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Veranstaltungen

Akademische Schuld und biografische Illusion. Zum universitären Neuanfang nach 1945 (Gastvortrag)
30. Januar
18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Ort:
Seminargebäude, Raum S 21
Universitätsstraße 37
50931 Köln

Link: http://lageplan.uni-koeln.de/#!106
Information:

Gastvortrag von Prof. Dr. Bernd Weisbrod (Göttingen/Berlin)

Wie gingen renommierte Hochschullehrer nach 1945 mit dem eigenen Verhalten in der Zeit des Nationalsozialismus um? Wie gestalteten sich professionelle, intellektuelle und disziplinäre Prozesse der Umwidmung und Neuausrichtung von Wissenschaft im Anschluss an eine oft schuldhafte Teilhabe im Nationalsozialismus? Und vor allem: Was bedeutete dies für die prekäre Selbstdeutung der Gelehrten? Der Vortrag widmet sich solchen und ähnlich gelagerten Fragen nach der Transformation oder Verwandlung der Wissenschaft und ihres Personals im Übergang vom Nationalsozialismus in die Bundesrepublik am Beispiel bedeutender Historiker.

BERND WEISBROD, bis zu seiner Emeritierung 2011 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen, beschäftigt sich seit Langem mit der »akademischen Vergangenheitspolitik« - so lautet auch der Titel eines von ihm 2002 herausgegebenen Sammelbands.

Mit der VORTRAGSREIHE zu hochschul- und wissenschaftshistorischen Themen lenkt das Projekt zur »Geschichte der Universität zu Köln seit 1919« bereits seit einigen Semestern die Aufmerksamkeit auf den 100. Jahrestag der Neugründung der Universität zu Köln in diesem Jahr.

Das am Historischen Institut angesiedelte PROJEKT »Geschichte der Universität zu Köln seit 1919« widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung der 100-jährigen Kölner Universitätsgeschichte. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei den Professoren Ralph Jessen, Habbo Knoch und Hans-Peter Ullmann.