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Neue ProfessorInnen

Professor Dr. Michael Staiger ist zum W3-Professor für Neuere deutsche Literatur und ihre Didaktik am Institut für Deutsche Sprache II der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der 1973 in Schramberg geborene Wissenschaftler studierte in Freiburg i.Br. für das Lehramt an Realschulen die Fächer Deutsch, Musik und Katholische Theologie.Es folgte ein Diplomstudium in Erziehungswissenschaft mit einem Schwerpunkt in Erwachsenenbildung/berufliche Fortbildung und Kommunikationswissenschaft.Nach seiner Promotion 2005 in Freiburg war er bis 2016 als Akademischer Rat und Akademischer Oberrat am Institut für Deutsche Sprache und Literatur der Pädagogischen Hochschule Freiburg tätig, 2011 vertrat er an der Universität Bielefeld eine Professur für Germanistische Literaturdidaktik.Einen 2014 erfolgten Ruf der Goethe-Universität Frankfurt am Main lehnte er ab, an der Kölner Universität hatte er seit 2016 eine Vertretungsprofessur inne. Gastdozenturen führten ihn nach Novi Sad (Serbien) und Medellìn (Kolumbien). Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die integrative Literatur- und Mediendidaktik, die Narratologie der grafischen Literatur, insbesondere des Bilderbuchs, sowie Filmanalyse und Filmdidaktik. Professor Staiger ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Der Deutschunterricht“ (Friedrich Verlag) und des Jahrbuchs der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung.


Professorin Dr. Frauke Rostalski ist zur W3-Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Nach ihrer u.a. durch Stipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des DAAD, des Marie-Curie-Programms der Europäischen Union sowie der Volkswagenstiftung geförderten Promotions- und Habilitationsphase am Kriminalwissenschaftlichen Institut der Philipps-Universität Marburg verbrachte sie einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der State University of New York, Buffalo, NY. Während ihrer Habilitationszeit promovierte sie außerdem im Fach Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Grundlagen des Strafrechts. Darüber hinaus beschäftigt sie sich neben dem Wirtschaftsstrafrecht mit Grenzfragen zwischen Medizin, Recht und Ethik sowie den Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz für Recht und Moral.


Professor Dr. Christoph Schottmüller, bisher Universität Kopenhagen ist zum W3-Professor für Mikroökonomik an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Professor Dr. Achim Wambach an.
Der 1985 geborene Wissenschaftler studierte in Mannheim und Tilburg(Niederlande) Volkswirtschaftslehre. 2012 promovierte er in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tilburg und übernahm daran anschließend eine Assistenzprofessur an der Universität Kopenhagen (Dänemark). Von 2014 bis 2018 war er dort mit dem Center of Health Economics and Policy affiliiert. Professor Schottmüller forscht hauptsächlich im Bereich der Informationsökonomie sowie zum Wettbewerb mit datenbasierten Geschäftsmodellen, insbesondere zu Internetsuchmaschinen. Desweiteren beschäftigt er sich mit der Organisation von und Wettbewerb zwischen Krankenversicherungen.


Professorin Dr. Anna Bonifazi, bisher Universität Stuttgart, ist zur W3 Professorin im Institut für Linguistik der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Die 1969 in Rovereto (Italien) geborene Wissenschaftlerin studierte in Trient und Innsbruck die Fächer Klassische Philologie, Linguistik und Klavier. Sie erwarb ein Diplom in Klavier am Konservatorium von Trient (Italien) und studierte Klassische Philologie an der Universität derselben Stadt. Sie promovierte in altgriechischer Literatur und Linguistik an der Universität Innsbruck (Österreich) mit der Arbeit „Pragmatik der Epinikiendichtung in Pindar“. Forschungsaufenthalte im Rahmen einer Marie-Curie-Fellowship führten sie 2005 bis 2007 an die Universitäten Harvard und 2007 nach Turin. Von 2008 bis 2009 unterrichtete sie am Institut für Anglistik der Universität Stuttgart. Im Rahmen des Emmy-Noether-Projekts "Pragmatische Funktionen und Bedeutungen altgriechischen Partikeln" leitete sie von 2010 bis 2015 eine Nachwuchsgruppe an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2013 erfolgte ihre Habilitation in Italien. 2015 forschte sie am Institut für Linguistik der Universität Berkeley (USA) im Rahmen einer Fulbright-Fellowship über "Alte Beweise für neue Einsichten: Erörterung antiker griechischer Merkmale, die zeitgenössische Grammatik- und Kognitionsstudien unterstützen“. Seit 2015 war sie am Institut für Literaturwissenschaft und am Stuttgarter Forschungszentrum für Textforschung der Universität Stuttgart tätig. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören Altgriechische Literatur, Pragmatik und Diskurslinguistik.

 


Professorin Dr. Alexia Katsanidou, bisher GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, ist zur W3-Professorin für empirische Sozialwissenschaft und zur wissenschaftlichen Leiterin der GESIS-Abteilung Datenarchiv für Sozialwissenschaften Sozialforschung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Sie tritt die Nachfolge von Professor Dr. Arránz-Becker an.

Die 1981 in Thessaloniki (Griechenland) geborene Wissenschaftlerin studierte in Thessaloniki und Colchester (Griechenland) sowie in Essex (Großbritannien) Politologie. An der Universität Essex legte sie ihr Examen in vergleichender Demokratisierung 2003 ab, fünf Jahre später erfolgte ihre Promotion. Von 2010 bis 2015 leitete sie das Team International Data Infrastructures im GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften. Die Wissenschaftlerin war im Vorstand des CESSDA (Konsortium für europäische sozialwissenschaftliche Datenarchive) und Sekretärin des IFDO (Internationaler Verband der Datenorganisationen). Sie ist außerdem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Verbund Forschungsdaten Bildung, des tschechischen und des österreichischen sozialwissenschaftlichen Datenarchivs sowie der Ständigen Gruppe Politische Methodologie des Europäischen Rates für Politische Forschung (ECPR). Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Demokratieforschung, Wahlverhalten und politische Soziologie. Sie bei Forschungsprojekten zu Datenerhebung, Datenmanagement und inhaltlichen wissenschaftlichen Fragen zu politischem Engagement und Repräsentation. Derzeit arbeitet sie im Projekt „SoliKris: Veränderung durch Krisen“ Solidarität und Entsolidarisierung in Deutschland und Europa, das vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gefördert wird, sowie im von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Projekt „DominoEs“ an öffentlichen Meinungsumfragen zum Thema Umwelt und Klimawandel.


Professorin Dr. Anke Ortlepp, bisher Universität Kassel, ist zur W3-Professorin für Nordamerikanische Geschichte im Historischen Seminar der Philosophischen Fakultät ernannt worden.  

Die 1968 in Limburg geborene Wissenschaftlerin studierte in Köln und Harvard (USA) die Fächer Anglo-Amerikanische Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte und Amerikanistik. Im Jahr 2000 promovierte sie an der Universität zu Köln mit der Arbeit „Deutschamerikanische Frauenvereine in Milwaukee (Wisconsin), 1844-1918“. Bis 2005 war sie als Wissenschaftliche Assistentin im Nordamerikastudienprogramm der Universität Bonn tätig. Von 2005 bis 2010 war sie am Deutschen Historischen Institut in Washington, D.C., davon zeitweise als stellvertretende und daran anschließend als kommissarische Direktorin, tätig. 2009 habilitierte sie sich an der Universität München mit der Schrift „Cultures of Air Travel in Postwar America“ und erhielt die venia legendi für „Nordamerikanische Kulturgeschichte und Transatlantikstudien. Es folgten Professuren an den Universitäten München und Kassel. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Amerikanische Kulturgeschichte, Geschichte des amerikanischen Rassismus und Geschichte der Rassentrennung, Reise- und Tourismusgeschichte, Geschlechtergeschichte und Architekturgeschichte. 


Professor Dr. Christian Schwens, bisher Universität Düsseldorf, ist zum W3-Professor für Betriebswirtschaftslehre und Leiter des Stiftungslehrstuhls für Interdisziplinäre Managementausbildung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1979 in Meschede geborene Wissenschaftler studierte in Paderborn, Stockholm (Schweden), Gießen und Minnesota (USA) Betriebswirtschaftslehre. 2008 promovierte er an der Universität Gießen mit der Arbeit „Early Internationalizers: Specificity, Learning and Performance Implications“. Drei Jahre später erfolgte seine Habilitation zum Thema „Contextualization and Learning in the Internationalization of Small- and Medium-Sized Enterprises and Young Technology Firms“. Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Universität Trier lehnte er einen Ruf dieser Universität ab und folgte 2012 dem Ruf der Düsseldorfer Universität. Dort übernahm er einen Lehrstuhl für Management und war darüber hinaus von 2016-2018 auch als Prodekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften tätig. Mehrfach wurde er hier mit dem „Best Teacher Award“ ausgezeichnet. 2015 lehnte er den Ruf der Universität München ab. Forschungsaufenthalte führten ihn an die Carlson School of Management der University of Minnesota, Minneapolis, USA und an das Department of Management and International Business der University of Auckland, Neuseeland. Seine Hauptforschungsgebiete umfassen die Interdisziplinäre Management- und Entrepreneurshipforschung.“


Dr. Peter W. Schulze, bisher Universität Bremen, ist zum W1-Professor mit W2-Tenure Track für Lateinamerikanistik mit dem Schwerpunkt Brasilianistik im Romanischen Seminar der Philosophischen Fakultät ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Professor Dr. Armbruster an und wurde zum Direktor des Portugiesisch-Brasilianischen Instituts sowie zum Geschäftsführenden Direktor des Zentrums portugiesischsprachiger Welt ernannt.

Der 1977 in Darmstadt geborene Wissenschaftler studierte in Mainz, Madrid, Paris und Rio de Janeiro die Fächer Filmwissenschaft, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Publizistik. In einem zweiten Studiengang, Freie Bildende Kunst, erwarb er ein Diplom in Fotografie. 2013 promovierte er mit der Arbeit „Strategien kultureller Kannibalisierung. Postkoloniale Repräsentationen vom brasilianischen Modernismo zum Cinema Novo“ für die er mit dem Georg-Rudolf-Lind Preis des Deutschen Lusitanistenverband ausgezeichnet wurde. Gastdozenturen führten ihn an Universitäten in Brasilien, Großbritannien und in der Türkei. An der Universität Bremen war er bis 2018 Koordinator des Instituto Ibero-América (IIA) und begann dort die Arbeit an dem DFG-Forschungsprojekt „Glocalising Modes of Modernity: Transnational and Cross-Media Interconnections in Latin American Film Musicals“. Er ist Ko-Sprecher der AG Genres Studies der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM). Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die brasilianische Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts, Kino und visuelle Kultur Lateinamerikas, postkoloniale Theorien und Kulturpraktiken sowie Globalisierungsprozesse in Lateinamerika.