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Neue ProfessorInnen

Foto: Suhad Abbas

Dr. Thoralf Schröder, bisher Ludwig-Maximilians-Universität München, ist zum W1-Professor für Klassische Archäologie in der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der 1980 in Wismar geborene Wissenschaftler studierte in Göttingen, Rostock, Heidelberg und München die Fächer Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Vorderasiatische Archäologie und Medien- und Kommunikationswissenschaft. 2011 promovierte er an der Universität Göttingen mit der Schrift „Athenaios eimi. Untersuchungen zur Chronologie und Typologie der römischen Porträts in Griechenland, ihren lokalen Besonderheiten und dem kulturellen Kontext“. Von 2009 bis 2012 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin tätig. Anschließend erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts und konnte so ein Jahr lang den Mittelmeerraum bereisen.
Seit 2013 als Akademischer Rat am Institut für Klassische Archäologie an der Universität München tätig, folgte Schröder dem Ruf der Universität zu Köln. Er wird am Archäologischen Institut den bildwissenschaftlichen Schwerpunkt für die antiken Kulturen vertreten und das seit 50 Jahren in Köln beheimatete "Forschungsarchiv für Antike Plastik“ mitbetreuen.
Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die griechischen und römischen Skulpturen und Porträts, die Archäologie des östlichen Mittelmeerraums in der hellenistisch-römischen Zeit, antike Heiligtümer und ihre Bilderwelten, Werkstätten, Herstellungsprozesse und Produktionsdynamiken im Imperium Romanum sowie Kulturkontakte in der Antike.
Foto: Suhad Abbas


Dr. Dennis Göttel, bisher Institut für Geschichtswissenschaft und Literarische Kulturen, Leuphana Universität Lüneburg, ist zum W1-Professor für Geschichte und Geschichtsschreibung der technischen Bildmedien im Institut für Medienkultur und Theater ernannt worden.

Der 1979 in Speyer/Rhein geborene Wissenschaftler studierte in Frankfurt die Fächer Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Politologie und Germanistik. 2014 promovierte er an der Bauhaus-Universität in Weimar mit der Dissertation „Die Leinwand. Eine Epistemologie des Kinos“. Von 2013 bis 2015 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Medienwissenschaften der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig tätig. Daran anschließend war Göttel Postdoc-Stipendiat an der Professur für Kulturgeschichte des Wissens in Lüneburg.  Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Geschichte der Filmproduktion unter besonderer Berücksichtigung des Making-of, Dispositive audiovisueller Medien, Kritische Theorie der Fotografie und des Kinos und die Kulturgeschichte der Flipperautomaten.


Dr. Wiebke Dannecker, Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, ist zur W1-Professorin für Literaturdidaktik für Lernende mit besonderem Förderbedarf sowie Inklusion in der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Die 1979 in Leer/Ostfriesland geborene Wissenschaftlerin studierte in Hannover und Bristol (UK) die Fächer Germanistik, Anglistik, Philosophie und Bildungswissenschaften. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie von 2006 bis 2010 im Bereich der Literaturdidaktik an der Leibniz Universität Hannover tätig, 2010 erfolgte hier ihre Promotion. Ihr Zweites Staatsexamen legte sie 2012 als Studienreferendarin am Studienseminar Stadthagen ab. Daran anschließend war sie bis 2014 als Akademische Rätin a. Z. im Bereich der Literaturwissenschaft und -didaktik an der Leibniz Universität tätig und wechselte in gleicher Position 2014 an die Universität zu Köln. Ein Forschungsaufenthalt führte sie 2016 an die Sapienza Università di Roma. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Literaturvermittlung in inklusiven Lernsettings, Lernen mit digitalen Medien im Literaturunterricht und Methoden empirisch forschender Literaturdidaktik.


Foto: Christa Manta

Professor Dr. Erik Hornung, bisher Universität Bayreuth, ist zum W3-Professor für Wirtschaftsgeschichte im Seminar für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1982 in Bremen geborene Wissenschaftler studierte in Stuttgart, Hohenheim und Ottawa technisch orientierte Volkswirtschaftslehre. Er promovierte 2012 an der Ludwigs-Maximilians-Universität München mit der Dissertation „Human Capital, Technology Diffusion, and Economic Growth – Evidence from Prussian Census Data“ für die er mit dem Promotionspreis der Leibniz-Gemeinschaft ausgezeichnet wurde. Vor seiner Berufung nach Köln war Erik Hornung Professor für Volkswirtschaftslehre mit einer Spezialisierung in quantitativer Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bayreuth und hatte Positionen am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen sowie am ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München inne.
Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die ökonometrische Analyse der Ursachen langfristiger Entwicklung in der Wirtschaftsgeschichte, so zum Beispiel mit den Rollen von Humankapital, technologischer Diffusion und institutionellem Wandel für langfristiges Wachstum.


Foto: Sandra Meyndt

Professor Dr. Stephan Packard, bisher Universität Freiburg, ist zum W2-Professor für Kulturen und Theorien des Populären in der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der 1978 in München geborene Wissenschaftler studierte in seiner Heimatstadt die Fächer Komparatistik, Germanistik, Anglistik, Altphilologie und Philosophie.2004 promovierte er an der Universität München mit der Dissertation „Psychosemiotische Comicanalyse“ und war dort bis 2010 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft tätig. Daran anschließend folgte er einem Ruf auf die Juniorprofessur für Medienkulturwissenschaft der Universität Freiburg. 2015 wurde er mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Comicforschung, Mediale Kontrolle, Medien und Politik, Transmediale Narratologie und Fiktionalitätsforschung sowie Semiotik.


Foto: Roman Kasperski

Dr. Roman Bartosch, Englisches Seminar II, ist zum W1-Professor für Didaktik: Literaturen und Kulturen der anglophonen Welt der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der 1982 in Oberhausen geborene Wissenschaftler studierte in Duisburg-Essen und Köln die Fächer Anglistik, Germanistik, Psychologie, Sonderpädagogik und Politikwissenschaften. 2011 promovierte er an der Universität Duisburg-Essen. Seit 2009 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Englischen Seminar der Universität zu Köln tätig und derzeit Vorstandsmitglied des Interdisziplinären Forschungszentrums  
für Didaktiken der Geisteswissenschaften (IFDG). Ein Forschungsaufenthalt führte ihn im Sommersemester 2016 an die University of Bath (UK). Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Didaktik anglophoner Literaturen und Kulturen, Inter- und Transkulturalität, Nachhaltigkeitserziehung, Human-Animal Studies und der inklusive Englischunterricht. Professor Bartosch ist Mitglied im Netzwerk „Inklusiver Englischunterricht“ und im DFG-Forschernetzwerk „Environmental Crisis and the Transnational Imagination“.


Foto: Atelier Ralf Bauer

Professorin Dr. Nadia Kutscher, bisher Universität Vechta, ist zur W2-Professorin für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit am Department Heilpädagogik und Rehabilitation der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Die 1972 in München geborene Wissenschaftlerin studierte in München und Bielefeld die Fächer Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Pädagogik. 2006 übernahm sie eine Professur für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Bildung und Erziehung im Kindesalter an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Fachbereich Sozialwesen, Abteilung Aachen, und wechselte dort 2010 in die Abteilung Köln. 2013 folgte sie einem Ruf auf eine Professur für Soziale Arbeit und Ethik an der Fakultät I – Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften an der Universität Vechta. Kutscher hat zahlreiche auch außerakademische Ämter inne, so war sie Mitglied der Sachverständigenkommission für den 14. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung sowie in der laufenden Legislaturperiode des Bundesjugendkuratoriums und ist seit 2016 Mitglied des wissenschaftlichen BeraterInnenkreises der Akademie für Leseförderung Niedersachsen und seit 2017 Mitglied des Fachbeirats der Niedersächsischen Landeszentrale für Politische Bildung. Zu  ihren Hauptforschungsgebieten gehört die Digitalisierung der Sozialen Arbeit und des Aufwachsens, normative Fragen im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe sowie Forschung zu Fluchtmigration.


Professor Dr. Matteo Bergami, Exzellenz-Cluster CECAD, ist zum W2-Professor für Neuronale Regeneration der Medizinischen Fakultät ernannt worden.

Der 1981 in Castel San Pietro Terme (Italien) geborene Wissenschaftler studierte in Bologna (Italien) die Fächer Biotechnology und Neurophysiology. Hier promovierte er 2009 im Fach Neurophysiologie. Daran anschließend war er bis 2010 in der Abteilung für Molekulare und Zelluläre Neurowissenschaften am Italienischen Institut für Technologie in Genua tätig. 2011 bis 2013 an der Abteilung für Physiologische Genomik an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig, folgte er im selben Jahr einem Ruf der Universität zu Köln und ist seitdem als Gruppenleiter im CECAD Forschungszentrum der Medizinischen Fakultät tätig. Mit seiner Forschungsgruppe untersucht Bergami die Mechanismen im Gehirn, die die Neurogenese im adulten Gehirn regulieren, um die Grundprinzipien zu identifizieren, die eine Nervenzellregeneration nach Hirnschädigungen beispielsweise durch Trauma und Neuroinflammation ermöglichen. Für seine Forschungen wurde Bergami bereits mehrfach ausgezeichnet, so 2015 einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats.


Professorin Dr. Silviane Scharl, Institut für Ur- und Frühgeschichte, ist zur W3-Professorin für Jüngere Steinzeiten der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Die 1977 in Berlin geborene Wissenschaftlerin studierte in Regensburg, Bamberg, Würzburg, Oxford und Berlin die Fächer Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit sowie Denkmalpflege und Bauforschung. 2007 promovierte sie an der Freien Universität Berlin mit der Dissertation „Die Silexrohstoffversorgung am Übergang vom Alt- zum Mittelneolithikum im westlichen Franken. Ihre Habilitation erfolgte 2016 zu dem Thema „Innovationstransfer in prähistorischen Gesellschaften – Eine Vergleichende Studie zu ausgewählten Fallbeispielen des 6. Bis 4. Jahrtausends vor Christus in Mittel- und Südosteuropa unter besonderer Berücksichtigung temporärer Grenzräume. Von 2006 bis 2009 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Prähistorische Archäologie an der Freien Universität Berlin tätig. 2009 folgte sie dem Ruf der Universität zu Köln und war hier als Teilprojektleiterin im Sonderforschungsbereich „Our way to Europe“ tätig. Im Sommersemester 2016 als Lehrstuhlvertreterin an der Freien Universität Berlin erhielt Scharl den Ruf der Universität zu Köln auf den Lehrstuhl für Jüngere Steinzeiten. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören das Mesolithikum, Neolithikum und Kupferzeit Mittel- und Südeuropas, Wirtschaftsarchäologie, hier insbesondere Tausch- und Versorgungsnetzwerke, vergleichende Studien zum Innovationstransfer in prähistorischen Gesellschaften und die Mobilität in prähistorischen sesshaften Gesellschaften.


Foto: Fotostudio Picturemakers

Professorin Dr. Lisa Rosen, bisher Universität Osnabrück, ist zur W2-Professorin für Erziehungswissenschaft der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Die 1975 in Neuss geborene Wissenschaftlerin studierte in Köln die Fächer Lehramt für die Primarstufe. Sie absolvierte neben dem ersten Staatsexamen den Zusatzstudiengang „Deutsch als Zweitsprache“ und außerdem den Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft. Hier promovierte sie 2009 mit einer biographieanalytischen Studie zu bildungsbenachteiligten MigrantInnen. 2010 übernahm sie eine Juniorprofessur für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt soziale Intervention und Kommunikation im Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. 2014 erhielt sie Rufe der Universitäten Wien und Osnabrück und entschied sich für die Professur für Erziehungswissenschaft: Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft der Universität Osnabrück. Nach einem 2017 ablehnten Ruf der Universität Duisburg-Essen nahm sie den Ruf der Universität zu Köln an. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören Bildung und Diversität in Jugend, Adoleszenz und Familie, differenzsensible Professionalisierung und inklusive Schulentwicklung in Migrationsgesellschaften, Mehrsprachigkeit, qualitative und international vergleichende Bildungsforschung. Sie ist wissenschaftliche Leiterin der „Heliosschulen – Inklusive Universitätsschulen der Stadt Köln“, Gründungsmitglied des Kompetenzfeldes V „Soziale Ungleichheiten und Interkulturelle Bildung“ im Rahmen der Exzellenz-Initiative der Universität zu Köln und Sprecherin des Netzwerkes „Social Justice and Intercultural Education“ der European Educational Research Association (EERA).


Foto: Uni Frankfurt/Uwe Dettmar

Professor Dr. Christian Spies, bisher Goethe-Universität Frankfurt, ist zum W2-Professor für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Moderne und Gegenwart und ästhetische Theorien im Kunsthistorischen Institut der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der 1974 in Kreuztal geborene Wissenschaftler studierte in Siegen, Gainesville (Florida), Basel und Frankfurt die Fächer Kunstgeschichte, Kunst und Germanistik. 2005 promovierte er an der Universität Basel mit einer Arbeit zur New Yorker Kunst der 1960er Jahre („Zur Trägheit des Bildes. Bildlichkeit und Zeit zwischen Malerei und Video“). Seit 2005 war er am Nationalen Forschungsschwerpunkt Bildkritik/eikones an der Universität Basel tätig und hat dort seit 2009 die vom Schweizer Nationalfonds finanzierte Forschungsgruppe Ornament geleitet. 2015 übernahm er eine Professur für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Kunst an der Goethe-Universität Frankfurt. Hier hat er intensive mit den Frankfurter Museen zusammengearbeitet – ein Arbeitsschwerpunkt, den er auch in Köln fortsetzen wird.
Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Malerei und Malereitheorie der Nachkriegsmoderne, Bildtheorie und Bildkritik, Bildtheorie der Skulptur sowie Sammlungs- und Museumsgeschichte im 2o. Jahrhundert. Seine Interessen an der Verbindung von universitärer Kunstgeschichte mit Museen und Ausstellungsinstitutionen resultiert auch in der engen Kooperation mit dem Museum für Gegenwartskunst Siegen. Dort ist Spies Kurator einer namhaften Sammlung zur internationalen Nachkriegsmoderne und zugleich Vorstandsmitglied der Peter.Paul.Rubens.Stiftung.


Julian Scheu ist zum Juniorprofessor für Internationales Investitionsrecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht sowie Geschäftsführer des International Investment Law Centre Cologne (IILCC) an der Universität zu Köln ernannt worden.

Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln und der Université de Paris 1 (Panthéon-Sorbonne) mit Spezialisierung im Wirtschaftsvölkerrecht (LL.M./Maîtrise en droit, 2009; Dr. jur., 2016) und absolvierte beide juristischen Staatsprüfungen am Oberlandesgericht Köln (2013, 2017). Seine Dissertation Systematische Berücksichtigung von Menschenrechten in Investitionsschiedsverfahren, betreut durch Prof. Dr. Burkhard Schöbener, ist 2017 mit Unterstützung des Förderungsfonds Wissenschaft der VG Wort in der Schriftenreihe Studien zum Internationalen Investitionsrecht erschienen.