zum Inhalt springen

Neue ProfessorInnen

Professor Dr. Henning Meyerhenke, bisher Karlsruher Institut für Technologie, KIT, ist zum W3-Professor für Verteiltes Rechnen am Institut für Informatik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. 

Der 1978 in Paderborn geborene Wissenschaftler studierte Informatik an den Universitäten in Paderborn, Jena und Ottawa/Kanada. 2008 promovierte er an der Universität Paderborn zu „Disturbed Diffusive Schemes for Solving Partitioning Problems on Graphs“, einem Thema aus der parallelen Algorithmentechnik. Daran anschließend war er bis 2009 als Research Scientist in der industriellen Forschung bei NEC Laboratories Europe in Sankt Augustin mit der Entwicklung von Software zur effizienten und transparenten Nutzung von parallelen Systemen beschäftigt. Von 2009 bis 2010 setzte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Paderborn seine Forschungen zu parallelen und verteilten Graphenalgorithmen fort. Es folgte ein einjähriger Aufenthalt als Postdoctoral Researcher im High Performance Computing Lab des Georgia Institute of Technology, Atlanta, USA. Seit 2011 war er als Juniorprofessor am KIT tätig. In seiner Forschung betrachtet er skalierbare Algorithmen im Kontext großer und komplexer vernetzter Systeme. Die drei Kerngebiete sind dabei algorithmische Netzwerkanalyse, kombinatorisches wissenschaftliches Rechnen und angewandte kombinatorische Optimierung für naturwissenschaftliche Problemstellungen. 


Professor Dr. Manuel Zahn, bisher HBK Braunschweig, ist zum W2-Professor für Ästhetische Bildung am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. 

Der 1974 in Groß-Umstadt geborene Wissenschaftler studierte an der Universität Hamburg Erziehungswissenschaft, Philosophie und Psychologie. 2011 promovierte er dort mit einer Dissertation zum Thema „Ästhetische Film-Bildung“. Von 2005 bis 2009 war er als Heilpädagoge und pädagogischer Berater bei der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Franziskus e.V. in Hamburg tätig. Von 2007 bis 2011 arbeite er als Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg und war gleichzeitig von 2009 bis 2011 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Carl von Ossietsky Universität Oldenburg am Institut für Kunst und Medien tätig. Daran anschließend arbeite er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg, nach einem Lehrauftrag der Hochschule für Bildende Künste im Studienschwerpunkt Theorie und Geschichte übernahm er 2015 die Verwaltung einer Professur mit dem Schwerpunkt Fachdidaktik. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Erziehungs- und Bildungsphilosophie, Medienbildung, insbesondere Filmbildung, Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung in der digitalen Medienkultur. 


Professorin Dr. Nicole Naeve-Stoß, bisher Universität Siegen, ist zur W2-Professorin für Wirtschaftspädagogik am Institut für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialpädagogik der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Die 1976 in Itzehoe geborene Wissenschaftlerin absolvierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Deutschen Bank Bremen. 2001 nahm sie ihr Studium an der Universität Hamburg im Studiengang Lehramt an der Oberstufe – Berufliche Schulen, berufliche Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften, Unterrichtsfach Deutsch auf. Von 2006 bis 2015 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Universität Hamburg tätig, wo sie 2013 promovierte. Der Titel ihrer Dissertation lautet „Studienreform aus studentischer Perspektive – Einzelfallstudien zur Rekonstruktion studentischer Wahrnehmungen, Beurteilungen und Studienstrategien im Rahmen des Lehramtsstudiums für berufliche Schulen“. Im Anschluss an ihre Tätigkeit an der Universität Hamburg war sie bis 2016 als Akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der Georg-August-Universität Göttingen tätig. 2016 folgte sie einem Ruf der Universität Siegen, wo sie nach einer dreimonatigen Vertretungsprofessur im Juni eine Professur für Schul- und Unterrichtsentwicklung an Berufskollegs in der Arbeitsgruppe Berufs- und Wirtschaftspädagogik übernahm. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die schulische Curriculum- und Unterrichtsentwicklung, Wirtschaftsdidaktik, Lehrerbildung sowie Praxisphasen im Lehramtsstudium, die sie im Kontext einer subjektorientierten Entwicklungsforschung verfolgt.


Professor Dr. Jörg Janne Vehreschild ist zum W2-Professor für Translational Cohorts in HIV Research in der Klinik I für Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät ernannt worden.

Der 1978 in Siegburg geborene Wissenschaftler studierte von 1999 bis 2005 in Bonn Humanmedizin. Parallel arbeitete er freiberuflich als Datenbank- und Softwareentwickler von 1998 bis 2000 bei der Kuttig GmbH, Troisdorf und von 2000 bis 2005 bei der System AG, Lohmar. Die Verbindung zur Infektiologie entstand über das Praktische Jahr mit Tertialen in Südafrika und in der infektiologischen Abteilung der Uniklinik Bonn. Seit November 2005 ist er Mitarbeiter der Klinik I für Innere Medizin und in der Forschung und als inzwischen als Oberarzt in der Patientenversorgung tätig. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie mit Zusatzbezeichnung Infektiologie und Fellow der European Confederation of Medical Mycology. Seit Januar 2013 leitet Professor Vehreschild die Arbeitsgruppe „Kohorten in der Infektionsforschung“, die seit Juli 2013 als Nachwuchsgruppe vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) zum Thema „Cohort Studies in HIV Infection“ gefördert wird. In diesem Rahmen koordiniert er den Aufbau wissenschaftlicher Plattformen zur gemeinsamen Erforschung wichtiger Fragestellungen. Hierfür entwickelt er mit seinem Team Datenschutz- und Ethikkonzepte sowie maßgeschneiderte Softwarelösungen. Über diese Plattformen werden hypothesengenerierende klinisch-epidemiologische Studien durchgeführt und die Umsetzung klinischer Studien in seltenen Patientenkollektiven ermöglicht. Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung wird über die Kölner Plattform an der Erforschung von Heilungsmöglichkeiten der HIV-Infektion gearbeitet. 2016 wurde Professor Vehreschild mit dem Forschungsförderpreis der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft ausgezeichnet.


Professorin Dr. Esther von Stebut-Borschitz, bisher Hautklinik Universitätsmedizin Mainz, ist zur W3-Professorin für Dermatologie und Venerologie an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig hat sie die Direktion der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie übernommen und tritt die Nachfolge von Professor Dr. Thomas Krieg an.  

Die 1968 in Hamburg geborene Wissenschaftlerin studierte in Lübeck Humanmedizin. Hier promovierte sie 1996 mit ihrer Arbeit „Die Rolle der Proteinkinase C in der Signaltransduktion von basophilen Leukozyten“. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie von 1996 bis 1997 an der Berliner Charité tätig, bevor sie für zwei Jahre am National Institute of Health, Bethesda in den USA forschte. Seit 1999 an der Hautklinik der Universität Mainz tätig, habilitierte sie sich hier 2004 mit dem Thema „Die Bedeutung dendritischer Zellen für die Entwicklung von protektiver Immunität gegenüber der kutanen Leishmaniose“. 2008 übernahm sie in Mainz eine W2-Professour für Infektionsdermatologie. 2014 wurde sie zum Mitglied der Expertengruppe „Off-label“ des Fachbereichs Innere Medizin am Bundesministeriums für Gesundheit ernannt. Die Arbeiten Professorin Stebut-Borschitz wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie zum Beispiel bereits 2003 den Dagmar Eißner-Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Mainz, 2009 den Preis der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und 2015 die Schaudinn-Hofmann-Plakette der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Immunologie, Infektiologie und Dermatologie. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie als Leishmaniasis-Expertin aber auch als Expertin für Reise- und Tropendermatosen bekannt. In der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist sie Mitglied verschiedener Senatskommissionen so zum Beispiel für tierexperimentelle Forschung und für Grundsatzfragen in der klinischen Forschung. 


Professor Dr. Mathias Wickleder, bisher Justus-Liebig Universität Gießen, ist zum W3-Professor für Anorganische Chemie im Department für Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden

Der 1965 in Bergen (Kreis Celle) geborene Wissenschaftler studierte in Hannover Chemie, Philosophie und Geschichte. 1994 promovierte er mit der Dissertation „Komplexe Halogenide der Lanthanide mit Natrium und Silber: Synthese, Kristallstrukturen, Ionenleitfähigkeit". Daran anschließend forschte er zwei Jahre an der Universität Bern (Schweiz) auf dem Arbeitsgebiet der Up-conversion-Lumineszenz an Erbiumhalogeniden. Mit der Habilitationsschrift „Beiträge zur Kristallchemie und zum thermischen Verhalten von Verbindungen der Selten-Erd-Elemente mit komplexen Anionen“ wurde er 2000 an der Kölner Universität habilitiert. Nach einer Vertretungsprofessur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wurde er 2004 dort zum W2-Professor ernannt und leitete von 2007 bis 2008 das Institut für Chemie als Direktor. In dieser Zeit wurde ihm dort der Preis für Gute Lehre der Universität verliehen. 2009 wurde er zum Vizepräsidenten für Lehre, Studium und Weiterbildung gewählt. Dieses Amt hatte er bis 2010 inne. 2015 folgte er dem Ruf der Universität Gießen auf eine W3-Professur. Professor Wickleder ist Mitglied im Vorstand der GDCh-Fachgruppe „Festkörperchemie und Materialforschung“.


Professor Dr. Baki Akgül, Juniorprofessor für Virale Hautkarzinogenese an der Medizinischen Fakultät, ist zum W2-Professor für Virologie im Institut für Virologie ernannt worden.

Der 1975 in Sivas (Türkei) geborene Wissenschaftler studierte in Köln Biologie. Im Anschluss an die Promotion 2003 im Fach Genetik am Institut für Virologie wechselte er mit einem Auslandsstipendium der Deutschen Krebshilfe an das Institute of Cell and Molecular Sciences in London. Nach seiner Rückkehr an das Institut für Virologie wurde er 2010 zum Juniorprofessor ernannt. Die Hauptforschungsthemen seiner Arbeitsgruppe sind die Identifizierung von Virus-Wirt Interaktionen, die für die Papillomvirus vermittelte Karzinogenese notwendig sind und als Ziele von klinischen Interventionen dienen könnten. Seine Forschungsgebiete umfassen die Identifizierung von onkogenen Mechanismen von humanen Papillomviren (HPV), die die Homöostase der Haut stören und zur Hautkarzinogenese beitragen, die Entwicklung einer Impfstrategie gegen HPV zur Reduktion der Häufigkeit von HPV assoziierten Plattenepithelkarzinomen der Haut und die Identifizierung von Biomarkern, die zur Behandlungsoptimierung HPV positiver Oropharynxkarzinomen genutzt werden können.


Professor Dr. André Marchand, bisher Universität Münster, ist zum W2-Professor für Marketing und Digital Environment in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.  

Der 1980 in Mechernich geborene Wissenschaftler studierte in Köln Betriebswirtschaftslehre. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter war er von 2006 bis 2011 an der Bauhaus-Universität in Weimar tätig, an der er auch promovierte. Seine Dissertation wurde von der DFG gefördert und hatte das Thema „Empfehlungssysteme für Gruppen: Entscheidungsunterstützung für den gemeinsamen Konsum hedonischer Produkte“. Von 2011 bis 2017 war er am Department für Marketing und Media Research an der Universität Münster als Assistant Professor tätig. 2016 erfolgte seine Habilitation zum Thema “Entertainment Media Marketing: Key Drivers of Motion Picture and Video Game Success”. Er ist Editorial Board Member beim Journal of Interactive Marketing. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Marketing, neue Medien und digitale Innovationen.  


Professor Dr. Benjamin Rott, bisher Universität Duisburg-Essen, ist zum W2-Professor für Mathematik und ihre Didaktik in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1980 in Oldenburg (Oldb) geborene Wissenschaftler studierte in Oldenburg Mathematik und Physik. Nach seinem Referendariat für das gymnasiale Lehramt am Studienseminar Salzgitter war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter von 2008 bis 2013 an der Universität Hannover tätig. Im Jahr 2012 promovierte er in Hannover zum Thema „Mathematisches Problemlösen – Ergebnisse einer empirischen Studie“. Daran anschließend arbeitete er an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg in einem Forschungsprojekt zu epistemologischen Überzeugungen. 2014 folgte er einem Ruf auf eine W1-Professur der Universität Duisburg-Essen, die er bis zur positiven Zwischenevaluation (Habilitationsäquivalenz) Anfang 2017 innehatte. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören mathematisches Problemlösen, Überzeugungen und Einstellungen zur Mathematik sowie mathematische Begabung und Kreativität. Professor Rott ist Gremiumsmitglied und Vorsitzender der Aufgabenkommission für den Pangea-Mathematikwettbewerb sowie Gründungsmitglied und Sprecher des Arbeitskreises „Problemlösen“ der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik. 


Professor Dr. Dirk Witthaut, bisher Forschungszentrum Jülich, Institut für Energie und Klimaforschung, ist zum W1-Professor nach dem Jülicher Modell für Physik komplexer Versorgungsnetze in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1980 in Büren in Westfalen geborene Wissenschaftler studierte Physik an der Technischen Universität Kaiserslautern. Von 2004 bis 2008 war er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und promovierte 2007 mit der Dissertation „Quantum and classical dynamics of ultracold atoms in optical potentials“, für die mit dem Preis des Freundeskreis der Universität ausgezeichnet wurde. Nach einem Forschungsaufenthalt am Niels Bohr Institut in Kopenhagen (Dänemark) und einer Tätigkeit als Gastdozent am Kigali Institute for Science and Technology in Ruanda wechselte er 2009 als Projektleiter zum Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Seit 2014 ist er am Institut für Energie und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich tätig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Network Science, Nichtlineare Dynamik, Dynamik und Stabilität von Versorgungsnetzen und Energiesystemanalyse. 


Professorin Dr. Bettina Weißer, bisher Universität Münster, ist zur W3- Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, ausländisches und internationales Strafrecht ernannt worden. Gleichzeitig wurde sie zur Direktorin  des Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht ernannt und tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Thomas Weigend an.

Professorin Weißer studierte Rechtswissenschaften an der Universität Konstanz, wo sie 1995 auch promovierte. Von 2005 bis 2011 war sie als Akademische Rätin am Institut für ausländisches und internationales Strafrecht an der Universität zu Köln tätig. Hier habilitierte sie sich 2010 und erhielt die Lehrbefugnis für Strafrecht, Strafprozessrecht und Internationales Strafrecht. 2011 folgte sie einem Ruf an die Universität Münster und wurde zur W3-Professorin für deutsches, ausländisches und internationales Strafrecht ernannt. Nachdem sie im Jahr 2014 einen Ruf an die Universität Konstanz abgelehnt hatte, folgte sie dem Ruf der Universität zu Köln auf den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, ausländisches und internationales Strafrecht. Professorin Weißer ist unter anderem Mitglied der Association international de droit pénal und der International Academy of Comparative Law sowie Fellow des Transnational Program on Criminal Justice der University of California, School of Law, Los Angeles. 2016 wurde sie als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste berufen. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören neben dem Allgemeinen Teil des deutschen Strafrechts die Strafrechtsvergleichung und das Europäische Strafrecht.


Dr. Maike Schindler, bisher Örebro Universität Schweden, ist zur W1-Professorin für sonderpädagogische Didaktik im Handlungsfeld Mathematik im Department Heilpädagogik und Rehabilitation der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. 

Die 1983 in Essen geborene Wissenschaftlerin studierte an der Technischen Universität Dortmund die Fächer Sonderpädagogik und Mathematik mit dem Abschluss Lehramt. Nach ihrem Referendariat war sie als wissenschaftliche Beschäftigte an der Technischen Universität Dortmund tätig - von 2009 bis 2013 in der Mathematikdidaktik und in 2012 und 2013 auch als Lehrbeauftragte im Fachbereich Rehabilitationswissenschaften. Gleichzeitig war sie als Lehrerin in Schulen tätig. 2013 promovierte sie an der TU Dortmund zum Thema „Auf dem Weg zum Begriff der negativen Zahl. Theoretische Betrachtung und empirische Untersuchung zur Ordnungsrelation für ganze Zahlen aus inferentieller Perspektive“ mit Auszeichnung. Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Hannover und Bochum wechselte sie an die Universität Örebro in Schweden, wo sie erst als Postdoc und dann als Lektorin tätig war. Hier erreichte sie der Ruf der Universität zu Köln. In ihrer Forschung geht es um das Lernen und Lehren von Mathematik unter besonderer Berücksichtigung von Diversität. So beschäftigt sie sich mit Fragen der schulischen Inklusion, den Schwierigkeiten im Mathematiklernen, Rechenschwäche und mathematischer Begabung. In ihrer Forschung nutzt sie u.a. Eye-Tracking als Forschungsmethode. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt darin, zeitgenössische philosophische Theorien für das Verständnis mathematischen Wissens und des mathematischen Lernprozesses nutzbar zu machen. Seit dem Wintersemester 2017/18 ist sie zentrale Vertrauensdozentin der Universität zu Köln.


Professor Dr. Torsten Körber, bisher Georg-August-Universität Göttingen, ist zum W3-Professor in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Neben den bereits bestehenden Lehrstühlen wird er einen neuen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Kartell- und Regulierungsrecht, Recht der digitalen Wirtschaft aufbauen und ein neues Institut für Energiewirtschaftsrecht etablieren. 

Professor Körber studierte an den Universitäten Göttingen, München und Singapur Rechts-, Wirtschafts- und Geschichtswissenschaften. Sein LL.M-Studium absolvierte er 1992/93 an der University of California, Berkeley. 1996 schloss er seinen juristischen Vorbereitungsdienst in Berlin ab und wurde von der Georg-August-Universität Göttingen promoviert. Professor Körber arbeitete danach in Göttingen bei Professor Dr. Ulrich Immenga und Professor Dr. Holger Fleischer, LL.M. als Wissenschaftlicher Assistent und wurde dort 2003 habilitiert. 2004 folgte er einem Ruf an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, um kurz darauf 2005 den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Kartellrecht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht an der Friedrich-Schiller Universität Jena zu übernehmen. 2009 kehrte Professor Körber nach Göttingen zurück, wo er den Lehrstuhl seines akademischen Lehrers Immenga übernahm und von 2014 bis 2016 auch Dekan der Juristischen Fakultät war. Nach Ablehnung eines Rufs an die Universität Bayreuth folgte er dem Ruf der Universität zu Köln auf den neuen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Kartell- und Regulierungsrecht, Recht der digitalen Wirtschaft und wurde gleichzeitig zum Gründungsdirektor des neuen Instituts für Energiewirtschaftsrecht ernannt.  

Seine Forschung umfasst das Kartellrecht in seiner ganzen Breite (Kartelle, Missbrauchsaufsicht und Fusionskontrolle). Sein besonderes Interesse gilt Wettbewerbsfragen von Medien, Software und Internet-Plattformen. Im Mittelpunkt seiner Forschungen zum Regulierungsrecht stehen Energiewirtschafts- und Telekommunikationsrecht. Mit dem Recht der digitalen Wirtschaft setzt er sich bereits seit fast 20 Jahren auseinander. Kernfrage ist die Herausforderung der Rechtsordnung durch Digitalisierung und Datenökonomie. In den nächsten Monaten beschäftigt er sich neben dem Aufbau von Lehrstuhl und Institut insbesondere mit der Herausgabe des führenden Kartellrechtskommentars Immenga/Mestmäcker, in dem er auch die EU-Fusionskontrollverordnung kommentiert, sowie des Berliner Kommentars zum TKG. 

Professor Körber ist u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Arbeitskreises für Regulierungsfragen der Bundesnetzagentur und des GRUR-Fachausschusses für Kartellrecht sowie Gründungsmitglied und Sprecher der Wissenschaftlichen Vereinigung für das gesamte Regulierungsrecht.