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Neue ProfessorInnen

Der fünfzigjährige Strukturbiologe an der Tsinghua University in Peking, China, wurde von der Hochschule zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung nominiert. Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro für die ersten 5 Jahre in Deutschland dotiert.

Jijie Chai ist einer der führenden Wissenschaftler, der den Aufbau von Proteinen und spezieller Rezeptoren erforscht, die für die Immunabwehr von Lebewesen wichtig sind. Ob Mensch, Maus oder Getreide die Proteine sind über die Grenzen von Tier- und Pflanzenzellen hinweg sehr ähnlich. Wer diese Proteine genau kennt, hat den Schlüssel dazu, ihre Immunabwehr gezielt zu beeinflussen. Indem Chai die komplexen Strukturen der Proteine beschreibt, liefert er wichtige Grundlagen für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und die Entwicklung von Medikamenten, zum Beispiel gegen Entzündungskrankheiten. Bei seiner Forschung nutzt Chai ein anspruchsvolles, neues Mikroskopieverfahren: die Kryoelektronenmikroskopie. Sie macht es erst möglich, die Strukturen und Rezeptoren solcher Proteine zu sehen und zu analysieren und wird bisher nur an wenigen Forschungsstandorten eingesetzt. Mit den Forschungen von Jijie Chai und der Nutzung solcher neuen Technologien wollen die Universität zu Köln und das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung ihre Forschungen in Medizin, Biochemie und Botanik enger zusammenführen.

Professor Dr. Jijie Chai, geboren 1966 in China ist seit 2012 Full Professor an der School of Life Sciences der Tsinghua University in Peking. Chai studierte zunächst Chemie an verschiedenen Instituten in China und wurde am Peking Union Medical College promoviert. Zum Postdoktorat wechselte Jijie Chai 1999 an die Princeton University in die USA. Dort forschte er am Department of Molecular Biology. 2004 kehrte Chai nach Peking zurück: Am National Institute of Biological Sciences war er zunächst Assistant Investigator, ab 2010 Associate Investigator. 2011 erhielt Jijie Chai eine Tenure-Track-Professur an der Tsinghua University in Peking, wo er seit 2012 als Full Professor tätig ist.

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden weltweit führende und bislang im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen: Das Preisgeld ist für die ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die Humboldt-Professur eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. 


Dr. Oliver Genschow, bisher Universität Basel/Schweiz, ist zum W1-Professor für Sozialpsychologie im Social Cognition Center der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. 

Der 1984 in Rosenheim geborene Wissenschaftler studierte in Basel/Schweiz Psychologie. 2012 promovierte er an der Universität Mannheim am Lehrstuhl für Konsumentenpsychologie und ökonomische Psychologie. Hier wurde er 2012 und 2013 mit dem Lehrpreis für das beste Seminar ausgezeichnet. Von 2013 bis 2016 war er als Postdoc am Department for Experimental Psychology an der Universität Gent/Belgien tätig, daran anschließend bis 2016 an der Abteilung für Sozialpsychologie der Universität Basel. Seine Hauptforschungsgebiete sind Social Cognition mit den Spezialfeldern Imitation und Antizipation. Einer breiteren Öffentlichkeit ist er durch sein Engagement beim populärwissenschaftlichen und kostenlosen Onlinemagazin In-Mind (de.in-mind.org) bekannt. 


Foto: MedizinFoto Köln

Professor Dr. Maximilian I. Ruge, seit 2015 stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie im Zentrum für Neurochirurgie, ist zum W2-Professor für Onkologische Stereotaxie an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Er übernimmt den Bereich Onkologische Stereotaxie und Radiochirurgie

Der 1967 in München geborene Wissenschaftler studierte in München Humanmedizin. Forschungsaufenthalte führten ihn an die Cornell University sowie an das Memorial Sloan Kettering Cancer Center nach New York City/USA. Nach seiner Ausbildung zum Facharzt für Neurochirurgie am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München wechselte er 2007 an die Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie der Uniklinik Köln. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Evaluation stereotaktischer Operationstechniken, die stereotaktische Brachytherapie, klinische Neuro-Onkologie sowie cyberknifebasierte Radiochirurgie.


Professor Dr. Wolfgang Ketter, bisher Rotterdam School of Management, Erasmus University (RSM), ist zum W3-Professor für Wirtschaftsinformatik in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Professor Dr. Ulrich Derigs an. Professor Dr. Wolfgang Ketter wurde gleichzeitig zum dritten Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität (EWI) berufen. Er wird dem Institut gemeinsam mit den beiden bisherigen Direktoren, Professor Dr. Marc Oliver Bettzüge und Professor Dr. Felix Höffler vorstehen. 

Professor Ketter gilt als einer der weltweit führenden Experten zu „Big Data“ und „lernenden Systemen“. In Rotterdam hat er das Erasmus Center for Future Energy Business aufgebaut. Wichtige Forschungsgebiete von Professor Ketter im Bereich Energie umfassen Algorithmen für das Laden von elektrischen Fahrzeugen, intelligente Steuerung für Verteilnetze oder die Optimierung dezentraler, gekoppelter Strom-/Wärmesysteme.


Dr. Marcus Erbe, Musikwissenschaftliches Institut, ist zum W1-Professor für Sound Studies an der Philosophischen Fakultät ernannt worden. 

Der 1975 in Peiskretscham geborene Wissenschaftler studierte in Köln Musikwissenschaft, Germanistik und Pädagogik. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die elektroakustische Musik, Musik und Sound in audiovisuellen Medien, Game Studies, Medientheorie, Populärmusik, Neue Musik, Akustische Kunst und die Stimme. Seit 2010 ist er nebenbei als freier Musikjournalist beim Ox-Fanzine – Punkrock, Hardcore, Rock ’n’ Roll tätig. Er war Mitbegründer und Co-Kurator der Gesprächskonzertreihe Sonic Objects und veranstaltet – gemeinsam mit Christoph von Blumröder – den Vortrags- und Konzertzyklus Komposition und Musikwissenschaft im Dialog / Raum Musik. In einer transdiziplinären Forschungskooperation mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig untersucht er die Stimmtechniken von Sängern im Extreme Metal und Hardcore Punk. Ein Anliegen ist ihm darüber hinaus die Vermittlung elektroakustischer Musik an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Hierfür initiierte er Projekte mit der Philharmonie Köln, der Kunsthochschule für Medien Köln und dem WDR.


Professor Dr. Florian Klein, bisher W3-Heisenbergprofessor an der Klinik I für Innere Medizin und am Zentrum für Molekulare Medizin (ZMMK), ist zum Professor für Virologie an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Direktor des Instituts für Virologie berufen. Er tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Herbert Pfister an, der das Institut seit 1995 geleitet hatte.

Professor Klein studierte in Köln, Zürich, Bologna und Boston Humanmedizin. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Assistenzarzt in der Klinik I für Innere Medizin in Köln und seiner Promotion 2009 wechselte er an die Rockefeller University in New York. Neben seinen molekularbiologischen Arbeiten im Bereich der Virologie und Immunologie machte er auch die Translationale Medizin zu seinem Schwerpunkt. Nach Ernennung zum Instructor of Clinical Investigation und Chief Clinical Scholar wurde er 2013 an der Rockefeller University zum Assistant Professor of Clinical Investigation ernannt. 2015 folgte er einem Ruf an die Universität zu Köln auf eine DFG-Heisenberg-Professur und etablierte am Zentrum für Molekulare Medizin (ZMMK) seine Arbeitsgruppe für Experimentelle Immunologie. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Erforschung von Antikörpern gegen virale Erreger und die Entwicklung von neuen Antikörper-vermittelten Impf- und Therapiestrategien bei der HIV-Infektion. 


Professor Dr. Michael Stich, bisher Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, ist zum W2-Professor für Empirical Accounting in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. 

Der 1985 in Weiden in der Oberpfalz/Bayern geborene Wissenschaftler studierte in Regensburg und Leuven/Belgien Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Accounting, Finance und Statistics/Econometrics. 2012 übernahm er eine Juniorprofessur für Empirische Wirkungslehre an der Universität Erlangen-Nürnberg. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören unerwünschte bzw. unbeabsichtigte „Risiken und Nebenwirkungen“ von Rechnungslegungsnormen. 


Professorin Dr. Gudrun Hentges, bisher Hochschule Fulda, ist zur W3-Professorin für Politikwissenschaft in der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Sie tritt die Nachfolge von Professor Dr. Christoph Butterwege an.

Die 1964 in Wittlich geborene Wissenschaftlerin studierte in Marburg und Paris Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Französisch und absolvierte darüber hinaus noch ein Grundstudium in Rechtswissenschaften. 2004 übernahm sie eine Professur an der Hochschule Fulda. Ein langjähriges Forschungsprojekt, das sie an der damaligen Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln begonnen hatte, mündete 2013 in ihrer Habilitationsschrift „Staat und politische Bildung“. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die politische Bildung, Migration und Integration, Rechtspopulismus und extreme Rechte in Europa sowie Rassismusanalyse und Antisemitismusforschung.


Dr. Karolin Schäfer ist zur W1-Professorin für Audiopädagogik in der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Sie übernimmt den Lehrstuhl für Pädagogik und Rehabilitation lautsprachlich kommunizierender Menschen mit Hörschädigung und tritt die Nachfolge von Professor Dr. Franciscus Coninx an. 

Die 1981 in Essen geborene Wissenschaftlerin studierte in Dortmund Rehabilitationspädagogik mit den Fachrichtungen Sprachheilpädagogik und Frühförderung. Nach ihrer 2013 erfolgten Promotion an der Universität zu Köln war sie seit 2014 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Pädagogik für Menschen mit Beeinträchtigungen der körperlichen und motorischen Entwicklung und im FBZ-UK (Forschungs- und Beratungszentrum für Unterstützte Kommunikation) an der Universität zu Köln tätig.  Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Früherkennung von progredienten und late-onset-Hörstörungen bei Kindern und die Möglichkeiten der Kommunikationsförderung bei mehrfachbehinderten Kindern mit Hörschädigung. 


Professor Dr. Øyvind Eide ist zum W2-Professor für Digital Humanities in der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Informationsverarbeitung der Philosophischen Fakultät ernannt worden. 

Der 1968 in Elverum/Norwegen geborene Wissenschaftler studierte in Oslo/Norwegen und London/UK Mathematik, Informatik, Allgemeine Literaturwissenschaft und Digital Humanities. Nach Tätigkeiten als Projektmanager und Projektdirektor an der Universität Oslo war er 2013 als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Digital Humanities der Universität Passau tätig. 2015 berief ihn die Universität zu Köln auf eine Vertretungsprofessur in der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Informationsverarbeitung. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Theoretische Studien zur Modellierung in den Geisteswissenschaften sowie anderen Forschungsgebieten, in denen Modellierung teils als ein semiotischer, teils als ein Medienübergangsprozess verstanden wird sowie praktische Anwendungen im Bereich der Modellierung zur Raumerfassung und geographische Medienerstellungen wie Karten. 


Professor Dr. Achim Tresch ist zum W3-Professor für Bioinformatik und Computational Biology an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum neuen Direktor des Instituts für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie berufen. Er tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Walter Lehmacher an, der das Institut bis zu seinem Ruhestand Ende Februar 2015 geleitet hat.

Der 1971 in Worms geborene Wissenschaftler studierte in Mainz Mathematik. 2006 wurde er an der Universität Mainz zum Juniorprofessor ernannt. Von 2008 bis 2012 war er als Gruppenleiter am Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. 2012 übernahm er die Jeff Schell Stiftungsprofessur für Bioinformatik an der Universität zu Köln und dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung. Professor Tresch arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle zwischen Statistik, Informatik und den Lebenswissenschaften. Er hat das noch junge Forschungsfeld der Computational Biology in Deutschland mitgeprägt. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Genregulation und die Epigenetik. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er durch die Entwicklung einer Methode zur Messung des RNA-Metabolismus bekannt. 


Dr. Johannes Pfeifer, bisher Universität Mannheim, ist zum W2-Professor für Makroökonomik in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1981 in Trier geborene Wissenschaftler studierte in Trier Buffalo, New York/USA und Bonn Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft. 2012 übernahm er eine Juniorprofessur an der Universität Tübingen und wechselte 2013 an die Universität Mannheim. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Auswirkung von Fiskalpolitik und zweitveränderlicher Unsicherheit auf den Konjunkturzyklus. 


bisher Erasmus Universität Rotterdam, ist zum W3-Professor für Supply Chain Management – Strategie und Innovation in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Professor Dr. Werner Delfmann an.

Professor Sting studierte in Eichstätt-Ingolstadt Betriebswirtschaftslehre im Diplomstudiengang Management Science. Im Frühjahr 2004 studierte er als Austauschstudent an der Universität Melbourne in Australien. 2007 erwarb er seinen Masterabschluss in Mathematik - Methoden und Modelle an der Universität Hagen. Es folgte ein Studienaufenthalt an der Northwestern University, Chicago, USA. 2008 promovierte er an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar. Es folgten zwei Jahre als Post-Doc in Technologie and Operations Management an der Business School INSEAD in Fontainebleau, Frankreich. 2010 wurde er zunächst zum Assistant Professor, und 2014 zum Associate Professor an der Erasmus Universität Rotterdam ernannt. Hier erreichte ihn der Ruf der Universität zu Köln. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Bereiche der Produktions- und Technologiestrategie. Hier geht er der Frage nach, wie operative und innovative Prozesse gestalten werden können um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in komplexen und unsicheren Umfeldern zu verbessern.


Forschungszentrum Jülich, ist zur W2-Professorin für Transport in komplexen Systemen in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Die 1964 geborene Wissenschaftlerin studierte in Bielefeld Physik und promovierte 1993 im Fachbereich Chemie der Universität Bremen mit der Dissertation „Dynamische Lichtstreuung am flüssig-flüssig Phasenübergang ionischer und nicht ionischer Mischungen“. Von 1994 bis 1995 forschte sie im Rahmen eines Feodor-Lynen-Stipendiums der Alexander-von-Humboldt Stiftung als Post-Doc am NIST in Gaithersburg, USA. Von 1998 bis 2002 hat Sie die Polymeranlytik am MPI für Polymerforschung in Mainz geleitetet.  Am Forschungszentrum Jülich ist sie seit 2003 Projektleiterin im „ICS-3 Weiche Kondensierte Materie“.  2002 habilitierte sie an der Universität Bremen im Fach Physikalische Chemie mit der Schrift „Bestimmung von Transporteigenschaften in komplexen Fluiden: Entwicklung von Methoden und ihre Anwendungen“. 2005 erfolgte ihre Umhabilitation an der Universität zu Köln. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Transporteigenschaften weicher Materie. Derzeit untersucht sie das Thermodiffusionsverhalten von wässrigen Systemen in Bezug auf die Beiträge durch Wasserstoffbrückenbildung, Ladungseffekte, Struktureigenschaften und die Entwicklung von Lichtstreumethoden zur Unterdrückung von Mehrfachstreuung. Hier konnte sie in ihrer Arbeit „Ursprung des Lebens“ zeigen, dass es durch eine Kombination von Thermodiffusion und Konvektion Formamide aufkonzentriert werden kann, so dass Nucleobasen gebildet werden können, die Bausteine für DNA und RNA sind.

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, ist zum W1-Professor für Translationale Experimentelle Pädiatrie an der medizinischen Fakultät ernannt worden.

Der 1980 in Erbach/Odenwaldkreis geborene Wissenschaftler studierte Humanmedizin in Gießen, Granada/Spanien, Toronto/Kanada und New York City/USA, das er mit einer Promotion (Dr. med.) abschloss. Ein Studium der Molekularen Medizin in Köln schloss er ebenfalls mit einer Promotion ab (Ph.D.). Als Postdoktorand forschte er am Cardiovascular Research Center and Department of Pediatrics an der Standford University. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er 2015 den Scientific Research Award der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin und 2016 den Nestlé Wissenschaftspreis in der Kategorie Pädiatrie. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die molekularen Mechanismen einer normalen und abnormen Lungenwachstums. Hierbei untersucht er insbesondere Einflüsse in kritischen Zeitfenstern der Lungenentwicklung, wie zum Beispiel Beatmung und Sauerstoffgabe infolge von Frühgeburtlichkeit, aber auch nutritive Einflüsse wie mütterliche Adipositas und intrauterine Mangelversorgung. Sein wissenschaftliches Ziel ist es, den frühen Ursprung von chronischen Lungenerkrankungen besser zu verstehen, um präventive Ansätze zu entwickeln.


bisher Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Chemie und ihre Didaktik ist zur W1-Professorin für Naturwissenschaftsdidaktik mit Schwerpunkt Sonderpädagogik in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Die 1983 in Brühl geborene Wissenschaftlerin hat in Köln Chemie und Sport studiert. 2013 promovierte sie am Institut für Chemie und ihre Didaktik mit der Dissertation „Experimente alternativ dokumentieren – eine qualitative Studie zur Förderung der Diagnose- und Differenzierungskompetenz in der Chemielehrerbildung“. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut war sie hier bis 2012 unter anderem auch am Experimentalwettbewerb „Chemie entdecken“ des Kölner Modells beteiligt. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören der inklusive Chemieunterricht, Diagnose- und Differenzierungskompetenz in der Chemielehrerbildung, Diagnostizieren und individuell fördern im Chemieunterricht sowie die außerschulischen Lernumgebungen (ELKE – Experimentieren-Lernen-Kompetenzen Erwerben).


Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ist zum W2-Professor für Physik granularer Materie in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1974 in Dingolfing/Bayern geborene Wissenschaftler studierte in München und der University of Illinois at Urbana-Champaign Physik und Mathematik. 2003 promovierte er an der Technischen Universität München mit der Dissertaion „Asymptotic Laws near Higher-Order Glass-Transition Singularities“. Von 2004 bis 2006 forschte er als Postdoc an der Duke University, USA. Seit 2007 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Materialphysik im Weltraum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt tätig. In der Zwischenzeit hatte er 2009 einen Lehrauftrag an der Universität Düsseldorf und eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Göttingen inne, die ihm für seine Lehre die Robert-Wichard-Pohl Medaille verlieh. 2014 wurde er einer breiteren Öffentlichkeit durch Experimente zur Gerst-Mission 2014 bekannt. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Statistische Physik ungeordneter Systeme, Statik und Dynamik granularer Materie, weiche Materie im Weltraum und Experimente in Schwerelosigkeit. 


bisher Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ist zum CfR-W1-Professor für Investment, in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1983 in Bonn geborene Wissenschaftler studierte in Bonn Volkswirtschaftslehre. 2011 promovierte er am Karlsruher Institut für Technologie mit der Dissertation „The Role of Reputation in Corporate Finance: Evidence from Corporate Bonds, Delegated Monitoring, and Corporate Name Changes“. 2011 war er für mehrere Monate als Visiting Scholar an der Erasmus University Rotterdam, Niederlande, tätig. Er lehrte am KIT, die ihn mehrfach für gute Lehre auszeichnete, an der HHL Leipzig Graduate School of Management und der Hector School Karlsruhe. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören CEOs und Corporate Governance, Schnittstelle Asset Management, Corporate Finance und Psychologie sowie Aspekte der Kapitalmarktregulierung und des Investmentbankings.


PhD, bisher Universität Bremen Jacobs University Bremen, ist zum W2-Professor für Methoden der Vergleichenden Politikwissenschaft in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. 

Der 1976 in Aachen geborene Wissenschaftler studierte in Konstanz Verwaltungswissenschaft. Nach seiner Tätigkeit an der Universität zu Köln am Lehrstuhl für Empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung sowie am Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft wurde er hier zum Juniorprofessor für International-Vergleichende Sozialforschung ernannt und folgte 2013 nach einer Lehrstuhlvertretung in Duisburg-Essen einem Ruf der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS). 2014 erhielt er einen ERC Starting Grant für sein Projekt Enhanced Qualitative and Multimethod Research.  Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören sozialwissenschaftliche Methoden mit dem Schwerpunkt auf Qualitativen Methoden und Multimethodendesigns und die Parteienforschung.


bisher Universität Hamburg, ist zum W2-Professor für Medienmanagement in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1981 in Bremen geborene Wissenschaftler studierte an der Université Paris I, Pantheon-Sorbonne und der Universität Hamburg Volkswirtschaftslehre. 2011 promovierte er an der Universität Hamburg mit der Dissertation „Ökonomische Analysen journalistischer Qualität“. Auslandsaufenthalte führten ihn an die Jönköping Universität, Schweden und an die Michigan State Universität, USA. 2012 wurde er an der Universität Hamburg zum Juniorprofessor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Medienmanagement ernannt. 2016 verlieh ihm die Universität den Lehrpreis. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Medienmanagement, Medienökonomik und Sportökonomik.


bisher Universität Münster, ist zur W3- Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, ausländisches und internationales Strafrecht ernannt worden. Gleichzeitig wurde sie zur Direktorin  des Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht ernannt und tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Thomas Weigend an.

Professorin Weißer studierte Rechtswissenschaften an der Universität Konstanz, wo sie 1995 auch promovierte. Von 2005 bis 2011 war sie als Akademische Rätin am Institut für ausländisches und internationales Strafrecht an der Universität zu Köln tätig. Hier habilitierte sie sich 2010 und erhielt die Lehrbefugnis für Strafrecht, Strafprozessrecht und Internationales Strafrecht. 2011 folgte sie einem Ruf an die Universität Münster und wurde zur W3-Professorin für deutsches, ausländisches und internationales Strafrecht ernannt. Nachdem sie im Jahr 2014 einen Ruf an die Universität Konstanz abgelehnt hatte, folgte sie dem Ruf der Universität zu Köln auf den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, ausländisches und internationales Strafrecht. Professorin Weißer ist unter anderem Mitglied der Association international de droit pénal und der International Academy of Comparative Law sowie Fellow des Transnational Program on Criminal Justice der University of California, School of Law, Los Angeles. 2016 wurde sie als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste berufen. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören neben dem Allgemeinen Teil des deutschen Strafrechts die Strafrechtsvergleichung und das Europäische Strafrecht.