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Sklaven, Sklavenhalter und der Ort der Sklaverei. Comicproduktion als handlungsorientiertes Lernen in geographischen, historischen und künstlerischen Kontexten 

Projektverantwortlich

Prof. Dr. Alexandra Budke (Math.-Nat. Seminar für Geographie und ihre Didaktik) 

Beteiligung

Frederik von Reumont, Dr. Susanne Krauß, Annemarie Hahn, Eva-Maria Rottlaender 

Projektlaufzeit

10/2015 bis 09/2017 (4 Semester)

Kurzbeschreibung

Im Sommersemester 2016 wird in einer Kooperation der Fachdidaktiken der Fächer Kunst, Geographie und Geschichte unter Begleitung des Zentrums für Hochschuldidaktik ein interdisziplinäres Lehr-Lernprojekt stattfinden. Im Zentrum dieses Projektes steht das interdisziplinäre Lernen der Lehramtsstudierenden der Fächer Geschichte, Kunst und Geographie, die in diesem Seminar die Möglichkeit erhalten, sich aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven heraus mit den geographischen und geschichtlichen Dimensionen der Sklaverei auseinanderzusetzen. Dabei dient das Comic als Medium, die ikonische Darstellung von Sklaven und Sklavenhaltern in vorliegenden Materialien kritisch zu beleuchten und eine Didaktisierung dieses Materials vorzunehmen unter der Fragestellung, wie diese Thematik über die Darstellung in einem Comic im Unterricht genutzt werden kann.  

Um eine nachhaltige Implementierung dieses Seminarkonzeptes zu gewährleisten, werden das Konzept und die Erfahrungen damit für Dozenten*innen aller Fachrichtungen aufbereitet und ggf. veröffentlicht. Das Lehrmaterial, das entsteht, richtet sich an Schüler*innen und Lehrer*innen der Sekundarstufe I. 

Die teilnehmenden Lehramtsstudierenden werden dabei selber zu „Bildproduzenten/innen“, indem sie Comics als Lehrmaterial zum Thema „Sklaverei im 18.-19. Jhdt. und heute“ entwickeln. Durch die Eigenproduktion und die anschließende Erforschung der Lernpotenziale im Schulunterricht, werden die theoretischen Grundlagen und didaktische Anwendung von Comics vermittelt. Die Begleitung findet von Dozierenden der Fächer Geographie, Geschichte und Kunst sowie von der preisgekrönten Comicautorin Barbara Yelin und dem Spieldesigner und Spielforscher Weg-Han Tan statt. 

Ziel des Projekts ist, neben der didaktischen Analyse des Lehrmediums „Comics“, ein übertragbares Konzept zur interdisziplinären Kooperation für Dozenten/innen aller Fachrichtungen. 

Projektfortschritt

2017

Nach erfolgreicher Evaluation des ersten Seminarverlaufs soll ggf. im Sommersemester 2017 ein zweites Seminar folgen. 

2016

Im Sommersemester 2016 wird die Lehrveranstaltung das erste Mal stattfinden 

Bis zum Ende der ersten Belegphase für das Sommersemester 2016 können sich Lehramt-Studierende der Fächer Geographie, Geschichte und Kunst im Bachelor Studiengang mit einer eigenen Comic-Gestaltung auf einen der 10 Plätze pro Fachrichtung bewerben 

Die Seminartage zur Einführung in die Thematik werden am 22.4.16 und am 13.5.16 stattfinden. Dabei wird eine fachwissenschaftliche Auseinandersetzung aus den spezifischen Perspektiven der Geographie, Geschichte und Medienkunst sowie didaktische Grundlagen, die Ikonographie der Sklaverei und eine Einführung in die Comictheorie mit einem Besuch des „cöln comic haus" stattfinden.  

Vom 17.05.-20.05.16 findet eine „Springschool“ zur Vorbereitung und Beginn der praktischen Phase für die Studierenden statt.

Ende des Sommersemesters ist eine Seminarauswertung mit den Teilnehmenden geplant (Konzipierung einer Ausstellung der Comic- Ergebnisse, Evaluierung und Reflexion). 

Für das Wintersemester 16/17 ist die Projektauswertung und die damit verbundene Veröffentlichung des Lehrmaterials, Planung eines nächsten Seminars und Testung des Materials in Schulen vorgesehen.

2015

Im Wintersemester 2015/2016 fanden im interdisziplinären Team der Fachdidaktiken Geographie, Geschichte und Kunst sowie mit der Begleitung des Zentrums für Hochschuldidaktik unter hochschuldidaktischer Perspektive die Seminarvorbereitungen statt. 

Das Seminarkonzept ruht auf drei Säulen. Erstens gewinnen die Studierenden durch die konzeptionelle Erarbeitung von Lehrmaterial Erkenntnisse hinsichtlich der Verzahnung von Unterrichtspragmatik mit Theorien der fachspezifischen und allgemeinen Kompetenzstrukturen sowie der empirischen Erforschung von Lernumgebungen. Zweitens reflektieren die Studierenden über die Verwendung von Medien und Kunst als Deutung der gesellschaftlichen Realität und zu deutende Realität. Drittens werden die Learning outcomes für die Studierenden als Kompetenzen festgelegt und überprüft. 

Die Vorbereitung eines Seminarblocks zur Einführung in das Thema „Comic in der Didaktik“ und in die selbstständige Arbeit wurden getroffen 

Die Konzeptualisierung, der praktischen Phase des Projekts, der „Springschool“, mit internen und externen Dozierenden.