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Veranstaltungen

ceres Ringvorlesung: Teilhabe durch Technik: Nutzung digitaler Technik im Alter
20. November
18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Ort:
HS XVIII, Hauptgebäude
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Link: http://lageplan.uni-koeln.de/#!100
Information:

Unsere Gesellschaft wird nicht zuletzt dank zunehmenden Wohlstands und medizinisch-technischen Fortschritts immer älter. In den letzten hundert Jahren ist die durchschnittliche Lebenserwartung um mehr als 30 Jahre gestiegen. Doch führt dies nicht nur zu mehr Lebenszeit, sondern zuweilen auch zu mehr Jahren mit Krankheit und Einschränkungen. Das hat tiefgreifenden Auswirkungen auf das Gesundheits- und Pflegesystem.

Während Gesundheit bislang in der Regel über die Abwesenheit von Krankheit definiert wurde, treten heute Lebensqualität und Teilhabe in den Vordergrund. Im Gesundheitswesen gewinnen dementsprechend Prävention und Vorsorge zunehmend an Bedeutung. Zugleich wird unsere individuelle Gesundheitsbiografie durch sozioökonomische Faktoren bestimmt, was die Aufmerksamkeit auf weit mehr lenkt als die medizinische Versorgung.

Im Bereich der Pflege steigt der Bedarf an Fachkräften erheblich, während die Pflegemöglichkeiten innerhalb der Familie aufgrund der modernen Lebensverhältnisse abnehmen. Somit steht unsere Gesellschaft vor der Herausforderung, im Sinne der Solidarität neue Pflegepotenziale zu erschließen.

Wie können wir die Gesundheit der Menschen fördern und bis ins hohe Alter hinein bewahren? Wie können Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen gewahrt werden? Welche Werte sollen die Gestaltung des Gesundheitswesens leiten? Wie können wir Gerechtigkeit bei der Zuteilung knapper Ressourcen im Gesundheitswesen und damit auch die Verteilung in Gesundheit verbrachter Lebensjahre sicherstellen? Und wie kann es gelingen, für alle eine gute Pflege im Alter sicherzustellen?

An neun Terminen im Wintersemester 2019/20 gehen Experten aus Wissenschaft und Praxis diesen Fragen nach und präsentieren Debatten, Erfahrungen und Erkenntnisse zur Thematik des längeren Lebens in einer alternden Gesellschaft.
Weitere Informationen: http://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/ceres-ringvorlesung


Termine:

16.10.2019: Gesundheit weiter denken: Gutes Altern auch mit Einschränkungen
Leitvorstellungen vom hohen Alter im Realitätscheck: Verlust versus Gewinn oder beides?
Prof. Dr. Hans Werner Wahl (Seniorprofessor; Psychologisches Institut; Universität Heidelberg | Netzwerk Alternsforschung)
Anspruch an und Realität des hohen Alters: Herausforderungen für die Gegenwart und die Zukunft
Jürgen Jentsch (Vorsitzender; Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen)

23.10.2019: Demenz und Selbstbestimmung: Wenn Lebensqualität schwer zu erfragen ist
Advance Care Planning als Instrument der Förderung von Selbstbestimmung im Alter
Dr. Thomas Otten (Diözesanbeauftragter für Ethik an Einrichtungen des Gesundheitswesens; Erzbistum Köln)
Demenz und Selbstbestimmung – Wenn Lebensqualität schwer zu erfragen ist
Dr. Andrea Kimmel (Team Pflege; Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen)

30.10.2019: Altern gestalten: Alternserleben und Gesundheitsverhalten
Die Einstellung zum Altern als Chance oder Risiko für Gesundheit bis ins hohe Alter
Vertr. Prof. Dr. Verena Klusmann-Weißkopf (Arbeitsbereichsleitung Gesundheitswissenschaften; Institut für Bewegungswissenschaft; Universität Hamburg)
Inanspruchnahme von Präventions- und Versorgungsleistungen älterer Menschen
Barbara Steffens (Leiterin Landesvertretung Nordrhein-Westfalen; Techniker Krankenkasse)

13.11.2019: Prävention im Alter: Lohnt sich das noch?
Prävention in der Geriatrie und stationären Pflege
Prof. Dr. med. Johannes Pantel (Leiter des Arbeitsbereichs Altersmedizin mit Schwerpunkt Psychogeriatrie und klinische Gerontologie; Institut für Allgemeinmedizin; Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt)
Lohnt sich das noch? Erkenntnisse der LUCAS Langzeit-Kohortenaltersstudie (2000 bis heute)
Dr. Ulrike Dapp (Forschungskoordinatorin; Albertinen Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie)

20.11.2019: Teilhabe durch Technik: Nutzung digitaler Technik im Alter
Möglichkeiten und Eigenheiten digitaler Teilhabetechnologien für ältere Menschen
Dr. Peter Bionik (Freiberuflich tätiger Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter Innung; SHK Berlin)
Praktische Herausforderungen bei der Gestaltung der Digitalisierung für ältere Menschen
Nicola Röhricht (Referentin für Digitalisierung und Bildung; Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.)

27.11.2019: Chancengleichheit im Gesundheitssystem: Kulturelle und biographische Ungleichheiten erkennen
Zusammenhänge kultureller und biographischer Faktoren mit der Gesundheit
Prof. Dr. Hajo Zeeb (Abteilungsleiter der Abteilung Prävention und Evaluation; Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS))
Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen am Beispiel der LVR-Klinik Köln
Dr. Ali Kemal Gün (Integrationsbeauftragter; LVR Klinik Köln)

04.12.2019: Von der Privatheit in die Öffentlichkeit: Anerkennung und Unterstützung für pflegende Zugehörige
Die Herausforderungen in der häuslichen Betreuung von Menschen mit Demenz
Franziska Laporte Uribe, PhD (Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE))
Unterstützung für pflegende Angehörige: Eine gesellschaftliche Aufgabe
N.N. (wir pflegen NRW e.V.)

11.12.2019: Spiritualität: Ein selbstverständlicher Begleiter?
Spiritualität im sehr hohen Alter – mehr als ein Bewältigungsmechanismus?
Dr. Anna Janhsen (Referentin für ethische und religiöse Bildung in der Pflege; Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.)
Spiritualität und Seelsorge im hohen Alter, Bedürfnisse und Angebote im pflegerischen Kontext
Dr. Peter Bromkamp (Abteilung Seelsorge; Erzbischöfliches Generalvikariat Köln)

08.01.2020: Solidarität zwischen den Generationen: Herausforderungen in der Pflege unter Älteren und Pflege durch die Kinder
Pflegebedürftig: Wer hilft wie?
Dr. Lena Dorin (Referentin für Gesundheits- und Pflegepolitik; Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.)
Hilfestrukturen für Unterstützer
Claudia Calero (Abteilungsleiterin Wissens- und Qualitätsmanagement; Compass)