05. Juni 2012
Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker
Interdisziplinärer Kongress über Cy Twombly
Internationales Kolleg Morphomata widmet sich dem Werk des kontroversen amerikanischen Künstlers
Vor knapp einem Jahr verstarb mit Cy Twombly einer der berühmtesten, aber auch kontroversesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Seine Kunst gilt als hermetisch und schwierig, der Künstler selbst führte ein extrem zurückgezogenes Leben und gab zeitlebens nur drei Interviews. Das Internationale Kolleg Morphomata der Universität zu Köln veranstaltet eine Tagung zum Thema „Cy Twombly: Bild, Text, Paratext“. Es ist die erste Tagung im deutschsprachigen Raum zum Œuvre des US-amerikanischen Künstlers.
Die Tagung nähert sich dem Künstler Cy Twombly und seiner hermetischen Kunst auf interdisziplinäre Weise. In einer Reihe von exemplarischen Fallstudien werden Twomblys Gemälde aus der Perspektive von Disziplinen wie der Ägyptologie, Archäologie, Anglistik, Gräzistik, Germanistik und Japanologie befragt. Dabei soll vor allem die Art des Bezugs zwischen Gemälde, Titel und den Texten in den Gemälden in den Blick genommen werden. Vor dem Hintergrund dieses interdisziplinären Zugangs erfolgt dann aus kunsthistorischer Perspektive eine Fokussierung auf systematische Fragen, die sich aus Twomblys Bilder ergeben sowie auf gattungs- und stilspezifische Aspekte seines Kunstschaffens.
Das Kölner Center for Advanced Studies lädt jährlich etwa 10 Gastwissenschaftler aus aller Welt ein. Schwerpunkte bilden Fragen kulturellen Wandels und kulturvergleichende Aspekte. Gefördert wird das „Internationale Kolleg Morphomata: Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative „Freiraum für die Geisteswissenschaften“.
Ort:
Internationales Kolleg Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude), 3. Stock
Wann:
13.-15. Juni 2012
Bei Rückfragen:
Thierry Greub
tgreub(at)uni-koeln.de
Tel.: 0221-470 -1429
Internet:
www.Ik-morphomata.uni-koeln.de
