Uni Köln News https://portal.uni-koeln.de/ Nachrichten und Pressemeldungen aus der Universität zu Köln de_DE Universität zu Köln Thu, 20 Jun 2019 00:03:28 +0200 Thu, 20 Jun 2019 00:03:28 +0200 TYPO3 EXT:news news-5385 Wed, 19 Jun 2019 13:06:01 +0200 Pflegegeld für Angehörige findet in Befragung große Zustimmung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5385&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=afb23f0efc24fd83c591424aec6aec62 Forschungsprojekt zum Gesundheitswesen der alternden Gesellschaft präsentiert erste Ergebnisse / Mehrheit der Befragten erachtet professionelle Unterstützung, Beratung auf kommunaler Ebene und eine flächendeckende Prävention als wichtig Ein „Pflegegeld“ als Lohnersatz für Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, findet große Zustimmung in der Bevölkerung. Ähnlich wie Eltern beim Elterngeld würden berufstätige pflegende Angehörige einen Anspruch auf ein Pflegegeld erhalten. 89 Prozent von etwa 1700 gesellschaftlichen Stakeholdern in verschiedenen Bereichen mit Bezug zum Gesundheitswesen befürworten eine solche Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige. Dies geht aus einer Online-Befragung des Forschungsverbundes „Normen im demographischen Wandel“ hervor, der von der Kölner Ethikerin Professorin Dr. Christiane Woopen geleitet wird.

„Lohnersatzleistungen für pflegende Angehörige können gesellschaftliche Wertschätzung ausdrücken und zusammen mit professioneller Unterstützung eine breitere Pflegebereitschaft fördern. Besonders Frauen würden davon profitieren, da sie noch immer den Großteil der Pflege leisten und dadurch in Einkommen und Rente benachteiligt werden“, sagt Professorin Woopen.

Neben einem „Pflegegeld“ unterstützt eine große Mehrheit der Befragten die Forderung nach frühzeitiger professioneller Unterstützung von pflegenden Angehörigen in häuslichen Pflegearrangements. Auch der kommunalen Beratung und Unterstützung bei Lebensübergängen sowie bei beginnender Pflegebedürftigkeit finden die Befragten wichtig. Ein Umdenken sei zudem in der gesundheitlichen Prävention notwendig: Diese müsse künftig auch hochaltrige sowie mehrfach und chronisch erkrankte Menschen einbeziehen. Ziel von Prävention ist dann nicht mehr Krankheitsvermeidung, sondern der möglichst lange Erhalt der Selbstständigkeit.

Das Projekt „Normen im demographischen Wandel – Gesundheit und Krankheit, Solidarität und Gerechtigkeit (NoWa)“ erforscht den Normenwandel im Gesundheitswesen der alternden Gesellschaft unter Berücksichtigung kultureller und religiöser Vielfalt. Aus den empirischen Ergebnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie das Gesundheitssystem und die Organisation von Pflege für die Zukunft gestärkt werden können.

Das Bundesministerium für Gesundheit fördert NoWa mit ca. 400.000 Euro über einen Zeitraum von 2,5 Jahren. Neben dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln sind das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin und das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe beteiligt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) ist beratender Praxispartner, ebenso die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband e. V.

Bei der Befragung handelt es sich um einen Zwischenschritt in einem mehrstufigen Forschungs- und Kollaborationsprozess. Die finalen Projektergebnisse werden voraussichtlich im Januar 2020 präsentiert.

Kontakt:
Andreas Kirchner
PR Officer ceres
+49 221 470-89120
ceres-infoSpamProtectionuni-koeln.de

Weitere Informationen:
Eine detailliertere Darstellung der Ergebnisse befindet sich auf der Homepage des ceres unter https://ceres.uni-koeln.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Dokumente/NoWa-Zwischenergebnisse.pdf.

 

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news-5384 Tue, 18 Jun 2019 11:08:04 +0200 Presseinladung: Historisches Foto zur Gründung der Neuen Universität 1919 wird nachgestellt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5384&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7c17755c0556b3fb7b66a0d3687c6b02 Konrad Adenauer jr., Enkel des Kölner Oberbürgermeisters, Professor Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln und Studierende gruppieren sich zu Foto. Am 20. Juni 1919 fand in der ehemaligen Handelshochschule Köln (heute TH Köln) der akademische Festakt zur Gründung der Neuen Universität zu Köln statt. Auf einem historischen Foto sind, neben vielen Gästen, der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer als Gründer und der erste Rektor Christian Eckert in festlicher Amtstracht zu sehen.  

Zum 100-jährigen Jubiläum dieses bedeutenden Ereignisses stellen Konrad Adenauer jr., der Enkel des Oberbürgermeisters, Professor Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, Professor Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, und Studierende das historische Foto nach.

Dazu laden wir Pressevertreter herzlich ein:  

Termin:

Mittwoch, 19. Juni 2019, ab 11.30 Uhr
„Fototermin zur Neugründung der Universität zu Köln 1919“
TH Köln, Claudiusstraße 1, 50678 Köln

Presse und Kommunikation:
Jürgen Rees
+49 221 470-3107
j.reesSpamProtectionverw.uni-koeln.de

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news-5381 Thu, 13 Jun 2019 16:19:36 +0200 Hochschulwahlversammlung der Uni Köln hat zwei Prorektorinnen und drei Prorektoren neu gewählt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5381&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=98a6ae1fcd8b63c08dddb962aec31943 Neu im Rektorat ist Prof.‘in Dr. Beatrix Busse für den Bereich Studium und Lehre / Ausgeschieden ist Prof.‘in Dr. Manuela Günter Das Rektorat leitet die Universität. Es besteht aus dem Rektor, dem Kanzler und nun fünf Prorektorinnen und Prorektoren. Die Rektoratsmitglieder werden durch die Hochschulwahlversammlung gewählt. Sie hat heute zwei Prorektorinnen und drei Prorektoren gewählt:

Prof.‘in Dr. Bettina Rockenbach als Prorektorin für Forschung und Innovation (wiedergewählt)

Prof. Dr. Ansgar Büschges als Prorektor für wissenschaftliches Personal, wissenschaftlichen Nachwuchs, Gleichstellung und Diversität (wiedergewählt). Prof. Büschges war bisher Prorektor für wissenschaftliches Personal und Nachwuchs und übernimmt nun zusätzlich den Bereich Gleichstellung und Diversität.

Prof.‘in Dr. Beatrix Busse als Prorektorin für Lehre und Studium (neu gewählt). Prof.‘in Busse ist seit 2011 Professorin für Englische Sprachwissenschaft und Sprachgeschichte an der Universität Heidelberg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Stylistics, Korpuslinguistik, Geschichte der englischen Sprache und historische Pragmatik/Soziolinguistik, Sprache im urbanen Raum sowie Sprache und Medizin. Seit 2013 ist sie Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Heidelberg. Prof.‘in Busse tritt ihr Amt in Köln im Herbst 2019 an.  

Prof. Dr. Heinz-Peter Mansel als Prorektor für Internationales (wiedergewählt)

Prof. Dr. Ludwig Kuntz als Prorektor für Planung und Finanzen (wiedergewählt)

Aus dem Rektorat ausgeschieden ist Prof.‘in Dr. Manuela Günter, die bislang das Amt der Prorektorin für Gleichstellung und Diversität innehatte. Weiterhin Teil des Rektorats sind der Rektor, Prof. Dr. Axel Freimuth, und der Kanzler, Dr. Michael Stückradt.

 

Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
+49 221 470-2202
p.honeckerSpamProtectionverw.uni-koeln.de

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news-5380 Thu, 13 Jun 2019 10:39:25 +0200 Uni Köln stellt anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums eine eigene Stiftung vor https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5380&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ccfe1d24e3fee58eaec4ad9a28360101 Neu gegründete Kölner Universitätsstiftung wird ein Innovations- und Gründungszentrums aufbauen / Großzügige Zuwendung von Alumni ermöglicht die Förderung digitaler Start-ups Die Universität zu Köln gründet mit weiteren Stiftern anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums eine selbstständige Stiftung, um die Bedeutung der Exzellenzuniversität als Ort der wissenschaftlichen Erkenntnis zu stärken und – ganz im Sinne einer Bürger-Universität – den Wissenstransfer in die Stadtgesellschaft weiter zu fördern. Das erste Projekt der Kölner Universitätsstiftung ist bereits in Planung. Stifter aus dem Kreise der KölnAlumni stellen 20 Millionen Euro zur Verfügung, die für ein neues Innovations- und Gründungszentrum (IGZ) genutzt werden sollen. Ziel des Zentrums ist es, die Gründung digitaler Startup-Unternehmen zu fördern und Köln als digitalen Wissenschafts- und Innovationsstandort weiterzuentwickeln.

In einem Gebäude mit einer Nutzfläche von etwa 3.250 Quadratmetern werden flexible Büroflächen zur Verfügung gestellt. Dort findet das GATEWAY, der Gründungsservice der Universität zu Köln, seinen neuen Platz, um zeitgleich Gründungsteams intensiv betreuen zu können. Das IGZ wird außerdem Firmentestcenter sowie voraussichtlich den Digital Hub Cologne und den Digitalhealth Germany e.V. beheimaten. Darüber hinaus ist die Vermietung von Flächen an diverse Anbieter von Gründungsservices geplant. Studierende können so von Beginn an in ihren Gründungsvorhaben durch den Zugriff auf wissenschaftliche Expertise, Förderprogramme aus öffentlicher Hand, Mentoren und Investoren aus der Wirtschaft sowie kostengünstige Flächen gefördert werden.

Die Kölner Universitätsstiftung, die Ende März 2019 gegründet wurde, setzt sich zum Ziel, den Wissenstransfers zwischen Hochschule und Gesellschaft zu stärken. „Die Kölner Universitätsstiftung ist ein aktiver und nachhaltig angelegter Beitrag zur Förderung der Zukunftsfähigkeit unserer Wissenschaft und ein bedeutender Katalysator der exzellenten wissenschaftlichen Forschung. Mäzenen, Unternehmen und Stiftungen verhilft die Kölner Universitätsstiftung so zu dauerhaftem und sichtbarem Engagement“, so Dr. Rainer Minz, Bevollmächtigter des Rektors für Alumniarbeit, Fundraising und Technologietransfer der Universität zu Köln. Bei Fragen oder Interesse an einer Unterstützung der Kölner Universitätsstiftung können sich Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen gern an die Stabstelle Universitätsförderung wenden.

Inhaltlicher Kontakt:   
Yvonne Ayoub
Stabstelle Universitätsförderung
+49 221 470-5921
yvonne.ayoubSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkelSpamProtectionverw.uni-koeln.de

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news-5379 Thu, 13 Jun 2019 08:11:52 +0200 Presseeinladung: Konferenz diskutiert Kritik und Anpassung in der Wissenschaft https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5379&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b3ae85649b25c1f026dba82dca30248f Internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Kunst regen die Einmischung in politischen und gesellschaftlichen Debatten an und kritisieren „Mainstream“-Tendenzen in der Wissenschaft. Welche Rolle spielt Wissenschaft in der Gesellschaft? Welche Reaktionen ruft sie hervor und woher kommt die zunehmende Orientierung wissenschaftlicher Projekte am politischen Mainstream? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Konferenz, die die Hamburger Afrikanistin Juniorprofessorin Dr. Raija Kramer und ihre Kölner Kollegin Professorin Dr. Anne Storch gemeinsam konzipiert haben und die nun an der Universität zu Köln veranstaltet wird.

Termin:

Donnerstag, 27. Juni bis Freitag, 28. Juni 2019, ab 10:00 Uhr (Do.)
„Konferenz #gefaelligeWissenschaft. Anpassung der kritischen Wissenschaft? Kritik der angepassten Wissenschaft!“
Universität zu Köln, Alter Senatssaal, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Die Konferenz ist öffentlich.

Ausgehend von der Annahme, dass die Wissenschaft schon immer Einfluss auf das politische Geschehen genommen hat, diskutieren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Konferenz über die Notwendigkeit kritischer Intervention und die Freiheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, politisch Stellung zu beziehen und sich in aktuelle Debatten einzumischen. „Das Vertrauen in die Wissenschaft ist zutiefst erschüttert“, sagt Raija Kramer. „Zu oft ist Wissenschaft in Komplizenschaft mit den Mächtigen, zu deren Machterhalt und -zuwachs sie maßgeblich beiträgt. Für eine Kritik der Missstände des Kapitalismus hingegen sieht sie sich nicht zuständig.“

Im zunehmend unübersichtlichen und lautstarken Diskursraum der digitalisierten Gesellschaft erscheint zudem eine rationale Streitkultur abhandengekommen zu sein. Storch und Kramer sehen Forscher und Forscherinnen, die sich in politischen Projekten einmischen und engagieren, durchaus unverhüllter Bedrohung ausgesetzt. Die Skepsis einer rapide wachsenden rechtspopulistischen Strömung erstrecke sich mittlerweile nicht nur auf die sogenannte „Lügenpresse“, sondern auch auf Expertenmeinungen und jedwede Form von Intellektualität. „Manche Akteurinnen und Akteure werden dadurch mundtot gemacht, andere Stimmen bleiben aber dennoch hörbar“, so Storch.

Kritische Stimmen, die aus der Wissenschaft in die Öffentlichkeit dringen, seien auch deswegen rar, weil wissenschaftliche Karrieren heute zu einem großen Teil von der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln abhängen. Da bei der Forschungsförderung oft Projekte bevorzugt würden, die nicht anecken oder kontrovers sind, könnten kritische Positionen zur Bedrohung für die eigene Karriere werden. Die Anpassung an anschlussfähige Mehrheitsmeinungen nehme daher nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wissenschaft zu.

Die Konferenz wird mit organisiert vom Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln, das 2014 im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gegründet wurde. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Veränderungen in den Ländern des Globalen Südens.

Inhaltlicher Kontakt:
Professorin Dr. Anne Storch
+49 221 470 2708
anne.storchSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Dr. Christine Rath
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Global South Studies Center
+49 221 93317 275
christine.rathSpamProtectionuni-koeln.de

Weitere Informationen und Programm:
http://gssc.uni-koeln.de/31955.html?&L=1

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news-5377 Wed, 12 Jun 2019 16:23:08 +0200 Wie ein schwimmender Donut: Neue Fortbewegungsart bei Einzellern entdeckt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5377&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bd508d32e164a4bd7aef9c424bebabe8 Kölner Forschungsteam entdeckt neben bisher unbekannter Fortbewegungsart einen besonderen Aufbau des Einzellers Idionectes vortex / Publikation in „Nature Microbiology“ Forscherinnen und Forscher unter Kölner Leitung haben entdeckt, dass sich der Einzeller Idionectes vortex durch eine rotierende Geißel fortbewegt. Das Besondere daran ist, dass das Flagellum, wie die fadenförmige Geißel wissenschaftlich heißt, sich zu einem Ring biegt und in sich rotiert. Diese Rotation kann man sich vorstellen wie bei einem Ring aus Zigarettenrauch, den jemand durch die Luft pustet und der sich von innen nach außen dreht. Bei den Einzellern erzeugt die Drehbewegung einen rotierenden Wasserfilm, der für den Antrieb sorgt. Die Ergebnisse sind in „Nature Microbiology“ veröffentlicht.

„Neben der bisher unbekannten Fortbewegungsweise haben wir aber auch eine Besonderheit im Aufbau des Einzellers entdeckt“, sagt Dr. Sebastian Hess, Forscher am Institut für Zoologie an der Universität zu Köln und Hauptautor der aktuellen Studie. „Die Verankerung der Geißel im Zellkörper des Einzellers gleicht strukturell einem Drehlager. Nur so ist diese Rotation überhaupt möglich.“ Rotierende Geißeln sind eigentlich ein Merkmal der Prokaryoten, der Gruppe von Einzellern, die keinen Zellkern besitzen und denen die Bakterien angehören. Idionectes vortex zählt aber zu den strukturell viel komplexeren Eukaryoten mit Zellkern. Der Einzeller stellt also eine große Besonderheit in der Welt der Mikrobiologie dar. Zukünftig möchte Hess die zellulären Details von Idionectes vortex weiter untersuchen, um die Evolution der einzigartigen Fortbewegungsweise zu verstehen.

 

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Sebastian Hess
Institut für Zoologie
+49 221 470-4013
sebastian.hessSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkelSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://rdcu.be/bGehX
https://www.nature.com/articles/s41564-019-0478-6

Weitere Informationen:
https://www.zoologie.uni-koeln.de/hess.html

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news-5376 Wed, 12 Jun 2019 10:32:27 +0200 Forschung kurz und knackig: Finale im Science Slam – Contest https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5376&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ca9a00f2cb91f22198c6d138b80f3b72 Im Rahmen des 100jährigen Jubiläums der neuen Universität zu Köln findet am 14. Juni nach zwei Vorrunden das Finale des Science Slam Contests statt. NachwuchswissenschaftlerInnen präsentieren in 10 Minuten anschaulich, originell aber vor allen Dingen mit viel Humor ihr Forschungsthema auf kleiner Bühne in entspannter Atmosphäre. Die sechs besten TeilnehmerInnen treten in der Kulturkirche Nippes gegeneinander an. Das Publikum entscheidet und die GewinnerInnen werden mit einem Preisgeld von bis zu 1000€ ausgezeichnet.

 

Termin:
14. Juni 2019, 20:00 Uhr
Kulturkirche, Nippes
Siebachstraße 85, 50733 Köln

Inhaltlicher Kontakt:       
Corinna Lehmann
Presse & Kommunikation
+49 221 470-7255
c.lehmannSpamProtectionverw.uni-koeln.de

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news-5369 Tue, 11 Jun 2019 08:33:41 +0200 Zentrum für LehrerInnenbildung stellt sich in Uni-Jubiläumsbahn Fragen zum Thema Schule https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5369&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4ebf3a97c0daca5341d25eb7dde9e2f Zentrum für LehrerInnenbildung diskutiert mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über Schule / Rundfahrt mit der Uni-Jubiläumsbahn am 22. Juni Das Zentrum für LehrerInnenbildung lädt am 22. Juni interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Fahrt mit der Uni-Köln-Jubiläumsbahn der Kölner Verkehrsbetriebe ein und will sich dabei Fragen zum Thema Schule stellen. Was hilft gegen Lehrermangel? Soll es ein Handyverbot an Schulen geben? Kann man Schülerinnen und Schüler gegen Hatespeech und Mobbing stärken? Interessenten können während einer Rundfahrt am Neumarkt zusteigen und sich mit den Experten austauschen. Die Bahn pendelt von 13 bis 17 Uhr stündlich zwischen Universität und Neumarkt. Die Tickets sind kostenfrei, sollten jedoch zum Einstieg für ein bestimmtes Zeitfenster reserviert werden.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Reihe „Universität in Kölner Häusern powered by KWR“ und in Kooperation mit den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB AG).

Veranstaltung:
22. Juni, 13-17 Uhr, Fahrt ab Neumarkt bis Universität und zurück, Einstieg am Neumarkt (Haltestelle Nordseite) je 13/14/15/16 Uhr

Anmeldung/Tickets:
Ticketreservierung unter: https://www.future19.de/kvb-edutrain/
oder vor Ort am Infostand des ZfL:
Einstieg an der KVB-Haltestelle Neumarkt (Nordseite/Richmodstr.)


Inhaltlicher Kontakt:
Nika May
Projektleitung Themenjahr „future19“
Zentrum für LehrerInnenbildung
+49 221 470-7183
n.maySpamProtectionuni-koeln.de

Pressekontakt:
Merle Hettesheimer
Zentrum für LehrerInnenbildung
Leitung Kommunikation und Events
+49 221 470-5687
m.hettesheimerSpamProtectionuni-koeln.de

 

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news-5368 Fri, 07 Jun 2019 11:47:30 +0200 Römische Katapulte schießen an der Uni https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5368&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=39ae8c3662554d48efd38d2abdaa543d 190 internationale Archäologinnen und Archäologen tagen im Rahmen der 20th Roman Military Equipment Conference (ROMEC XX) in Köln / Im Zuge der Werkschau werden römische Katapulte auf der Wiese hinter der Uni in Aktion gezeigt Römische Katapulte zählen zu den Spitzenprodukten antiker Waffentechnologie. Mit diesen Geschützen war die römische Armee in der Lage, Geschossbolzen oder Steinkugeln über mehrere hundert Meter hinweg zu verschießen; dies mit einer ungeheuren Wucht und Durchschlagskraft. Alexander Zimmermann und sein Team von der Vexillatio Legio VIII Augusta forschen bereits seit Jahrzehnten zum Aufbau und Einsatz römischer Artillerie und präsentieren im Rahmen von ROMEC XX ihre neusten Erkenntnisse und Rekonstruktionen dazu.

Eine Werkschau mit realem Einsatz ihrer Katapulte ist für alle Interessierten geöffnet und findet am Samstag, den 15.6.2019, ab 10.00-10.45 Uhr auf der Wiese hinter dem Hauptgebäude der Universität statt.

Termin:
Konferenz: 11.06. -15.06.2019

Werkschau mit Katapulten:
15. Juni 2019, 10.00-10.45 Uhr
auf der Wiese hinter dem Hauptgebäude der Universität
Universität zu Köln

Zur Konferenz: Seit ihrer Entstehung 1983 hat sich die ROMEC zu der wichtigsten internationalen Fachtagung entwickelt, die sich der militärischen Ausrüstung der römischen Welt widmet. Dies umfasst den Zeitraum vom 8. Jahrhundert vor Christus bis zum Untergang des byzantinischen Reiches und neben dem römischen Herrschaftsgebiet selbst auch alle Nachbarkulturen, die mit Rom in Interaktion begriffen waren. Die Konferenz wendet sich bewusst an ein breites Spektrum von Interessierten, seien sie professionell oder autodidaktisch, aus der universitären Forschung oder re-enactor, ArchäologInnen oder HistorikerInnen.

Schwerpunktthema der ROMEC 2019 werden Waffen im kultischen Kontext sein. Aus römischen Garnisonen und Zivilstädten, Heiligtümern und Flüssen sind zahlreiche militärische Ausrüstungsgegenstände als Deponierungen bekannt. Bislang wurde jedoch die Motivation hinter der Niederlegung sowie der weitere Kontext kaum untersucht, während die isolierten Objekte im Fokus lagen.

 

Inhaltlicher Kontakt:        
Prof. Dr. Eckhard Deschler-Erb
Tel.: +49-(0)221-470 2889
​​​​​​​edeschleSpamProtectionuni-koeln.de
Archäologie der Römischen Provinzen
Archäologisches Institut
Universität zu Köln

Dr. Dr. Stefanie Hoss
stefanie.hossSpamProtectionuni-koeln.de
Archäologie der Römischen Provinzen
Archäologisches Institut
Universität zu Köln

Dr. Peter Henrich
peter.henrichSpamProtectiongdke.rlp.de
Leiter Außenstelle Koblenz
Direktion Landesarchäologie
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Koblenz

Dr. Boris Burandt
​​​​​​​burandtSpamProtectionem.uni-frankfurt.de
Institut für Archäologische Wissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt/Main

 

Koordination:
Diana Wozniok, MA
​​​​​​​dwoznio1SpamProtectionuni-koeln.de
Archäologie der Römischen Provinzen
Archäologisches Institut
Universität zu Köln

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
Universität zu Köln
Presse und Kommunikation
+49 221 470-2396
​​​​​​​r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de

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news-5367 Fri, 07 Jun 2019 10:55:26 +0200 Biophysik: Sex war in der Evolution vorteilhafter als bisher bekannt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5367&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8c080e72046ba760176754ab6e4dc011 Modellrechnungen mit Bakterienzellen zeigen, dass bei der Fortpflanzung ohne Sex die grundlegende Zellmaschinerie stärker abgenutzt wird als bisher angenommen / Veröffentlichung in „Nature Communications“ In Modellrechnungen mit Bakterienzellen konnten Forscher und Forscherinnen am Institut für Biophysik der Uni Köln neue Hinweise finden, warum sich Sex im Laufe der Evolution als besonders vorteilhaft erwies. Denn im Vergleich haben Mutationen bei der Fortpflanzung ohne Geschlechtsverkehr laut der aktuellen Studie deutlich negativere Auswirkungen als bisher bekannt. Professor Dr. Michael Lässig und seine Kolleginnen und Kollegen arbeiten im DFG-geförderten Sonderforschungsbereich „Vorhersagbarkeit der Evolution“ an der Universität zu Köln, der sich mit der Evolution von Bakterien, Viren und Krebszellen beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer neuen Studie sind diese Woche in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht worden.

Die Kombination zweier Genome zu einem neuen Individuum durch Sex ist weit verbreitet. Warum sich diese Form der Reproduktion aber so stark durchsetzte, wird in der Biologie noch immer viel diskutiert. In ihrer aktuellen Studie nahmen die Forscher die Physik innerhalb von Bakterienzellen unter die Lupe. Proteine und ihre biochemischen Prozesse bilden die grundlegende Maschinerie, die Zellen zum Leben brauchen. Innerhalb der Zelle transportieren die Proteine andere Moleküle, katalysieren chemische Reaktionen oder erkennen Signalstoffe. Die Forscher berechneten, wie Mutationen in den Genen der Zellen die Teile dieser Maschinerie abnutzen. Es stellte sich heraus, dass der Abnutzungseffekt der Mutationen bei Reproduktion ohne Sex um ein Vielfaches größer war als in bisherigen Modellen der Evolution. „Damit hat Sex einen viel größeren Vorteil.  Denn diese Fortpflanzungsform kann die Abnutzungen der Zellen reparieren, indem intakte Gene beider Elternteile kombiniert werden“, sagt Michael Lässig, Physiker und Evolutionsbiologe an der Uni Köln und Hauptautor der Studie.

Neben dem besseren Verständnis der Evolution könnten die aktuellen Forschungsergebnisse in Zukunft auch auf konkrete Anwendungsgebiete übertragen werden. „Krebszellen zum Beispiel entwickeln sich zu Lebzeiten des Menschen, aber sie kombinieren ihr Genom nicht neu. Sie reproduzieren sich also ohne Sex“, sagt Lässig. „Wenn wir diese Vorgänge und damit die Schwächen der Krebszellen in der Reproduktion besser verstehen, kann das letzten Endes dazu beitragen, Krebstherapien zu verbessern.“

Inhaltlicher Kontakt:        
Professor Dr. Michael Lässig
Institut für Biophysik
+49 221 470-4309
mlaessigSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkelSpamProtectionverw.uni-koeln.de


Zur Publikation:
https://www.nature.com/articles/s41467-019-10413-8

Weitere Informationen:
crc1310.uni-koeln.de

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Forschung
news-5366 Fri, 07 Jun 2019 10:51:47 +0200 BMBF fördert neues Verbundprojekt „Ganztag digital“ https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5366&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c95d8df7ef0b96da924df982be896bfb Ein neues Verbundprojekt von Medienpsychologie und Medienpädagogik untersucht die digitale Bildung an Ganztagsschulen / Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit 915.000 Euro Die Potenziale digitaler Medien werden im Bildungskontext Schule bisher noch zu wenig ausgeschöpft. Gilt dies auch für die Ganztagsschule? Diese Frage stellt erstmals umfassend das Verbundprojekt „Ganztag digital: Digitale Medien und Medienbildung in der sozialen Welt der Ganztagsschule“ in den Mittelpunkt.

Das Verbundprojekt wird in Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln (Verbundleitung), der Universität Marburg sowie dem Grimme-Institut durchgeführt. Praxispartner ist zudem das Regionale Bildungsnetzwerk Recklinghausen. Das Projekt startete im Mai 2019 und endet im April 2022, es wird mit 915.000 Euro vom BMBF gefördert.

Ziel des Projekts ist es, empirisch zu analysieren, wie verschiedene Bildungsorte, -settings und -prozesse im Bildungskontext der Ganztagsschule zusammenspielen und sich verzahnen lassen, um Medienbildung zu ermöglichen. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Perspektive der Kinder und Jugendlichen als auch die organisatorischen und medienpädagogischen Rahmenbedingungen der Bildungsakteurinnen und Bildungsakteure im schulischen und non-formalen Bereich. Auf der Basis dieser umfassenden Analysen werden Gelingensbedingungen für die Medienbildung formuliert und Handlungsempfehlungen entwickelt.

„Die Ganztagsschule stellt einen ‚blinden Fleck‘ in der Forschung über digitale Medien an Schulen dar: In der Bildungsforschung wird zwar einerseits verstärkt darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung zu einer Dezentralisierung und Deregulierung von Lernorten sowie zu einem flexiblen Einsatz von Zeit, zu differenzierten Formen von Präsenz und auch zu neuen Zugängen zu Wissen führen kann. Gleichzeitig wird andererseits aber bemängelt, dass diese Potenziale der digitalen Medien im Bildungskontext Schule bisher zu wenig ausgeschöpft werden“, erklärt Professor Dr. Kai-Uwe Hugger, Leiter des Arbeitsbereichs Medienpädagogik und Mediendidaktik.

Professor Dr. Dr. Kai Kaspar, Leiter der Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie, ergänzt: „In der Ganztagsschule spielen verschiedene Lernkontexte stärker zusammen als in der Halbtagsschule. Sie soll hier innovative Möglichkeiten eröffnen und exemplarisch zeigen, wie diese Lernkontexte miteinander zu einer adäquaten und zeitgemäßen Medienbildung führen können“.

 

Inhaltlicher Kontakt:        
Professor Dr. Kai-Uwe Hugger
Arbeitsbereich Medienpädagogik und Mediendidaktik
+49 221 470 4443
kai.huggerSpamProtectionuni-koeln.de
Professor Dr. Dr. Kai Kaspar
Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie
+49 221470 2347
kkasparSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
Universität zu Köln
Presse und Kommunikation
+49 221 470-2396
r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de

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news-5359 Thu, 06 Jun 2019 12:30:25 +0200 Studie zur Jugendgewalt an Schulen: Gewalt tritt innerhalb ethnischer Gruppen häufiger auf https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5359&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7d67e3bf2e0847438d97b2a2e6a4cbaa Gewalt an Schulen häufiger innerhalb ethnischer Gruppen und relativ selten zwischen Jugendlichen unterschiedlicher ethnischer Herkunft / Veröffentlichung in „Social Networks“ Physische Gewalt an Schulen tritt relativ selten zwischen Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher ethnischer Herkunft auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine soziologische Studie der Universität zu Köln, in der erstmals an einer großen Zahl von Sekundarschulen Daten dazu erhoben wurden, wer wen manchmal schlägt oder tritt. Die Datenbasis der Studie bildet eine Befragung von über 2.500 Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufen von 39 Gesamt-, Real- und Hauptschulen in fünf Städten des Ruhrgebiets. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift „Social Networks“ veröffentlicht.

Die Studie von Mark Wittek, Professor Dr. Clemens Kroneberg und Kathrin Lämmermann betrachtet erstmals das Zusammenspiel von Freundschaften, Antipathie- und Gewaltbeziehungen im Schulkontext. Bisherige Forschungsarbeiten hatten beobachtet, dass in Schulen mit ethnisch getrennten Freundschaftsnetzwerken tendenziell mehr Gewalt auftritt. Dies wurde als Zeichen dafür interpretiert, dass ethnische Gruppen miteinander eher in Konflikt geraten, also gewissermaßen um die Vorherrschaft auf dem Schulhof kämpfen, und dass sich durch den Mangel an interethnischen Freundschaften stärkere Feindbilder aufbauen. Die Ergebnisse der neuen Studie zeigen jedoch, dass der überwiegende Teil der Gewaltakte in solchen Schulen innerhalb der getrennten Freundesgruppen stattfindet.

Professor Dr. Clemens Kroneberg, Leiter des Projekts „Freundschaft und Gewalt im Jugendalter“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des European Research Council Projekts SOCIALBOND, stellt deshalb klar: „Einzelne Vorfälle oder Anstiege von Schulgewalt werden häufig als Folge ethnischer Vielfalt und inter-ethnischer Spannungen gedeutet – je nach politischer Orientierung werden dabei Schüler mit Migrationshintergrund vermehrt als Täter oder aber als Opfer von Gewalt vermutet. Unsere Analysen zeigen, dass Gewalt zwischen Schülern unterschiedlicher ethnischer Herkunft eher die Ausnahme ist. Vor allem in Schulen, in denen ethnische Gruppen überwiegend unter sich bleiben, also untereinander befreundet sind, findet Gewalt eher innerhalb als zwischen diesen Gruppen statt.“

Eine Hauptursache für diesen Zusammenhang sei, dass Schülerinnen und Schüler, die befreundet sind oder gemeinsame Freunde haben, mehr Freizeit miteinander verbringen. Sie befinden sich daher öfter in Situationen, in denen es zu Provokationen, Statuskämpfen und physischen Auseinandersetzungen kommen kann.

Das Ergebnis der Studie verdeutlicht am Beispiel der Gewalt das sogenannte „Integrationsparadox“: Ein Mehr an Auseinandersetzungen ist häufig Folge einer voranschreitenden Integration. Schulen, in denen physische Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen unterschiedlicher ethnischer Herkunft besonders selten sind, sind eher durch ethnisch getrennte Freundesgruppen und Antipathie zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft gekennzeichnet.

Generell wird Gewalt umso wahrscheinlicher, je näher sich Jugendliche im Freundschaftsnetzwerk einer Jahrgangsstufe sind. Antipathie – eine Mitschülerin oder einen Mitschüler nicht zu mögen – wird dagegen umso wahrscheinlicher, je weiter entfernt voneinander sie im Freundschaftsnetzwerk sind.

Gewalt unter befreundeten Jugendlichen ist zwar absolut gesehen selten: Sie tritt in nur sechs Prozent aller Freundschaften auf. Aber immerhin 20 Prozent aller Beziehungen, in denen es manchmal zu physischen Auseinandersetzungen kommt, sind Freundschaften.

Generell ist physische Gewalt in den untersuchten 7. Jahrgangsstufen noch relativ weit verbreitet: Knapp die Hälfte der Befragten werden als Täter genannt. Allerdings sind knapp 40 Prozent weder als Täter noch als Opfer involviert. Zudem nimmt die Gewaltbelastung im Befragungszeitraum (2013 bis 2016) kontinuierlich bis zur 10. Jahrgangsstufe ab.

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Prof. Dr. Clemens Kroneberg
Lehrstuhl für Soziologie I, DFG Projekt „Freundschaft und Gewalt im Jugendalter“, ERC Starting Grant Projekt SOCIALBOND
Institut für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS)
+49 221 470-4406
c.kronebergSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Sarah Brender
+49 221 470-1700
s.brenderSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
Mark Wittek, Clemens Kroneberg, Kathrin Lämmermann, 2019: „Who is fighting with whom? How ethnic origin shapes friendship, dislike, and physical violence relations in German secondary schools”, Social Networks. https://doi.org/10.1016/j.socnet.2019.04.004

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news-5356 Wed, 05 Jun 2019 15:22:38 +0200 Molekularer Schalter entscheidet, wie stressresistent und langlebig die Fruchtfliege ist https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5356&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0d6877e058ce409b5d925f4e99407d28 Fruchtfliegen ohne den Transkriptionsfaktor Ets21c leben unter stressarmen Bedingungen länger, sterben bei Stress jedoch früher / Veröffentlichung in Fachzeitschrift „Cell Reports“ Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, dass die Regeneration von Zellen im Darm der Fruchtfliege Drosophila durch den Transkriptionsfaktor Ets21c beeinflusst wird. In einem gemeinsamen Projekt unter der Leitung von Professorin Dr. Mirka Uhlirova kooperierte das Exzellenzcluster für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln mit dem Labor von Dr. Tony Southall am Imperial College London zu den genetischen Grundlagen des bekannten Modellorganismus. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift „Cell Reports“ veröffentlicht.

Das Überleben und die Fitness von multizellulären Organismen wie der Fruchtfliege hängen auch von ihrer Fähigkeit ab, ihre Gewebe ständig zu erneuern. Das ist besonders wichtig für Gewebe, die dauerhaft Umwelteinflüssen ausgesetzt sind und von ihnen herausgefordert werden – wie beispielsweise das Epithel an der Innenseite unseres Verdauungstrakts. Das Darmepithel ist hauptsächlich für die Nährstoffaufnahme und -verdauung verantwortlich, dient aber auch als selektive Barriere, die Krankheitserreger und toxische Substanzen daran hindert, in den Körper einzudringen. Uhlirova erklärt: „Der Darm erneuert sich durch Stammzellen, die sich vermehren und differenzieren. So erhalten sie während der gesamten Lebensdauer eines Organismus die Funktion und Integrität des Gewebes. Schleichen sich Fehlfunktionen in die Stammzellen ein, funktioniert dieser Prozess nicht mehr reibungslos. Gewebe können degenerieren oder Krebs kann sich entwickeln.“

Die Studie eröffnet neue Einblicke in die molekularen Grundlagen dieser regenerativen Prozesse sowohl unter günstigen als auch unter Stressbedingungen. Dadurch können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verhältnis von Stressresistenz und Langlebigkeit eines Organismus besser verstehen.
In diesem Verhältnis spielen Transkriptionsfaktoren eine besondere Rolle. Dies sind Proteine, die direkt an die DNA binden und die Expression spezifischer genetischer Informationen bestimmen. In dem Experiment war das Protein Ets21c erhöht aufzufinden, wenn die Fruchtfliege in einer Belastungssituation war, etwa bedingt durch Stress, bakterielle Infektionen oder Alterung. Wieso die Fliege diesen Transkriptionsfaktor in einer solchen Situation hochregulierte, blieb jedoch ein Rätsel.

Dr. Juliane Mundorf von der Arbeitsgruppe Uhlirovas bei CECAD und ihre Kollegen und Kolleginnen schalteten daher die Funktion von Ets21c entweder in der gesamten Fruchtfliege oder gezielt in Stamm- oder differenzierten Zellen des Darmepithels ab, um die Wechselwirkung zwischen Stress und dem Protein zu erforschen. Überraschenderweise entwickelten sich die Fliegen ohne Ets21c normal und lebten sogar länger als die Kontrollorganismen, bei denen der Transkriptionsfaktor nicht ausgeschaltet war – jedoch nur unter „stressfreien“ Bedingungen. „Sobald die genetisch veränderten Fliegen Stress ausgesetzt wurden, zeigte der Ets21c-Mangel seine dunkle Seite“, sagt Mirka Uhlirova. „Fliegen ohne Ets21c starben unter Stress viel schneller. Das Darmgewebe erwachsener Fliegen benötigt also Ets21c, um sich zu regenerieren und Stresstoleranz auszubilden.“

Die Autorinnen und Autoren haben gezeigt, dass Ets21c die ständige Erneuerung des Darmepithels fördert, indem es die Vermehrung von Stammzellen anregt und den Abbau älterer Zellen koordiniert. Außerdem stellte sich heraus, dass der Transkriptionsfaktor mit der Lebensdauer der Fliege zusammenhängt. Uhlirova erklärt: „Während ein Verlust von Ets21c die Erneuerung verlangsamt – was für die Lebensdauer von Vorteil sein kann – macht es die Fliegen anfälliger für Stress, da sie das beschädigte Gewebe nicht regenerieren können. Zu viel Ets21c hingegen beschleunigt den Gewebeumsatz, was zu Überwucherung und vorzeitiger Alterung führt.“

Der Transkriptionsfaktor Ets21c und das Signalnetz, in dem es arbeitet, sind evolutionär von Fliegen zu Säugetieren erhalten geblieben. Das bedeutet, dass Stresssignalwege, an denen Transkriptionsfaktoren vom Typ Ets beteiligt sind, auch beim Menschen die Erneuerung im Epithelgewebe steuern könnten. In zukünftigen Studien wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Mechanismen genauer untersuchen, die das Niveau und die Aktivität von Ets21c kontrollieren. Außerdem wollen sie herausfinden, ob auch andere Gewebe neben dem Darm den Transkriptionsfaktor benötigen, um sich zu regenerieren und auf Stress zu reagieren.

Inhaltlicher Kontakt:
Professorin Dr. Mirka Uhlirova
+49 221 478 84334
Mirka.UhlirovaSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470 4030
e.schisslerSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Zur Veröffentlichung:
Ets21c governs tissue renewal, stress tolerance, and aging in the Drosophila intestine
Juliane Mundorf, Colin D. Donohoe, Colin D. McClure, Tony D. Southall, Mirka Uhlirova, (2019) Cell Reports 27:3019-3033.e5.
DOI: 10.1016/j.celrep.2019.05.025

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news-5355 Wed, 05 Jun 2019 13:16:33 +0200 Sprache im Spannungsfeld von Rede, Schrift, Gestik, Mimik und Gebärde erforschen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5355&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=af82aca98f38c7230890c2abf7e12729 Internationale LingCologne-Konferenz zu Multimodalität am 6./7. Juni / Vorträge zur „Grammatik“ des Kopfschüttelns und zu Lesekompetenz Am 6. und 7. Juni findet mit der LingCologne eine internationale sprachwissenschaftliche Konferenz an der Universität zu Köln statt, die die Methode der multimodalen Sprachanalyse weiter vorantreibt. Multimodalität bedeutet, dass sprachliche Inhalte in Schriftzeichen, Lauten, aber auch Gesten oder Gebärden transportiert werden können. So tragen bei natürlichen Äußerungen auch Gestik und Mimik einen erheblichen Teil zur Bedeutung des gesprochenen Wortes bei.

Termin:
Donnerstag, 6. Juni 2019, ab 9:00 Uhr
„LingCologne 2019: Multimodality“
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Aula 2, Neuer Senatssaal, und Dozentenzimmer, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln
(https://lageplan.uni-koeln.de/#!100)


Keynote-Sprecher Professor Dr. Roland Pfau von der Universität Amsterdam beispielsweise hat das Phänomen des Kopfschüttelns analysiert – wie es von einer reinen Geste zu einer eigenen Grammatik gefunden hat. Um solche Analysen auf verschiedenen Ebenen anstellen zu können, müssen Audioaufnahmen von Sprache um Videoelemente ergänzt werden, die die Körpersprache miterfassen. Aus den Analysen lassen sich spannende Rückschlüsse zum Zusammenhang von Sprache und Denken ziehen, aber sie ermöglichen es auch, zum Beispiel besonders überzeugende politische Reden konkreter zu beschreiben.

Mithilfe der Mutimodalität sollen die Bereiche geschriebene und gesprochene Sprache sowie Gestik besser miteinander verknüpft und das Analysepotenzial erweitert werden – auch mit Blick auf Gebärdensprache, zu der der multimodale Ansatz neue Möglichkeiten der Grundlagenforschung bietet.

Die Sprachwissenschaft ist in diesem Jahr zum sechsten Kernprofilbereich „Skills and Structures in Language and Cognition“ der Universität zu Köln ernannt worden. LingCologne wird vom Cologne Center for Language Sciences (CCLS) in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 1252 „Prominenz in Sprache“ ausgerichtet.

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Petra Schumacher
Institut für deutsche Sprache und Literatur I
+49 221 470-2696
petra.schumacherSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.bergSpamProtectionuni-koeln.de

Zum Programm:
http://lingcologne.uni-koeln.de/38967.html

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news-5354 Wed, 05 Jun 2019 09:30:51 +0200 Open Air Uni-Festival findet am 8. Juni 2019 mit kölscher und internationaler Musik statt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5354&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=45df0a72e731eb4378b05bf738e40571 Die Pop-Newcomerin Alice Merton, die Coverband Decoy spielen / Für den kölschen Sound sorgen Brings, Kasalla und Lupo / Kinderlabor, Fußball mit Trainer und eine Hüpfburg sind Teil des Rahmenprogramms für Familien / Freier Eintritt Als einer der Höhepunkte zum 100-jährigen Jubiläum der Neuen Universität zu Köln steigt am kommenden Samstag, 8. Juni 2019 im Tanzbrunnen das Open Air Uni Festival. Das Musik-Festival hält eine bunte Mischung aus kölscher und internationaler Musik bereit. Die Pop-Newcomerin Alice Merton und die Coverband Decoy spielen internationale Hits. Für das Kölsche Jeföhl sorgen Brings, Kasalla und Lupo. Als Moderatorin fungiert Freddie Schürheck (1Live).

Das bunte Rahmenprogramm hält eine Vielzahl an spielerischen Aktivitäten für Familien bereit: Mit einer Hüpfburg, einer Fußballwand, der KölnerKinderUni, einem Kinder-Forschungslabor, Musikinstrumenten zum Ausprobieren oder dem Kölner Kinderzirkus ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Ein Streetfood-Festival sorgt zudem für die kulinarischen Genüsse.

Termin
Samstag, 8. Juni 2019  
Open Air im Tanzbrunnen Köln
Eintritt frei | keine Tickets erforderlich
Kinder- und Familienprogramm ab 12 Uhr
Bühnenprogramm ab 16 Uhr

Hinweis: Bitte aus Sicherheitsgründen keine Glasflaschen, keine Rucksäcke und keine Taschen größer als DIN A4 mitbringen!
Für Pressevertreter: Bitte melden Sie sich im Theater des Tanzbrunnens, um dort den Presseausweis zu erhalten.

Pressesprecher:
Dr. Patrick Honecker
0221 470-2202
patrick.honeckerSpamProtectionuni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://100jahre.uni-koeln.de/jubilaeum/

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news-5352 Tue, 04 Jun 2019 18:36:23 +0200 Postkolonialismus-Theoretiker Achille Mbembe ist Albertus-Magnus-Professor 2019 https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5352&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=87667517dddada2e2649107b243849dd International renommierter Globalisierungskritiker vom 17. bis 22. Juni zu Gast in Köln / Fünf Veranstaltungen zum Thema Deglobalisierung an der Universität, im Rautenstrauch-Joest-Museum und beim africologneFESTIVAL Dieses Jahr findet ein erweitertes Veranstaltungsprogramm der Albertus-Magnus-Professur in verschiedenen Formaten an unterschiedlichen Orten in Köln statt: der führende Historiker und Politikwissenschaftler Achille Mbembe wird zwei öffentliche Vorlesungen und ein Graduiertenseminar an der Universität halten. Darüber hinaus wird er im Rautenstrauch-Joest-Museum an einem Museumsgespräch zu Fragen der Zivilisationsschuld und der Restitution von Kulturgütern teilnehmen. Zum Abschluss seines Köln-Besuchs wird Mbembe beim africologneFESTIVAL mit Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen afrikanischen Ländern sowie Theatermachern aus Deutschland diskutieren.

Termine:

Montag, 17. Juni 2019, um 19:30 Uhr
„Achille Mbembe: Bodies and Borders“ (1. Vorlesung)
Aula der Universität zu Köln, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Dienstag, 18. Juni 2019, um 19 Uhr
„Achille Mbembe: Memory and Restitution“ (Museumsgespräch)
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

Mittwoch, 19. Juni 2019, um 19:30 Uhr
Achille Mbembe: Concerning the Right to Mobility“ (2. Vorlesung)
Hörsaal I, WiSo-Gebäude der Universität zu Köln, Universitätsstraße 24, 50931 Köln

Samstag, 22. Juni 2019, ab 10 Uhr
„Macht.Wechsel.Kooperationen“ (Veranstaltung im Rahmen des africologneFESTIVAL)
Depot 1 Schauspiel Köln, Carlswerk, Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln

Die Vorlesungen an der Universität sind öffentlich und finden auf Englisch statt. Bei dem Museumsgespräch ist die Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung unter www.amp.uni-koeln.de (unter Anmeldung) möglich. Zusätzlich findet am Freitag, den 21. Juni 2019, um 11:00 Uhr ein öffentliches Graduiertenseminar an der a.r.t.e.s Graduiertenschule (Aachener Straße 217, 50931 Köln) statt. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme am Seminar vorher unter www.amp.uni-koeln.de an.

Achille Mbembe wurde 1957 in Kamerun geboren. Der international führende Vertreter der postkolonialen Theorie forscht und lehrt an der University of the Witwatersrand in Johannesburg (Südafrika). Er gilt als einer der wichtigsten Denker des afrikanischen Kontinents und setzt sich mit den Implikationen der Vorstellung einer globalen, grenzenlosen Welt auseinander sowie mit den Schwierigkeiten und Potenzialen einer Dekolonialisierung des Wissens. Nur der Respekt vor der historischen Wahrheit könne das Fundament einer neuen Beziehung zwischen Europa und Afrika sein.

Nach Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Douglas R. Hofstadter, Georges Didi-Huberman, Judith Butler, Noam Chomsky, Bruno Latour, John Searle und Martha Nussbaum wird mit Achille Mbembe bereits zum 15. Mal eine Persönlichkeit von internationaler Geltung auf die 2005 eingerichtete Albertus-Magnus-Professur berufen. Die Professur ist nach dem mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus benannt, der Mitte des 13. Jahrhunderts die Generalstudien des Dominikanerordens in Köln leitete und als einer der geistigen Väter der 1388 gegründeten Universität gilt.

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Speer
Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470-2309
andreas.speerSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470-4030
e.schisslerSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
www.amp.uni-koeln.de

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news-5350 Mon, 03 Jun 2019 17:00:00 +0200 Die Bausteine der Erde: Forschungsteam berechnet Häufigkeit flüchtiger Elemente neu https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5350&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e4d0d915d7d438b6c5643f338d5b28a7 Forscherinnen und Forscher der Universitäten Köln und Bonn liefern durch Analysen von Meteoriten wichtige neue Hinweise auf die Zusammensetzung der Erde / Veröffentlichung in „Nature Geoscience“ Chemische Untersuchungen an Meteoriten erlauben eine bessere Abschätzung der Elementzusammensetzung der Erde und ihrer möglichen Bausteine. Das fand ein Forschungsteam der Universitäten Köln und Bonn der Institute für Geologie und Mineralogie heraus. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des internationalen Wissenschaftsmagazins „Nature Geoscience“ veröffentlicht.

Im Fokus der Studie steht die Häufigkeit und der Ursprung von so genannten flüchtigen Elementen wie Zink, Blei und Schwefel, die im Weltraum niedrige Siedetemperaturen haben. Die neu bestimmten Häufigkeiten von flüchtigen Elementen in der Erde zeigen nun, dass einige dieser Bausteine eine ähnliche chemische Zusammensetzung haben wie kohlige Chondrite, eine wasserhaltige Gruppe primitiver Meteorite. Diese Meteorite kommen der Zusammensetzung des ursprünglichen Sonnennebels, aus dem sich unser Sonnensystem entwickelte, am nächsten. Die Studie liefert also indirekt auch einen weiteren wertvollen Hinweis auf die Quelle lebenswichtiger Komponenten wie Wasser, Kohlenstoff und Stickstoff auf der Erde.

Die chemische Zusammensetzung der Erde ist nicht leicht zu bestimmen. Geologische Prozesse wie die Bildung des metallischen Kerns und der äußeren Erdkruste führten zu einer Umverteilung der Elemente im Erdkörper. So sind etwa eisenliebende Elemente in den Erdkern gewandert, während silikatliebende Elemente die Gesteine des Erdmantels und der Erdkruste aufbauen. „Heute haben wir nur Zugriff auf Proben aus dem silikatischen Teil der Erde, weshalb wir die chemische Zusammensetzung der gesamten Erde nur durch die zusätzliche Analyse von primitiven Meteoriten, den potentiellen Bausteinen der Erde, abschätzen können“, so der Kölner Professor Carsten Münker. Die aktuelle Publikation liefert einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der chemischen Zusammensetzung der tieferen Erdschichten.

Das Forschungsteam fokussierte sich bei den Untersuchungen der Meteoriten auf die Häufigkeit von flüchtigen Spurenelementen, wie z.B. die seltenen Metalle Indium, Cadmium und Tellur. Dies ist eine besondere Herausforderung, da diese Metalle aufgrund ihrer Flüchtigkeit schon zu Beginn des Sonnensystems teilweise verloren gegangen sind und heute sowohl in Meteoriten als auch in der Erde extrem selten vorkommen – weniger als ein Gramm pro Tonne Gestein. „Bisher sind wir immer davon ausgegangen, dass die Häufigkeit dieser Elemente linear abnimmt, je flüchtiger sie sind“, erklärt der Geochemiker Dr. Frank Wombacher, einer der Initiatoren der Studie.

Durch den Einsatz hochpräziser Methoden gelangten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nun aber zu einem überraschenden Ergebnis. „Während die Häufigkeiten zunächst linear abnehmen, sind die flüchtigsten Elemente überraschenderweise entgegen der Erwartungen alle gleich stark verarmt“, erläutert Ninja Braukmüller, die als Doktorandin die Studie in Köln durchführte. Auch die silikatliebenden flüchtigen Elemente im Erdmantel, Indium und Zink, zeigen dieses Muster. „Dies scheint unter den möglichen Bausteinen der Erde einzigartig zu sein“, sagt Dr. Claudia Funk, eine Mitautorin der Studie. Das erlaubt die Schlussfolgerung, dass die Bausteine, die flüchtige Elemente auf die Erde gebracht haben, eine ähnliche chemische Zusammensetzung haben wie die primitiven kohligen Chondrite haben.

Inhaltlicher Kontakt:      
Ninja Braukmüller
Institut für Geologie und Mineralogie
+49 221 470-89863
n.braukmuellerSpamProtectionuni-koeln.de

Dr. Frank Wombacher
Institut für Geologie und Mineralogie
+49 221 470-3197
f.wombachSpamProtectionuni-koeln.de

Prof. Dr. Carsten Münker
Institut für Geologie und Mineralogie
+49 221 470-3198
c.muenkerSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkelSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Zur Publikation:
Ninja Braukmüller, Frank Wombacher, Claudia Funk, Carsten Münker: Earth’s volatile element depletion pattern inherited from a carbonaceous chondrite-like source. Nature Geoscience.
http://dx.doi.org/10.1038/S41561-019-0375-X

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Forschung
news-5343 Mon, 03 Jun 2019 08:21:50 +0200 Versorgungsforschung evaluiert Einsatz von Babycams auf Frühchenstationen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5343&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=862e57e55592b7aa5103b29d6657286c Kölner Forschungsprojekt „Neo-CamCare“ gestartet / Dreijährige Förderung durch Innovationsfonds mit rund zwei Millionen Euro Das Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Universität zu Köln startet gemeinsam mit der Neonatologie der Uniklinik Bonn und mit der Uniklinik Köln ein neues Forschungsprojekt auf der Frühchenstation. Bei „Neo-CamCare“ wird erstmals der Einsatz von Webcams für die ortsunabhängige, virtuelle Echtzeit-Beobachtung der Kinder evaluiert. Dabei sollen rechtliche Rahmenbedingungen wie der Datenschutz geklärt, die Bedürfnisse der Eltern erfragt und eine Handlungshilfe für die Betroffenen entwickelt werden. Das Projekt wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Erforschung neuer Versorgungsformen mit 1,9 Millionen Euro gefördert.

Jährlich kommen in Deutschland knapp 10.500 sehr kleine „Frühchen“ mit einem Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm auf die Welt. Um ihnen einen Lebensstart zu ermöglichen, werden sie meist über einen langen Zeitraum in den sogenannten Perinatalzentren intensivmedizinisch versorgt.

„Mütter und Väter haben nicht immer die Möglichkeit, dauerhaft im Krankenhaus bei ihrem Kind zu sein. Diese räumliche Trennung bringt oft eine Belastung für die Eltern und die Eltern-Kind-Beziehung mit sich. Sein Kind aber über eine Webcam jederzeit sehen zu können, kann auch psychisch herausfordern“, erklärt Projektleiterin Dr. Nadine Scholten von der Universität zu Köln. „Unsere versorgungswissenschaftliche Studie soll das Potenzial abschätzen, das Webcams bieten, um die Eltern-Kind-Beziehung zu verbessern und psychische Belastungen durch die Trennung von Eltern und Kind abzubauen.“

Der Webcam-Service steht bisher nur auf einigen wenigen Frühgeborenen-Intensivstationen in Deutschland zur Verfügung. Neo-CamCare wird die aktuelle Verbreitung und die Einstellung hinsichtlich der Nutzung von Webcams erfassen und ihren Einsatz aus Perspektive der Kliniken evaluieren. Gleichzeitig sollen auf der anderen Seite auch Bedarf, mögliche Hürden und die Bedenken der Eltern untersucht werden. Ziel ist es, auf Basis der erhobenen Daten und der gewonnenen Erkenntnisse eine Handlungshilfe für Eltern und Klinikmitarbeiter zu entwickeln.

Das Projekt „Neo-CamCare“ wird am Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Bonn, der Goethe-Universität Frankfurt und der dortigen Forschungsstelle Datenschutz sowie der Techniker Krankenkasse und der DAK-Gesundheit durchgeführt.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Nadine Scholten
Universität zu Köln, IMVR - Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft
+49 22 147 897156
nadine.scholtenSpamProtectionuk-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.bergSpamProtectionuni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/versorgungsforschung/neo-camcare-einsatz-von-webcams-auf-neonatologischen-intensivstationen.238

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news-5342 Fri, 31 May 2019 12:47:01 +0200 Nachhaltigkeit vorleben: Tag des Schulgartens am 5. Juni 2019 an der Uni Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5342&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fc0f2334de6483545b778027f72fa519 Tag der offenen Tür im Modularen Modellgarten am Institut für Biologiedidaktik der Uni Köln / Eine QR-Code Gartenrallye informiert über den Nutzen von Insekten und Wiesenblumen / Vorstellung einer neu entwickelten Aquaponik-Anlage Am bundesweit 3. Tag des Schulgartens lädt das Institut für Biologiedidaktik der Universität zu Köln zu einem Tag rund um den Modularen Modellgarten (MoMo) ein. Der Garten ist ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Biologiedidaktik, des zdi-Schülerlabors und der Köln International School of Design (KISD) und wird durch die RheinEnergie Stiftung gefördert.

Er ist etwa 200 qm groß und bietet doch auf dieser kleinen Fläche jede Menge Möglichkeiten, die Biodiversität zu schützen und zu fördern. Über das Thema Schulgarten hinaus werden viele aktuelle Informationen zu Lehr- und Forschungsprojekten der Biologiedidaktik vorgestellt. Die Veranstaltung ist Teil des 100-jährigen Jubiläums der Neuen Universität zu Köln.

Termin:

Mittwoch, 5. Juni 2019, 13:00 bis 18:00 Uhr

Tag des Schulgartens im Modularen Modellgarten (MoMo)

Hinweis: Der MoMo befindet sich zwischen dem Gebäude 216 der UzK an der Gronewaldstr. 2 und dem Clarenbachkanal.
 

Am Tag des Schulgartens finden unter anderem von 13-18 Uhr regelmäßige Führungen durch den Modellgarten statt. Im Rahmen einer QR-Code Gartenrallye können Besucherinnen und Besucher das Gelände des Modularen Modellgartens erkunden und mehr über den Nutzen von Wiesenblumen und Insekten erfahren. 

Beim Rundgang durch den Garten können verschiedene Ideen für urbane Schulgärten mit unterschiedlichen Voraussetzungen auf dem Schulgelände besichtigt werden. Außerdem werden Schulgarten-Projekttage vorgestellt, die von Lehrkräften für ihre Schulklassen gebucht werden können und von Studierenden der Biologiedidaktik betreut werden.

Auch die neu entwickelte Aquaponik-Anlage am Institut für Biologiedidaktik wird bei einer Führung um 17.30 Uhr vorgestellt. Sie kombiniert Aquakultur und Hydroponik zur nachhaltigen und ressourcenschonenden Produktion von Lebensmitteln.

 

Inhaltlicher Kontakt:        
Wibke Niels
Projektkoordinatorin
Institut für Biologiedidaktik
+49 221 470-6689
Wibke.NielsSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Sarah Brender
+49 221 470-1700
s.brenderSpamProtectionverw.uni-koeln.de
 

Weitere Informationen zum MoMo:
http://modellgarten-momo.uni-koeln.de/

Informationen zum Tag des Schulgartens an der Uni Köln:
https://100jahre.uni-koeln.de/jubilaeum/Veranstaltung/tag-des-schulgartens/

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news-5341 Fri, 31 May 2019 10:56:20 +0200 ​​​​​​​Universität zu Köln ist doppelt erfolgreich im Förderschwerpunkt Digitalisierung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5341&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5dc9f2d6f3540b6004f160cc8cc1437f Die Universität zu Köln erhält zwei Förderungen in der zweiten Phase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung / Das Einzelvorhaben DiSK und das Verbundprojekt ComeIn werden ab 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert Das Auswahlgremium der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB) hat Förderempfehlungen für die zusätzliche Förderrunde ausgesprochen. Unter den Projekten, die gefördert werden sollen, sind zwei Vorhaben der Universität zu Köln: Das Einzelvorhaben „DiSK: Digitalstrategie Lehrer*innenbildung Köln: Kompetenzen nachhaltig entwickeln“ und das Verbundprojekt „ComeIn: Communities of Practice NRW für eine Innovative Lehrerbildung“.

Die Förderrunde mit den Schwerpunkten „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und/oder „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“ beginnt ab dem ersten Quartal 2020 und endet 2023. „DiSK“ wird mit 1,49 Millionen Euro gefördert werden, „ComeIn“ erhält eine Förderung von 6,2 Millionen Euro.

„Durch die anvisierten Projektaktivitäten im Schwerpunktbereich Digitalisierung werden wichtige Impulse für die Lehrerbildung sowie nachhaltige Entwicklungen am Standort Köln realisiert“, erklärt Professor Christian von Coelln, Prorektor für Lehre und Studium an der Universität zu Köln. „Die beiden Projekte ergänzen das bereits an der Universität laufende Qualitätsoffensive-Projekt „Zukunftstrategie Lehrer*innenbildung – ZuS“ um ein hochrelevantes Themenfeld.“

Das Kölner Einzelvorhaben „DiSK“ soll digitalisierungsbezogene Kompetenzen von angehenden Lehrpersonen entwickeln. „Dazu wird ein entsprechendes Kompetenzmodell ausgearbeitet. Darauf aufbauend soll DiSK innovative, mediengestützte Lehr-Lernformate entwickeln und diese dann flächendeckend und nachhaltig im Studium verankern. Begleitet werden diese Maßnahmen durch eine umfangreiche Evaluation und Messung der anvisierten Kompetenzen von Studierenden. Nur so kann erreicht werden, dass die Lehrpersonen von morgen ihren Schülerinnen und Schülern die notwendigen Orientierungs-, Reflexions- und Handlungsfähigkeiten für die zunehmend digital geprägte Gesellschaft erfolgreich vermitteln können“, sagt Professor Dr. Dr. Kai Kaspar, Sprecher des Projektes und Leiter der Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie.

Zusätzlich wird die Universität zu Köln am Verbundprojekt „ComeIn: Communities of Practice NRW für eine Innovative Lehrerbildung“ mitwirken, an dem insgesamt zwölf Hochschulen aus NRW beteiligt sind. „Mit dem Projekt werden erstmalig alle Partner in NRW, die an der LehrerInnenaus- und -fortbildung beteiligt sind, an einen Tisch gebracht. Damit sind wir in der Lage, die wissenschaftliche und schulpraktische Expertise zu bündeln und gezielt für das Thema Digitalisierung einzusetzen. Gemeinsam werden Projekte und Konzepte erarbeitet, mit denen digitale Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern gefördert werden. Dies kommt letztendlich den Schülerinnen und Schülern zugute und wird Schule nachhaltig verändern“, erklärt Myrle Dziak-Mahler, Sprecherin für den Standort Köln und Leiterin des Zentrums für LehrerInnenbildung.

 

Inhaltlicher Kontakt:       
Einzelvorhaben DiSK:
Prof. Dr. Dr. Kai Kaspar
Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie
+49 221 470 2347
​​​​​​​kkasparSpamProtectionuni-koeln.de

 

Verbundprojekt Comeln:
Myrle Dziak-Mahler
Zentrum für LehrerInnenbildung
+49 221 470 8612
​​​​​​​myrle.dziak-mahlerSpamProtectionuni-koeln.de

 

Presse und Kommunikation:

Robert Hahn
Universität zu Köln
Presse und Kommunikation
+49 221 470-2396
r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de

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