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Douglas R. Hofstadter ist Albertus-Magnus-Professor 2018

Vom 18. bis 20. Juni finden an der Uni Köln zwei Vorlesungen und ein Seminar zum Thema Übersetzung im Computerzeitalter statt, vor allem zum Verhältnis von menschlicher und maschineller Übersetzung.

Der amerikanische Wissenschaftler Douglas R. Hofstadter kann wohl am besten als Universalgelehrter bezeichnet werden. Der Direktor des Center for Research on Concepts and Cognition an der University of Indiana in Bloomington, USA, versteht sich selbst als Grenzgänger zwischen Natur- und Geisteswissenschaften: zwischen Physik, Mathematik und Informatik auf der einen und Musik-, Sprach- und Literaturwissenschaft auf der anderen Seite. Im Mittelpunkt seines Interesses steht „the human mind“ – der menschliche Geist – in all seinen Facetten.

In seinem aktuellen Buch befasst sich Hofstadter mit Analogien im menschlichen Denken. In der Vergangenheit hat er auch mehrere Literaturübersetzungen ins Englische vorgelegt, darunter Alexander Puschkins „Eugen Onegin“. Mit dem Thema Übersetzung beschäftigt er sich auch theoretisch: In seinen beiden öffentlichen Vorlesungen im Rahmen der Albertus-Magnus-Professur wird Hofstadter über menschliches und dem maschinelles Übersetzen sprechen.

Termine
Montag, 18. Juni 2018, um 19.30 Uhr
„Reflections on Machine Translation“ (1. Vorlesung)
Aula der Universität, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Dienstag, 19. Juni 2018, um 19.30 Uhr
„Reflections on Human Translation“ (2. Vorlesung)
Aula der Universität, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Die Vorlesungen finden auf Englisch statt.

Zusätzlich findet am Mittwoch, 20. Juni 2018, um 12.00 Uhr ein öffentliches Seminar im Tagungsraum des Seminargebäudes statt. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme am Seminar vorher unter www.amp.uni-koeln.de an.

Für sein in viele Sprachen übersetztes Buch „Gödel, Escher, Bach: ein Endloses Geflochtenes Band“ bekam Hofstadter in den 1980er Jahren den Pulitzer-Preis und den American Book Award. Für seine Verdienste um eine Vermittlung grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse für eine breitere Öffentlichkeit wurde er 2017 von fünf Göttinger Max-Planck-Instituten mit der Science Communication Medaille ausgezeichnet.

Nach Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Judith Butler, Noam Chomsky, Bruno Latour, John Searle und Martha Nussbaum wird mit Douglas R. Hofstadter bereits zum 14. Mal eine Persönlichkeit von internationaler Geltung auf die 2005 eingerichtete Albertus-Magnus-Professur berufen. Die Professur ist nach dem mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus benannt, der Mitte des 13. Jahrhunderts die Generalstudien des Dominikanerordens in Köln leitete und als einer der geistigen Väter der 1388 gegründeten Universität gilt.


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Speer
Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
andreas.speer(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schissler(at)verw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:

www.amp.uni-koeln.de