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NS-Erinnerung und Geschichtspolitik

Erleben wir eine Zeitenwende des politischen, öffentlichen und sozialen Umgangs mit der Zeitgeschichte und insbesondere mit dem Holocaust? Kölner Historikerinnen und Historiker diskutieren Erinnerungspolitik und Geschichtskultur vor dem Hintergrund eines erstarkenden Nationalismus.

Nahezu gleichzeitig mit dem Einzug der AfD in den Bundestag hat die Koerber-Stiftung eine Studie zum Geschichtswissen von Jugendlichen veröffentlicht. Während die Studie gravierende Lücken in der Kenntnis zum Nationalsozialismus und seinen Verbrechen („Ausschwitz“) konstatiert, fordern Vertreter der AfD eine grundlegende Revision der Erinnerungskultur und die Rückkehr zu einer Betonung von „Stolz“, „Nation“ und „Heimat“.

Was bedeuten diese Phänomene für die Bundesrepublik als verankerter, pluralistischer Demokratie, die aus einer kritischen Bewusstmachung des Nationalsozialismus, seiner Ursachen und Folgen, erwachsen ist? Wohin sollen Erinnerungskultur und Staatsräson ausgerichtet werden? Was heißt dies in einem Europa, in dem manche Regierungen eine dezidiert nationale bis nationalistische Geschichtspolitik betreiben? Impulse von Kölner Historikern und Historikerinnen zur Erinnerungspolitik und Geschichtskultur bieten in der Veranstaltung "NS-Erinnerung und Geschichtspolitik - eine Zeitenwende?" Anstöße, diese Fragen zu diskutieren.

Termin:
Mittwoch, 29. November 2017, 14.00 bis 16.00 Uhr
Hörsaal C, Hörsaalgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Es diskutieren:
Juniorprofessorin Dr. Christine Gundermann
Juniorprofessorin Dr. Isabel Heinemann
Professor Dr. Ralph Jessen
Professor Dr. Holger Thünemann
Moderation: Professor Dr. Habbo Knoch

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Habbo Knoch
+49 221 470-4445
habbo.knoch(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de