11. November 2010

Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker

Schriftsteller Thomas Hettche zu Gast

Vorlesungsreihe mit Sigrid Löffler, Feridun Zaimoglu, Uwe Timm und vielen anderen prominenten Autoren und Wissenschaftlern

Wissenschaft trifft Literatur - der „Germanistische Montag“ holt einen weiteren Schriftsteller an die Universität: Der Autor des Kriminalromans „Der Fall Arbogast“ liest in der Universität aus seinen Büchern „Woraus wir gemacht sind“ und „Die Liebe der Väter“. Die Lesung findet im Rahmen der Vorlesungsreihe „Germanistischer Montag“ statt, die vom Institut für Deutsche Sprache und Literatur I ausgerichtet wird. Prominente aus Wissenschaft und Literatur kommen dafür an die Universität, so zum Beispiel die Literaturkritikerin Sigrid Löffler oder die Autoren Feridun Zaimoglu, Uwe Timm und Felicitas Hoppe. Thema der Vorlesungsreihe im Wintersemester wird die „Unterhaltung“ und ihre verschiedenen historischen und wissenschaftlichen Facetten sein. Die Veranstaltungen finden wöchentlich statt. Die Termine der einzelnen Lesungen finden Sie unter: phil-fak.uni-koeln.de/fileadmin/phil-fak/aktuelles/2010/germanistischer_montag.pdf

Thomas Hettche ist freier Schriftsteller und Journalist. Als Schriftsteller debütierte er 1989 mit dem Roman "Ludwig muss sterben". Es folgte der Geschichtenband "Inkubation" (1992) und der Roman "NOX" (1995), der die Nacht des Mauerfalls in Berlin als dunkle Groteske erzählt. Der literarische Venedig-Essay "Animationen" von 1997 erkundete ebenso wie die Nachdichtungen der Sonette Pietro Aretinos, "Stellungen. Vom Anfang und Ende der Pornografie" (2003), Traditionen des Verhältnisses von Bild und Wort. Auf ganz andere Weise tat dies auch der inzwischen in zehn Sprachen übersetzte Kriminalroman "Der Fall Arbogast" (2001), der die Geschichte eines der spektakulärsten Justizirrtümer der deutschen Nachkriegszeit zur Grundlage hat. 2006 erschien der USA-Roman "Woraus wir gemacht sind", ein Jahr darauf "Fahrtenbuch 1993-2007", eine Auswahl von Essays, Feuilletons und Reportagen. Von 1995 – 1999 war Thomas Hettche Jury-Mitglied beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 1999 ist er Mitglied beim deutschen P.E.N.-Zentrum. Hettche studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Frankfurt und promovierte mit einer medienhistorischen Arbeit über Venedig.

Die Vorlesungsreihe der „Germanistische Montag“ soll Wissenschaftlern, Studenten und anderen Interessierten die Möglichkeit bieten, sich bei renommierten Literatur- und Sprachwissenschaftlern über neuere Forschungsentwicklungen zu unterrichten und mit ihnen darüber zu diskutieren. Autoren und Kritiker ergänzen die wissenschaftliche Vorträge mit Lesungen. Zum Germanistischen Montag, auch zur lebhaften Teilnahme an den Gesprächen, sind die Studierenden besonders herzlich eingeladen. Neben den Vorträgen ist bei jeder Veranstaltung viel Zeit für eine – gerne auch kontroverse – Diskussion vorgesehen.



Ort:
        
Hauptgebäude, Hörsaal II


Wann:            

Montag, 15. November 2010, 17.45 bis 19.15 Uhr


Bei Rückfragen:

Dr. Manuela Günter
Institut für Deutsche Sprache und Literatur I
Tel: 0221 470 4178
E-Mail: manuela.guenter(at)uni-koeln.de


Internet:    

phil-fak.uni-koeln.de/fileadmin/phil-fak/aktuelles/2010/germanistischer_montag.pdf


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