zum Inhalt springen

EUROMIT 2017: Größte Mitochondrien-Konferenz erstmals in Deutschland

Die EUROMIT ist die wichtigste Fachkonferenz zur Erforschung mitochondrialer Erkrankungen. Sie findet vom 11. bis 15. Juni 2017 in Köln statt. 

Ein Team um die Alternsforscherinnen Prof. Dr. Aleksandra Trifunovic und Prof. Dr. Elena Rugarli vom Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung an der Universität zu Köln richtet die EUROMIT-Konferenz 2017 aus. Über 600 internationale Top-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden im Kölner Gürzenich erwartet. Besondere Highlights der Konferenz sind ein Patienten-Meeting und ein Vortrag über ein Kind dreier Eltern. Das Patienten-Meeting wird simultan ins Deutsche gedolmetscht. Alle übrigen Vorträge und Diskussionen sind auf Englisch.

Mitochondrien sind die Energielieferanten unserer Zellen. Fehler in ihrer Funktionsweise sind häufig mit schwerwiegenden Erkrankungen verbunden. Zudem spielen Einschränkungen in ihrer Leistung im Alterungsprozess eine Rolle. Glücklicherweise sind die meisten mitochondrialen Erkrankungen selten – dennoch betreffen sie in ihrer Gesamtheit betrachtet etwa einen von 3000 Menschen. Deswegen ist es wichtig, mehr über Mitochondrien und ihre Rolle im Organismus herauszufinden. 

„Wir freuen uns sehr, dass über 600 international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Köln kommen werden, um sich untereinander auszutauschen. Köln und das Rheinland haben sich in den letzten Jahren zu einem besonderen Schwerpunkt der Alterns- und Mitochondrienforschung entwickelt“, sagt Alexandra Trifunovic.

Zwei Highlights unter vielen: ein Patienten-Meeting und das Kind dreier Eltern

Unter den vielen Aspekten der fünftägigen Konferenz sind zwei Themen besonders interessant: bei einem Patienten-Meeting haben Betroffene die Möglichkeit sich direkt nach dem Stand der Forschung zu erkundigen und sich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszutauschen. „Mit diesem Teil der Konferenz wollen wir den Austausch zwischen Forschung und Patienten noch weiter verbessern“, so Trifunovic.

Für Aufsehen sorgte zu Beginn des Jahres die Geburt des ersten Kindes dreier Eltern in Großbritannien. Weil die Mitochondrien immer mütterlicherseits vererbt werden, ist es für Frauen mit mitochondrialen Erkrankungen bislang sehr problematisch gesunde Kinder zu bekommen. Eine neue, in Großbritannien zugelassene Technik ermöglicht es nun, die Kern-DNA der Eltern mit den Mitochondrien einer Spenderin in einer Eizelle zu vereinigen, wodurch gesunde Kinder geboren werden können. Hierzu wird Mary Herbert vom Institut für genetische Medizin der Universität Newcastle einen Vortrag halten.

Wann und Wo:
Beginn: 11. Juni 2017, 15:00 Uhr
Gürzenich Köln
Martinstraße 29-37
50667 Köln

Für die Teilnahme an der Konferenz bitten wir um vorherige Anmeldung. Journalistinnen und Journalisten können sich für die Akkreditierung an Peter Kohl (pkohl(at)uni-koeln.de) wenden.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Aleksandra Trifunovic
Exzellenzcluster CECAD
Universität zu Köln
Tel.: +49 221 478-84291
aleksandra.trifunovic(at)uk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Peter Kohl
Public Relations Officer CECAD
Tel.:  +49 221 478 84043
pkohl(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen: