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Sprache wird zu Sound: Linguist der Uni Köln und Komponist vertonen Suche nach dem Mörder

SFB „Prominenz in Sprache“ lädt am 13. Oktober um 18 Uhr zu Konzert und Podiumsgespräch / Aria Adli: Einmalige Kooperation zwischen Forschung und städtischer Kulturszene Kölns

Mit der Veranstaltung „sounds & structure in language and music II“ begeht der Sonderforschungsbereich 1252 „Prominenz in Sprache“ der Universität zu Köln einen neuen Pfad in der Verbindung von Wissenschaft und Kunst. Der linguistische Forschungsverbund hatte den Komponisten Roman Pfeifer von der Kölner Gesellschaft für Neue Musik (kgnm) für die Komposition einer Partitur engagiert. Sein rund halbstündiges Stück setzt sich in experimenteller Weise mit dem zentralen Konzept des Verbunds, der sprachlichen „Prominenz“, auseinander. Als Inspiration dienten Kriminalgespräche in Persisch, Französisch und Spanisch, die die Linguisten eigentlich zur sprach- und kulturvergleichenden Forschung verwenden. Zur Uraufführung von „A linguistic study of unexplained death“ mit anschließender Podiumsdiskussion „Struktur und Ausdruck in Linguistik und Neuer Musik“ sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Presse herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei!

Termin:
Samstag, 13. Oktober 2018, 18.00 bis 20.00 Uhr
„sounds & structure in language and music II: Prominenz im Klang oder die Suche nach dem Mörder“
Kunst-Station St. Peter, Jabachstr. 1, 50676 Köln

„Unser Abend ist das Resultat einer einmaligen Kooperation zwischen sprachwissenschaftlicher Forschung und der Kulturszene von Köln. Für einen Forschungsverbund wie den unseren ist es wichtig, in die Stadtgesellschaft hineinzustrahlen und über die Universitätsgrenzen hinaus in Gespräche über die Übertragbarkeit und Bedeutung von Sprache zu kommen“, sagt Professor Dr. Aria Adli, Organisator der Veranstaltung und Teilprojektleiter „Öffentlichkeitsarbeit“ im SFB „Prominenz in Sprache“.

Neben dem Komponisten Pfeifer bringen mit Sayavash Rastani und Rie Watanabe zwei Perkussionskünstler durch verschiedene Trommeln aus dem Nahen Osten, Kuhglocken und Schleifpapier das Stück auf die Bühne. Gerahmt wird das Konzert von einer sprachphilosophischen Diskussionsrunde zu „„Struktur und Ausdruck in Linguistik und Neuer Musik“, an der die renommierte Philosophin Professorin Dr. Dr. Sybille Krämer von der Freien Universität Berlin und der Sprachwissenschaftler Professor Dr. Aria Adli vom SFB 1252 der Universität zu Köln teilnehmen werden.

Bei „Prominenz“ handelt es sich um ein Konzept, das erst in jüngerer Zeit systematisch in der Linguistik untersucht wird. Es geht dabei um ein Organisationsprinzip, durch das sich ein sprachliches Element (wie eine Silbe oder ein Protagonist in einer Geschichte) von anderen gleichwertigen Elementen auffällig („prominent“) abhebt. Dem Sonderforschungsbereich liegt die Annahme zugrunde, dass Prominenz in allen Sprachen der Welt eine entscheidende Rolle spielt und dass das Prinzip eine wichtige Schnittstelle von Sprache zu anderen Aspekten des menschlichen Kognitionssystems darstellt.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Aria Adli
Teilprojektleiter im SFB 1252 „Prominenz in Sprache“
+49 221 470-4448
aria.adli(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
Kommunikationsmanagerin SFB 1252 „Prominenz in Sprache“
+49 221 470-1704
f.berg(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://sfb1252.uni-koeln.de/prominenzimklang.html