der Publikation. „Aber unser Ergebnis ist sehr spezifisch für die Huntington-Krankheit“, erläutert Dr. Isabel Saez, eine weitere Hauptautorin und CECAD-Mitarbeiterin.

Auch wenn die Ergebnisse für die Entwicklung neuer Behandlungen und Medikamente wichtig sein könnten, gebe es noch keine Heilung für die Huntington-Krankheit. „Es ist nicht so, dass man etwas Neues entdeckt und dann gibt es sofort eine Heilung; es ist schwieriger. Aber in einigen Jahren könnte es eine Therapie geben“, sagt Saez. Bis dahin muss noch weiter geforscht werden. „Diese Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis der Huntington-Krankheit bei und könnten langfristig ein Meilenstein in der Behandlung von Patienten sein“, sagt Vilchez.

CECAD ist das Exzellenzcluster der Universität zu Köln und des Universitätsklinikums zur Erforschung alternsassoziierter Erkrankungen. Dr. David Vilchez ist Principal Investiagor in Forschungsbereich B, „Disruptions in Protein Metabolism Cause Aging-Associated Diseases“. In seiner Arbeit konzentriert Vilchez sich auf die Regulation der Proteinhomöostase in Stammzellen und im Alterungsprozess.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. David Vilchez
Principal Investigator/Junior Research Group Leader, CECAD Cologne
+49 221 478 84172
dvilchez(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Peter Kohl
+49 221 478-84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:
‘The ubiquitin ligase UBR5 suppresses proteostasis collapse in pluripotent stem cells from Huntington’s disease patients’. Seda Koyuncu, Isabel Saez, Hyun Ju Lee, Ricardo Gutierrez-Garcia, Wojciech Pokrzywa, Azra Fatima, Thorsten Hoppe and David Vilchez. Nature Communications, volume 9, 23 July 2018, article number: 2886 (2018), http://www.nature.com/articles/s41467-018-05320-3

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news-4988 Mon, 23 Jul 2018 19:20:46 +0200 Kölner Sprachwissenschaftler zum Rücktritt des Fußballnationalspielers Mesut Özil https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4988&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f1d0f31aa75ed0ab0e462e62ca241e18 Der Kölner Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Aria Adli bedauert den Rückzug Mesut Özils aus der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Schon in der Bewertung des Fotos, welches den türkischstämmigen Fußballer gemeinsam mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan zeige, liege ein unterschiedliches Verständnis des Begriffes „Wir“ zugrunde. „In der Debatte, die der Rücktritt von Mesut Özil ausgelöst hat, werden viele entscheidende Botschaften zwischen den Zeilen vermittelt.
Ein relevanter Aspekt liegt im kleinen Wörtchen „wir“, welches häufig verwendet wird, wenn z.B. PolitkerInnen von „unseren Werten“ sprechen.
SprachwissenschaftlerInnen unterscheiden zwischen einem inklusiven „wir“, das den Angesprochenen einschließt (d.h. Özil gehört dazu),
und einem exklusiven „wir“, das den Angesprochenen ausschließt (d.h. Özil gehört nicht dazu).
Leider kann die deutsche Sprache (anders als andere Sprachen) nicht zwischen beiden Varianten unterscheiden. D.h. unser „wir“ kann inklusiv und exklusiv gemeint sein.
Gerade in Debatten, in denen Integration und Rassismus thematisiert werden, ist es jedoch wichtig, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, wenn wir nicht mit unseren Aussagen zur Diskriminierung beitragen wollen.
Özil spricht von seinen beiden Herzen, dem deutschen und dem türkischen. Sein „ich“ ist komplexer als bei einer Person ohne Migrationshintergrund und diese Komplexität ist Teil der heutigen deutschen Gesellschaft. Diesen Aspekt sollte man in der Interpretation seiner Aussagen beachten, weil es sonst schwer wird, einen sachlichen und auch respektvollen Dialog zu führen.“

 


Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
patrick.honecker(at)uni-koeln.de

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news-4987 Fri, 20 Jul 2018 13:27:45 +0200 Multilinguale Gesellschaften und die Struktur Europas sind Themen zweier Summer Schools https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4987&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4e17af8d19c4e6ed3a34d1e5eb7a79ed Santander Universitäten und die Universität zu Köln eröffnen zwei Summer Schools / Internationale Studierende sowie internationale Alumni der Universität zu Köln aus 22 verschiedenen Ländern nehmen an Kurzzeitprogrammen zum Thema „Herausforderungen und Chancen einer multilingualen Gesellschaft“ und zu der Frage: „Quo vadis, Europa?“ teil In Köln fällt nächste Woche der Startschuss für zwei der diesjährigen Cologne Summer Schools, die von Christiane Biehl, stellvertretende Leiterin des International Office der Universität zu Köln, Schirmherrin Professorin Christiane Bongartz und Roger Schlerf, Leiter Institutional Relationships Santander Universitäten, feierlich eröffnet werden:

23.Juli ab 17:30 Uhr
im Zentrum für Molekulare Medizin (ZMMK)
Robert-Koch-Straße 21
50931 Köln

Schon im sechsten Jahr veranstaltet die Universität zu Köln interdisziplinäre Cologne Summer Schools für internationale Studierende von Partneruniversitäten der Universität zu Köln und des weltweiten Netzwerkes von Santander Universitäten.
In diesem Jahr beleuchten die beiden Cologne Summer Schools in Köln Themen von besonderer Aktualität. Die Kurse beleuchten das weite Forschungsfeld der Mehrsprachigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven. "Wir freuen uns sehr, mit dieser Summer School einmal sichtbar zu machen, wie weit die Universität zu Köln bereits in der Zukunft angekommen ist. Mehrsprachig seit ihrer römischen Gründung hat die Stadt Köln internationales Flair, das sich in der sprachlichen und multiliteracy-orientierten Forschung an der Uni widerspiegelt. Das betrifft nicht nur die Philologien und Lehramtsfächer: von Creative Writing hin zur medizinischen Diagnostik ist die Sprachenvielfalt eine Realität, die wir unseren internationalen Gästen gern vorstellen. Wir hoffen natürlich, dass sie so manche Anregung mitnehmen können - wie auch wir von ihren Erfahrungen lernen werden“, erklärt Professorin Christiane Bongartz, Leiterin des Lehrstuhls für Angewandte Linguistik der Universität zu Köln und Schirmherrin der diesjährigen Cologne Summer School.

Die Summer School von KölnAlumni WELTWEIT dreht sich in diesem Jahr rund um das Thema Europa. Mit der Fragestellung „Quo vadis, Europa?“ erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Aufbau und die Funktionsweisen von Europa sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis. Im Rahmen einer Exkursion nach Brüssel werden die Alumnae und Alumni das Europäische Parlament besichtigen; in Bonn wird ihnen u.a. die Arbeit der Bundeszentrale für politische Bildung vorgestellt.

Inhaltlicher Kontakt:
Victoria Busch
+49 221 470 1394
v.busch@verw.uni-koeln.de

Katharina Girndt
+49 221 470 8866
k.girndt@verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn@verw.uni-koeln.de

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news-4986 Fri, 20 Jul 2018 13:01:38 +0200 NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer informiert sich über Kölner Lehramtsstudium https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4986&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e7c892af07cb5857062a3ecfc768abce Universität zu Köln stellt  Projekte und strategische Schwerpunktsetzungen vor Die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, hat sich heute am Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln über die Besonderheiten des Kölner Lehramtsstudiums informiert.

Ein Schwerpunkt des Austausches war das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung“ (ZuS), für dessen Fortsetzung die Universität zu Köln im Frühjahr eine Bewilligung bis 2023 erhielt. „Unser Ziel ist es, innovative bildungspolitische Konzepte im Regelbetrieb der Universität zu verankern“, so Universitätsrektor Prof. Dr. Axel Freimuth. „Die ‚Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung’ bildet hierbei einen wichtigen Baustein.“

Die Universität bereitet Lehramtsstudierende gezielt auf die beruflichen Herausforderungen, wie den Unterricht in heterogenen Klassen, den Einsatz neuer Medien und die Vermittlung von Bildungssprache in mehrsprachigen Klassen, vor.  Hierzu setzt sie Schwerpunkte in den Bereichen „inklusive Bildung“, „digitale Bildung“ und „sprachliche Bildung“. So kooperiert sie beispielsweise mit den Heliosschulen, Inklusive Universitätsschulen der Stadt Köln (IUS). Das Konzept der beiden Schulen (Grund- und Gesamtschule) setzt auf eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und auf die Möglichkeit, nach eigenem Lerntempo selbständig zu lernen.


Die Ministerin informierte sich zudem über das Engagement der Universität im Bereich der Bildungsgerechtigkeit. Die Universität stellte hier das Projekt „WEICHENSTELLUNG“ vor. In dem von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius initiierten Projekt unterstützen Lehramtsstudierende Grundschulkinder, die nicht die Chance haben, nach ihren Begabungen gefördert zu werden, beim Wechsel auf eine weiterführende Schule. Das bundesweit größte Projekt seiner Art mit aktuell 270 geförderten Kindern in Köln wird vom Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität umgesetzt.


Ministerin Yvonne Gebauer: „Ich freue mich über alle Lehramtsstudierenden, die sich für diesen wichtigen und verantwortungsvollen Beruf entschieden haben und die nun hier in Köln auf die aktuellen Herausforderungen an unseren Schulen vorbereitet werden. Entscheidend ist eine zeitgemäße Qualifizierung unserer Lehrkräfte. Das gilt zum Beispiel für die Digitalisierung: Für eine erfolgreiche digitale Schule brauchen wir motivierte und qualifizierte Lehrkräfte. Das Lehren und Lernen mit digitalen Medien soll fest in der Lehrerausbildung verankert werden.“

Mit rund 15.000 Lehramtsstudierenden gehört die Universität zu Köln zu den europaweit größten Standorten in der LehrerInnenbildung.  Sie bietet Studiengänge für alle fünf Schulformen mit breiter Fächerauswahl und vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten an.

Presse und Kommunikation:

Merle Hettesheimer
Zentrum für LehrerInnenbildung
+49 221 470-5687
m.hettesheimer(at)uni-koeln.de

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news-4985 Thu, 19 Jul 2018 13:21:20 +0200 Lese- und Schreibkompetenz im 21. Jahrhundert https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4985&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=49d0db9bc2fcb70bd7a8bdaba5743570 Das Europäische Netzwerk zur Lese- und Schreibförderung ELINET Association veranstaltet ein Internationales Symposium zur Lese- und Schreibkompetenz Ziel des Symposiums von ELINET (European Literacy Policy Network) ist es, auf die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bei der Sicherung eines Grundstandards von Lese- und Schreibkompetenz für alle Bürger/innen Europas aufmerksam zu machen und Mittel zur Bewältigung dieser Herausforderung vorzustellen. Dabei bietet das Symposium eine Bühne für den Austausch unter Bildungspolitikern/innen, Forschern/innen und Praktikern/innen über die wirksame Weiterentwicklung einer europäischen, nationalen und regionalen Lese- und Schreibförderung.

„Literacy in the 21st Century: Participation – Inclusion – Equity“ 23./24. Juli an der Universität Köln
Seminar-Gebäude
Albertus-Magnus-Platz
50931 Köln

An zwei Tagen werden über 80 Tagungsteilnehmer/innen aus 20 Ländern ihre Forschungs- und Praxisprojekte zum Thema „Literacy in the 21st Century: Participation, Inclusion and Equity“ vorstellen. ELINET ist es ein großes Anliegen, Beispiele guter Praxis und relevante bildungspolitische Programme im Bereich der Lese- und Schreibförderung für alle Altersgruppen sichtbar zu machen und internationale Impulse an die national und regional agierenden Forscher/innen und Praktiker/innen weiterzugeben.

ELINET (das „European Literacy Policy Network“) versteht sich als Denkfabrik und Koordinator für eine europäische Politik der Lese- und Schreibförderung. Das Netzwerk wurde im Februar 2014 gegründet und für zwei Jahre mit drei Millionen Euro von der Europäischen Kommission finanziert. Unter der Koordination von Professorin Dr. Christine Garbe der Universität zu Köln vereinigte das Projekt 80 Partner/innen aus 28 europäischen Ländern, die im Bereich der Lese- und Schreibförderung und –forschung engagiert sind.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professorin Dr. Christine Garbe
ELINET – Universität zu Köln
Richard-Strauss-Str. 2, 50931 Köln
christine.garbe@uni-koeln.de
www.eli-net.eu

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen: / Zur Publikation:
www.eli-net.eu

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news-4980 Mon, 16 Jul 2018 09:04:59 +0200 Global Conference on Economic Geography findet erstmals in Deutschland statt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4980&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cc8510ec0f992db8d541fe5a0c584c94 Universität zu Köln ist Organisator und Gastgeber / Leitthema: „Dynamiken in einer ungleichen Welt“ Die Global Conference on Economic Geography (GCEG) findet vom 24. bis 28. Juli an der Universität zu Köln statt. Sie ist das zentrale Forum der Wirtschaftsgeographie und aller Disziplinen, die sich mit regionalen Dynamiken in der Weltwirtschaft beschäftigen. Nach Singapur im Jahr 2000, Peking (2007), Seoul (2011) und Oxford (2015) findet die Konferenz erstmals in Deutschland statt. „Wir sind begeistert, dass diese internationale Konferenz dieses Jahr in Köln stattfindet“, sagt Professor Dr. Peter Dannenberg vom Geographischen Institut der Universität, der mit einem Organisationsteam die Konferenz in Köln ausrichtet. „Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren hier über das Thema der weltweiten Ungleichheiten, ihre Ursachen und welche Lösungsansätze es gibt.“

Termin:
24. bis 28. Juli 2018
„Fifth Global Conference on Economic Geography – Dynamics in an Unequal World“
Universität zu Köln, Philosophikum, Universitätsstraße 41, 50931 Köln

Es werden 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern erwartet. Während der fünftägigen Konferenz werden 700 Vorträge rund um das Thema „Dynamiken in einer ungleichen Welt“ gehalten und in Plenarforen diskutiert. Die Vorträge und Diskussionen finden in englischer Sprache statt. Journalisten und Journalistinnen werden gebeten, sich bei Interesse an Gesprächen mit Vortragenden im Vorfeld, möglichst bis 24. Juli, per Email bei Prof. Dr. Martina Fuchs (fuchs(at)wiso.uni-koeln.de) anzumelden.


Professor Dr. Michael Storper (London School of Economics and Political Science, UK, und University of California, USA) wird zum Thema „The Future of the Liberal International Order“ sprechen. Er setzt sich kritisch mit der Rolle der USA im derzeitigen Spannungsfeld zwischen USA, China und Europa auseinander. 2014 wurde Storper von Thomson Reuters als einer der einflussreichsten wissenschaftlichen Köpfe der Welt (World’s Most Influential Scientific Minds) im 21. Jahrhundert nominiert. Seine Veröffentlichungen gehören zu den Top 1 Prozent der meistzitierten Beiträge in den Sozialwissenschaften.

Professorin Dr. Stephanie Barrientos (University of Manchester, UK) ist Expertin für globale Wertschöpfungsketten und fairen Handel. Sie wird ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung von Lebensmitteln und auf die oft inakzeptablen Arbeitsbedingungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern legen. Ein Spezialgebiet von Barrientos ist die Kakao-Schokoladen-Wertschöpfungskette.
Kenneth Matengu (University of Namibia), Tomomi Tanaka (The World Bank, USA) und Fabrice Murtin (OECD Statistics Directorate, Frankreich) werden in der Session „Poverty and Inequality: Trends, Drivers, Policy Options“ über populistische Bewegungen diskutieren, die die soziale Ungleichheit für ihre Interessen nutzen.

Die Konferenz wird gemeinsam vom Geographischem Institut und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln organisiert und ausgerichtet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Durchführung der GCEG finanziell.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Peter Dannenberg
Geographisches Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-1542
p.dannenberg(at)uni-koeln.de

Prof. Dr. Martina Fuchs
Wirtschafts- und Sozialgeographisches Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-7729
fuchs(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
Programm der Konferenz:
https://www.gceg2018.com/fileadmin/GCEG2018/PDF/Detailed_Programme_0706_final.pdf

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news-4992 Fri, 13 Jul 2018 13:17:00 +0200 Stammzellen im Fliegenhirn: Forschungsteam entdeckt Regulator https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4992&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4ad49b0961afa91289da721f738caa8 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Andreas Wodarz vom Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung haben einen Mechanismus entdeckt, der die asymmetrische Teilung der Stammzellen im Gehirn der Fruchtfliege Drosophila reguliert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „The EMBO Journal“ veröffentlicht. Der im Gehirn der Fliegen entdeckte Mechanismus wird mit Genen in Verbindung gebracht, deren Bedeutung für die Funktion von embryonalen Stammzellen in Säugern schon länger bekannt war.  Damit wird zum ersten Mal eine direkte Verbindung zwischen den von Säugern bereits bekannten Stammzellfaktoren und der asymmetrischen Teilung von Stammzellen im Gehirn der Fliegen hergestellt.

Stammzellen sind überlebenswichtig, weil sie in der Lage sind, aus undifferenzierten Zellen viele verschiedene Zelltypen zu bilden. Dies ist sowohl für die Entwicklung des Embryos als auch für die Regeneration von Organen wie Haut, Darm oder Leber von großer Bedeutung. Stammzellen können sich wieder und wieder teilen, wobei jeweils zwei Tochterzellen entstehen: eine Zelle, die den Weg der Differenzierung einschlägt und zum Beispiel eine Nervenzelle wird, und eine weitere Zelle, die als Stammzelle den Zyklus fortsetzt. Diese asymmetrische Teilung ist entscheidend für deren Funktion. Unklar war bislang jedoch, wie dieser Vorgang reguliert wird.

Während der asymmetrischen Zellteilung werden bestimmte Proteine so in der Zelle verteilt, dass sie bei der Teilung nur in die Tochterzelle gelangen, die sich zu einer spezialisierten Zelle entwickeln wird. Dieser Zustand wird als „polarisiert“ bezeichnet. Eine Gruppe von Genen, die die Polarität der Stammzelle steuern, war bereits bekannt. Völlig unklar war jedoch bislang, welche Faktoren diese Polaritätsregulatoren in Stammzellen anschalten und damit für den Erhalt der Stammzelle verantwortlich sind. Die Doktorandin Katja Rust untersuchte diese Frage in der Fruchtliege Drosophila, indem sie mit der Methode der „reversen Genetik“ eine Vielzahl von Genen ausschaltete, die in Säugern als unentbehrlich für den Erhalt von Stammzellen identifiziert worden waren.

Schließlich wurde Katja Rust fündig. Sie fand insgesamt acht Gene, die zu deutlich kleineren Gehirnen führten, wenn sie in den Stammzellen des Nervensystems ausgeschaltet wurden. Alle acht Gene haben Erbinformationen für Untereinheiten des sogenannten Tip60-Komplexes. Dieser Komplex ist entscheidend an der Regulation der Transkription, dem Ablesen der Gene, beteiligt und wird benötigt, um die Teilungsfähigkeit embryonaler Stammzellen in Säugern zu erhalten. Es war bekannt, dass der Tip60-Komplex mit dem Transkriptionsfaktor Myc zusammenwirkt. Tatsächlich konnte Rust zeigen, dass der Verlust von Myc ebenfalls zu kleineren Gehirnen in der Fliege führt. Interessanterweise verlieren viele Stammzellen in diesen Gehirnen ihre Polarität, was durch den Verlust eines Schlüsselregulators der Polarität zu erklären ist, der atypischen Proteinkinase C (aPKC). Rust konnte zeigen, dass aPKC direkt durch Myc und den Tip60-Komplex angeschaltet wird.

„Die Funktion des menschlichen Myc-Proteins wird sehr intensiv erforscht, da es in menschlichen Tumoren eines der am häufigsten deregulierten Gene ist“, erklärt Professor Dr. Andreas Wodarz. „Gerät dieses Gen außer Kontrolle, beginnen die Zellen, sich unkontrolliert zu teilen. Verlieren die Zellen darüber hinaus ihre Polarität, kann die Bildung von Metastasen die Folge sein.“

Wodarz und seine Doktorandin Hong Nguyen untersuchen Myc und den Tip60-Komplex jetzt auch in einem anderen Kontext: den Stammzellen des Darms der Fruchtfliege. „Speziell der Dickdarm des Menschen ist eines der Gewebe, wo häufig Krebs entsteht, weil Stammzellen aus dem Ruder laufen. Die Fliege ist ein interessantes Modell, weil wir dort die Stammzellen sehr genau untersuchen und genetisch verändern können.“ Dabei betont der Forscher besonders die Übertragbarkeit der Erkenntnisse von der Fliege auf den Menschen: „Sie ist eher die Regel, als die Ausnahme. Fast alle molekularen Signalwege, die wir kennen, sind konserviert, finden sich also in sehr ähnlicher Form beim Menschen.“ Auch wenn die klinische Anwendung noch in der Ferne liegt, ist die Grundlagenforschung an Modellorganismen doch ein unentbehrlicher Schritt auf dem Weg zur Entwicklung neuartiger Diagnose- und Therapiemethoden.

Die Arbeitsgruppe von Andreas Wodarz beschäftigt sich mit den molekularen Mechanismen der Zellpolarität und untersucht diese in verschiedenen Zelltypen. CECAD ist das Exzellenzcluster der Universität zu Köln und Uniklinik Köln zur Erfoschung alternsassoziierter Erkrankungen.


Inhaltlicher Kontakt:   
 
Professor Dr. Andreas Wodarz
Institut I für Anatomie
Universität zu Köln
+49-221-478-82880
andreas.wodarz(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
+49 221 478-84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Publikation:
Myc and the Tip60 chromatin remodeling complex control neuroblast maintenance and polarity in Drosophila
Katja Rust, Manu D. Tiwari, Vivek Kumar Mishra, Ferdi Grawe and Andreas Wodarz
The EMBO Journal
DOI: 10.15252/embj.201798659

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Forschung
news-4976 Tue, 10 Jul 2018 12:30:20 +0200 Begrünte Fassaden in den Städten helfen gegen Feinstaub, Stickoxide und Hitze https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4976&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0caa9158136bf1b68fc4d641d7bd9bf4 Kölner Wissenschaftler zeigen, dass Fassadenbegrünung in Städten messbare Vorteile für Luftqualität, Sauerstoffproduktion und Artenvielfalt mit sich bringt Wissenschaftler der Universität zu Köln und des Forschungszentrums Jülich haben gezeigt, dass grüne Fassaden nicht nur das Hausklima positiv regulieren, sondern auch gesundheitsschädliche Stickoxide und Feinstaubpartikel absorbieren und filtern.

Das Team um Professor Dr. Hans Georg Edelmann vom Institut für Biologiedidaktik der Uni Köln hatte die Tagestemperatur-Verläufe von Efeu-begrünten Fassaden im Vergleich zu klassischen, verputzten Hausfassaden sowie die fassadennahe Luftfeuchte über mehrere Wochen aufgezeichnet. Dabei zeigte sich, dass Efeu, wie auch andere (Kletter-)Pflanzen, im Sommer nachhaltig kühlend, im Winter wärmeisolierend auf die Fassaden wirkt: Es gab keine starken Temperaturunterschiede wie bei den unbegrünten Hausfassaden. So zeigte die grüne bewachsene Fassade im Sommer im unteren Temperaturbereich Temperaturschwankungen von 10 bis 13 Grad Celsius am Tag, während die Temperatur von blanke Hausfassade um bis zu 35 Grad Celsius schwankten.

Zusammen mit dem Forschungsinstitut Jülich untersuchten die Kölner Forscher zudem die Wirkung von Efeu auf die Absorption von Stickoxiden (NOx) und die Adsorption (Bindung und Anreicherung von Stoffen an die Blattfächen) von Feinstaub mit einer durchschnittlichen Größe von 2,5 Mikrometer (PM 2,5).  Sie konnten zeigen, dass Efeu die gesundheitsschädlichen Stickoxide absorbierte und den Feinstaub filtrierte. Zudem hat die Bepflanzung einen positiven Effekt auf die Absorption des Treibhausgases CO2.   

Städte sind durch sehr hohe Verkehrsdichten sowie intensive Verbauung gekennzeichnet. Den wenigen freien Grünflächen stehen ein Vielfaches an Asphalt-, Beton- sowie Dach- und Fassadenflächen gegenüber, die im Sommer intensiv aufgeheizt werden und im Winter recht schnell auskühlen. Das führt im Rahmen des Klimawandels neben anderen negativen Effekten (Stickoxidbelastung, CO2-Belastung) zunehmend zu einer Überhitzung der Städte und zu einer Konzentrierung von Feinstaubpartikeln, deren gesundheitsschädliche Wirkung im Zusammenhang mit Krebs, Diabetes, Asthma, Herzinfarkt und weiteren Krankheiten wie Demenzerkrankungen diskutiert wird.

„Begrünte Fassaden stellen eine sehr sinnvolle Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel dar – nicht nur im Hinblick auf die Stadttemperatur, sondern auch hinsichtlich der Feinstaubproblematik“, erläutert Biologe Edelmann. Grundsätzlich trügen grüne Fassaden zu einer ganzen Reihe städteklimatisch vorteilhafter Eigenschaften bei, so Edelmann weiter: „Fassadenbepflanzung verbessert sowohl das Stadt- als auch das Raumklima, mindert Überhitzung und Smog, sie produziert Sauerstoff und trägt zur Erhaltung und Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt als Lebensraum für Fauna und Flora bei.“

Edelmann beobachtet: „Leider haben mit Kletterpflanzen bewachsene Fassaden zumindest in der deutschen Gesellschaft bislang kein gutes Image. Sie werden von vielen Menschen als Indikator für Vernachlässigung und Verfall von Gebäuden, als gebäudeschädigend und betreuungsintensive Gewächse angesehen.“ Im Kontext des Klimawandels und der zu erwartenden, noch stärkeren Aufheizung der Städte sowie der anhaltenden Verschlechterung der Luftqualität vor allem durch Autoabgase scheine sich dieses Image jedoch zu ändern.

Typische Fassaden-Kletterpflanzen sind der Efeu (Hedera helix) mit zahlreichen Sorten oder der Wilde Wein (Parthenocissus). Sie sind sehr anpassungsfähig und trockenheitsverträglich und gedeihen auch an verhältnismäßig anspruchslosen Standorten.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Hans Georg Edelmann
Institut für Biologiedidaktik
+49 221 470-1893
h.edelmann(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Anneliese Odenthal
+49 221 470-5602
odenthal(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript497.pdf

 

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Forschung
news-4974 Tue, 10 Jul 2018 09:31:10 +0200 Existenzgründung aus der Wissenschaft: Kölner Startup geht mit Software für das Bewerbungsmanagement an den Markt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4974&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=af64dea47504a56482db689e69f9abb7 Existenzgründer nutzen das Angebot der Uni Köln auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit / Entwickeltes Produkt hilft dem Mittelstand bei der Personalauswahl und –gewinnung Das Team von Catch Talents - so der Name des Startups - entwickelte ein Bewerbermanagementsystem, das kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) dabei unterstützt, das richtige Personal für ihre offenen Stellen zu finden. Eine neu entwickelte Software integriert hierzu die Komponente der Persönlichkeitsmerkmale in den Bewerbungsprozess. 18 Monate hat das Team konsequent darauf hingearbeitet, das eigene Produkt anbieten zu können.

„Gerade KMUs haben bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten, die passenden Mitarbeiter zu finden. Dies liegt zum einen an der geringeren Bekanntheit der Unternehmen und zum anderen an dem deutlich geringeren Marketing-Budget“, so Marco Verhoeven, Ideengeber und einer der Geschäftsführer von Catch Talents. Zum Team gehören außerdem Verena Jung, Psychologin und Wirtschaftsinformatikerin, und Justin Bous, Betriebswirt mit den Schwerpunkten Marketing und Organisationskultur.

Catch Talents wird seit September 2017 durch das Exist-Gründerstipendium gefördert und im Rahmen dieser Förderung von der Universität zu Köln unterstützt. Im April 2018 hat sich das Gründerteam zudem bei den Auswahl-Pitches für den Future Champions Accelerator Rhein Ruhr gegen eine überregionale Konkurrenz durchsetzen können.

„Bei einer Bewerbung sollten nicht nur die fachlichen Fähigkeiten relevant sein. Auch die persönlichen Merkmale und Arbeitspräferenzen, wie beispielsweise die Vorliebe, neue Ideen zu entwickeln, müssen berücksichtigt werden, um eine verbesserte Passung von Positionen und Personal zu erreichen“, erläutert Verena Jung, die einen psychologischen Fragebogen für das Bewerbungssystem entwickelt hat. Das Tool von Catch Talents unterstützt die kennzahlenbasierte Vorauswahl anhand weicher Faktoren, etwa wie introvertiert bzw. extrovertiert der Kandidat ist. Bisher können diese Merkmale erst in einem späteren Verlauf des Bewerbungsprozesses erfasst werden. „Die Implementierung der persönlichen Passung eines Bewerbers ist für uns als familiengeführter Mittelständler ein essentieller Faktor“ sagt Werner Heiliger, Geschäftsführer der Peter Greven GmbH & Co. KG und Kunde der ersten Stunde. „Wir setzten auf langjährige Bindung und Loyalität zwischen dem Mitarbeiter und uns als Arbeitgeber – insbesondere angesichts des momentanen Fachkräftemangels.“

„Es ist sehr bereichernd zu sehen, wie dieses Team an der Uni gelerntes Wissen und Methodik mit viel Engagement und Mut direkt in die Praxis umsetzt“, sagt Professor Dr. Christoph Rosenkranz, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Integrierte Informationssysteme an der WiSo-Fakultät der Uni Köln und akademischer Mentor von Catch Talents. „Wir glauben daran, dass aus einer exzellenten Hochschule exzellente Gründungen erwachsen. In einer forschungsstarken Hochschule wie der Universität zu Köln entstehen schließlich viele innovative Geschäftsideen, die auch realisiert werden sollten.“ Rosenkranz unterstützt das Team aktiv in der technischen Entwicklung sowie bei der Umsetzung der Geschäftsidee.

Der GATEWAY Gründungsservice wurde als Anlaufstelle für alle Gründungsinteressierten aus den Kölner Hochschulen geschaffen, die sich mit dem Thema Selbstständigkeit beschäftigen und mit dem Gedanken spielen, selbst ein Unternehmen zu gründen. Alle bei GATEWAY angesiedelten Startups erhalten einen akademischen Mentor, was eine entscheidende Rückkopplung für den Wissenstransfer ermöglicht. So auch Catch Talents.

Das Gründerteam von Catch Talents hat mittelständische Unternehmen aktiv in die Entwicklung des Produktes einbezogen. „Im nächsten Schritt werden wir eine Talentcommunity aufbauen, die sowohl den Unternehmen als auch den Bewerbern nutzen soll“, sagt Justin Bous.   Abgelehnte Bewerber werden in die Catch Talentcommunity überführt, aus der bei jeder Neuausschreibung passende Kandidaten gefunden und kontaktiert werden können.

Inhaltlicher Kontakt:     
Vesna Domuz
GATEWAY – Gründungsservice der Uni Köln
+49 221 470 1127
v.domuz(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.gateway.uni-koeln.de
www.catch-talents.de

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news-4973 Mon, 09 Jul 2018 08:47:33 +0200 Honigbiene formt durch Riechen ihr Gedächtnis https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4973&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e3fd81bc248279df979e41a0325f0bf Team von der Uni Köln und der FU Berlin stellt neuronale Plastizität mit bildgebenden Verfahren dar / Publikation in Fachzeitschrift eNeuro Honigbienen können ihre Gedächtnisleistung durch Gerüche konditionieren und auf diese Weise ihr Verhalten beeinflussen. Das zeigt eine Studie zu assoziativem Lernen und Gedächtnis bei der Honigbiene, die der Zoologe Professor Dr. Martin Nawrot von der Universität zu Köln im Life-Science Journal „eNeuro“ als Ko-Autor gemeinsam mit Professor Dr. Randolf Menzel (FU Berlin) veröffentlicht hat.  

Nawrot erläutert, dass das Kurzzeitgedächtnis der Honigbiene hauptsächlich über Gerüche funktioniere, die im sogenannten Pilzkörper, dem olfaktorischen Lernzentrum, verarbeitet werden. „Mithilfe hochauflösender Fluoreszenzmikroskopie haben wir endlich geklärt, wo genau die Biene ihr Kurzzeitgedächtnis anlegt“, so Nawrot.

Noch bedeutender schätzt der Kölner Zoologe folgendes Studienergebnis ein: „Wir konnten erstmals messen, wie sich die Verbindungen zwischen Nervenzellen in diesem Teil des Gehirns plastisch verändern. Was wir außerdem zeigen konnten, und das ist vorher noch nie gezeigt worden: Je ausgeprägter die plastische Veränderung der Verbindungen nach dem Trainieren auf einen bestimmten Duft wurde, desto zuverlässiger konnten wir das erlernte Verhalten der Biene beobachten. Es gibt eine eindeutige Korrelation zwischen der Stärke einer hochlokalisierten plastischen Veränderung im Gehirn und dem Lernerfolg eines Tieres!“

Die plastische Veränderung der Verbindungen zwischen Nervenzellen (Synapsen) nennt sich neuronale Plastizität und ist ein Indikator für den Lernstand: Je häufiger während des Trainings ein Reiz von A nach B geht und das Tier dabei eine Belohnung erfährt, desto kräftiger wird die erlernte Verknüpfung beider Punkte. Man spricht auch von einer „Gedächtnisspur“. Ein Reiz löst dann nach dem Training unmittelbar die antrainierte Reaktion aus. Auf der Verhaltensebene ist das die klassische Konditionierung oder Pawlowsche Konditionierung (der Hund und die Glocke).
In der Honigbienen-Studie hatte das Team von Forscherinnen und Forschern aus Köln, von der Freien Universität Berlin und aus Japan die kleinen Insekten auf verschiedene Gerüche hin konditioniert. Anschließend wurde gemessen, ob die Biene nach bereits bekanntem beziehungsweise nach unbekanntem Duft versuchte, die erwartete Belohnung (Zuckerwasser) aufzusaugen.

Nawrot erläutert das Vorgehen: „Die Frage war: Streckt die Biene ihren Rüssel raus oder nicht? Das testeten wir über mehrere Wiederholungen. Wenn ein Duft vorher durch Zuckerwasser belohnt wurde, ein anderer Duft aber nicht belohnt wurde und die Biene das gelernt hat – dann würde sie im Test ihren Rüssel herausstrecken, sobald sie den zuvor belohnten Duft riecht, auch wenn gar keine Belohnung da ist. Der nicht-belohnte oder ein unbekannter Duft führt dann nicht zu einem Rüsselrausstrecken. Auf diese Weise konnten wir messen, wie gut das Tier gelernt hat und sein Gedächtnis abrufen kann.“

Die Ergebnisse tragen zum Verständnis der physiologischen Grundlagen der Gedächtnisbildung in einem Insektengehirn bei. Insektenschutz steht derzeit auch auf der politischen Agenda. Nawrot wagt einen Brückenschlag zu seiner Honigbienen-Forschung: „Bienen sind heutzutage bei der Palette an Pflanzenschutzmitteln vielen gefährlichen Gerüchen ausgesetzt. Im Idealfall erlernen sie, dass diese schlecht für sie sind. Dann können sie sich daran erinnern und einen Bogen darum machen. Bei Geschmäckern wissen sie bereits, wann ihnen schon einmal schlecht wurde.“

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Martin Nawrot
Institut für Zoologie an der Universität zu Köln
+49 221 470-7307
mnawrot(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Zur Publikation:

http://www.eneuro.org/content/5/3/ENEURO.0128-18.2018

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news-4971 Fri, 06 Jul 2018 10:36:20 +0200 Polarlicht-Schweif des Jupitermondes Io: Raumsonde Juno entdeckt neue Details https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4971&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=65dad0c993cd2fc55615403e8c47f407 Magneto-hydrodynamische Wellen zeigen komplexes Reflexionsverhalten / Die Ergebnisse sind wichtig für die Forschung an Exoplaneten Himmelskörper beeinflussen sich gegenseitig aufgrund ihrer Schwerkraft. Ebenso können Himmelskörper aber auch elektromagnetisch miteinander wechselwirken. Ein Paradebeispiel für die elektromagnetische Kopplung in unserem Sonnensystem ist Jupiter und sein Mond Io. Dabei können Phänomene wie ein durch Io verursachter Polarlichtschweif auf dem Gasgiganten Jupiter entstehen. Der NASA Raumsonde Juno, die seit Juli 2016 im Orbit um Jupiter ist, gelang es nun, Daten in bisher unbekannter Detailtreue aufzunehmen. Sie beobachtete im Schweif von Io Leuchtpunkte, die mit schlierenartigen Strukturen verbunden sind. Diese Strukturen erinnern auch an Kármánsche Wirbelstraßen, die man aus der Umströmung von Hindernissen in Windkanälen kennt. Professor Dr. Joachim Saur vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Uni Köln hat mit internationalen Kollegen nun im renommierten Journal Science einen Artikel dazu veröffentlicht.

Der Jupitermond Io generiert magneto-hydrodynamische Wellen, die ähnlich wie Kanalwellen nur in eine Richtung laufen, in diesem Fall entlang eines Magnetfeldes. Da der Mond Io sich im Einflussbereich des gigantischen Magnetfeldes von Jupiter bewegt, laufen die von Io erzeugten magneto-hydrodynamischen Wellen entlang des Jupitermagnetfeldes zu Jupiter hin. Sie treffen dort in der nördlichen und südlichen Polarregion von Jupiter auf. An den Stellen des Auftreffens erzeugen sie intensive Polarlicht-Leuchtflecke, die auch Polarlicht-Fußpunkte der Monde genannt werden. Man bräuchte ca. 1000 irdische Kraftwerke, um die Leuchtkraft der Polarlicht-Fußpunkte von Io zu erzeugen. Auch Jupiters Monde Europa und Ganymed erzeugen ähnliche Polarlicht-Fußpunkte. Die Polarlicht-Fußpunkte, insbesondere die von Io, haben zudem einen sehr langen Polarlicht-Schweif. Dieser entsteht aufgrund der Bewegung von Io im Magnetfeld von Jupiter, wodurch die von Io generierten und an Jupiter reflektierten magneto-hydrodynamischen Wellen stromabwärts vom Mond getragen werden.

Ios Polarlicht-Schweif wurde nun mit der Infrarot-Kamera der NASA Raumsonde Juno mit bisher unerreichter Auflösung beobachtet. Die Juno Messungen haben dabei zum ersten Mal eine erstaunlich detaillierte Struktur des Polarlicht-Schweifs beobachtet. „Der Schweif besteht aus vielen gegeneinander versetzten Leuchtpunkten, die mit schlierenartigen Strukturen verbunden sind“, so Professor Saur. „Diese Strukturen rühren vermutlich von einem viel komplexeren Reflexionsverhalten der magneto-hydrodynamischen Wellen her als bisher angenommen wurden.“

Die neuen Beobachtungen der Effekte von elektromagnetischer Kopplung zwischen zwei Himmelskörpern ist insbesondere auch für extrasolare Planeten relevant. Viele der bekannten Exoplaneten umkreisen ihren zentralen Stern in großer Nähe und können daher auch elektromagnetisch mit dem Stern wechselwirken. Dies führt zu einem Polarlicht-Fußpunkt des Exoplaneten in der Atmosphäre des Sterns. Allerdings kann in diesen Systemen wegen der großen Distanz von der Erde das Fußpunkt-Leuchten nicht räumlich aufgelöst werden. „Der Jupitermond Io ist mit seinen Polarlicht-Fußpunkten und seinem dazugehörigen Schweif deswegen das Musterbeispiel, an dem die Forschung der elektromagnetischen Kopplung zweier Himmelskörper vorangetrieben wird“, erklärt Joachim Saur.

Joachim Saur und seine Arbeitsgruppe am Institut für Geophysik und Meteorologie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit diesen Kopplungen. Durch ihre Erforschung der elektromagnetischen Phänomene der Monde von Gasplaneten gelang ihnen unter anderem der Nachweis von flüssigen Wassers unter der Oberfläche des Jupitermondes Ganymed und der Existenz von Wasserdampf-Geysiren auf dem Saturnmond Enceladus.

Die aktuellen Untersuchungen sind zunächst in der Online-Plattform des Journals Science vorveröffentlicht worden. Titel der Originalarbeit: Mura et al., Science, 2018, Juno observations of spot structures and a split tail in Io-induced aurorae on Jupiter.


Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Joachim Saur
E-Mail: saur@geo.uni-koeln.de
Tel: +49 (0)221 470-2310

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4969 Thu, 05 Jul 2018 15:56:35 +0200 Ferienschule für geflüchtete Jugendliche ab 9. Juli https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4969&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c136e70494aa36cf3f4a700e31234f10 Sommerschule „Mein Veedel“ für geflüchtete Jugendliche findet statt / Lehramtsstudierende der Universität zu Köln unterrichten die jugendlichen Flüchtlinge in deutscher Sprache. Die Sommerschule bietet ca. 50 neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern eine intensive Förderung in der deutschen Sprache. Den Unterricht übernehmen Lehramtsstudierende der Universität zu Köln. Die Jugendlichen können durch das Programm ihre Ferien für die Vorbereitung auf das neue Schuljahr nutzen. Neben der sprachlichen Förderung erfahren sie mehr über ihre unmittelbare Umgebung und die Stadt Köln und erleben diese als einen identitätsstiftenden Lebensmittelpunkt. Höhepunkt und Abschluss bildet eine Theaterperformance, zu der Freunde, Familien und alle Interessierten eingeladen sind. Mit Hilfe von neu gelernten sprachlichen Mitteln bringen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Studierenden ihre Erfahrungen in und mit der Stadt Köln auf die Bühne.

Termin

Sommerschule: 9. bis 20. Juli
Adolf-Kolping-Hauptschule in Köln-Kalk
Abschlussveranstaltung am 20.Juli 2017 um 14.00 Uhr in der Aula der Adolf-Kolping-Hauptschule

Die Ferienschule „Mein Veedel“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Sprachliche Bildung“ des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur II und des Mercator Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln. Dozentinnen der Sprachdidaktik konzipieren eine zweiwöchige Sommerschule, die von Lehramtsstudierenden als praxisorientierter Baustein ihrer Ausbildung im Fach Deutsch durchgeführt wird. Während der Ferienschule erhalten die Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, Erfahrungen im Unterricht mit neu zugewanderten Jugendlichen zu sammeln und einen an die Zielgruppe orientierten Deutschunterricht effektiv zu gestalten.

Kooperationspartner des Projekts sind das Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration Köln (ZMI) sowie die „Zukunftsstrategie Lehrerinnenbildung“ (ZuS), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. Das Projekt wird unterstützt durch die Alfred Neven DuMont-Stiftung sowie die Annemarie und Helmut Börner Stiftung.

Wir bitten interessierte Journalisten um Anmeldung.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Diana Gebele
Mob: 0163 2115227
E-Mail: diana.gebele(at)uni-koeln.de

Magdalena Kaleta
E-Mail: magdalena.kaleta(at)uni-koeln.de

Abt. Presse und Kommunikation
Robert Hahn
Tel.: 0221 470 2396
E-Mail: r.hahn@verw.uni-koeln.de


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news-4968 Thu, 05 Jul 2018 12:56:37 +0200 Universität zu Köln verbessert ihren Rang im Förderatlas 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft deutlich https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4968&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8827596b22f9ad77993dbbe60005c23d Alle drei Jahre addiert die DFG ihre Drittmittel, die sie deutschen Hochschulen bewilligt. Die UzK steigt bei den Gesamtbewilligungen um vier Plätze Die Universität zu Köln hat im heute vorgestellten Förderatlas 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ihre Position deutlich verbessert. Alle drei Jahre zählt die DFG die Drittmittel zusammen, die sie an die Hochschulen überweist.
In der Rangliste der Hochschulen mit den höchsten Bewilligungen insgesamt stieg die UzK um vier Ränge auf Platz 12. Die DFG bewilligte dabei im Zeitraum 2014 bis 2016 der UzK rund 216 Millionen Euro, das sind rund 57 Millionen Euro mehr im Vergleich zum Förderatlas 2015.

Weitere Ergebnisse:

  • Mit einem Platz unter den TOP 5 bei der Einwerbung von ERC Grants verbesserte sich die UzK auch da deutlich. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council - ERC) ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung von grundlagenorientierter exzellenter Forschung. Die Zahl der ERC-Geförderten stieg von sieben (beendetes 7. Forschungsrahmenprogramm) auf 13 ERC-Geförderte (innerhalb der ersten Hälfte des 8. Forschungsrahmenprogramms)
  • Im Wissenschaftsbereich „Geistes- und Sozialwissenschaften“ verbesserte sich die UzK um acht Plätze auf Rang sieben.
  • Das Fachgebiet „Geowissenschaften“ der UzK kletterte bei den DFG-Zuwendungen um zwei Plätze auf Rang zwei. Im Forschungsfeld Geographie steht die UzK auf dem ersten Rang.
  • Das Fachgebiet „Biologie“ hielt seinen guten fünften Platz. Im Forschungsfeld Zoologie ist die UzK auf dem ersten Rang.
  • Im Fachgebiet „Astrophysik“ nimmt die UzK bei den DFG-Bewilligungen einen guten dritten Rang ein.

Insgesamt hat die DFG mehr als 8,4 Milliarden Euro in diesem Drei-Jahres-Zeitraum an Drittmitteln an deutsche Hochschulen verteilt. Weil das Geld in einem Wettbewerbsverfahren an die besten Antragsteller vergeben wird, lässt sich an dieser Verteilung ablesen, wo die besonders forschungsstarken Hochschulen sitzen.

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.dfg.de

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news-4967 Thu, 05 Jul 2018 10:33:38 +0200 Sprachwissenschaftliche Konferenz reflektiert, wie wir uns verständigen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4967&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=99bb39530aa4146ca7621ff3ef1ef8a7 Tagung des Sonderforschungsbereichs „Prominence in Language“ vom 11. bis 13. Juli 2018 / Austausch über aktuelle Sprachdebatten Rund 150 Expertinnen und Experten aus nahezu allen Disziplinen der Sprachwissenschaft kommen vom 11. bis 13. Juli 2018 zur internationalen Konferenz „Prominenz in Sprache“ an der Universität zu Köln zusammen. Gastgeber sind der Sonderforschungsbereich „Prominence in Language“ (SFB 1252) und das Cologne Center of Language Sciences (CCLS). Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen, mit den Forschern und Forscherinnen über „Prominenz“ sowie über in den Medien diskutierte Fragen nach Sprachwandel, Gendersprache oder Sprachideologie ins Gespräch zu kommen.  Neben dem Vortragsprogramm stellen die Linguisten und Linguistinnen der Uni Köln und internationaler Hochschulen ihre Forschungsarbeit auf Postern vor und beantworten gerne Fragen.

Termin:
Mittwoch, 11. Juli 2018, ab 10.30 Uhr
„Zweite Internationale Konferenz zu Prominenz in Sprache“
KOMED, Am Medienhafen, 50923 Köln

Bei „Prominenz“ handelt es sich um ein Konzept, das erst in jüngerer Zeit systematisch in der Linguistik untersucht wird. Es geht dabei um ein Organisationsprinzip, durch das sich ein sprachliches Element (wie eine Silbe oder ein Protagonist in einer Geschichte) von anderen gleichwertigen Elementen auffällig („prominent“) abhebt. Dem Sonderforschungsbereich liegt die Annahme zugrunde, dass Prominenz in allen Sprachen der Welt eine entscheidende Rolle spielt und dass das Prinzip eine wichtige Schnittstelle von Sprache zu anderen Aspekten des menschlichen Kognitionssystems darstellt. Prominenz organisiert unsere Verständigung maßgeblich mit.

Privatdozent Dr. Stefan Hinterwimmer hat die große Konferenz organisiert und sagt: „Wir freuen uns, dass wir hier in Köln mit der internationalen Fachcommunity in Austausch treten und unsere SFB-Forschung präsentieren können. Außerdem konnten wir hervorragende Gastredner gewinnen, auf die ich mich besonders freue.“

Ob das System hinter der „Prominenz“ von etwas Gesagtem in den Sprachen der Welt gültig ist oder nur auf einzelne Sprachen zutrifft, darüber spricht die Gastvortragende Eva Schultze-Berndt von der Universität Manchester, UK, am Beispiel australischer Sprachen. Seit über 25 Jahren erforscht die renommierte Linguistin kleine Sprachen im Norden Australiens wie Jaminjung oder Ngaliwurru. Funktioniert das Verständigungssystem hier radikal anders als in den „großen“ Sprachen, wie die meisten von uns sie kennen? Sprachliche Wahlverwandtschaften können trügen: Allein die „Kölsche Sproch“ ist in ihrer Melodie dem Japanischen näher als dem Hochdeutsch.

Wie wir Sprache für unser Gegenüber mit stimmlichen Kniffen so gestalten, dass wir den für uns zentralen Aspekt „prominent“ artikulieren (Lautstärke, Dehnung, Singsang), darüber spricht Gastredner Jason Bishop aus New York. Er ist Experte für Laute, für Sprachverarbeitung und Sprachverstehen. Auch wenn wir in spontanen Äußerungen mal Wörter suchen, Lücken durch „ähms“ füllen oder Sätze abbrechen – wir sind dennoch in der Lage, dabei wichtige Informationen miteinander auszutauschen. Der Einsatz von Prominenz spielt eine entscheidende Rolle für den Gesprächserfolg.

Der dritte internationale Gastredner ist Andrew Kehler aus San Diego, USA. Er untersucht, wann eine Information so erwartbar – oder zwischen allen Gesprächsbeteiligten so bekannt – ist, dass man sie auslässt (man nennt dies ‚Ellipse’). Diese Lücken zu erkennen, ist zum Beispiel für die Sprachverarbeitung von Alexa & Co oder für Übersetzungsprogramme wie „Google Translate“ oder „DeepL“ noch immer ein Problem. Kehler arbeitet an der Schnittstelle von sprachlicher Theoriebildung und Computerlinguistik, um Ellipsen zu beschreiben.

Im SFB 1252 „Prominence in Language“ arbeiten über siebzig Forscherinnen und Forscher der Universität zu Köln in einem interdisziplinären Team an einer umfassenden Beschreibung und Modellierung von Prominenzbeziehungen. Sie untersuchen das System Sprache anhand einer Vielzahl von Einzelsprachen (von Afrikanistik bis Slawistik) aus über einem Dutzend großer Sprachfamilien weltweit. Das Team leistet mit einer umfassenden Beschreibung von Prominenz wichtige Grundlagenforschung für ein besseres Verständnis von Sprache als einem System zwischen Kommunikation und Kognition.

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Klaus von Heusinger
Sprecher SFB 1252 „Prominence in Language“
+49 221 470-4884
klaus.vonheusinger(at)uni-koeln.de

Dr. Stefan Hinterwimmer
Organisator der Prominenz-Konferenz
+49 221 470-89904
shinterw(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
Kommunikationsmanagerin SFB 1252 „Prominence in Language“
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://sfb1252.uni-koeln.de/prominenceconference2018.html

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news-4966 Wed, 04 Jul 2018 14:11:10 +0200 Universität zu Köln erhält 46 Millionen Euro für ein Zentrum für Stoffwechselforschung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4966&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d561036c62cb0f0fcdfb14346a8db2cb Bund und Länder investieren gemeinsam in den Neubau für den Life Science Campus Köln / Baubeginn 2019 / Interdisziplinäre Erforschung auch von Folgeerkrankungen wie Adipositas und Diabetes Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) fördert den Bau eines neuen Zentrums für Stoffwechselforschung (ZfS) an der Universität zu Köln in Höhe von 46,6 Millionen Euro. Im neuen For­schungs­bau werden etwa 90 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in neun Arbeitsgruppen aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät zu­sam­menarbeiten. Der rund 7.240 m² umfassende Neubau wird auf dem jetzigen Grundstück der Experimentellen Medizin (Robert-Koch-Straße) entstehen. Der Baubeginn ist für 2019 und die Inbetriebnahme des Gebäudes für 2023 vorgesehen.

Professor Dr. Dr. Thomas Krieg, Dekan der Medizinischen Fakultät an der Universität zu Köln, sagt, dass die Förderzusage als ein Meilenstein für den weiteren Ausbau der Stoffwechselmedizin auf dem Kölner Life Science Campus gelte: „Dass es uns gelungen ist, den Neubau für ein einzigartiges, interdisziplinäres Forschungsgebäude sicherzustellen, ist ein großer Schritt für die Universität zu Köln als Forschungsstandort. Es freut mich besonders, dass wir damit auf unsere erfolgreiche Arbeit im Forschungsschwerpunkt ‚Homöostatische Prinzipien im Stoffwechsel und in der Geweberegeneration‘ aufsetzen können. Er macht einen wesentlichen Teil des Kernprofilbereichs ‚Altersassoziierte Erkrankungen‘ der Universität aus. Wir wollen grundlegende Stoffwechselprozesse identifizieren, um neue Therapien für Stoffwechsel-assoziierte Erkrankungen voranzutreiben.“

Krieg erklärt weiter: „Die Förderung zielt darauf, unter Nutzung aller Synergiepotenziale Antworten auf ein breites Spektrum von häufigen und für die Gesellschaft sehr relevanten Erkrankungen zu finden, für die wir dringend neue Behandlungswege benötigen.“

Ein wesentlicher Initiator des Projekts ist der Arzt und Wissenschaftler Professor Dr. Jens Brüning (Endokrinologie): „Ich bin froh, dass wir uns zukünftig noch intensiver wissenschaftlichen Fragen zu Stoffwechselerkrankungen widmen können. Köln ist mit seinen interdisziplinären und übergreifenden Forschungsaktivitäten und der Anbindung an die Spitzenmedizin der Uniklinik ein idealer Standort: Mit dem neuen Zentrum haben wir die Chance, ausgewiesene Translationsprozesse zu nutzen, damit Erkenntnisse schnell beim Patienten ankommen.“

Adipositas, die Fettleibigkeit, betrifft derzeit etwa 30 Prozent aller Menschen in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert ab dem Jahr 2030 eine Abnahme der durchschnittlichen Lebenserwartung als Folge von Adipositas und Übergewicht. Diese Erkrankungen ziehen Folgeerkrankungen wie etwa Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Zuckerkrankheit Typ 2, Krebs sowie verschiedener orthopädische und psychische Leiden nach sich. Etwa fünf Prozent aller Gesundheitsausgaben in den Industrieländern sind auf Adipositas zurückzuführen, in Deutschland etwa 30 Milliarden Euro jährlich.

Das Zentrum für Stoffwechselforschung soll als Katalysator fungieren, um neue Stoffwechselregulationsprinzipien als Biomarker bzw. als Ansatzpunkt für Therapien eines breiten Krankheitsspektrums zu identifizieren. Die Erkenntnisse sollen die entscheidende Grundlage für die Entwicklung von dringend benötigten neuen Therapien schaffen.

Mit dem Zentrum für Stoffwechselforschung und dem parallel geplanten Ausbau des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung sowie der Interaktion mit dem Exzellenzcluster für altersassoziierte Erkrankungen CECAD, dem Zentrum für Molekulare Medizin, dem Kölner Zentrum für Genomik und dem Zentrum für Klinische Studien will sich Köln zu einem international führenden Standort in der Stoffwechselforschung entwickeln.


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Dr. Thomas Krieg
Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 478-6039
dekan-medizin(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:

https://www.gwk-bonn.de/themen/foerderung-von-hochschulen/forschungsbauten/

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news-4965 Wed, 04 Jul 2018 09:39:03 +0200 Programm für geflüchtete Lehrkräfte an der Uni Köln gestartet https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4965&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c3a6f4aac4bef89a9bd1d8144aa656d Einjähriges Programm für geflüchtete Lehrkräfte mit Deutschkursen, Fachveranstaltungen und Hospitationen an Schulen / Start der Pilotphase In einem im Juli 2018 gestarteten neuen Programm können 15 geflüchtete Lehrkräfte ihre sprachlichen und fachlichen Kenntnisse an der Universität zu Köln erweitern. Praktische Erfahrungen sammeln sie zusätzlich an Kölner Schulen. Das einjährige Programm soll ihre beruflichen Chancen im deutschen Bildungssystem verbessern. Die Maßnahme ist ein gemeinsames Angebot des International Office, des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und des Zentrums für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln.

Dr. Susanne Preuschoff, Leiterin der Abteilung „Internationale Studierende“ im International Office der Universität zu Köln, erläutert: „Hochschulen haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehört auch die Frage, wie geflüchtete Akademiker bestmöglich in diesem Land ankommen können. Mit dem Programm schaffen wir langfristige berufliche Perspektiven.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Syrien, der Türkei oder dem Irak und haben in ihren Herkunftsländern bereits als Lehrkräfte gearbeitet. Angesichts des bundesweit akuten Lehrermangels ist das Programm somit nicht nur eine Chance für die Lehrkräfte selbst, sondern auch für die Schulen hierzulande.

„Die Lehrkräfte sprechen neben Deutsch weitere Sprachen und sind sensibel für die Situation geflüchteter Schüler und Familien. Diese Fähigkeit ist in einem Bildungssystem, in dem Migration fester Bestandteil ist, eine wichtige Kompetenz“, führt Dr. Henrike Terhart, Projektleiterin am Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, aus.

Zusätzlich zu den Deutschkursen und Fachveranstaltungen an der Universität hospitieren die Teilnehmenden vier Wochen lang an Kölner Grundschulen und weiterführenden Schulen. „Die Praxisphase wird durch ein begleitendes Seminar bereichert, das zur Reflexion der schulischen Erfahrungen einlädt“, so Astrid Krämer, Leiterin Praxisphasen am ZfL.

Das Programm ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Nach einer Pilotphase soll es möglichst ausgebaut werden. Die studienvorbereitenden Deutschkurse werden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Presse und Kommunikation:
Anna Kleiner
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
+49 221 470-7700
anna.kleiner(at)mercator.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
International Office: https://www.portal.uni-koeln.de/13616.html
Mercator-Institut: www.mercator-institut-sprachfoerderung.de
Zentrum für LehrerInnenbildung: https://zfl.uni-koeln.de

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International
news-4960 Tue, 03 Jul 2018 14:05:44 +0200 Deutsches WM-Aus: Studie zeigt, dass besonders internationale Fußballfans Schadenfreude empfinden https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4960&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1fc139493f545d7dad85b47146cbdd37 Psychologische Studie der Uni Köln / Das Lachen über den Misserfolg dominanter Gegner erfüllt wichtige soziale Funktionen Vor allem bei ausländischen Fußballfans löste das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Russland Schadenfreude aus. Das hat die Psychologin Lea Boecker vom Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) der Universität zu Köln in einer Studie zu emotionalen Reaktionen unterschiedlicher Gruppen auf das frühzeitige Ausscheiden der Deutschen bei der WM 2018 gezeigt.

Innerhalb von zwei Tagen nach dem Aus der DFB-Auswahl befragte Boecker 131 ausländischen Fans (hauptsächlich aus England) sowie 102 deutsche Fans. Die internationalen Fans empfanden mehr Schadenfreude und weniger Mitleid als die deutschen. Sie gaben an, die Niederlage als „befriedigend“ zu empfinden und „sich ein Lachen nicht verkneifen zu können“. Die Schadenfreude war umso stärker, je weniger die Probanden und Probandinnen die deutsche Nationalmannschaft mochten – sowohl die deutschen als auch die internationalen. Außerdem empfanden sie intensivere Schadenfreude, je dominanter sie die deutsche Mannschaft eingeschätzt hatten und je mehr sie fanden, dass der Misserfolg verdient war.

Die Studie zeigt außerdem, dass die deutsche Nationalmannschaft nach dem Ausscheiden aus dem Turnier an Ansehen und Dominanz verloren hat. Interessanterweise sank ihr Ansehen stärker in den Augen der deutschen Fans im Vergleich zu den ausländischen. Die deutschen Fans waren auch stärker der Meinung, dass das Ausscheiden verdient war.

Durch diese Ergebnisse kann die Psychologin allgemeine Rückschlüsse auf menschliches Verhalten ziehen: „Der öffentliche Ausdruck von Schadenfreude, wie er die letzte Woche in der internationalen Presse zu beobachten war, tritt vor allem bei Misserfolgen von Personen oder Gruppen mit einem hohen Status auf, die als dominant wahrgenommen werden“, so Lea Boecker. Der Ausdruck von Schadenfreude kann dazu dienen, diese Dominanz zu verringern. Das belegt auch eine Reihe kürzlich veröffentlichter Experimente, die Boecker gemeinsam mit Jens Lange von der Universität Amsterdam durchgeführt hat,  welche demnächst in der Fachzeitschrift „Emotion“ erscheint und bereits in einer Vorversion online verfügbar ist. In sieben Studien mit über 2.300 Teilnehmern und Teilnehmerinnen untersuchten sie, wie Menschen auf Misserfolge von Personen reagieren, die einen höheren Status haben als sie selbst. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen vor allem gegenüber Personen Schadenfreude empfinden, die bei Erfolgen Dominanz ausdrücken. Der öffentliche Ausdruck von Schadenfreude reguliert diese Dominanz unter.

In einer weiteren Studie hat Boecker bereits 2015 gezeigt, dass auch deutsche Fußballfans beim Misserfolg von Konkurrenten Häme zeigen. In einem Laborexperiment, das während der Europameisterschaft 2012 durchgeführt wurde, drückten deutsche Fußballfans starke Schadenfreude aus, als ihnen Videos verschossener Elfmeter der niederländischen Nationalmannschaft vorgespielt wurden. Ihr Schadenfreudelachen war sogar intensiver als das Freudelachen bei getroffenen Elfmetern der deutschen Nationalmannschaft. Getreu dem Sprichwort: „Schadenfreude ist die schönste Freude“.

Das Social Cognition Center Cologne (SoCCCo) ist an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln angesiedelt. Forscherinnen und Forscher untersuchen dort die psychologischen Grundlagen menschlichen Handelns und die ihm zugrundeliegenden kognitiven Prozesse.

Veröffentlichung:
Lange, J., & Boecker, L. (im Druck). Schadenfreude as social-functional dominance regulator. Emotion. DOI: 10.1037/emo0000454

Vorversion des Artikels und weitere Materialien:
https://osf.io/xcp2u/


Inhaltlicher Kontakt:

Lea Boecker
Social Cognition Center Cologne (SoCCCo)
lea.boecker@uni-koeln.de
+49 (0)221 470 8346

Juniorprofessor Dr. Sascha Topolinski
+49 221 470 2060
sascha.topolinski@uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

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Forschung International
news-4957 Thu, 28 Jun 2018 10:38:27 +0200 Erste Akademie-Juniorprofessur in NRW https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4957&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=757cb2959e4222b22db509a59aec2a3b Wissenschaftliche Nachwuchsförderung in Kooperation mit der Universität zu Köln Zum ersten Mal wird von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Kooperation mit einer Universität eine Akademie-Professur eingerichtet. Am 1. Juli 2018 tritt Dr. Fiorella Retucci an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln die „Akademie-Juniorprofessur für Philosophie des Mittelalters unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftsgeschichte und der Textedition“ an.

Die Professur wird jeweils zur Hälfte von der Akademie und der Universität zu Köln finanziert; zu ihren Aufgaben gehört gleichermaßen die universitäre Vertretung des Fachs in Forschung und Lehre wie auch die Mitarbeit im Akademie-Projekt „Averroes und die arabische, hebräische und lateinische Rezeption der aristotelischen Naturphilosophie“. Das Projekt wird geleitet von Professor Dr. Andreas Speer, Direktor des Thomas-Institutes der Universität zu Köln und Juniorprofessor Dr. David Wirmer. Die Akademie-Juniorprofessur ist zunächst auf drei Jahre befristet, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere drei Jahre nach erfolgreicher Evaluierung.

Die Etablierung der Akademie-Juniorprofessur steht im Kontext der Weiterqualifizierungsinitiative der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, durch die promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern sowohl die weitere Spezialisierung als auch eine breitere Qualifikation in Forschung und Lehre ermöglicht werden soll.

„Mit der ersten Akademie-Juniorprofessur wird auch in NRW diese besondere Art der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung begründet“, begrüßt Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, diese stärkere Vernetzung zwischen Universität und Akademie.


Zur Person:
Prof. Dr. Fiorella Retucci studierte Philosophie an der Università del Salento, Lecce, wo sie 2007 in Cotutela mit der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln mit einer Edition zum Prokloskommentar des Berthold von Moosburg promovierte. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem von der DFG geförderten Editionsprojekt zu Durandus von St. Pourçain am Thomas-Institut. Ab 2014 war Frau Retucci wissenschaftliche Koordinatorin eines Forschungsprojekts zu den Anfängen der scholastischen Metaphysik sowie Juniorprofessorin an der Università del Salento. Zugleich erfolgte die Habilitation in Geschichte der Philosophie.
Mit sechs Editionsbänden, zwei Herausgeberschaften und ca. 25 Aufsätzen verfügt Frau Retucci bereits über ein beachtliches wissenschaftliches Oeuvre im Bereich der mittelalterlichen Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte. 2010 erhielt sie den Lessing-Förderpreis für Kritik  der Lessing-Akademie, Wolfenbüttel, und 2011 den „Premio Mela d'oro” der Fondazione Marisa Bellisario, Rom.


Ansprechpartner/in:
Birgit Haneklaus
Generalsekretärin Direktor
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
T.: 0221 61734-11
birgit.haneklaus(at)awk.nrw.de
http://www.awk.nrw.de

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer
Thomas-Institut
Universität zu Köln
T.: 0221 470-2309
andreas.speer(at)uni-koeln.de
www.thomasinst.uni-koeln.de

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news-4955 Thu, 28 Jun 2018 09:44:03 +0200 Mitmachkonzert „Jazz mit Kick!“ lässt Grundschulkinder zu Jazz-Musikern werden https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4955&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24fc5b42be239eb8ce8c17e1ed5d25f7 Am 6. Juli kommen 500 Kölner Grundschulkinder an die Uni Köln und gestalten gemeinsam ein Jazz-Konzert.
Am 6. Juli kommen 500 Kölner Grundschulkinder an die Uni Köln und gestalten gemeinsam ein Jazz-Konzert.
Das Mitmachkonzert Jazz mit Kick 2018 mit dem Titel „Martin und der Jazz mit Käs“ bietet Dritt- und Viertklässlern aus 11 Kölner Grundschulen die Möglichkeit, die Welt des Jazz kennenzulernen und zu erleben. Das Projekt geht auf einer Kooperation zwischen dem „Netzwerk Musikvermittlung“ am Institut für Musikpädagogik der Universität zu Köln und unterschiedlichen Kölner Musikern und Musikerinnen hervor. Die Schülerinnen und Schüler gehen auf eine Entdeckungsreise durch verschiedene Aspekte des Jazz wie Instrumentenkunde, Rhythmus, Groove, Melodie und Scat-Gesang.

Dabei werden sie tatkräftig von echten Jazz-Profis unterstützt: Die Kölner Jazz-Pianistin Laia Genc, die mit ihrer Formation „Liaison Tonique“ und als Solistin zahlreiche Preise gewann, hat die künstlerische Leitung des Projekts übernommen und die Musik geschrieben. „„Diese Zusammenarbeit hat bisher tatsächlich alle meine Erwartungen übertroffen“, beschreibt Frau Genc das Projekt. „Und ich freue mich sehr auf die Interaktion mit den Grundschülern im Konzert. Da sprüht der Saal vor Energie!“ Die Initiative „Jazz mit Kick“, ein Zusammenschluss fünf professioneller Jazzmusiker mit zwei Pionierinnen der Konzertpädagogik, hat das pädagogische Konzept für das Mitmachkonzert entwickelt und steht als Band mit auf der Bühne.

Termin:
Freitag, 6. Juli 2018, um 9.30 Uhr und 11:30 Uhr
Das Jazz mit Kick Mitmachkonzert „Martin und der Jazz mit Käs“
Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln, Aula 3,
Gronewaldstr. 2,
50931 Köln

Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Organisatoren bitten jedoch um vorherige Anmeldung der Teilnahme unter info(at)netzwerkmusikvermittlung.de.
Der Eintritt ist frei.

Zur Realisierung des Projekts „Das Jazz mit Kick Mitmachkonzert 2018“ kooperiert „Jazz mit Kick“ mit dem Verein „Netzwerk Musikvermittlung“. Studierende des Master-Studiengangs Musikvermittlung an der Universität zu Köln gründeten den Verein im November 2017 gemeinsam mit an Musikvermittlung interessierten Kölner Künstlerinnen und Künstlern und Dozierenden der Universität, um Projekte der Musikvermittlung in und um Köln zu unterstützen. Als erstes Projekt hat sich der Verein das „Jazz mit Käs! – Schülerkonzert 2018“ vorgenommen.
Dadurch erhalten auch Studierende des Fachs Musik die Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Musikvermittlung, Projektarbeit und Grundschulpädagogik zu sammeln. Im Vorfeld des Konzerts gehen die Studierenden in die Grundschulklassen und führen gemeinsam mit den Kindern Jazz-Workshops durch. Die neun- und zehnjährigen Kinder werden angeleitet, mit Klängen zu improvisieren und zu singen. Sie üben sich in Body-Percussion und Tanz. Die Studierenden helfen ihnen dabei, eigene Instrumente zu basteln. „Das Mitmachkonzert stellt schließlich den Höhepunkt des gesamten Projekts dar“, sagt Dr. Thomas Busch vom Institut für Musikpädagogik.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Thomas Busch
Institut für Musikpädagogik, Universität zu Köln
+49 221 470-4662
tbusch3(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
https://de-de.facebook.com/jazzmitkick/
http://netzwerkmusikvermittlung.de
https://www.facebook.com/NetzwerkMUV/

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news-4949 Mon, 25 Jun 2018 10:43:14 +0200 Uni lädt zum Langen Abend der Studienberatung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4949&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50d537b9d31632839eb331c7304a259d Schüler/innen und Studierende mit Fragen können sich informieren / Beraterteams der Zentralen Studienberatung, des Studierendensekretariats, der Agentur für Arbeit und anderer Einrichtungen stehen Interessierten zur Verfügung Die Universität zu Köln lädt Schülerinnen und Schüler sowie Studierende zum „Langen Abend der Studienberatung“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an Studieninteressierte, die zum Wintersemester 2018/19 oder zu einem späteren Zeitpunkt ihr Studium beginnen oder ihr Studienfach wechseln möchten und noch nicht wissen, was Sie studieren wollen oder wie man sich für den Wunschstudiengang bewerben muss.

Ab 16.00 Uhr stehen die Beratungsteams der folgenden Einrichtungen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung: Zentrale Studienberatung, Studierendensekretariat, Agentur für Arbeit, International Office, Servicezentrum Behinderung und Studium, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Medizinische Fakultät, Philosophische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Humanwissenschaftliche Fakultät und das Zentrum für LehrerInnenbildung.

Termin:
Donnerstag, 28. Juni 2018, 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Langer Abend der Studienberatung
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35 & Studierenden Service Center, Universitätsstraße 22a, 50931 Köln

Die Informationsveranstaltung dient auch der Klärung von Fragen zur Studienwahl und zum Bewerbungsprozess: Wie finde ich heraus, welcher Studiengang zu mir passt? Wie wählt die Universität zu Köln aus? Wo, wann und wie bewerbe ich mich? Welche Berufsaussichten habe ich mit meinem Wunschstudium? Wie kann ich ein Auslandssemester in mein Studium integrieren?

Um 17:30 Uhr gibt es darüber hinaus einen Vortrag der Zentralen Studienberatung zum Thema „Bewerbung für ein Studium der (Zahn)Medizin“.

Inhaltlicher Kontakt:
Verena Pfeifer
Zentrale Studienberatung der Uni Köln
+49 221 470-76187
v.pfeifer(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:

www.zsb.uni-koeln.de/langerabend

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news-4943 Wed, 20 Jun 2018 11:59:31 +0200 Neue Heimat für 7.500 Algenstämme https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4943&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=422e2ea0743dc6524a42cd2649ee1b47 UDE/UzK: Vertrag besiegelt 7.500 lebende Mikro-Algenkulturen machen die CCAC (Culture Collection of Algae at the University of Cologne) zur weltweit größten Sammlung ihrer Art. Sie zieht demnächst von Köln an die Fakultät für Biologie der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Algensammlung verstärkt die Wasserforschung an der UDE, die durch das Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) gebündelt wird.

Algen sind weit verbreitet und in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Biologieprof. Dr. Jens Boenigk: „Mikroalgen gehören zu den häufigsten Lebewesen in den meisten Ökosystemen. Sie beeinflussen das globale Klima und die Selbstreinigung der Ökosysteme.“

Die angewandte Algenforschung besitzt hohes Innovationspotential: Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Mikroschadstoffe aus dem Abwasser entfernen; aber sie beherbergen auch viele Naturstoffe und sind daher für die Gesundheits- und Lebensmittelindustrie interessant. Diese Aspekte sollen vor allem im geplanten FutureWaterCampus des ZWU erforscht werden.

Hinweis für die Redaktion:
Am 22. Juni wird der Übergabevertrag an der UDE unterzeichnet. Ein Foto der Algensammlung (BU: Insgesamt 7.500 Algenstämme umfasst die neue Sammlung, die in speziellen Kulturgefäßen untergebracht ist, Fotonachweis: Universität zu Köln) stellen wir Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.uni-due.de/de/presse/pi_fotos.php

Weitere Informationen:
https://www.uni-due.de/2018-04-23-future-water-campus
Prof. Dr. Jens Boenigk,
Biodiversität,
Tel. 0201/183-3118 / 4302,
jens.boenigk(at)uni-due.de

Dr. Michael Eisinger,
Zentrum für Wasser- und Umweltforschung,
Tel. 0201/183-3890,
michael.eisinger(at)uni-due.de


Redaktion:
Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de
Ressort Presse
Universität Duisburg-Essen
Stabsstelle des Rektorats
http://www.uni-due.de/presse

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news-4942 Wed, 20 Jun 2018 11:02:29 +0200 Faktencheck: Wie gut oder schlecht können Schüler in Deutschland lesen und schreiben? https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4942&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2ebf4c47022755f983382df3a794e1d5 Bildungsstudien lösen häufig eine Debatte darüber aus, ob Kinder und Jugendliche immer schlechter lesen und schreiben. Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln ordnet die Ergebnisse der Studien in einem Faktencheck ein und informiert über wissenschaftlich fundierte Lese- und Schreibförderung.

Große Bildungsstudien (wie z. B. IGLU, PISA, IQB-Bildungstrends) zeigen, dass sich die Leseleistungen bezogen auf die gesamte Schülerschaft verbessert haben oder zumindest weitgehend stabil geblieben sind. Verschlechtert hat sich allerdings der Bereich Rechtschreibung. Das hat zuletzt der IQB-Bildungstrend für Grundschüler am Ende der vierten Klasse gezeigt. Die Studie hat außerdem eine bundesweite Debatte ausgelöst, weil sich im Vergleich zwischen den Bundesländern Verschiebungen gezeigt haben: Länder, die vormals gut abgeschnitten hatten, wiesen schlechtere Ergebnisse auf. Im internationalen Vergleich zeigten Grundschulkinder am Ende der vierten Klasse in 20 Staaten bessere Leistungen als deutsche Kinder. Dort nimmt Deutschland einen schlechteren Platz ein als zuvor.

„Wir müssen schauen, wie wir die schwächeren Schüler, die immerhin rund ein Fünftel ausmachen, bestmöglich fördern und unterstützen können“, sagt Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache.

Zwei Faktoren, deren Einfluss auf die Lese- und Schreibleistungen diskutiert wird, sind der Migrationshintergrund und die soziale Herkunft. So erzielen Kinder mit Migrationshintergrund schlechtere Leistungen als solche ohne Migrationshintergrund. Der Abstand hat sich jedoch seit den ersten großen Bildungsstudien im Jahr 2001 verringert. Außerdem wird der Unterschied kleiner, wenn der soziale Hintergrund berücksichtigt wird: Der Leistungsrückstand reduziert sich bei Schülern aus ähnlichen finanziellen, Bildungs- und Familienverhältnissen. Damit zeigt sich: Bildungserfolg hängt vor allem vom sozialen Hintergrund ab. „Anstatt die Debatte immer wieder auf migrationsbedinge Unterschiede zu lenken, muss der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Lese- und Schreibleistungen verringert werden. Heterogenität im Klassenzimmer hat viele Facetten, darauf müssen wir alle Lehrkräfte vorbereiten“, fordert Michael Becker-Mrotzek.

Der Faktencheck gibt auch einen Überblick über wissenschaftlich fundierte Fördermöglichkeiten. „Sprachliche Bildung beginnt schon im Elementarbereich: Reimen und Silben klatschen beispielsweise bereiten auf das spätere Lesen und Schreiben lernen vor“, erläutert Dr. Simone Jambor-Fahlen, Autorin des Faktenchecks und stellvertretende Abteilungsleiterin am Mercator-Institut. In der Grundschule spielt dann das Erlernen basaler Fertigkeiten eine wichtige Rolle, etwa flüssiges Lesen: Wer flüssig liest, kann sich besser auf die Inhalte des Textes konzentrieren. „Wir wissen aus der Forschung, dass zur Förderung Lautlesetrainings besonders wirksam sind, zum Beispiel, wenn stärkere und schwächere Schüler im Tandem gleichzeitig laut lesen,“ ergänzt Simone Jambor-Fahlen.

Das Mercator-Institut wird künftig verstärkt empirisch gesicherte Kenntnisse zu sprachlicher Bildung für Akteure außerhalb der Wissenschaft aufbereiten.  So will das Mercator-Institut einen Beitrag zu einer faktenbasierten Debatte über die erfolgreiche Gestaltung von Bildung leisten.

Den Faktencheck „Entwicklung der Lese- und Schreibleistungen“ können Sie hier herunterladen: https://tinyurl.com/faktencheck-Lesen-Schreiben
Ein Videointerview mit der Autorin Dr. Simone Jambor-Fahlen finden Sie hier:
https://youtu.be/VBOGO_jeE8M

Die Basiswissen sprachliche Bildung können Sie hier einsehen:
https://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de/de/themenportal/

Bei Fragen:
Anna Kleiner, Kommunikation
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Tel. 0221 – 470 7700
anna.kleiner(at)mercator.uni-koeln.de

Über das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache ist ein von der Stiftung Mercator initiiertes und gefördertes Institut der Universität zu Köln. Es will sprachliche Bildung verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, erforscht und entwickelt es innovative Konzepte, Maßnahmen und Instrumente für sprachliche Bildung. Es bildet regional Lehramtsstudierende aus sowie bundesweit Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, Schulen und der Erwachsenenbildung fort und bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt für Entscheidungsträger in Bildungspolitik und -verwaltung sowie Bildungspraxis auf. Mit seiner Forschung und seinen wissenschaftlichen Serviceleistungen zu sprachlicher Bildung in einer mehrsprachigen Gesellschaft trägt das Mercator-Institut zu mehr Chancengleichheit im Bildungssystem bei.
Weitere Informationen unter www.mercator-institut-sprachfoerderung.de

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news-4940 Tue, 19 Jun 2018 12:18:36 +0200 Bei Zweifeln am Studium: Veranstaltung bietet Infos für Studierende, die sich neu orientieren möchten https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4940&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=427a8ceea6de3574a34690ee63873e5f Gemeinsame Beratung von Universität, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Studierendenwerk, TH Köln und Agentur für Arbeit Die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Universität zu Köln lädt am 21. Juni 2018 von 16.00 bis 19.00 Uhr Studierende zur Veranstaltung „Zweifel am Studium?“ ins Hörsaalgebäude ein. Zahlreiche Beraterinnen und Berater der Universität zu Köln sowie mehrere Kooperationspartner stehen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Mit dabei sind unter anderem die Agentur für Arbeit Köln, die Industrie- und Handelskammer Köln, die Handwerkskammer Köln, das Kölner Studierendenwerk sowie die Technische Hochschule Köln und die Initiative „Umsteigen“.

Termin:
Donnerstag, 21. Juni 2018, ab 16.00 Uhr
„ZSB-Beratungsveranstaltung: Zweifel am Studium?“
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35, 50931 Köln

Beratungsthemen können sein: Neustart im bisherigen Studiengang, Studiengang- oder Fachwechsel, Alternativen zum Studium oder auch finanzielle und persönliche Probleme im Studium.

Im Rahmen der Veranstaltung finden zwei Vorträge der Zentralen Studienberatung (16:15 Uhr) und der Agentur für Arbeit (17:00 Uhr) statt. In einem separaten Bereich stehen ehemalige Studierende, die sich erfolgreich neu orientiert haben, den Besucherinnen und Besuchern für ein Gespräch zur Verfügung.

Inhaltlicher Kontakt:     
Oliver Kießler
Zentrale Studienberatung der Uni Köln
+49 221 470-6975
o.kiessler(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.zsb.uni-koeln.de/zweifelamstudium

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news-4939 Mon, 18 Jun 2018 17:24:45 +0200 NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft ernennt neuen Hochschulrat der Universität zu Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4939&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5951c74f722a65462b3b8640aa89f713 Der Hochschulrat der UzK hat zwei neue Mitglieder: Dr. Frauke Gerlach und Dr. Robert Perich. Dr. Richard Pott erneut zum Vorsitzenden gewählt. Staatssekretärin Annette Storsberg vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Mitglieder des neu gewählten Hochschulrats der Universität zu Köln ernannt. Neu in dem Gremium sind Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme Instituts, und Dr. Robert Perich, Vizepräsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Acht Mitglieder gehörten bereits dem vorherigen Hochschulrat an: Dr. Richard Pott, Professor Dr. Rolf Dobischat, Professor Dr. Wilfried Hinsch, Professorin Dr. Ursula Lehmkuhl, Professorin Dr. Maria Leptin, Claudia Nemat, Professor Dr. Andreas Radbruch und Professorin Dr. Franziska Völckner. Ausgeschieden sind Professorin Dr. Leena Bruckner-Tuderman und Dr. Barbara Bludau. Auf der konstituierenden Sitzung wählte das Gremium erneut Dr. Richard Pott, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Covestro AG, zum Vorsitzenden des Hochschulrats. Die Mitglieder werden auf fünf Jahre vom Ministerium bestellt.

Nach dem Hochschulgesetz NRW berät der Hochschulrat das Rektorat und übt die Aufsicht über dessen Geschäftsführung aus. Zu seinen Aufgaben gehören die Mitwirkung bei der Wahl/Abwahl der Mitglieder des Rektorats und die Feststellung des Jahresabschlusses. An der Universität zu Köln besteht der Hochschulrat aus zehn Mitgliedern, davon sieben externe Mitglieder aus führenden Positionen in Wissenschaft und Wirtschaft und drei interne Mitglieder der Kölner Universität.
       
Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen: https://www.portal.uni-koeln.de/hochschulrat.html

https://www.portal.uni-koeln.de/hochschulrat.html

 

 

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news-4934 Thu, 14 Jun 2018 07:20:12 +0200 NRW-Justizminister Peter Biesenbach spricht über aktuelle Herausforderungen der Justizpolitik https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4934&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd30ab39a6ea1e679638ad45dee9152e Jahresvortrag des Instituts für Anwaltsrecht / Vortrag zu den „Aktuellen Herausforderungen der Justizpolitik“ Peter Biesenbach (CDU), Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, hält den Jahresvortrag des Instituts für Anwaltsrecht der Uni Köln. Der gelernte Rechtsanwalt spricht zum Thema „Aktuelle Herausforderungen der Justizpolitik“. Die Veranstaltung wird von Professor Dr. Martin Henssler und Professor Dr. Dr. h.c. Hanns Prütting ausgerichtet.

Termin:
Mittwoch, 20. Juni 2018, um 16.00 Uhr
„Vortrag NRW-Justizminister Biesenbach: Aktuelle Herausforderungen der Justizpolitik“
Universität zu Köln, Aula 2 im Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Das Institut für Anwaltsrecht der Universität zu Köln wurde im Jahr 1988 auf Initiative des damaligen Rektors Professor Dr. h. c. Peter Hanau gegründet. Es war das erste seiner Art in Deutschland und machte sich fortan die Förderung der Belange der Anwaltschaft in Forschung und Lehre zur Aufgabe. Im Studium wird die anwaltliche Denk- und Arbeitsweise neben der Vorlesung „Anwaltliches Berufsrecht“ auch durch die zu erlangenden Schlüsselqualifikationen wie Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit gefördert. Diesen Entwicklungsprozess der Ausbildungsinhalte unterstützt das Institut für Anwaltsrecht begleitend und trägt dazu bei, dass in der Hochschulausbildung der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Kölner Universität die Brücke zwischen Rechtswissenschaft und anwaltlicher Praxis geschlagen wird.


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Martin Henssler
Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht
+49 221 470-5711
m.henssler(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4933 Wed, 13 Jun 2018 13:45:58 +0200 „Redefreiheit“: Bioethiker Peter Singer spricht über Grundlage der Streitkultur https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4933&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1de583f7596c5ea6f6a11d0329613486 Highlight der Vorlesungsreihe „Redefreiheit“ mit Vortrag zu „Philosophy, Controversy, and Freedom of Speech“ / Livestream ab 19.30 Uhr unter youtube.com/user/UniversitaetzuKoeln Das Kölner Center for Language, Information and Philosophy (CLIP) hat den bekannten Bioethiker Peter Singer zu einem Vortrag in die Vorlesungsreihe „Redefreiheit“ eingeladen. Singer spricht am Mittwochabend, 20. Juni 2018, in der Aula über „Philosophy, Controversy, and Freedom of Speech“.

Vertreterinnen und Vertreter der Presse und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen. Es ist zudem ein Livestream geplant.

Termin:

Mittwoch, 20. Juni 2018, um 19.30 Uhr
„CLIP-Lecture mit Peter Singer: Philosophy, Controversy, and Freedom of Speech“ (in Englisch)  
Universität zu Köln, Aula im Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Singer ist Professor an der Princeton University und an der University of Melbourne. Weltweite Bekanntheit erlangte er vor allem mit kontrovers diskutierten Positionen zu Tierrechten und Bioethik wie beispielsweise zu Embryonenschutz und Präimplantationsdiagnostik. Im Laufe seiner Karriere war der Philosoph selbst immer wieder mit Einschränkungen der Redefreiheit konfrontiert. So wurde er im Jahr 2015 vom Philosophie-Festival „phil.Cologne“ ausgeladen, wogegen zahlreiche Philosophie-Professoren protestiert hatten, auch CLIP-Veranstalter Professor Dr. Thomas Grundmann von der Uni Köln.

Die öffentliche Vorlesungsreihe zum Thema „Redefreiheit“ eröffnet den Rahmen, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Politik über die Begründung und zentrale Funktion von Redefreiheit sowie die aktuellen Probleme und Perspektiven zu diskutieren. Zur Eröffnung im April 2018 sprach Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth (Bündnis 90/Grüne). Der Singer-Termin ist der vorletzte in der Reihe: Am 4. Juli 2018 schließt der Berliner Philosoph Bernd Ladwig mit einem Vortrag „Die Redefreiheit als Menschenrecht“.

CLIP wurde im Jahr 2017 von Professor Dr. Thomas Grundmann, Sprachwissenschaftler Professor Dr. Klaus von Heusinger und Sprachphilosoph Professor Dr. Sven Bernecker gegründet.


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Grundmann
Center for Language, Information and Philosophy (CLIP)  
+49 221 470-4477
grundmann-sekretariat(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg  
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:  
http://clip.uni-koeln.de/37066.html

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news-4932 Tue, 12 Jun 2018 13:40:34 +0200 Diversity-Woche an der Uni Köln: AStA und Hochschulleitung zeigen Flagge https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4932&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fadd355a75877d17d0ffbbb1291e152f Gemeinsames Hissen der Regenbogenflagge vor dem Hauptgebäude / Startveranstaltung zur Diversity-Woche mit Youtuber Tarik Tesfu Die Universität zu Köln wendet sich mit der Aktion am 18. Juni weiterhin sichtbar gegen Diskriminierung in all ihren Formen.

"Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit all jenen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität benachteiligt, beleidigt oder angegriffen werden“, so Frau Prof.‘ Dr. Manuela Günter, Prorektorin für Gleichstellung und Diversität in ihrer Ansprache. Im Anschluss an ihre Worte und denen des AStA-Vorstands hissten beide eigenhändig die zwei Regenbogenflaggen. Das umstehende Publikum unterstützte den Einsatz mit lautstarkem Applaus.

Die Universität zu Köln demonstriert damit öffentlich ihre Solidarität mit der LSBTTI*-Community (lesbisch, schwul, transgender, transsexuell, intersexuell, u.a.) und setzt ein deutliches Zeichen für Gleichberechtigung sowie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an der Universität zu Köln und gegen Diskriminierung jeder Art. Dieses Signal soll auch Wirkung über den Unicampus hinaus entfalten. Vertreter und Vertreterinnen der Presse sind herzlich eingeladen.

Termin:
Montag, 18. Juni 2018, um 15.30 Uhr

„Start der Diversity-Woche: Hissen der Regenbogenflagge und Vortrag des YouTubers Tarik Tesfu“
Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Im Anschluss findet um 16.00 Uhr die Auftaktveranstaltung zur Diversity-Woche statt. In „Tariks Hate-Side-Story – Wenn im Internet die Hass-Post abgeht…“ schildert der Netz-Aktivist und YouTuber Tarik Tesfu, warum er der Universität den Rücken zugewandt hat, um in den sozialen Medien „einen auf Gender-Messias zu machen“, und wie er mit Anfeindungen in diesem Kontext umgeht.
Die Diversity-Woche findet in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. Geboten werden mehr als 45 Veranstaltungen, die für Vielfalt und Chancengerechtigkeit sensibilisieren und auf die bestehenden Angebote an der Universität zu Köln aufmerksam machen möchten. Das Programm reicht von Lesungen, Filmabenden, Seminaren und Vorträgen über Podiumsdiskussionen und Campusaktionen und ist offen für Studierende, Beschäftigte und Interessierte.

Inhaltlicher Kontakt:     
Andreas Klein
Referat Gender & Diversity Management
+49 221 470-7166
gedim(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://vielfalt.uni-koeln.de

 

 

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news-4931 Tue, 12 Jun 2018 13:14:51 +0200 Erinnerung: Kölner UniLauf mit Schnee und Bergwertung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4931&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c8be4f248be21a37c602025b81a46f75 19. Kölner UniLauf startet morgen / Deutsche Meisterin über 10.000m läuft mit Zum diesjährigen UniLauf am 13. Juni werden rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Aachener Weiher erwartet. Um 16.30 Uhr startet zunächst der 1.000 Meter lange „Kids-Run“, gefolgt um 17.30 Uhr vom „Fun-Run“ (5 Kilometer) und dem „Top-Run“ ab 18.30 Uhr (10 Kilometer). Beim letzten Startschuss um 19.30 Uhr gibt es dann noch einen besonderen Wettbewerb: die Viva-con-Agua-Kanister-Staffel. Die Aktion soll für die Trinkwasserproblematik in Ländern, in denen Dürre herrscht, sensibilisieren. Der Staffellauf findet parallel zum „Fitness-Run“ über 10 Kilometer statt, der mit 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern traditionell der größte Lauf ist.
Eine der Läuferinnen wird die aktuelle deutsche Meisterin über 10.000m, Anna Gehring, sein. Gehring war bereits 2016 und 2017 Deutsche U23-Meisterin über 5000m und 2016 U23-Vize-Europameisterin im Crosslauf. Die 21jährige Kölner Medizinstudentin wird für das Kölner Unilauf-Cup-Team teilnehmen.

 

Termin:
Mittwoch, 13. Juni 2018, ab 16.30 Uhr
19. UniLauf Volksbank Köln Bonn
Aachener Weiher, 50674 Köln

Mit einer Höhendifferenz von 18 Metern pro Runde gilt der UniLauf als Deutschlands schwierigster innerstädtischer Berglauf. Deshalb gibt es eine gesonderte Bergwertung, bei der die Volksbank Köln Bonn die schnellste Frau und den schnellsten Mann mit einer Sonderprämie und einem Bergtrikot auszeichnet.

Für Live-Unterhaltung und Stimmung an der Strecke sorgen die Sambaband „Ara Macao“ sowie der am höchsten Punkt der Strecke positionierte Alphornist Mitch Höhler. Dort wird der UniSport-Skipartner E&P-Reisen erstmalig auch acht Kubikmeter Schnee anfahren lassen und für willkommene Abkühlung sorgen.

Wer sowohl den 5-Kilometer-Lauf als auch beide 10-Kilometer-Läufe absolviert, hat am Ende des Tages beste Chancen auf den Titel „King“ bzw. „Queen of the Weiher“.
Zuschauer sind herzlich willkommen. Nachmeldungen können aus Kapazitätsgründen nicht mehr angenommen werden.


Inhaltlicher Kontakt:     
Eckhard Rohde
Leiter UniSport Köln
+49 221 470-4148
Vor Ort: +170 9201130
e.rohde(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de
Weitere Informationen:
www.unilauf.de

 

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news-4930 Fri, 08 Jun 2018 10:52:50 +0200 Londoner Spitzen-Immunologe erhält Alexander von Humboldt-Professur 2019 für die Uni Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4930&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77bc230197c804227f55889577797755 Krebsforscher Prof. Dr. Henning Walczak kann mit dem höchstdotierten internationalen Forschungspreis nach Köln wechseln. Die Universität zu Köln hat mit Professor Dr. Henning Walczak die Aussicht auf eine internationale Spitzenkraft im Bereich der Krebsforschung. Dem Wissenschaftler vom University College London wurde mit der Alexander von Humboldt-Professur 2019 jetzt der höchstdotierte internationale Forschungspreis Deutschlands verliehen – bis zu fünf Millionen Euro stehen Walczak für die ersten fünf Jahre seiner Forschung an der Uni Köln zur Verfügung. Walczak soll die vorklinische und die klinische Forschung stärker zusammenführen und die interdisziplinäre Forschung im Bereich des Stoffwechsels ausbauen.

Insgesamt fünf weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhielten die renommierte Auszeichnung für das Jahr 2019. Sie treten in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. An der Universität zu Köln sind aktuell zwei Humboldt-Professoren tätig: der Strukturbiologe Jijie Chai kam von der Tsinghua University in Peking (2017), der Philosoph Sven Bernecker wurde von der University of California, Irvine nach Köln berufen (2016). 

Henning Walczak ist aktuell Professor für Krebsbiologie am University College London und dort auch wissenschaftlicher Direktor des Krebsforschungszentrums UK-UCL. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen ERC Advanced Grant der Europäischen Union und den Wellcome Trust Senior Investigator Award des Vereinigten Königreichs. In seiner Forschung untersucht Walczak den Mechanismus des programmierten Zelltods als Faktor bei der Entstehung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen. 

Die Alexander von Humboldt-Professur wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die Humboldt-Professur eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen.


Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Weitere Informationen:
www.humboldt-professur.de

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news-4928 Thu, 07 Jun 2018 12:42:20 +0200 Wichtige Schritte der embryonalen Entwicklung der Wirbelsäule des Zebrafischs entschlüsselt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4928&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b4f13c0a3f617ad2551ff2ae8f81c8c2 Paper von Kölner Entwicklungsbiologen erhält Auszeichnung als „Research Highlight“ in der Fachzeitschrift „Development“ Ein internationales Team um die Kölner Entwicklungsbiologen Hans-Martin Pogoda, Iris Riedl-Quinkertz, Heiko Löhr und Matthias Hammerschmidt konnte am Modellorganismus des Zebrabärblings, auch Zebrafisch genannt, den Mechanismus der Wirbelsäulenentstehung in wesentlichen Aspekten entschlüsseln. Die Studie liefert neue Einblicke in die embryonale Ausbildung der Wirbelsäule, in der sich Wirbelkörper und deren Zwischenbereiche, sogenannte Intervertebrale, abwechseln. Der Beitrag der Kölner Forschenden wurde von den Herausgebern der Fachzeitschrift „Development“ als „Research Highlight“ ausgewiesen.


Alle Wirbeltiere (inklusive uns Menschen) bilden als funktionellen Vorläufer der späteren Wirbelsäule eine stabförmige, knorpelartige Struktur, das Notochord, aus. Es durchzieht die Körperachse des Embryos etwa vom Hals bis zur Schwanzspitze. Das Team fand Hinweise darauf, dass der Startmechanismus der Wirbelbildung bei Knochenfischen grundsätzlich anders als bei Vögeln und niederen Säugern abläuft. Zwar besitzen alle Wirbeltiere ursprünglich ein Notochord, beim Fischembryo spielt diese Struktur jedoch eine Schlüsselrolle bei der Segmentierung des Rückgrats, die letztlich ihren Ausdruck in einer „Kette“ aus Wirbelkörpern findet.

„Interessanterweise ist das Notochord beim Zebrabärbling äußerlich nicht in offensichtlich unterscheidbare Segmente unterteilt. Auf molekularer Ebene konnten wir allerdings erkennen, dass sich die Schicht der äußeren Knorpelzellen, die sogenannten Chordoblasten, durchaus in bereits segmentierte Abschnitte gliedert. Dieser Fund legt nahe, dass die Bildung der Wirbelkörper von den Chordoblasten gesteuert wird“, sagt Erstautor Dr. Hans-Martin Pogoda vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln. „Wir haben weiterhin gelernt, dass die Aktivitäten der Chordoblasten in Antwort auf das Signalmolekül Retinsäure ganz ähnlich sind wie die der Osteoblasten, die die Knochen im Menschen formen.“

Für entwicklungsbiologische Fragestellungen ist der Zebrabärbling ein besonders geeigneter Modellorganismus, da der Embryo optisch wie experimentell gut zugänglich ist. So ist es beispielsweise möglich, seine Entwicklung „live“ unter dem Mikroskop zu verfolgen, erklärt Pogoda: „Wir schauen uns die zellulären und molekularen Prozesse bei der Bildung des axialen Skeletts an und wollen herausfinden, wie der Bauplan der Wirbelsäule im Embryo angelegt wird. Diese Abläufe am Modell genau zu verstehen, ist grundlegend, zumal der Zebrabärbling heute eines der wichtigsten Modellsysteme der biomedizinischen Forschung ist. Viele der hier gewonnenen Erkenntnisse können auf den Menschen übertragen werden.“


Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Hans-Martin Pogoda
Institut für Zoologie der Universität zu Köln
+49 221 470-2738
pogodah(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Zur Publikation:
http://dev.biologists.org/content/145/9/dev159418.long

 

 

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news-4922 Tue, 05 Jun 2018 14:58:56 +0200 Religiosität spielt eine Rolle für den Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4922&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=907c37473a8de94d2f6c93c72bffb7cf Schulleistungen hängen bei Kindern mit Migrationshintergrund von der Form des religiösen Engagements und der Wohnlage in integrierten Nachbarschaften ab In einer Studie haben Prof. Dr. Sarah Carol (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie, Uni Köln) und Benjamin Schulz (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) den Einfluss verschiedener Formen der Religiosität auf den Bildungserfolg von muslimischen und christlichen Kindern mit Migrationshintergrund untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass der Zusammenhang zwischen Schulleistungen und Religiosität von der Form des religiösen Engagements abhängt. Das Engagement von Kindern und Jugendlichen in Moscheen beispielsweise geht mit besseren Schulleistungen einher, wenn sie nicht in segregierten Nachbarschaften leben. Die Ergebnisse der Studie „Religiosity as a bridge or barrier to immigrant children’s educational achievement?“ wurden nun in der Fachzeitschrift „Research in Social Stratification and Mobility“ veröffentlicht.

Unterschiedliche Studien kamen bisher zu dem Ergebnis, dass in Deutschland Kinder mit Migrationshintergrund geringere Schulleistungen erbringen als  Kinder ohne Migrationshintergrund. Weniger als 25 Prozent der in zweiter Generation in Deutschland lebenden Schülerinnen und Schüler mit türkischem Hintergrund machen das Abitur. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund sind es über 40 Prozent. Die bisherige Forschung hat sich auf den ethnischen Hintergrund, das Bildungsniveau und den sozioökonomischen Status der Eltern konzentriert.

Carol und Schulz konzentrieren sich in ihrer Studie stattdessen auf die Bedeutung der Religiosität als Faktor für die Schulleistungen und als Motor für Bildungsmobilität. „Wir wollten herausfinden, ob religiöse Organisationen den Jugendlichen Orientierung und Unterstützung bieten und ob eine religiöse Einstellung eine starke Selbstkontrolle begünstigt“, sagt Sarah Carol. Beides steht in einer positiven Beziehung zum Bildungserfolg.

Die Studie nutzte Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), um diese Hypothesen in Bezug auf muslimische und christliche Kinder mit Migrationshintergrund zu testen. Als Indikatoren für den schulischen Erfolg werden vor allem die Ergebnisse von Mathetests herangezogen. Der Grad der Religiosität und die Zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft wurden über die Beantwortung von Fragen erfasst. Informationen zum Migrationshintergrund lieferte die Herkunft der Eltern (Türkei, ehemalige Sowjetunion, Osteuropa, Südeuropa, Westeuropa, Asien, andere). 

„Die Studie zeigt, dass Religiosität nicht generell ein Hindernis für Bildungserfolg ist. Sowohl bei christlichen als auch muslimischen Schülern steht Religiosität unter bestimmten Bedingungen guten schulischen Leistungen nicht im Weg“, sagt Carol. „Religiosität spielt jedoch in erster Linie für den Bildungserfolg von muslimischen Kindern eine Rolle; für christliche Kinder spielt Religiosität hingegen kaum eine Rolle.“ Bei dem Zusammenhang zwischen dem Engagement in einer islamischen Gemeinschaft und der Schulleistung musste das Forscher-Duo einen zusätzlichen Faktor beachten: Leben Schüler in nicht-segregierten Nachbarschaften, besteht ein positiver Zusammenhang zwischen religiösem Engagement und Mathekompetenz. Leben sie allerdings in segregierten Nachbarschaften, haben diese Kinder keinen Vorteil mehr. Dann kann das religiöse Engagement sogar ein Hindernis für den Schulerfolg sein.

Eine hohe Gebetshäufigkeit geht bei muslimischen Kindern ebenfalls mit besseren Schulleistungen einher. „Regelmäßiges Beten deutet auf Selbstdisziplin und intrinsische Motivation hin. Beides sind auch Schlüsselfaktoren für den Schulerfolg“, so Carol. Anders sieht das Bild bei muslimischen Schülerinnen und Schülern mit einer hohen religiösen Selbsteinschätzung aus und jenen, die keinen regelmäßigen religiösen Verpflichtungen nachgehen. In dieser Schülergruppe ist es wahrscheinlicher, dass sie die Schule beispielsweise früh verlassen (Hauptschulabschluss) oder sogar abbrechen. „Muslimische Religiosität kann ein wichtiger Teil der sozialen Identität der Schüler sein, wenn sie Probleme in der Schule  oder Schwierigkeiten beim Übergang in die Arbeitswelt haben“, interpretiert Carol dieses Ergebnis.

Zusammenfassend stellen Carol und Schulz fest, dass subjektive Religiosität ein Hindernis darstellen kann, aber andere Facetten der muslimischen Religiosität kein Hindernis für den Bildungserfolg sein müssen.


Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Sarah Carol
Institut für Soziologie und Sozialpsychologie
+49 221 470-89165
carol(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:

Sarah Carol, Benjamin Schulz: Religiosity as a bridge or barrier to immigrant children’s educational achievement?
https://doi.org/10.1016/j.rssm.2018.04.001

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news-4920 Tue, 05 Jun 2018 08:05:32 +0200 Douglas R. Hofstadter ist Albertus-Magnus-Professor 2018 https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4920&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eefd1513ae1a3c156e6cd18a29c38cd0 Vom 18. bis 20. Juni finden an der Uni Köln zwei Vorlesungen und ein Seminar zum Thema Übersetzung im Computerzeitalter statt, vor allem zum Verhältnis von menschlicher und maschineller Übersetzung. Der amerikanische Wissenschaftler Douglas R. Hofstadter kann wohl am besten als Universalgelehrter bezeichnet werden. Der Direktor des Center for Research on Concepts and Cognition an der University of Indiana in Bloomington, USA, versteht sich selbst als Grenzgänger zwischen Natur- und Geisteswissenschaften: zwischen Physik, Mathematik und Informatik auf der einen und Musik-, Sprach- und Literaturwissenschaft auf der anderen Seite. Im Mittelpunkt seines Interesses steht „the human mind“ – der menschliche Geist – in all seinen Facetten.

In seinem aktuellen Buch befasst sich Hofstadter mit Analogien im menschlichen Denken. In der Vergangenheit hat er auch mehrere Literaturübersetzungen ins Englische vorgelegt, darunter Alexander Puschkins „Eugen Onegin“. Mit dem Thema Übersetzung beschäftigt er sich auch theoretisch: In seinen beiden öffentlichen Vorlesungen im Rahmen der Albertus-Magnus-Professur wird Hofstadter über menschliches und dem maschinelles Übersetzen sprechen.

Termine
Montag, 18. Juni 2018, um 19.30 Uhr
„Reflections on Machine Translation“ (1. Vorlesung)
Aula der Universität, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Dienstag, 19. Juni 2018, um 19.30 Uhr
„Reflections on Human Translation“ (2. Vorlesung)
Aula der Universität, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Die Vorlesungen finden auf Englisch statt.

Zusätzlich findet am Mittwoch, 20. Juni 2018, um 12.00 Uhr ein öffentliches Seminar im Tagungsraum des Seminargebäudes statt. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme am Seminar vorher unter www.amp.uni-koeln.de an.

Für sein in viele Sprachen übersetztes Buch „Gödel, Escher, Bach: ein Endloses Geflochtenes Band“ bekam Hofstadter in den 1980er Jahren den Pulitzer-Preis und den American Book Award. Für seine Verdienste um eine Vermittlung grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse für eine breitere Öffentlichkeit wurde er 2017 von fünf Göttinger Max-Planck-Instituten mit der Science Communication Medaille ausgezeichnet.

Nach Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Judith Butler, Noam Chomsky, Bruno Latour, John Searle und Martha Nussbaum wird mit Douglas R. Hofstadter bereits zum 14. Mal eine Persönlichkeit von internationaler Geltung auf die 2005 eingerichtete Albertus-Magnus-Professur berufen. Die Professur ist nach dem mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus benannt, der Mitte des 13. Jahrhunderts die Generalstudien des Dominikanerordens in Köln leitete und als einer der geistigen Väter der 1388 gegründeten Universität gilt.


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Speer
Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
andreas.speer(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:

www.amp.uni-koeln.de

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news-4919 Mon, 04 Jun 2018 10:27:48 +0200 Rentenniveau kann auch ohne neue Rentenformel gesichert werden https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4919&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0099e3b0d21fff72dd3d872ff8dd4759 Das gegenwärtige Rentenniveau kann auch ohne eine grundsätzlich neue Rentenformel längerfristig gehalten werden / Das zeigt eine demnächst beim ifo-Institut veröffentlichte Studie von Professor Dr. Eckart Bomsdorf vom Institut für Ökonometrie und Statistik der Universität zu Köln. Eine Feinjustierung der gegenwärtigen Rentenformel reicht laut Eckart Bomsdorf, um kurz- und mittelfristig den Rückgang des Rentenniveaus zu stoppen. „Langfristig ist es noch möglich, die Dämpfungen der Rentenanpassungen und die daraus folgenden Absenkungen zu halbieren“, so Bomsdorf.

Das Rentenniveau gibt dabei etwas vereinfacht gesagt an, wieviel Prozent seines letzten Einkommens ein Standardrentner oder eine Standardrentnerin mit 45 Beitragsjahren und jeweils Durchschnittseinkommen bei Renteneintritt von seinem letzten Einkommen als Rente erhält. Der Autor schlägt in seiner Studie mehrere Modifikationen der Rentenanpassungsformel vor, ohne diese grundsätzlich zu ändern und ohne willkürliche Einschnitte. „Die Rentenformel muss lediglich auf ihre Realitätsnähe überprüft werden und daraus müssen Konsequenzen gezogen werden, ohne die Formel generell in Frage zu stellen. Öfter eine ohnehin schon komplizierte Rentenformel zu ersetzen, lässt die notwendige Stabilität vermissen“, sagt Bomsdorf. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass hierbei ein Klienteldenken oder die Kassenlage maßgebend ist.“

Die Studie orientiert sich an der geltenden Rentenformel und stellt hier insbesondere den so genannten Altersvorsorgefaktor auf den Prüfstand, der Ausgaben der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen für die gesetzliche Rentenversicherung und die Riesterrente beinhaltet. Bomsdorf stellt in seiner Untersuchung fest, dass hier gegenwärtig problematisch vorgegangen wird. So wirkt sich beispielsweise bei einer Veränderung des Beitragssatzes zur Rentenversicherung diese Veränderung vollständig auf die Rentenanpassung aus, obwohl die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nur die Hälfte dieses Beitrags zahlen. An dieser Stelle setzt ein Modifikationsvorschlag der Studie an. Sie berücksichtigt gleichzeitig, dass die nicht obligatorische Riester-Rente sich in wesentlich geringerem Umfang durchgesetzt hat als vorgesehen. „Sie ist aber aktuell voll in der Rentenformel eingepreist“, sagt Bomsdorf. Wird zugleich berücksichtigt, dass der Standardrentner aufgrund der Erhöhung des gesetzlichen Rentenzugangsalters auch neu zu definieren wäre, so ergibt sich auch hierdurch ein höheres Rentenniveau.

Durch die angesprochenen Maßnahmen lässt sich ein um mehrere Punkte höheres Rentenniveau erreichen, als ohne diese. Summarisch gesehen könnte für 2030 damit ein um über drei Punkte höher liegendes Rentenniveau erreicht werden, als heute angenommen. Bis zu diesem Jahr könnte sogar ein Rentenniveau von 48 % gehalten werden. Zwar kann ein Rückgang des Niveaus sehr langfristig nicht vermieden werden, aber er könnte sich mehr als halbieren und das zu vertretbaren Kosten, die unterhalb derer für die Mütterrente liegen. Mit diesem Vergleich sollen keineswegs verschiedene Änderungen in der Rentenversicherung gegeneinander ausgespielt werden, sondern nur demonstriert werden, dass die angedeuteten Maßnahmen bezahlbar sind. Bomsdorf resümiert: „Es sollte und kann gelingen, ohne die – gefühlt – hundertste neue Rentenformel den Zielen des Koalitionsvertrags bei der Rentenreform näher zu kommen. Eine Feinjustierung der aktuellen Formel reicht.“

Im Übrigen weist Bomsdorf darauf hin, dass die Bedeutung der Rentenniveaus überschätzt wird. Es ist nicht das gleiche wie der Pensionssatz bei Beamten. Niemand kann aus dem Rentenniveau unmittelbar auf die Höhe seiner Rente schließen.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Eckart Bomsdorf
Universität zu Köln
Institut für Ökonometrie und Statistik
E-Mail: bomsdorf(at)wiso.uni-koeln.de
Telefon: 0221 470-2982 /-5831

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

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news-4917 Fri, 01 Jun 2018 08:47:41 +0200 Geheimnis um Plutos Dünen enthüllt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4917&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ccb95ad6d2d885309f35f44c8b198393 Internationales Forschungsteam entdeckt Dünen auf Pluto / Ergebnisse zeigen, wie die Dünen entstehen und über die Oberfläche des Planeten wandern Ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen Geografie, Physik und Planetenwissenschaften beschreibt in „Science“ ihre Untersuchung von Bildern der Oberfläche des Zwergplaneten Pluto, die im Juli 2015 von der NASA-Sonde New Horizons aufgenommen worden waren. Die Bilder zeigen, dass sich eine Reihe von Dünen über ein über ein fast 75 Kilometer langes Gebiet von der Grenze der „Sputnik Planitia“, einer herzförmigen Eisebene, bis zu einem Gebirgszug auf Pluto erstrecken.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der University of Plymouth (UK), der Universität zu Köln (Deutschland) und der Brigham Young University (Utah, USA) führten das Forschungsteam an.

„Wir wollten erklären, warum Dünen auf dem Pluto vorkommen“, sagt Dr. Eric Parteli von der Universität zu Köln. Zunächst analysierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die räumliche Anordnung der Dünen und nahe gelegener Windverwehungen und erstellten spektrale und numerische Modelle. Daraus schlossen sie, dass sich sandkorngroße Methankörner durch die Sublimation von Stickstoff aus dem Boden lösen und ablagern. Dabei geht der Stickstoff vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über.

Parteli berechnete, wie sich die Dünen auf Pluto bewegen: „Wir untersuchten den Sandtransport unter solch extremen Bedingungen, wie sie auf Pluto herrschen.“ Verantwortlich für die Dünenbewegung ist die sogenannte Saltation der Sandkörner. Dabei übertragen die angeschobenen Körner hüpfend ihren Impuls auf andere, auf dem Boden liegende Körner. „Die Einschläge der Körner in Saltation setzen neue Teilchen in Bewegung“, so der Geowissenschaftler und Physiker. Dieser Mechanismus verursacht ein für die Dünenbewegung ausschlaggebendes Systemverhalten, das man Hysterese nennt. „Wenn der Sandtransport einmal begonnen hat, kann er mit Hilfe der Saltation aufrecht erhalten bleiben.“

Auf Pluto ist die Atmosphäre eine Million Mal dünner und die Schwerkraft etwa zwanzig Mal geringer als auf der Erde. Genau diese extremen Bedingungen unterstützen die Saltation auf dem Kleinplaneten. „Bei dünner Luft, wie auf Pluto, ist Hysterese viel stärker ausgeprägt als auf der Erde“, sagt Parteli. „Durch die geringere Schwerkraft und den verschwindenden Luftwiderstand können Sandkörner viel leichter in Saltation bleiben.“

Das Anschieben einer Bewegung kostet mehr Kraft, als die Bewegung zu erhalten, wie jeder Autofahrer weiß: Während die Dünen im 1. Gang anfahren, brauchen sie mehr Schub als wenn sie danach im 4. Gang über die Oberfläche gleiten. Auf der Erde reichen für den Erhalt der Saltation Winde aus, die 20 Prozent schwächer als die Initialwinde sind. Doch durch die wesentlich geringere Schwerkraft des Pluto und den extrem niedrigen atmosphärischen Druck reicht hier weniger: Die Methankörner werden durch Winde zwischen 30 und 40 km/h transportiert. „Die Geschwindigkeit der Erhaltungswinde kann auf Pluto hundertmal kleiner sein als die Anfangsgeschwindigkeit“, erklärt Parteli.

Das Forschungsteam zeigte auch, dass neben dem Wind noch weitere Mechanismen für den Transportbeginn relevant sind. „Wahrscheinlich spielen die durch die Sonneneinstrahlung herbeigeführten Temperaturgradienten in der granularen Eisschicht eine wichtige Rolle für den Saltationsbeginn auf Pluto“, sagt Parteli. „Im Inneren des Bodens entsteht ein Überdruck, wodurch Partikel an die freie Luft emittiert werden können, um sich anschließend durch Saltation zu bewegen.“ Die ermittelte Windgeschwindigkeit und die Dünengröße erlaubte den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen Rückschlüsse auf eine wahrscheinliche Korngröße von 200 bis 300 Mikrometern auf dem Kleinplaneten. „Die Sandkörner unterscheiden sich in ihrer Größe also nicht von denen auf der Erde“, resümiert Parteli.

Das Grenzgebiet zwischen Eisebene und Gebirgskette bietet perfekte Bedingungen für die Entstehung solch regelmäßiger Landschaftsformationen. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass sich die Eigenschaften der Dünen durch ihre ungestörte Morphologie und ihre Interaktion mit dem Untergrund aus Gletschereis innerhalb der letzten 500.000 Jahre herausgebildet haben – vielleicht sogar vor sehr viel kürzerer Zeit.

Dr. Matt Telfer, Geograf an der University of Plymouth und Erstautor des Artikels, sagt: „Wir wussten, dass jeder Himmelskörper im Sonnensystem mit Atmosphäre und einer felsigen Oberfläche Dünen hat. Aber wir wussten nicht, was wir auf Pluto finden würden. Es hat sich gezeigt, dass sich auch hier Dünen bilden, obwohl es nur so wenig Atmosphäre gibt und die Oberflächentemperatur nur ca. minus 230 Grad beträgt. Die Daten von New Horizons haben uns eine Fülle neuer Details geliefert, aber es war nicht leicht herauszufinden, wie der Nachschub an Sedimenten funktioniert und die lockere Oberfläche und der nötige Wind entstehen, die für die Dünen notwendig sind. Die Erkenntnisse sind ein neues Puzzlestück, um diesen vielfältigen und weit entfernten Himmelskörper zu verstehen. Sie ermöglichen ein grundsätzlicheres Verständnis der geologischen Prozesse, die ihn beeinflussen.“

Dr. Jani Radebaugh, Geologin an der Brigham Young Universität, ergänzt: „Als ich die Bilder von New Horizons das erste Mal sah, dachte ich sofort, dass das Dünen sein müssen. Aber es war sehr überraschend, weil wir wissen, dass es dort so wenig Atmosphäre gibt. Obwohl er dreißigmal so weit von der Sonne entfernt ist wie die Erde, hat Pluto doch erdähnliche Eigenschaften. Wir haben uns bisher darauf konzentriert, was in unserer Nähe liegt, aber es gibt auch eine Fülle von Erkenntnissen in den Weiten des Sonnensystems.“

Das Team will nun die Entstehungsgeschichte der Pluto-Dünen mittels Computersimulationen untersuchen. „Diese Forschung ist wichtig für unser Verständnis der Rolle des Windes in der Geologie des Pluto“, sagt Parteli.

Inhaltlicher Kontakt:     
Dr. Eric Parteli
+49 221 470 7480
eric.parteli(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Veröffentlichung:
http://science.sciencemag.org/content/360/6392/992
DOI: 10.1126/science.aao2975

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news-4916 Wed, 30 May 2018 18:22:54 +0200 Kölner Jura-Studierende siegen in Den Haag https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4916&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=55439bccac56dfd309beac56b300ca87 Zum zweiten Mal in Folge hat das Team der Kölner Universität den renommierten Telders Moot Court in Den Haag gewonnen.

Beim Telders Moot Court Wettbewerb handelt es sich um die Simulation eines Gerichtsverfahrens, bei der Jurastudierende aus aller Welt in einem fiktiven völkerrechtlichen Fall gegeneinander
antreten. Ort des Geschehens ist der Internationale Gerichtshof in Den Haag - die Great Hall of Justice.

Von insgesamt 23 nationalen Teams, von denen sechs Teams durch eine Nationalrunde gekommen sind, haben sich die Kölner Antonia Kratz, France Oly, Lisa Schöttmer und Frederic Kupsch, die von Laura Hughes-Gerber vom Institut für Luftrecht, Weltraumrecht und Cyberrecht der Universität zu Köln gecoacht wurden, bereits in den Vorrunden gegen den Gastgeber der Universität Leiden (Niederlande), die Nationale Universität Kiew-Mohyla-Akademie (Ukraine), Honourable Society of Inner Temple (England) und die Universität von Lettland (Lettland) durchsetzen können und das Finale des völkerrechtlichen Telders Moot Court Wettbewerbs im Friedenspalast erreicht.

Im Laufe eines spannenden Finales, das von den Richtern James Crawford, Giorgio Gaja und John Dugard geleitet wurde, hat das Kölner Team als Beklagter gegen das Klägerteam der Demokrit-Universität Thrakien.(Griechenland) plädiert und den Wettbewerb für sich entscheiden können. Zusätzlich hat das Kölner Team den Carnegie Preis für den besten Beklagtenschriftsatz  gewinnen können.  Durch den erneuten Sieg  hat die Universität Köln den Telders Wettbewerb in den letzten vier Jahren zum dritten Mal gewonnen (2015, 2017, 2018).

Inhaltlicher Kontakt:
Laura Hughes-Gerber
+49221 470-6211
Lhughes1(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Anneliese Odenthal
+49 221 470-5602
odenthal(at)uni-koeln.de

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news-4915 Wed, 30 May 2018 17:55:30 +0200 Bundesweit erste ambulante Reha für Kinder und Jugendliche Deutsche Rentenversicherung Rheinland und UniReha https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4915&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fce8b5da7881ef857cbef301ec31ea84 Eine Gesetzesänderung macht es möglich: Ambulante Reha-Leistungen sind jetzt auch für Kinder und Jugendliche vorgesehen. Das kann die UniReha, das Zentrum für Prävention und Rehabilitation der Uniklinik Köln, nun gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland erstmals anbieten. Ab dem 01.06.2018 können Kinder und Jugendliche aus dem Rheinland mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen, aber auch Kinder und Jugendliche mit Übergewicht, hier eine ambulante Reha machen.
 
„Damit wurde eine Versorgungslücke geschlossen“, erklärt Holger Baumann, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Rheinland. „Wir hoffen, damit – in Ergänzung zu den stationären Reha-Angeboten – einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheitsförderung sowie die Sicherung der Ausbildungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen zu leisten“, so Baumann weiter.
 
„Aufbauend auf erfolgreichen Erfahrungen im Bereich der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen haben wir gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland dieses neue ambulante Reha-Konzept entwickelt. Das Versorgungsangebot können wir ab dem 01.06.2018 anbieten“, freut sich Prof. Dr. Eckhard Schönau, Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter der UniReha.
 
Das Konzept ist benannt als Ambulante Medizinisch-Lebenswelt orientierte Rehabilitation (AMLOR) für Kinder und Jugendliche. „Unser Ziel dabei ist die zeitliche Vereinbarung der Alltagsaktivitäten mit dem therapeutischen Konzept. Wir hoffen, so ein ambulantes Angebot konzipiert zu haben, dass mit der Lebenswirklichkeit unser Patienten – mit der Schule, mit der Ausbildung und dem alltäglichen Familienleben in Einklang zu bringen ist“, so Prof. Schönau weiter.
 
Insgesamt über sechs Monate wechseln sich kurzfristige wöchentliche Therapiephasen am Nachmittag mit zweiwöchentlichen einzelnen Therapieeinheiten ab. Ein wesentlicher Therapiebaustein ist dabei die Anleitung für ein Trainingsprogramm, das zu Hause fortgeführt werden kann.
 
Das Konzept wird wissenschaftlich begleitet durch die UniReha, das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) und der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln.
 
Für Rückfragen:
Christoph Wanko
Referent Unternehmenskommunikation
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse(at)uk-koeln.de

 

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news-4910 Tue, 29 May 2018 12:07:08 +0200 CAMPUS STARTUP-Day an der Uni Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4910&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6a53cf7ce08e9583b4564f4787252fc7 Zum 4. Mal in Folge veranstalten der Entrepreneurs Club Cologne e.V. und das hochschulgründernetz cologne e.V. den CAMPUS STARTUP-Day an der Universität zu Köln / 3 Workshops sowie 4 Keynotes u.a. mit dem Alando-Gründer Jörg Rheinboldt warten auf interessierte Studierende.

Der CAMPUS STARTUP-Day hat das Ziel, Studierende über das Thema Unternehmensgründung zu informieren. Zudem haben sie in der Startup Village die Chance, in Kontakt mit den Playern der Kölner Startup Szene zu kommen. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

CAMPUS STARTUP-Day 2018
08. Juni 2018
10.00 – 20.00 Uhr
Universität zu Köln
Hauptgebäude, Aula 2
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Die Workshops des Campus Startup Days finden von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr statt, besprochen und geübt werden die Lean Startup- Methode, die Frage der Innovationshöhe im Zusammenhang mit der Antragstellung im Förderprogramm Exist und die Seed-Finanzierung von jungen Unternehmen.

Es folgen von 14.00 – 17.00 Uhr die Keynotes u.a. mit Jörg Rheinboldt, der zusammen mit den Samwer-Brüdern Alando gründete und an eBay verkaufte. Beschlossen wird das Programm um 18.00 Uhr mit einer „FuckUpNight“.
Tickets können noch bis zum 8. Juni erworben werden. Für die Teilnahme fällt ein Unkostenbeitrag von 10 Euro an.

Inhaltlicher Kontakt:
Marc Kley
+49 221 470-1133
gateway@verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470 2396
r.hahn@verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.campus-startupday.de
#getthiscampusstarted

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news-4909 Tue, 29 May 2018 12:03:59 +0200 Preisregen für die Kinderonkologie https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4909&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=892516fa7a71ae7104555918c3ccf44e Mehrere Auszeichnungen für Kinderärzte der Uniklinik Köln Gleich drei Kinderonkologen aus der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln sind auf dem diesjährigen Fachgesellschaftskongress „Advances in Neuroblastoma Research“ Mitte Mai in San Francisco für ihre wissenschaftliche Arbeit und Expertise geehrt worden.
 
Dr. Sandra Ackermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Matthias Fischer, erhielt den mit 750 Dollar dotierten Preis für die beste Präsentation in der Kategorie Basic Sciences für ihren Vortrag „The genetic basis of favorable outcome and fetal tumor progression in neuroblastoma“. Nach Ansicht der Juroren präsentierte sie mit dem Projekt substantielle neue Erkenntnisse zur komplexen Genetik beim Neuroblastom.
 
Sarina Butzer, Assistenzärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Klinische Kinderonkologie, hat in San Francisco den mit 1.500 Dollar dotierten Young Investigator Award als Reisestipendium für ihre Arbeit „mIBG non avidity: correlation with clinical features and prognosis“ erhalten. Die Arbeit entstand in enger Kooperation mit der Nuklearmedizin.
 
Senior-Univ.-Prof. Dr. Frank Berthold hat auf dem diesjährigen Kongress den Lifetime Achievement Award der Gesellschaft für sein über 30jähriges wissenschaftliches Engagement auf dem Gebiet des Neuroblastoms erhalten. In dieser Zeit hat der Mediziner mehrere nationale klinische Studien zur Therapie von Patienten mit Neuroblastom konzipiert und geleitet. Parallel hat er eine nationale Tumorbank etabliert und darauf aufbauend die molekulare Forschung am Neuroblastom ganz wesentlich mitbestimmt. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeit haben sich in über 300 wissenschaftlichen Publikationen in internationalen Journalen niedergeschlagen. Wesentlicher Motor seiner erfolgreichen wissenschaftlichen Tätigkeit war nicht zuletzt die internationale Kommunikation und Vernetzung unter anderem im Rahmen der Advances in Neuroblastoma Research Association, die diesen Preis vergeben hat. Von 2006 bis 2008 war Prof. Berthold selbst Vorsitzender der internationalen Vereinigung.
 
Darüber hinaus ist Univ.-Prof. Dr. Matthias Fischer, Leiter des Bereichs Experimentelle Kinderonkologie, als Repräsentant für Europa und Russland für sechs Jahre in den Lenkungsausschuss der internationalen „Advances in Neuroblastoma Research Association“ gewählt worden. Dort kümmert er sich um die regionale Entwicklung der Fachgesellschaft und die Ausrichtung sowie Gestaltung zukünftiger Neuroblastom-Kongresse.
 
 
Für Rückfragen:
Anja Schattschneider
Redakteurin / Pressereferentin
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse(at)uk-koeln.de
 

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news-4908 Tue, 29 May 2018 08:03:08 +0200 Kölner UniLauf am 13. Juni – mit Staffellauf https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4908&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf215f44dd7caf3f8eeacc2c87e4e39a UniLauf startet zum 19. Mal / Besonderes Highlight: Mobilisierungsaktion für bessere Trinkwasserversorgung in von Dürre bedrohten Ländern Zum diesjährigen UniLauf am 13. Juni werden rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Aachener Weiher erwartet. Um 16.30 Uhr startet zunächst der 1.000 Meter lange „Kids-Run“, gefolgt um 17.30 Uhr vom „Fun-Run“ (5 Kilometer) und dem „Top-Run“ ab 18.30 Uhr (10 Kilometer). Beim letzten Startschuss um 19.30 Uhr gibt es dann noch einen besonderen Wettbewerb: die Viva-con-Agua-Kanister-Staffel. Der Staffellauf findet parallel zum „Fitness-Run“ über 10 Kilometer statt, der mit 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern traditionell der größte Lauf ist.

Termin
Mittwoch, 13. Juni 2018, ab 16.30 Uhr
19. UniLauf Volksbank Köln Bonn
Aachener Weiher, 50674 Köln

Anmeldeschluss (Nachmeldungen sind nicht möglich)
03. Juni 2018

Wer sowohl den 5-Kilometer-Lauf als auch beide 10-Kilometer-Läufe absolviert, hat am Ende des Tages beste Chancen auf den Titel „King“ bzw. „Queen of the Weiher“. Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Bergwertung, bei der die Läufer vier Hügel erklimmen müssen. Die Steigung gilt als „Deutschlands schwierigster innerstädtischer Berglauf“.

Die Fünf-Liter-Kanister-Staffel von Viva con Agua ist ebenfalls wieder Teil des Programms. Viva con Agua ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die Aktion soll für die Trinkwasserproblematik in Ländern, in denen Dürre herrscht, sensibilisieren: Dort müssen Menschen oft etliche Kilometer mit Wasserkanistern zurücklegen, um ihr Überleben zu sichern. Teams aus vier Läuferinnen und Läufern müssen einen mit fünf Litern Wasser gefüllten Kanister rund um die Strecke mit einer Höhendifferenz von insgesamt 72 Metern vier Runden (à 2,5 Kilometer) tragen – ohne Hilfsmittel und natürlich auf Zeit. Als Gewinne warten unter anderem vier Reisegutscheine im Wert von 250€ für UniSport-Reisen oder der UniChamp von E&P-Reisen.

„Da die Aktion bereits im letzten Jahr auf so positive Resonanz gestoßen ist, freut es mich, dass der Staffellauf dieses Jahr wieder stattfindet. Trinkwasser aus dem Hahn ist nämlich nach wie vor nicht selbstverständlich“, sagt Eckhard Rohde, Leiter des UniSport Köln. Läuferinnen und Läufer können sich durch kreative Teamfotos und viele Facebook-Likes für einen Startplatz in der Kanister-Staffel qualifizieren.

Inhaltlicher Kontakt:
Eckhard Rohde
Leiter UniSport Köln
+49 221 470-4148
Vor Ort: +170 9201130
e.rohde(at)verw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.unilauf.de

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news-4905 Tue, 22 May 2018 09:32:49 +0200 „Medienapokalypsen“: Universitäts- und Stadtbibliothek eröffnet Ausstellung zu Medien im Wandel https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4905&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=67f62dac881d2cc7cb5c280af334ab24 Studierende der Medienkulturwissenschaft haben Ausstellung mitgestaltet / Vernissage am 29. Mai 2018 und Podiumsdiskussion am 19. Juli 2018 Die Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) präsentiert vom 29. Mai 2018 bis zum 30. September 2018 die Ausstellung „Medienapokalypsen – Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel“. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit mit dem Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln unter Projektleitung von Professor Dr. Stephan Packard.

Die von Studierenden mitgestaltete Ausstellung untersucht die kulturellen Reaktionen auf Umbrüche in der Mediennutzung in der Vergangenheit und heute. Zahlreiche Vorträge und Filmvorführungen sowie eine Podiumsdiskussion bilden ein vielfältiges Rahmenprogramm. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist kostenfrei zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich.

Termine:
Dienstag, 29. Mai 2018, 18:00 Uhr
„Ausstellungseröffnung: Medienapokalypsen – Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel“
Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33, 50931 Köln

Donnerstag, 19. Juli 2018, 19:00 Uhr
„Podiumsdiskussion: Medienapokalypsen - Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel“ (In Kooperation mit Kulturpartner WDR 3)
Universitäts- und Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33, 50931 Köln,
Lesesaal I (1. OG), mit PD Dr. Joseph Garncarz, Prof. Dr. Lisa Gotto, Prof. Dr. Stephan Packard und Cordula von Wysocki

Die Ausstellung wird in weiten Teilen von Studierenden der Medienkulturwissenschaft an der Universität zu Köln gestaltet. Das Besondere ist, dass die einzelnen Ausstellungsteile erst nach und nach in chronologischer Reihenfolge enthüllt werden. Startschuss ist mit den Themengebieten „Mediale Ängste und Hoffnungen“, „Übergang von Mündlichkeit zu Schriftlichkeit in der Antike“ sowie „Schrift- und Textkritik“ am 29. Mai 2018.

„Die Einführung neuer Medien war in der Geschichte immer wieder mit Hoffnungen und Ängsten verbunden und ist es auch heute“, sagt Professor Dr. Stephan Packard, Professor für Kulturen und Theorien des Populären. „Die Ausstellung veranschaulicht, wie Menschen mit neuen Medientechnologien umgegangen sind und umgehen –  von der mündlichen Singdichtung Homers bis zu den digitalen Games der Gegenwart. Was war damals wirklich neu? Was ist es heute? Wie bewältigen Gesellschaften die Flut neuer Möglichkeiten, die Medienrevolutionen mit sich bringen? Das Wort Apokalypse spiegelt diesen Zwiespalt: Es heißt heute sowohl ‚Offenbarung‘ als auch ‚Weltuntergang‘, bezeichnet Hoffnungen ebenso wie Ängste.“

„Wir freuen uns, dass wir wieder ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit der Universität anstoßen konnten“, sagt Dr. Hubertus Neuhausen, Direktor der USB. „In der Bibliothek haben wir die Möglichkeit, die Forschung aus der Uni Köln einem breiten Publikum zugänglich und begreiflich zu machen.“

Weitere Informationen:
www.medienapokalypsen.de  

Über die USB:
Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln ist die größte Bibliothek in Nordrhein-Westfalen. Sie ist die zentrale Ausleihbibliothek der Universität zu Köln und steht neben Studierenden und Mitarbeitern der Universität auch den Einwohnern der Stadt und der Region offen. Die USB bietet ein breites Spektrum aktueller Informationsmedien und eine reichhaltige Sammlung historisch wertvoller Bestände. Mit zahlreichen Ausstellungen unterstützt sie das kulturelle Leben in Köln. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich sowohl an Universitätszugehörige als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Stephan Packard
+49 221 470 7115
packard(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470 1704
f.berg(at)uni-koeln.de

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news-4904 Thu, 17 May 2018 13:58:19 +0200 Projekt zu Krebstherapie erhält Millionenförderung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4904&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=91d5a06723d19b646bd69409ae4ccbf0 „ImmunePredict“ der Uniklinik Köln erhält 2,4 Millionen Euro für drei Jahre / Forscher versprechen sich Fortschritte bei der personalisierten Krebstherapie Das Wissenschaftsministerium des Landes NRW hat am 14. Mai zwölf Projekte bekanntgegeben, die im Rahmen des „LifeSciences.NRW“ Wettbewerbs mit insgesamt 19 Millionen Euro gefördert werden. Darunter ist auch ein Projekt der Universität zu Köln: „ImmunePredict“ ist am Institut für Pathologie der Uniklinik angesiedelt und forscht an personalisierten Therapien für Patienten und Patientinnen mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Die Förderlaufzeit ist von November 2018 bis Oktober 2021.

Personalisierte Krebstherapien nutzen die Unterschiedlichkeit bösartiger Tumore für eine optimale Behandlung jedes einzelnen Patienten. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher entwickeln Medikamente, die eine Aktivierung des körpereigenen Immunsystems gegen den Tumor bewirken: Sogenannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) sind Antikörper, die die Krebszellen nicht direkt angreifen, sondern das Immunsystem stärken. Aufgrund ihrer Überlegenheit gegenüber Chemotherapie sind sie bereits bei zahlreichen Krebserkrankungen zugelassen.

In der Vergangenheit hat das Team bereits ein genomisches Sequenzierverfahren entwickelt, das heute bei der Mehrzahl der Lungenkrebspatienten in Deutschland eingesetzt wird. Bei rund 20 Prozent der Patientinnen und Patienten ermöglicht es eine personalisierte Therapie. Denn die Identifizierung derjenigen, die von dieser Therapieform profitieren, ist gar nicht so leicht – sie kommt nicht für jede Tumorart infrage.

In Zukunft möchte das Konsortium noch genauer bestimmen können, zu welchen Patienten und Patientinnen eine personalisierte Krebstherapie passt. Hierfür entwickelt es zusammen mit der Firma Miltenyi Biotec GmbH ein hochauflösendes Bildgebungsverfahren (MICS) weiter, mit dem das Zusammenspiel von Immun- und Krebszellen analysiert werden soll.

Professor Dr. Reinhard Büttner ist der Sprecher von „ImmunePredict“ am Institut für Pathologie: „Wir kombinieren die Expertise eines großen Biotechnologieunternehmens, Technologien der Künstlichen Intelligenz und die profunde Erfahrung onkologischer und pathologischer Forschungsteams am Uniklinikum Köln, um in optimaler Weise Patienten zu identifizieren, die von neuartigen Immuntherapien profitieren können.“

Am „ImmunePredict“-Konsortium sind neben dem federführenden Institut für Pathologie der Uniklinik Köln auch die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und die Klinik I für Innere Medizin beteiligt. Als externe Partner kommen die Miltenyi Biotec GmbH und die Hochschule Hamm-Lippstadt hinzu.

Der „LifeSciences.NRW“ Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Gefördert wird die Erforschung und Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte, die zur Gesunderhaltung, Rehabilitation und Versorgung der Menschen beitragen – besonders mit Blick auf die Möglichkeiten der Digitalisierung. Er ist ein Leitmarktwettbewerb in der aktuellen Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.


Inhaltlicher Kontakt:

Prof. Dr. Reinhard Büttner
Institut für Pathologie, Uniklinik Köln
+49 221 470-2309
reinhard.buettner(at)uk-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler@verw.uni-koeln.de

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news-4903 Tue, 15 May 2018 12:50:07 +0200 Wir sprechen langsamer, wenn wir ein Nomen gebrauchen, und schneller bei Verben https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4903&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f6697dfb75baca8f2f03b5286b5abb99 Sprachwissenschaftler Frank Seifart zeigt mit einem internationalen Team, dass die Verwendung von Substantiven über Sprachen hinweg unsere Sprechgeschwindigkeit drosselt. Wie schnell wir sprechen, hängt von den eingesetzten Wortarten ab: Sprecherinnen und Sprecher verlangsamen ihren Redefluss meist vor Substantiven, vor Verben hingegen viel weniger. Das hat eine Studie unter Erstautorschaft von Dr. Frank Seifart, Institut für Linguistik der Universität zu Köln, anhand neun unterschiedlicher Sprachen erstmals belegt. Das Paper wurde in PNAS veröffentlicht.

Verlangsamungseffekte wie kurze Pausen oder Verzögerungswörtchen wie „Ähh“ liefern wichtige Hinweise darauf, wie unser Gehirn die Sprache verarbeitet. Sie weisen auf Schwierigkeiten bei der Planung der Äußerung eines bestimmten Wortes hin.

Das Forscherteam analysierte hunderte von Gesprächsaufnahmen von sprachlich und kulturell unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen aus der ganzen Welt, darunter Sprachen aus dem Amazonas-Regenwald, aus Sibirien, dem Himalaja und der Kalahari-Wüste, aber auch Englisch und Niederländisch. In den Tonaufnahmen hatten die Linguistinnen und Linguisten Verlangsamungseffekte vor Substantiven wie „Freund“ und Verben wie „kommen“ untersucht. Sie maßen die Äußerungsgeschwindigkeit in Lauten pro Sekunde und stellten fest, ob die Sprechenden eine kurze Pause machen.

Frank Seifart sagt: „Uns hat besonders erstaunt, dass sich trotz großer Variation in der lokalen Sprechgeschwindigkeit doch ein deutlicher Effekt von Nomengebrauch auf Sprechgeschwindigkeit abzeichnet, und das über neun Sprachen hinweg, die sich stark voneinander unterscheiden. Der Grund dafür ist, dass Substantive schwieriger zu planen sind, weil sie normalerweise nur verwendet werden, wenn sie neue Informationen beinhalten.“

Beinhalten Nomen bekannte Informationen, werden sie oft durch Pronomen ersetzt oder komplett weggelassen, wie im Beispiel: „Meine Freundin kam zurück. Sie (meine Freundin) nahm Platz“ oder „Meine Freundin kam zurück und (-) nahm Platz“. „Solche Ersetzungsprinzipien gelten nicht für Verben, da Verben in der Regel unabhängig davon verwendet werden, ob sie neue oder alte Informationen tragen“, erklärt Seifart.

Balthasar Bickel, Ko-Autor von der ETH Zürich, sagt: „Unser Ergebnis hilft zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Sprache verarbeitet. Künftig muss sich die neurowissenschaftliche Forschung systematischer mit dem Informationswert von Wörtern im Gespräch auseinandersetzen und wie das Gehirn auf Unterschiede in diesen Werten reagiert.“ Es sei wichtig, für diese Fragen mehrere Sprachen zu berücksichtigen einschließlich kleinerer, oft gefährdeter.

Ein Verständnis dessen, wie Sprachen natürlich funktionieren, wird immer wichtiger angesichts der Herausforderungen, vor denen die sprachliche Kommunikation im digitalen Zeitalter steht. Künstliche Systeme, mit denen wir bereits jetzt kommunizieren, verlangsamen ihr Tempo bisher nicht vor Substantiven, wie der Mensch es macht. Um eine natürliche Wirkung erzielen zu können, bedarf es einer präzisen Beschreibung menschlichen Sprechens.    


Inhaltlicher Kontakt:     

Dr. Frank Seifart
Allgemeine Sprachwissenschaft, Institut für Linguistik
+49 221 470-4109
frank.seifart(at)berlin.de


Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de


Zur Publikation:

„Nowns slow down speech across structurally and culturally diverse languages“
Frank Seifart, Jan Strunk, Swintha Danielsen Iren Hartmann, Brigitte Pakendorf, Søren Wichmann, Alena Witzlack-Makarevich, Nivja H. de Jong, and Balthasar Bickel
PNAS May 14, 2018. 201800708; published ahead of print May 14, 2018
https://doi.org/10.1073/pnas.1800708115

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news-4900 Mon, 14 May 2018 12:49:22 +0200 Presseeinladung: Köln wird Fairtrade University https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4900&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a3479734851ae540ee5fab0f3430a161 Für ihr Engagement in der Förderung des fairen globalen Handels wird der Universität zu Köln die Fairtrade-Auszeichnung verliehen Die Universität zu Köln setzt sich für Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion, faire Handelsbeziehungen und Arbeitsbedingungen ein. Für dieses Engagement wird ihr nun vom TransFair e.V., der auch die bekannten Fairtrade-Siegel vergibt, der Titel ‚Fairtrade-University‘ verliehen.

Termin:
Freitag, 18. Mai 2018, 9.30 Uhr
„Übergabe der Auszeichnung zur Fairtrade University“
Universität zu Köln, Dozentenzimmer des Hauptgebäudes, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Um die Auszeichnung zu erlangen, mussten verschiedene Kriterien erfüllt werden. So bietet das Kölner Studierendenwerk in seinen Mensen, Bistros und Kaffeebars mittlerweile eine breite Palette von Produkten aus fairem Handel an. Zudem kann man in dort aufgestellten Automaten faire Schokoriegel und Snacks erwerben. Auch in den Senatssitzungen wird darauf geachtet, dass Kaffee aus fairen Produktionsbedingungen ausgeschenkt wird oder Caterer auf nachhaltige Lebensmittel zurückgreifen.

„Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung geht allerdings weit über Produkte wie Kaffee oder Tee hinaus“ erklärt Jana Thomas, die als Leiterin der eigens berufenen Steuerungsgruppe den Antrag zur Titelvergabe eng betreut hat. „Es ist mittlerweile auf allen Ebenen der Universität verankert. Wir veranstalten etwa regelmäßig Veranstaltungen rund um diesen Themenkomplex.“ So fanden bereits ein Schokoladen-Tasting, Kochabende oder die Veranstaltung „Who made my Clothes?“ statt, die für faire Produktionsbedingungen sensibilisieren sollen. Auch wurde ein ‚Green Office‘, ein studentisch geführtes Nachhaltigkeitsbüro, eröffnet, das eng an die Verwaltung der Universität angegliedert ist. Zudem wird im September eine Fachkonferenz zu fairem Handel in Zusammenarbeit mit dem Global South Study Center stattfinden.

Die Auszeichnung zur Fairtrade-University wird seit 2014 vom TransFair e.V. Deutschland an Hochschulen und Universitäten verliehen, die sich nach bestimmten Kriterien für fairen Handel einsetzen. An der Universität zu Köln wurde hierfür im vergangen Jahr eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, die sich aus Vertretern der Studierendenschaft, der Gastronomie des Studierendenwerkes und dem zentralen Einkauf der Universität zusammensetzt. Die Uni hat es sich zum Ziel gesetzt, auch zukünftig die Ideen von Nachhaltigkeit und fairem Handel weiter voran zu treiben und faire Produkte an noch mehr Orten auf dem Campus verfügbar zu machen.


Inhaltlicher Kontakt:     

Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
p.honecker(at)verw.uni-koeln.de

Jana Thomas
+49 157 34 77 80 18
j.thomas(at)asta.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de


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news-4899 Mon, 14 May 2018 10:21:09 +0200 Presseeinladung: Wichtigstes Forum für Klassische Archäologie der Mittelmeerkulturen findet in Köln und Bonn statt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4899&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c078d2adb3a82ff43e9c5d36a9e04b7d 19. Internationaler Kongress für Klassische Archäologie widmet sich vom 22. bis 26. Mai der Wirtschaft in Antiken Kulturen Die Associazione Internazionale di Archeologia Classica (AIAC) sowie die Archäologischen Institute der Universitäten Köln und Bonn laden herzlich zum 19. Internationalen Kongress für Klassische Archäologie ein. Der Schwerpunkt des diesjährigen und nur alle fünf Jahre stattfindenden Kongresses ist die Wirtschaft in den Kulturen der Antike. Ziel der Vorträge und Veranstaltungen ist es, Wirtschaft als ein zentrales Element der klassischen Gesellschaften zu verstehen. Wirtschaftliche Aspekte durchdrangen alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens antiker Gesellschaften, sei es im Städtebau, in der Religion oder Kunst, im Wohnen oder im Tod. Der Kongress bietet umfassende Einblicke in die neuesten wissenschaftlichen Befunde der Klassischen Archäologie.

Termin der Auftaktveranstaltung:
22. Mai 2018, 10.00 Uhr
Gürzenich
Martinstraße 29-37, 50667 Köln

Der Kongress bildet das wichtigste Austauschforum für alle Disziplinen, die sich mit der griechisch-römischen Zivilisation und ihren Nachbarkulturen von der Ägäischen Bronzezeit bis zum Ende der Spätantike beschäftigen.

Die Auftaktveranstaltung am 22.5.2018 findet im Kölner Gürzenich statt. Sie wird unter anderem von Isabel Pfeiffer-Poensgen (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrheinwestfalen), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln) und Friederike Fless (Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts) eröffnet.

Das Programm des Kongresses erstreckt sich daraufhin über insgesamt sieben Tage, vier davon finden in Bonn statt, und enthält ein ausgedehntes Wissenschaftsprogramm mit Abendveranstaltungen und Exkursionen sowie Stadtführungen. Erwarten werden rund 1.300 Gäste aus 44 Ländern. Die Schirmherrschaft des diesjährigen AIAC-Kongresses hat Armin Laschet (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen) übernommen.


Programmübersicht: http://aiac2018.de/programme/overview/?lang=de


Inhaltlicher Kontakt:     
Diana Wozniok
+49 221 470-3452
congress(at)aiac2018.de

Prof. Martin Bentz
+49 228 73 77 35
congress(at)aiac2018.de


Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de


Weitere Informationen:
http://www.aiac2018.de/?lang=de

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news-4898 Fri, 11 May 2018 11:16:38 +0200 Uni, Stadt Köln und Wallraf-Richartz-Museum ehren Wallraf mit Festabend zu 200 Jahren Wallrafs Erbe https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4898&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=56866e691f2d86da970dd00ed56cabca Presseeinladung zur Veranstaltung am 14. Mai 2018 mit Ministerpräsident Armin Laschet, Unirektor Axel Freimuth und OB Henriette Reker Zu einem gemeinsamen Festabend zu Ehren des bürgerlichen Stifters Franz Ferdinand Wallraf laden Universität, Stadt Köln und das Wallraf-Richartz-Museum Vertreterinnen und Vertreter der Presse ein.  Die nicht öffentliche Abendveranstaltung ist ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsprogramm rund um die aktuelle Sonderausstellung „Wallrafs Erbe. Ein Bürger rettet Köln“ im Wallraf-Richartz-Museum aus Anlass des 200. Jahrestages der Eröffnung des Wallrafschen Testaments. In Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes NRW, Armin Laschet, der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und weiteren Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wird mit Wallraf eine historische Stadtpersönlichkeit geehrt, für dessen Leben und Wirken die einladenden Institutionen eine entscheidende Bedeutung hatten.

Termin:
Montag, 14. Mai 2018, um 18.50 Uhr
„200 Jahre Wallrafs Erbe: Fototermin und anschließender Festabend“
Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums, Obenmarspforten 40, 50667 Köln (dazu auch die Presseeinladung der Stadt Köln vom 9. Mai 2018)

Neben den Gästen aus Politik und Gesellschaft werden Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, und Professorin Dr. Gudrun Gersmann vom Historischen Institut ihr Wort an die Gäste richten. Das Collegium Musicum der Universität zu Köln wird den Abend musikalisch umrahmen.
Dieser Festabend steht auch für den Höhepunkt eines gelungenen Brückenschlages aus der Universität in die Stadt Köln, der mit einem universitären Forschungsprojekt zu Wallraf, initiiert vom Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Professorin Gudrun Gersmann, bereits 2014/15 begann. Seither haben junge Historiker und Historikerinnen am Lehrstuhl ihre Forschungs- und Seminarergebnisse rund um Wallraf in unterschiedlichen digitalen Formaten wie Online-Publikationen, einer App, einem Blog rund um Wallraf und Videos aufbereitet. Über das digitale Medium wurden vielfältige Zugänge zu Wallraf über die Wissenschaft hinaus geschaffen, die einerseits im Internet frei zugänglich sind, die aber gleichzeitig auch die aktuelle Sonderausstellung historisch-inhaltlich flankieren.

Zudem beteiligen sich die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Lehrstuhls für die Geschichte der Frühen Neuzeit am Begleitprogramm zur Ausstellung und sind damit aktive Wissensbotschafter der Universität in die Stadt. So auch mit dem Vortrag „Dreimal letzter Wille: Wallrafs Testamente.“, wo im Rahmen einer neu entstandenen wissenschaftlichen Online-Publikation erstmals die Inhalte der drei Wallrafschen Testamente vorgestellt werden. Dies findet im Rahmen der Reihe „Wissenschaft im Rathaus“ am 16. Mai 2018 um 19.00 Uhr im Spanischen Bau des Rathaus Köln statt  (http://koelner-wissenschaftsrunde.de/kwr_termine/wallrafs-testamente/).

 

Inhaltlicher Kontakt:

Professorin Dr. Gudrun Gersmann
+49 221 470 4352
fruehe-neuzeit(at)uni-koeln.de

Christine Schmitt
Projektleitung „Wallraf digital“
+49 221 470 5760
christine.schmitt(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Jan Voelkel
+49 221 470 2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.wallrafdigital.koeln

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news-4897 Wed, 09 May 2018 16:32:37 +0200 DFG fördert neues Graduiertenkolleg zu Herz-Kreislauferkrankungen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4897&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=288c458500eeb9280e36f6a11be55522 Das Graduiertenkolleg erforscht gemeinsame Entzündungsvorgänge und zelluläre Reaktionen von Herz-Kreislauf Erkrankungen / Es wird mit gut 3,27 Mio. € für eine Laufzeit von viereinhalb Jahren gefördert. Fehlfunktionen arterieller Leitungs- und Widerstandsgefäße führen zu Bluthochdruck, Herzinfarkten oder Hirnblutungen und bleiben die führende Ursache für Krankheit und Tod in einer alternden Bevölkerung. Das Graduiertenkolleg 2407 „Inflammation und zelluläre Stress-Reaktionen: Veränderungen bei vaskulärer Dysfunktion“ beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen der Herz-Kreislauf-Forschung und umfasst die Schwerpunkte Entzündung, zellulärer Stress und Fehlfunktion der Gefäße. Wurden diese drei Gebiete traditionell weitgehend isoliert voneinander betrachtet, so will das GRK sie nun in einem interdisziplinären Ansatz zusammenhängend untersuchen. Die Förderung ist auf viereinhalb Jahre angelegt, Sprecher des Graduiertenkollegs ist Professor Dr. Stephan Baldus, und Professor Dr. Stephan Rosenkranz koordiniert das Projekt.

Das Verbundprojekt verfolgt das übergeordnete Ziel, vaskuläre “inflammatorische Stressoren” zu identifizieren und redundante subzelluläre Reaktionen („stress responses“) zu beschreiben. Durch Kollaboration ausgewiesener Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen des Campus, unter Einbeziehung klinischer Abteilungen und externer Forschungseinrichtungen, wird ein Graduiertenkolleg eingerichtet, in welchem Studierende molekulare Prinzipien für die Pathogenese unterschiedlicher durch Gefäßdysfunktion getriebener Krankheitsbilder untersuchen. Das Programm baut auf einem existierenden Graduiertenprogramm im Rahmen des kürzlich gegründeten Cologne Cardiovascular Research Center (CCRC) auf und soll in etablierte Forschungs- und Ausbildungskonzepte an der Universität zu Köln integriert werden. Letztlich ist es das erklärte Ziel dieses CCRC Graduiertenprogramms, die nächste Generation kardiovaskulärer Forscher auf höchstem Niveau auszubilden und zugleich das Verständnis für kooperative Forschung von Experten aus Praxis und Forschung in diesem wichtigen Feld zu fördern.



Bei Rückfragen:
Professor Dr. Stephan Baldus
+49 221 478-32511
sekretariat-prof-baldus(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

 

 

(at)verw.uni-koeln.de

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news-4896 Wed, 09 May 2018 11:33:15 +0200 Reihe „Philosophie kontrovers“ diskutiert im Sommersemester 2018 über Kosmopolitismus https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4896&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4102134fe3f3999e0010b193022ba80 Vorträge über „Zivilen Ungehorsam“, „Verwurzelte Weltbürger“ und das „Kosmopolit-sein“ / Debattenprinzip von Rede und Gegenrede Kosmopolitismus als Weltanschauung, Bürger der ganzen Welt und nicht einer Nation zu sein, ist das Thema der Veranstaltungsreihe „Philosophie kontrovers“ am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln im Sommersemester 2018. Dazu werden insgesamt drei Themenabende veranstaltet, zu denen Vertreterinnen und Vertreter der Presse sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen sind.


Termine:
Donnerstag, 17. Mai 2018, um 19.30 Uhr
„Globaler ziviler Ungehorsam – Pflicht oder Anmaßung?“ (PD Dr. Henning Hahn, Kassel)
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal VIII, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Donnerstag, 6. Juni 2018, um 19.30 Uhr
„Verwurzelte Weltbürger in einer Menschheit? Kosmopolitismus aus anthropologischer Sicht“ (Prof. Dr. Martin Zillinger, Köln)
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal VIII, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Dienstag, 3. Juli 2018, um 19.30 Uhr
„Weltbürger weltweit? Kosmopolit-sein mit Kant, Arendt, Derrida und Flusser“ (Prof. Dr. Frauke A. Kurbacher, Münster)
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal VIII, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln


„Philosophie kontrovers ist der Versuch, Themen kontrovers und in disputativer Form zu diskutieren. Stets gibt es neben dem Hauptredner einen Kommentator oder Opponenten“, erklärt Professor Dr. Andreas Speer, Organisator der seit 2005 stattfindenden Reihe. Mit großer Resonanz wurden bei „Philosophie kontrovers“ bisher Themen wie Dissens, Vertrauen, Leben, Fortschritt und Religion behandelt.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Andreas Speer
Philosophisches Seminar / Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
philosophie-kontrovers(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://kontrovers.phil-fak.uni-koeln.de

 

 

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news-4895 Tue, 08 May 2018 16:14:37 +0200 Wer scheitert, kann anderen helfen, wieder aufzustehen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4895&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cac548d6b5d396658c2aa3e2643e0b93 FuckUp Nights Cologne@Uni Köln knüpft an den Erfolg von 2017 an / Kostenfreie Tickets über Eventbrite erhältlich Was 2012 in Mexiko seinen Anfang nahm, ist auch in Köln etabliert: Die „FuckUp Nights“ (FUN) sind eine globale Bewegung, die unternehmerisches Scheitern von seinem negativen Stigma befreien will. Das soll helfen, eine positive Fehlerkultur zu schaffen.
Nach dem großen Erfolg der ersten FuckUp Nights Cologne@Uni Köln findet die Veranstaltung am 16. Mai 2018 erneut in der Aula der Universität zu Köln statt. Mit dabei sind u.a. die WiSo-Fakultät, KölnAlumni und Gateway Gründungsservice der Uni Köln.
Zu den Referenten gehört u.a. Prof. Dr. Christian Schwens von der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln. Er verfügt auch über Erfahrung als Leiter von Gründungsinkubatoren: „Wir wollen alle aus Fehlern lernen, aber nicht über unsere eignen Fehler sprechen. Dieses Tabu wollen die FuckUp Nights Cologne aufbrechen.“ Marc Kley vom Gateway Gründungsservice der Uni Köln ergänzt: „Es zeichnet eine starke unternehmerische Persönlichkeit aus, über das eigene Scheitern sprechen zu können. Das zeigt das Vertrauen, dass das Scheitern keine Sackgasse ist, sondern dass es weitergeht.“ Weitere Referenten sind Marco Zingler (Gründer Denkwerk GmbH), Yanek Stärk (Musiker), Micha Marx (Kabarettistischer Karikaturist) und ein weiterer „gescheiterter“ Unternehmer.
FuckUp Nights Cologne 2018

Wann:
Mittwoch, 16. Mai 2018, 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr

Wo:
Aula 1 und 2, Hauptgebäude der Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln


Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist die Buchung eines kostenfreien Tickets über Eventbrite notwendig. Die Ticketkontingente werden gestaffelt freigeschaltet. Sollten die Tickets bei Eventbrite derzeit vergriffen sein, können Sie sich auf der Facebook-Seite der FuckUp Nights Cologne über die Freigabe des jeweils nächsten Ticketkontingents informieren.
Im Rahmen der "FuckUp Nights Cologne", die nun im fünften Jahr stattfinden, stellen sich an wechselnden Orten in Köln immer wieder Referentinnen und Referenten dem Thema „berufliches Scheitern“. Mithilfe dieser Menschen, die den Mut fassen, private Momente vor Fremden zu teilen und von ihren gescheiterten Unternehmen zu erzählen, streben die Organisatoren der FUN ein Umdenken an. Denn auch Fehlentscheidungen können einen enormen Lerneffekt für Mitmenschen haben, bleiben aufgrund des Schamgefühls der Gescheiterten jedoch oftmals im Dunkeln.

Inhaltlicher Kontakt:     
Corinna Lehmann
+49 221 470-7255
c.lehmann(at)verw.uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
Ticketreservierung: www.eventbrite.de/e/fuckup-nights-cologne-meets-universitat-zu-koln-tickets-45191678527
Facebook-Seite FuckUp Nights Cologne: www.facebook.com/FUNCologneGermany
Impressionen der FuckUp Nights Cologne 2017: www.wiso.uni-koeln.de/de/praxis/wisoalumni/rueckblick/fuckup-nights-cologne

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news-4887 Wed, 02 May 2018 12:34:00 +0200 Gemeinsam für Chancengerechtigkeit an Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rheinland https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4887&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7f4b7826827a4ee2a4016072fd6de355 Auftakttreffen an der RWTH und offizielle Unterzeichnung: Am 03. Mai 2018 bekräftigen die Universität zu Köln, die RWTH Aachen, die Technische Hochschule Köln, die Forschungszentrum Jülich GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. ihr Engagement für Chancengerechtigkeit durch die Unterzeichnung gemeinsamer Leitlinien.

Die genannten Hochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet bereits seit langem eine enge Partnerschaft in der Forschung, in der Lehre und im Wissenschaftsmanagement.

„Auf der Basis unserer jeweiligen Leitbilder, Strategien und Konzepte können wir so künftig gemeinsam gezielte Programme und innovative Konzepte im Zukunftsfeld Diversität entwickeln“, so Professorin Manuela Günter, Prorektorin für Gleichstellung und Diversität der Universität zu Köln und neben Professorin Doris Klee, Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs an der RWTH, eine der beiden Initiatorinnen der gemeinsamen Leitlinien.

„Wir sind sehr froh darüber, diese tragfähige Verbindung nun durch gemeinsame Leitlinien im Handlungsfeld Chancengerechtigkeit zusätzlich stärken und ausbauen zu können“, so Klee.

Mit den gemeinsamen Leitlinien Chancengerechtigkeit werden Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass die beteiligten Institutionen allen Menschen, unabhängig von ihren Lebenslagen und ihren sozialen Hintergründen, offenstehen. Ziel ist jeweils die Förderung einer Organisationskultur, in der individuelle, soziale und kulturelle Vielfalt als Bereicherung und als Qualitätsmerkmal verstanden werden.

Das Auftakttreffen am 03. Mai 2018 beginnt mit einer Einführung der beiden Initiatorinnen, bevor die offizielle Bekanntgabe der Unterzeichnung der Leitlinien durch die Verantwortlichen aller beteiligten Institutionen erfolgt. Im Anschluss wird in einem gemeinsamen Workshop diskutiert, wie Diversität auch auf Führungsebene erhöht werden kann.


Inhaltlicher Kontakt:
Dr.’ Britt Dahmen
Referat Gender & Diversity Management
b.dahmen@verw.uni-koeln.de
+49 221 470 5907

Link zur Leitlinie:
https://www.portal.uni-koeln.de/fileadmin/home/bdahmen/PDFs/Chancengerechtigkeit._Gemeinsame_Leitlinien.pdf

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news-4890 Wed, 02 May 2018 12:20:23 +0200 Doppelspitze der Zentralbibliothek für Medizin komplett https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4890&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7529b9e73f37d0b740f9319a80515c0d Gemeinsame Berufung des Medizin-Informatikers Dietrich Rebholz-Schuhmann mit der Universität Köln Seit dem 1. Mai 2018 ist Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann Wissenschaftlicher Leiter der Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) – Informationszentrum Lebenswissenschaften. Zugleich hat er seine Tätigkeit als Professor für Informationserschließung, -aufbereitung und -versorgung an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln aufgenommen. Mit dieser gemeinsamen Berufung wird die Kooperation zwischen ZB MED und der Universität Köln sichtbar. Rebholz-Schuhmann bildet zusammen mit Gabriele Herrmann-Krotz, seit Mitte Februar diesen Jahres Kaufmännisch-Administrative Leiterin von ZB MED, die Doppelspitze des Informationszentrums.

„Mit Professor Rebholz-Schuhmann hat ZB MED einen ausgewiesenen Experten für die Leitung gewonnen, der in beiden für ZB MED zentralen Wissenschaftsfeldern zu Hause ist: Lebenswissenschaften und Informatik. Zudem hat er Erfahrung in der Leitung einer vergleichbaren Forschungseinrichtung in Irland. Somit passt er perfekt zu Mission und Aufgaben von ZB MED“, erläutert Interimsdirektor Dr. Dietrich Nelle, der die wissenschaftliche Leitung nun nach einer Übergangszeit von knapp zwei Jahren an Rebholz-Schuhmann übergibt.

Dietrich Rebholz-Schuhmann absolvierte sein Medizinstudium in Düsseldorf und das Informatikstudium in Passau. Danach befasste er sich als Senior Researcher am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München mit der medizinischen Bildanalyse und 3D-Visualisierung. Im Anschluss machte er einen Abstecher in die Industrie und leitete den Gesundheitsbereich eines Heidelberger Informatikhauses, bevor er sich wieder der Forschung zuwandte: Am europäischen Bioinformatikinstitut EMBL-EBI in Hinxton bei Cambridge leitete er eine Forschungsgruppe für semantische Datenanalyse, in Zürich forschte er im Bereich Computerlinguistik. Zuletzt leitete der Medizin-Informatiker das Insight Centre for Data Analytics in Galway, Irland.

„Datenwissenschaften für die Life Sciences sind das Schlüsselthema für meine neuen Aufgaben in Köln und Bonn“, stellt Prof. Dr. Rebholz-Schuhmann fest. „Einerseits gilt es, ZB MED noch stärker europäisch und international als eine führende Infrastruktur-, Dienstleistungs- und Forschungseinrichtung zu profilieren als auch mit dem Lehrstuhl die Kooperation mit der Kölner Universität auszubauen. Die Forschungsergebnisse werden in die ZB MED-Angebote einfließen und das Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot nutzerorientiert erweitern. Eine spannende Herausforderung!“

Hintergrund-Information: ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften
ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften versteht sich als zentrale lebenswissenschaftliche Informationsinfrastruktur für Deutschland und Europa und als treibende Kraft bei der Schaffung einer vernetzten digitalen Wissensbasis. Aufbauend auf seinen einzigartigen Beständen bietet ZB MED forschungsbasierte Möglichkeiten zur Gewinnung von Informationen und Nutzung von Forschungsdaten in den Lebenswissenschaften. Als Dienstleister für die lebenswissenschaftliche Forschung ist ZB MED Partner für alle, die innovative Wege zur verbesserten Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von wissenschaftlichen Informationen und Forschungsdaten beschreiten wollen. Dazu bietet das Informationszentrum Literatur, Fachinformationen sowie darauf aufbauende Mehrwertdienste vor allem in digitaler Form über das semantikbasierte Suchportal LIVIVO, über das Publikationsportal PUBLISSO sowie vor Ort in Köln und Bonn an. Im Interesse einer qualitativ hochwertigen Versorgung mit wissenschaftlichen Informationen gehört die Förderung von Open Access zu den zentralen Prioritäten von ZB MED. Zudem betreibt das Informationszentrum anwendungsorientierte Forschung im Bereich „Knowledge Discovery“.

Inhaltlicher Kontakt:     
Ulrike Ostrzinski
+49 221 478-5687
pressestelle@zbmed.de

Presse und Kommunikation Uni Köln:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.zbmed.de

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news-4889 Wed, 02 May 2018 12:17:02 +0200 Streitgespräch zum Kampf um Unabhängigkeit am Beispiel der spanischen Region Katalonien https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4889&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2406c0c3e6396d34a395cbd392a6e1c4 Ob Katalonien, Tirol oder Schottland: Etliche Regionen in Europa streben nach Unabhängigkeit. Die Veranstaltungsreihe „Demokratie Diskutiert“ greift das Thema unter der Überschrift „Katalonien, Tirol, Schottland: Ja zum eigenen Staat?“ auf. Die Kämpfe um Unabhängigkeit von Regionen in Europa sind das Thema der diesjährigen Auflage der Veranstaltungsreihe „Demokratie-Diskutiert“ am 3. Mai 2018. Die Presse ist zu der öffentlichen Veranstaltung herzlich eingeladen:

Termin:
Donnerstag, 3. Mai 2018, ab 18 Uhr
„Demokratie Diskutiert:  Katalonien, Tirol, Schottland: Ja zum eigenen Staat?“
Hörsaal VIII im Hauptgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

In vielen europäischen Staaten gibt es Bestrebungen nach mehr Autonomie. Nirgends sind sie derzeit so brisant wie in Katalonien. Warum will Katalonien die Unabhängigkeit? Was unternimmt die spanische Regierung dagegen? Wie rechtfertigen Unabhängigkeitsbefürworter und –gegner ihre Positionen? Zu diesen Fragen werden Marie Kapretz, Vertreterin der (von Madrid abgesetzten) Regierung von Katalonien in Deutschland und Fernando Vallespín, Professor für Politikwissenschaften an der Universidad Autónoma in Madrid Stellung beziehen.

Jeder Redner hat rund 15 Minuten Zeit hat, seine Position zu dem Thema darzulegen. Daraufhin hat jede Partei die Möglichkeit, fünf Minuten zu dem gegnerischen Vortrag Stellung zu nehmen. Im Anschluss findet eine offene Fragerunde für das Publikum statt, an dessen Ende es abstimmt, welche der beiden Standpunkte es für richtig erachtet.

Die Veranstaltungsreihe „Demokratie Diskutiert“ wird von der Demokratie-Stiftung der Universität zu Köln gefördert und wurde 2013 ins Leben gerufen. Die Stiftung hat den Zweck, durch Wissenschaft und Bildung einen friedlichen Beitrag zur Verbreitung und Vertiefung demokratischer Ideen zu leisten.


Inhaltlicher Kontakt:
Johanna Sahbatou
0221/470-3828 ; 0162/3211227
demokratie-stiftung(at)uni-koeln.de


Presse und Kommunikation:

Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.rees(at)verw.uni-koeln.de

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news-4888 Wed, 02 May 2018 11:25:08 +0200 Genetische Veranlagung für Lepra bei Europäerinnen und Europäern identifiziert https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4888&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3cec9720d18b2f8ea6df023f9870a307 Erste Fall-Kontroll-Studie an mittelalterlichem Erbgut bietet neue Erkenntnisse über historische Epidemien und deren mögliche Auswirkungen auf heutige Entzündungskrankheiten. Lepra war bis ins späte Mittelalter weit verbreitet. Im 16. Jahrhundert verschwand die ansteckende Infektionskrankheit fast vollständig aus Europa, noch bevor Antibiotika für die medizinische Behandlung erfunden waren. Die genetische Ausstattung des Bakteriums Mycobacterium leprae änderte sich im Laufe der Zeit nicht wesentlich, stattdessen wird nun vermutet, dass sich das Genom von Europäerinnen und Europäern angepasst hat. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Professor Ben Krause-Kyora vom Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter Beteiligung der Universität zu Köln. Unterstützt wurde das Forschungsprojekt insbesondere von der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ sowie dem Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ (Entzündungsforschung). Ihre Erkenntnisse veröffentlichte die Forschungsgruppe, die auch aus Mitgliedern des Kiel Evolution Center (KEC) besteht, in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications.

Weltweit erkranken jedes Jahr noch über 200.000 Menschen an der inzwischen heilbaren Krankheit, vor allem in Brasilien, Indien und Indonesien. Während der Epidemie im europäischen Mittelalter wurden Betroffene in Pflegeeinrichtungen isoliert und auf separaten Friedhöfen begraben. Die Knochen von 85 besonders schwerwiegenden Lepra-Fällen aus dem 12. und 13. Jahrhundert in Odense, Dänemark, dienten dem Forschungsteam als Ausgangsmaterial für die weltweit erste auf alter DNA (aDNA) basierende Fall-Kontroll-Studie. Ihre Proben verglichen sie mit Proben von 223 mittelalterlichen dänischen und norddeutschen Skeletten, die keine Spuren von Lepra aufwiesen. Professorin Almut Nebel (IKMB), Professor Jesper L. Boldsen von der Universität Süddänemark und Dr. Tobias Lenz vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön beteiligten sich maßgeblich an der Arbeit. Auch Wissenschaftler der Universität zu Köln waren Teil des Teams. Gemeinsam wollten sie herausfinden, wie die Krankheit aus Europa verschwand und wie sich diese Entwicklung genetisch auf uns auswirkte. „Es ist ein sich neu etablierender Ansatz, aber vor allem auch ein aufregender Gedanke, statistisch die genetische Veranlagung von Personen zu vergleichen, die vor mehr als einem halben Jahrtausenden gelebt haben“, so Professor Michael Nothnagel von der Universität zu Köln.

Anders als in der modernen Genetik gibt es für die Untersuchung von aDNA keine automatisierten Methoden. Um das Archivmaterial aus Ausgrabungen zu untersuchen, war also „Handarbeit“ gefragt, wie Krause-Kyora berichtet. Die Forschenden befreiten die Proben aus Odense und vom Landesmuseum Schloss Gottorf zunächst von jeglichen Verunreinigungen. Etwa 50 bis 100 Milligramm Material von Zähnen und Schädelknochen wurden anschließend im Labor für Alte DNA analysiert. In den Zähnen fanden die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bis zu fünf Prozent menschlicher DNA, die pathogene Lepra-DNA lag sogar nur im Promillebereich vor. „Dies ist tatsächlich eine ordentliche Ausbeute. Wir hatten eine hohe Erfolgsquote, weil das Material sehr gut erhalten ist“, freut sich Krause-Kyora, der als aDNA-Experte auch Mitantragsteller beim Verbundprojekt ROOTS der aktuellen Exzellenzstrategie der CAU ist.  
Ihre Analysen zeigen, dass eine bestimmte Variante des Immun-Gens HLA- DRB1 die Menschen anfälliger für Lepra machte. Dadurch, dass die Menschen isoliert wurden und aufgrund der Erkrankung keine Nachkommen bekommen konnten, gaben sie diesen Risikofaktor nicht weiter. „Die Anpassung des Menschen an dieses Bakterium über Jahrhunderte könnte dazu geführt haben, dass die Krankheit langsam verschwand“, erklärt Krause-Kyora, „Dies spricht dafür, dass die Lepra und auch andere Epidemien der Vergangenheit die heutige Zusammensetzung unseres Genoms nachhaltig beeinflussten.“

Die HLA-Variante wird heute mit dem Auftreten von Entzündungskrankheiten in Verbindung gesetzt, wie Sarkoidose, Colitis ulcerosa, Multiple Sklerose oder auch Typ 1 Diabetes. Das HLA-Antigen führt unter anderem zur Erkennung von Bakterien und löst eine gezielte Immunreaktion des Körpers aus. Besonders schlecht gelingt diese Aufgabe der identifizierten HLA-Variante beim Leprabakterium. Somit kommt es möglicherweise zu einer weniger erfolgreichen Immunreaktion. „Neben der Genetik spielen auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Erkrankungen“, sagt Krause-Kyora. „Dennoch ist die Erforschung von historischen Krankheitsursachen entscheidend, um die Wechselwirkungen zwischen Krankheitserregern und Mensch, und die daraus resultierenden Veränderungen in unserem Genom über die Zeit, zu verstehen. Hierbei stellt unsere Studie einen enormen Fortschritt dar“, ergänzt Lenz, Leiter der Forschungsgruppe Evolutionäre Immungenomik am MPI für Evolutionsbiologie in Plön. Die Untersuchung von weiteren Genen des Menschen sei erforderlich.

Schon jetzt konnte das Team zehn komplette Lepra-Genome sequenzieren, die belegen, dass die Diversität des Bakteriums in Odense sehr hoch war. Das heißt, dass mit infizierten Trägern nicht nur ein Bakterienstamm nach Dänemark gelangt ist, sondern mehrere aus unterschiedlichen Gegenden. „Eine große Überraschung“, wie Krause-Kyora betont, denn bisher wussten sie nur von einem Bakterienstamm in der Region. In Zukunft möchte das Team weitere Erkrankungen des Mittelalters in verschiedenen Bevölkerungsgruppen erforschen und dadurch verfolgen, wie sich das Erbgut von Europäerinnen und Europäern verändert hat.

Inhaltlicher Kontakt:     
Prof. Dr. Michael Nothnagel
Universität zu Köln
Cologne Center for Genomics (CCG)
+49 221 478-96847
michael.nothnagel(at)uni-koeln.de

Prof. Dr. Ben Krause-Kyora
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Klinische Molekularbiologie
+49 431 500 15135
b.krause-kyora(at)ikmb.uni-kiel.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkel(at)verw.uni-koeln.de

Originalpublikation:
Ancient DNA study reveals HLA susceptibility locus for leprosy in medieval Europeans. Ben Krause-Kyora, Marcel Nutsua, Lisa Boehme, Federica Pierini, Dorthe Dangvard Pedersen, Sabin-Christin Kornell, Dmitriy Drichel, Marion Bonazzi, Lena Möbus, Peter Tarp, Julian Susat, Esther Bosse, Beatrix Willburger, Alexander H. Schmidt, Jürgen Sauter, Andre Franke, Michael Wittig, Amke Caliebe, Michael Nothnagel, Stefan Schreiber, Jesper L. Boldsen, Tobias L. Lenz & Almut Nebel, Nature Communications (2018) http://dx.doi.org/10.1038/s41467-018-03857-x

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Forschung
news-4886 Mon, 30 Apr 2018 10:17:22 +0200 Kurt-Alder-Lecture mit Prof. Varinder K. Aggarwal https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4886&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=244c92aac5c86351a772c4f8be274a87 Vortrag mit Verleihung der Kurt-Alder-Preise für die besten Dissertationen Der britische Chemiker Varinder K. Aggarwal wird die diesjährige Kurt-Alder-Lecture halten. Aggarwal ist Professor of Synthetic Chemistry an der University of Bristol. Der Titel seines Vortrages lautet: "Assembly Line Synthesis".

Aggarwal gilt als einer der kreativsten Köpfe in der Chemie, weltweit. Seine Arbeiten widmen sich der Entwicklung und Anwendung neuer, oft katalytischer, stereoselektiver organisch-chemischer Transformationen  - ein Arbeitsgebiet welches insbesondere für die Herstellung komplexer, biologisch aktiver Naturstoffe und Pharmaka von größter Bedeutung ist. Varinder Aggarwal hat 1986 an der University of Cambridge seine Promotion abgeschlossen. Nach einem zweijährigen Postdoktorat bei Prof. Gilbert Stork an der Columbia University, New York war er zunächst an den Universitäten von Bath und Sheffield tätig. Seine derzeitige Position als Professor of Synthetic Chemistry an der University of Bristol hat er seit dem Jahr 2000 inne.

Die Namensvorlesung findet zu Ehren des Chemikers Kurt Alder statt, der in den 40er- und 50er-Jahren am Kölner Institut für Organische Chemie forschte und lehrte und 1950 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Vorlesung wird auch der Kurt-Alder-Preis für herausragende Dissertationen in der Organischen Chemie in Köln verliehen.

Die diesjährigen Kurt-Alder-Preisträgerinnen und Preisträger sind:
Dr. Anna-Lena Göderz: Sie wird für ihre herausragenden Arbeiten zur Entwicklung von wirkortspezifischen enzymaktivierten Kohlenmonoxid-freisetzenden Molekülen ausgezeichnet. Dr. Daniel von der Heiden erhält den Alder-Preis für seine herausragenden Arbeiten zur Aufklärung der Reaktionsmechanismen Iod-katalysierter Reaktionen.
Die Urkunden werden zu Beginn der Veranstaltung um 17:00 ct. verliehen.

Wann und Wo:       
Montag, 07. Mai 2018
17:00 Uhr c.t.
Kurt-Alder-Hörsaal
Greinstraße 4 -6
50939 Köln

Bei Rückfragen:        
Susanne Geuer
Tel.:0221 470 5723
susanne.geuer(at)uni-koeln.de


 

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news-4885 Mon, 30 Apr 2018 09:38:21 +0200 Narzissten werden zu wohltätigen Spendern, wenn sie sich selbst als bedürftig vorstellen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4885&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=30b432d3b6122ae45c922eba66c87a64 Studie zeigt, dass  sich die Spendenbereitschaft von Personen mit narzisstischen Persönlichkeitszügen durch eine egozentrische Perspektive deutlich erhöhen lässt   Das Forscherduo Dr. Esther Kang (Lehrstuhl für Consumer Psychology and Behavior an der WiSo-Fakultät der Uni Köln) und Professor Dr. Arun Lakshmanan (Lehrstuhl für Marketing, State University of New York at Buffalo) zeigte in einer Untersuchung, dass eine narzisstische Persönlichkeit gerade dann ein wohltätiger Spender sein kann, wenn er oder sie sich selbst in die Situation des Bedürftigen hineinversetzt. Die Studie ist in der Zeitschrift „Personality and Social Psychology Bulletin“ unter dem Titel „Narcissism and Self- versus Recipient-Oriented Imagery in Charitable Giving“ erschienen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie als potentielle Spenderinnen und Spender waren vorher mit dem „Narcissistic Personality Inventory“ in ihrer Ausprägung eines narzisstischen Persönlichkeitszuges eingestuft und eingeteilt worden. In der anschließenden Untersuchung wurde ein fingierter Spendenaufruf eingesetzt, der die Situation eines syrischen Flüchtlingskindes in Jordanien zeigte. Die Autoren verglichen Daten von zwei verschiedenen Methoden der Spendenkampagne: die erste Methode „Vorstellen des Empfängers“ regt an, sich die Lebensbedingungen des Bedürftigen vorzustellen, wohin gegen die zweite Methode darauf abzielt, sich selbst in die Situation des Bedürftigen hineinzuversetzen und sich an seiner Stelle zu sehen.

Das Ergebnis war, dass sich Spender mit einem ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitszug besser vorstellen konnten, selbst bedürftig zu sein, und dann auch höhere Beträge spendeten. Laut den Autoren können narzisstische Persönlichkeiten, die eine starke egozentrische Perspektive haben, mit der ersten Methode, sich die Situation durch die Augen einer anderen Person vorzustellen, nicht viel anfangen. So spielten die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen für Narzissten eine nachgeordnete Rolle. Wird in der Spendenkampagne jedoch darauf abgezielt, dass sich der Spender selbst in die Situation hineinversetzt, wird die egozentrische Perspektive genutzt, um die Bedürftigkeit „am eigenen Körper“ zu spüren.
„Die richtige Art von selbstbezogenen Bildern und Texten könnte für Spendenkampagnen eine effektive Methode sein, um narzisstische Persönlichkeiten als potentielle Spender zu erreichen“, so die Empfehlung von Studienleiterin Dr. Esther Kang.


Inhaltlicher Kontakt:  
   
Dr. Esther Kang
WiSo-Fakultät der Universität zu Köln
+49 221 470-89174
kang(at)wiso.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Corinna Kielwein
+49 221 470-1700
c.kielwein(at)verw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://doi.org/10.1177/0146167218764658. 

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Forschung