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15. November 2018

6. GenderForum

Wie in den Jahren zuvor, gaben Annelene Gäckle, als  Zentrale Gleichstellungsbeauftragte und Prof.‘in Dr. Manuela Günter, in ihrer Rolle als Prorektorin für Gleichstellung und Diversität einen Rückblick auf das Jahr 2018 und einen Ausblick auf das kommende Jahr 2019. Neben der Tatsache, dass der Frauenanteil in den Abteilungsleitungen der Verwaltung gesunken ist, wurde im Gegenzug präsentiert, dass der Frauenanteil bei den Professorinnen in 2017 die 30 Prozent Marke erreicht hat. Ein Grund sich zu freuen, auch wenn dies vor allem dem hohen Anteil an Gast- und Vertretungsprofessuren zu verdanken ist. In 2018 ist es zudem gelungen, an einigen Stellen auf dem Campus WCs für alle Geschlechter einzurichten, im Sommer wurde erstmalig die Regenbogenflagge vor dem Hauptgebäude gehisst, um ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen und die Hochschule wurde zum vierten Mal in Folge mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für Chancengerechtigkeit und Diversity ausgezeichnet.

Prorektorin Manuela Günter gab einen Überblick über die anstehenden Ereignisse aus zwei Jahren Arbeit rund um das Audit "Vielfalt gestalten" und kündigte auch einen Grund zu feiern an: 100 Jahre Frauenstudium an der Universität zu Köln und aus diesem Anlass eine Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten am 11.04.2019 mit dem Titel "Frauen starten durch". Anschließend wurde die aktuelle Gastdozentur der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Dr.‘ Vanessa Eileen Thompson , von der Goethe-Universität Frankfurt, vorgestellt. Sie wird im WS 18/19 verschiedene Lehrveranstaltungen und Vorträge halten. Außerdem wurde auch auf ihren Vortrag am 13.12.2018 "There is no Justice, just us! Ansätze zu einer postkolonial-feministischen Kritik der Polizei am Beispiel von Racial Profiling“ hingewiesen.

Der ursprünglich geplante Impulsvortrag musste krankheitsbedingt ausfallen und stattdessen standen vier Hochstühle vor dem Publikum, die zu einer offenen Diskussion über das Thema Antifiminismus im Hochschulkontext einluden.

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Foto: Fabian Stürtz

Natürlich bot das GenderForum auch wieder einen feierlichen Rahmen für die Verleihung  der Jenny Gusyk Preise der Universität zu Köln in den Kategorien Innovation, Familienfreundliche Führung und Nachwuchs.

Annelene Gäckle hielt die Laudatio für den Innovationspreis und übergab ihn an Prof.‘ Dr. Kirsten Schindler, Sabrina Schumacher und Lena Mertens aus der Philosophischen Fakultät für den dort ansässigen Familientag. Dieser sei „eine von den Preisträgerinnen nachhaltig implementierte, innovative Maßnahme, die das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium stark, lebendig und wertschätzend in den Fokus der gesamten Fakultät rücke“, so Gäckle.

Univ.-Prof. Dr. Bernd W. Böttiger, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Uniklinik Köln erhielt den Preis in der Kategorie Familienfreundliche Führung, der ihm von Ira Künnecke, vom Dual Career & Familiy Support, übergeben wurde. Er wurde damit für sein besonderes Engagement im Rahmen des 3-jährigen Klinikprojektes "Familienfreundliche Anästhesiologie an der Uniklinik Köln" ausgezeichnet und der daraus folgenden dauerhaften Implementierung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen für das ärztliche Personal.

Der Nachwuchspreis wurde Sarah Tewelde-Negassi für ihre Staatsexamensarbeit The Motif of the Machine-Woman Reconsidered: Towards a Female Cyborg in Eve of Destruction (1991), Ex_Machina (2015) und Her (2013) verliehen. Dirk Schulz, von GeStiK, betonte in seiner Laudatio, dass „Theorien der Genderstudien anhand von Literatur- Medien- und Geschichtswissenschaften auf Filme bezogen und ein komplexes Netzwerk zwischen Theorie und Filmwissenschaft entworfen werden. Die Staatsexamensarbeit zeugt von großer Intensität, mit der sich Frau Tewelde-Negassi ihrem Untersuchungsgegenstand nähert, sowie von der Dringlichkeit, mit der sie zukünftige Projektionen von Weiblichkeit zum Anlass nimmt, Genderfigurationen in der Gegenwart und der Vergangenheit zu konturieren und zu analysieren“.

Gelassen klang der Abend dann bei Fingerfood, Süßspeisen und Kaltgetränken beim abschließendem Get-together aus und alle Teilnehmenden hatten die Gelegenheit sich weiter zu vernetzen, zuvor Gehörtes zu diskutieren oder ehemalige Kolleg*innen wiederzusehen.