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„Ethnographie vor der Haustür“: Sport und Islam – Lehrforschung in den Fächern Ethnologie und Islamwissenschaft zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen

Projektverantwortlich: Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf (Phil),  [Prof. Dr. Michaela Pelican (Phil)]

Projektlaufzeit: 04/2013 bis 03/2014 (2 Semester)

Im Rahmen des zweisemestrigen Projekts befassen sich fortgeschrittene B.A.-Studierende und M.A.-Studierende aus den Studiengängen „Ethnologie“ und „Sprachen und Kulturen der islamischen Welt“ sowie ein Kontingent von Studierenden aus verschiedenen Fakultäten in interdisziplinären Teams mit aktuellen gesellschaftlich und politisch relevanten Themen – hier mit dem Thema „Sport und Islam“. Dem Konzept der „Forschungsklassen“ folgend werden die Studierenden bei der Durchführung eigener Forschungsprojekte unterstützt: vorbereitende, begleitende, nachbereitende Seminare, Mentoring, Installation einer E-Plattform als Austauschforum. Die Studierenden sollen auf diese Weise ihre Fach- und Methodenkompetenz vertiefen sowie praktisch einüben und gleichzeitig lernen, sich in teils brisanten öffentlichen Debatten wissenschaftlich zu positionieren. Besonders engagierten Studierenden soll darüber hinaus die Andockung an den Research Master der a.r.t.e.s. Graduate School ermöglicht werden.


Projektfortschritt

2014 (Ende der zentralen Förderung 03/2014)

Im Wintersemester 2013/14 befassten sich die Studierenden intensiv mit der Auswertung ihrer Daten, der Analyse ihres Materials und der Einordnung ihrer Projektergebnisse in aktuelle wissenschaftliche und öffentliche Diskurse. In einer Schreibwerkstatt erhielten sie Hilfestellungen beim Verfassen ihrer Forschungsberichte, die bis Ende März 2014 fertig gestellt wurden. 

Zudem erhielten die Seminarteilnehmer_innen Gelegenheit, ihre Arbeiten in Form einer Poster-Präsentation einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen im Rahmen des Themenabends „Islam und Sport“, der Ende Januar im AStA-Café der UzK stattfand.
Einsicht der Poster unter:  http://fg4.phil-fak.uni-koeln.de/19940.html9).
Die Ausstellung wurde verbunden mit einer Vorführung des Films „Das Mädchen Wadjda“ (2013) der saudi-arabischen Regisseurin Haifaa al-Masour, der sich mit der Geschichte eines jungen Mädchens aus Riad und ihrem Kampf darum, Fahrrad fahren zu dürfen, auseinandersetzt. Transkulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten betreffs Aspekten von Islam und Sport in Deutschland und andernorts wurden im Anschluss an die Vorführung des Films mit den Besucher_innen debattiert.

Es ist geplant, Ergebnisse der studentischen Feldforschungen bis Ende 2014 in der Reihe „Kölner Arbeitspapiere zur Ethnologie“ (KAE) zu veröffentlichen.
Vgl. auch:
http://www.portal.uni-koeln.de/4640.html?&L=0&tx_ttnews[tt_news]=4272cHash=9983a24080b29348af8afdaf8795ba72

Seit Sommersemester 2014 wird das Lehrforschungsprogramm „Ethnographie vor der Haustür“  erneut als zweisemestriges Projekt angeboten (finanziert durch QV-Mittel der Fakultät): Fortgeschrittene B.A.-Studierende und M.A.-Studierende aus den Studiengängen „Ethnologie“ und „Sprachen und Kulturen der islamischen Welt“ sowie Studierende aus verschiedenen anderen Fächern der Philosophischen Fakultät befassen sich in dieser Fortführung mit dem Themenkomplex "Transnationalität – Translokalität: soziale Beziehungen und religiöse Netzwerke". Dabei wurde ein breites Spektrum möglicher Fragestellungen geöffnet, die an Theoriediskussionen anknüpfen, die unter den Schlagwörtern Migration, "belonging", Familie und Verwandtschaft, Religion, Diversität und Identität/Ethnizität geführt werden.
Vgl. http://fg4.phil-fak.uni-koeln.de/19939.html


2013

Die Teilnehmenden haben von Sommer bis Herbst 2013 nach einer intensiven Vorbereitungsphase ihre Feldforschungen durchgeführt. Sie wurden durch individuelle Mentoratstermine sowie Online-Mentoring und die beständige Erweiterung des digitalen Handapparats in ihren Arbeiten unterstützt. Zu den behandelten Themenfeldern zählen u.a.

  • Teilnehmende Beobachtung in einem muslimischen Frauenfitnessstudio
  • Gruppendiskussionen mit Bundesliga-Basketballerinnen über Kopftuchverbote im Profisport
  • Begleitung von Sportstunden in religiös und ethnisch heterogenenSchulklassen
  • Teilnehmende Beobachtung in Wettcafés
  • Islamwissenschaftliche Quellenanalyse zu Sport und Wettkampf

Die Studierenden befassten sich im Wintersemester intensiv mit Datenauswertung, Materialanalyse und der Einordnung ihrer Projektergebnisse in aktuelle wissenschaftliche und öffentliche Diskurse. In einer Schreibwerkstatt erhielten sie Hilfestellungen beim Verfassen ihrer Forschungsberichte, die bis Ende März 2014 fertig gestellt werden. 

Zudem erhielten die Seminarteilnehmer_Innen am 27.1.2014 Gelegenheit, ihre Arbeiten in Form einer Posterpräsentation einem breiten Fachpublikum sowie nichtakademischen Interessierten zugänglich zu machen. Dies geschah im Rahmen eines Themenabends „Islam und Sport", an dem die Projektergebnisse diskutiert wurden. Transkulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten betreffs Aspekten von Islam und Sport in Deutschland und anderswo wurden im Anschluss an die Vorführung des Films „Das Mädchen Wadjda“ (OmU, Haifaa Al-Mansour, 2013) ebenfalls debattiert.