15. Juni 2012
Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker
Universität zu Köln gewinnt im Exzellenzwettbewerb
Fünf Anträge wurden in der zweiten Phase des Exzellenzwettbewerbs von Bund und Ländern bewilligt
Das Zukunftskonzept der Universität zu Köln „Die Herausforderung von Wandel und Komplexität annehmen“ wurde in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative von der DFG bewilligt. Zusätzlich werden zwei Exzellenzcluster und zwei Graduiertenschulen in den nächsten fünf Jahren gefördert. Damit wurden alle fünf Anträge der Universität zu Köln bewilligt. Die Gesamtfördersumme beläuft sich in den kommenden 5 Jahren auf etwa 120 Millionen Euro. Gefördert werden im Einzelnen das Exzellenzcluster CECAD, das Exzellenzcluster CEPLAS, die Forschungsschule a.r.t.e.s und die Graduiertenschule BCGS. Rektor Axel Freimuth zeigte sich hoch erfreut über die Entscheidung der Kommission: „Der Erfolg der Kölner Projekte würdigt unsere Anstrengungen der letzten Jahre. Ich möchte allen Beteiligten für ihren hervorragenden Einsatz danken.“
Mit der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne wird eine fakultätsweite Graduiertenschule gefördert, die künftig für alle Promotionen an der Philosophischen Fakultät zuständig sein wird. Hierzu werden die fachlichen Ressourcen, Forschungsschwerpunkte und Exzellenzfelder einer der größten Philosophischen Fakultäten Europas zusammengeführt und für ein strukturiertes Promotionstudium unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Fragestellungen nutzbar gemacht. Die integrierte Graduiertenschule umfasst auch einen Research Master und ein Research Lab für die Post-Doc-Phase. Mit der “a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne” positioniert sich die Philosophische Fakultät der Universität zu Köln als eine Graduate Faculty, die im nationalen und internationalen Wettbewerb mit den jeweils fachlich besten Graduiertenschulen Doktoranden und Doktorandinnen aus dem In- und Ausland anzuziehen vermag. Familienfreundliche und internationale Strukturen erweitern hierbei die Forschungsmöglichkeiten des akademischen Nachwuchses.
Koordinator/Sprecher der Graduiertenschule ist Professor Dr. Dr. h.c. Andreas Speer, Direktor des Thomas-Instituts der Universität zu Köln.
Auch die Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy wird für weitere fünf Jahre gefördert. Die Schule richtet sich in erster Linie an besonders begabte Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen. Die Graduiertenschule baut auf wissenschaftlich komplementären Profilen der Universitäten Köln und Bonn auf. Schwerpunkte in der Forschung sind Teilchen- und Kernphysik, Astrophysik sowie der Bereich Kondensierte Materie, Statistische Physik und Photonik. Kernstück ist auch hier die enge Verzahnung zwischen Master und Promotion nach angelsächsischem Vorbild. Mit einer Förderdauer von bis zu 5 Jahren werden in der Graduiertenschule besonders talentierte Studierende bereits im Masterstudium enger in bestehende Forschungsgruppen eingebunden und intensiv betreut. Kooperationspartner des Bonn-Kölner Angebots sind das Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie und das Forschungszentrum Jülich. Die Deutsche Telekom Stiftung stellt unter anderem Stipendien für die besten Studierenden zur Verfügung.
Ansprechpartner in Köln ist der Physiker Professor Dr. Martin Zirnbauer, Institut für Theoretische Physik.
Ebenso erfolgreich war das Cluster of Excellence on Plant Sciences – from complex traits towards synthetic modules, das innovative Strategien für eine nachhaltige Pflanzenproduktion entwickelt. In diesem Cluster arbeiten international renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universitäten Köln und Düsseldorf, des Max-Planck-Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung sowie des Forschungszentrums Jülich zusammen. Durch die Klimaveränderung und eine weiter wachsende Weltbevölkerung werden die für den Pflanzenanbau erforderlichen Ressourcen wie Ackerland, Wasser und Nährstoffe zunehmend begrenzt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von CEPLAS arbeiten daher an einem grundlegenden Verständnis der Mechanismen pflanzlicher Anpassung und erforschen ressourceneffizientes Pflanzenwachstum. Dabei analysieren sie vorhandene natürliche und züchterisch hervorgebrachte genetische Variationen.
Zusätzlich wird CEPLAS neuartige Ausbildungsprogramme für Studierende, DoktorandInnen und insbesondere PostdoktorandInnen etablieren. Aus dem Zusammenbringen von Pflanzen- und Mikrobiologen, InformatikerInnen, MathematikerInnen und theoretischen PhysikerInnen werden an beiden Universitäten Biologen der nächsten Generation ausgebildet. Die Grenzen experimenteller und theoretischer Biologie werden dabei überwunden und somit Grundlagen für eine voraussagende und synthetische Biologie gelegt.
CEPLAS-Sprecher ist Professor Dr. Andreas Weber, Universität Düsseldorf.
Ansprechpartner für Köln ist Professor Dr. Marcel Bucher, Botanisches Institut.
Das Exzellenzcluster CECAD (Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases) wird für weitere fünf Jahre gefördert. Im Cluster werden die Ursachen des Alterungsprozesses und altersassoziierter Erkrankungen erforscht. Dazu gehören beispielsweise neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson oder Diabetes, Schlaganfall, Nierenversagen oder Krebs. Ziel des Clusters ist es, gemeinsame, neue therapeutische Ansätze zur Behandlung dieser Erkrankungen zu entwickeln. Systematisch überführt CECAD die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. In CECAD forschen über 400 internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Universität, Uniklinik, den Max-Planck-Instituten für die Biologie des Alterns und für neurologische Forschung sowie dem Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) eng vernetzt und interdisziplinär. In der kommenden Förderperiode baut CECAD die Forschungsbereiche weiter aus, um so in künftig sechs Bereichen die molekularen Fragestellungen des Alterungsprozesses vertieft erforschen zu können.
Mit einer strukturierten Doktorandenausbildung und Weiterentwicklungsangeboten für Postdocs setzt CECAD auch einen Schwerpunkt auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Wissenschaftlicher Koordinator des Clusters ist Professor Dr. Jens C. Brüning.
Das Zukunftskonzept der Universität „Meeting the Challenge of Change and Complexity“ zielt auf die Stärkung und Weiterentwicklung des Forschungsprofils der Universität zu Köln, die Einrichtung des Förderprogramms für Spitzenforschung und die Integration neuer karrierefördernder Strukturen und Fördermaßnahmen. Das Konzept umfasst außerdem die Weiterentwicklung der regionalen und internationalen Forschungsnetzwerke und Austauschprogramme der Universität, die Förderung der Geschlechtergleichheit sowie ein Bündel von Maßnahmen zur Förderung forschungsorientierter Lehre.
Bei Rückfragen:
a.r.t.e.s.
Professor Dr. Dr. h.c. Andreas Speer
0221/470-2658
andreas.speer(at)uni-koeln.de
BCGS
Professor Dr. Martin Zirnbauer
0221 470-4302
zirn(at)thp.uni-koeln.de
CEPLAS
Professor Dr. Marcel Bucher
0221 470-2481
m.bucher(at)uni-koeln.de
CECAD
Professor Dr. Jens Brüning
0221 470 2467
jens.bruening(at)uni-koeln.de
Astrid Bergmeister,
Leiterin CECAD PR&Marketing,
0221-470-5287 und 0160-7470757
Internet:
www.portal.uni-koeln.de/exzellenzinitiative.html
