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Veranstaltungen

Mond, Maria, Inconstantia. Aneignungen des Mondes in Wissenschaft, Theologie und Kunst um 1600
17. April
18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Ort:
Hörsaal A1, Hörsaalgebäude
Albertus Magnus Platz
50923 Köln

Link: http://lageplan.uni-koeln.de/#!105
Information:

Der Mond. Er gab den Menschen schon immer viele Fragen auf. Ist er Planet oder Trabant? Besteht er aus Wolken, aus Kristall oder aus Gestein? Ist er makellos glatt oder gebirgig und verkratert? Transluzent oder opak? Diese Fragen beschäftigten seit Jahrhunderten Philosophen und Astronomen, aber auch Künstler und Theologen. Mit der Erfindung des Teleskops, Galileo Galileis Sidereus Nuncius (1610) und der Immacolata Lodovico Cigolis für die Paulinische Kapelle der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore in Rom fand die Diskussion über die Beschaffenheit des Mondes einen Höhepunkt, nicht nur für astronomische, sondern auch für theologische Debatten. In diesem Kuppelfresko materialisieren sich die Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Theologie und Kunst und die divergenten Interpretationen des Erdtrabanten in der Frühen Neuzeit. Seine Entstehungsgeschichte und seine Rezeption bieten Einblicke in die wechselhafte Geschichte der Aneignung des Mondes.

Vortrag von Pia Bornus im Rahmen der RVL Mondspiegelung. Mediale Aneignungen des Erdtrabanten.