zum Inhalt springen

Sonderbriefmarken »Helden der Kindheit«

vergrößern: Briefmarken Heidi und Pippi Langstrumpf
Gestaltung: Jennifer Dengler, Bonn. Motive: Heidi mit Ziege vor Alpenpanorama © Studio 100 Media; Pippi Langstrumpf mit Affe „Herr Nilsson“ und Pferd „Kleiner Onkel“ © The Astrid Lindgren Company. Illustrated by Ingrid Vang Nyman

Pünktlich zum Weihnachtsfest hat das Bundesministerium für Finanzen die Sonderbriefmarkenserie »Helden der Kindheit« vorgelegt. Die Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendmedienforschung (ALEKI) am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II hat die Deutsche Post AG bei der Gestaltung dieser Serie beraten. Sie startete am 5. Dezember 2019 mit der Ausgabe zweier Briefmarken.

»Helden der Kindheit« basiert auf einem vom Geschäftsführer der ALEKI, Dr. Andre Kagelmann, entwickelten Konzept, das die Motivauswahl herleitet und begründet. Gestaltet wird die Serie von der Diplomdesignerin Jennifer Dengler. Die Motive, die jeweils auf zwei getrennten Postwertzeichen (zu 80 und zu 60 Cent) als »Gegensatzpaare« erscheinen, erfassen ein repräsentatives Spektrum an klassischen und modernen Figuren der Kinder- und Jugendmedien.

Die erste Briefmarke widmet sich der berühmtesten Figur einer der weltweit bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen: Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf. Dieser »kleinen Anarchistin« hält auf der zweiten Marke nur ein Superlativ stand, nämlich Johanna Spyris’ Heidi, die unverwüstliche Ikone eines romantischen Kindheitsbildes. Für die Auswahl der Figuren waren neben ihrer Klassizität auch ihre Ikonizität und Popularität grundlegend, um ein möglichst großes Publikum in den Anschauungsraum »heldenhafter Kindheit« einladen zu können. Außerdem wurde Wert darauf gelegt, nicht nur Figuren aus dem deutschsprachigen Raum, sondern auch solche von »weltliterarischer Provenienz« einzubeziehen.

Schließlich bevölkern die Heldinnen und Helden der Kindheit unsere Vorstellungswelt als kunterbunte Truppe, die die Grenzen von Raum und Zeit, von Nation, Geschlecht und Gender nur gering achtet. Auch wenn dabei der eine oder andere schmerzliche Verlust zu beklagen sein mag, wurde für die Serie zunächst eine, zu diesem Zeitpunkt noch geheime, Auswahl von sechs Figuren/Motiven festgelegt, die je nach Erfolg der Serie weiter ergänzt werden kann. Nicht nur deshalb sollten Sie bei der Ausfertigung ihrer diesjährigen Weihnachtspost auf die Traditionsmedien Brief und Postkarte zurückgreifen und so fleißig wie ausschließlich mit den Heldinnen und Helden der Kindheit frankieren.

 

Wie entstehen Briefmarkenmotive?

Von den 52 Postwertzeichen, die das Bundesministerium der Finanzen jährlich verausgabt, gestaltet die Deutsche Post AG 20 Marken selbst. In einem jährlichen Thementeam werden die gesammelten Vorschläge, die auch aus der Bevölkerung stammen, besprochen. Es wird abteilungsübergreifend darüber abgestimmt, welche Themen sich für Einzel-Sonderpostwertzeichen oder für eine Briefmarkenserie eignen. Die Marken sollen das Programm der Briefmarken des Bundesfinanzministeriums sinnvoll und attraktiv ergänzen und werden fast ausschließlich von angestellten Grafikern der Deutschen Post AG gestaltet.