Wissenschaft im Rathaus

Jeden ersten Montag im Monat lädt die Kölner Wissenschaftsrunde zu spannenden und informativen Vorlesungen ins Rathaus ein. Dabei spiegelt sich die Fülle der in Köln angesiedelten Wissenschaft und Forschung in der breiten Themenvielfalt wider: Medizin, Kunst, Raumfahrt, Erziehung, Betriebswirtschaft, Musik und vieles mehr.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu den Vorlesungen herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Termine
11.01. | 01.02. | 01.03. | 12.04. | 03.05. | 05.07. |  06.09. | 04.10. | 08.11. | 06.12.

Uhrzeit
19.00 bis 20.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Rathaus Spanischer Bau
Ratssaal
Rathausplatz
50667 Köln

Weitere Informationen:
E-Mail: Weitere Informationen wissensdurst(at)koeln.de

Programm 2010

11. Januar 2010
RFID –Radio Frequency Identification: Technologie für Gegenwart und Zukunft

Die RFID-Technologie ist eine der wichtigsten Entwicklungen des 20. Jahrhunderts und begegnet uns überall im täglichen Leben. Beim Einkaufen, als Zutrittsausweis in Betrieben und Hotelzimmern, als Diebstahlschutz oder im neuen Personalausweis: Ihre Einsatzmöglichkeiten scheinen nahezu grenzenlos zu sein. Wie die Identifizierung mit elektromagnetischen Wellen genau funktioniert, wofür RFID heute eingesetzt wird und mehr über aktuelle Forschungsergebnisse zu neuen Anwendungsmöglichkeiten von RFID erfahren Sie in einem spannenden und informativen Vortrag.

Prof. Dr. Rainer Kronberger
Labor für Hochfrequenztechnik
Fachhochschule Köln

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1. Februar 2010:
Über den Berg: Krebspatienten wandern in ihr neues Leben

Wandern ist eine Bewegungsform, die seit Urzeiten wie keine andere Bewegung tief im menschlichen Leben verankert ist. Dass Menschen, die nach einer schweren Erkrankung intensiv wandern, sich schneller erholen, haben Kölner Wissenschaftler in Studien nachgewiesen. Durch das Wandern werden die Patienten selbstbewusster, lernen ihren Körper neu kennen und bauen wieder Vertrauen zu ihm auf. Im Vortrag werden die teilweise erstaunlichen Studienergebnisse vorgestellt und erläutert, warum die Methode Wandern eine gute Alternative in der Rehabilitation sein kann.

Dr. Freerk T. Baumann
Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin
Deutsche Sporthochschule Köln

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1. März 2010:
Macht bloß die Glotze aus!
Über die Auswirkungen kindlichen Fernsehkonsums

Das Fernsehen ist aus der Alltagswelt von Kindern nicht wegzudenken. Aktuellen Studien zufolge sitzen bereits 73 Prozent der 6- bis 13-jährigen Kinder täglich vor dem Fernseher. Für zwei Drittel ist das Fernsehen das Medium, auf das sie am wenigsten verzichten möchten. Ist das gut? Der Vortrag gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Forschung mit besonderem Blick auf die Auswirkungen des kindlichen Fernsehkonsums.

Prof. Dr. Peter Bak
Masterstudiengang Business Psychology
Hochschule Fresenius

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12. April 2010:
Denksport im wahrsten Sinne: Wie Bewegung und Denken in Zusammenhang stehen

Durch bildgebende Verfahren ist es möglich geworden, dem Gehirn gewissermaßen beim Denken zuzuschauen. Manche der Entdeckungen, die dabei gemacht werden, geben uns Rätsel auf. So sind Teile des Gehirns, die eigentlich unsere Körperbewegungen steuern, auch bei vielen Denkprozessen aktiviert – selbst dann, wenn wir uns gar nicht bewegen wollen. Ob wir uns eine Telefonnummer einprägen, Musik hören oder Anderen beim Schreiben zusehen: Motorische Regionen des Gehirns sind beteiligt. Im Vortrag werden neue Studien aus der Hirnforschung vorgestellt und es wird versucht, möglichen Erklärungen des Phänomens auf die Spur zu kommen.


Katja Kornysheva, Anne Kühn,
Moritz Wurm und Dr. Ricarda Schubotz
Max-Planck-Institut für neurologische Forschung

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3. Mai 2010:
Tiefbohrungen in der sibirischen Arktis: Ein Meteoriteneinschlag als Glücksfall für die Klimaforschung

Kölner Geologen ist es mit einem internationalen Team von Wissenschaftlern und Technikern gelungen, Seesedimente in der Arktis zu erbohren, mit denen Wissenslücken in der Klima- und Umweltgeschichte dieser Region geschlossen werden können.

Aus einer mehr als 300 Meter mächtigen Seesedimentabfolgen, die voraussichtlich 3,6 Mio. Jahre arktische Klimageschichte erzählt, wollen sie bis Ende 2011 ein detailliertes Bild der Vergangenheit zeichnen, das auch Prognosen für die Zukunft zulässt. Der Vortrag gewährt Einblicke in Ziele, Vorbereitung und Durchführung der monatelangen Expedition und in die Probleme, die bei Temperaturen von unter minus 40 Grad zu bewältigen waren.

Prof. Dr. Martin Melles,
Institut für Geologie und Mineralogie an der Universität zu Köln

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5. Juli 2010:
Jugendjahre der Alternsforschung: Das neue MPI für Biologie des Alterns

Das Thema Altern rückt immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit: Demografischer Wandel, Pflegeversicherung, Alzheimer und Barrierefreiheit sind nur einige wenige Themen, die zeigen, wie das Altern unsere Lebenswelt beeinflusst. Dennoch ist die grundlegende Frage immer noch unbeantwortet: Warum altern wir eigentlich? Sind es die Gene? Welche Rolle spielen der Lebenswandel oder die Umweltbedingungen? Können wir unsere Lebensspanne verlängern? Diesen Fragen geht das neu gegründete Max-Planck-Institut (MPI) auf den Grund. Der Vortrag führt Sie sowohl auf einen virtuellen Rundgang durch das neue Institut wie auch in die Welt der Alternsforschung.

Dr. Ralf Petri
Forschungskoordination
Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

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6. September 2010:
Gesundheitsvorsorge: Patienten übernehmen mehr Verantwortung als früher


Die Prävention steht seit ein paar Jahren zunehmend im Brennpunkt der Betrachtungen von Krankenkassen, Ärzten und Arbeitgebern. Vor dem Hintergrund steigender Gesundheitsausgaben unterstützen alle Partner in der Gesundheitsversorgung Maßnahmen, um Krankheiten vorzeitig erkennen oder sogar verhindern zu können. In der Zukunft wird von jedem Einzelnen eine höhere Eigenverantwortung in der Gesundheitsvorsorge gefordert. Im Vortrag werden deshalb aktuelle Präventionsmaßnahmen und -modelle praxisnah vorgestellt.

Prof. Dr. Rainer Riedel
Studiengang Medizin-ÖkonomieRheinische
Fachhochschule Köln

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4. Oktober 2010:
Köln-Preis-Verleihung: Vortrag des Preisträgers

Heute Abend wird ein Absolvent der Universität zu Köln mit dem Köln-Preis ausgezeichnet, dessen Abschlussarbeit für die Stadtentwicklung von besonderem Interesse ist. Ob soziale Ausgrenzung in Köln 1933 ? 1945, Fahrplansimulationen im öffentlichen Personennahverkehr oder Hochwasserschutzmaßnahmen und ihre Akzeptanz in der Kölner Bevölkerung ? ein Thema mit historischer, kultureller, wirtschaftlicher, ökologischer oder sozialer Bedeutung für Köln wird Inhalt des heutigen Vortrags sein.

Preisträger des Köln-Preises
Universität zu Köln

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8. November 2010:
Krisen-Kommunikation: Wie Unternehmen Krisen erfolgreich
managen – oder auch verschlimmern

Zahlreiche Unternehmenskrisen füllten in den letzten Monaten und Jahren die Zeitungen des Wirtschaftsteils. Wie geraten Unternehmen eigentlich in Krisen, die sich oft negativ auf ihr Image auswirken, und wie kommen sie wieder heraus? Ist es möglich, trotz des Fehlverhaltens Einzelner in der Branche seine Glaubwürdigkeit zu behalten? Im Vortrag werden die Antworten anhand von zahlreichen Beispielen wie Deutsche Telekom, Siemens, Lidl und anderen Marktführern gegeben.

Prof. Dr. Ralf Spiller
Studiengang Medienmanagement Macromedia
Hochschule für Medien und Kommunikation

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6. Dezember 2010:
Abenteuer Mondfahrt:
Wie die Wissenschaft kommende Missionen vorbereitet

Seit dem letzten Flug zum Mond vor 38 Jahren haben wir eine Vielzahl von Erkenntnissen über die Auswirkungen der Raumfahrt auf den menschlichen Körper wie Knochenabbau, Muskelschwund oder veränderte Wahrnehmung gewonnen. Nun gibt es ernsthafte Bestrebungen, wieder auf den Mond zurückzukehren und dort eine Forschungsstation einzurichten. Welche Schwierigkeiten dabei auftreten können und welche Einsichten sich die Forschung von einer erneuten Mondfahrt erhofft, können Sie im Vortrag auf anschauliche Weise erfahren.

Prof. Jörn Rittweger
Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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