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Ausstellung:

2 Millionen Jahre MIGRATION

13. Mai bis 05. November 2017
Neanderthalmuseum

Das Neanderthal Museum zeigt in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Kölner Universität, dass Migration zur Menschwerdung unerlässlich war. Die Ausstellung öffnet am 13. Mai ihre Pforten. 

Flüchtlinge, Integration, Einwanderung: die öffentliche Debatte kommt heute kaum noch ohne diese Schlagworte aus. Dass sich ein Museum und der Forschungsbereich 806 ‚Our Way to Europe’ zur frühesten Menschheitsgeschichte in diese emotional geführte Debatte einklinken, wirkt zunächst ungewöhnlich. „Uns war es wichtig, Migration aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Den Besuchern sollen wissenschaftliche Fragestellungen und Forschungsergebnisse präsentiert werden“, sagt Melanie Wunsch, Projektleiterin der Ausstellung, über die Grundidee. „Dadurch soll sich die Chance eröffnen, ein differenziertes und tiefergehendes Verständnis für den großen Themenbereich der menschlichen Migration zu entwickeln.“

Von der Universität ins Museum

Europas Geschichte war stets geprägt von Begegnungen, das heißt dem Aufeinandertreffen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Regionen. Sowohl für die Archäologie, Paläogenetik, Geologie und Anthropologie stellt der Themenkomplex der Migration ganz wesentliche Forschungsfragen. Denn egal ob Faustkeile, Genmaterial, Knochenfunde oder Nahrungsreste: Alle Forschungsobjekte erzählen etwas über die Wanderungen unserer frühesten Vorfahren. Warum sind sie migriert? Welche Routen haben sie gewählt? Wie verlief der Kontakt verschiedener Gruppen? 

Genau das untersucht seit 2009 das Team aus siebzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Sonderforschungsbereich 806 ‚Our Way to Europe’: Sie versuchen, die Ausbreitung der anatomisch modernen Menschen von Afrika aus nach Europa zu erforschen. Ausgehend von der aktuellen politischen Situation war schnell eine Brücke geschlagen zwischen Eiszeit und Moderne, Vergangenheit und Gegenwart. „Fernab politischer Färbungen können wir in der Ausstellung Aussagen zu Populationsbewegungen und ihren Ursachen, zur menschlichen Vielfalt und zum Zusammenleben verschiedener Gruppen in der Urgeschichte des Menschen treffen“, erklärt Wunsch.

#neanderthalmuseum

#menschenfamilie



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