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Alte Geschichte(n) in neuen Medien – Eine althistorische Radioreportage

Projektverantwortlich

Prof. Dr. Karl-Joachim Hölkeskamp
Historisches Institut – Lehrstuhl für Alte Geschichte

Projektkoordination

Dr. Michael Kleu

Projektlaufzeit

04/2016 bis 03/2017 (2 Semester)

Kurzbeschreibung

Ziel des Projekts soll es sein, im Rahmen einer althistorischen Lehrveranstaltung eine Radioreportage zu produzieren. Im Laufe eines Jahres sollen die Studierenden anhand einer selbstgewählten Thematik zunächst ihre Kenntnisse in den wissenschaftlichen Grundlagen der Alten Geschichte vertiefen, bevor sie dann dazu übergehen, das gewonnene Wissen über ihr Thema zur Entwicklung einer Radioreportage zu nutzen, die einerseits wissenschaftlich korrekt und andererseits auch für den Laien sowohl verständlich als auch unterhaltsam sein soll. Das hierfür notwendige nicht-althistorische Fachwissen soll durch Gastvorträge und Workshops von Journalistinnen und Journalisten erworben werden. Nachdem die Studierenden die Reportage schließlich gesprochen und aufgenommen haben, sollen sie im letzten Schritt an geeignete Radiosender herantreten, um ihre Ergebnisse für die dortigen Programme anzubieten.

Projektverlauf im SoSe 2016

Im SoSe 2016 haben die Projektteilnehmer zunächst Reportagen ausgewählter Journalisten angehört und analysiert, um einen Einstieg ins Thema zu finden. Es folgten zwei Besuche eines dieser Journalisten, bei denen er einerseits aus seinem Leben als (Radio-)Journalist berichtete und andererseits die Studierenden in Form verschiedener Übungen darin schulte, eigenständig Radioreportagen zu verfassen. Diese wurden in der Folge vertont und im Seminar gemeinsam angehört, wobei der Journalist die Reportagen dann aus seiner Sicht als Experte beurteilte. Auf Basis der so gewonnenen Erfahrungen begannen die Studierenden in der Folge damit, weitere Reportagen zu verfassen.

Da Radioreportagen nicht nur geschrieben, sondern letztlich natürlich auch gesprochen werden müssen, besuchten der Journalist und Moderator Tom Frohn (u.a. WDR und Köln.TV) und die Radiomoderatorin Mirja Schmitz (u.a. WDR und Star FM) den Kurs, um den Studierenden Sprechtraining zu geben. Im Rahmen dieses Trainings lernten die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer, bewusster auf Aussprache, Atmung und Betonung zu achten, um ihre Radioreportagen professioneller einsprechen zu können.

Das restliche Semester wurde dazu genutzt, die eigenen Reportagen zu verfeinern und sich im Anfertigen und Bearbeiten von Audioaufnahmen zu üben. Zum Abschluss des Semesters besuchte die Studentin Olga Pletenev, die sich im Bürgerfunk (Radio Köln) engagiert, den Kurs und stellte die Möglichkeiten vor, die der Bürgerfunk Interessierten bietet. Im Anschluss an diese Vorstellung fertige Frau Pletenev eine Radioreportage über das Projekt an, die am 03.10.2016 im Bürgerfunk von Radio Köln ausgestrahlt wurde und hier angehört werden kann:

http://radio.jfc.info/project-id23-1008-audio

Projektfortschritt im WS 2016/17

Durch den üblichen Universitätsalltag bedingt hat der Kurs zu Beginn des neuen Semesters einen Teil der ursprünglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verloren, dafür aber auch neue gewonnen. So war es zunächst die Aufgabe der erfahreneren Studierenden, den neuen die im ersten Semester gewonnenen Erkenntnisse zu vermitteln.

Im Anschluss erfolgte ein weiteres Sprechtraining durch die Logopädin Ruth Voellmy sowie ein weiterer Besuch durch eine erfahrene Radio-Journalistin, um das bereits vorhandene Wissen zu vertiefen. Außerdem schulte die Studentin Olga Pletenev den Kurs im Umgang mit gängigen Programmen zur Bearbeitung von Audio-Dateien.

Außerdem ergab sich die Möglichkeit, einen Journalisten bei der Produktion seiner nächsten Reportagen für den Sonntagsspaziergang im Deutschlandfunk zu unterstützen. So beteiligten sich einzelne Studierende an der Recherche sowie am Verfassen des Textes und traten auch selbst als Sprecher in der Reportage in Erscheinung. Daraus ergab sich die Möglichkeit, in direkter Form an Reportagen beteiligt zu sein, die an prominenter Stelle bei einem namhaften Sender ausgestrahlt werden. Auf Basis dieser Zusammenarbeit sollen weitere gemeinsame Projekte folgen.

Die oben angesprochene Reportage lief am 29.01.2017 im Deutschlandfunk und kann hier angehört werden:

http://www.deutschlandfunk.de/frankreich-kirche-und-konfituere-in-toul.1242.de.html?dram:article_id=377584