19. Oktober 2010

Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker

Europa als maritime Provinz

Kölner Vorträge zur globalen Geschichte der Meere

Meere haben Menschen, Kulturen und Kontinente stets miteinander verbunden. Ob Sklavenhandel und Eroberung oder Entdeckung und Kulturtransfer – über weite Distanzen hinweg trugen Seewege zur Entstehung gemeinsamer kultureller und wirtschaftlicher Räume bei. Die geschichtswissenschaftliche Beschäftigung mit dem Meer geht auf den französischen Historiker Fernand Braudel zurück, der den Mittelmeerraum als Zentrum der europäischen Zivilisation erforschte. Heute blicken Historiker im Zeichen der Globalisierung auch vermehrt auf andere Weltregionen und Meere wie den Atlantik, die Ostsee oder den Indischen Ozean. Im Rahmen dieser Forschungen entwickelt sich Sea History derzeit zu einer globalen Subdisziplin der Geschichtswissenschaft, die bislang getrennt operierende Fachgebiete, sogenannte „Area Studies“, auf neue, oft überraschende miteinander verknüpft.

Das Historische Institut der Universität zu Köln veranstaltet daher im Wintersemester 2010/11 mit „The Oceans write back: Zur globalen Geschichte der Meere“ eine öffentliche Vortragsreihe zum Thema Sea History. Beteiligt sind international renommierte Experten wie Professor Sugata Bose aus Harvard, der als einer der Pioniere in der historischen Erforschung des Indischen Ozeans gilt. Die Ringvorlesung beginnt am 25. Oktober mit einem Vortrag von Professor Wolfgang Kaiser von der Pariser Sorbonne zum Thema „Braudel revisited. Das Mittelmeer und die Provinzialisierung Europas in der Frühen Neuzeit“. Das Programm ist unter histinst.phil-fak.uni-koeln.de/koelner_vortraege.html abrufbar.



Ort:     

Universität zu Köln,
Hörsaal D, Hörsaalgebäude,
Albertus-Magnus-Platz,
D-50923 Köln

Wann:            

Montag, 25. Oktober 2010,
17.45 - 19.15 Uhr.


Bei Rückfragen:
    

Dr. Manuel Borutta, 470-5247,         
manuel.borutta(at)uni-koeln.de


Internet:         

histinst.phil-fak.uni-koeln.de/koelner_vortraege.html





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