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Professional Sense of Vision – Ein visuelles Aufmerksamkeitstraining für angehende Lehrkräfte und weitere Berufsgruppen

Projektverantwortlich

Jun.-Prof. Dr. Dr. habil. Kai Kaspar

Beteiligung

Prof. Dr. Johannes König,
M.Sc. Marco Rüth

Projektlaufzeit

10/2017 bis 09/2019 (4 Semester)

Kurzbeschreibung

Eine ausgeprägte Expertise im Bereich der visuellen Aufmerksamkeitssteuerung ist eine zentrale Kompetenz für angehende Lehrkräfte sowie auch für weitere Berufsgruppen. Eine solche Expertise ist für Lehramtsstudierende zentral, um ein optimales Classroom Management und eine umfassende Reflexion von Lehr- und Lernkontexten realisieren zu können. Grundsätzlich profitieren auch Studierende anderer Studiengänge und damit verbunden auch weitere Berufsgruppen von einer solchen Expertise. Sie erkennen so die Bedeutung der visuellen Aufmerksamkeitssteuerung und können diese für unterschiedliche Anwendungskontexte trainieren, z.B. wenn sie vor Publikum referieren, Gruppenarbeiten leiten oder Lernmaterialen, Präsentationen und Poster erstellen. Ziel des Projekts „Professional Sense of Vision“ ist es, durch ein visuelles Aufmerksamkeitstraining diese visuelle Expertise gezielt zu entwickeln und zu fördern. Durch die Mitwirkung von Studierenden der Humanwissenschaftlichen Fakultät, der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Philosophischen Fakultät an dem Training wird dieses schrittweise entwickelt und optimiert.

Um einen Professional Sense of Vision gezielt trainieren zu können, benötigt man Einblicke in das eigene Sehverhalten in realen Handlungskontexten (Unterrichtssituationen, Referate etc.). Dieses machen wir mittels mobiler Eye-Tracking-Technik sichtbar und bringen damit eine absolute Innovation in diverse Lehr- und Lernkontexte der Universität zu Köln. Konkret wenden wir mobiles Eye-Tracking in fachspezifischen Settings an den drei genannten Fakultäten an. Während des Unterrichts tragen die Trainingsteilnehmer*innen den Eye-Tracker, sodass anschließend die Augenbewegungen in Bezug auf das Unterrichtsgeschehen betrachtet, analysiert und reflektiert werden können (s. Abbildung 1).

Somit wird das Blickverhalten zum Gegenstand eines gezielten visuellen Trainings und liefert konkrete Anhaltspunkte zur Verbesserung von Bestandteilen des Unterrichts, beispielsweise bezüglich der Form der Klassenführung und der Gestaltung des Lernmaterials. Die Anwendungen dieser Methode evaluieren wir systematisch und verstetigen diese sowie identifizierte Gelingensbedingungen in einem evidenzbasierten Handbuch. Dieses Handbuch soll allen Dozierenden einen leichten und verständlichen Zugang zur Nutzung der mobilen Eye-Tracking-Systeme bieten, sodass die Aufmerksamkeitstrainings auch langfristig in verschiedenen Kontexten und für verschiedene Zielgruppen Anwendung finden.

Projektfortschritt

2018 (geplant)

  • Einrichtung der technischen Systeme
  • Konzeption einer formativen Evaluationsstrategie
  • Konzeption didaktischer Szenarien
  • Anwendung des Systems in mehreren Lehrveranstaltungen
  • Verbesserung der Szenarien durch formative Evaluation

2017

  • Einrichtung der technischen Systeme