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- Einfluss der Promotionsphase auf die Karriere von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in den Lebenswissenschaften

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und in Verbund mit der LMU München sowie der TU München, ist das Ziel des Projektes, Zusammenhänge zwischen Qualitätsmerkmalen der Promotionsphase und dem Karriereverlauf von Nachwuchswissenschaftlern/-innen in den Lebenswissenschaften zu untersuchen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Unterschiede zwischen dem klassischen individuellen "Meister-Schüler-Modell" (Berning und Falk 2005: 49) und den am angelsächsischen Modell der an Graduate Schools orientierten strukturierten Promotion gelegt.

Folgende zentrale Fragen sollen im Rahmen des Projektes beantwortet werden:

  • Welchen Einfluss besitzen Qualitätsmerkmale der Promotionsphase (z.B. erworbene Kompetenzen, Spezifika der Fachrichtung) auf das Gelingen des Berufseinstiegs in wissenschaftlichen Arbeitsfeldern?
  • Welchen Einfluss haben die Qualitätsmerkmale der Promotionsphase auf den Erfolg der Post-Doc-Phase im Zeitverlauf?
  • Wie wirken sich die Besonderheiten der medizinischen Promotion (diese findet häufig studienbegleitend und nicht, wie in anderen Fächern üblich, im Anschluss an das Studium statt), sowohl im Rahmen von strukturierten Promotionsprogrammen als auch individuell, auf den Einstieg in die Post-Doc-Phase aus?
  • Welchen Einfluss haben Faktoren, die nicht unmittelbar Qualitätsmerkmale der Promotionsphase darstellen, wie kognitive und affektiv-motivationale Merkmale, Berufsorientierung, Geschlecht, soziokultureller Hintergrund, Familienplanung etc. auf:

    • den Berufseinstieg in wissenschaftlichen Arbeitsfeldern?
    • den Erfolg der Post-Doc-Phase im Zeitverlauf?

Zur Beantwortung der Fragen werden drei Ansätze verfolgt

  • Multikohorten-Panelstudie an den medizinischen und biologischen Fakultäten in Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen, die longitudinal den Karriereverlauf von Promovierten/-innen zum Beginn ihrer Post-Doc-Karriere erfasst (Teilstudie 1).
  • Qualitative Interviewstudie mit ausgewählten Studienteilnehmern/-innen zum besseren Verständnis des Einflusses von individuellen Faktoren auf Karriereverläufe (Teilstudie 2).
  • Evaluation strukturierter Promotionsprogramme an den medizinischen und biologischen Fakultäten in Bayern, Sachsen und NRW durch Dokumentenanalysen und Expertenbefragungen (Teilstudie 3).

E-Prom Projektflyer

Projektfortschritt

2014

  • Präsentation erster Ergebnisse auf der Tagung der EAIR ‚The European Association for Institutional Research‘ an der Universität Duisburg/Essen
  • Präsentation erster Ergebnisse auf der Tagung der GMA ‚Gesellschaft für medizinische Ausbildung‘ an der Universität Hamburg
  • Erste Datenaufbereitung und –analyse der Daten aus Teilstudie 1
  • Teilnehmerrekrutierung und Feldphase Teilstudie 1
  • Fertigstellung des Erhebungsinstruments Teilstudie 1
  • Erstellung eines Literaturreviews zum Thema ‚Promotion in Deutschland‘
  • Arbeit an den Leitfaden für die qualitativen Interviews in Teilstudie 2
  • Erstellung der Erhebungsinstrumente sowie Feldphase Teilstudie 3

2013

  • Das Projektteam nimmt die Arbeit auf
  • Arbeit an den Erhebungsinstrumenten Teilstudie 1
  • Erstellung eines Literaturreviews zum Thema „Promotion in Deutschland“

 

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte: www.e-prom-projekt.de

Berning, Ewald und Susanne Falk. 2005. Das Promotionswesen im Umbruch. Beiträge zur Hochschulforschung 27: 48–72.