Uni Köln News https://portal.uni-koeln.de/ Nachrichten und Pressemeldungen aus der Universität zu Köln de_DE Universität zu Köln Mon, 18 Nov 2019 00:03:48 +0100 Mon, 18 Nov 2019 00:03:48 +0100 TYPO3 EXT:news news-5544 Fri, 15 Nov 2019 11:50:50 +0100 Uni Köln erneut in den Top 10 der besten Gründerhochschulen Deutschlands https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5544&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=23bb1272885c52518e17e41caefc84b7 Universität zu Köln verbessert Platzierung im „Deutschen Startup Monitor 2019“ / Neues Exzellenz Start-up Center GATEWAY stellt Weichen für starke Gründungskultur Bereits im zweiten Jahr in Folge gehört die Universität zu Köln zu den Top 10 der Gründungshochschulen Deutschlands. Den siebten Platz belegt die Uni Köln im „Deutschen Startup Monitor 2019“ (DSM) des „Bundesverbands Deutsche Startups e. V.“ Damit verbessert sie ihre Platzierung im Vergleich zum Vorjahr. Der Start-up-Monitor befragt knapp 2.000 Gründungsprojekte und liefert dadurch Erkenntnisse über das Start-up-Ökosystem in Deutschland. Die Studie wertet unter anderem aus, wie viele Gründerinnen und Gründer einen Hochschulabschluss absolviert haben und an welchen Hochschulen sie dies getan haben. Daraus bestimmt die Studie die Top 10. 

Die Top-10-Platzierung zeigt, dass an der Universität zu Köln die Bereitschaft zum Unternehmertum unter Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kontinuierlich steigt. Und es soll noch besser werden: Damit zukünftig das unternehmerische Potenzial effektiv gefördert wird, hat die Universität das Exzellenz Start-up Center GATEWAY (ESC GATEWAY) seit dem 1. September 2019 eingerichtet. Mit einer Summe von rund 23 Millionen Euro unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW das Vorhaben für fünf Jahre. 

„Wir wollen in den kommenden Jahren die fachliche Vielfalt der Gründungsprojekte steigern und Studierende für unternehmerische Kompetenzen sensibilisieren“, sagt Marc Kley, Geschäftsführer des ESC GATEWAY. Dafür wird das ESC GATEWAY eine große Bandbreite an Maßnahmen umsetzen. Unter anderem mit der Etablierung acht neuer Professuren mit konkretem Bezug auf Data Science und Entrepreneurship, einem ausgebauten Beratungsangebot sowie Scouting nach Innovationen in verschiedenen Fachbereichen will das ESC GATEWAY Interesse und Mut für Unternehmertum an der Uni Köln fördern. „Vielen Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist oft nicht bewusst, dass eine Unternehmensgründung eine echte Karriereoption sein kann“, erklärt Marc Kley. „Das wollen wir ändern und dazu beitragen, dass Köln und die umliegende Region zum Innovationsstandort wird.“ 

Der DSM 2019 ist die inzwischen siebte Studie, die aus der seit 2013 jährlich durchgeführten Onlinebefragung von Start-ups in ganz Deutschland resultiert. Seit 2016 wird die Studie durch den Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship der Universität Duisburg-Essen wissenschaftlich begleitet und durchgeführt.  

 

Presse und Kommunikation: 

Julia Nüllen 
ESC GATEWAY 
+49 221 470-7972 
j.nuellenSpamProtectionverw.uni-koeln.de
 

]]>
news-5543 Wed, 13 Nov 2019 10:32:47 +0100 Neues DFG-gefördertes Graduiertenkolleg in Biochemie für die Universität zu Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5543&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2dd70bae8b4dcfff8a46858da02d51c0 Die „Dynamische Regulation zellulärer Proteinlokalisationen“ befasst sich mit Mechanismen, die für den Funktionswechsel von Proteinen in Zellen verantwortlich sind Die Universität zu Köln hat ein neues Graduiertenkolleg in der Biochemie eingeworben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Graduiertenkolleg „Dynamische Regulation zellulärer Proteinlokalisationen“ für die Förderung mit einer Gesamtsumme von rund 4 Millionen Euro ausgewählt. Die Förderung beginnt im Juli 2020 und ist für maximal neun Jahre angelegt. Sprecher ist Professor Dr. Jan Riemer am Institut für Biochemie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Die DFG wählte das Graduiertenkolleg als eins von 16 neu geförderten Graduiertenkollegs aus.

Biologische Systeme sind erstaunlich anpassungsfähig. Proteine haben innerhalb einer Zelle nicht zwangsläufig nur eine Funktion, sondern können ihre Funktionen und sogar ihren Standort auf Außenreize hin wechseln. Die sogenannte dynamische (Re-)Lokalisierung von Proteinen ist ein zentraler Mechanismus, um die Komplexität des Proteoms – der Gesamtheit aller Proteine in der Zelle – zu erhöhen und die zelluläre Anpassung an eine Vielzahl von Signalen zu ermöglichen.

Bisher versteht die Biochemie die Mechanismen hinter diesen (Re-) Lokalisierungsereignissen sowie ihre funktionalen und physiologischen Konsequenzen nur unzureichend. Das Graduiertenkolleg „Dynamische Regulation zellulärer Proteinlokalisationen“ befasst sich deshalb mit den wenig erforschten Mechanismen.

„Wir sind hoch erfreut, dass wir mit dem neuen Graduiertenkolleg diesen Mechanismen auf den Grund gehen können und die Möglichkeit haben, unseren wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern“, sagt Professor Dr. Jan Riemer. Doktorandinnen und Doktoranden werden in diesem interdisziplinären Graduiertenkolleg untersuchen, wie die dynamische (Re-)Lokalisierung von Proteinen zur Komplexität und Plastizität des Proteoms und damit zur zellulären Adaption beiträgt. Dazu werden sie an ausgewählten Proteinen arbeiten und an den Maschinerien, die die (Re-)Lokalisierung steuern und antreiben.

DFG-Graduiertenkollegs bieten Promovierenden die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm zu promovieren. Ein wichtiges Ziel ist auch, sie auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen. Ein wichtiger Teil des neuen Graduiertenkollegs ist daher auch ein interaktives Ausbildungsprogramm. Es umfasst nicht nur Vorlesungen zum wissenschaftlichen Thema und Einführungen in das wissenschaftliche Arbeiten, sondern auch praktische Schulungen in Imaging, Proteomics, Bioinformatik und Peptid-/Kleinmolekülchemie. Dieses forschungsorientierte Ausbildungsprogramm soll in Zukunft als Grundlage für eine Biochemie-Graduiertenschule an der Universität zu Köln dienen.


Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Jan Riemer
Institut für Biochemie
+49 221 470 7306
jan.riemerSpamProtectionuni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470 4030
e.schisslerSpamProtectionverw.uni-koeln.de

 

]]>
news-5541 Tue, 12 Nov 2019 13:00:28 +0100 Presseeinladung: Uni Köln verleiht Jenny Gusyk Gleichstellungspreise beim GenderForum https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5541&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=488a74841291148b877db71b45b1d0b1 Verleihung von drei Preisen am 18. November / Veranstaltung zu aktuellen Entwicklungen wie die Einführung der 3. Geschlechtsoption Die Universitätsleitung verleiht die diesjährigen Jenny Gusyk Gleichstellungspreise am 18. November 2019 im Rahmen des 7. GenderForums der Universität zu Köln. Der Preis richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende der Hochschule. Zu der Preisverleihung und dem weiteren Programm des GenderForums sind Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen.

Termin:
Montag, 18. November 2019, 16:00 Uhr
„GenderForum mit Verleihung der Jenny Gusyk Gleichstellungspreise“
Universität zu Köln, Tagungsraum im Neuen Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Anmeldung: gedimSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Die Universität lobt jährlich drei Gleichstellungspreise aus: (1) den „Innovationspreis“ für eine eingeführte oder durchgeführte innovative Gleichstellungsmaßnahme (Dotierung: 3.000 Euro), (2) den „Nachwuchspreis“ für eine herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeit im Bereich Gender und/oder Queer Studies (Dotierung: 1.000 Euro) und (3) den Preis „Familienfreundliche Führung“ für eine Führungskraft, die aktiv Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familien- bzw. Pflegearbeit und Beruf erwirkt hat (Dotierung: 1.000 Euro). Benannt ist der Preis nach Jenny Gusyk (1897–1944), der ersten Studentin an der 1919 neu gegründeten Kölner Universität mit der Matrikelnummer 2. Die Jenny Gusyk Gleichstellungspreise ehren Institutionen und Individuen, die sich für Gleichstellung und Familienfreundlichkeit einsetzen oder herausragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Gender und/oder Queer Studies erbracht haben.

Die Verleihung ist eingebettet in das bereits siebte „GenderForum“, das um 16 Uhr mit Impulsen des Prorektors für Akademische Karriere und Chancengerechtigkeit, Professor Dr. Ansgar Büschges, und der zentralen Gleichstellungsbeauftragten Annelene Gäckle startet. Sie sprechen einleitend zum Thema „Chancengerechtigkeit an der Universität zu Köln: Rückblick und Perspektiven“.  

Im Anschluss stellt sich Dr.in med. Amma Yeboah, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vor. Yeboah ist Trägerin der Gastdozentur Gender & Queer Studies in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät im Wintersemester 2019/20.  

Den Impulsvortrag hält Diplom-Psycholog*in René_ Rain Hornstein zum Thema „Die Einführung der 3. Option: Neue Herausforderungen für die Gleichstellung der Geschlechter an Hochschulen“.  

Inhaltlicher Kontakt:
Anne Haffke
Referat Gender und Diversity Management
+49 221 470 3224
a.haffkeSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Eva Schissler
+49 221 470 4030
e.schisslerSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:  
https://genderforum.uni-koeln.de

 

]]>
news-5539 Mon, 11 Nov 2019 13:49:45 +0100 Neuer Ansatz für die Behandlung der Parkinson- Krankheit definiert https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5539&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0cc9c620a759364ae90716b561c9bfa8 Entdeckung molekularer Zielstruktur Cav2.3 für eine mögliche neue, spezifische Therapie / Publikation in „Nature Communications“ Ein internationales Team unter Kölner Beteiligung hat einen neuen Mechanismus für die Entwicklung der Parkinson-Krankheit definiert, der sich als Ausgangspunkt für die Entwicklung einer gezielten Therapie der Parkinson-Krankheit erweisen könnte. Das Ergebnis ist unter dem Titel „Cav2.3 channels contribute to dopaminergic neuron loss in a model of Parkinson’s disease“ in Nature Communications veröffentlicht.

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Krankheit, bei der selektiv eine bestimmte Gruppe von Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Mittelhirn absterben. Der resultierende Mangel an Dopamin führt dann zu Symptomen wie Ruhezittern, Muskelsteifheit und Problemen bei willkürlichen Bewegungen. Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Krankheit, an der weltweit mehr als sechs Millionen Menschen erkrankt sind. Die Entstehung von Morbus Parkinson ist stark altersabhängig, aber in vielerlei Hinsicht noch unverstanden. Gerade auch, weil viele verschiedene Ursachen – von genetischer Disposition über Umweltfaktoren bis zum Drogenkonsum – zur Entstehung dieser Krankheit beitragen können. Eine kausale Therapie ist bisher nicht möglich. Deshalb gibt es weltweit starke Anstrengungen, die molekularen Mechanismen dieser Krankheit besser zu verstehen.

In diesem Kontext gibt es seit langem eindeutige Befunde, dass auf der zellulären Ebene Störungen von Kalzium-abhängigen Signalwegen signifikant an der Entstehung der Parkinson-Krankheit beteiligt sind beziehungsweise mit ihr einhergehen. Kalzium ist an vielen zellulären Signalwegen wesentlich beteiligt und seine Konzentration wird deshalb in der Zelle sehr präzise reguliert.  

Deregulation des Kalziumhaushalts bewirkt Störungen der intrazellulären Signalkaskaden, was zum Zelltod führen kann. Ein internationales Team unter Kölner Beteiligung hat nun gezeigt, dass zu starker Kalzium-Einstrom durch spezifische Ionenkanäle, Cav2.3-Kanäle vom sogenannten R-Typ, wesentlich zur Entstehung von Parkinson beitragen kann. In einem Parkinson-Modell am Modellorganismus der Maus ist es den Forscherinnen und Forschern gelungen, den Tod der Dopamin-produzierenden Nervenzellen zu verhindern, indem sie die Aktivität der Cav2.3-Kanäle genetisch ausschalteten. Der Ionenkanal Cav2.3 wurde bisher nicht mit Parkinson in Verbindung gebracht. Weiterführende Untersuchung an Dopamin-produzierenden Neuronen, die aus menschlichen sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen entstanden sind, zeigen, dass auch in menschlichen Neuronen ähnliche Signalkaskaden wirken, wie die, die im Tiermodell die Empfindlichkeit für Parkinson hervorrufen.

Zuvor wurde vermutet, dass ein anderer Kalziumkanal, Cav1.3 (ein L-Typ Kalziumkanal), zentral an der Entstehung von Parkinson beteiligt ist. Eine kürzlich abgeschlossene klinische Studie, in der die Cav1.3-Kanäle blockiert wurden, hatte jedoch keinen Schutz vor Parkinson nachweisen können. Die neue Untersuchung gibt Hinweise darauf, warum diese klinische Studie keine schützende Wirkung nachweisen konnte, und legt nahe, selektive Cav2.3 Inhibitoren als Parkinson-Medikament zu testen.  

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Peter Kloppenburg
Biozentrum, Institut für Zoologie der Universität zu Köln, CECAD
+49 221 470-5950
peter.kloppenburgSpamProtectionuni-koeln.de  

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg  
+49 221 470-1704  
f.bergSpamProtectionuni-koeln.de

Zur Veröffentlichung:
https://www.nature.com/articles/s41467-019-12834-x

]]>
news-5538 Thu, 07 Nov 2019 15:40:48 +0100 Presseeinladung: Jüdische Alumni diskutieren über Sichtweisen auf Israel https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5538&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=61465798128b7b58a6bfef7214f94011 Im Discover Israeli Diversity! Symposium „100 Jahre Alija von Alumni der Universität zu Köln“ diskutieren jüdische Alumni und zivilgesellschaftliche Akteure über Antisemitismus / Armin Himmelrath von SPIEGEL ONLINE moderiert Unter dem Motto „Discover Israeli Diversity!“ findet vom 12. bis 13. November an der Uni Köln ein Symposium zum Thema Diversität in Israel statt. Am Abend des 13. November präsentiert Laura Franke vom Projekt »school is open« 4.0 bildungswissenschaftliche Konzepte und Prototypen digitaler Lernmodule für das Lehramtsstudium zur pädagogischen Arbeit gegen jeden Antisemitismus. Grisha Alroi-Arloser, CEO der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer - AHK Tel Aviv, Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft und Alumnus der Philosophischen Fakultät, hält im Anschluss einen Vortrag zum Thema „Israel – eine Gesellschaft im Werden“. Moderiert wird die Veranstaltung von Armin Himmelrath, Bildungs- und Wissenschaftsjournalist in Köln und Hamburg sowie Ressortleiter Bildung bei SPIEGEL ONLINE.

Termin:
Mittwoch, 13. November 2019, 18:00 Uhr
Discover Israeli Diversity! Symposium „100 Jahre Alija von Alumni der Universität zu Köln | Geschichten der Einwanderung nach Israel“
Synagogen-Gemeinde Köln, Roonstr. 50, 50674 Köln

Aus Sicherheitsgründen und für eine bessere Planung bitten die Veranstalter um Anmeldung unter: ukoeln.de/9SSKG. Der Einlass ist nur mit einem gültigen Lichtbildausweis möglich.

Im Rahmen des Symposiums diskutieren Alumni und zivilgesellschaftliche Akteure und Akteurinnen unterschiedliche Sichtweisen auf den demokratischen Staat Israel und stellen multiperspektivische, diversitätsorientierte Darstellungen Israels einem israelbezogenen Antisemitismus gegenüber. Weitere renommierte Redner sind Dr. Roby Nathanson, CEO von MACRO The Center for Political Economics in Tel Aviv und Alumnus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, der am 12. November zum Thema „Zukunft Israels – gesellschaftliche und politische Entwicklung“ sprechen wird (siehe Programm).

Das Projekt „100 Jahre Alija von Alumni der Universität zu Köln | Geschichten der Einwanderung nach Israel“ ist Teil von »school is open« 4.0. Dieses Projekt engagiert sich mit unterschiedlichen Formaten in der pädagogischen Arbeit gegen (israelbezogenen) Antisemitismus in der Lehramtsausbildung. 2019 lag der Fokus des Projekts auf Porträts von Alumni zwischen Köln und Israel. Diese Darstellungen der Alumni wurden gemeinsam mit Studierenden erarbeitet und sollen in digitale Lernmodule zur pädagogischen Arbeit gegen Antisemitismus eingebettet werden.

„100 Jahre Alija“ beteiligt sich mit seinem historischen Ansatz am Jubiläumsjahr „100 Jahre Neue Universität zu Köln“, das die Neugründung der Hochschule 1919 mit einem großen Festprogramm und vielen wissenschaftlichen Veranstaltungen feiert.

Inhaltlicher Kontakt:     
Silke Bettina Kargl
+49 221 470 2185
silke.karglSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470 2396
r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://schoolisopen.uni-koeln.de/100-jahre-alija.html

Programm:
https://schoolisopen.uni-koeln.de/30709.html

 

]]>
news-5537 Thu, 07 Nov 2019 15:29:53 +0100 Brustkrebs: Fortschritt durch risikoadaptiertes Screening und Prävention https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5537&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3b2e82c4ac448e9b7edf7af89a8196f9 Eine europäische Expertengruppe unter Kölner Leitung stellt Empfehlungen zu medizinischen, ethischen und rechtlichen Herausforderungen von Gentestung und Risikobestimmung vor Die europäische Expertengruppe für risikoadaptierte Prävention (RiskAP) hat am 6. November im Rahmen ihrer Abschlusstagung „Risikoadaptiertes Krebs-Screening und Prävention: Die Integration von Prädiktion und Evidenzgewinnung in der digitalen Medizin“ ihre Ergebnisse und Empfehlungen in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Expertengruppe hat sich mit der Früherkennung und Prävention von erblich mitbedingten Tumoren am Beispiel Brustkrebs befasst und wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Im Zentrum der Empfehlungen steht ein mehrstufiges Konzept zur Überführung von Forschungsergebnissen in die klinische Versorgung. Das Konzept gestattet es, Risikobestimmungen einschließlich Gentests bei Brustkrebs einzusetzen und gleichzeitig Nachweise für ihren klinischen Nutzen zu sammeln. Die Gentests sollen in eine wissensgenerierende, risikobasierte Versorgung eingebettet werden, die einen sicheren und qualitätskontrollierten Einsatz der Tests in der klinischen Versorgung ermöglicht.

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Risikofaktoren für solide Tumoren identifiziert. Im Vordergrund stehen hierbei vor allem genetische Veränderungen, die inzwischen mithilfe von Multigen-Tests geprüft werden können. Besonders im Bereich des erblich bedingten Brust- und Eierstockkrebses kann inzwischen aufgrund dieser Risikoinformationen durch die Tests ein individuelles Risikoprofil für Personen errechnet werden. Auch Maßnahmen der Früherkennung können mithilfe solcher Risikoprofile gezielter auf besonders gefährdete Personen ausgerichtet werden, die entweder von den bestehenden Programmen bislang nicht erfasst werden oder durch sie nicht ausreichend abgedeckt sind.

Während der Einfluss bestimmter Risikofaktoren auf die Entstehung der Erkrankung bekannt und klinisch gesichert ist, ist nach wie vor unklar, ob auf ihnen aufbauende, risikoadaptierte Präventionsprogramme die Sterberate insgesamt langfristig senken und inwieweit sie die Lebensqualität der Betroffenen positiv beeinflussen. Zwar lassen sich Erkrankungsrisiken präzise beurteilen, aber wie wirksam die darauf basierenden klinischen Maßnahmen sind ist noch unzureichend bekannt.  Daher entwickelt die europäische Expertengruppe neue Konzepte für den Umgang mit den neuen Möglichkeiten und ihre Nutzbarmachung für die klinische Versorgung.

Seit 2015 befasst sich das europäische Expertenteam des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln und des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln intensiv mit den medizinischen, ethischen und rechtlichen Herausforderungen der Gentestung und der Risikobestimmung. Sie verfolgt das Ziel, einen konzeptuellen Rahmen zu entwickeln und internationale Standards zu setzen, die die Herausforderungen im Bereich der risikoadaptierten Früherkennung und Prävention von Tumoren am Beispiel Brustkrebs adressieren.

Die Initiatorin des Empfehlungspapiers, Professorin Dr. Rita Schmutzler, Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, betont hierzu: „Die risikoadaptierte Krebsprävention ist die konsequente Weiterentwicklung des organsierten Krebs-Screenings auf der Basis neuster Technologien wie der Genommedizin. Sie birgt die Chance einer effektiveren Krebsfrüherkennung und sogar Krebsverhütung bereits vor dem Ausbruch der Erkrankung.“

Professorin Dr. Christiane Woopen, Direktorin von ceres und Leiterin der Forschungsstelle Ethik der Uniklinik Köln: „Die Risikobestimmung einschließlich genetischer Tests und die sich daraus ergebenden klinischen Maßnahmen bedürfen einer umfassenden Evaluation. Im Rahmen eines lernenden Gesundheitssystems sollen Maßnahmen zu Screening und Prävention am tatsächlichen Nutzen für die Frauen gemessen werden.“

Dr. Björn Schmitz-Luhn, Geschäftsführer von ceres an der Universität zu Köln, erläutert: „Darüber hinaus ist es wichtig, die Betroffenen über die neuen Erkenntnisse und Möglichkeiten in verständlicher Form zu beraten, damit sie eine informierte Entscheidung für oder gegen die Inanspruchnahme treffen können. Vor allem bedarf der Umgang mit den sogenannten ‚healthy sick‘, also noch gesunder Menschen mit einem hohen Erkrankungsrisiko, einer sozialrechtlichen Beleuchtung und Würdigung.“

Die Empfehlungen der Expertengruppe werden in einem internationalen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht.

Kontakt:
Andreas Kirchner
PR-Officer ceres
+49 221 470-89120
andreas.kirchnerSpamProtectionuni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/tagungen/riskap/

]]>
news-5536 Thu, 07 Nov 2019 15:17:04 +0100 Presseeinladung: Verleihung der Toleranzringe und der Schulpreise für Toleranz https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5536&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a2ed6e471f4e4ed75191eb8cb8285ab2 Die Universität zu Köln und die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnen drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz aus. Außerdem verleiht die Akademie zum 22. Mal Toleranzringe an führende Persönlichkeiten Die Universität zu Köln und die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnen am 15. November zum dritten Mal drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz und einem Preisgeld von 2.000 Euro aus. Die Preisverleihung findet im Rahmen der jährlichen Verleihung der Toleranzringe statt, mit denen die Europäische Akademie führende Persönlichkeiten, die sich für einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus einsetzen, würdigt.

Termin / Fototermin Presse:
Freitag, 15. November, 14.00 Uhr
„Verleihung der Toleranzringe und des Schulpreises: ‚Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz‘“
Aula, Hauptgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Drei Schulen aus dem Raum Köln – die Grundschule Schule IM Süden, das Berufskolleg Südstadt und die Max-Ernst-Gesamtschule – erhalten dieses Jahr den Preis „Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz“. Damit würdigt die Universität ihre Verdienste um ein besonders tolerantes Miteinander.

Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität (ZfL) verantwortet die Umsetzung der Nominierung und Verleihung des Schulpreises. Im Vorfeld der Preisverleihung veranstaltet das ZfL ab 9:00 Uhr im Tagungsraum des Seminargebäudes der Universität ein Forum zu Antisemitismus und Toleranz in der Schule. Mit dem Forum möchte das ZfL den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch über eine rassismuskritische Bildungsarbeit stärken und Schulen fachlich unterstützen. „Tolerantes Verhalten ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Dagegen müssen wir etwas tun“, sagt ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler. Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, sagt: „Preise für Toleranz haben im Angesicht einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der wir einmal mehr ‚Nein‘ sagen müssen zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, zu Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit, eine besondere Relevanz.“

Die ausgezeichneten Schulen wurden aus 19 Nominierungen, die von Lehramtsstudierenden eingereicht wurden, von einem Fachgremium der Universität sowie dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ausgewählt. Dem Kuratorium gehören unter anderem die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, Professorin Dr. Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Louwrens Langevoort, Intendant der Kölner Philharmonie, Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Dr. Lale Akgün und Bettina Böttinger an.

Mit den Toleranzringen werden in diesem Jahr die Kulturwissenschaftler Professor Dr. Jan Assmann und Professorin Dr. Aleida Assmann, der Soziologe Professor Dr. Mouhanad Khorchide und der Journalist und Autor Richard Chaim Schneider ausgezeichnet. Professor Dr. Felix Unger, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, betont: „Toleranz ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine historisch gewachsene Notwendigkeit. Mit der nun seit 22 Jahren bestehenden Auszeichnung wollen wir zu einer Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und zur Förderung eines toleranten und friedlichen Miteinanders der Menschen und Kulturen beitragen.“

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnet seit 1997 jährlich Persönlichkeiten mit den Toleranzringen aus. Der Preis wurde unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, Hans-Dietrich Genscher und an den Dirigenten Daniel Barenboim verliehen. Der Schulpreis „Toleranz macht Schule“ wurde 2017 zum ersten Mal an drei Kölner Schulen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung wird vom Verein „Wir helfen“ des Kölner Stadt-Anzeiger und der Deutschen Bank AG unterstützt.

Pressekontakt:
Merle Hettesheimer
Universität zu Köln / Zentrum für LehrerInnenbildung
Leitung Kommunikation und Events
Tel. +49 221 470 5687
E-Mail: m.hettesheimerSpamProtectionuni-koeln.de

Informationen zur Preisverleihung (Programm)
https://zfl.uni-koeln.de/toleranz-preisverleihung.html

Informationen zum Forum (Programm):
https://zfl.uni-koeln.de/toleranz-forum.html

]]>
news-5535 Tue, 05 Nov 2019 11:50:30 +0100 Kölner Universitätsmedizin initiiert weltweit gültige Leitlinie zur Mukormykose-Behandlung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5535&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=edad0fdcb4531effbe2f96ab88a2143c „One World - One Guideline“: Initiative soll Sterberate der seltenen Pilzerkrankung deutlich senken / 7.000 Infizierte im Jahr weltweit Eine einheitliche, weltweit verbindliche Diagnose- und Behandlungsrichtlinie für die seltene Krankheit Mukormykose hat Professor Dr. Oliver Cornely, Leiter des Europäischen Exzellenzzentrums für Invasive Pilzinfektionen an der Universitätsmedizin Köln, in Abstimmung mit 74 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 33 Ländern entwickelt. Mukormykose führt ohne Behandlung innerhalb kürzester Zeit zum Tod. Die Behandlungsrichtlinie wurde von Fachgesellschaften aus 53 Ländern angenommen und ist in dieser Form eine der ersten weltweit abgestimmten Behandlungs-Guidelines überhaupt. Sie wurde im Fachblatt „Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht.  

Mukormykose ist eine schwer zu diagnostizierende seltene Pilzerkrankung. Von einer Million Menschen erkrankt eine Person im Jahr an Mukormykose, die mit einer Rate von 50 bis 70 Prozent eine sehr hohe Sterblichkeit aufweist: Nachweislich verlieren derzeit mehr als 3.500 Menschen im Jahr ihr Leben, die Dunkelziffer nicht diagnostizierter Fälle ist hoch. Mukormykose wird durch das Einatmen der Sporen von bestimmten Schimmelpilzen oder deren Eindringen über eine Hautverletzung verursacht. Betroffen sind vor allem Menschen mit schlecht eingestelltem Diabetes mellitus sowie immungeschwächte Patientinnen und Patienten.  

Professor Cornely erklärt, dass der Pilzbefall innerhalb weniger Stunden einen starken Gewebezerfall verursachen kann: „Mukormykose kann fortschreitend die Nasennebenhöhlen zerstören und die Knochen, das Auge und die Hirnhaut infiltrieren. Wenn einmal das Zentralnervensystem infiziert ist, führt der weitere Verlauf in der Regel zum Tod.“ 

Aufgrund der relativen Seltenheit von 1 zu 1.000.000 gab es bislang kein abgestimmtes Diagnose- und Behandlungsprozedere. Dabei ist eine schnelle Diagnose und medizinische Behandlung überlebenswichtig, so der Wissenschaftler und Arzt. Innerhalb einer Woche verdoppelt sich ohne Behandlung die Sterblichkeit bei Mukormykose. „Es muss umgehend eine Operation durchgeführt und eine intravenöse Anti-Pilz-Therapie eingeleitet werden, um die Ausbreitung so schnell wie möglich zu unterbinden“, so Cornely. 

Im 2017 eröffneten Exzellenzzentrum für invasive Pilzinfektionen an der Universitätsmedizin Köln werden unter Leitung von Professor Oliver Cornely komplexe, durch Schimmelpilze hervorgerufene Erkrankungen fachübergreifend diagnostiziert und behandelt. Außerdem arbeitet das Team an der Einführung weltweit verbindlicher Diagnose- und Behandlungsrichtlinien.  

Mit der Richtlinie für Mukormykose ist Cornely ein entscheidender Erfolg gelungen: „An einem Spitzenstandort wie der Universitätsmedizin Köln arbeiten Forschende und Mediziner in der Uniklinik und Medizinischen Fakultät bei invasiven Pilzinfektionen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen: So ist neben der Mikrobiologie, Pathologie und Radiologie, der Infektiologie und Chirurgie oftmals auch die Hämatologie sowie Intensivmedizin, fallspezifisch auch Dermatologie und Pharmakologie involviert. Dieses komplexe Behandlungsmanagement gilt es in einer weltweit greifenden Empfehlung auf die regionalen Behandlungsoptionen herunterzubrechen.“ 

Cornely holte Kolleginnen und Kollegen aus sehr unterschiedlichen Gesundheitssystemen mit ins Boot und stimmte sich mit ihnen ab. Finalisiert wurden die Empfehlungen in Köln innerhalb eines Jahres.  

Die jetzt publizierten, leicht zugänglichen Anleitungen sollen Leben retten. „Wir sind davon überzeugt, die Sterblichkeit bei Mukormykosen mit den Richtlinien gezielt senken zu können“, sagt Cornely.  

Weitere Richtlinien befinden sich in der Abstimmung. Zudem arbeitet die Arbeitsgruppe Cornely an der Entwicklung und weltweiten Einführung neuer molekularer Techniken für die Diagnose der Pilzkrankheit sowie an der Entwicklung innovativer Medikamente gegen invasive Pilzerkrankungen.
 

Inhaltlicher Kontakt:  

Univ.-Prof. Dr. Oliver Cornely
Europäisches Exzellenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen 
+49 221 478- 85523
oliver.cornelySpamProtectionuk-koeln.de
 

Presse und Kommunikation:
Stephanie Wolff
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation an der Medizinischen Fakultät
+49 221 478- 30774
stephanie.wolffSpamProtectionuk-koeln.de 
 

Zur Publikation:
https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(19)30312-3/fulltext

]]>
news-5530 Thu, 31 Oct 2019 08:40:18 +0100 Für Bild von Schwarzem Loch: Team der „Event Horizon Kollaboration“ erhält Breakthrough-Preis https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5530&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b9bb1df4f4ea50ed7c05cf59eb1a68d0 Weltweite Zusammenarbeit unter Kölner Beteiligung für das erste Bild eines Schwarzen Lochs gewürdigt / Drei Mio. US-Dollar Preisgeld Die „Event Horizon“-Kollaboration unter Beteiligung der Universität zu Köln und des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie erhält den Breakthrough-Preis für Fundamentalphysik 2020 in Anerkennung des ersten Bildes eines schwarzen Lochs. Verliehen wird der Preis von der gemeinnützigen „The Fundamental Physics Prize Foundation“. Das Preisgeld von drei Millionen US-Dollar wird zu gleichen Teilen auf alle Mitautoren und Mitautorinnen der entsprechenden wissenschaftlichen Publikationen aufgeteilt. Darunter sind auch Professor Dr. J. Anton Zensus, Honorarprofessor im Fach Experimentalphysik an der Universität zu Köln und Direktor des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn, sowie Professor Dr. Andreas Eckart vom I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln. Insgesamt erhalten 347 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt die Auszeichnung.

„Über zwanzig Jahre Vorbereitung haben im ersten Bild eines Schwarzen Loches, das wir am 10. April 2019 der Öffentlichkeit präsentiert haben, endlich Früchte getragen. Wir freuen uns, dass unsere gemeinsame Arbeit jetzt mit dem renommierten Breakthrough-Preis ausgezeichnet wird. Es ist eine wunderbare Anerkennung für die geduldige und gründliche Arbeit eines großartigen Teams”, sagt Professor Zensus.

Mit acht empfindlichen Radioteleskopen, die in der Antarktis, in Chile, Mexiko, Hawaii, Arizona und Spanien positioniert sind, ermöglichte die globale Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an 60 Institutionen in 20 Ländern und Regionen erstmals, sich ein Bild von einem Schwarzen Loch zu machen.  Durch die Synchronisation der einzelnen Teleskope über ein Netzwerk von Atomuhren schuf das Team ein riesiges virtuelles Teleskop, das die Daten zusammenführte.  Eines der ersten Ziele war das supermassive Schwarze Loch im Zentrum der Messier 87 Galaxie – seine Masse entspricht 6,5 Milliarden Sonnen. Das Schwarze Loch liegt 55 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Nach sorgfältiger Analyse der Daten mit innovativen Algorithmen und Techniken erzielte das Team ein Bild dieses galaktischen Monsters. Das Bild zeigt deutlich das heiße Gas, das sich vom Schwarzen Loch abgrenzt und um das Objekt wirbelt.

„Die Daten haben genau die Simulationen bestätigt, die wir zuvor vorausgesetzt haben, um die Physik rund um die Schwarzen Löcher zu erklären“, so Professor Eckart vom I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln. „Ich freue mich sehr, dass wir in Köln an solchen spannenden und erfolgreichen Projekten teilnehmen.“

Mit den seit 2013 vergebenen Breakthrough-Preisen werden die besten Wissenschaftler der Welt ausgezeichnet. Jeder Preis ist mit drei Millionen US-Dollar dotiert und wird in den drei Bereichen Lebenswissenschaften, Grundlagenphysik und Mathematik vergeben.

Videostatement
https://youtu.be/3DC1CwfqWuk

Inhaltlicher Kontakt:    
Prof. Dr. J. Anton Zensus
Honorarprofessor im Fach Experimentalphysik an der Universität zu Köln / Direktor des Max-Planck Instituts für Radioastronomie in Bonn
+49 228 525-298
azensusSpamProtectionmpifr-bonn.mpg.de  

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470-2356
j.voelkelSpamProtectionverw.uni-koeln.de

 

 

]]>
news-5522 Mon, 28 Oct 2019 13:29:07 +0100 Positive Begutachtung der Universitätsmedizin Köln https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5522&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3b91be7ce130cc54fa40e545deb2a825 Wissenschaftsrat bestätigt sehr erfolgreiche Entwicklung Der Wissenschaftsrat hat die verschiedenen universitätsmedizinischen Standorte in Nordrhein-Westfalen begutachtet und Empfehlungen für deren Weiterentwicklung ausgesprochen. Das älteste wissenschafts-politische Beratungsgremium Europas lobt in seiner aktuell veröffentlichten Bewertung dabei die sehr erfolgreiche Entwicklung der Universitätsmedizin Köln in den letzten zehn Jahren sowie die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät. Von der erfolgreichen Zusammenarbeit profitieren laut Wissenschaftsrat sowohl die klinische Forschung am Standort als auch die praxisorientierte Lehre im Medizinstudium. Risiken sieht der Wissenschaftsrat jedoch durch die Unterfinanzierung der baulichen Infrastrukturen für Wissenschaft und Lehre.

„Wir freuen uns sehr, dass der Wissenschaftsrat unsere Arbeit so positiv bewertet. Das zeigt uns, dass der von uns eingeschlagene Weg richtig ist und bestätigt, dass wir gut aufgestellt sind, um ein international herausragender Spitzenstandort zu werden. Mit seinen Empfehlungen gibt er uns auch wichtige Hinweise und Ansatzpunkte für die strategische Ausrichtung in der Zukunft“, sagt Univ.-Prof. Dr. Gereon Fink, Vorstandmitglied der Uniklinik Köln und Dekan der Medizinischen Fakultät.

Der Wissenschaftsrat bescheinigt der Universitätsmedizin Köln zudem, dass die national und international gut sichtbaren, innovativen Forschungsschwerpunkte "Tumorbiologie, Infektion und Immunität", "Homöostatische Prinzipien im Stoffwechsel und in der Geweberegeneration" sowie "Neuromodulation" äußerst dynamisch und synergistisch auf den Stärken in Forschung und Krankenversorgung aufbauen. Das Gremium hebt dabei auch die exzellente Vernetzung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft und den Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft hervor. Den fakultätsübergreifenden Querschnittsthemen Altern sowie Gesundheit und Gesellschaft bescheinigt der Wissenschaftsrat besonderes Potenzial, dabei hebt er mit Blick auf den Fachkräftemangel den Studiengang Klinische Pflege als wichtiges Angebot ausdrücklich hervor.

„Über die Würdigung unserer Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Kliniken und Praxen in der Krankenversorgung durch den Wissenschaftsrat freuen wir uns sehr. Unser Ziel ist es, modernere Versorgungsstrukturen zu etablieren und eine noch stärkere Patientenorientierung voranzutreiben“, sagt Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. „Insgesamt betrachten wir die positive Begutachtung als Ansporn für die Zukunft und unsere weitere Entwicklung. Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Beschäftigten, die mit ihrem täglichen Einsatz und großen Engagement die Grundlage unseres Erfolgs bilden“, so Prof. Schömig weiter.

Zwar bescheinigt der Wissenschaftsrat eine hohe Standort-Attraktivität durch die innovativen Forschungsfelder und das funktionale, moderne Lehrkonzept des Modellstudiengangs Humanmedizin, er weist in seiner Bewertung aber explizit auch auf Risiken hin, welche die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Köln beeinträchtigen könnten. „Die erhebliche Unterfinanzierung der baulichen Infrastrukturen für Wissenschaft und Lehre ist schon jetzt Hemmnis für eine dynamische Weiterentwicklung. Auch aufgrund des eklatanten Flächenmangels im Forschungsbereich“, bestätigt Dekan Prof. Fink. Unzweifelhaft bedarf der Baubestand aus den 1950er und 1960er Jahren laut Wissenschaftsrat rascher Sanierungsmaßnahmen oder Neubauten, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen.

 

Für Rückfragen:
Anja Schattschneider
Redakteurin / Pressereferentin
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presseSpamProtectionuk-koeln.de

]]>
news-5521 Fri, 25 Oct 2019 05:57:42 +0200 Tagung zur Philosophischen Anthropologie legt Fokus auf Kölner Philosophen Scheler, Hartmann und Plessner https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5521&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e6093d43be9de43ca51db722590582c8 Tagung beschäftigt sich mit Philosophischer Anthropologie als interdisziplinärer Praxis Die Kölner Pioniere der Philosophischen Anthropologie, Max Scheler (1874–1928), Helmuth Plessner (1892–1985) und später Nicolai Hartmann (1882–1950), sind Gegenstand der Tagung, die sie als Pioniere einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Philosophie und verschiedenen Wissenschaften betrachtet.

Termin:

6.-9. November 2019

Philosophische Anthropologie als interdisziplinäre Praxis: Max Scheler, Helmuth Plessner und Nicolai Hartmann in Köln – historische und systematische Perspektiven

Universität zu Köln und Fritz-Thyssen-Stiftung

Gegenwärtig besteht ein wachsendes Interesse an Anthropologie. Zugleich gibt es eine breite Konkurrenz wissenschaftlicher Anthropologien: sei es in Hirnforschung, Evolutionsbiologie, oder vergleichender Psychologie, sei es in Ethnologie, Soziologie, Medizin oder Theologie. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der gegenwärtigen Möglichkeit einer philosophischen Anthropologie zwischen isolierter philosophischer Betrachtung einerseits und naturwissenschaftlichen oder geisteswissenschaftlichen Ansätzen andererseits. ‚Interdisziplinäre Anthropologie‘ bezeichnet den Versuch, derartige Engführungen zu umgehen und die verschiedenen Zugänge zum Menschen miteinander zu vermitteln. Eine Antwort soll in der Verbindung systematischer Fragestellungen mit der historischen Kontextualisierung gesucht werden.

Die Tagung wird von der Fritz-Thyssen-Stiftung und der Universität zu Köln ausgerichtet. Die Leitung der Tagung liegt bei Professor Dr. Dr. h.c. Andreas Speer und Dr. Erik Dzwiza-Ohlsen. Wir bitten um Anmeldung.

Anmeldung:
Dr. Erik Dzwiza-Ohlsen
edzwizaSpamProtectionuni-koeln.de
 

Inhaltlicher Kontakt:    
Professor Dr. Dr. h.c. Andreas Speer
+49 (0)221 470-2309
andreas.speerSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 (0)221 470-2396
r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Weitere Informationen:
http://www.philosophie.uni-koeln.de/index.php?id=37215#c182317

]]>
news-5520 Thu, 24 Oct 2019 11:53:15 +0200 Samtbarett und der längste Papyrus: Publikation über fünfzig Schätze der Uni Köln erschienen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5520&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5dd8125d282d96ccd5b92ac63c64ae26 Pressevorstellung der „Schätze der Universität zu Köln“ am 30. Oktober 2019 in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln  Vom Ichthyosaurier bis zum Teilchenbeschleuniger: Zur Feier des Jubiläumsjahres „Einhundert Jahre Neue Universität zu Köln“ ist eine edle Publikation über besondere Schätze der Hochschule erschienen. Mehr als fünfzig Angehörige der Universität haben ihren persönlichen „Schatz“ und seine Geschichte in einem Beitrag vorgestellt. Herausgeber des im Greven Verlag Köln erschienenen Buchs sind der Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Dr. Hubertus Neuhausen, und der Direktor der Theaterwissenschaftlichen Sammlung, Prof. Dr. Peter W. Marx.

Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen zu einer kleinen Presse-Buchpräsentation, die unmittelbar vor der Finissage der Jubiläumsausstellung „Aus Neu mach Alt“ stattfindet.

Termin:
Mittwoch, 30. Oktober 2019, 17:00 Uhr
„Presse-Buchvorstellung ‚Schätze der Universität zu Köln‘ “
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Haupteingang im Erdgeschoss, Rote Vitrinen an der Cafeteria, Universitätsstr. 33, 50923 Köln

Als Gesprächspartner zur Verfügung stehen Ihnen: Dr. Damian van Melis (Verlagsleiter Greven Verlag Köln), Dr. Hubertus Neuhausen (Direktor der USB Köln) sowie einige Beitragende mit ihren Schätzen.

Ob eine der ersten Shakespeare-Gesamtausgaben, der längste in Deutschland aufbewahrte Papyrus, die älteste Hänneschen-Puppe oder das kleinste Buch der Antike: Die Universität zu Köln verfügt über zahlreiche Kostbarkeiten, von denen die wenigsten öffentlich bekannt sind. Das Buch ist ein Streifzug durch die Magazine und Sammlungen und bietet den Leserinnen und Lesern einen Blick hinter die Kulissen des akademischen Kosmos. Ein Vogelnest aus der Sammlung von Ferdinand Franz Wallraf, ein Stück vom Mond, ein Ablassplakat aus Luthers Zeit und die gesamte Ausstattung der Gästetoilette des Kunstsammlers Wolfgang Hahn – wer hätte das an der Universität zu Köln vermutet?
Im Anschluss an die Buch-Präsentation findet in der USB die Finissage der Ausstellung „Aus Neu mach Alt“ über Traditionslinien in hundert Jahren neuer Kölner Universitätsgeschichte statt.

Inhaltlicher Kontakt:  
Dr. Hubertus Neuhausen
Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
direktorSpamProtectionub.uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
Leitung Marketing der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
+49 221 470-89955
berg@ub.uni-koeln.de

Zur Publikation:
https://shop.greven-verlag.de/schatze-der-universitat-zu-koln.html 

]]>
news-5518 Wed, 23 Oct 2019 14:44:05 +0200 Die Datenethikkommission überreicht ihr Gutachten an die Bundesregierung https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5518&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=54b0f7efa4b95661303eeffadc60df5d Das Gutachten enthält ethische Leitlinien und 75 konkrete Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Daten und algorithmischen Systemen. Ziel ist die Stärkung europäischer Werte wie Freiheit und Demokratie, der Schutz der Rechte des Einzelnen und die Förderung von gesellschaftlichem Zusammenhalt und Wohlstand im digitalen Zeitalter. Das Gutachten der Datenethikkommission wird heute in Berlin an die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht (SPD) und den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Professor Dr. Günter Krings (CDU) überreicht. Die Datenethikkommission erhielt im September 2018 von der Bundesregierung auf der Grundlage des Koalitionsvertrages den Auftrag, innerhalb eines Jahres einen Entwicklungsrahmen für Datenpolitik, den Umgang mit Algorithmen, Künstlicher Intelligenz und digitalen Innovationen vorzuschlagen.

Sechzehn Mitglieder aus den Bereichen Technik, Ethik und Recht und Vertreter unterschiedlicher Organisationen wirkten in dem Expertengremium mit, das von den Co-Sprecherinnen Professorin Dr. Christiane Woopen (Universität zu Köln) und Professorin Dr. Christiane Wendehorst (Universität Wien) geleitet wurde. Innerhalb der Bundesregierung sind das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in gemeinsamer Federführung für die Datenethikkommission zuständig.

Das Gutachten enthält ethische Leitlinien und 75 konkrete Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Daten und algorithmischen Systemen einschließlich Künstlicher Intelligenz. Es soll einen Beitrag dazu leisten, die digitale Zukunft unserer Gesellschaft auf Basis europäischer Werte wie Freiheit und Demokratie zu gestalten, die Rechte jedes Einzelnen zu schützen und das Gemeinwohl zu fördern.

Professorin Woopen sagt: „Das Gutachten der Datenethikkommission ist wie ein Bauplan für eine Brücke. Sie führt in eine Zukunft, in der die grundlegenden Freiheiten und Rechte jedes Einzelnen in unserer digital durchformten Welt geschützt werden und die Gesellschaft nach freiheitlichen und demokratischen Grundsätzen zusammenlebt. Die Brücke wird getragen von den Pfeilern der europäischen Werteordnung. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben zusammen mit vielen anderen nun die Aufgabe, diese Brücke tatsächlich zu bauen.“

Die Übergabe erfolgt im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, an der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teilnehmen.

Im Anschluss diskutieren die Co-Sprecherinnen das Gutachten gemeinsam mit Frau Bundesministerin Lambrecht und Herrn Staatssekretär Krings sowie mit Roberto Viola (EU Kommission, Generaldirektor GD Connect, Brüssel), Michael O’Flaherty (Direktor der EU-Grundrechteagentur, Wien) und Professor Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem (Richter am Bundesverfassungsgericht a.D.). Moderiert wird die Diskussion von dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar.

Professorin Dr. Christiane Woopen ist Geschäftsführende Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln, einem Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit, sowie Leiterin der Forschungsstelle Ethik an der Uniklinik Köln. Seit 2017 ist sie Vorsitzende des Europäischen Ethikrates (EGE: European Group on Ethics in Science and New Technologies).

Kontakt:
Andreas Kirchner
PR Officer ceres
+49 221 470-89120
ceres-infoSpamProtectionuni-koeln.de

Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Arbeit der Datenethikkommission sowie die Möglichkeit zum Download des Gutachtens (ab 23.10., 16 Uhr) finden Sie unter www.datenethikkommission.de.

]]>
news-5517 Tue, 22 Oct 2019 11:22:47 +0200 Presseeinladung: Kölns ältestes Underground-Magazin ANA & BELA erstmals nachgedruckt https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5517&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6d70cdded30e97b7036b9b2710a5f5d3 Universitäts- und Stadtbibliothek präsentiert am 26. Oktober ihre Jahresgabe 2019 in der Buchhandlung Walther König Der bekannte Stadthistoriker Martin Stankowski präsentiert gemeinsam mit der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln den ersten vollständigen Nachdruck der Zeitung „ANA & BELA: Koelnisches Volksblatt“. Das älteste Underground-Magazin Kölns erschien im November 1969 und wurde von Studierenden der Universität zu Köln initiiert. Zwei Mitwirkende aus der Zeit, Rainer Kippe und Dorothee Joachim, nehmen ebenfalls an der Präsentation teil. Mit dem Nachdruck aller siebzehn Ausgaben von ANA & BELA wird ein Stück sozialpolitischer Zeitgeschichte der alternativen Szene der Stadt Köln vor fünfzig Jahren einer neuen Generation zugänglich gemacht.

Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zur feierlichen Präsentation von ANA & BELA eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Termin:
Samstag, 26. Oktober 2019, 17:00 Uhr
„Nachdruck von ANA & BELA: Martin Stankowski & Gäste über Kölns ältestes Underground-Magazin“
Buchhandlung Walther König, Ehrenstraße 4, 50672 Köln

Als Gesprächspartner zur Verfügung stehen Ihnen: Dr. Martin Stankowski (Stadthistoriker), Prof. Dr. Jürgen Wilhelm (Vorsitzender des USB-Fördervereins, der Kölnischen Bibliotheksgesellschaft), Dr. Hubertus Neuhausen (Direktor der USB) sowie Dorothee Joachim und Rainer Kippe (Mitwirkende bei ANA & BELA).

Der Nachdruck des Underground-Magazins ist zugleich die Jahresgabe der Kölnischen Bibliotheksgesellschaft an ihre Mitglieder. Die Stückzahl ist auf 500 limitiert. Bei den Jahresgaben handelt es sich um Sonderausgaben als Nachdrucke von Handschriften und seltenen Drucken, die sich im Besitz der Bibliothek befinden.

Martin Stankowski (*1944) hatte seine private „Sammlung Stankowski“ im Jahr 2018 der Universitäts- und Stadtbibliothek überlassen. Neben den Standardwerken zur Stadtgeschichte beinhaltet die Sammlung vor allem das alternative Schrifttum beinhaltet (Kleinschriften der politischen Bewegungen der Stadt, Frauen-, Öko-, Friedens- oder Sozialgruppen, Dokumentationen und Protestliteratur, alternative Stadtführer oder Parteiprogramme, ebenso literarische Experimente, Kunstprogramme und ähnliches). Stankowski hat zum Nachdruck von ANA & BELA einen umfassenden Begleitkommentar verfasst.

Inhaltlicher Kontakt:
Dr. Christiane Hoffrath
Dezernentin Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung
+49 221 470-2403
hoffrathSpamProtectionub.uni-koeln.de 

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
Leitung Marketing der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
+49 221 470-89955
bergSpamProtectionub.uni-koeln.de 

Zur Sammlung Stankowski:
http://stankowski.ub.uni-koeln.de

]]>
news-5512 Fri, 18 Oct 2019 14:28:49 +0200 Neue Freiheit und Körperlichkeit: Symposium beleuchtet Menschenbild in digitaler Gesellschaft https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5512&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d5f1864f7b7908859e92e4a38907fcb Quantifizierung des Körpers durch Apps, Optimierung des Körperbilds durch Filter, Vermessung des Selbst durch algorithmische Systeme Menschliche Eigenschaften im Spiegel des technologischen Wandels stehen im Fokus eines medien- und kulturwissenschaftlichen Symposiums zu „posthumanistischer Medienbildung“, das am 25./26. Oktober 2019 an der Universität zu Köln stattfindet. Beispiele für die Fragestellungen sind Formen der digitalen Selbstvermessung (Bsp. Fitnessarmband), die Selbstdarstellung des Ichs und die Optimierung des Körpers auf digitalen Plattformen (Bsp. Instagram-Filter), oder auch das ‚Internet of Things‘ mit seinen scheinbar menschlichen Features (Bsp. Stimme von Alexa). Wenn sich das „Mensch-Sein“ durch den digitalisierten Alltag eklatant ändert, hat dies auch eine praktische Konsequenz für persönlichkeitsbildende Stätten von KiTa bis Berufsschule oder Universität. Journalistinnen und Journalisten aus Wissenschaftsredaktionen oder dem Feuilleton sind herzlich zum Besuch des Symposiums eingeladen.

Termin:
Freitag, 25. Oktober 2019, 18:30 Uhr / Samstag, 26. Oktober 2019
„Posthumanistische Medienbildung? Bildungstheoretische Positionen nach Anthropozentrismus und Humanismus“
Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst und Kunsttheorie, Gebäude 216 Block B, Gronewaldstr. 2, 50931 Köln (https://lageplan.uni-koeln.de/#!216b)

Unter Posthumanismus lassen sich unterschiedliche Theorieströmungen fassen, die sich kritisch von gängigen Vorstellungen des Menschseins absetzen, erklärt Dr. Patrick Bettinger, Juniorprofessor für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung an der Universität zu Köln: „Die Bedeutung nicht-menschlicher Akteure für soziale Phänomene rückt mit dem Posthumanismus in den Vordergrund. Gleichzeitig werden die Werte und Normen des Humanismus kritisch hinterfragt.“ Mit der posthumanistischen Gesellschaft könne die Gewissheit über unser Bild des menschlichen In-der-Welt-Seins erschüttert werden, so Bettinger.

Das vom Grimme-Forschungskolleg geförderte Symposium bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher disziplinärer Hintergründe von Posthumanismus, Medien- und Bildungstheorie und Digitalisierung zusammen. Es finden moderierte Diskurswerkstätten zu den zwei Themen „Körper/Wissen“ sowie „Selbstbestimmung“ statt, die von Doppelvorträgen begleitet werden. So spricht Privatdozent Dr. Stefan Herbrechter (Universität Heidelberg/ Coventry University) über „Menschsein ver/lernen? ‚Verwilderungstendenzen‘ und Posthumanistische Remediation“ und Prof. Dr. Estrid Sørensen (Ruhr-Universität Bochum) über „Techniken der Selbstbestimmung: Ein Tanz von Hingabe und Care.“


Inhaltlicher Kontakt:     
Jun.-Prof. Dr. Patrick Bettinger
Erziehungswissenschaftliche Medienforschung
+49 221 470-8882
patrick.bettingerSpamProtectionuni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.bergSpamProtectionuni-koeln.de


Zum Programm:
http://www.posthumanistische-medienbildung.de/

 

]]>
news-5511 Fri, 18 Oct 2019 13:09:35 +0200 Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5511&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5d22227459f4dc6d711fcaf70df4006c Zoologe zeigt, dass auch Käfer, Grillen und Wanzen ihre Gestaltbildung durch den Fog-Signalweg steuern / Publikation in eLife Ein Signalweg, der in der Fruchtfliege Drosophila melanogaster die Morphogenese, also die Ausbildung der dreidimensionalen Körpergestalt des Fliegenkörpers reguliert, ist auch von zentraler Bedeutung für die frühe Entwicklung des Embryos in anderen Insekten wie Käfern, Grillen und Wanzen. Bei diesen Insekten wird der Signalweg sogar für die Ausbildung der primären Zellschicht des Embryos benötigt. Der Nachweis dieser weiteren Funktion in stammesgeschichtlich weit voneinander entfernten Insekten lässt vermuten, dass der „Fog“-Signalweg (Folded gastrulation) in allen Insekten eine zentrale entwicklungsbiologische Funktion erfüllt und somit zum evolutiven Ursprungsrepertoire der Insekten gehört.
Das ist das Ergebnis einer grundlagenwissenschaftlichen Studie von einem Team um Professor Dr. Siegfried Roth vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln, die unter dem Titel „Fog signaling has diverse roles in epithelial morphogenesis in insects“ in eLife veröffentlicht ist.

Für die Erforschung von Entwicklungsgenen bei Drosophila erhielten Christiane Nüsslein-Volhard, Eric Wieschaus und Edward B. Lewis 1995 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Manche dieser Gene sind im ganzen Tierreich – von der Fruchtfliege bis zum Menschen hin – erhalten geblieben, andere Entwicklungsgene scheinen spezifisch an die schnelle Entwicklung des Drosophila-Embryos angepasst zu sein. Bisher wurde der Fog-Signalweg zu diesen Drosophila spezifischen Komponenten gezählt.

Die  Arbeitsgruppe des Kölner Zoologen Roth fand nun heraus, dass Fog keinesfalls exklusiv in Drosophila-Embryonen wirkt. Die Gruppe konnte mithilfe von echtzeitlicher molekularer Bildgebung außerdem zeigen, dass der Signalweg auch Funktionen hat, die von Drosophila nicht bekannt sind. So wird „Fog“ im Käfer-Embryo auch für die Wanderung der Geschlechtszellen, für die Ausbildung der extraembryonalen Hüllen („Serosa“ und „Amnion“) und für die am Beginn der Embryonalentwicklung stehende Bildung der primären Zellschicht gebraucht. Da gerade die letztere Funktion auch in Vertretern stammesgeschichtlich älterer Gruppen wie Wanzen und Grillen  vorhanden ist, könnte sie die ursprüngliche Funktion des Signalwegs darstellen.  

„Unsere Erkenntnisse tragen zu einem besseren Verständnis bei, woher die in allen Lehrbüchern beschriebenen Eigenschaften der Drosophila-Entwicklung kommen und wie sich diese Entwicklungsprozesse selbst in der Evolution verändert haben. Der Vergleich mit anderen Insekten zeigt, dass der Signalweg in der Evolutionslinie, die zu Drosophila führt, Funktionen verloren hat“, so Professor Roth. „Der Fog-Signalweg spielt demnach eine uralte Rolle bei der frühen Morphogenese bei Insekten und kann vielfältige Funktionen bei der Ausbildung und Faltung von Zellschichten erfüllen.“
Die Studie wurde im Rahmen des Kölner Sonderforschungsbereichs 680 „Molekulare Grundlagen evolutionärer Innovationen“ initiiert, der von 2006 bis 2017 an der Universität zu Köln eingerichtet war.


Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Siegfried Roth
Institut für Zoologie
+49 221 470-2491
siegfried.rothSpamProtectionuni-koeln.de


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.bergSpamProtectionuni-koeln.de


Zur Veröffentlichung:
https://elifesciences.org/articles/47346

 

]]>
news-5510 Thu, 17 Oct 2019 13:25:36 +0200 Universität zu Köln distanziert sich von Ehrungen an NS-Belastete und Ehrungspraxis https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5510&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c182d714250e465b1b2113c87adf237 Stellungnahme des Rektorats zu Ergebnissen aus externem Gutachten / Weitere Forschung zu Rektoren bereits angestoßen Die Universität zu Köln distanziert sich entschieden von allen zwischen 1933 und 1945 durch die Universität zu Köln verliehenen Ehrungen. Zudem distanziert sie sich von der Praxis der Ehrungen auch nach 1945, soweit diese etwaige NS-Belastungen von Geehrten nicht hinreichend berücksichtigt haben. Dies unterstrichen Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth und Kanzler Dr. Michael Stückradt bei einer presseöffentlichen Stellungnahme anlässlich der Ergebnisse eines externen Gutachtens zu NS-Belastungen institutioneller Einheiten, Förderungen und Ehrungen an der Universität zu Köln.

„Die durch die Universität während der NS-Zeit ausgesprochenen Ehrungen erfolgten nicht oder nicht primär aus wissenschaftlichen Gründen, sondern dienten der regimekonformen Beziehungspflege – im innerstädtischen und regionalen Bereich ebenso wie zu außenpolitischen Bündnispartnern. Die vergebenen Ehrungen sind mit den heute geltenden Kriterien in keiner Weise vereinbar“, so Rektor Freimuth. „Ehrungen von Personen, bei denen aus heutiger Sicht eine NS-Belastung besteht, waren zudem weit über das Ende des Nationalsozialismus hinaus ein fester Bestandteil in der Reputationskultur der Universität zu Köln. Auch diese Ehrungen würden nach heutigen Maßstäben nicht mehr ausgesprochen werden.“

Eingebettet in eine geschichtliche Gesamtbefassung zum Jubiläum ihrer Neugründung von 1919 hatte die Universität vor zwei Jahren einen hochkarätigen externen Wissenschaftlichen Beirat berufen, dem die Historikerinnen und Historiker Prof. Dr. Mitchell G. Ash (Vorsitzender, Universität Wien), Prof. Dr. Christof Dipper (TU Darmstadt), Prof. Dr. Mary Fulbrook (University College London), Prof. Dr. Michael Grüttner (TU Berlin) und Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer (Bergische Universität Wuppertal) angehören. Der Beirat beaufsichtigte die von ihm im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens ausgewählte Geschichtsagentur „Facts & Files“ (Berlin), die NS-Belastungen institutioneller Einheiten, Förderungen und Ehrungen zu recherchieren. Explizit nicht Gegenstand waren Professoren und Verwaltungsmitarbeiter an der Universität Köln.

Für die genannten Bereiche institutionelle Einheiten, Förderungen und Ehrungen wurden von der Geschichtsagentur 332 Personen erfasst, die als Stifterinnen oder Stifter, als leitende Mitarbeiter von An-Instituten, Mitglieder von Fördervereinen oder als Geehrte in Bezug zur Universität zu Köln standen. Für insgesamt 219 Personen wurden auf Basis von Archiv- und Literaturrecherchen Biogramme erstellt. Zudem wurden Daten zur Gründung und Finanzierung von 36 Stiftungen und 14 An-Instituten sowie zu einzelnen Zuwendungen erhoben.

Zur Feststellung einer NS-Belastung legte der Wissenschaftliche Beirat folgende Kriterien zugrunde: (i) aktive politische, kulturelle oder wirtschaftliche Unterstützung des NS-Herrschaftssystems, insbesondere durch die Übernahme von Ämtern und Aufgaben, Mitgliedschaften in NS-Organisationen, berufliche und nicht berufliche Tätigkeiten; (ii) weitreichende Übereinstimmung mit der Weltanschauung bzw. Mitarbeit an politischen Projekten des NS-Regimes, insbesondere durch schriftliche Äußerungen, öffentliche Bekundungen, Forschungs- oder Beratungsleistungen; (iii) Erträge aus materiellen Vorteilsnahmen oder Erwerbungen und Übernahmen im Zuge von Verfolgungsmaßnahmen, insbesondere „Arisierungen“ oder Dotationen (finanzielle Zuwendungen, Geldgeschenke).

Im Ergebnis wurden 48 von der Universität zu Köln geehrte Personen mit „eindeutigem Befund“ als NS-belastet eingestuft, darunter sechs Ehrenpromotionen bis 1945 und 16 Ehrenpromotionen an eindeutig NS-Belastete nach 1945. Von den 36 Stiftungen wurden sieben, von den 14 An-Instituten fünf als eindeutig belastetet bewertet, wenngleich die Informationslage bei den institutionellen Einheiten begrenzt war und die Bewertung provisorischen Charakter trägt.

Neben der eindeutig nachweisbaren Belastung gab es weitere 75 Personen-Fälle, in denen die Quellenlage nicht ausreichte, um sie als eindeutig belastet oder eindeutig unbelastet zu bezeichnen. Hier gebe es Klärungsbedarf, so Kanzler Stückradt: „Wir wollen uns verstärkt noch einmal denjenigen bislang uneindeutigen Fällen zuwenden, bei denen die Person noch heute in der Öffentlichkeit präsent ist.“

Freimuth und Stückradt machten in diesem Zuge deutlich, dass die in Auftrag gegebene Recherche eingebettet sei in eine schon länger laufende, systematische Untersuchung der Geschichte der Universität zu Köln im und nach dem Nationalsozialismus. So hatte die Hochschulleitung bereits vor einigen Jahren die zur Zeit des Nationalsozialismus erfolgte Aberkennung von Doktorgraden für nichtig erklärt. Darüber hinaus ist in diesem Jahr ein Rechercheprojekt zu den Rektoren der Universität in und nach der NS-Zeit hinsichtlich ihrer NS-Belastung angelaufen. 2019 erschien außerdem die erste umfassende Chronik „Die Neue Universität zu Köln. Ihre Geschichte seit 1919“, herausgegeben im Geschichtsprojekt unter Leitung der Historiker Prof. Dr. Habbo Knoch, Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann und Prof. Dr. Ralph Jessen.

Die Hochschulleitung begrüßte die abschließenden Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats, sich tiefergehend mit den Personen-Netzwerken der Universität zu Köln und in der Stadt während und nach der NS-Zeit zu befassen, eine Gesamtdarstellung zur Geschichte der Universität im NS zu erstellen und die Provenienzen der Sammlungen der Universität zu untersuchen. Rektor und Kanzler teilen zudem ausdrücklich die Empfehlung des Beirats, eine angemessene Form der Erinnerung an die im Nationalsozialismus verfolgten Angehörigen der Universität zu entwickeln.
 

Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Habbo Knoch
Professor für Neuere und Neuste Geschichte
habbo.knochSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.bergSpamProtectionuni-koeln.de

]]>
news-5509 Wed, 16 Oct 2019 09:43:13 +0200 „Erich, es ist Schluss“ - Multimedia Story zum 30. Jahrestag des Mauerfalls https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5509&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4379f79ff0f0fc75e87210a5846afbd0 Zum dreißigsten Jahrestag des Falls der deutsch-deutschen Mauer am 9. November 1989 beleuchten Zeitzeugen und WissenschaftlerInnen der Uni Köln die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln, mal ganz persönlich, mal wissenschaftlich oder anekdotisch:

  • Der Historiker Prof. Dülffer schildert die Entwicklung vom Mauerbau zum Mauerfall
  • Ein Wissenschaftler der ehemaligen Tschechoslovakei über seine persönlichen Erlebnisse zur Zeit des Mauerfalls
  • Wie die Geschichte ein deutsch-deutsches Theaterfestival der Studiobühne überrumpelt hat
  • Studierendenpodcast über zwei Kommilitonen aus der ehemaligen DDR und ihr Verhältnis zur Wiedervereinigung
  • Kinder- und Jugendliteratur der DDR als Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung

 

Presse und Kommunikation:
Anette Hartkopf
+49 221 470-2922
a.hartkopfSpamProtectionverw.uni-koeln.de
 

Weitere Informationen:
https://story.uni-koeln.de/30-jahre-mauerfall/


Weitere Multimedia-Stories der Uni Köln:
https://story.uni-koeln.de/

]]>
news-5506 Fri, 11 Oct 2019 13:12:36 +0200 Professorin Mathilde Niehaus in den Beirat des Teilhabeberichtes der Bundesregierung berufen https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5506&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a26762d64e3c914480fbdbdaaa449e52 Die Professorin für Arbeit und berufliche Rehabilitation Mathilde Niehaus ist zum Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des 3. Teilhabeberichtes der Bundesregierung berufen worden / Der Beirat soll die Bundesregierung bei der Erstellung des Berichtes unterstützen Professorin Mathilde Niehaus ist von Bundesminister Hubertus Heil in den Wissenschaftlichen Beirat für den Dritten Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen berufen worden. Der Beirat besteht aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die Erstellung des Teilhabeberichts unterstützen und begleiten und eigene Stellungnahmen erarbeiten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden Einblick in aktuelle wissenschaftliche behinderungsspezifische Diskurse geben und Erwartungen an die Inklusionspolitik im Bund formulieren.

Mathilde Niehaus ist eine national wie international anerkannte Rehabilitationsforscherin, die ein großes wissenschaftliches Portfolio mit Erfahrungen in der Kommissionsarbeit verbindet. Professorin Niehaus hat bereits in der Vergangenheit eine Reihe von Projekten für das Bundesministerium für Soziales durchgeführt, deren Schwerpunkt auf den tatsächlichen Auswirkungen der neuen Paragraphen des Sozialgesetzbuches IX in der Arbeitswelt im Sinne einer Rechtswirkungsforschung lag. Sie war außerdem Mitglied in der Wissenschaftlichen Fachgruppe des Ministeriums für das Projekt RehaFutur, in dem die zukünftige Weiterentwicklung erörtert wurden, die beruflichen Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung zu gestalten.

Die Bundesregierung erstellt unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) alle vier Jahre einen Bericht über die Lage von Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland. Damit wird die im Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (§ 88 SGB IX) und Artikel 31 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) festgelegte Berichtspflicht erfüllt.

Das Prognos Institut wird die Datenanalyse für den Dritten Teilhabebericht vornehmen. In den Wissenschaftlichen Beirat des Dritten Teilhabeberichts wurden zehn Vertreterinnen und Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen berufen, drei von ihnen sind auf Vorschlag des Deutschen Behindertenrats ernannt worden.

 

Inhaltlicher Kontakt:      
Professor Dr. Mathilde Niehaus
0221/470-4955
mathilde.niehausSpamProtectionuni-koeln.de

 

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de

]]>
news-5505 Thu, 10 Oct 2019 12:05:54 +0200 Rektorat stellt Gutachten zu NS-Belastungen von Ehrungen, An-Instituten und Stiftungen vor https://www.portal.uni-koeln.de/index.php?id=9015&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5505&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cbdf88937ea75c98abfbfbfa8cd8abae Pressegespräch am 17. Oktober um 15 Uhr Im Zusammenhang mit dem einhundertsten Jubiläum ihrer Neugründung und zur weiteren Aufarbeitung ihrer Geschichte hat die Universität zu Köln eine externe wissenschaftliche Recherche zu NS-Belastungen ihrer institutionellen Einheiten, Förderungen und Ehrungen in Auftrag gegeben. Es wurden 332 Personen erfasst und Daten zur Gründung und Finanzierung von 36 Stiftungen, 14 An-Instituten und zu einzelnen Zuwendungen erhoben.

In einem Pressegespräch möchte das Rektorat die Ergebnisse vorstellen.

Termin:
Donnerstag, 17. Oktober 2019, 15:00 Uhr
„Pressegespräch zum externen Gutachten zu NS-Belastungen institutioneller Einheiten, Förderungen und Ehrungen“
Universität zu Köln, Hauptgebäude, Kleines Sitzungszimmer im Rektorat, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln (https://lageplan.uni-koeln.de/#!100)

Als Gesprächspartner zur Verfügung stehen Ihnen:

  • Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln
  • Dr. Michael Stückradt, Kanzler der Universität zu Köln
  • Prof. Dr. Habbo Knoch, Professor für Neuere und Neuste Geschichte, Projektleitung „Geschichte der Universität zu Köln seit 1919“
  • Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann, Professor für Neuere Geschichte, Projektleitung „Geschichte der Universität zu Köln seit 1919“
  • Dr. Patrick Honecker, Pressesprecher Universität zu Köln


Presse und Kommunikation:
Frieda Berg
+49 221 470-1704
f.bergSpamProtectionuni-koeln.de

Weitere Informationen:
https://neuere-geschichte.phil-fak.uni-koeln.de/uzk100_projekt.html

]]>