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Gemeinsame Lektüre der Kölner Autorin Irmgard Keun

Veranstaltungsreihe „Köln liest Keun“ bringt Menschen an der Universität über die Literatur miteinander ins Gespräch  

Mit dem Exilroman „Kind aller Länder“ von Irmgard Keun nimmt die Universität zu Köln an der bundesweiten Aktion „Eine Uni – ein Buch“ teil. Insgesamt zehn Hochschulen unterstützen der Stifterverband und die Klaus Tschira Stiftung mit je 5.000 Euro. In Köln sind im Sommersemester zahlreiche Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geplant, darunter eine Lesung mit Alice Schwarzer am 20. Juli 2017.     

Die Idee des Programms „Eine Uni – Ein Buch“ des Stifterverbandes und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit DIE ZEIT ist es, ein ausgewähltes Buch ein Semester lang in den Fokus zu rücken und aus verschiedenen Blickwinkeln zu besprechen. Neben Mitgliedern des Universitätsgeschehens sind auch Interessentinnen und Interessenten aus der Stadtgesellschaft Kölns ausdrücklich zum Austausch eingeladen. An zentralen Orten auf dem Campus der Universität zu Köln wurden daher so genannten Lese-Orte eingerichtet, an denen Leseexemplare von „Kind aller Länder“ ausliegen. 

Irmgard Keun, eine der populärsten Schriftstellerinnen der Weimarer Republik, wirft in ihrem Roman eine seltene weibliche Perspektive auf den Nationalsozialismus. Die Fluchterfahrung der Protagonistin Kully mit ihrer Familie durch Europa bietet Anschluss zu aktuellen Debatten. Wie interpretieren die Kölnerinnen und Kölner das Werk Keuns von 1938 heute?

Neben Stadtführungen, die die Autorin Irmgard Keun und ihr Leben und Arbeiten in Köln in den Blick nehmen, bieten drei öffentliche Veranstaltungen im Laufe des Sommersemesters 2017 Gelegenheiten, miteinander über das Buch ins Gespräch zu kommen. 

Die Projekt-Website „Köln liest Keun“ (http://koeln-liest-keun.uni-koeln.de) liefert Hintergründe zur Aktion.  

Veranstaltungsprogramm:

Dienstag, 16. Mai 2017, 18.30 Uhr 

(Aula 2, Hauptgebäude)

Irmgard Keun – Eine Wahlkölnerin wiederentdeckt  
Bürgervorlesung von Prof. Jürgen Egyptien, RWTH Aachen 

Der Keun-Experte Prof. Jürgen Egyptien gibt in der Bürgervorlesung einen Einblick in das Leben und Werk Irmgard Keuns.

Dienstag, 20. Juni 2017, 18.30 Uhr
(Aula 2, Hauptgebäude) 

Kind aller Länder – Kind keines Landes? Von Fluchterfahrungen, Fremdsein und Sprachlosigkeit
Öffentliche Lesung mit Radio-Moderator Jörn Behr und Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Martin Zillinger und Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf (beide GSSC, Universität zu Köln)
Die Veranstaltung kreist um den thematischen Schwerpunkt von „Kind aller Länder“ und nimmt Bezug auf Erfahrungen mit Flucht und Fremdsein, Sprach-und Kulturbarrieren sowie Heimatlosigkeit. Auf dem Podium treffen sich in Köln lebende Menschen, die aus ihrer Fluchtperspektive von ihrem Ankommen in Köln berichten. 

Donnerstag, 20. Juli 2017, 18.00 Uhr 

(Tagungsraum, Neues Seminargebäude) 

Alice Schwarzer: Mein persönlicher Blick auf Irmgard Keun
Lesung und Gespräch mit Alice Schwarzer 

Die Journalistin und Publizistin Alice Schwarzer erzählt über die Wiederentdeckung Irmgard Keuns, über ihre Freundschaft mit der Autorin und liest aus „Kind aller Länder“. 

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten die Veranstalter um Ihre vorherige Anmeldung unter http://koeln-liest-keun.uni-koeln.de/#programm

Rückfragen: 

Stellvertretend für das Projektteam zu richten an Dr. Gesine Boesken,
Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL),
Mail: koeln-liest-keun(at)uni-koeln.de,
Telefon: 0221 470 3404