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Stellungnahme der Universität zu Köln zu PCB-Sanierung im Physikalischen Institut

Köln, 17.7.2017

Die Universität zu Köln ist bestrebt, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gute und sichere Arbeitsplätze zu bieten. Insofern misst sie den PCB-Untersuchungen im Physikalischen Institut hohe Priorität zu und folgt dem Prinzip größtmöglicher Transparenz. 

Weil in den vergangenen Tagen durch Presseveröffentlichungen Fragen zur PCB-Sanierung im Physikalischen Institut auftauchten, hier ein paar chronologisch geordnete Fakten zum Thema: 

  • Am 21.12. 2013 erfolgte die Raumluftmessung auf sogenannte Polychlorierte Biphenyle (PCB) durch einen externen Gutachter. PCB wurde bis in die achtziger Jahre in Baustoffen wie Fugendichtungen aber auch in Kondensatoren verwendet.  
    Das Gutachten lag Ende des 1. Quartals 2014 vor. Die PCB-Werte lagen zwischen 300 und 3000 Nanogramm (ng) PCB pro Kubikmeter (cbm) Raumluft. Die höheren Werte wurden vor allem auf den Verkehrsflächen gemessen. Bei den gemessenen Konzentrationen sieht die Altlastenverordnung vor, dass die Quellen aufgespürt und unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit mittelfristig beseitigt werden müssen.
  • Die Empfehlungen des Gutachtens flossen in einen Plan zur Sanierung ein, über den alle betroffenen Gruppen, wie die Mitarbeiter der Fachgruppe, der Arbeitsschutz oder die Personalräte am 7.10.2014 und am 5.1.2015 informiert wurden. Die Sanierung selbst erfolgte von August bis Dezember 2015, die wesentlichen Arbeiten fanden in den Semesterferien statt.
  • Eine weitere Prüfung der Raumluftkonzentrationen aus dem Dezember 2016 hat ergeben, dass die Werte in den Hörsälen und den Bibliotheken unter dem Grenzwert von 300 ng PCB pro cbm Luft liegen. In den Fluren sowie Treppenhäusern wurde mit bis zu 1556 ng PCB / cbm Raumluft der angestrebte Wert von unter 300 ng PCB/cbm Luft noch nicht erreicht.
  • Aus diesem Grund hat die Dezernatsleitung Gebäudemanagement den Gutachter am 13.4.2017 beauftragt, alle drei Monate Raumluftmessungen durchzuführen. Die Vertreter der Fachgruppe, der Arbeitsschutz, die Schwerbehindertenvertretung, die Personalräte und Vertreter der Studierenden (Fachschaft) wurden vorab per Mail und zudem am 13.4.2017 in einer Sitzung informiert.
  • In den Sitzungen des Fachausschusses am 4.5.2017, 22.6.2017 und am 13.7.2017 wurde über die eingeleiteten und geplanten Maßnahmen informiert. In diesen Sitzungen sind grundsätzlich Vertreter der Studierenden eingeladen und anwesend.
  • Am 13.7.2017 lag der Bericht des Gutachters im Fachausschuss vor, der über die neuesten PCB-Messungen vom 12.5.2017 informiert. Die Messungen haben ergeben, dass die Werte in den Hörsälen bei maximal 35 ng PCB pro cbm Raumluft und in der Bibliothek bei 270 ng PCB pro cbm Raumluft liegen und damit unproblematisch sind. Auf den Verkehrsflächen, also den Fluren und Treppenhäusern sind die Werte zwar auf 1335 ng PCB pro cbm Raumluft gesunken, aber nicht unter den gewünschten Wert von 300 ng PCB pro cbm Raumluft. 

Deshalb werden zum einen weitere Lüfter zur Erhöhung der Luftwechselraten eingebaut. Die Werte werden auch weiterhin kontrolliert. Zum anderen gibt es im August, in der vorlesungsfreien Zeit, weitere Untersuchungen nach Sekundärquellen für die Belastung in den Treppenhäusern. Diese sollen beseitigt werden, um die Belastung auch dort möglichst unter 300 ng PCB pro cbm Raumluft zu senken. 

Darüber hinaus steht für das Gebäude des Physikalischen Instituts eine umfangreiche Generalsanierung an.  

Prof. Dr. Axel Freimuth
Rektor der Universität zu Köln 

Markus Greitemann
Leiter Dezernat 5