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Teilprojekt "Aktionsplan Inklusion"

Der demographische Wandel in Deutschland legt nahe, dass es zukünftig weniger Nachwuchs, weniger Fachkräfte gibt und ein höherer Altersdurchschnitt der Belegschaft zu erwarten ist. Eine Lösung für diese Herausforderung ist, dass wir die Arbeitswelt inklusiver gestalten. Ein weiteres Argument für Inklusion ist die Verabschiedung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK), welche die Menschenrechte und Grundfreiheiten von Menschen mit Behinderungen fördert und seit 2009 auch in Deutschland in Kraft getreten ist. Menschen mit Behinderungen sind laut UN-BRK „Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können,“ (Artikel 1). Barrieren können unter anderem baulicher, kommunikativer, struktureller oder kultureller Natur sein. Zur Umsetzung der UN-BRK wurden auf Bundes- und Landesebene Aktionspläne verfasst. Auch erste Hochschulen legten Inklusionskonzepte vor. Ziel des Teilprojekts „Aktionsplan Inklusion“ ist es, bis Ende 2018 konkrete Maßnahmen zu formulieren, spezifizieren und teilweise bereits umzusetzen, um Menschen mit Behinderungen (Studierende und Personal in Verwaltung und Forschung) an der Universität zu Köln zu fördern und bestehende Barrieren weiter abzubauen.

Um die Entwicklung des Aktionsplan Inklusion nachhaltig zu gestalten, wurde der „Runde Tisch Inklusion“ als Diskussions- und Vernetzungsforum ins Leben gerufen. In insgesamt 4-5 zweistündigen Sitzungen begleiten die Teilnehmenden den Entwicklungsprozess des Aktionsplans. Zusätzlich gibt es Expert*innengruppen zu einzelnen Handlungsfeldern, an denen Interessierte mitwirken können. Die Handlungsfelder sind „Strategie und Struktur“, „Personal“, „Forschung“, „Beratung und Service“, „Kommunikation und IT“, „Gebäude und Campus“ sowie „Studium und Lehre“. In diesen Expert*innengruppen wird der Status quo in Bezug auf Inklusion erfasst und spezifische Maßnahmen zur Weiterentwicklung formuliert. Sehr gerne möchten wir alle Interessierten dazu einladen, an der Entwicklung des Aktionsplans Inklusion mitzuwirken. Bei Fragen, Ideen oder Anregungen (z. B. zur Barrierefreiheit) können Sie sich jederzeit gerne an die Projektleitung wenden.

Leitung:
Prof.‘ Dr. Mathilde Niehaus
Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation
Humanwissenschaftliche Fakultät

Dr.‘ Kathrin Staufenbiel
Servicezentrum Behinderung und Studium (Abteilung 23) und Referat Gender & Diversity Management

Kontakt:
inklusion(at)verw.uni-koeln.de