Personalia
Prof. García Ramón hält Vorträge auf Einladung des Departments of Classics der Universität Harvard
Der Lehrstuhlinhaber für das Fach Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft (Indogermanistik) an der Universität zu Köln, Prof. Dr. José Luis García Ramón, hält am 17. April im Department of Classics
der University of Harvard (USA) einen Vortrag zum Thema "Indo-European Continuity in Greek and Italic Onomastics" und zwei Blockseminare ab: 19. April, 13-16 Uhr "Thessalian in the Light of New
Inscriptions", 20. April, 14-17 Uhr "The New Tablets in Linear B from
Thebes and Mycenaean Religion".Prof. Dr. García Ramón hält den Vortrag auf Einladung des Departments of Classics der Universität Harvard im Rahmen der "James Loeb Lecture"-Reihe, zu der einmal im Jahr ein besonders herausragender Fachvertreter eingeladen wird.
Weitere Informationen: http://ifl.phil-fak.uni-koeln.de/hvs.html
Klaus Liebrecht-Preis an herausragende Nachwuchsforscher verliehen
Im Rahmen der diesjährigen Promotionsfeier am 3. Februar in der Aula der Universität wurden zwei herausragende Kölner Nachwuchswissenschaftler mit dem Klaus Liebrecht-Preis der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ausgezeichnet. Die Preise des Jahres 2011 gingen an Dr. Felix Dietlein (Mathematisches Institut, Arbeitsgruppe Prof. Dr. Peter Littelmann) und an Dr. Selvan Demir (Institut für Anorganische Chemie, Arbeitsgruppe Prof. Dr. Gerd Meyer) für ihre Doktorarbeiten. Im Rahmen der Verleihung hatten die beiden Preisträger die Gelegenheit, ihre innovativen Arbeiten in Kurzvorträgen vorzustellen.
Felix Dietlein erläuterte, wie er sehr komplexe kombinatorische und darstellungstheoretische Vorgänge mit eigens entwickelten Methoden kontrollieren und damit überraschende Ergebnisse in einem sehr kompetitiven Forschungsgebiet erzielen konnte. Für die von ihm bearbeiteten „Köcher“ – gerichtete Graphen, die aus Punkten und Pfeilen zwischen den Punkten bestehen – konnte er eine Reihe von Veränderungen (Faltungen, Verklebungen, Vervielfältigung) zeigen, bei denen er vollständig die resultierenden Coxeter-Daten beschreiben kann. Als preiswürdig wurde die Arbeit umso mehr gewürdigt, da sie in überaus kurzer Zeit in einem sehr jungen Alter erstellt wurde. Bereits als Schülerstudent hatte Felix Dietlein ein Vollzeitstudium absolviert. Im Mai 2009 war er der erste Student, der sein Diplom in Mathematik vor dem – im Übrigen landesweit besten – Abitur erhielt.
Dr. Selvan Demir erhielt den Klaus Liebrecht-Preis für ihre Dissertation „Scandium Cluster and Metallocene Chemistry“. Scandium ist das erste und kleinste Übergangsmetall, das gleichzeitig zur Gruppe der Selten-Erd-Elemente gehört. Mit der Untersuchung der Reaktivität von Scandium-Clustern in Lösung sowie der Gewinnung und Charakterisierung neuartiger Komplexe leistete Dr. Demir herausragende Beiträge zur Organometallchemie des Scandiums. Durch ihre Untersuchungen in Köln und an der University of California, Irvine, gelang es, chemische Verbindungen herzustellen, nach denen seit Jahren gesucht wurde und deren Existenz sogar bereits angezweifelt wurde.
Der Klaus Liebrecht-Preis wurde erstmals im Dezember 1999 vergeben. Er geht auf eine großzügige Stiftung von Dipl. Ing. Klaus Liebrecht aus dem Jahre 1998 zurück, die von KölnAlumni - Freunde und Förderer der Universität zu Köln e.V. verwaltet wird. Zweck des Preises ist es, besonders engagierte und motivierte Studierende oder ehemalige Studierende der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, die in ihrer akademischen Arbeit als besonders förderungswürdig anerkannte Leistungen erbracht haben, auszuzeichnen.
Prof. Kempen erneut zum Präsidenten des DHV gewählt
Am 20. März 2012 ist Professor Dr. iur. Bernhard Kempen (52) mit überwältigender Mehrheit für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren als Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), der mit 27.000 Mitgliedern größten Wissenschaftlerorganisation Europas, wiedergewählt worden. Professor Kempen steht seit 2004 an der Spitze des Verbandes. Er lehrt an der Universität zu Köln Öffentliches Recht und Völkerrecht und ist Direktor des Instituts für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht.
Rektorat ernennt Dietmar Kobboldt zum Leiter der studiobühneköln
Das Rektorat hat Dietmar Kobboldt zum Leiter der studiobühneköln ernannt. Zuvor hatte er diese Funktion bereits kommissarisch inne.
Dietmar Kobboldt hat bereits während des Studiums der
Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln für diverse Theater gearbeitet. Er hat für seine Inszenierungen zweimal den Kölner Theaterpreis erhalten und ist seit 2001 im Vorstand der Kölner Theaterkonferenz und seit 2006 deren Vorsitzender.
Als Hauptaufgabe sieht er es, die Bedeutung der Studiobühne als Theater der Universität zu steigern. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die experimentelle Theaterarbeit.
Die Studiobühne wurde bereits 1920 gegründet. Sie ist das älteste bestehende deutsche Universitätstheater. Seit den späten sechziger Jahren probierten ganze Studierendenjahrgänge hier die theoretischen und praktischen Möglichkeiten von künstlerischer Arbeit an der Hochschule aus. 1974 etablierte die Universität zu Köln die „Studiobühne und Filmwerkstatt“ als eine zentrale Einrichtung, die als selbständiges offenes kulturelles Zentrum unterhalten und gefördert wird. Zahlreiche bekannte Künstler haben ihre Karriere an der Studiobühne begonnen, unter anderem die Kölner Schauspieler Hella von Sinnen und Dirk Bach.
