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Veranstaltungen

RV Staatsschuldenkrisen & Finanzmarktstabilität: Zum Zusammenhang von Bankenkrisen, Staatsschuldenkrisen und Wirtschaftskrisen
21. Oktober
17:45 Uhr - 19:15 Uhr
Ort:
HS XXIV, WiSo-Gebäude
Universitätsstr. 24
50931 Köln

Link: http://lageplan.uni-koeln.de/#!101
Information:

Ringvorlesung Lektion gelernt? Staatsschuldenkrisen & Finanzmarktstabilität

Gut zehn Jahre nach Ausbruch der Finanz-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise wollen wir zurück, aber vor allem nach vorne schauen: Haben wir heute ein besseres Verständnis über die Zusammenhänge, die zur Kriseneskalation beigetragen haben? Wurden die richtigen Schlüsse gezogen und notwendige regulatorische Weichenstellungen getroffen? Wo besteht noch dringender Handlungsbedarf, um das Risiko einer Wiederholung der Ereignisse weiter zu reduzieren?

Nach einer Einführungsveranstaltung zu den grundlegenden Zusammenhängen von Bankenkrisen, Staatsschuldenkrisen und Wirtschaftskrisen werden wir uns diesen Fragen in zwei großen inhaltlichen Blöcken nähern: Der erste Block rückt die Krisenpolitik des vergangenen Jahrzehnts in den Fokus, während im zweiten Block verbliebende und neue Risikofaktoren für künftige Krisen im Mittelpunkt stehen.   

Innerhalb des ersten Blocks widmen wir uns erst der Banken- und Finanzmarktkrise und dann der Staatsschuldenkrise. Neben Ursachen adressieren die Vorträge vor allem die Krisenmaßnahmen und getroffenen Reformen. Im Anschluss blicken wir auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank seit der Staatsschuldenkrise. Hier behandeln wir auch die Verteilungswirkungen der anhaltenden Niedrigzinspolitik.

Innerhalb des zweiten Blocks widmen wir uns zunächst Ungleichgewichten bei internationalen Kapitalflüssen als ein Risikofaktor für künftige Krisen, bevor wir uns ungelösten Ungleichgewichten innerhalb des Euroraums zuwenden. Darüber hinaus gehen wir der Frage nach, welchen Einfluss die wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere eine konjunkturelle Eintrübung auch heute noch auf die Finanzmarktstabilität hätte. Spannend ist zudem, wie die europäischen Bürgerinnen und Bürger von einer erneuten Krise betroffen wären. Daher nehmen wir die Krisenresistenz der europäischen Arbeitsmärkte ebenfalls in den Blick. Die Reihe schließt mit einem zusammenfassenden Ausblick zum weiter bestehenden Handlungsbedarf.  

Programm

Einführung in die Veranstaltungsreihe

    14.10.2019 Informationsveranstaltung für Studierende: Studium Integrale | Clemens Recker, iwp
     

    21.10.2019 Einführung: Zum Zusammenhang von Bankenkrisen, Staatsschuldenkrisen und Wirtschaftskrisen | Prof. Michael Krause, Ph.D., Universität zu Köln
     

Block I: Finanz- und Staatsschuldenkrise: Krisenpolitik und regulatorische Weichenstellungen

    28.10.2019 Banken- und Finanzmarktkrise - Ursachen, Reaktionen, regulatorische Weichenstellungen | Alexander Schulz, Deutsche Bundesbank
     

    04.11.2019 Staatsschuldenkrise – Ursachen und Politikantworten | Prof. Dr. Johannes Pfeifer, Universität zu Köln
     

    18.11.2019 Die Geldpolitik der EZB seit der Europäischen Staatsschuldenkrise |  Dr. Wolfgang Lemke, Europäische Zentralbank
     

    25.11.2019 Sonderveranstaltung in Kooperation mit ECONtribute: Jahresgutachten des Sachverständigenrates | Prof. Dr. Isabel Schnabel, Universität Bonn, SVR

    02.12.2019 Enteignet die EZB den Sparer? Eine Annäherung an Verteilungseffekte der Geldpolitik und Wechselwirkungen | Prof. Dr. Keith Kuester, Universität Bonn
     

Block II: Verbleibende Risikofaktoren und künftige Krisen

    09.12.2019 Internationale Kapitalflüsse: Ungleichgewichte und Krisen | Prof. Dr. Peter Tillmann, Universität Gießen
     

    16.12.2019 Ungelöste Ungleichgewichte im Euroraum? | Guntram Wolff, Ph.D., Bruegel Institut
     

    13.01.2020 Wie krisensicher sind die europäischen Arbeitsmärkte? | Prof. Dr. Hilmar Schneider, IZA Institute of Labor Economics
     

    20.01.2020 Was bedeutet die wirtschaftliche Entwicklung für die Finanzstabilität? | Prof. Dr. Claudia M. Buch, Deutsche Bundesbank
     

    27.01.2020 Ausblick: Welche Herausforderungen müssen angegangen werden? | Prof. Dr. Martin Hellwig, Max-Planck-Institut