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Neue ProfessorInnen

Professorin Dr. Stefanie Grüne, bisher Universität Potsdam, ist zur W1-Professor für Kant im Kölner Zentrum für zeitgenössische Epistemologie und die Kantische Tradition (CONCEPT)der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Die 1974 in Düsseldorf geborene Wissenschaftlerin studierte in Berlin, an der Princeton University und der New York University Philosophie. 2007 promovierte sie an der Humboldt-Universität Berlin mit dem Thema „Blinde Anschauung. Zur Rolle von Begriffen in Kants Theorie sinnlicher Synthesis“. Von 2001 bis 2003 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Deutschen Idealismus des Instituts für Philosophie der HU Berlin tätig. Im Rahmen des Olympia-Morata-Programms forschte sie von 2008 bis 2010 als Stipendiatin und akademische Oberrätin auf Zeit am Philosophischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.  Seit 2010 war sie als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Philosophie der Universität Potsdam tätig. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören Kants theoretische Philosophie, Philosophie der frühen Neuzeit, Philosophie des Geistes und die Erkenntnistheorie.


Dr. Tom Zimmermann, bisher Federal Reserve Board, Washington, DC, ist zum W1-Professor in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der Wissenschaftler studierte in Harvard, Berkeley und Bonn Wirtschaftswissenschaften. Praxiserfahrung sammelte er bei der Deutschen Bundesbank, der Europäischen Zentralbank und der Privatbank Sal. Oppenheim Jr. 2009 erhielt er ein Stipendium der Harvard University und promovierte dort 2015 mit dem Thema „Inductive Learning and  Theory Testing: Applications in Finance“. Von 2015 bis 2017 war er am Federal Reserve Board, der amerikanischen Zentralbank in Washington, DC, im Bereich des Kapitalmarkts tätig.  Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Empirical Finance und Machine Learning.


Professor Dr. Paul Silva, bisher University of Pennsylvania, USA,       ist zum W1-Professor für Erkenntnistheorie im Kölner Zentrum für zeitgenössische Epistemologie und die Kantische Tradition (CONCEPT)der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

 

Der in den USA geborene Wissenschaftler studierte an der Portland State University und der University of Connecticut Philosophie. Von 2013 bis 2016 lehrte er an der Monash University und war von 2017 bis 2018 Gastdozent an der University of Pennsylvania. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die individuelle, soziale und formale Epistemology sowie Metaphysik und Ethik.  


Professorin Dr. Nina Möntmann, bisher Royal Institute of Art, Stockholm, ist zur W3 Professorin für Kunsttheorie im Institut für Kunst und Kunsttheorie in der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Die 1969 in Witten geborene Wissenschaftlerin studierte in München und Hamburg die Fächer Kunstgeschichte, und Neuere Deutsche Literatur. In Hamburg promovierte sie 2000 mit der Arbeit „Kunst als Sozialer Raum“. Sie kuratierte zahlreiche Ausstellung an international renommierten Institutionen, wie zum Beispiel The Power Plant in Toronta/Kanada, Deichtorhallen in Hamburg und den Armenischen Pavillon auf der 52. Biennale von Venedig. Von 2007 bis 2017 war sie als Professor of Art Theory und the History of Ideas und als Head of Department am Royal Institute of Art, Stockholm/Schweden tätig. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören das Potential sozialer Reorganisation in künstlerischer, kuratorischer  und institutioneller Praxis, Institutionskritik, Kunst und Öffentlichkeit sowie die Dematerialisierung von der Konzeptkunst der 1970er Jahre bis zur digitalen Gesellschaft und ihrer Kunstformen. 


Professor Dr. Tommaso Calarco, bisher Universität Ulm, ist zum W3-Professor für Theorie der Quanteninformation in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt und auf Dauer an das Forschungszentrum Jülich beurlaubt worden.

Der 1969 in Rovereto/Italien geborene Wissenschaftler studierte in Ferrara und Padua Physik. Gastaufenthalte führten ihn an die Universität Innsbruck/Österreich, das Nationale Institut für Standards und Technologie, Nationales Institut für Standards und Technologie, Gaithersburg, Maryland, USA und die Harvard University, Cambridge, Großbritannien. Nachdem ihn die Universität Ulm 2007 zum Professor ernannt hatte war er hier von 2011 bis 2014 als Direktor des Instituts für Quanteninformationsverarbeitung tätig. Seither leitete er als Direktor das Institut für Komplexe Quantensysteme der Universität Ulm als auch das Zentrum für Integrierte Quantenwissenschaft und –technologie der Universitäten Ulm und Stuttgart sowie des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung. 2014 ernannte ihn die Europäische Akademie der Wissenschaften zum Mitglied, seit 2017 gehört er dem Präsidium an. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Ionenkristalle, Inonentransport, NV-Zentren, Optische Gitter, Quantenphasenübergänge und Rydberg-Atome. Professor Calarco gilt als  Autor des Quanten-Manifests, als Initiator der mit einer Milliarde Euro dotierten Quanten-Flaggschiff-Initiative der Europäischen Kommission.


Professor Dr. Andreas Glöckner, bisher Fernuniversität Hagen, ist zum W3-Professor für Sozialpsychologie im Department Psychologie der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1975 in Freiberg/Sachsen geborene Wissenschaftler studierte in Heidelberg und der University of Eugene, Oregon/USA, Psychologie und Betriebswirtschaftslehre. 2006 promovierte er an der Universität Erfurt mit dem Thema „Automatic Processes in Decision Making“. Fünf Jahre später erfolgte dort seine Habilitation für das Fach Psychologie. Von 2007 bis 2013 war er Leiter der Max-Planck-Forschungsgruppe Intuitive Experts des Max-Planck-Instituts (MPI)zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. 2012 übernahm er eine Professur für Psychologische Diagnostik, Urteilen und Entscheiden an der Universität Göttingen. Drei Jahre später folgte er dem Ruf der Fernuniversität Hagen. Seit 2013 ist er außerdem als Senior Research Fellow des MPI zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn tätig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Urteilen und Entscheidungen in sozialen und ökonomischen Kontexten, Intuition, Kooperation, Stereotype und Diskriminierung, Neuronale Netzwerke sowie Open Science und Wissenschaftstheorie. Professor Glöckner ist Präsident der European Association for Decision Making, Herausgeber von „Judgment and Decision Making“ und Stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID).


Professor Dr. Thiemo Breyer, bisher Juniorprofessor für Transformations of Knowledge bei a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne ist zum Universitätsprofessor auf eine Heisenberg-Professur für Phänomenologie und Anthropologie an der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der 1981 in Oberndorf am Neckar geborene Wissenschaftler studierte in Freiburg im Breisgau und Cambridge/Großbritannien die Fächer Philosophie, Sozialanthropologie sowie Historische Anthropologie und Kognitionswissenschaft. 2010 promovierte er an der Universität Freiburg mit der Dissertation „Attentionalität und Intentionalität“. Forschungsaufenthalte führten ihn an die Pontifícia Universidade Católica Porto Alegre/Brasilien und an die Universität Kopenhagen/Dänemark. 2014 habilitierte er sich im Fach Philosophie an der Universität Freiburg mit der Schrift „Verkörperte Intersubjektivität und Empathie“. Nach seiner Tätigkeit als Koordinator verschiedener Forschungsprojekte und der Geschäftsführung des Interdisziplinären Forums für Biomedizin und Kulturwissenschaften in Heidelberg folgte er 2014 dem Ruf der Universität auf eine Juniorprofessur für Transformations of Knowledge. Von 2017 bis 2018 war er darüber hinaus Gastprofessor am Zentrum für Interkulturelle Studien der Universität Mainz. Professor Breyer ist unter anderem Kommissionsmitglied im Europäischen Promotionskolleg für Philosophie der Universitäten Lecce, Köln und Paris-Sorbonne und Mitglied des DFG-Netzwerks „Understanding Others – Integration of Social Cognitive and Affective Processes“. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Phänomenologie, Philosophische Anthropologie, Philosophie des Geistes und Wissenschaftstheorie (hier insbesondere Philosophie der Kognitionswissenschaft, Psychologie und Psychopathologie) sowie Theorien der Empathie.


Professor Dr. Axel Hamprecht, Oberarzt am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene ist zum W2-Professor für Antibiotika-Resistenzen von Gram-negativen Pathogenen an der Medizinischen Fakultät ernannt worden.

Der Wissenschaftler studierte Humanmedizin in Heidelberg, Berlin und Bordeaux. 2005 promovierte er an der Humboldt Universität/Charité Berlin mit der Arbeit „Genetische Polymorphismen in Toll-like-Rezeptoren, rheumatoide Arthritis und Höhe von Rheumafaktor im Serum". 2017 habilitierte er sich in Köln für das Fach Mikrobiologie und Hygiene. Der Titel seiner Habilitationsschrift lautet „Molekulare Analyse von Resistenzmechanismen bei multiresistenten Enterobacteriaceae". Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehört die Multiresistenz bei humanpathogenen Erregern, insbesondere Gram-negativen Bakterien und Pilzen.

Die translationale Forschung auf dem Gebiet der Infektiologie wird konstitutiv durch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gefördert. Er erforscht die Anwendung neuer molekularer Analyseverfahren zur Charakterisierung von multiresistenten Erregern, kombiniert mit funktionellen Analysen und klinischen Daten. Seine Untersuchungen schließen große klinische Studien zur Erfassung der Resistenzhäufigkeiten ein und umfasst grundlagenwissenschaftliche Forschung zu horizontalen Gentransfer, Genom-/Gensequenzierungen sowie funktionelle Analysen zu plasmidvermittelten Fitness und Virulenz. Hierfür wurde er mit dem Becton-Dickinson Forschungspreis für klinische Mikrobiologie durch die Fachgesellschaft der Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie DGHM ausgezeichnet.