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Daten und Fakten

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Grafik 1, Referat Gender & Diversity Management

Geschlechterverteilung an der Universität zu Köln

(alle Zahlen beziehen sich auf das Berichtsjahr 2017)

Frauen sind an der Universität zu Köln (UzK) auf fast allen Qualifikationsstufen bzw. in allen Statusgruppen im Vergleich zum Landes- und Bundesdurchschnitt überdurchschnittlich stark vertreten (vgl. Gender Report 2016, Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW). Im bundesweiten "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2017" (vgl. CEWS, 2017) gehört die Universität zu Köln zu den besten drei Universitäten in NRW von insgesamt zehn und im bundesweiten Vergleich mit anderen Hochschulen zu den oberen 30 Prozent, was die Repräsentanz von Frauen und Männern auf den verschiedenen Qualifikationsstufen betrifft.

Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede sowohl hinsichtlich der Geschlechterverteilung auf den einzelnen Qualifikationsstufen als auch in Hinblick auf die jeweiligen Fakultäten und Fächer.

Studierende und Promotionen
Im Jahr 2017 waren 61% der Studierenden an der UzK weiblich (s. Grafik 2: Studierende, AbsolventInnen und Promotionen). Dieser Anteil variiert jedoch stark je nach Fakultät (und auch Fach). Den höchsten Frauenanteil verzeichnet die Humanwissenschaftliche Fakultät mit rund 83%. In der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ist er mit jeweils 46% am niedrigsten. Auf der Ebene der Promotionen können diese Anteile nicht gehalten werden. Prozentual gesehen liegt dort der Anteil an Promovendinnen z.B. an der Humanwissenschaftliche Fakultät bei 67% und an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät bei nur noch 33%. Insgesamt sind 52% der Promovierenden an der UzK weiblich.

Postdocs
Die Gruppe Postdocs ist von unterschiedlichen Faktoren geprägt. So beträgt der Frauenanteil bei den Habilitationen 24%. Hier konnte der weibliche Anteil in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden (8% im Jahr 1990). Gleichzeitig sind in dieser Gruppe in den letzten Jahre starke Schwankungen zu verzeichnen, die einerseits mit der geringen absoluten Zahl von Habilitationen jährlich zu erklären sind (46 in 2017) und andererseits mit der abnehmenden Bedeutung von Habilitationen zugunsten anderer Karrierewege. Der Frauenanteil bei den Juniorprofessuren insgesamt liegt bei 55% und bei den Nachwuchsgruppenleitungen bei 30% (s. Grafik 3: PostdoktorandInnen).

Professorinnen und Professoren
Im Jahr 2017 betrug der Professorinnenanteil erstmals 30% (alle Besoldungsgruppen). Bei genauem Hinsehen ist dies jedoch vor allem dem Hohen Anteil der Gast- und Vertretungsprofessuren zu verdanken. In der Gruppe der W2-Professuren liegt der Frauenanteil bei 29% und bei den W3-Professuren bei nur noch 22%. Die Berufungsquote von Frauen (W1 bis W3) lag fakultätsübergreifend in den Jahren 2015-2017 bei 31% (s. Grafik 5: Neuberufungen).

Wissenschaftliches Personal und Personal in Technik und Verwaltung sowie Hochschulleitung
Beim weiteren wissenschaftlichen Personal besteht ein nahezu ausgeglichenes Geschlechterverhältnis: 52% der wissenschaftlich Beschäftigten an der UzK sind weiblich. Beim Personal in Technik und Verwaltung wird mit 71 % Frauen die 50%-Marke deutlich überschritten. Allerdings ist auch hier sichtbar, dass auf den höheren Leitungsebenen in der Verwaltung (Vizekanzler*in, Kanzler*in, Dezernats- und Stabsstellenleitungen) der Frauenanteil niedriger liegt. Er liegt im November 2018 bei 43%, auf der Ebene der Abteilungsleitungen jedoch nur bei 29% (s. Grafik 6: Hochschulleitung).

In den Selbstverwaltungsgremien auf der Führungsebene sind Frauen 2018 mit mindestens rund einem Viertel vertreten: auf Rektoratsebene mit 25%, im Hochschulrat und im Senat mit je 50%, bei den Dekan*innen mit 33% und bei den Prodekan*innen mit 30%.

Fazit
Zusammenfassend betrachtet kann die UzK einen hohen Anteil an Frauen auf fast allen Qualifikationsebenen vorweisen, insbesondere bei den Studierenden. Damit steht ihr ein großer Pool von talentierten potentiellen Nachwuchswissenschaftlerinnen zur Verfügung. Die kontinuierliche Steigerung des Professorinnenanteils auf 30% im Jahr 2017 ist ein besonderer Erfolg. Trotz dieser Fortschritte zeigen die Zahlen auch, dass Frauen in einigen Bereichen und in einigen Fakultäten/Fächern unterdurchschnittlich vertreten sind und damit die Gleichstellungsziele noch nicht erreicht sind, insbesondere ab der Postdoc-Ebene und in Leitungsfunktionen. Somit gilt es weiterhin, den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und Professorinnen sowie weibliche Führungskräfte in der Verwaltung zu gewinnen.

Die aktuellen detaillierten Zahlen finden Sie im Gender Datenreport 2018.

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Grafik 2, Referat Gender & Diversity Management
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Grafik 3, Referat Gender & Diversity Management
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Grafik 5, Referat Gender & Diversity Management
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Grafik 6, Referat Gender & Diversity Management

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Diversität an der Universität zu Köln

Ergebnisse der Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung


Die Zentrale Evaluation von Studium und Lehre | Hochschulforschung der Universität zu Köln stellt in ihrem Bericht "Diversität an der Universität zu Köln: Ergebnisse der Studieneingangs-, Absolventen- & Exmatrikuliertenbefragung" erstmals Studierende bzw. Ehemalige aus nicht-akademischem und akademischem Elternhaus, mit und ohne Migrationshintergrund sowie mit und ohne familiäre Verpflichtungen gegenüber.

Im folgenden haben wir für Sie einige Daten aus dem Bericht aufgearbeitet. Weitere Informationen zu den einzelnen Befragungen finden Sie auf den jeweiligen Seiten der Zentrale Evaluation von Studium und Lehre | Hochschulforschung der Universität zu Köln und im Bericht "Diversität an der Universität zu Köln".


Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung

Zur Studieneingangsbefragung lädt die Universität zu Köln alle Studierenden gegen Ende ihres ersten Semesters ein. Je nach Semester ist der Teilnahmezeitraum von Juni bis August oder von Januar bis März. Die Befragung findet online statt und dauert ca. 15 Minuten. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich die Gruppe der Studierenden zusammensetzt, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Studierenden zu erlangen.
Seit 2008 führt die Universität zu Köln jährliche eine Befragung der Absolvent*innen durch, um einen Einblick in den Studienverlauf und die Zusammenhänge zwischen dem Studium an der Universität zu Köln und dem Berufserfolg der Absolvent*innen zu erlangen. Der Befragungszeitraum ist jeweils von Oktober bis Februar, also im auf den Abschluss folgenden Wintersemester.

Ergebnisse der Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung

Von den Studierenden, die im Sommersemester 2015 und Wintersemester 2015/2016 ihr Studium begonnen haben, kommen 39 % aus nicht-akademischem Elternhaus, ein Viertel der Studierenden (25 %) haben einen Migrationshintergrund wovon wiederum fast die Hälfte (46 %) aus einem nicht-akademischen Elternhaus kommen. 12 % der Studienanfänger*innen gaben an, dass sie neben dem Studium Familienarbeit zu leisten haben.

Die Absolvent*innen der Prüfungsjahrgänge 2012 bis 2014 kommen zu 41 % aus nicht-akademischem Elternhaus. 22 % der Absolvent*innen aus den Prüfungsjahren 2012 bis 2014 haben einen Migrationshintergrund, wovon 45 % aus nicht-akademischem Elternhaus kommen. 9 % der Absolvent*innen gaben an, dass mindestens ein Kind in ihrem Haushalt lebt und zählen damit zur Gruppe der Studierenden mit familiärer Verpflichtung.

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Grafik: Referat Gender & Diversity Management
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Grafik: Referat Gender & Diversity Management

Weitere Informationen zu den Studierendengruppen u.a. hinsichtlich ihrer Studienentscheidungen, Abbruchneigung und -entscheidungen, Studienerfolg und Studienfinanzierung finden Sie im Bericht "Diversität an der Universität zu Köln: Ergebnisse der Studieneingangs-, Absolventen- & Exmatrikuliertenbefragung".