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Neue ProfessorInnen

Professor Dr. Pitter Florian Huesgen

Professor Dr. Pitter Florian Huesgen ist im Rahmen des Jülicher Modells zum W2-Professor für Proteindynamik und Proteolyse in der Medizinischen Fakultät ernannt worden.

Der 1977 in Tübingen geborene Wissenschaftler studierte in Marburg und Stockholm (Schweden) Chemie mit Schwerpunkt Biochemie. 2002 schloss er sein Studium an der Universität Stockholm mit dem Master of Science ab und promovierte 2007 an der Universität Konstanz, wo er für seine Arbeit den Nycomed Award, den Preis für die beste Promotion in Biologie an der Universität, erhielt. Von 2008 bis 2014 forschte er am Centre for Blood Research an der University of British Columbia (Vancouver, Kanada). Seit April 2014 leitet Professor Huesgen ein Team am Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik am Forschungszentrum Jülich. Hier ist er auch Mitglied der Hauptkommission des wissenschaftlich-technischen Rates. 2014 warb er einen ERC Starting Grant ein.

Schwerpunkt seiner Forschung sind proteolytische Prozesse und ihre massenspektrometrische Analyse. Dies umfasst die Entwicklung neuer Methoden ebenso wie die Aufklärung grundlegender molekularer Mechanismen der biologischen Signalübertragung und zellulärer Stressreaktionen.


Professor Dr. Joseph Kambeitz, bisher Ludwig-Maximilians-Universität München, ist im Rahmen des Jülicher Modells zum W2-Professor für Biologische Psychiatrie in der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Er ist in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie tätig.     

Der 1983 in Tübingen geborene Wissenschaftler studierte in München Psychologie und Humanmedizin. 2009 absolvierte er sein Diplom in Psychologie an der LMU München. 2012 folgte das Staatsexamen in Humanmedizin sowie 2014 die Promotion. Wissenschaftlich arbeitete Professor Kambeitz von 2011 bis 2013 im Bereich Biologische Psychologie an der LMU sowie im ab 2013 im Bereich Neurodiagnostische Verfahren. Seit 2017 ist er dort als Oberarztvertretung im stationären Bereich sowie in der Früherkennungsambulanz für Psychosen tätig.

Er absolvierte Auslandsaufenthalte am Kings College London und erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien, unter anderem von der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Big-Data-Ansätze zur individualisierten Therapie, Diagnostik und Verlaufsprädikation sowie die translationale Biologische Psychiatrie. 2018 erhielt er den Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde für prädiktive, präventive und personalisierte Medizin in Psychiatrie und Neurologie.


Professor Dr. Axel Hillmer ist zum W2-Professor für Genomische Pathologie an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Er ist im Institut für Pathologie tätig.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt des 1970 in Berlin geborenen Wissenschaftlers liegt im Bereich der Krebsgenomik unter Anwendung moderner Next Generation Sequencing (NGS) Technologien. Viele seine Erfahrungen auf diesem Gebiet basieren auf Forschungsarbeiten am Genome Institute of Singapore, wo er zunächst als Research Scientist und fünf Jahre als Arbeitsgruppenleiter tätig war. In dem von den Universitäten Köln und Heidelberg geleiteten nationalen Netzwerk Genomische Medizin Lungenkrebs koordiniert Professor Hillmer die Task-Force „Molekulare Diagnostik“. In diesem Rahmen will er die NGS-Methodik für die Diagnostik von Lungenkrebs weiter entwickeln und dazu beitragen, dass sie deutschlandweit in den Spitzenzentren harmonisiert wird. Darüber hinaus möchte er mit seiner Forschung die Rolle der unterschiedlichen Zelltypen von soliden Tumoren für die Entstehung von Resistenzen und Metastasen klären. Sein Forschungskonzept ist langfristig angelegt und zielt darauf ab, die Krebsgenomik technologisch fortlaufend weiter zu entwickeln und international wettbewerbsfähige Tumorbiobanken aufzubauen, mit denen onkologische Fragestellungen interdisziplinär in Köln bearbeitet werden können.