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Soziolinguistische Perspektiven auf Gendermainstreaming in der Schule

Gender- und Diversitykompetenz gilt als wesentlicher Bestandteil der Professionalisierung in der LehrerInnenausbildung. In diesem Seminar wird daher beleuchtet, welche Genderkompetenzen LehrerInnen für ihre Berufspraxis benötigen.

Aus dem soziologischen Blickwinkel ist das Geschlecht nicht nur ein "biologischer" Fakt (sex) sondern vor allem eine "soziale Tatsache" (gender). Das von sozialen und kulturellen Umständen abhängige Geschlecht einer Person ist in der Schule - wie im Rest der Gesellschaft - präsent und prägnant. Diversitäts-Management zielt darauf ab, diese und weitere Unterschiede wahrzunehmen und nimmt die gesellschaftlichen Konstruktionsprozesse von Unterschieden – auf einer persönlichen und organisationalen Ebene – und ihre Funktion in den Blick.

Im Verlauf des Semesters wird den Teilnehmenden die Bandbreite des Themas "Gender in der Schule" vor Augen geführt, z.B. mit Blick auf die folgenden Fragen: Wie kann eine geschlechtsspezifische Verteilung der Interessen der SchülerInnen beobachtet und erklärt werden? Wie findet das Doing-Gender in einem Klassenzimmer statt? Wie sind die Einschätzungen der Fachkompetenzen seitens der Lehrkräfte und ihre Aufstiegschancen mit ihrem Geschlecht verbunden? Was bedeutet Gender-Mainstreaming? Wie findet Diskriminierung im Klassenzimmer statt? Stichwort PISA: Müssen, bzw. wie können Mädchen und Jungen geschlechtersensibel gefördert werden?

 

Zeit: 22.06.2018 10:00 - 11:30 Uhr

Ort: HF, IWB, Hörsaal H112

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Rückfragen an: Dr. Hilke Engfer

http://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de