zum Inhalt springen

Ein Jahrhundertsommer?


Es könnte ein Jahrhundertsommer wie zuletzt vor über 10 Jahren werden.  Langsam werden auch die Schattenseiten dieses Rekords sichtbar. Menschen und Tiere sehnen eine Abkühlung herbei, die Sonne versengt zunehmend die Wiesen.  Bäume und Sträucher werfen ihre schon vertrockneten Blätter ab, um zu überleben.

Wir haben unseren Meteorologen, Bernhard Pospichal, gefragt, wo der Regen bleibt.

"Die aktuelle Hitzewelle hat mit Temperaturen bis 37 Grad ihren Höhepunkt erreicht. Die anhaltende Trockenheit ist jedoch die deutlich ungewöhnlichere Auswirkung der derzeitigen Wetterlage. Dies mussten auch die Studierenden der Meteorologie feststellen, die im Rahmen eines Feldpraktikums im Juni die Entstehung von Gewittern beobachten wollten, jedoch keine geeignete Wetterlage vorfanden.

Seit Monaten bereits kommen wegen eines beständigen Hochdruckgebiets über dem Ostatlantik kaum feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa, die normalerweise den Großteil der Niederschläge in unserem Raum bringen. So gab es etwa im Juli an der Station Köln-Stammheim vom Deutschen Wetterdienst erst 7,2 mm Regen (normal wären 80 mm). Am Wochenende dürfte uns eine kurze Linderung der Trockenheit bevorstehen - ein kleines Tiefdruckgebiet nähert sich von den Britischen Inseln und sollte am Samstag ein wenig Abkühlung und Regen bringen. Eine dauerhafte Wetterumstellung mit einer Luftdruckabnahme über dem Atlantik und der damit einhergehenden Zufuhr von Luftmassen aus Westen, die gemäßigtes feuchteres Wetter bringen würden, ist jedoch noch nicht zu sehen. Für die kommende Woche sieht es auch schon wieder nach einer neuen Hitzewelle aus."

Infos zum Studium
Wetter und Klima