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Foto: Maya Claussen



Wissenschaft in Bildern

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    Der Tempelwächter

    Kein Karneval: Diese indonesische Maske wurde im traditionellen Maskentanz verwendet. Der indonesische Topeng Tanz ist auf Bali und Java seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen und wird auch heute noch aufgeführt. Ursprünglich traten die Maskentänzer als Götterboten auf, die Botschaften der Ahnen überbringen. Es gibt zwei Grundcharaktere: einerseits die eher groben, bürgerlichen Figuren, die Halbmasken tragen, sodass der Mund nicht bedeckt ist, damit sie die Geschichte erzählen können, und andererseits die edlen Charaktere, die Vollmasken tragen und nicht selbst sprechen, sondern sich vornehm auf Gestik und Tanz beschränken. Die vorliegende Maske zeichnet die Figur des „Telek“ aus, den Tempelwächter. Leider ist nicht bekannt, wie alt sie ist. Carl Niessen, der Begründer der Kölner Theaterwissenschaft, hat die Maske bereits in den 1920er Jahren erworben. Sie ist Teil einer sehr umfangreichen Maskensammlung in den Beständen des Instituts für Medienkultur und Theater. Darunter befinden sich nicht nur Theatermasken, sondern auch Faschingsmasken, Ritualmasken und Tanzmasken – unter anderem aus Afrika, Asien und Europa. Foto: Christina Vollmert
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    Kraftwerke der Zellen

    Mitochondrien werden als Kraftwerke der Zellen bezeichnet, da sie für den Großteil der Energieproduktion verantwortlich sind. Deshalb befinden sich besonders viele in Zellen mit hohem Energieverbrauch wie zum Beispiel Muskel- und Nervenzellen. Die Abbildung zeigt eine Fibroblastenzelle, deren Mitochondrien mit einem speziellen Farbstoff rot angefärbt wurden. Pro Zelle gibt es etwa 1000 bis 2000 Mitochondrien, wobei diese ein dynamisches Netzwerk bilden, indem sie miteinander verschmelzen und sich teilen können. Eine Besonderheit der Mitochondrien liegt in ihrem Inneren verborgen – sie besitzen ihre eigene Erbsubstanz, die mitochondriale DNA, welche nur von der Mutter weitervererbt wird. Diese mtDNA ist auf der Abbildung als grüne punktförmige Strukturen innerhalb der Mitochondrien erkennbar und enthält die Erbinformation für nur wenige, dafür allerdings sehr wichtige Moleküle. Im Gegensatz dazu liegt der Hauptteil der Gene im Zellkern, welcher in der Abbildung blau angefärbt wurde. Mitochondriale Fehlfunktionen sind ursächlich für eine Vielzahl von Erkrankungen und sie können einen Einfluss auf das Fortschreiten des Alterungsprozesses haben. Deshalb erforscht die Gruppe um Prof. Dr. Aleksandra Trifunovic die Funktionsweise der Mitochondrien insbesondere in Hinblick auf deren Bedeutung bei der Entstehung von Krankheiten und ihrer Beteiligung an Alterungsvorgängen. Foto: Dr. Alexandra Kukat
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    Das Labyrinth von Oyo

    Nur was für Mutige: Wer sich im Labyrinth von Oyo verläuft, braucht mehr als ein GPS-Gerät. Die Schluchten sind teils weniger als einen Meter breit und machen eine Satellitennavigation unmöglich. Spätestens bei schlechten Sichtverhältnissen – etwa in der Dunkelheit oder bei Staubstürmen – verliert man leicht die Orientierung. Die vier Quadratkilometer große Felsenlandschaft zeugt von Naturgewalten längst vergangener Zeiten. Wind und Wasser haben Millionen Jahre lang schmale Wege in die Felsen geschliffen. Das Labyrinth von Oyo liegt im Ennedi, einem zerklüfteten Sandsteinplateau im Nordosten des Tschad. Wegen seiner reichen ökologischen Ausstattung wird das Gebiet auch „Garten Eden der Sahara“ genannt. Afrikaforscher Dr. Stefan Kröpelin hat das Ennedi auf mehreren Expeditionen erforscht. Er ist überzeugt, dass es bald zum Welterbe ernannt wird. Foto: Stefan Kröpelin
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    Flucht ins Mundloch

    Wie verlassen Fußballfans nach Abpfiff das Stadion? Professor Andreas Schadschneider vom Institut für Theoretische Physik forscht über Personenströme, wie sie unter anderem bei Evakuierungen zustande kommen. In diesem Experiment in der Düsseldorfer Esprit-Arena nimmt eine Kamera die Bewegungen direkt über dem Mundloch auf – so lautet der technische Name für den Tribünenausgang. Der Versuch wurde unter Normalbedingungen durchgeführt; die Teilnehmer sollten die Tribünen zwar zügig, aber nicht hektisch verlassen. Je nach Startposition sind sie durch die Farbe ihrer Trikots markiert. Außerdem tragen sie weiße Mützen mit einem schwarzen Punkt, die eine automatische Bestimmung der Position in dem Video ermöglichen. Es ging den Wissenschaftlern vor allem darum zu sehen, wo sich Staus bilden. Im Bereich des Tribünenausgangs wären Staus sehr kritisch. Durch die lange Belichtungszeit des Fotos sieht man jedoch deutlich, dass der Personenstrom gerade hier gut fließt. Foto: Andreas Schadschneider